Hallo Bläuling,
was macht es für einen Sinn, wenn man weiß, welcher Täubling es sein könnte? In der Naturwissenschaft allgemein und insbesondere in der Pilzkunde will man doch immer wissen, was es ist, das man da vor sich hat. Oft wird nach ein paar Wochen in der eigenen Erinnerung aus "das könnte R. atroglauca gewesen sein" "das war R. atroglauca", möglicherweise sogar "ich kenne R. atroglauca".
Jedenfalls scheidet R. atroglauca wegen des beschriebenen und zu sehenden Fundhabitates ganz sicher aus. Es wurde Eiche und sandiger Boden angegeben, auf dem Foto sieht das Habitat ziemlich trocken aus, es ist eine trockene Eichenlaubdecke zu sehen. Die echte R. atroglauca wächst dagegen laut herrschender Meinung in Gebirgsmooren unter Birke. So etwas hat eine GoogleApp natürlich nicht auf dem Schirm, wenn sie ihren Arttipp raushaut. Das sollte man bedenken, bevor man sich über eine vermeintliche Seltenheit freut. Das Fundhabitat passt jedenfalls bestens zu der von Axel zu Recht vorgeschlagenen R. parazurea, welche optisch sehr gut hinkommt. Warum die Lamellenfarbe nicht stimmen soll, erschließt sich mir nicht. Aufgrund des starken Magentastiches und Überbelichtung der vorliegenden Fotos lässt sie sich doch überhaupt nicht beurteilen.
FG
Oehrling