Hallo,
meiner Meinung nach könnte dies auch ein alter Birkenpilz-Schlappen sein. Gerade bei alten Birkenpilzen wölbt sich die Röhrenschicht gerne so vor. Lässt sich aber nur aufgrund dieses Fotos nicht abschließend klären.
FG
Oehrling
Hallo,
meiner Meinung nach könnte dies auch ein alter Birkenpilz-Schlappen sein. Gerade bei alten Birkenpilzen wölbt sich die Röhrenschicht gerne so vor. Lässt sich aber nur aufgrund dieses Fotos nicht abschließend klären.
FG
Oehrling
Sehr schlechte Frühlingspilzsaison .
Hallo Beli,
also bei uns nicht (nördliches Baden-Württemberg). Das dürfte hier der spannendste und artenreichste Pilzfrühling der letzten fünf Jahre sein. Letzte Woche hatten wir eine Exkursion mit Minimum 30 Arten. Vielleicht können wir das am kommenden Sonntag noch toppen, wenn die ersten Röhrlinge und Täublinge herauskommen. Risspilze und Amaniten sind teilweise schon da.
Trotzdem ein sehr schöner Fotobericht von dir. Nur deine Stockschwämmchen, die halte ich eher für Grünblättrige Schwefelköpfe.
FG
Oehrling
Hallo Heidi,
beim Lactarius würde ich wegen des Hutbuckels auf den Rotbraunen Milchling (Lactarius rufus) tippen. Unter den Rotbraunen ist dies so ziemlich der einzige, der sofort brennend scharf schmeckt. Damit ist er eigentlich leicht erkennbar. Probiert hast du ihn wohl nicht?
FG
Oehrling
Hallo Claudia,
ich gebe dir Recht, dass ein Falscher Pfifferling zumindest einen gelben Farbton haben sollte, was die hier gezeigten nicht ansatzweise haben. Zwei Ideen hätte ich (je nach Konsistenz des Stielfleisches, was man via Foto eben nicht beurteilen kann): Duftender Afterleistling (Hygrophoropsis morganii) oder Wasserfleckiger Röteltrichterling (Lepista gilva).
FG
Oehrling
Hallo,
dieser Meinung schließe ich mich an. Wahrscheinlich Agrocybe dura.
FG
Oehrling
Hallo umossoh,
auch wenn die Bilder nicht wirklich detailreich sind, scheinen das schon Maipilze zu sein. Dann bleibt nur die Erkenntnis, dass es dir nichts nützt, wenn alle anderen einschließlich deiner Frau die Maipilze vertragen, nur du nicht. Über die Ursachen kann nur wild spekuliert werden, selbst Ärzte könnten da nur spekulieren. Also künftig vom Speiseplan streichen und auf andere Pilze hoffen, schließlich wirst du nicht verhungern, wenn du keine Maipilze essen kannst. Ich wünsche dir viele andere leckere und vor allem für dich verträgliche Pilze.
FG
Oehrling
Hallo Norbert,
yeah!
FG
Oehrling
Hallo umossoh,
Hast du ein Foto von deinen Maipilzen gemacht? Dann zeig doch mal her, das könnte die Diskussion voranbringen. Grundsätzlich traue ich dir natürlich zu, Maipilze richtig zu erkennen, aber man kann ja nie wissen. Zur Zeit wachsen ja genug Verwechslungskandidaten, auch solche die ähnlich riechen.
FG
Oehrling
Hallo Norbert,
wenn das tatsächlich Gelkappen anstelle von Kristallen auf den Zystiden sind, was man auf deinen bisher gemachten Fotos nicht so gut erkennen kann, solltest du mal mit dem Gelkappenzystiden-Risspilz (Inocybe leptocystis) vergleichen.
FG
Oehrling
Hallo,
ich war heute noch mal da, leider hat den Rasenmäher Angriff kein Pilz überlebt, aber ich habe mir mal die Bäume angeschaut, in unmittelbarer nähe wachsen mehrere Haselnuss Büsche, ca. 5m entfernt zwei alte Kirschbäume, sonst nur Hartriegel.
Grüße, Chris
Hm, schwierig. Bist du sicher, dass das überhaupt Ritterlinge sind bei dir oder nicht vielleicht Rötlinge (die dann die Kirsche als Baumpartner hätten)? Das könnte man ja anhand der Lamellenfärbung älterer Exemplare leicht auseinanderhalten. Sorry für die Spekulation, aber du hast immer noch kein Foto geliefert...
FG
Oehrling
Hallo Norbert,
Schlehen- und Schildrötling wurden damals in erster Linie anhand der Form des Hutbuckels und der unterschiedlichen Färbung unterschieden. Der Name Schildrötling weist auf den sehr speziellen breiten Hutbuckel hin, der in der Form an einen Ritter-Schild erinnert. Mittlerweile kennt man ja etliche Rötlinge mit schildförmigem Hut. Auch fiel wohl damals auf, dass die zur gleichen Jahreszeit unter Schlehdornen wachsenden Rötlinge heller waren als die unter Apfelbäumen und nach dem Anschneiden verfärbendes Fleisch hatten - ergo musste dies eine andere Art sein. Dagegen fiel eine Art wie Entoloma niphoides (was auch immer das sein soll; nie persönlich gesehen) den Mykologen erst viel später auf (Erstbeschreibung durch ROMAGNESI 1947). In der Folgezeit konnten durch verfeinerte Forschungsmethoden Arten wie E. saundersii, E. aprile oder gar E. bahusiense unterschieden werden, wobei ich von all diesen Arten nicht die geringste physische Vorstellung habe, typische Phantome eben in meinen Augen. Falls in diesem Formenkreis Genanalysen folgen sollten, werden möglicherweise nicht alle genannten Artkonzepte dies überstehen.
Ich hoffe, dir weitergeholfen zu haben.
FG
Oehrling
Hallo Alexander,
Nr. 1 = Grubenlorchel (Helvella lacunosa).
Voreilender Ackerling? Ja, könnte der Optik nach gut sein, aber hat er auch wie ein Voreilender Ackerling gerochen?
Narzissengelber Wulstling? Könnte sein, aber hatte er einen Ring am Stiel?
FG
Oehrling
Das ist ja mein Problem , dass da auch mikroskopisch nichts geht.
Und bevor ich mir Anilin besorge lass ich die Sache auf sich beruhen.
Brauchst du ja gar nicht. Guajak leistet bei diesem Bestimmungsproblem exakt das Gleiche wie Anilin - den Schlehenrötling vom Schildrötling unterscheidbar zu machen. Anilin, insoweit gebe ich dir recht, sollte man aus Gesundheitsgründen nur verwenden, wenn gar nichts anderes mehr geht, das ist hier aber nicht der Fall. Die 4 Euro für Guajak kann man investieren, sofern man schon für Mikroskop und Literatur Hunderte und Aberhunderte Euro investiert hat (?).
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
eben gerade beim Mähen meines Rasens entdeckt: Tricholoma argyraceum (siehe Bildanhang). Wie die anschließende Nachforschung ergab, besiedelt ein kleinerer Trupp auch unser Kräuterbeet (!). Der Baumpartner wird wohl in der nebendranstehenden Hainbuchenhecke zu verorten sein.
Zur ursprünglichen Anfrage:
Tricholoma terreum ist ein Pilz, der üblicherweise (streng?) unter Kiefer vorkommt. Erdritterlinge, die nach dem Zerkrümeln ranzig-mehlig-gurkig, und nicht nur leicht säuerlich-fruchtig riechen, sind wohl kaum als T. terreum zu bezeichnen, vor allem wenn im Umfeld keine Kiefer dasteht. Standard-Bestimmungsprogramm bei Erdritterlingen:
- zunächst auf das Vorhandensein eines Schleiervelums und mögliche Verfärbungen (rötlich, gelblich, bläulich) achten
- danach einen der Pilze in der Hand zerkrümeln und daran riechen
- anschließend noch nach dem möglichen Baumpartner forschen
FG
Oehrling
Hallo Andreas,
wie groß (Durchmesser) waren die Böbbels denn? Stinkmorcheleier hätten so etwa 50 mm Durchmesser. Schwanztrüffeln (das sind Hexeneier, die niemals aufgehen, auch nicht bei Vollreife, und sehr lange unterirdisch (=hypogäisch) bleiben) haben meist nur 10 bis 20 mm Durchmesser. Hexeneier des Tintenfischpilzes haben oft eine rosafarbene bis bräunliche Haut. Hundsrute käme theoretisch auch in Frage. Und vielleicht noch andere Trüffelarten.
Also summa summarum: zu wenige Angaben für eine belastbare Benennung. Edit: normale Morcheln bilden keine Hexeneier aus, nur Stinkmorcheln tun dies.
FG
Oehrling
Hallo Steffen,
auf jeden Fall bei den Rötlingen, was man an der Sporenform sehen kann. Nicht jeder Rötling, der im Frühjahr unter Roseaceen wächst, ist Entoloma clypeatum, die Literatur kennt da noch ein paar andere seltene Arten, für die du allerdings Spezialliteratur brauchst. Zb den Schlehenrötling (Entoloma sepium) mit sehr langsam gelblich-orangelich verfärbendem Fleisch und positiver Guajak-Reaktion.
Freundliche Grüße
Oehrling
Hallo Tim,
unabhängig von der Frage, ob die von dir gezeigten Exemplare noch gut sind, wollte ich noch bemerken, dass du kulinarisch nichts verpasst, wenn du auf den Voreilenden Ackerling, selbst wenn er frisch ist, verzichtest. Sein Geschmack hat eine sehr herbe, um nicht zu sagen bittere Komponente, und je nach Standort könnte da auch noch Hundepippie- und -kacka-Aroma dazu kommen.
Freundliche Grüße
Oehrling
Hallo zusammen,
also ich finde den Beitrag auch erstklassig.
Trotzdem frage ich mich, wie wohl der Speisewert des Kiefernzapfens durch die DGfM beurteilt werden würde, wenn es sich um einen Pilz handeln würde. Pilze wie der Kahle Krempling, der Grünling oder auch der Tannenreizker (Lactarius turpis) stehen jedenfalls eindeutig auf der Negativliste, obwohl diese genau wie die Kiefernzapfen eine "osteuropäischen Blick auf unsere deutschen Essgewohnheiten werfen", wie ein User weiter oben formuliert hat, d. h. in anderen Kulturkreisen seit Alters her in erheblichen Mengen verspeist werden. Analog dazu dürfte ein DGfM-Pilzsachverständiger Kiefernzapfen wohl nicht zum Essen freigeben, wenn das Pilze wären. Wohlgemerkt gönne ich jedem seine Kiefernzapfenmarmelade, aber ob ich persönlich die an jemand anderen verschenken würde mit dem Hinweis: kannste essen...?
FG
Oehrling
Hallo Schupfnudel,
Glückwunsch zu den Maipilzen.
Warum die Parzelle abgeholzt wurde, ist auf Bild 2 klar zu sehen: der Borkenkäfer hockt drin. Lass uns beten, dass dieser Sommer nicht so wird wie der vorangegangene, sonst wirst du im (Thüringer?) Wald nächstes Jahr ganz ganz viele solche Stellen sehen.
Deine einsame Speisemorchel sieht mir persönlich nicht nach Speisemorchel aus. Das würde auch den seltsamen Standort erklären. Spitzmorcheln haben ein ganz anderes Standortspektrum.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
aus meiner Sicht muss da gar nichts gelöscht werden. Wenn eine Ärztin gesagt hat, zu viel Harz ist gesundheitsschädlich, wird man das ja wohl so weitergeben dürfen. Schließlich herrscht in diesem Forum Meinungsfreiheit, und um hier seine Meinung zu sagen, braucht man mMn auch keine wissenschaftlichen Zitate und Quellenangaben. Das ist in etwa so, als wenn hier jemand schreibt, wie außerordentlich lecker der Weiße Büschelrasling schmecken würde, und dann ein Anderer kontert, dass der Weiße Büschelrasling nach neuerer Forschung krebserregend ist. Das ist ja für Leute, die das nachmachen wollen, eine durchaus nützliche Information.
Also wie gesagt: mMn alles richtig gemacht, Anne.
FG
Oehrling
Edit: ich selber habe in Österreich auch schon ein paar mal Schnaps aus Kiefern-(Zirben-) und Lärchenzapfen getrunken, ohne nachteilige gesundheitliche Folgen. Aber das waren in der Summe Kleinstmengen, nicht zu vergleichen mit einem ganzen Regal voller Kiefernzapfenmarmeladegläser, die ja zeitnah weggegessen werden sollen.
Genau. Dass man die vier Arten des Voreilenden Ackerlings nicht bestimmt bekommt (war wohl hoffentlich nicht das Ziel der Artenspalter
), hatte ich von Christoph schon irgendwann mal gehört. Trotzdem darf man meiner Meinung nach zu solchen Pilzen Voreilender Ackerling sagen und geht damit dem Benennungsproblem relativ elegant aus dem Weg. Ohnehin finde ich es wichtiger, dass man den Voreilenden Ackerling als solchen erkennt und nicht mit dem Mairitterling verwechselt, wie in dem verlinkten Forum fast geschehen. Dann wäre es freilich kein Wunder, dass ein Maipilzgericht nicht gut schmeckt, wie ja oft zu lesen ist.
Wie auch immer: ich finde den Geruch des Voreilenden Ackerlings dermaßen prägnant, dass ich ihn mit verbundenen Augen nur durch Tasten und Riechen erraten könnte. Aber Rettich habe ich für meinen Teil noch nie damit assoziieren können, und ich habe schon oft an Voreilenden Ackerlingen gerochen. Wer hingegen Rettich assoziiert und sich auch nicht daran stört, dass in der Literatur mehlartig steht - nun gut.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
also meiner Meinung nach riechen verletzte Voreilende Ackerlinge nicht rettich-, sondern mehl- (d. h. ritterlings-)artig.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
gelbblättrig sind Malones Pilze ganz sicher nicht, was gegen G. ocior spräche. Aber besonders groß scheinen sie - im Vergleich mit den Rindenschnitzeln - auch nicht zu sein, Hutbreite so um die 4 bis 5 cm Durchmesser. Daher sollte man auch einfach G. dryophilus, den gewöhnlichen Waldfreundrübling, in Betracht ziehen.
Die von Beorn abgebildeten Exemplare von G. luxurians (?) haben neben der abweichenden Größe auch eine deutlich andere Huthautstruktur und (in der ersten Kollektion) auch deutlich verdrehte Stiele. Die Lamellenfarbe der Kollektion Nr. 1 lässt sich m. E. nicht beurteilen, da das Foto deutlich grünstichig ist.
Allerdings sagt Beorn auch von sich selber, dass seine Kenntnisse bei Rüblingen gegen null tendieren, also könnte es sein, dass die Kollektionen, die er zeigt, gar nicht G. luxurians sind, zumindest nicht beide. Seine Kollektion Nr. 2 erinnert mich z. B. sehr an Collybia peronata.
Jetzt hätte ich noch die Idee, dass Malones Pilze vielleicht gar nicht frisch pilzig, sondern nach faulem Kohl gerochen hätten. Dann wären wir bestimmungstechnisch in einer anderen Ecke.
FG
Oehrling
Hallo,
falls das Stielfleisch gummiartig zäh sein sollte, könnte es wiederum eine Polyporus-Art sein, z. B. Polyporus tuberaster. Der hätte dann KEINEN Gurkengeruch, im Gegensatz zu Polyporus squamosus.
Du schriebst "im Mischwald" - heißt das, dass der Pilz auf Erde oder auf Holz gewachsen ist? Diese Angabe wäre wichtig.
FG
Oehrling
