Hallo Enno,
ich habe mal Scutellinia crinita an verkohltem Holz einer Brandstelle gefunden.
Grüßle
Jürgen
Hallo Enno,
ich habe mal Scutellinia crinita an verkohltem Holz einer Brandstelle gefunden.
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
leider bin ich dieser Gattung überhaupt nicht firm, besitze auch keine Schlüssel dazu (wenn mir jemand einen guten Schlüssel hat, würde ich mich darüber sehr freuen!). Gefunden auf Stielbasen von Ampfer (Rumex spec.) am Waldwegrand. Von den Sporen her könnte Pyrenopeziza atrata gut passen, aber wiegesagt, mir fehlt da der Überblick. Kann jemand was dazu sagen?
Apothezien jung kugelib, älter urnenförmig, dann becherförmig, grauschwarz - anthrazid mit hellerem Becherrand. Zahlreich bis gesellig an feuchten Stängeln von Rumex (zusammen mit einem glasartigen witzig kleinen Becherling (Olla spec. oder sowas).
Sporen[95% –• 29 –• SAP –• v –• H2O(nat) ] = 7,2 - 8,3 - 9,5(9,6) x 1,7 - 2,1 - 2,4 µm, hyalin, glatt, langellipsoid - spindelig, auch leicht gebogen, wenig Öltröpfchen. Asci rel. klein (kurz), J+ (Blau), mit Haken, 8-sporig. Paraphysen zylindrisch, apikal nur leicht verdickt.
Grüßle
Jürgen
Hallo Ralf,
das ist sicherlich Cannabis sativa var. sativa ... also juristisch unbedenklicher Nutz- oder Industriehanf;-) Soll die Streife ruhig vorbeikommen.
Grüßle
Jürgen
Hallo Pablo,
vielen Dank für Deine Resonanz! Ich werde da mal recherchieren. Aber mal was anderes: Meine Beiträge sind in den Rubriken nicht sichtbar, oder zumindest erst ein zwei Tage später. Allerdings tauchen sich im Forum in der Aktuellen Beitragsliste auf. Weißt Du woran das liegt? Werden meine Beiträge erst "freigeschaltet", oder an was liegt das. Deine Antwort hier auf meinen Beitrag konnte ich erst finden, nachdem ich Dein Profil angeklickt hatte und da den aktuellsten Beitrag gefunden hatte.
Grüßle
Jürgen
Mal noch eine Bestimmungsfrage an die Kleinbecherlingsspezialisten hier.
Gefunden als noch geschlossene Apothezien auf hängenden Ästen einer Heckenkirsche. In der Feuchtekammer dann haben sie sich ein bisschen "entfaltet".
Kurzbeschreibung: Haarige Apothezien mit cremefarbenem Hymenium. Asci mit Haken, J+ (blau, aber auch irgendwie rötlich), 8-sporig. Paraphysen schlank lanzettlich mit Basal- und Apikalzelle. Randhaare braun, dickwandig, septiert, apikal aberundet, Sporen schlank ellipsoid - spindelig, mit geringen Ölgehalt (vornehmlich an den Polen), selten auch einfach septiert [95% –• 14 –• SAP –• v –• H2O(nat) ] = (8,7)8,8 - 11,3 - 13,8 x 1,8 - 2,4 - 3 µm.
Grüßle
Jürgen
Hallo Andreas,
herzlichen Dank für Deine Begutachtung! Ich werde den KOH-Test der Zystiden mal am Exssikkat testen. Auch Dir, Dieter vielen Dank fürs Lob!
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
es gibt von Andreas Melzer alias pilzmel diesen genial illustrierten Bestimmungsschlüssel der psathyrelloiden Pilze. Mich führt er zwar immer ans Ende oder ins Nirgendwo, was aber sehr sicher nicht am Schlüssel liegt. Hier komme ich etwas unsicher zu Typhrasa gossypina, hauptsächlich aufgrund der mucronaten Zystiden. Was meint ihr?
Fundort: 20.05.2016, Mischbestand mit Eichen, Hainbuchen, Linden und Buchen, zwischen feucht liegendem Totholz, auf Gemisch aus Holzmulm und Humus als Substrat, meist gesellig in zweier oder dreiergruppen, aspektbildend.
Hut 40-60 mm breit, jung halbkugelig - konisch, älter konvex mit stumpfem Buckel, milchkaffebraun mit stets dunklerem Buckel, hygrophan und vom Rand her konzentrisch etwas ausblassend, Hutrand jung ungerieft, älter geriert und gerippt, jung mit weißlichem, wattigem Velum. Lamellen zahlreich und dicht stehend, jung grau, älter mit olivlichen Tönen, Schneiden heller - cremefarben, am Stiel etwas ausgerandet. Stiel 50-60 x 8-12 mm, apikal zylindrisch, basal oft ungebogen und undeutlich keulig verdickt mit wattigem Mycelfilz, längsfaserig, weiß - bei Berührung etwas bräunend, hohl. Trama dünnfleischig, weißlich - cremefarben. Geruch angenehm pilzig (wie frische Steinpilze) mit leicht säuerlicher Komponente, Geschmack mild, etwas adstringierend, angenehm. Sporenpulver rotbraun.
Sporen [95% –• 19 –• SAP –• v –• H2O(nat) ] = 6,7 - 7,4 - 8,1 x 4,2 - 4,7 - 5,2 µm; ellipsoid, dickwandig, rotbraun - in KOH olivbraun, mit sichtbarem, zetralem Keimporus, im Präparat viele unreife, noch helle und unpigmentierte Sporen. Basidien / Basidiolen keulenförmig (4-sporig, auch 2-sporige?). Hyphensepten mit Schnallen. Cheilozystiden zahlreich und gedrängt, flaschenförmig, auch mocronat. Pleurozystiden vorhanden, blasenförmig und geschnäbelt (mucronat), Zellinhalt der Zystiden in KOH nicht verfärbt. Velumzellen zylindrisch.
Grüßle
Jürgen
Hallo Ingo,
Klasse! Herzlichen Dank für Deine Begutachtung.
Grüßle
Jürgen
Hallo Ingo,
sorry!;-) Ich hatte Lugol verwendet (bei Ascos benutze ich nie Melzer!). Habs nur falsch beschriftet. Hast Du einen Verdacht, was das sein könnte?
Grüßle
Jürgen
Ich muss da was berichtigen. Die Sporen sind doch größer als ich geschätzt hatte, hier die Maße:
Sporen[95% –• 11 –• SAP –• v –• H2O(nat) ] = 12 - 16,2 - 20,5 x 2,4 - 3,3 - 4,1 µm
Grüßle
Jürgen
Hallo Becherlingsfreunde,
hier stehe ich ein bisschen auf dem Schlauch. Kenn jemand diesen Kleinbecherling? Leide ist mir die Mikro-Doku nicht so gut gelungen.
Kurzbeschreibung:
Fundort: Auf abgestorbenen (vorjährigen) Stängeln der Silberdistel. Sehr kleine, "gallertige", kissen- bis linsenförmige Apothezien, durchscheinend gelborange. Sporen 10-12 µm lang, bananenförmig, spindelig, auch etwas s-förmig gebogen mit einer Septe. Asci J-, 8-sporig. Paraphysen filiform.
Grüßle
Jürgen
Hallo Pablo,
vielen Dank für Deine Resonanz. Das Portrait wird natürlich auf unsere Seiten gestellt;-)
Grüßle
Jürgen
Mal eine Umfrage an Stöckchenumdreher, Kleinzeugsfinder und Phytoparasitenfreunde,
wer hat schon mal diese Anamorphe an Ästchen, Stängeln oder Debris gefunden. Ich meine mich zu erinnern, dass ich diese Art schon öfter mal vor der Lupe hatte. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um Sarcopodium circinatum Ehrenb. Die Art ist bestimmt nicht selten, aber für Deutschland kaum nachgewiesen (in den einschlägigen Datenbanken gibt es z.B. gar keine Einträge). Im Internet wird die Art in zwei drei Fundlisten erwähnt.
Gefunden auf alten Stängeln der Silberdistel.
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
es gibt auch Scutellinia auf Brandstellen! Ansonsten sind die abgebildeten Arten hier sicher Anthracobia spec. Eine Bestimmung dieser Arten ist schwierig! Vermutlich gibt es nur 3-4 Arten, die Aggregate ausbilden (variable Randhaare).
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
bei Anthrocobia muss man die Rand-Haare (Haarbüschel) herauspräparieren und vermessen, sonst kommt man zu keiner belastbaren Bestimmung! Bestimmungsliteratur ist diese hier: HOHMEYER, H. & SCHNACKERTZ, H. (1987) - Die Gattung Anthracobia. Beiträge zur Kenntnis der Pilze Mitteleuropas, III: 427 - 438. Leider halten sich Arten der Gattung Anthracobia nicht an Hohmeyer & Schnackertz, und ärgern einen mit variabel geformten Haaren;-) Ich schau mir ab und an noch eine Athrocobia meiner Brandstellen an, habe da aber ehrlichgesagt keine rechte Lust mehr, nachdem die meisten Bestimmungsversuche uneindeutig geblieben sind.
Grüßle
Jürgen
Hallo Ulla,
herzlichen Dank für Deine Beurteilung. Ich werde C. laxa als cf abspeichern und diskutieren.
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
ich habe die Kollektion mal als C. laxa bezeichnet, die Sporocarpe waren alle nicht höher als 3 mm und das Capilltium ist meinem Empfinden nach nicht so dicht, wie bei C. nigra. Die Columella teilt sich an der Spitze in drei vier stärkere Stränge und geht dann ins Capillitium über. Sporen 10-11 µm im Durchmesser. Was meint ihr?
Grüßle
Jürgen
Hallo Sven,
beeindruckende Doku! Chapeau!
Grüßle
Jürgen
Hallo Heidi,
bei rot gefärbten Borken oder Rinden von Bäumen handelt es sich meistens um die rote Landalge Phorphyridium purpureum. Trentepohlia-Arten sind eher orange gefärbt, und kommen auch an Holz vor, aber eher auf morschem, am Boden liegendem.
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
Multiclavula mucida galt bisher als selten, taucht jedoch in den letzten Jahren immer häufiger auf, jedenfalls finde ich sie plötzlich häufiger als früher. Man müsste da mal auch mikroskopisch die Basidien anschauen, es gibt da nämlich eine 6-sporige Varietät.
http://www.pilzflora-ehingen.d…flora/arthtml/lmucida.php
Grüßle
Jürgen
Hallo Stefan,
das ist definitiv eine Anamorphe. In unseren Laubmischwäldern und Buchenwäldern findet man Endophragmia stemphyloides z.B. sehr häufg, verleiche mal:
http://www.pilzflora-ehingen.d…thtml/estemphylioides.php
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
toller Fund! Danke für die Literaturlinks.
Grüßle
Jürgen
Hallo Dieter,
tolle Mikrodokus! Hut ab!
Grüßle
Jürgen
Hallo Pablo,
der Zwischenwirt vom Birnengitterrost ist meist der Sadebaum oder der chinestische Wacholder, das passt schon. Bei unserem heimischen Wacholder kann man aber Gymnosporangium clavariiforme finden, ein Rost, der Weißdorn befällt.
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
bei den weißlichen und vor allem rundlichen "Kaugummi-flecken" an glatter Baumrinde handelt es sich überwiegen um Krustenflechten, und da kommen verschiedene Arten in Frage. In abnehmender Häufigkeit sind das: Phlyctis aggr., Lecanora (mehrere Arten) oder Graphis (mehrere Arten). Oft in eher luftfeuchten Wäldern anzutreffen. Athelioide Pilze findet man an noch stehenden, lebenden Stämmen kaum, die kommen nur an am Boden liegenden, morschen Hölzern vor. Dendrothele wachsen meiner Meinung nach nicht so rundlich aus, wie Flechten, und kommen öfter an eher rauhen Borken vor (Ahorn, Eiche).
Grüßle
Jürgen
