Beiträge von Schupfnudel

    Hi.


    Zumindest die Sporenpulverfarbe und Ammoniak-Reaktion kannst du noch testen.

    Danach geht's dann nur mikroskopisch weiter.


    Bei mir steht meistens P. oscurisporus rum, der hat einen deutlichen rotbraunen Ton im Abwurf (und keine eingedellten Sporen). Ansonsten gucken glaube ich nicht allzu viele Leute Kremplinge genauer an. Ich denke Häufigkeitsangaben sind daher aktuell nicht so richtig drin.


    LG.

    Hi.


    Feiner Post. Da sind auch Sachen dabei, die mir noch fehlen.

    Mein Versuch ohne spicken.


    Ich hatte letztes Jahr ein ähnliches Rätsel gemacht, aber nur mit den Arten von einer Tour. Hier fehlt auf jeden Fall noch Leccinum schupfnudelinii.

    Und irgendwo hatte ich mal diese Rätselbild eingestellt, finde ich aber gerade nicht mehr wo.


    LG.

    Hi.


    Nr. 3 Pholiota lenta sehe ich auch so.

    Nummer 2 sollte M. mastoidea agg. sein.

    Die ersten beiden sind schon etwas gemein. Tendenz ist Macrolepiota, auch wenn die Hutschuppung schon sehr nah an Chlorophyllum dran ist. Denke so zu 90% kann man mit Erfahrung schon von oben eine ganz gute Einschätzung treffen, ob Macrolepiota oder Chlorophyllum aber bei denen würde es mir auch schwerfallen. In seltenen Fällen können auch Safranschirmlinge mal eine Natterung vortäuschen, aber meiner Erfahrung nach eher durch Trockenschäden und davon sollte es aktuell ja eher keine geben. Aufgeschirmt und notfalls gerüpft sollte man die aber eingeordnet bekommen. ;)


    LG.

    Mein letzter Stand ist, dass in europäischen Pholiotinas bisher keine Amatoxine nachgewiesen wurden.

    Aber meinetwegen verdächtig, weil's in den USA wohl bei P. rugosa nachgewiesen worden sein soll.


    Kannst ja spaßeshalber mal nen Meixner-Test machen. :whistling:


    LG.

    Leider, werde ich daraus nicht wirklich schlau. Was genau wurde denn nun nachgewiesen?

    Nix was die Diskussion um MMH/Gyromitrin erhellt. Schrob ich oben schon.


    Zitat

    Was genau wurde denn nun nachgewiesen?

    Das wonach die Studie benannt ist..."Antibacterial Activity". Da geht es um die Suche nach neuen Antibiotika.

    Hi.


    Genau, Alden Dirks hat bei Gyromitra kürzlich mal mit einigen Miskonzeptionen aufgeräumt. Leider nicht auch noch bei Helvella.


    Dein zweites Paper verlinkt auf einen Artikel, der wiederum auf die altbekannten Quellen verweist (Viernstein et al., 1980, das ist der Artikel wo eben spekuliert wird, dass die geringe Menge auch von Verunreinigungen herrühren kann). Als weitere Aussage findet sich lediglich folgendes:


    Zitat

    Poisoning by some species of Helvella, Verpa, Morchella, Peziza, Disciotis, and Sarcosphaera closely resembles the

    syndrome caused by gyromitrin. It has been speculated

    that these mushrooms also contain hydrazines, although

    analysis has yet to confirm the presence of these toxins.

    (Lincoff and Mitchel, 1977b).

    Ist also leider auch nicht sonderlich erhellend.


    LG.

    Ich kenne keine neueren Untersuchungen, zumindest nicht zu Helvella.


    Die Behauptung der langfristigen Akkumulation von Gyromitrin ist auch wieder Quatsch. Gyromitrin ist ein wasserlöslicher, reaktiver Stoff, der nicht gerade irgendwelchen Substanzen ähnelt, die der Körper gerne einlagert und daher verwechseln könnte (wie zum Beispiel Blei statt Calcium oder sonstige ungesunde Schwermetalle). Da wird immer wieder eine akute Akkumulation (mehrere Mahlzeiten an aufeinander folgenden Tagen ohne, dass der Körper genügend Zeit hat die Substanz auszuscheiden) mit einer dauerhaften Akkumulation (die eben nicht stattfinden kann, da unser Körper eine "wässrige Umgebung" darstellt") zusammengeworfen. Akut akkumulierend geht, dauerhaft nicht.


    Ja, auf die 6kg musst du noch Verluste durch den Garprozess draufrechnen. Vermutlich wird das auch nicht alles verstoffwechselt, da geht ja auch nochmal was ab, was einfach ausgeschieden wird, vorausgesetzt es ist überhaupt Gyromitrin in der Herbstlorchel...


    Das Fass, was da auf 123pilze und Co. aufgemacht wird, in dem alle Lorcheln, unabhängig von der Gattungszugehörigkeit unter Generalverdacht gestellt werden, finde ich persönlich deutlich zu pauschalisierend.


    LG.