Hallo!
Wie du siehst, wutzi, war ich wieder zu voreilig mit meiner Benennung. Gelb + Dachpilz ist demnach nicht direkt der Löwengelbe. Wie immer gibt es Verwechsler. Du könntest den ja mittlerweile mikroskopisch auflösen. Ich leider nicht.
Am Löwengelben Dachpilz möchte ich Zweifel anmelden, du hast ja selbst auch welche, weil das Habitat ganz offensichtlich nicht stimmt. Das ist schon ein Dachpilz, aber wohl nicht der Löwengelbe, denn er ist auf dem Hut gar nicht richtig gelb. Ich hätte jetzt eher ein stark ausgeblasstes Exemplar vom Rosastieligen Dachpilz (Pluteus roseipes) vermutet.
Hi Oehrling.
Zweifel nehme ich gerne entgegen, weil ich mir Sachen gut merke, wenn ich Fehler mache. 
Erstmal zum Täubling. Ich selber habe kein Foto vom Hut gemacht, weil ich nur die hübsche Lamellenfarbe dokumentieren wollte. Aber der Pilzfreund der dabei war hatte noch eins, was ich anhängen kann. Gleich vorneweg - ich habe keine weitere Doku - also nicht hauen. Spekulationen nehme ich trotzdem gerne.
Und nun zum Dachpilz.
Was ich entkräften kann ist die Tatsache, dass der nicht gelb sei. Der war schon richtig hübsch gelb aber wahrscheinlich sind meine Fotos nicht ideal. Gut sieht man es am Hutrand. Ich hänge mal die restlichen Bilder, die ich zur Doku gemacht habe in dem Spoiler an.
Hier sieht man am Hutrand das Gelb besser:


Hutoberfläche:


Stiel ist längsfaserig und Stielbasis leicht verdickt:

Ich weiß nicht ob P. roseipes mehr rosa am Stiel haben sollte, wie es der Name vermuten lässt...
Ludwig schreibt auch, dass der überwiegend an Nadelholz sitzt, was in dem Auwald so gut wie gar nicht vorkommt und er in DE nördlich der Mainlinie so gut wie fehlen würde. Freilich alles nur ein Indizienprozess.
P. chrysophaeus kann ich dagegen noch weniger entkräften. 123pilze schreibt recht passend:
"Mischwald, gern Auwald, auf vermodertem Laubholz, Stümpfe, Sägespanreste, verrottenden Ästen, oft auch auf vergrabendem Holz und deshalb am Boden wachsend"
wobei man wieder nicht weiß woher diese Erkenntnisse kommen. Von Ludwig und FN jedenfalls nicht.
Der Vorschlag gefällt mir aber trotzdem ziemlich gut. Leider wird's wohl wieder bei der Vermutung bleiben müssen ohne Mikroskop zumal mir bei der Recherche eben noch weitere gelbhütige Pluteen entgegen geworfen wurden. Wie immer das Angebot meinerseits ihn an kompetente Hände zu verschicken, falls sich jemand berufen fühlen sollte.
Herzlichen Dank schon mal für die Diskussion und den fachkundigen Input.
LG.