Beiträge von Trino

    Fund vom 09.03.2019 aus der Ohligser Heide, an einen etwas in der Luft liegender Eichen Ast.




    Ich hatte die Tage diesen Beitrag von Christoph gelesen und dachte ich mir ich poste den Fund mal, wer weiß ob da nicht eine Diskussion angeregt wird.


    Die Dicke des Belag variierte sehr, von dünn bis zu 2 mm Dicke, hier noch ein paar Mikrobilder.



    Die Septozystiden sind sehr empfindlich und brechen bei zu viel Druck,



    Die Sporen sind her klein finde ich, also dürfte H.s. s.str. doch passen.


    Nach dem Artikel von Yurchenko E, Wu S-H (2014): wird größtenteils durch Basidien Art und Sporen Größe geschlüsselt, kann man wirklich sich darauf verlassen? Oder sind da andere Kriterien auch wichtig?

    Das wäre mich mich eine positive Reaktion, oder? Ich würde in Richtung Heterobasidion schauen, bist du sicher das es sich nicht um Nadelholz handelt? Heterobasidion annosum kann zwar auch Laubhölzer befallen ist aber selten der Fall.

    Hallo Ingo,


    ich habe mindesten 4 Stück seziert und wie ich schon geschrieben habe diese Anomalie, zu mindestens was die Geweihformige Paraphysen angeht, nur einmal gesehen. Die Aussprossungen gab es auch bei den anderen aber selten und eigentlich nur bei den Paras. Ich denke ich lasse es als D. nivea stehen.


    Danke dir fürs rüber schauen.

    Hallo Pilzfreunde,


    und ins besondere hallo Ingo ;-), ich habe hier einen Fund vom Samstag 09.03.2019 aus der Ohligser Heide die ich gerne zur Diskussion stellen will.


    An einen Großen Eichen Klotz fand ich ein paar Becherchen. Neben Eriopezia caesia waren auch einige Grüppchen weiße Becher ich kann mir vorstellen das es sich alles um Dasyscyphella nivea handeln sollte, neben eine Gruppe ganz eindeutige D. nivea gab es eine Gruppe die mir nicht so eindeutig vorkamen.


    Erstmal die Makro Bilder.



    Links E. c. und rechts oben die mikroskopisch eindeutigen D. n.



    Rechts unten die nicht so eindeutigen die auch etwas größer waren.



    Jetzt die Mikro der Ersten.


    Am wichtigsten sind ja die Haaren.


    Hier schön zu sehe die Tropfen an der Aussenseite der Haare.


    Haare sind ab der zweite Septe abwärts granuliert. Länge der Randhhare bis 90 µm


    Sporen.


    Ascus Blau und Haken vorhanden. Das musste denke ich mal hinkommen.


    Gruppe 2.


    Was hier nicht so ganz passte war erstens hat mir bei den Haare dieser typische Spatelform das D. nivea hat, dann gab es keine Kristalle was eigentlich immer zu finden sind und ich hatte Haar längen bis 110 µm.



    Einzelne Haaren hatten ein Haken? Das selbe konnte man auch bei Paraphysen beobachten.



    Hier noch mal das Excipulum.

    Am Rand werden die Zellen dünner ist das D. n. Konform?


    Einmal noch die Sporen

    Die scheinen mir passend zu sein.


    Ascus Längen, Porus und Haken.


    Die Paraphyssen in Wasser




    Bei einer der Apotecien hatten die Paraphysen auch eine Überraschung für mich.


    Mit Kongo H2O gefärbt und dann in Wasser.





    Bei den anderen Apotecien konnte ich diese Merkmale nicht mehr feststellen.


    So was sagt ihr dazu. Habe ich noch was vergessen?

    Ich habe gestern einen Stereum auseinander genommen, hab mir gedacht mal sehen wie der mikroskopisch so aufgebaut ist. Dürfte Stereum rugosum gewesen sein.

    Mikroskopisch sind sich die Pilze ähnlich, S. rugosum hat aber natürlich Acanthozystiden die schwer zu sehen sind aber nicht unaffindbar.



    Dann habe ich auch auf Sulfovanillin getestet, auch hier gab es eine Reaktion wenn auch nicht so Stark wie bei den anderen Pilz.



    Die Amyloidät der Sporen war auch zu sehen wenn auch Schwach.


    Und auch hier sind die Hyphen in Subhymenium und die Skelettozystiden mit einen öligen Inhalt versehen.




    Was das alles bedeutet, da muss ich mir noch Gedanken darüber machen.

    Hallo Christoph,


    eigentlich habe ich schon alles durch was irgendwie in einen Buch zu finden ist und die einzige alternative wäre wirklich das die Sporen irgendwie Amyloid sein müssen wenn auch nur Schwach, dann musste irgend ein Stereum sein. Für Gloiothele lactescens passen die Sporen nicht so richtig. Das ich bei den Russulales bleiben soll war mir schon klar, ist aber nicht gerade wenig was da zu finden ist an Gattungen.

    Hallo Christoph,


    ich arbeite eigentlich mit Corticiceae s.l. Von Bernicchia und Gorjon schaue aber auch in den Schlüssel von Yurchenko rein zum absichern. Bei den hier gezeigten Xylodon Arten, 3 mal cf nespori und 1 cf spathulatus, komme ich auf Ergebnisse die mich wegen Kleinigkeiten einfach nicht zu Frieden stellen. Da wird Xylodon bestimmt auch keiner meine Lieblinge werden, mir würde aber schon mal reichen das ich Sie verstehen kann.

    Hallo Pablo,


    wo du es jetzt sagst scheinen einige Sporen wirklich etwas dickwandig zu sein, aber auch mit diesen Merkmal finde ich da nichts. Ich hatte so wie so vor alles Frank zu schicken, vielleicht kann er mir zur Erleuchtung bringen, fürs erste bleibt es bei mir als X. cf spathulatus stehen.


    Aber nun zum letzten Fund (Pilz 3), auch hier würde ich für Xylodon nespori tendieren und auch hier Sind wieder etwas breitere Sporen als die sein sollten.


    Der Fund ist auch vom 16.02.2019 aus der Ohligser Heide an eine liegenden Laubholz Stamm, was genau kann ich nicht sagen.



    Kristalle


    Aufbau der Spitzen



    Auch hier wieder diese dickwandigen Zystiden die eingeschnürt sind, manchmal sogar mehrmals.


    Und hier sind auch köpfige Elemente die dickwandig sind.


    Das Subikulum besteht wieder aus sehr dickwandige Hyphen


    Und die Sporen zu letzt.


    Hier drunter noch mal die Sporen Messungen von alle 3 Funde von X. cf nespori aus diesen Beitrag. Der Obere Nummer sind die gemessenen Sporen.


    # Länge Breite Q. Fläche (L*B)

    [µm] [µm] [µm²]


    32

    min 4,82 - 2,46 - 1,57 - 12,1

    max 5,95 - 3,41 - 2,02 - 18,96

    mittel 5,3 - 2,98 - 1,79 - 15,81


    6

    min 5,09 - 2,66 - 1,71 - 13,54

    max 5,75 - 3,3 - 1,98 - 18,65

    mittel 5,51 - 2,95 - 1,87 - 16,29


    20

    min 4,12 - 2,46 - 1,45 - 11,12

    max 5,2 - 3,03 - 1,9 - 15,18

    mittel 4,72 - 2,79 - 1,7 - 13,16


    Auch dieses Exikat werde ich Frank schicken.

    Tag auch,


    ich möchte jetzt mal das nächste Problemfall zur Diskussion bringen, und zwar geht es um ein Resinicium bicolor (zu mindestens denke ich das es einer ist) der vergessen hat Asterozystidia zu produzieren. Bis her dachte ich eigentlich das dieser Pilz ein 2 Sekunden rein schauen Pilz ist, das heißt kurz unter am Mikro, Halo und Astro sehen und das war's, nun bin ich wieder um ein besseres belehrt worden.


    nun zum Pilz.

    Der Fund ist von 16.02.2019 aus der Ohligser Heide, an einen Stück, am Boden liegenden, Kiefernholz.


    Makroskopisch ist Resinicium bicolor ein sehr wandelbarer Pilz, ich finde es durchaus schwierig ihn Makroskopisch an zu sprechen, er kann von leicht hidnoid bis zu lange Zähnchen alles Bilden.


    Ein Blick darein und eigentlich war die Sache für mich gegessen als ich die hier sah.




    Meine Suche nach den Sternen bleibte aber leider erfolglos, da habe ich natürlich angefangen zu grübeln. Die Sporen passen zu R. bicolor.


    Dann Sind die 2 andere Resinicium Arten schon mal raus. Irgendwie finde ich in dieser Kollektion sehr viele köpfige Elemente, da frage ich mich ob es immer der Fall ist, habe ich nie wirklich drauf geachtet bis jetzt.


    Jedenfalls finde ich nichts passendes außer R. bicolor, ich habe auch einige Zystiden gesucht die möglicherweise Asterozystiden werden wollten, also lange, dünne spitzendende Zystiden und ein paar konnte ich auch finden.


    Mein Fazit wäre möglicher weise ist der Pilz noch zu Jung und deswegen noch keine Kristalle gebildet hat, ich meine auch das die meisten Halozystiden auch noch keine Kappe haben. Wäre das möglich?

    Hallo Pablo,


    ja klar das ist ein Argument aber wenn man sich nicht darauf verlassen kann worauf muss man sich verlasen können, da hilft dann wirklich nur sammeln, sammeln, sammeln?


    Dann sammeln wir mal.


    Dann zeige ich hier jetzt mal Pilz 3 das ich für Xylodon spathulatus halte.


    Fund vom 16.02.2019 aus der Ohligser Heide an eine liegende Kiefernstamm in sehr morschen zustand, vergesellschaftet mit Cinereomyces lindbladii.




    An den Zähnchen Spitzen kann man Kristalle sehen sind aber her klein und unscheinbar nicht so wie bei X. nespori.



    Auch hier findet man wieder eine Mischung aus dünnwandige und leicht dickwandige Hyphen die in die Spitzen rein gehen, dazwischen auch einige wellige und köpfige Zystiden.






    Und die Sporen noch.


    Mit diesen Sporen und das makroskopische Aussehen wären die einzige Pilze die passen würden wären Kneiffiella barba-jovis und Xylodon spathulatus, K. barba-jovis hätte noch so was hier.


    Aus ein älteren Fund von mir. Gefunden habe ich die nicht daher denke ich das X. spathulatus passen sollte, irgendwie stört mich aber wieder das da diese dickwandige Elemente zu sehen sind, wobei so langsam habe ich das Gefühl das die immer dabei sind. Zu mindestens sind die Sporen Maße hier passend.

    Hallo zusammen,


    ich habe heute noch mal in Kongo geschaut und es sieht ja nicht anders aus, also keine Acanthos zu sehen ich habe auch noch mal in Melzer leider sind kaum Sporen zu finden die paar die ich finden konnte reagierten nicht, sie hatten her einen leicht bräunliche Färbung, die hatten aber auch in KOH daher denke ich das es nicht so wichtig ist. Braun gefärbte Hyphen gibt es übrigens genug in den tieferen Bereiche des Präparat, ist aber bei den meisten Schichtpilze so oder nicht?


    Was bedeutet überhaupt das die Hyphen vertikal angeordnet sind, besser gesagt wie soll ich mir das vorstellen? Vielleicht so wie bei Phlebia?


    Ich schreibe mal Frank mal sehen ob er Zeit hat mal rein zu schauen.

    So ich habe mich etwas mit diesen SA+ Hyphen, oder gloeoplere Hyphen wenn man es richtig bezeichnen will, beschäftigt und habe ich festgestellt das bei Xylobolus diese wohl vorhanden sind, auch wäre Xylobolus Schnallen los, das würde alles soweit zum Fund passen. Xylobolus hat aber Acanthozystiden was ich so nicht wirklich finden könnte. Ich habe vorhin nach mal rein geschaut hab gedacht mal sehen.


    Wäre den möglich das die von mir mit Pfeilen markierten Elemente Acanthozystiden sind? Möglicherweise noch nicht sehr ausgeprägt weil der Pilz nach Jung ist?




    So wirklich glauben kann ich das nicht.


    Aber wenn es so wäre was würde das dann heißen, welche Art würde denn überhaupt in Frage kommen, X. frustulatus passt schon mal Makroskopisch nicht und wächst der nicht immer an Schnittflächen? Für X. subpileatus wären die Sporen auch zu groß und auch makroskopisch... na ja.


    In Corticiceae s.l. werden 4 Arten beschrieben 3 davon sollen in Europa vorkommen eine wohl nicht (stimmt das überhaupt?), die dritte Art wäre dann X. apricans was viel größere Sporen hätte ist also auch raus. Bleibt also nur noch X. illudens die vierte Art, makroskopisch gar nicht so unähnlich und mikroskopisch eigentlich auch nicht so verkehrt wenn man das hier glauben will, Fundort ist übrigens Spanien.


    Das wäre sicher ein toller Fund aber ich bin her pessimistisch, zumal diese angeblichen Acanthozystiden mir nicht wirklich zu sagen.
    Jedenfalls bin ich ein Schritt weiter gekommen und lasse sicher nicht locker.