Beiträge von donbrosco

    Liebe Gemeinde,


    in letzter Zeit gab es hier das ein - oder andere Mal Diskussionen um verschiedene Arten / Varietäten des Netzstieligen Hexenröhrlings, insbesondere um Suillellus mendax.


    Ich möchte die das Thema nochmal beleben. Vor einiger Zeit konnte man hier recht viele Exemplare finden, die ich allesamt erstmal als Netzhexen ansprechen würde, sich aber augenscheinlich nach einigen Funden schon von Weitem in zwei verschiedene Sorten ( 8| ;) yeah! ) einteilen lassen wollten, da sie sich im Gesamtbild sehr deutlich unterschieden.


    Die einen mit durchgängig bedeckteren, eher düsteren, mehr weinroten Farben, (auch jung) mit weniger (aber vorhandenen) oliv-grauen und deutlich mehr rosa-Tönen auf der Huthaut, nie wirklich groß werdend, der Stiel manchmal etwas keulig (meist nicht und nie wirklich Boletus-artig), weniger festfleischig als sein Pendant, das Stielnetz in Teilen verwaschen oder (insbesondere an der Stielspitze und oft an einer Seite des Stiels) nicht oder kaum vorhanden.


    Die anderen mit Boletus - Habitus, viel freudigere Farben insbes. an Stiel und Poren, Huthaut jung gräulich-oliv, erst später mit rosa Tönen, sehr festfleischig, Netz immer deutlich ausgeprägt und durchgängig.


    Vielleicht habe ich einfach was(eine Art..) übersehen (betriebsblind/ zu wenig recherchiert..) :shy: - hellft mir "auf die Sprünge " ;) !






    LG


    Andreas


    Hallo Pablo,


    die FK waren schon etwas angetrocknet, als ich sie mir zuhause vornehmen konnte. Den Hut hatte ich (bevor das Bild entstand) wieder etwas angefeuchtet. Das habe ich dann mit dem Stiel auch getan (--> leicht schleimig/ schmierig).
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    Hallo,


    auf dem Standort - Bild erscheint der Stiel schuppig, ist er aber tatsächlich nicht. Die schleimige Cortina-Zone ist auf dem Bild wohl schlecht zu erkennen.
    Grundlage der verhältnissmässig schnellen Bestimmung waren auch die freien, eng stehenden Lamellen, deren Farbe mich zunächst eindeutig von hellem Sporenpulver ausgehen liessen (alles andere hätte mich gewundert, wurde auch bestätigt). Der Pilz ist meilenweit weg von Hypholoma.


    LG


    Andreas
    [hr]


    Servus Andreas,


    der Stiel müsste schon schleimig sein (schleimiges Velum universale) - das Foto suggeriert in der Tat einen trockenen Stiel. Die Farben passen ansonsten. Ich kenne die gelbe Limacella nur aus einem Auwaldrest an der Windach (bei München) - da aber auch als Massenbestand zusammen mit der weinroten Limacella.


    LG
    Christoph


    Hallo Christoph,


    siehe oben (Antworten an pilzpic und Pablo) ....


    Mein Standort: Ein kleines, unscheinbares, wenig bewachsenes, mit Streu und kleinteiligem Totholz bedecktes Areal, welches sich zwischen einem Buchen/Eichenwald und dem mit Erlen, Hasel (...) bestanden Ufer eines kleinen Sees auf basisch - neutralem Boden befindet.
    Seit mich mein "Pilz-Mentor" auf das Eck aufmeksam gemacht hat schaue ich mich da immer genau um (das "Saprobionten-Raritäten-Eck"). Hier wachsen beispielsweise gerne kleine Schirmlinge (zuletzt FK, die als Sericeomyces serenus bestimmt wurden), im letzten Jahr u.a. Agaricus moelleri - Perlhuhn Egerling und Lepista irina - Veilchen Rötelritterling (beide bei uns selten).....



    Zunächst passt hier für mich alles.



    Danke für Eure Beiträge,


    LG ==pfiff
    Andreas

    Hallo zusammen,


    hier am westlichen Bodensee hatten wir in den letzten Wochen paradiesische Zustände. Vor ca. 3 Wochen konnten wir körbeweise Sommersteinpilze ernten, es gab viel spannendes zu sehen. Danach hatte ich leider keine Zeit ;( mehr für den Wald und habe den Höhepunkt hier verpasst. Da kamen die erhofften seltenen Röhrlinge, Amanita caesarea wurde gesichtet (meines Wissens der 2. Fund in unseren Wäldern überhaupt), ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte, als die Bilder von einem Bekannten in meinem Postfach gelandet waren.


    Soviel zum Thema Pilzwachstum in meiner Region, heute konnte ich mal wieder los, das Motto war "Reste finden", denn die Welle scheint vorerst durch.


    Umso mehr habe ich mich gefreut, einen vermeintlich seltenen Erstfund zu landen, nach dem ich mich bei dem Massen-Aufkommen wahrscheinlich gar nicht gebückt hätte. Unterwegs hatte konnte ich diesen keiner Gattung zuordnen, genug auffällige Merkmale waren aber vorhanden:
    Trotz verhältnissmässiger Trockenheit dtl. schleimiger Hut mit auffälligem Farbverlauf, angedeutetem Buckel und eingerolltem Rand, sehr engstehende, freie Lamellen, helle Stielspitze über angedeuteter Ringzone und dtl. Geruch nach "Mykologen-Mehl".


    Bestimmt habe ich ihn dann als Limacella ochraceolutea (Ockergelber Schleimschirmling).


    Ich will ihn hier (schlechte Bilder..) zeigen, weil er in der Literatur durchgehend als sehr selten beschrieben wird. Würde mich interessieren, wie selten die Art wirklich ist, ob Ihr den schon hattet...




    LG


    Andreas

    Hallo Bodo,


    Dein FK ist irgenwo zwischen jung und alt anzusiedeln, eher alt als jung. Als Speisepilz eignen sich junge Exemplare, die wirklich noch butterweich sind (im Wortsinne, hier im Forum wird gerne der Begriff "streichzart" verwendet). Das Substrat ist wichtig, da der FK Substanzen aus selbigem aufnimmt (z.B. Gerbstoffe aus Eiche) und dann entsprechend ungeniessbar oder giftig sein kann.
    Aus meiner (kulinarischen) Sicht kann man auf den "Chicken of the woods" als Speisepilz auch gut verzichten (macht die Pfanne und den Magen voll, den Geschmack bringen hier aber eher Panierung, Gewürze Fett).


    LG


    Andreas

    Herzlichen Dank, Stefan und Pablo :) !


    Die bunte Vielfalt war wohl nur ein Vorgeschmack - wir waren gestern nochmal unterwegs. Es kommt unheimlich viel, jetzt müsste man Zeit haben. Ich hoffe, dass ich noch zur Bestimmung eines interessanten Täublings komme - erstmal mussten die Sommer-Steinpilze verarbeitet werden (Dörrex, Backofen und Gefriertruhe sind in Betrieb ;) ).


    LG


    Andreas


    Danke, Mausmann.


    Stimmt.

    Hallo,


    mal wieder eine "bin wieder da"- Meldung von meiner Seite.
    Schön, diese Kontinuität hier zu sehen, viele bekannte Pilzler immer noch dabei :thumbup: ...


    Ich hatte ab Dezember letzten Jahres ernsthafte gesundheitliche Turbulenzen, war erstmal komplett raus.
    Den Pilzen bin ich treu geblieben, einer der ersten Wege ab einem möglichen Aktionsradius von 15 min Gehstrecke ging zum Waldrand
    hinter ´m Haus, die Reha-Klinik lag auch am Waldrand :) . Unser Hobby ist für vieles gut - was gibt es besseres, wenn man das Sehen, körperliche Kondition und kognitive Leistung trainieren muss? Eben.


    Ich klinke mich hier mal wieder ein, auch wenn ich wahrscheinlich erstmal eher wenig beitragen werde. Alltägliche Verpflichtungen und der
    Wiedereinstieg in ´s Berufleben kosten noch viel Energie und jede Stunde für ´s Forum ist eine weniger im Wald (oder im Garten, bei den Bienen, Schlaf, ....).


    Wie auch immer - ich sende Grüße an das Pilzforum.eu mit Impressionen aus der letzten Woche (hier bein uns am westlichen Bodensee wurde die sommerliche Hitze regelmässig von Regengüssen unterbrochen):


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    LG


    ==Gnolm15 Andreas (Liebe Grüße auch von Conny)

    Hallo zusammen,


    das Pilzforum und ich - eine on/off-Beziehung :rolleyes: .
    Schon öfter war ich mal kurz weg, dieses Mal etwas länger. Ich war krankheitsbedingt mehrere Monate buchstäblich komplett raus. Mit den Pilzen habe ich allerdings schon wieder angefangen, sobald es irgendwie wieder ging, denn: wenn man Probleme mit körperlicher und geistiger Aktivität, sowie Einschränkungen bei ´m Sehen hat bietet unser Hobby alle Möglichkeiten zu einer persönlichen Früh-Reha :thumbup: .

    Hallo zusammen,


    leider hab ´ich momentan mal wieder keine Zeit für unser wunderbares Forum, die Meldung möchte ich dennoch loswerden:


    In unsererem gut bestückten Vorrats-Schrank haben sich Lebensmittel-Motten eingeschlichen. Ich habe gerade schweren Herzens grosse Mengen an feinsten, mühsam zusammengetragenen Speisepilzen in den Müll kippen müssen, die in Gläsern mit Schraubverschluss aufbewahrt waren.

    Hallo Sarah,


    was soll man da noch sagen - wahrlich ein besonders schöner Beitrag in vielerlei Hinsicht!
    Nur für den Fall, dass sich für uns irgendwann mal die Gelegenheit ergeben sollte, diese schöne Gegend zu bereisen hab ich diesen gleich mal abgespeichert ;) .


    Zum Schneckling (Hygrophorus gliocyclus) : Den finde ich auch bei uns am Bodensee auf Magerwiese bei Kiefern. Die Ringzone ist schwach ausgeprägt und bald vergänglich, der Schleim bleibt, der Hutrand bleibt lange eingerollt. Ein Bild anbei.




    LG


    Andreas


    Hallo Peter ;) ,


    war nur ´ne Idee, vielleicht kommen noch andere Vorschläge....


    LG


    Andreas


    Guten Morgen,


    schliesse mich an, tolle Farben. :thumbup: Eine Frage, was sind den das für lila Pilze auf dem 2. Foto? Sind die so ohne weiteres bestimmbar?


    Hallo,


    Auf den Bildern 2 und 3 ist die selbe Art (C. sodagnitus) zu sehen.
    Ohne weiteres ist diese - wie die allermeisten Schleierlinge - nicht zu bestimmen ( da bin ich allerdings auch "Anfänger" - mit Hilfestellung über einen "Mentor" und ein Seminar). Neben den üblichen Bestimmungsmerkmalen, Habitat, Begleitbäumen etc. sollte man sich mit der Gattung inkl. ihren Untergattungen und Sektionen beschäftigt haben und benötigt entsprechende Literatur , Mikroskop und 20-40% Kalilauge (KOH).


    Schön sind die Pilze aber auch einfach so... :)


    LG


    Andreas

    Hallo,



    den Schneckling werden wir nicht abschliessend klären, der Isabellfarbene bleibt aber auf jeden Fall im Rennen - ein Grund, sich die Stelle gut zu merken und bei einem evtl. erneuten Fund genauer hinzusehen (eine schöne, seltene Art).


    Der Terpentin - Schneckling - Hygrophorus pudorinus (---> Bild vom letzten Wochenende) wächst im Kalk-Nadelwald als Weisstannen-Partner . Den Hainschneckling - Hygrophorus nemoreus habe ich noch nie in der Hand gehabt, scheint aber bzgl. Farben und Habitus eher nicht so gut zu passen.




    LG


    Andreas


    Hi,


    Amanita virosa schließt du wohl aus?


    l.g.
    Stefan


    Hab ´mir schon gedacht, dass hier nachgefragt wird :) .
    A. virosa schliesse ich definitiv aus. Den kann man bei uns auch finden (frag`Pablo nach Virosa im Kalk-Buchenwald ;) am Bodensee). Hier passen weder Stielbasis, noch Stieloberfläche, noch Geruch (typischer geht ´s gar nicht). Ich kenne beide Pilze gut.


    LG


    Andreas

    Hallo zusammen,


    bin gerade dabei, die Bilder der Fund-reichen letzten Tage zu sichten. Mehr schöne Arten (Cortinarius) folgen irgenwann - morgen ist mein Urlaub zuende ;( .


    Diesen finden wir bei uns hier nicht häufig, aber doch regelmässig.
    Selbst in diesem Jahr, in dem es wenige "grüne Knollies" zu sehen gab (bei uns eine sehr häufige Art) hat er sich noch sehen lassen. Daher war mir nicht klar, dass diese Varietät allgemein doch sehr selten zu sein scheint, bis wir dieser Tage im Kreise erfahrener Pilzler damit für freudige Verwunderung sorgen konnten....


    Ich stell ´die Bilder noch in ´s Portrait.


    Anbei noch zwei weitere schöne Amanita - Funde.


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    LG


    Andreas

    Hallo,


    könnte gut hinkommen. Ich habe diese Art einmal gefunden, anbei zwei Bilder. Das erste zeigt die Art in jung, das andere ein älteres Exemplar mit den namensgebenden Farben.


    Nimm doch mal 2-3 Lamellen zwischen die Finger. Die sollten recht dick sein und spröde brechen. Zerreibe die Lamellen zwischen den Fingern, wenn Du in der Gattung bist hast Du dann eine ziemlich deutliche Vorstellung von dem Begriff "Wachsblättler". Die Farben kommen auf den Bildern eben nicht gut rüber - es gibt noch weitere (mindestens eine) trockene, kräftige, helle Schnecklings - Arten....




    LG


    Andreas

    Hallo Oehrling,


    Herzlichen Glückwunsch zu den Funden!


    Ich kann Deine Freude im Moment gut nachvollziehen. Da das thematisch hier in zweierlei Hinsicht passt muss ich kurz berichten: Der Pilzgott hat uns heuer doch nicht im Stich gelassen, er hat nur etwas vorbereitet ;) - Phlegmacien-Herbst!


    Auch für mich geht ein faszinierendes Pilzwochenende zu Ende. Cortinarien-Einführungs-Kurs in Hornberg - den perfekten Zeitpunkt erwischt. Bereits am Donnerstag wurde ich von einem der Dozenten zu einer Einstimmungs-Runde in heimischen Gefilden (Kalk-Buchenwald hier am Bodensee) eingeladen, wo wir zahlreiche, wunderschöne Phlegmacien fanden.
    Das Wochenende im Schwarzwald war dann unglaublich. Selbst die erfahrensten Leute waren aus dem Häusschen. Neben zahllosen wunderbaren Funden aus verschiedensten Gattungen fanden wir besonders im Kalk-Nadelwald Cortinarien (viele Arten von Phlegmacien) in Massen (z.T. sicher weit über hundert FK je Art in einem Waldstück). Ich werde hier demnächst sicher auch noch etwas zeigen.
    Ich stehe mykologisch in vielerlei Hinsicht noch am Anfang, Cortinarien betreffend natürlich insbesondere. Die Gattung hat mich aber von Anfang an fasziniert - darum das Seminar.


    Jetzt bin ich angefixt und gerade "gut eingeschlüsselt", das Mikro ist schon wieder ausgepackt, morgen ist der letzte freie Tag ohne Regen.
    Werd ´ich morgen meine überfällige To-Do-Liste abarbeiten oder doch nochmal in den Wald gehen :saint: ?


    Bin gespannt auf Deine Fortsetzung,


    LG


    Andreas

    Hallo zusammen,


    mir gefällt das nicht wirlich.


    Für mich persönlich ist das hier kein "Bestimm - Service" (für andere schon, ist auch absolut in Ordnung !). Ich beginne schon beim ´Lesen der "Überschrift", mir Gedanken zu machen, schaue mir die Anfrage an, kommentiere oder nicht, recherchiere selbst, folge der Diskussion usw.
    Die Art bei einer Bestimmungsanfrage rückwirkend gleich in die Überschrift zu schreiben nimmt zu viel vorweg.


    Abgesehen davon: Wer beschliesst hier die entgültig gesicherte Bestimmung der Art? Der Verfasser der Anfrage - wenn er genug Antworten beisammen hat, der nächste PSV, der virtuell vorbeischaut, der Weihnachtsmann (sorry - noch zu früh :shy: ), oder doch wieder die Mods?


    Nix für ungut, aber ich glaube, das ist keine so gute Idee...


    LG


    Andeas