MoinMoin!
Bei den Lungenseitlingen würde ich mitgehen, so von der Fruchtkörperform, Wuchsweise und Habitus her passt das gut zu Pleurotus pulmonarius. ![]()
Lg; Pablo.
MoinMoin!
Bei den Lungenseitlingen würde ich mitgehen, so von der Fruchtkörperform, Wuchsweise und Habitus her passt das gut zu Pleurotus pulmonarius. ![]()
Lg; Pablo.
Morgen!
Aye, dann wird's schwierig und mir fehlen die Erfahrungen in dem Bereich.
Die von Pilzpaul erwähnte Art ist imr zum Beispiel nicht bekannt, das könnte dann ein Ansatz sein. ![]()
LG; Pablo.
Bon Jour!
Warum sollte es "Boletus gabretae" nicht mehr als eigene Art geben?
Das Axon ließe sich nur auflösen, wenn man es in die Synonymie zu einer anderen Art verschieben würde. Dazu aber bräuchte man einen Typus - Beleg (den gibt es gar nicht, oder?), den man noch sequenzieren müsste.
Wo Emil eben zu dem Fundbericht von Harzi bei den Doppelpilzen verlinkt hat: Weiß jemand, was da aus dem Beleg geworden ist, also ob der weiter verarbeitet und auch sequenziert wurde? Denn das wäre eventuell wichtig, da diese Sippe (egal ob als Art, Varietät oder Forma) schon extrem selten zu sein scheint.
Was auch einer der Gründe sein dürfte, warum der nicht mittlerweile gattungstechnisch eingeordnet wurde (weil ein Suillellus ist gabretae nicht, siehe zB auch Beschreibung von Harzi).
Den Gedankengang von Jürgen bei den Doppelpilzen ("B. gabretae = eine Form von N. pseudosulphureus mit Stielnetz) muss man auf jeden Fall auch im Auge behalten.
Was die taxonomische Einordnung vom "komplett gelben Flocki" betrifft: Auch da bin ich nicht im Bilde, ob es mittlerweile genetische Untersuchungen gibt, die dessen Eigenständigkeit entweder unterstützen oder widerlegen. Ist aber (morphologisch durchaus nachvollziehbar) inzwischen als "Neoboletus" definiert, also würde ich mal vermuten, daß da schon was untersucht wurde. Man kann sich aber auch vorstellen, daß es sowohl komplett gelbe Formen von Neoboletus erythropus gibt, als auch eine eigene, gelbe Art - das ist allerdings erstmal Spekulation. Übergangsformen kann man allerdings sehr wohl beobachten, nur bleibt bei denen noch die Frage, inwieweit die zu N. erythropus s.str. gehören oder zu N. xanthopus.
Hm.
Taxonomisch kann vielleicht auch Tricholomopsis hier noch etwas Licht ins Dunkel bringen, der vor einigen Jahren in einem Artikel in der Myc.Bav. die Neuordnung der "Boleten" mal gut und ausführlich erklärt und diskutiert hat.
LG, Pablo.
Servus!
Der Kommentar zu den Kiefern beschreibt nur eine individuelle und lokale Beobachtung. Ob die das anderswo auch so machen und ob das oft so ist: Keine Ahnung.
Solche "rotbraunen" Ziegenlippen finde ich allerdings schon seit langem immer wieder mal, auch da sagt meine ganz individuelle und räumlich begrenzte Beobachtung, daß das keine Modeerscheinung der letzten zwei Jahre ist. ![]()
LG; Pablo.
Hallo, Norbert!
Muss man. ![]()
Saftlinge gucken wir uns im Herbst an - hoffentlich gemeinsam, irgendwo in der gewohnten Ecke bei der gewohnten Wiesenpilzausstellung. ![]()
PS.: Meine Priorität im Moment: Einen (irgendeinen) mehr oder weniger vollständigen Fruchtkörper finden, also wo noch mehr als insgesamt 1/3 in verschiedenen Bruchstücken übrig ist.
LG; Pablo.
Hallo, Norbert!
Demnach sind in dem Park wohl Schnecken nicht erlaubt. ![]()
Ist das Hygrocybe intermedia (Feuerschuppiger Saftling)?
LG, Pablo.
MoinMoin!
Wenn bei Suillellus luridus f. primulicolor das rote Pigment fehlt, ist auch der Röhrenboden gelb. ![]()
Ist er ja manchmal schon bei normal gefärbten Nexen.
Die Möglichkeit, einen rötlichen oder orangenen Röhrenboden zu entwickeln, ist ja ein Gattungsmerkmal von Suillellus (ja, zumindest mendax und queletii können das auch), ebenso wie das von der Stielbasis her bei der Fruchtkörperentwicklung zunehmend weinrot färbende Stielfleisch (das geht dann auch bei gelben Fruchtkörpern, siehe Beitrag von Andreas) und die amyloiden Stielbasishyphen.
All das sollte bei "Boletus" poikilochromus nicht vorkommen, also habe ich da ein großes Verständnisproblem, warum der ein Suilellus sein soll. Dieses Problem hatten aber andere Forscher auch schon, darum hat der seine eigene Gattung bekommen und ist nun ein "Cupreoboletus". ![]()
Der Gattungsname kommt dann nicht von ungefähr, weil die Kupfernen Farbtöne schon zumindest in Flecken oder Streifen irgendwo am Hut zu sehen sein sollten. Zudem soll (soll, ich hatte den noch nie in der Hand) Cupreoboletus poikilochromus wohl an Eichen (und Kiefern?) gebunden und sollte einen einigermaßen starken udn eigenwilligen Geruch nach Schnaps bzw. vergorenen Früchten entwickeln.
Insofern hoffe ich, daß ein Fund dieser Art nördlich der Alpen gut durchgecheckt wurde, also entweder von einem Röhrlingsfachleut bestimmt, die/der die Art schon mehrfach in Südeuropa selbst in der Hand hatte, oder wenigstens eine Sequenzierung durchgeführt wurde.
BGL wäre schon durchaus vorstellbar, daß der dort mal auftaucht, aber es wäre ein extrem bemerkenswerter Fund.
Anyway: Den Fund hier würde ich schon für eine ganz gelbe Nexe (s.o.: S. luridus f. primulicolor) halten.
Wenn man denn da was ganz und gar Verwegenes draus backen wöllte, dann wär's viellelicht ganz pfiffig, den eher mit Boletus gabretae zu vergleichen (ich bleibe da auch mal bei Boletus, weil der Transfer zu Suillellus offenbar durch Blanco-Dios erfolgt ist, wo zwischenzeitlich mal alle Röhrlinge, die nicht schnell genug wegrennen konnten, zu Suillellus transferiert wurden
).
Böhmerwaldröhrlinge (Boletus gabretae) sind allerdings was ganz Rares und Spezielles, und sollten sich vorwiegend in naturbelassenen, montanen oder borealen Fichtenwäldern auf sauren Böden finden lassen.
LG; Pablo.
Hallo, Anton!
Und wie schaut's nun mit dem Geruch aus? Dazu darf man ruhig auch mal einen Hut in der Hand zerquetschen, dann kommt das gut raus.
Lg; Pablo.
Salve!
Einen besseren Vorschlag hätte ich aber auf die Schnelle auch nicht...
Nuja, es sind Champis.
Also kann man immer die allerhäufigste Art der Gattung vorschlagen, nämlich "Agaricus spec."... ![]()
LG, Pablo.
Morgen!
Ok, da hab' ich nicht flexibel genug gedacht. Macht aber Sinn, hier mehrere Optionen zu berücksichtigen. ![]()
Je nach Geruch könnte man sogar noch auf die Kauprobe verzichten - denn stark kohliger Pupsgeruch führt zu Lösung a) und stechender Essiggeruch zu Lösung b) - und alle anderen Gerüche zu "komischer Pilz" - was letztlich bei dem Aussehen ein Fall für Mikroskopiker wäre.
LG; Pablo.
MoinMoin!
Sagt mal, läuft das Fruchtkörperwachstum in dieem Jahr von Nord nach Süd?
In meiner Umgebung finde ich es immer noch ziemlich spärlich, so als wären die Pilze durchschnittlich feuchte Sommer gar nicht mehr gewohnt...
Oder ich muss mal öfter raus und gucken.
Deine Aprikosen-Rhababerrhörrhlinge sind allerdings Ziegenlippen (Xerocomus subtomentosus s.str.) fürchte ich. ![]()
Ungewohnte Farbe vielleicht, aber >siehe hier< Norberts Fund mit vergleichbarem Farbspektrum.
LG, Pablo.
Morgen!
Uuuuuuh, ja, ich sehe die Bilder - und ich weiß auch warum.
Augenblick, muss nur kurz was wiederherstellen, was anderes verschieben und anschließend was löschen... ![]()
Der kleine Fehler, der hier die fehlenden Bilder provoziert hat, ist fast so putzig wie der Fund von der Nexe in der Mauer.
Edit: Sodele, nun müsste es tatsächlich alles für alle sichtbar sein. ![]()
LG; Pablo.
N'Abend!
Danke an Wolfgang für die Erklärung. ![]()
Das rückt das dann wieder ins rechte Licht, also ist oben die pergamentartige Exoperidie einfach noch komplett und damit der Hof nicht erkennbar.
Also umsonst Trubel verursacht - eigentlich schade, einen kotlabae - Fund hätte ich euch gerne gegönnt.
Lg; Pablo.
Hallo, Werner!
Macht doch nix.
Was mir als schon für Namensdinger passiert sind.
Besonders witzig, wenn man sich einen Pilznamen einmal falsch gemerkt hat, und Jahre lang falsch anwendet, bis einem endlich mal jemand sagt, daß es zB Gloeophyllum sepiarium heißt, und nicht sepiarum. ![]()
Lg; Pablo.
Hallo, Michael!
Diese rotbraunen / violettbraunen Verfärbungen in Hut und Hut-Stiel-Übergang gelten bei Champis nicht als "Röten".
Das machen so ziemlich alle Arten, wenn sie alt und feucht genug sind.
Agaricus bernardii rötet anders und viel stärker (wenn einigermaßen frisch) und die Fruchtkörper sind viel robuster und kompakter.
Hier, mit der Lamellenfarbe, der zylindrischen, nicht verdickten Stielbasis, dem schütteren ring und der Punkerfrisur würde ich als erstes an Wiesenchampis (agaricus campestris) denken.
Lg; Pablo.
Servus Wastl!
Den Sommerstienpilz würde ich wohl auch so nennen. ![]()
Die Winzlinge dürften auf Nadeln gewachsen sein, oder?
Wenn ja, dann wäre das Marasmius wettsteinii (NAdelstreu - Käsepilzchen). Wenn auf Kleinen Holzstückchen oder Rinde, dann MArasmius rotula (Halsbandschwindling), aber so von der Wuchsweise her hätte ich auf Nadeln getippt. Laubblätter werden's ja nicht gewesen sein, dann wär's nochmal was anderes.
Den Rest kann ich nicht wirklich erkennen.
LG, Pablo.
Servus?
Echt nach Pups?
Für mich riechen die nach Essig. ![]()
Oder meinen wir was Verschiedenes?
Lg; Pablo.
Hallo, Norbert!
Im Pfälzer Wald (so auch heute wieder gesehen) haben die Ziegenlippen (Xerocomus subtomentosus s.str.) oft solche satt rotbraunen Hutfarben (manchmal auch ähnliche Farbtöne am Stiel). Interessant dabei: Immer wenn diese Farbausprägung zu sehen ist, ist auch irgendwo mindestens eine Kiefer in der Nähe.
Solche Farben habe ich übrigens bei Xerocomus ferrugineus noch nie beobachtet. Die anderen trennmerkmale (Basismycel, Kontextfarben im Schnittbild) dürften aber deutlich zuverlässiger sein.
Xerocomus chrysonemus sollte nicht nur in der untersten Stielbasis gelbes Fleisch haben, sondern auch ein gelbes Basismycel (ähnlich wie ferrugineus).
Xerocomus silwoodensis sollte eine Art bei Pappeln, gerne an feuchteren Standorten sein. Im Schnittbild ähnlich blass wie X. ferrugineus, aber ohne arg gelbes Basismycel, dafür mit braunem / rotbraunem Stiel (was aber wohl immer variabel sein kann).
LG; Pablo.
Hallo, Nobi!
Etwas verdickt an den Septen kommt aber auch bei kotlabae vor. Bei brumale ist es nur stärker ausgeprägt...
Ich zeige mal die Kollektion, die mir von Wolfgang P. mal gezeigt wurde, und von der ich einen Fruchtkörper zum mikroskopieren mitnehmen durfte:
Dagegen typisch fette Septen bei T. brumale:
Ich finde die Unterscheidung selbst ziemlich schwierig, weil viele Merkmale variabel sind (auch mikroskopisch) und ich mangels ausreichender Funde die Variationsbreiten schlecht einschätzen kann (vor allem halt von kotlabae).
LG, Pablo.
Salve!
Wobei der von Nobi gezeigte Fruchtkörper für mein verständnis noch der untypischste aus der Kollektion ist, die Nobi, Mähli, Ralf, Björn und Karl gefunden haben.
Mehr Fruchtkörper zeigt Björn >hier< (bissel runterscrollen, Nr. 24 - wobei man auch die Bilder davor ruhig nochmal angucken kann), bei den anderen finde ich Habitus und die Stieloberfläche noch typischer für mendaxe. ![]()
LG; Pablo.
Hallo, Werner!
Simocybe centunculus, nicht comptulus, oder? ![]()
Ich finde in meienr Gegend leider meistens sumptuosa, von centunculus hatte ich erst einen Fund, der aber frisch ganz massiv nach Geranien roch und somit wohl eher geraniolens heißen müsste.
Funde von Tigelteuerlingen sind bei mir meistens Nebenprodukte, die fallen mir meistens erst auf, wenn ich in die Knie gehe, um irgendeinen anderen Fund zu beobachten.
Gezielt gesucht habe ich die glaube ich noch nie.
LG; Pablo.
Hallo, Sauerländer!
Hainbuchenröhrlinge (Leccinum carpini / pseudoscabrum etc.) können auch mit Birken und Hasel (Corylus avellana) Mykorrhiza bilden.
Mit Rotbuchen nicht, weil Rotbuchen keine Birkengewächse sind. Hainbuche (Carpinus betulus) ist näher mit Birken verwand als mit Rotbuchen. ![]()
Die Fleischverfärbung im Schnitt ist schon signifikant, denn normale Birkenpilze (Leccinum scabrum s.l.) verfärben gar nicht. Maximal gibt's da einen Anflug von rosa im Hutfleisch, und das war's. Nix grau, violett, schwarz und nirgends blau, und zwar nie. Nicht nach einer Minute und auch nicht nach einer Stunde.
Das ist schon ein Unterschied, wobei es völlig richtig ist, daß das verfärbungsverhalten vom Hainbuchenröhrling variabel ist, gerade bei älteren und trockenen Fruchtkörpern kann das recht lange dauern, bis man das sieht. Aber irgendwann verfärbt der immer (solange der Fruchtkörper nicht ganz arg verwest ist).
Es gibt natürlich eine ganze Menge von verfärbenden raustielröhrlingen (zB alle Arten aus der Rotkappenverwandschaft), beim Hainbuchenröhrling muss man darum auch die Hutoberfläche beachten, die oft etwas verdallert ist, grubig oder rinnig, dazu fleckig also nicht so einheitlich gefärbt. Die Stielschuppen sind auch recht interessant und tendenziell etwas anders angeordnet und strukturiert als bei Birkenpilzen. Dazu kommt, daß die Poren bei jungen Hainbuchenröhrlingen nicht so dunkel grau sind wie bei den meisten Rotkappen, die Huthaut nicht so übersteht, bei reiferen fruchtkörpern dafür gerne mal ein Gelbton an den Poren dazu kommt.
Also auch da hilft so dieser ominöse Gesamteindruck, der eben eine Kombination aus der beobachteten Variationsbreite vieler Merkmale ist, und sich nicht nur an einzelnen merkmalen fixiert.
Lg; Pablo.
Salve!
Ich mach mal den Anfang.
Pilz 2) sollte der Löwengelbe Dachpilz (Pluteus leoninus) sein. Der Hut wirkt vielleicht schleimig, weil nass, aber auf dem Bild meint man schon eine eher faserig - filzig strukturierte Oberfläche zu erkennen.
Pilz 4) mit den leuchtend gelben Poren gehört der eher zu Xerocomus s.str., also in die Ziegenlippenverwandschaft. In dem Fall wird das entweder eine Zeigenlippe höchstselbst (Xerocomus subtomentosus) oder ein Brauner Filzröhrling (Xerocomus ferrugineus) sein. Wenn Hutfleisch tatsächlich deutlich gelb und Basismycelfäden weißlich oder blassgelb, dann eher Xerocomus subtomentosus.
Pilz 5) da könnte ich mir gut einen Olivschnitzling (Simocybe spec.) vorstellen.
Pilz 9) ist noch zu jung für eine wirklich schlüssige Beurteilung. Aber die Arten um Leccinum variicolor sollten nicht so schwärzen, könnte also eher zB ein Pappelraufuß (leccinum duriusculum) sein.
Pilz 10) ist Crucibulum laeve (Tiegelteuerling).
Lg; Pablo.
Hallo, Nobi!
Danke. ![]()
Natur ist Vielfalt, und Vielfalt ist schön.
Aber neben dem Lob (das ich viel zu selten schreibe, auch wenn es so wie hier angebracht ist) noch eine Frage:
Der Stielbovist, könnte das nicht auch Tulostoma kotlabae sein? So ganz ohne a) dunkle Zone ums Peristom bei gleichzeitig b) null Resten einer Exoperidie?
T. kotlabae hatte ich leider erst einmal zu sehen bekommen, aber bei T. brumale sieht man den bräunlichen Hof eigentlich ja umso deutlicher, je älter die Fruchtkörper sind und je weniger Reste der Peridie noch vorhanden sind.
LG; Pablo.
