Beiträge von Beorn

    Hi, Craterelle!


    Ja, bei nicht ganz reifen Kollektionen muss man bei Sporenmaßen unter Umständen zwei Pfaden beim Schlüsseln folgen.

    Oft ist es dann so, daß man merkt, wenn's der falsche Pfad ist, weil irgendwann gar nichts mehr passt. Oder man spätestens beim Vergleichen eine Art vor sich hat, die irgendwie ganz anders aussieht.



    LG; Pablo.

    Hallo, Kuschel!


    Nah, für die Schwarzhütigen müssen wir mal wieder zu Markus fahren.
    Wobei... Inzwischen kenne ich hier auch eine Stelle hinter Heidelberg. Und an ein paar anderen Stellen in der Gegend habe ich sie zumindest schon "gerochen".

    Eine Kaiserlingsstelle (in BaWü oder RLP) steht bei mir für's kommende Jahr auf dem Programm. Ist also geplant, aber eben auch für "hier".


    Auch da: Ein paar potentielle Ecken habe ich schon im Verdacht.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Tja, der helle Dunkelsporer ist schon sehr makaber.
    Der Keimporus ist ja riesig (was auch schon galerina ausschließen dürfte, oder?). Ob's da vielleicht bei Psilocybe s.l. was Vergleichbares geben könnte?


    Im Beitrag 4, nach Arrhenia rickenii: Könnten das nicht auch blass ausgefallene Gamundia striatula sein?



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Du meinst schon >diese Studie<, richtig?

    Da dürfte das einzige Problem dann die Unterscheidung zwischen Otidea mirabilis und Otidea bufonia sein.

    Was im grunde nur über die unterschiedlichen ökologischen Ansprüche und durch die kristallisierenden Exsudate der medullären Haphen möglich ist.


    Zu Otidea cohleata: Wie Wolfgang und Felli schon geschrieben haben, ist es manchmal eben schwer, wenn man ein gültiges, älteres Taxon hat - das sich aber nicht mehr zuordnen lässt. Wenn es zB keinen sequenzierbaren Beleg gibt. Sowas kann man auch nicht einfach in die Synonymie zu einem anderen Taxon stellen - wenn es eben auch etwas Anderes sein könnte. Also belässt man solche nicht mehr eindeutig interpretierbaren Beschreibungen einfach wie sie sind.
    Bestimmt man nach der aktuellen Literatur, umgeht man aber dieses Problem.


    Zwei Kollektionen von Otidea bufonia aus der Viernheimer Heide, jeweils in Rotbuchenwäldern auf mageren (wärmebegünstigten) sauren Sandböden - aber auch mit eingestreuten Kiefern in der Nähe.

    Die erste bestimmt von Lothar Krieglsteiner:






    Die zweite von mir bestimmt, mit noch etwas mehr Rottönen in den Fruchtkörpern, aber mehr und deutlichen Inkrustierungen in der Medulla:









    Vielleicht hilft's ja beim vergleichen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Sehr beeindruckend! :thumbup:

    Zu Nr. 2: Die erinnert ja ein wenig an ausgeblasste Inocybe lilacina. Aber ein paar Details sind schon komisch, so zB die stark rissig auffasernde Huthaut.

    Wenn du einen getrockneten Beleg mitgenommen hast, wäre das vielleicht sogar was für Ditte ?

    Nr. 4: Solche Fruchtkörper wurden früher auch gerne mal makroskopisch als Melanoleuca grammopodia eingeordnet. Aber ob's die Art noch gibt, das weiß ich leider auch nicht.
    Wer arbeitet da momentan an einer Monografie? War das Antonin?

    Nr. 7: Mit der Färbung und der Stachelanatomie hat man da gute Aussichten, daß sich Steccherinum bourdotii mikroskopisch bestätigen würde.

    Nr. 8: Durchaus möglich, daß das Fomitopsis pinicola ist. Hast du mal mit dem Feuerzeug an der Hutoberfläche rumkezündelt? Die müsste dann harzhaltig sein und entsprechend beim Anzünden zu kochen und zu blubbern anfangen.

    Nr. 9: Sehr spannend! Hast du davon was mitgenommen? Das könnte auch ein Fomitopsis sein, in der Gattung gibt es noch ein paar Arten die so oder so ähnlich aussehen können. zB Fomitopsis iberica, eine nicht ganz so seltene, mediterran verbreitete Art, zu der sich auch einige Bilder finden lassen.

    Nr. 10: Hat durchaus gute Chancen, daß da bei der mikroskopischen Untersuchung Schizopora radula raus kommt.

    Nr. 11: Auch interessant. Aber da kann ich makroskopisch leider keine vernünftige Voreinschätzung bieten.

    Nr. 12: Solche blassen Fruchtkörper an Kirschlorbeer hatte ich auch schon, war aber wohl nur wieder eine komische Ausprägung von Trametes versicolor. Die sind ja farblich arg variabel.



    LG; Pablo.

    Hallo, Mario!


    Wow. Noch so eine tolle Aleuria aus der Ohligser Heide.
    Wenn man sich diese Dinger wirklich mal vornimmt, dann stößt man in solchen Gebieten doch immer wieder auf bemerkenswerte Arten.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Was auch immer das für ein Porling ist (außer FomFom wäre auch FomPini oder Ganoderma möglich): Es gibt eine ganze Reihe von Rindenpilzen, die solche abgestorbenen Porlinge besiedeln können. Nur wenige sind dabei spezifisch an bestimmte Porlingsarten gebunden.

    Auch hier wird man mikroskopieren müssen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Kuschel!


    Ja, das Häuschen gibt's noch, und ab und an bin ich auch mal da, aber die Pilze sind eher ganz anders alls das, was Beli hier vorzeigt.

    Es ist ja schon Alpenraum, also klimatisch mit schon noch etwas rauheren Wintern, und vor allem: Es ist sauer. Die Landschaft, wo Beli hier unetwegs ist, ist ja purer Kalk. Eine Karstlandschaft, wie sie im Buche steht.
    Die Gegend da am Lago Maggiore ist größtenteils Granit, sauer, darauf vor allem Rotbuchenwälder, in den unteren Lagen Esskastanien und Eichen: Das Artenspektrum dort ist eigentlich mehr so "Odenwald auf Buntsandstein". Also gar nicht so anders als hier bei mir.



    LG; Pablo.

    Hallo, Claudia!


    Wow! :thumbup:


    Also die Mycena rosella (Rosaschneidiger Helmling, Nr. 5) kannst du abspeichern. Sehr typisch!

    17 (Phebia radiata = Orangeroter kammpilz) und 18 (Inonotus nodulosus = Knotiger schillerporling) und 31 (Exidia recisa = Kreiseldrüsling) passt alles sehr gut.

    25 dürfte Mycena aurantiomarginata (Orangeschneidiger Helmling) sein.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Hm, schwierig.

    Gerade wegen der eher blassen Farbe des Hutes hätte ich an einen der Gilber gedacht. Und wegen der Oberflächenstruktur: Die normalen Erdritterlinge (tricholoma terreum) ohne Geruch und ohne Gilben sind auf dem Hut meistens etwas dunkler faserig und gerne auch mehr oder weniger wollig.

    Aber Ritterlinge nach Bildern bestimmen - hui, das kann schwierig sein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Nr. 2: Ganz sicher nicht Amanita fulva, weil Stielscheide nicht rostfleckig.
    Das ist eine Art aus der crocea - Gruppe, da müsste man aber mehr Fruchtkörper beobachten, wie sich die Stielnatterung bei voll aufgeschirmten Fruchtkörpern entwickelt.
    Theoretisch wäre da Amanita subnudipes eine Option.

    Nr. 3: Mit dem gelben Velum an Stielbasis und Ring würde ich mal Amanita franchetii vorschlagen.

    Nr.. 4: ist nicht Amanita battarrae (also weder der noch die glattsielige Nadelwaldart Amanita umbrinolutea oder umgekehrt, je nach dem, welchem taxonomischen Konzept man da folgt). Aber was es ist: Kann ich leider nicht sagen.

    Nr. 7: Cortinarius torvus sieht schon anders aus, mit noch entfernter stehenden Lamellen, anders strukturierter Ringzone und deutlichen Violettönen an der Stielspitze (außen und im Schnitt).


    Die anderen Schleierlinge (vor allem die Phlegmacien) sind toll, aber da ist wohl nichts dabei, was ich kenne.


    Außer vielleicht Nr. 10: Hast du da auch auf der Huthaut ein wenig rumgekaut?


    Nr. 11 & 13: Würde ich beides als Cantharellus pallens (= Cantharellus subpruinosus) bezeichnen, denke ich.



    LG, Pablo.

    Hallo, Christine!

    aber ich habe kein Bild gefunden, wo der Fruchtkörper so struppig ist und so weit vom Holz absteht.

    Abstehend:




    Struppig ist eben jung, da habe ich nur kein Bild wo beides gleichzeitig zu sehen ist.
    Die Bestimmung passt aber auf jeden Fall. Selbst wenn man das Substrat außer acht lässt: Die rötenden Arten an Laubholz (Stereum gausapatum und Stereum rugosum) sehen schon noch mal ein wenig anders aus bzw. haben eine andere Variationsbreite.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!

    Das findest du am Pilz direkt viel besser raus als ich an den Bildern. Im Zweifel kann man auch mal einen fruchtkörper mit der Pinzette abziehen und gucken, was dabei passiert. Das offenbart mitunter den einen oder anderen Hyphenstrang.


    Interessant in KOH wären die Basidien und subbasidialen Hyphen.
    Ich habe nicht wirklich viel Ahnung von der Gattung (müsste man mal Frank Tomentella nach einer Einschätzung fragen), aber ein wenig erinnert mich das an Tomentella coerulea. Die müsste dann aber auch entsprechend bunt in KOH werden:






    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Du kannst mal die Stielbasis schräg anschneiden, so wie man's auch bei V.a. Agaricus sect. xanthodermatei oder bei V.a. Hortiboletus macht.

    Manchmal findet man dann in der Stielrinde basisnah noch ein wenig violett, auch wenn der Filz selbst schon verblasst ist.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Beeindruckend. :)


    Der Rötelritterling ist schon einer. Der Dunkelviolette Schleierling hat doch einen ganz schuppigen Hut und einen gebänderten Stiel. Der hier würde auch viel heller ansporen, also blass violettweiß oder ockerweiß.

    Risspilze passt diesmal auf jeden Fall, die werden braun absporen. Zur Art kann ich nichts sagen, fürchte ich.

    10 & 11: Eine Dermoloma (wie heißt die Gattung nur wieder auf deutsch?) könnte ich mir da auch gut vorstellen.

    12-14: Wohl einer der Saftporlinge (Oligoporus s.l.) an Nadelholz, da kann man mal reinbeißen und ein wenig drauf rumkauen. Wenn's rasch arg bitter wird, dann dürfte das der Bittere Saftpoling (Oligoporus stypticus) sein.

    15 & 16: TuFur (Trompetenschnitzling = Tubaria furfuracea) vielleicht? Dazu müsste man mal noch einen umdrehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Werner!


    Schon, so ist das.

    Zumal diese Peniophora - Fruchtkörper ja mitunter auch nicht ganz einfach zu entdecken sind.
    Wenn's so unscheinbare, graue, dünne Flecken sind wie Peniophora cinerea wird's knifflig.


    Die aurantia würrde icch aber auch sehr gerne nochmal finden, damals hab' ich noch nicht mikroskopiert (das hat ein Pilzfreund ünernommen), und die Bilder waren auch nicht der Bringer, aber wenn sie so wächst:


    ...ist es schon makroskopisch recht eindeutig.



    LG; Pablo.