Hallo, Beli!
Ziemlich beeindruckend mal wieder. 
Besonder bemerkenswert finde ich aber "Fund 2b". Also 2a würde ich auch für Irpex lacteus halten (mit sehr geringer Chance auf Steccherinum oreophilum).
Aber der andere, der aussieht wie eine Mischung zwischen Plicatura crispa und Irpicodon pendulus ist fantastisch. Habe ich noch nie gesehen, und kann es im Moment auch nicht wirklich einordnen. Irpex ist das nicht, das wäre eine enorm untypische Struktur des Hymenophors.
Lenzitopsis oxycedri fällt mir spontan noch ein, aber der ist braun bis schwarz und besiedelt Wacholder.
Von dem ist nicht zufällig eine Probe in dem Briefchen, das ich eben im Briefkasten fand?
Fund 4: Würde ich für Stereum insignitum halten. Vielleicht auch Stereum subtomentosum, aber mit dem satt rotbraunen Farbspektrum ist insignitum wohl wahrscheinlicher.
Fund 5: Was spräche gegen Butterpilze (Suillus luteus)? Überreste einer Ringzone meine ich vereinzelt noch zu erkennen (die Ringe sind im Alter generell auch mal undeutlich oder fehlen), rosa Farben an der Stielbasis kann der auch entwickeln, und eine eingewachsen radialfaserige Hutoberfläche hat der auf jeden Fall, dadurch sind Suillus garnulatus, mediterraneeinsis und bellinii raus.
Fund 6: Auch interessant. Aber vermutlich nicht bestimmbar. Einzelfruchtkörper bei Ritterlingen sind oft problematisch. Für einen Schwarzfaserigen (Tricholoma portentosum) würde ich das aber nicht halten, wegen der eher radialfilzig wirkenden Hutoberfläche und dem schlanken Habitus. Ich würde fast eher vermuten, daß der in die Gruppe um Tricholoma fucatum, Tricholoma sejunctum & Tricholoma viridilutescens gehört (siehe auch komisch grau durchfärbtes Fleisch im Hutbuckel). Da müsste man an der Stelle mal eine Kollektion mit mehr Fruchtkörpern und vor allem auch jüngeren fruchtkörpern finden. Sieht wirklich ungewöhnlich aus.
Die Zitzen - Riesenschirmlinge (Macrolepiota mastoidea s.l.) müssten stimmen, denke ich.
Bei den anderen schließe ich mich Werner an.
LG, Pablo.