Beiträge von nobi_†

    Vielen Dank allen für die freundlichen Kommentare.

    Falls Du noch Material in brauchbarem Zustand haben solltest, wäre ich interessiert, den auch einmal abzufotografieren.

    Momentan sind noch reichlich Apos auf dem Substrat. Allerdings inzwischen auch einiges andere.

    Ob die Fruchtkörper noch in einem guten Zustand sind, weiß ich nicht.

    Auf jedem Fall habe ich die Probe soeben in einen Brief gepackt, den ich morgen der Post übergebe.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass noch ein paar fotogene Pilzchen die Reise ins Fichtelgebirge überleben.

    hast Du dieses Bild mit dem Mikroskop oder mit der Stereolupe gemacht?

    Weder noch, Frank!

    Aufgenommen mit meiner "Immer-Dabei-Kamera", der Olympus TG-4.

    Da kannst Du bis wenige mm ans Objekt rangehen und dann noch 4-fach zoomen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Liebe Freunde der kleinen Pilze,


    nachdem ich im Vorjahr eine Serie zu seltenen Ascomyceten gestartet habe, möchte ich Euch nun eine weitere Art vorstellen.

    Es handelt sich erneut um einen coprophilen Ascomyceten, gleichzeitig um einen der kleinsten operkulaten Becherlinge überhaupt.


    Kurze Vorgeschichte.

    Vor ein paar Tagen fragte Eike (Pilzler 13) an, ob ich an einer Probe Wildschwein-Losung interessiert bin, an der er Ascodesmis nana enteckt hat.

    Nun kannte ich mit Ascodesmis microscopica, A. nigricans und A. sphaeosporus bereits drei Arten der Gattung, weswegen ich natürlich großes Interesse hatte.

    Prompt traf ein Brief mit einer kleinen Dose (55 mm) und einer sorgfältig auf feuchtem Zellstoff gebetteten Probe (8 mm) bei mir ein. Auch an dieser Stelle nochmals Dankeschön, Eike!




    Mal etwas herangezoomt. Doch wo sind die Pilze?

    Nun ich erwähnte ja bereits, dass es sich um winzige Pilzchen handelt. Die Fruchtkörper von Ascodesmis nana sind praktisch ohne Hilfsmittel unsichtbar.

    Sie bestehen fast nur aus einem Bündel winziger Asci und werden um 0,1 mm groß. Also hier ist nur mit sehr viel Fantasie etwas zu entdecken.




    Etwas mehr kann man schon hier erkennen. Lasst Euch nicht von den Glasaalen im oberen Bildbereich ablenken. Das sind übrigens eher Dungaale, auch Nematoden genannt.

    Einige der Zwergenpilze sind allerdings nun recht deutlich zu erkennen.




    Zum besseren Verständnis habe ich sie im folgenden markiert. Man kann ganz gut die bereits erwähnten winzigen Ascusbündel sehen.




    Es gibt einige, allesamt recht seltene Arten in der Gattung.

    Ascodesmis nana zeichnet sich durch subglobose bis globose Sporen mit kräftigen isolierten Warzen aus, die gelegentlich kurze Grate bilden können.

    Neben einigen Apothecien ist das im nachfolgenden Bild ganz gut zu sehen.




    Apothecien: 100-180 µm,

    Sporen: 10-12 x 10-12 µm, z.B. 12x10, 12x12, 11x10, 11x11 oder 10x10 µm. L/B <1,2.

    Asci: 46-52 x 26-30 µm.


    Die Sporen sind geringfügig größer als in der Originalbeschreibung von van Brummelen (8,5-11 x 8,3-10), passen aber sehr gut zu den Beschreibungen von Kristiansen "Ascodesmis in Norway" (10-11 x 9,5-10,5) und auch von Doveri (9,4-11 x 8,6-10).


    Ascodesmis sphaeosporus mit ebenfalls annähernd globosen Sporen unterscheidet sich durch ein +/- retikulates Sporenornament und größere Sporen. Hier zum Vergleich.


    Ebenfalls isolierte Warzen hat Ascodesmis nigricans. Dessen Sporen sind allerdings deutlich elliptisch und die Warzen ähneln Stacheln, die an der Spitze abgestutzt und z.T. verbreitert sind.


    Vor wenigen Jahren wäre es noch ein deutscher Erstfund gewesen.

    Laut pilze-deutschland.de wurde diese Species inzwischen von meinem Pilzfreund E. Huth zweimal für Sachsen-Anhalt nachgewiesen (2011 und 2016).

    Nun ist es zumindest ein Neufund für Niedersachsen, wo Eike die Losung aufgesammelt hat.


    Ich hoffe, dass Björn noch ein paar bessere Bilder gelungen sind.


    Falls ja, würde ich mich freuen, wenn er gelegentlich hier ergänzt.


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Für alle, die Eike kennen.

    Pilzler 13 ist jetzt Pilzler 19! und er fand den vorgestellten Pilz genau an seinem Geburtstag. Das ist doch mal ein schönes Geschenk!





    Ojemine!


    Leider wird es immer schlimmer statt besser im neuen Forum!


    Ich hatte mir fest vorgenommen, mich mit der neuen Forensoftware zu arrangieren, sie zu akzeptieren.

    Nicht einfach für jemanden mit 60+, dem grundlegende IT-Kentnisse fehlen.

    Seit 2012 schreibe ich hier und das Forum ist zu einer virtuellen Heimat für mich geworden. Weit über 5500 Beiträge sollten Zeugnis genug sein.

    Und viele Foris sind über die Jahre zu realen Freunden geworden!


    Seit dem ominösen 16. März 2018, dem Beginn der Umstellung auf die neue Forensoftware, ist leider nichts mehr wie es war!


    Beispiel 1.

    Ich habe heute mehrere Stunden über ein längeres Thema gesessen.

    Längere Themen habe ich in der Vergangenheit als Entwurf abgespeichert, um später daran arbeiten zu können.

    Geht nicht mehr, weswegen ich den umständlichen Umweg über die Konversationen gehen muss!

    Funktioniert nur, indem ich jemanden aussuche, an den ich scheinbar schreibe. Gebe ich mich selbst ein kommt es zu einer Fehlermeldung.

    Pfui!


    Beispiel 2.

    Und damit komme ich auf Beispiel 1 zurück.

    Ich hatte das Thema nahezu fertig und schaue mir die Vorschau an.

    Alle Bilder tauchen nur noch als Link auf!

    Ja, ich gebe es zu, ich bin wieder zu einem externen Anbieter gewechselt, da die neue Forensoftware die Bilder auf 800kb Breite verkleinert.

    Finde ich furchtbar und mittelalterlich und ich möchte meine Bilder wenigstens 1024kb breit haben.

    In anderen Foren geht das doch auch!

    Deshalb also wieder zurück zu "picr.de", was ich auf Empfehlung eines ebenfalls langjährigen Foristen seit Jahren zu vollster Zufriedenheit nutze.


    Die Bilder kann ich plötzlich nicht mehr direkt einbinden!

    Alle meine extern hochgeladenen Bilder werden nur noch als Link dargestellt!

    Das heißt, in allen meinen Beiträgen sehe ich keine Bilder mehr. Sind somit sechs Jahre Arbeit der supermodernen Software zum Opfer gefallen?


    Beispiel 3.

    Geschrieben hatte ich meine Beiträge bisher gern im Quellcode-Modus.

    Das war stets einfach und ich konnte ohne Probleme mehrere Zitate bearbeiten. Löschen, einfügen usw.

    Jetzt sehe ich ein schwarzes, nur schwer begreifbares Monster.


    Beispiel 4.

    Die grünen, automatisierten Links sollten abgeschafft werden!

    Wenn mir etwas wichtig ist, möchte ich bitteschön selbst verlinken.

    Einfach gruselig, wie das zur Zeit läuft.

    Ich bemühe mich inzwischen, Begriffe wie Arten, makroskopisch oder Boletus zu umschreiben.

    Es ist einfach peinlich, wenn ich in einem internationalen Forum (z.B. Ascofrance) auf einen Fachbeitrag dieses Forums verweise, und dem User grüne Links entgegenspringen.

    Wo letztlich banale Sachen erklärt werden.

    Und wo Boletus zu Aureoboletus projectellus führt. Zumindest war das kürzlich noch so.


    Die ersten Pilzfreunde haben sich ja bereits in ihrer Signatur davon distanziert. Das ist zumindest eine Lösung.

    Wie gesagt, besser wäre es, diese Links komplett verschwinden zu lassen.


    Beispiel 5.

    Muss diese auffällige tägliche Geburtstagsliste (Heutige Geburtstage) sein?

    Wo größtenteils Forenleichen ausgegraben werden, die z.T. seit Jahren hier nicht mehr aktiv sind.

    Letzte Aktivitäten 2008 usw.


    Beispiel 6.

    Gern hätte ich die vorangegangenen Zeilen mit dem ein oder anderen Smiley garniert.

    Jedoch finde ich die Smileys im Vergleich zu denen, die wir bisher nutzen durften, einfach nur hässlich und unpersönlich.

    Warum können wir nicht zu "unseren" alten Smileys zurückkehren. Das sind übrigens die, welche zur Zeit vom Naturforum verwendet werden.


    Ich fasse zusammen und schlage vor.


    1. als "Entwurf speichern" bei einer Themenerstellung wieder einführen

    2. externe Links wieder zulassen bzw. über das Forum hochgeladene Bilder nicht auf 800kb begrenzen

    3. den Quellmodus wieder vereinfachen

    4. automatisierte Links abschaffen

    5. Geburtstagsliste überdenken

    6. unsere seit Jahren vertrauten Smileys wieder einführen.


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Viel lieber hätte ich einen bereits fertigen Beitrag geschrieben und einen weiteren vorbereitet.

    Vielen Dank für den Hinweis, Christoph!:thumbup:


    Bin da soeben auf folgenden Artikel gestoßen:


    Karstenia 52:1–50, 2012
    Peltigericolous fungi from Finland – three genera and six species new to Finland.


    Total spannend, finde ich. Wie so vieles andere auch.

    Leider reicht ein Leben nicht aus, um sich mit all dem, was einen interessiert, zu beschäftigen.g:(


    Nobi

    Lasiobolus macrotrichus ist aufgrund der Sporengröße und ~form sowie der blassen Apothecien sicher! Die Setae sind mal kürzer, mal länger.

    Auch das Substrat passt, wie Felli bereits schrieb.


    Schöner Fund.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Ralf,


    ich möchte nun, wie angekündigt, nochmal etwas ausführlicher auf den schönen Fund eingehen.


    Durch die Literatur geistern drei Varianten der Art. Apiosordaria verruculosa var. verruculosa, A. v. var. maritima und A. v. var. minuta.


    Jensen (1912) gibt in der Originalbeschreibung die Sporenmaße mit 16-18 x 12-14 µm an.

    Munk (1957) nennt Maße von 18-22 x 15-16 µm. Er erwähnt ausdrücklich feuchtes Filterpapier als Substrat!

    Nach Ann Bell (2005) betragen die Sporenmaße 18-20 x 14-17 µm.

    Die Studie von Arx & Gams zur Gattung (Nova Hedwigia 13, 1967) mit den var. maritima und verruculosa kenne ich leider nicht.


    Soweit, so gut.


    Nun gibt es eine Arbeit von Krug, Udagawa & Jeng: The genus Apiosordaria, Mycotaxon 17, 1983.

    In ihrem Gattungsschlüssel trennen sie var. verruculosa (Sp. 24-30, mitunter 28-34 (45), Ornamentation bis 3 µm) deutlich von der var. maritima (Sp. 19-23 (27), Ornament um 1,5 µm.

    Woher sie die "riesigen" Sporenmaße der var. verruculosa nehmen, erschließt sich aus der mir zugänglichen Literatur nicht.


    Da bin ich doch in diesem Fall gern beim Index Fungorum, das nur Apiosordaria verruculosa (C.N.Jensen) Arx & W.Gams anerkennt und die Varianten in die Synonymie verweist!


    Bei der Recherche bin ich auf die Originalbeschreibung der Pleurage verruculosis gestoßen.

    Falls Du diese noch nicht kennst, hänge ich die incl. Tafel mal als PDF an.

    Pleurage verruculosis n sp.pdf


    Liebe Grüße vom Nobi

    Glückwunsch zum spektakulären Fund, Ralf!:thumbup:


    Mich würde die Stachellänge interessieren, um 1,5 µm oder bis 3 µm?

    Ein paar Fragen und Anmerkungen habe ich auch noch.

    Allerdings komme ich erst später dazu, da ich momentan das Haus voller Besuch habe.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Beneidenswerte Ausbeute der M-Pilze, Peter!==Gnolm8

    Sollte da liabe Nobi sein selbstgebrautes Bier zur Verfügung stellen lange ich lieber da zu. Für die Teeliebhaber spiele ich den Ball weiter, da bin ich nicht firm.

    Der "liabe Nobi" braut erst ab Herbst 2019.

    Vorerst sucht er noch einen Sponsor für die Ausrüstung.==Gnolm1

    Daher komme ich als eingeladener Feuerwehrmann gern auf Dein Angebot zurück und bediene mich beim Salzburger Stiegel Goldbräu.

    Zum Wohle und vielen Dank!

    98% Prozent der Stammtischler und Innen haben sich vermutlich mit Stirnlampen ausgerüstet in die Auen verabschiedet, verständlich.

    Habe leider meine Stirnlampe verlegt, sonst wäre ich schon unterwegs.

    Zumal mein Revier von Freitag bis Dienstag 40 l Regen/m² abbekommen hat.

    Werde am Montag mal schauen, vorher komme ich leider nicht dazu.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Felli,


    zur Trennung von T. zukalii und T. sphaerosporus sollte man sich unbedingt das L/B Verhältnis der Sporen ansehen.


    Die Sporen von zukalii sind deutlich breitelliptisch bis subglobos. Das L/B Verhältnis sollte um 1,2 (auch größer) sein.

    Der ähnliche T. sphaerosporus hat subglobose bis globose Sporen (L/B < 1,1).


    Aber Vorsicht! Das gilt natürlich für die Seitenansicht!

    Von den Polen aus betrachtet sind die Sporen natürlich rund und etwas kleiner.


    Ich zweifle ein wenig daran, dass es tatsächlich zwei Arten sind. Möglicherweise ist das nur eine sehr variable Species.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Danke für den stimmungsvollen Kurzbericht vom Morcheltreffen, Gela!


    Ich habe Euch die Daumen gedrückt, und wenigstens bei den Spitzmorcheln scheint es ja geholfen zu haben.

    Das Bild vom Morchel Tête-à-Tête ist schon etwas besonderes.


    Vielen Dank auch für Deine PN mit den Grüßen von Elfi. Darüber habe ich mich sehr gefreut.==9


    Liebe Grüße vom Nobi

    Ein tolles Gebiet, Tuppie, und sehr schön vorgestellt!


    Wie Karl schon schrieb, bei Regen wird das explodieren.

    Ich denke, im Spätherbst, Oktober - November, kannst Du da eine reiche Pilzernte einfahren!


    Würde ich mir gern mal anschauen, ach, wenns doch nicht soweit weg wäre.==17


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Nobi, das ist ja großartig. Dann treffen wir uns bei dieser Gelegenheit mal wieder.

    Nach sechs Jahren!

    Solange ist es schon wieder her, dass ich mit Peter, Klaus und Dir im sagenumworbenen Depot unterwegs war.

    Den Hans und den Felix und viele andere Pilzfreunde trafen wir an dem Wochenende ja auch.

    Und alles nur, weil Peter und ich damals unbedingt die Poronia punctata sehen wollten!

    Für mich gehört dieses Pilzwochenende zu den schönsten, die ich je erlebt habe!


    Also, bis September, Karl. Ich freue mich!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Nobi,

    400 Winzlings-Pilzarten in 20 Jahren. Das ist eine beeindruckend stattliche Zahl. Wenn Du Dir die Zeit nehmen würdest, Deinen Vortrag hier zu verlinken, wäre das sicher für alle, die sich mit dem Thema befassen ein großer Gewinn.


    Ich habe heute schon wieder ein paar Dungpilze entdeckt, komme aber erst morgen dazu, sie zu mikroskopieren. Hoffentlich halten sie durch. Die vergehen unheimlich schnell.

    Nun, unsere Jubiläumstagung ist erst in der zweiten Septemberhälfte. Aber ich denke, dass wir sowohl über diese Tagung als auch über meinen Vortrag im Forum berichten werden.

    Schließlich haben sich schon einige Foristen für diese Veranstaltung angemeldet. Und die werden sich sicherlich alle gern hier einbringen.


    Mit dem schnellen Vergehen ist das so eine Sache. Manche Pilze, vor allem Tintlinge aber auch Kleinbecherlinge, sind oft in kürzester Zeit verschwunden.

    Andere, dazu gehören die meisten "kleinen Schwarzen" kannst Du oft tage- bis wochenlang studieren.


    Das lohnt die Kacke auf dem Fensterbrett im Keller:gfiesgrins:

    Aha, noch wohnt die Kacke also im Keller.==21

    Bei mir war es am Anfang der Balkon.

    Doch Du wirst sehen, das sie früher oder später den Weg in die Wohnung bis zum Mikroskopierplatz findet.==3

    Liebe Grüße vom Nobi

    Und dabei hätte ich Dir die echte Sporormiella hexamera von Herzen gegönnt, Ralf!==2

    Das wird schon noch mit den Vielzellern. Nur Geduld.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Wunderbar, wie Ihr den Forums-Soundtrack wieder mit Leben erfüllt habt, Christoph, Stefan und Uli!


    Sehr stimmungsvolle und atmosphaerische Musik ist da zu hören, die ich so noch nicht kannte.

    Solstafir erzeugen eine Stimmung, die mich an eine andere große isländische Band erinnert.

    Mehrmals live gesehen und jedes Mal hin und weg gewesen!

    Die Rede ist natürlich von Sigur Ros.


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    So ein Open Air Konzert auf Island zu erleben, muss etwas einzigartiges sein. Wäre ein Grund, die Insel zu besuchen!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Wie lange beschäftigst Du Dich mit den Dungpilzen?

    Nun, Claudia, das kann ich ziemlich genau benennen.

    Die erste Dungprobe intensiv untersucht habe ich am 16.01.1998. Es war Mäusedung und ich fand daran drei Arten.

    Seitdem, also seit gut 20 Jahren, habe ich reichlich 400 Dungpilz-Arten aus aller Welt unterm Mikroskop gehabt, weit über 300 allein aus Sachsen.

    Die ersten Dungpilze, vor allem auffällige Becherlinge, habe ich mir bereits Ende der 1980er Jahre angeschaut.


    So gesehen ist es nicht ungewöhnlich, dass ich mir zutraue banale Arten wie Lasiobolus ciliatus oder Schizothecium conicum anhand von Bildern zu erkennen.

    Wenn man diese hunderte Mal gesehen hat und auch die Nachbararten kennt, ist das relativ einfach.


    Über diese 20jährigen Untersuchungen werde ich gemeinsam mit Matthias (Mreul) zur 30. AGsM-Tagung berichten.

    Ich freue mich, dass ich Matthias' einmalige Fotos verwenden darf.

    Vielleicht bringe ich den Vortrag in einer gekürzten Form auch hier. Mal sehen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Claudia,


    1 ist Schizothecium conicum.

    Ganz typisch für die Gattung sind die Squamufolien, die sich am Perithecienhals befinden und die durch das Quetschen auch mal abrutschen können.

    Squamufolien = Schuppenhaare, Haare, die zusammenkleben und diese typischen Schuppen bilden.




    Ebenfalls charakteristisch sind die kleinen hyalinen Basalzellen, die im Gegensatz zu den Basalzellen der nahe verwandten Podospora-Arten bereits im jungen Stadium septiert sind.



    Allerdings passen Deine Sporenmaße nicht.

    Sie sind deutlich kleiner und sollten max. 30 x 16 µm betragen.


    Die 2. Art ist ein Tintling, den man ohne Sporengröße und Huthautstruktur nicht bestimmen kann.


    Pilz 3 ist ein operculater Becherling, und zwar ein Lasiobolus.

    Charakteristisch für die Gattung sind die unseptierten Haare (Seten, Setae).




    Aufgrund der einreihigen (uniseriaten) Asci und der anhand des Maßstabes anzunehmenden Sporengröße ist das ziemlich sicher Lasiobolus ciliatus.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Pilzfreund,


    das sind Anemonenbecherlinge, im Hintergrund sieht man die Blätter der Buschwindröschen.

    Eine typische Frühlingsart, so zahlreich habe ich sie allerdings noch nicht gesehen.


    Übrigens.

    Es gehört in diesem Forum zum guten Ton, dass man eine Anfrage mit einer Begrüßung beginnt und dass man sich verabschiedet.

    Gern auch namentlich.

    Das macht u.a. dieses Forum so sympathisch.


    Vieleicht kannst Du das zukünftig auch so handhaben.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Als "alter" Fori und Stammtischler, will ich mal versuchen, die Wogen zu glätten bevor es hier zu einem Tsunami kommt.


    Ralf und Frank haben eigentlich schon alles gesagt.

    Die virtuellen "Pilzchips" sind dazu da, um Wetten über Pilze abzuschließen. Man kann sie natürlich auch bei diversen Rätseln einsetzen.

    Genau aus diesem Grund tauchten sie eines Tages hier auf und werden seitdem +/- intensiv genutzt.

    Und ich denke, alle, die sich darauf einlassen, haben viel Spaß dabei.


    Tauscht Eure kleinen Päckchen aus wie Ihr wollt, aber handelt bitte nicht mit diesen Chips!


    Versucht bitte die Meinung unserer fleißigen Admins zu verstehen und zu akzeptieren!


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Ich sehe soeben, dass Pablo in meinem Sinn geantwortet hat, sodass meine Antwort nun überflüssig ist.

    Was soll's, ich schicke sie Euch dennoch.

    Noch hat keiner was zu dem Pilz gesagt.


    Na, dann will ich mal.

    Also, Bild 1 + 2 zeigen relativ sicher einen Kohlen-Kugelpilz.

    Möglicherweise der Konzentrische Kohlen-Kugelpilz (Daldinia concentrica).

    Allerdings gibt es viele ähnliche Arten in der Gattung und um sie genau zu benennen, muss man letztlich mikroskopieren.

    Ein paar Hinweise, z.B. Größe und ein Schnittbild wären recht hilfreich.


    Auf Bild 3 erkenne ich ebenfalls u.a. Bärlauch, Maiglöckchen und Aronstab. Da sollten die Bärlauchsammler vorsichtig sein!


    Und Bild 4 zeigt wie bereits mehrfach erkannt, eine Weißwurz, vermutlich die Vielblütige.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Senn,


    die Morcheln scheinen sich dieses Jahr insgesamt etwas zu verspäten.

    Waren hier (Mittelsachsen) vor einem Jahr bereits Anfang April die ersten Speisemorcheln am Start, wird es dieses Jahr wohl noch ein paar Tage dauern.

    Schuld daran sind wohl ein verspäteter Wintereinbruch im März und die zu trockenen letzten Wochen.

    Ist jemand hier der wertvolle Tipps geben kann oder suchen wir einfach zur falschen Zeit?

    Würde mich über Infos sehr freuen.

    Die HoBis alias Murph starteten kürzlich einen schönen Thread, wo es u.a. um Morchelstandorte und Zeigerpflanzen geht.

    Bessere Infos als da kannst Du kaum bekommen.

    Basische kalkreiche Böden, am besten unter Eschen, werden von den Speisemorcheln besonders geliebt.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Danke für den interessanten Nachschlag, Harzi!

    Besten Dank. Ich habe diese Art heute nochmal angeschaut, dieses mal sieht das Ornament wirklich fein punktiert aus. Ich glaube aber nicht, das zwei verschiedene Arten darauf sind. Die neuen Bilder hänge ich an. LG Harzi

    Dank der neuen Bilder eindeutig Saccobolus citrinus, wie Ralf bereits bestätigte.

    Auf dem letzten Bild sieht man nun auch schön die typischen Sporenbündel (Cluster).

    Ansonsten explodiert der Dung gerade, ein paar Bilder vom Pferdedung und Rinderdung habe ich auf die Schnelle mal gemacht ...

    Das erste Bild zeigt ein Schizothecium, aufgrund der auffällig kräftigen Squamufolien sehr wahrscheinlich Schizothecium aloides.

    Die Tintlinge sind für mich ohne Infos zu Huthaut/Velum und ohne Größenangaben nicht bestimmbar.


    Interessant sind die winzigen Becherchen, die offensichtlich an dem Schizothecium schmarotzen.

    Dabei handelt es sich um einen inoperculaten Discomyceten, von denen man nur wenige Species an Dung findet.

    Was Du zeigst, hört auf den Namen Unguiculella tityrii.


    Auf eine Anfrage von Ralf hatte ich den hier mal kurz vorgestellt.

    Literatur zur Art findest Du an dieser Stelle.


    Schön, dass Du weiterhin am Dung dranbleibst.

    Deine hervorragend bebilderten Beiträge sind immer etwas Besonderes und ich genieße jeden von ihnen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Lieber Karl,


    vielen Dank für diesen sehenswerten Frühlingsausflug in eines der spannendsten Pilzgebiete, das ich kenne!


    Helvella leucomelaena suche ich immer noch vergeblich.

    Glückwunsch zu diesem und den anderen schönen Funden.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Mal wieder ein ganz wunderbarer Beitrag von Dir, Dieter!


    Solche feine Sachen wachsen in unserem Garten leider nicht.

    Da kann man Dir nur zum Garten gratulieren.


    Die Pilze zu finden, ist das eine, sie dann auch zu bestimmen, das andere. Und das bei so schwierigen Gattungen wie Conocybe, Entoloma, Pluteus. Hut ab.==Pilz24

    Aber natürlich hast Du mit Matthias einen exzellenten Pilzkenner in Deiner Nähe.

    Wart Ihr eigentlich wie angedacht Ostern unterwegs, und falls ja, können wir uns auf einen Bericht freuen?


    Liebe Grüße vom Nobi