Substrat?
Beiträge von nobi_†
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Da hat es ja nochmal richtig geknallt bei Dir, Jörg!
Hätte ich doch nochmal kommen sollen.
Dann wüssten wir zumindest, auf welchen Namen die Erdzunge hört!

Oder hast Du evtl. eine eingetütet? Die kann man schließlich auch getrocknet noch bestimmen!
Übrigens Glückwunsch zum Erstfund!

Liebe Grüße
Nobi
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Danke, Maren, für die klasse Ergänzung!

Den Roten Weiden-Scheibenpilz kannst Du nach "Pilze-Deutschland" natürlich im Norden nicht finden.

Ich hatte ihn bisher auch noch nicht gesehen und war sehr erfreut, ihn auf der Pilzausstellung zu entdecken.
Ich dachte zuerst an einen Becherling!
Ein ganz besonderer von vielen schönen Funden!
Liebe Grüße
Nobi
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Der ist in den Brunnen gefallen.
Um beim Brunnen zu bleiben.
Wie man in den Brunnen hinein ruft, so schallt es zurück! Sinngemäß.
Vielleicht ist der Böse Wolf ja gar kein Wolf,sondern ein Troll?

Ich meine, wie geht das - erst ein Thema aufmachen und sich dann aus der Diskussion ausklinken!

Immerhin haben wir seit Diensttag nichts mehr von ihm gehört!
Nobi
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Vom 30.10. bis 03.11.2019 fand im Raum Quedlinburg eine etwas spezielle Tagung statt.
Zum ersten Mal trafen sich Dünenpilzfreunde und Dungpilzler, um gemeinsam auf Trockenrasen, in Sandgruben oder auch einer Tongrube nach ihren kleinen „Lieblingen“ zu suchen.
Nachdem es vor fünf Jahren ein erfolgreiches erstes Dungpilztreffen gab, was ich unbedingt wiederholen wollte, kamen Harzi und ich auf die Idee, dieses Jahr eine gemeinsame kleine Tagung zu veranstalten.
Und so reisten schließlich bei schönem Spätherbstwetter knapp 20 Pilzfreunde- und ~freundinnen aus dem Norden, dem Süden, dem Westen und dem Osten Deutschlands an.
Einen kleinen Eindruck möchte ich mit diesem Beitrag vermitteln.
Harzi hatte wunderschöne Exkursionsgebiete ausgewählt, wo es auch ohne Pilze eine Freude gewesen wäre, durch die Landschaft zu streifen.

Ochsenkopf
Da schaut man auch schon mal genau hin! Schafköttel werden mit der Lupe begutachtet.
Teufelsmauer
Warnstedter Sandgrube
Trotz Nachtfrösten und wieder einsetzender Trockenheit gab es viele spannende Pilze zu entdecken, die natürlich auch bestimmt werden wollten.
Blick in unseren Arbeitsraum, wo die Abende wie im Flug vergingen.
Der „Dungi-Fungi-Tisch“mit Nobi, Wolfgang, Eberhard und Matthias (v.l.n.r.), hier noch ohne Peter W., der erst einen Tag später anreiste. Danke für das schöne Bild, Maren!
Nun möchte ich euch aber endlich ein paar Pilze zeigen. Beginnen will ich mit ein paar „Dungis“.
Immer wieder etwas Besonderes. Die Punktierte Porenscheibe (Poronia punctata), die wir am Ochsenkopf in ungeheuren Mengen an Schafdung fanden!
Das Substrat ist in diesem Fall sehr speziell, da die Art i.d.R. an Pferdedung fruktifiziert.
An Pferdedung fanden wir natürlich auch einige Arten wie den Dungbecherling Peziza fimeti, bei dem es sich möglicherweise um einen Artenkomplex handelt.
Neben der Poronia gab es jede Menge weiterer „Dung-Pyrenos“, von denen ich wenigsten einen zeigen möchte.
Sporormiella octonalis, eine Art mit achtzelligen Sporen, gefunden und fotografiert von Matthias.
Die winzigen Pseudothezien (<0,5mm) machen makroskopisch nicht viel her.
Mikroskopisch geht dann allerdings die Post ab!
Nun mal die Nase zuhalten!
An einem weißlichem Dunghäufchen war ich bereits vorbeigegangen, als Peter dort braunviolette Becherchen entdeckte und mich zurückrief.
Ihhh.
Hundedung.Der ist selbst für uns Dungis mit gewissen Berührungsängsten verbunden.
Dennoch eingetütet und wegen der runden Sporen als Pseudombrophila bulbifera bestimmt!
Kracher! Bisher nur zwei Funde bei „pilze-deutschland.de“.
Es folgen drei Dungtintlinge.
Der winzige Herzsporige Tintling (Coprinopsis cordispora),
der Schneeweiße Dungtintling (Coprinopsis nivea)
und der Zarte Tintling (Parasola misera), eine wunderschöne „Pilzblume!“
Echte Blumen gab es auch noch, wie diese hübsche Kartäusernelke.
Womit ich zu den Nichtcoprophilen wechsle.
Für die witterungsbedingt leider +/- fehlenden Wiesenpilze, sprich Saftlinge, Ellerlinge, Rötlinge oder Wiesenkeulen, sprangen bereitwillig viele Becherlinge ein.
Wie dieser seltene Warzigsporige Kotling (Iodophanus verrucisporus).
Oder der Karamellbraune Borstenbecherling (Sepultariella semi-immersa).
Toll auch Ascobolus foliicola (sorry, kein deutscher Name), der in einer Fahrspur auf verrottendenden Pflanzenstängeln wuchs. Dank der violetten Sporen bekommt er seine intensive Farbe.
Mehrfach gefunden wurde der Klee-Sklerotienbecherling (Sclerotinia trifoliorum).
Hier sieht man einen Fruchtkörper mit Sklerotium.
In großflächigen Polstern des Glashaar-Widertonmooses (Polytrichum piliferum) am Fuße der Teufelsmauer fruktifizierte zu Tausenden das Punktiertsporige Moosschälchen (Neottiella vivida).
Ebenfalls ein Massenpilz, allerdings in den sandigen und tonigen Gebieten, war der Kleinsporige Sandborstling (Geopora arenicola).
Die Apothezien sind zuerst kugelförmig und platzen später am Scheitel auf.
Im ausgewachsenen Zustand sind sie schließlich schüsselförmig geöffnet.
Hier einmal zwei geschnittene, tief in den Boden eingesenkte junge Fruchtkörper.
Mit einem herbstlich bunten Espenblatt möchte ich mich von euch verabschieden.
Ich hoffe, dass ich euch etwas von der tollen Atmosphäre dieser wunderbaren kleinen aber feinen Tagung vermitteln konnte.
Nicht versäumen möchte ich, mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Hartmut (Harzi) und Silke für die tolle Organisation zu bedanken!

Gern würde ich mir die Hänge am Ochsenkopf noch einmal ansehen, wenn die Saftlinge „blühen“ und die Wiesen in den herrlichsten Farben leuchten lassen.
Dass es feine Vorträge und eine kleine Pilzausstellung mit vielen Besuchern gab, sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt.
Und der Vollständigkeit halber gibt es abschließend noch ein Gruppenfoto mit fast allen Teilnehmern. Danke für das stimmungsvolle Bild, Torsten!
Liebe Grüße vom Nobi
PS. Auf einige Highlights habe ich bewußt verzichtet, da eventuell noch eine Publikation folgen wird. Und wir wollen die Spannung ja hochhalten!

Falls einige Teilnehmer noch mit Fotos und Texten ergänzen möchten, würde ich mich sehr freuen!
Her damit, sage ich nur!
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Aber ich würde mich auch sehr freuen, Euch alle wiederzusehen, und den Roten natürlich auch!
Da muss ich gleich an Bernhard Kegel denken und sein faszinierendes Buch "Der Rote". Hat allerdings nix mit einem Hund zu tun.
Ach ja, der Kegel schrieb mit "Wenzels Pilz" sogar einen Pilz-SF-Roman.
Steht in meinem Bücherschrank und ist ebenfalls empfehlenswert.
LG,Nobi
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das Buch würde ich auch empfehlen, wenn denn der Bestimmungsschlüssel nicht so einseitig und so viele Bilder nicht fehlerhaft beschriftet wären...
Wenn Rita das Buch entsprechend überarbeiten würde, dann ist das ohne Einschränkung ein tolles Buch; so ist aber nur der Grundlagenteil wirklich zu empfehlen. Der ganze Rest vermittelt teilweise gravierende Fehlinformationen.
Echt hart, was Du hier schreibst, Stefan!

Das Buch ist fantastisch, mit einigen Ecken und Kanten, aber wo gibt es die nicht.
Das einzige, was ich mir wünsche würde, wäre ein größeres Format.
Wenn Du schon alles besser weißt, schreibe doch selbst ein Pilzbuch!
Eines ohne Fehler, versteht sich.
Und ja, ich habe Deine Rezension natürlich zur Kenntnis genommen.
Nobi
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Jetzt müsste man erstmal gucken, ob Björn schon das Jahresprogramm für 2020 draußen hat.
Hat er!
LG Nobi
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Da wir bei Thema Delitschia sind, darf ich auch eine Frage stellen?
Fragen sind stets willkommen, Sigrid.

Bei Deinem Fund handelt es sich um eine Trichodelitschia, wie Florian soeben schrieb..
Die Sporen sehen tatsächlich denen von Delitschia ähnlich, haben allerdings polare Keimporen, während die von Delitschia Keimspalten aufweisen.
Die Pseudothezien sind durch steife, schwarzbraune Seten gekennzeichnet. Vielleicht ist Dir das aufgefallen.
Die Art gehört zu den kleinsporigen der Gattung und ich vermute stark Trichodelitschia microspora aufgrund der Sporenmaße und des Sporenkragens.
Ich kenne diese Art nicht, kann mich also hier nur auf die Literatur berufen.
Die ebenfall kleinsporigen T. lundqvistii und T. munkii besitzen einen einfachen Porus und haben abweichende Sporenmaße.
Einen Artikel zu Trichodelitschia microspora füge ich gern an.
Trichodelitschia microspora_Ebersohn & Eicker, 1992.pdf
Ebenso die Erstbeschreibung von Trichodelitschia lundqvistii incl. Gattungsschlüssel (S. 236+237)
Beiträge zur Kenntnis coprophiler Pilze (1)2_Welt & Heine, Z.Mycol 73.2, 2007.pdf
Liebe Grüße
Nobi
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Mir sind keine deutschen Funde bekannt, Florian.
Außer Delitschia didyma scheinen alle weiteren Arten der Gattung mit schräger Septierung äußerst selten zu sein.
Und selbst Delitschia didyma ist ja nun auch nicht wirklich häufig.
Ich vergaß eine weitere kleinsporige Art mit schräger Septierung zu erwähnen.
Der Vollständigkeit halber also noch Delitschia timagamensis (Sporen 21-25 x 6-7,5).
Nobi
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Schön, dass Du Dich hier angemeldet hast, Daggi!

Und damit den ersten Beitrag zur tollen DD-Tagung im Harz geschrieben hast!
Weitere werden folgen.


Ich hoffe, dass wir hier noch viel von Dir lesen werden!
Zur Bestimmung kann ich leider nichts beitragen.
Den Fotos nach hat der Pilz jede Menge Pileozystiden. Die würde ich gern sehen.
Warum schließt Du die Gattung Coprinus s.l. aus?
Liebe Grüße vom Nobi
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Hallo Florian,
der Herbst geht in die letzten Züge und es wird Zeit, mal wieder Leben in das Dungpilzforum zu bringen
.Das möchte ich gern unterstreichen!

Ich weiß nur von zwei kleinsporigen Delitschia-Arten mit schräger Septierung.
D. didymella (Sporen lt. Literatur 12-14 x 4,5-6,5) und D. didymastra (Sporen 20-28 x 9-11).
Da oft an totem Material gemessen wurde, könnten die vitalen Sporen gut 2-3 µm größer sein.
Wenn keine neue Art, dann sollte das schon Delitschia didymella sein.
Auf jedem Fall ein großartiger Fund!
Liebe Grüße
Nobi
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Mich würde ja der Kernpilzkurs im März interessieren!
Aber der ist sicher für die meisten nicht sooooo spannend.

Liebe Grüße
Nobi
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Was hatter denn in 19 Monaten? Schmerzfrei?
Schmerzfrei?
Hmmm, kann man so sagen.
Jedenfalls ist es toll, wenn früh am Morgen nicht mehr der Wecker klingelt, dich aus dem Bett schmeißt und auf Arbeit schickt!

Ich genieße das seit August!

Liebe Grüße
Nobi
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ECHT NUR NOCH 19 TAGE?!?
Ich sprach von Monaten, nicht von Tagen, Grüni.
Obwohl letzteres dem Hans sicher noch besser gefallen würde!

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Samma Hans, ist das Autochen auf dem Foto in deiner Signatur vielleicht ein NSU Prinz?
Was auch immer für ein Auto das ist, das wichtigste an der Signatur ist die Startnummer, die jeden Monat abnimmt!

Will damit sagen, dass Hans demnächst sicher ein anderes Auto zeigen wird, das dann allerdings mit der 18.
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Fakt ist, dass die Nebelkappe Nebularin enthält.
Zumindest schreibt das D. Winterstein in einem sehr interessanten Beitrag in der Pharmazeutischen Zeitung (08/2000).
Ich versuche, zur Pilzberatung zu vermitteln, dass man diesen Pilz besser nicht essen sollte.
Allerdings kann ich es niemanden verbieten, wenn er es dennoch tun will.
Zumindest habe ich dann auf das Risiko hingewiesen.
Liebe Grüße
Nobi
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Flocken- oder Netzstieliger Hexenröhrling mit ausgeblassten Röhrenmündungen.
Dem Schnittbild nach vermutlich Flockenhexe, anhand der Bilder nicht exakt bestimmbar.
Jedenfalls nicht von mir.

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Vorhin gefunden. Gehe von Satansröhrling aus. Richtig?
Falsch!
Der "Satan" hätte keine gelben sondern rote Röhren.
Für mich sind das Schönfußröhrlinge (Caloboletus calopus), die Du zeigst, Jürgen.
Dass die Stiele nicht die typische Rotfärbung haben, kann am Alter liegen oder daran, dass die Pilze bereits Frost abbekommen haben.
Liebe Grüße
Nobi
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Da habe ich auch nicht schlecht gestaunt!
Zumal ich bis vor wenigen Augenblicken glaubte, dass das Rätsel unlösbar ist.
Ist es natürlich nicht

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Mag auch, lieber Theo!
Haste noch einen übrig?
Nobi
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Also, MFN (ein Name wäre mir lieber!),
wir haben einen vom PSV vor Ort bestätigten Stadtchampignon (Agaricus bitorquis).
Dies wird hier bezweifelt und der Name Salzwiesenchampignon (Agaricus bernardii) in den Ring geworfen.
Und damit sollten wir es belassen.
Nobi
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Die Unterseite und das gesellige Wachstum lassen mich an den Tränenden Saumpilz (Lacrymaria lacrymabunda) denken.
Zur Oberseite sage ich mal nix. (Regen- und evtl. Frostschädigung?).
Liebe Grüße
Nobi
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Ach, Joseph!
Da dich sowieso meist nur der Vorstellungsthread interessiert, denn du meist nicht findest und Gaukler mich egal für was wüst beschimpft ist mir das ziemlich egal.
Da geht mein Real live und mach ev. demnächst schon einen auf beli1.
Kann man das nicht sachlich klären?
Und das sei gesagt, Deine Beiträge sind in der Tat oft schwer verständlich.
Und ich gebe mir wirklich Mühe, sie zu lesen und zu verstehen!
Aber das ist doch kein Grund, eingeschnappt zu sein und wie Beli (leider) das Handtuch zu werfen. Bzw. damit zu drohen!

Bitte auch einmal darüber nachdenken, was manch einen zu kontroversen Reaktionen veranlasst!

Nobi
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1) der Salzwiesenchampi stinkt.
Das MUSS nicht sein, zumindest nicht bei so einem jungen und kompakten FK, wie Du zeigst!
Ich finde, dass die Teile in dem Zustand nahezu geruchlos sind! Habe ich erst vor kurzem wieder überprüfen können.
Und "Fundort an der Hecke nahe der Straße" passt sehr gut zu der von uns vermuteten Art!
Durch das winterliche Salzen vieler Straßen hat dieser einst auf Salzwiesen vorkommende Champignon in den letzten Jahren auch Straßenränder besiedelt.
Ja, Harald, du kannst dir sicher sein, das ist mein Pilzkundler aber auch.
Dann wollen wir mal "deinem" Pilzkundler vertrauen, da er die Pilze im Gegensatz zu uns hier im Forum in der Hand gehalten hat.
Restzweifel bleiben!

Viele Grüße
Nobi
