Hallo Rudi,
du wirst ja bei den Standortfotos die Schnittbilder nicht sofort gemacht haben (was man bei Leccinen nie tun sollte), sondern einige Minuten zugewartet.
Und da sieht man bei deinen Exemplaren (Bilder 2 und 3 auf pilzseite.de) fast keine Verfärbung, allenfalls ein schwaches Röten im Stiel.
Nur bei dem - etwas unterbelichteten - Foto auf der Tischplatte (Bild 4 auf pilzseite.de) ist die (vorher rötliche) Stielfleischverfärbung bei einem Exemplar stärker nachgedunkelt. Aber wie lange war denn das nach Anschnitt? Mehrere Stunden? Und trotzdem ist im Hutfleisch so gut wie keine Verfärbung in diese Richtung zu sehen! Das ist für die Sektion Leccinum (und Fumosa) vollkommen untypisch.
Und man sieht auf den Detailbildern sehr deutlich, dass die Huthaut nicht übersteht, im Gegensatz zu dem Fund, den kso hier vorgestellt hat.
Ehrlich gesagt wundert es mich, wie Christoph da (ohne Fragezeichen?) auf L. percandidum kommt. Vielleicht kann er sich ja hierzu äußern.
Grüße, Jürgen
P.S.: Im Netz ist hier noch ein sehr treffendes Foto aus Skandinavien. Das ist bei allem guten Willen doch wirklich nicht das, was ihr im Allgäu hattet.