Beiträge von Moosfreundin

    Tschuldige pilzpic ich habe deine Frage erst jetzt gesehen.. aber dir wurde ja schon geantwortet. :)

    Soweit ich es verstanden habe, haben Mitglieder Zugriff auf die Aufnahme, nur weis ich nicht wie teuer eine Mitgliedschaft ist und ob das sich wirklich lohnt,

    also nur wegen dem Vortrag würde ich persönlich das jetzt nicht machen.

    Hey zusammen,


    es wurde hier im Forum auch schon erwähnt aber nur falls die Info an jemandem vorbei ist -

    jeden Donnerstag gibt es zur Zeit Pilzvorträge durch die ÖMG! :)

    Hier ist die Liste mit den Themen: click

    Heutiges Thema ist "Schimmelpilze und ihre Metabolite – Fluch oder Segen?".

    Ab 19:30, zoom link steht auf der homepage.


    Hier ist der Youtube Kanal der ÖMG, mit weiteren Vorträgen: click


    Gut das wars schon. :D

    Oh Marcel das ist eine wunderbare Quelle!

    Ich habe bisher den LGRB Kartenviewer genutzt, der ist aber nur spezifisch für mein Bundesland.


    Danke dir fürs Teilen! :)


    Edit: Ich habe gerade die ganzen Quellen die bisher hier schon zusammen gekommen sind mal in den ersten post ergänzt.

    Hey Wolfgang,


    auf der geologischen Karte ist bei dieser Stelle wo mein Klumpen herkommt Muschelkalk (mittlerer&oberer).


    Ich denke die Bodenart hat Relevanz weil sie noch mehr über die Eigenschaften vom Boden preisgibt, insbesondere über Wasserhaltefähigkeit, Durchwurzelung, Sauerstoffverfügbarkeit, und im ganz groben über Nährstoffdynamik. Die Geologische Karte ist jedoch das Fundament auf dem das stehen muss. Meine persönliche Hypothese ist das es auch auf die Bodenart drauf ankommt ob und wie stark Totentrompeten Fruchtkörper bilden. (also ein Faktor von vielen meine ich!)

    Hey cool dich wieder zu sehen hier. :)

    Ja andere Pilzler (also auf Youtube) haben scheinbar tolle Erfolge was Winterpilze angeht, bei mir ist nicht so viel los. (diese Esche im Beitrag ist der einzige Baum weit und breit mit Winterpilzen)


    Ich habe diese Videos geschaut die ich empfehlen kann:

    1. Gärtnermeister der Ton vs. Sand erklärt. Er lässt Schluff aus und Lehm wird auch nur kurz erwähnt, aber für den ersten Überblick super Video. click

    2. Kleine Bodenschule playlist, Dozent ist Diplom-Agrar-Ingenieur betreibt in Au in der Hallertau das Bodenistitut Prügl. click fürs erste Video der playlist

    Ich muss hier auf maximale Lautstärke alles aufdrehen dem seine Videos sind leider leise, aber ich finde er erklärt gut.


    Ich muss das jetzt auch erst üben mit dem Boden, aber als nächstes möchte ich mir "Schäden an Bäumen" anschauen. Weil letztens habe ich ein Schaden an einer Douglasie gesehen da hat ein Keiler seine Zähne gerieben das war super spannend es sah richtig brutal aus. Ich habe Tage gerätselt bis ich dann ehrlich gesagt einen Förster gefragt habe und der hat es mir verraten.

    Hallo zusammen,


    mich hat es schon mehrfach bei meiner Lieblingstotentrompetenstelle hingelegt und jedes mal habe ich mich gefragt "was ist denn das für ein Boden?!", da es da neben fancy Testmethoden auch ganz pragmatische Verfahren gibt, dachte ich, ich teste das heute mal und schaue ob ich diese Frage beantworten kann.


    Hauptquelle für die Bodenartenbestimmung:

    Bodenartendreieck plus Erklärung Schlüssel auf Seite 39!


    Weitere Quellen:
    BGR Geoportal (Geoportal der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe)

    LGRB Kartenviewer (für BW)
    Erklärung Ton vs. Sand
    Playlist kleine Bodenschule - Bodenart bestimmen


    Falls hier jemand ist der sich damit beschäftigt (oder möchte) bin ich sehr offen für Kommentare/Korrektur/Tipps oder einfach mitmachen.

    Ich bin kein Profi sondern einfach nur sehr neugierig. :)


    Ort des Geschehens, eine umgefallene Esche. Aus der Wand des Lochs habe ich mir deutlich unterhalb vom organischen Horizont eine Probe entnommen. (dabei darauf geachtet nichts vom Oberboden in meiner Probe zu haben)


    1. "Walnussgroße Bodenprobe formen und anschließend zu einer dünnen Walze von etwa halber Bleistiftstärke ausrollen"


    Die Kugel formen war super easy, daraus dann eine Walze formen war aufgrund der Menge etwas problematisch, ich hatte ja keinen Tisch o.ä im Wald. Ich habe es dann einfach in kleinere Portionen aufgeteilt dann ging es super in der Hand.

    Unterfragen:

    "nicht oder wenig gut aursollbar, meist zerbröckelt die Walze bevor halbe Belistiftstärke erreicht ist" => nein

    "leicht ausrollbar, Bodenwalze intakt oder nur schwach rissig" => Ich bin weiter zu 4. gegangen im Schlüssel.


    4. "Boden zwischen Daumen und Zeigefinger reiben, ggf. etwas befeuchten, auf Körnigkeit und Bindigkeit prüfen"

    Unterfragen:

    "etwas schmierig-klebrig, gut form und ausrollbar" => hier gehe ich mit.
    "dünner als auf halbe Bleistiftstärke ausrollbar, glänzende Reibeflächen=> nein

    Im Wald dachte ich das vorherige Bild wär schon dünner als halbe Bleistieftstärke. Zu Hause dann gemerkt das Bleistifte dünner sind als ich sie in Erinnerung hatte. :D
    Die Bodenprobe war steinhart über Nacht geworden, man sollte sie wohl luftdicht verpacken oder zumindest nicht auf der Fußbodenheizung lagern. Ich gehe weiter bei 7. weil abgebildet die dünnste Rolle ist die ich bei mehreren Versuchen geschafft habe.


    7. "Boden zwischen Daumen und Zeigefinger reiben und drücken, Körnigkeit und Formbarkeit beurteilen"

    Ich habe das einfach zwischen den Fingern so platt gerieben. Es glänzt nicht so wirklich, wenn dann nur matt.

    Unterfragen:

    "meist leicht ausrollbar, deutlich sandig, sehr klebrige Feinsubstanz" =>null Sand spürbar

    "beim Ausrollen etwas rissig je nach Bodenfeuchte, Boden mehlig-samtig und etwas klebrig, matte bis schwach glänzende Reibeflächen" => hier gehe ich mit.

    (die restlichen Nebenfragen von 7. beinhalten alle Sand)


    Unterfragen zur Unterfrage: :D
    "Kein Sand erkennbar" vs. "wenig Sand erkennbar":
    Ich entscheide mich für kein Sand erkennbar.

    Ergebnis: Ut4 stark toniger Schluff.


    Was ich noch allgemein nachgelesen habe:

    Bodenart: beschreibt die Korngrößenzusammensetzung eines einzelnen Horizonts (Sand, Schluff, Ton; Mischungen = Lehm).

    Bodentyp: Einordnung des gesamten Bodenprofils (hier habe ich den Verdacht auf einen Gley).


    Erdige Grüße :)

    Freut mich sehr wenn es dir gefallen hat. :) Finde dein Ergebnis super, nr.5 war ja nur ein Platzhalter also hast im Prinzip fast alles gewusst!


    Ich war heute auch nochmal unterwegs und habe Berg-Ahorn fotografiert für den Vergleich zur Buche, den füge ich später noch hier ein. Oh und für den anderen Post habe ich einen schönen Kiefernast gefunden der auch noch eingefügt wird.

    liebe Grüße

    kruenta


    Deine Antwort enthält aus meiner Sicht mehrere argumentative Probleme, die ich klar benennen möchte.

    Der Einstieg („Du kennst Wissenschaft hauptsächlich aus dem Marketing?“) ist kein Sachargument, sondern ein ad-hominem. Er verschiebt die Diskussion von der Methodik auf meine Person. Das ist meist ein Zeichen dafür, dass der eigentliche Punkt nicht sauber widerlegt werden kann.


    Zum Erfahrungsbegriff: Natürlich ist mir der Erfahrungsbegriff der Wissenschaftstheorie bekannt. Entscheidend ist aber, dass wissenschaftliche „Erfahrung“ methodisch eingebettet ist. Sie ist nicht identisch mit alltagssprachlicher oder traditioneller Erfahrung und wird erst durch kontrollierte Methodik epistemisch relevant. Genau diese Unterscheidung habe ich gemacht. Du nutzt hier einen anderen Erfahrungsbegriff, ohne das offen zu legen - das ist eine Begriffsverschiebung, kein Erkenntnisgewinn.


    Zum „Whataboutism“: Die Gleichsetzung mit Vergleich, Gleichnis oder Präzedenzfall ist schlicht falsch. Whataboutism bezeichnet eine Ablenkungsstrategie, bei der vom eigentlichen Argument weggeführt wird. Mein Aderlass-Beispiel war kein Themenwechsel, sondern ein direkt relevantes Gegenbeispiel zur These „Was nicht hilft, wird verworfen“. Vergleichende Gegenbeispiele sind legitim - Themenverschiebung ist es nicht. Das zu vermischen ist argumentationstheoretisch unsauber.


    Das Vulkan- und Sonnenbeispiel ist ein klassischer Kategorienbruch. Vulkanologie ist eine Beobachtungswissenschaft, die mit Messreihen, Modellen, Aggregation von Daten und Falsifikation arbeitet. Das ist methodisch etwas völlig anderes als jahrhundertelange therapeutische Anwendung ohne Kontrollgruppen, Outcome-Messung und Ausschluss von Placebo- und Erwartungseffekten. Naturbeobachtung mit Heilversprechen gleichzusetzen, trägt methodisch nicht.


    Die Herleitung über die Wortverwandtschaft von experience und experiment ist ein etymologischer Fehlschluss. Gleiche Wortwurzel bedeutet keine gleiche Erkenntnismethode - „Information“ und „Informant“ teilen ebenfalls eine Wurzel, sind aber epistemisch nicht dasselbe. Das ist rhetorisch nett, inhaltlich jedoch irrelevant.


    Der Kernpunkt bleibt damit unverändert: Erfahrung kann Hinweise liefern, aber sie ersetzt keine methodische Prüfung. Genau deshalb existiert Wissenschaft, um systematische Täuschungen, Bias und Plausibilitätsillusionen zu reduzieren. Diese Unterscheidung ist keine Wortklauberei, sondern fundamental für jede seriöse Erkenntnisgewinnung. Wenn man sie verwischt, kann man alles mit allem begründen - und am Ende nichts mehr kritisch prüfen. Darauf wollte ich hinaus, und dabei bleibe ich.


    liebe Grüße

    Der Vorschlag, man könne statt „Erfahrung“ einfach „Experiment“ sagen, ist ein Kategorienfehler. Ein Experiment ist nicht irgendein Versuch, nicht bloßes Nachmessen und nicht Anwendung plus Beobachtung. Ein Experiment ist kontrolliert, hypothesengeleitet, reproduzierbar, arbeitet mit Vergleichsgruppen und systematischer Fehlerkontrolle. Jahrhundertelange Anwendung erfüllt diese Kriterien nicht. Damit bleibt mein Einwand voll bestehen.

    Auch der Verweis auf Institutionalisierung, Machtstrukturen oder Theologie entkräftet das Aderlass-Argument nicht, sondern bestätigt es: Praktiken können sich über sehr lange Zeit halten, trotz fehlender oder sogar negativer Wirkung, aus sozialen, kulturellen oder institutionellen Gründen - nicht wegen Wirksamkeit. Genau deshalb taugt „lange Anwendung“ nicht als Wirksamkeitskriterium.

    Semmelweis wird hier oft rhetorisch bemüht, passt aber nicht. Er hatte empirische Daten, hat verglichen, gemessen und eine falsifizierbare Hypothese vertreten. Er ist kein Beispiel für Erfahrungsmedizin, sondern für frühe evidenzbasierte Medizin. Sein Scheitern war sozial, nicht methodisch.

    Das Argument zur Homöopathie („keine Schäden“) ist fachlich am schwächsten. Schäden entstehen sehr wohl indirekt: durch verzögerte oder unterlassene wirksame Therapie, falsches Sicherheitsgefühl und systemische Kosten. Der Vergleich mit Pharmaskandalen wie DDT, Contergan oder Lipobay ist zudem ein klassischer Whataboutism. Gerade weil es diese Fehler gab, existieren heute Zulassungsverfahren, klinische Phasen und Pharmakovigilanz. Wissenschaft lernt aus Fehlern - Erfahrungsmedizin reproduziert sie.

    Kurz gesagt: Erfahrung kann Hypothesen liefern. Wissenschaft prüft sie. Das ist kein Detail, sondern der entscheidende Unterschied.


    Liebe Grüße

    Weisheit ich wollte noch kurz sagen - es ging mir hier nicht drum gegen dich persönlich zu wettern, ich kenne dich ja nicht. Es tut mir leid, falls das so rübergekommen ist. Ich bin auch fest überzeugt, das kein anderer der/die hier gepostet hat diese Absicht hatte. Soweit ich das überblicke gings uns allen um fachliche Standpunkte und nicht darum einzelne Personen anzugreifen. Du hast das Thema mit deinem Angebot sozusagen "gestartet" aber die Beiträge waren nicht um dich persönlich anzugreifen sondern um über das Thema zu diskutieren.

    "Was schadet oder nicht erkennbar hilft, wird eher verworfen."

    Dazu wollte ich nur kurz einwerfen: Aderlass 2000Jahre lang praktiziert. Blei, Arsen, Quecksilber - jahrhundertelang "bewährt". Homöopathie ohne Evidenznachweis, hält sich jedoch trotzdem.


    Vielleicht habe ich dich da bei dem Punkt auch falsch verstanden und du bist ähnlicher Meinung, ich sag's nur zu Sicherheit: Man darf "Erfahrung" nicht mit "Wissenschaft" verwechseln oder gleichsetzen, denn wissenschaftliches Arbeiten ist eine ganz andere Welt als "jahrhundertelange / jahrtausendelange Erfahrung".


    Über TCM an sich möchte ich nicht schlecht reden, da ich mich da schlicht nicht genug auskenne. Man studiert 5-6Jahre um TCM Arzt zu werden, das ist ein großes Feld und hat abseits von Tigerpenissen vermutlich auch viel gutes zu bieten. Ich habe übrigens ein Jahr in einer TCM Apotheke gearbeitet. :) Aber genau solch eine Demut fehlt mir bei Menschen die dann Selbstversuche mit Heilpilzen machen ohne das medizinische System zu verstehen oder einen entsprechenden Arzt zu konsultieren, bzw. noch schlimmer, andere Menschen zu potentiellen "Heilwirkungen" aufzuklären wollen.

    ( an kruenta )

    Danke Climbingfreak ... da hast du natürlich Recht.

    Von Snokri habe ich das vorletzte Video gesehen da hats mich fast aus den Socken gehauen (ich bin eigentlich Fan und schau jedes Video) aber dieses Fliegenpilzspray zur äußerlichen Anwendung...naja. Puh. Das neueste Video habe ich dann nicht mehr angeklickt das stresst mich sonst zu sehr. :D Wenns wieder um Pilzarten geht bin ich wieder dabei.

    Das ist jetzt etwas radikal, aber ich finde die DGfM sollte irgendwas machen das ein PSV solche Heilpilzkurse so nicht anbieten darf.
    Weil für mich bringt das rüber "ich bin PSV und deswegen kenn' ich mich aus und deswegen stimmt das hier".

    Dabei hat ein PSV absolut nichts mit Heilpilzen zu tun (Stichwort Fragenkatalog, Speise/Giftpilzliste usw..).

    Ich möchte nicht sagen das ein PSV diese Kurse garnicht geben sollte, aber wenn (wie hier) als einzige Qualifikation der PSV angegeben wird finde ich das hoch problematisch. Wo im PSV wird wissenschaftliches schreiben z.b. gelehrt. Wo wird gelehrt wie man paper/reviews korrekt beurteilt - nicht nur liest? Wo wird medizinisches Wissen gelehrt um "Heilwirkungen" überhaupt zu verstehen. Ich habe Respekt vor jedem der die PSV Prüfung geschafft hat, aber das ist für mich keine Qualifikation um ein Heilpilzkurs zu geben.

    Ich nutze gern Elicit wenn ich mal kurz was fundiert nachlesen möchte. Kommt natürlich auf die Qualität der Forschungsfrage an, aber der output reicht oft für einen Überblick. Besonders gefällt mir bei Elicit, das eben typische Schritte des syst. literatur reviews die man sonst selbst machen müsste, hier einfach mal abgefrühstückt werden während ich mein Kaffee trinke. :D Danach lese ich meistens noch ein paar paper selbst und überprüfe z.b die Methodik und ob das peer reviewed ist.

    Wenn man paper nicht findet hilft manchmal sci-hub.


    Ich habe für mich mitgenommen zum Birkenporling das es vielversprechend in vitro ist gegen verschiedenste Krebstypen, aber in vivo nicht untersucht. Was allerdings durchweg erwähnt wird ist die Variation der bioactive compunds zwischen Fruchtkörpern und auch Extraktionsmethode (aqua vs. ethanol) die riesig ist. Ich seh das so - mein Körper ist mir zu wichtig um Versuchskaninchen zu spielen ohne klare wissenschaftliche Grundlage. Aber kann jeder machen wie er/sie will.

    Ich kann mich Andy nur anschließen, faszinierende Bilder!


    Ich kenne mich nicht aus im Bereich der Dungpilze.

    Daher entschuldige die Frage - aber wie ist das jetzt, also macht man das eher so "Überraschungsei-mäßig" das man eben Pflanzenfresserdung sammelt, ihn bei geeigneter Temperatur aufbewahrt und einfach schaut "was kommt"? Oder hat man da sozusagen eine Strategie dahinter das man jetzt in deinem Fall mehrfach Hasenkötel sammelt und das kartiert und vergleicht?


    Liebe Grüße

    Hallo zusammen,


    pilzmäßig ist Flaute hier, daher nochmal Bäumchen betrachtet. Das hilft ja auch wenn's mit den Pilzen wieder losgeht. :)

    Wer mag, kommt gerne mit.


    1.1

    Piekt deutlich weniger als Fichte, meist kräftigerer Grünton (bei Nährstoffmangel nicht). Wie bei der Fichte auch, sind Äste die viel Sonne abbekommen deutlich stärker besetzt mit Nadeln. I.d.R. hat die hier abgebildete Art jedoch weniger bürstenartig die Nadeln am Ast sondern eher horizontal ausgerichtet.


    1.2

    Unterseite. Die Nadel ist am Ast wie mit einem grünen Saugnapf angebracht. (vgl. Fichte mit braunem Nadelkissen als Ansatz) Viele nutzen diese Stomatastreifen (helle Linien unter der Nadel) als Hauptbestimmungsmerkmal. Ich mache das nicht, aber man sieht sie hier gut.


    1.3

    Oberster Trieb eines kleineren Exemplares, Nadeln sind in alle Richtungen angebracht. Dieses Exemplar hat zu wenig Licht um effektiv zu wachsen - sie ist 60Jahre alt und knapp 2m hoch. (Unterständig, typisch für diese Art dass sie Schatten lange erträgt und dann wenns hell wird ein Wachstumsschub macht)


    1.4

    Die Rinde eines mittelalten Exemplares ist verhätlnismäßig glatt oft mit Warzen, hier bildet sich bereits das typische spätere Rindenmuster


    1.5

    Älteres Exemplar mit überwallter Verletzung.


    1.6

    Links vom Weg die vorgestellte Art. Die Krone wirkt dichter, die einzelnen Äste wirken "buschiger" und die Spitze der Krone ist "stumpfer". Zusätzlich ist oft der Grünton dunkler. (hier jetzt nicht zu sehen aufgrund vom Foto) Oft ist auch der Stamm deutlich grauer als der von Fichten. Rechts sind Fichten, dummerweise ist noch eine Buche davor aber wenn man die mal ausblendet sieht man die waagrechten Äste und relativ spitze Krone. Nicht jeder Nadelbaum mit spitzer Krone ist gleich eine Fichte, aber wenn man spitze Krone und waagrechte lichte Äste mit dem typischen Grünton (heller als Tanne) sieht ist das schon ein guter Hinweis. (Es gibt verschiedene Varianten die "Tieflandfichte" ist die hier abgebildete.)


    2.1.

    Für mich der einfachste Weg diese Art von allen anderen hier zu unterscheiden, ist ein paar Nadeln in die Hand zu nehmen und zu zerreiben und riechen. Es riecht grasartig, jedenfalls 0 nach "Nadelbaum". Handgefühl recht weich, piekt nicht.


    2.1.2

    Ältere Triebe sind braun, jüngere dagegen grün.


    2.2

    Die Nadel ist gestielt und läuft am Ast herab. Knospen sind meist grün-bräunlich und unscheinbar.


    2.3

    Auch Stomatastreifen aber weniger deutlich als bei Weiß-Tanne, immer heller unten als oben. Auf diesem Bild sieht man besonders gut wie die Nadel in einen kurzen Stiel übergeht und dieser dann am Ast herunterläuft.


    2.4.

    Sehr dicke Exemplare dieser Art sind selten und eher in Parks zu finden.


    2.4.2

    Gleicher Baum etwas weiter oben fotografiert.


    3.1

    Grobschuppig mit rot-braun Tönen. Wichtig im Vergleich zur Baumart von 4' - die Schuppen sind nicht so "langgezogen" in Wuchsrichtung sondern gehen eher in die Breite.


    3.2

    Gleiche Art, anderer Baum.


    3.3

    Nadeln: Immer 2 Nadeln gebündelt, 3-5cm lang, oft etwas krumm/gebogen. (Verwechslungspartner oft kürzer und gerade Nadeln)


    3.4

    Ich habe die Knospe etwas freigelegt (Nadeln entfernt). Was man links gut sehen kann ist die Variation der Nadellänge. Nahe der Knospe hat diese Art recht kurze Nadeln, weiter weg von der Knospe sind sie deutlich länger.


    Leider war kein Zapfen zu ergattern deswegen so:

    Zapfen: Gestielt. (Verwechslungspartner meist ungestielt)


    4.1

    (zu Hause nachgeholt, im Feld war das zu unscharf) Zur Zeit hat diese Art keine Nadeln, denn sie verliert sie jeden Spätherbst. Die Knubbel an denen die Nadeln waren sind jedoch da. Der Hauptverwechslungspartner zu dieser Art hätte sanft rötliche Äste. Am Zapfen erkennt man am einfachsten die Art. Der Hauptverwechslungspartner hat einen ähnlichen Zapfen, er sieht jedoch eher aus wie eine Blume sehr hübsch und unsere Art ist ehrlich gesagt einfach wie die Sparversion davon.


    5.1.2

    Das ist der Hauptverwechslungspartner, nur das man mal diese schönen Zapfen gesehen hat :) Im oberen Bereich sieht man auch den deutlich rötlicheren Ast. Bildquelle

    Je trockener der Zapfen desto eindeutiger zu unterscheiden, es gibt auch Exemplare die mehr zwischen den Arten stehen dann wirds schwierig.


    5.3

    Eher langgezogene grobe Schuppen. Wenn man die Schuppen auseinander bricht, hat der Hauptverwechslungspartner einen lila Schimmer dazwischen.


    5.3.2

    Gleiche Art anderer Baum


    Hier stand auch der Harvester rum der die Wege freigeschnitten hat, wir haben ziemlich viel Erholungsverkehr daher natürlich super wichtig das auch die Wege nicht nur sicher sondern auch einigermaßen ganz bleiben. Das sind "Bänder" die der Harvesterfahrer da angebracht hat auf seinen Reifen. Sie sorgen einerseits für mehr Traktion, sind aber auch eine Maßnahme um den Boden zu schonen. Dachte nur falls sich jmd. fragt ob das Schneeketten sind. Sieht man bei uns leider nicht so oft (kostet eben mehr die drauf zu machen).


    Ich hoffe dieser Beitrag hat auch für andere einen Mehrwert,

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,


    bei mir geht winterpilzmäßig leider nichts, deswegen habe ich heute mal Baumarten wiederholt.

    Besonders praktisch war, das der Waldweg freigeschnitten wurde und daher viel frische Holzflächen verschiedenster Arten sichtbar waren, das bringt nochmal neue Elemente in die Bestimmung.

    Weis nicht ob das für wen anderes hier Mehrwert hat, aber wer mag, kommt gerne mit. :)


    1.1

    Knospen spindelförmig, deutlich abstehend, mit sehr vielen Knospenschuppen. Knospen zweizeillig wechselständig angeordnet.

    1.2

    Aufnahme zu Hause nachgeholt, draußen hat man nichts erkannt.


    1.3

    Rinde größtenteils glatt, bis auf Verletzungen (im nächsten Bild).


    1.4

    Der Vollständigkeit halber... :D


    1.5


    Wenn durchnässt&frisch durchaus auch mal nicht in heller Farbe sondern hell orange-gelblich. Rinde +/- ähnlich dick ringsherum, hier wurde auf Höhe von Ästen geschnitten daher mehrere "Herzen". Ich persönlich finde das die Holzstrahlen im Gegensatz zu 2. weniger "durchgehend" sind, sie werden sozusagen heller/weniger hell und unterschiedlich dick von Herz bis Rinde. Aber das ist nur was mir hilft das muss nicht für andere hilfreich sein. :)


    2.1

    Knospen deutlich kürzer als bei 1., mehr als 4 unterscheidbare Schuppen. Dieser Ast stammt aus der Krone.


    2.2


    2.2.2

    Gleiche Art anderer Baum. Dieses Knospen waren richtig prächtig ausgeprägt. :)


    2.3

    Recht unauffälliges Schnittbild, Jahrringe sichtbar jedoch nicht so deutlich, Rinde dünn und glatt, Stamm wulstig - ist das unterste Stammstück also da sind die meisten Bäume "gewellt" aufgrund der Wurzelanläufe, darauf nicht zu viel geben. Im Gegensatz zu 2.4, sind hier die Holzstrahlen nahezu nicht sichtbar - variabel.


    2.4

    Anderer Baum gleiche Art, Stamm in der Mitte etwas oberflächlich abgetrocknet. Mir hilft im Unterschied zur Buche, das die Rinde nicht gleichmäßig dick ist (wie sie unten rechts in diesem Bild scheint) sondern oft dünnere Stellen hat wo das Holz sich wie "eingebuchtet" hat in die Rinde (oben links gut zu sehen). Auch die Jahrringe an sich sind weniger rund als bei Buche, sondern wie gebuchtet, zu sehen z.b. in Stammmitte oberhalb und links vom Riss. (ähnlich einer Blume) Schwer zu beschreiben das muss man einfach immer wieder sehen.


    2.5

    Jung glatt, im mittleren Alter oft stark längs-wulstig, im starken Baumholz dann oft nur noch solche Längsfurchen verbleibend. Manchmal so glatt wie 1.


    2.6

    Anderer Baum gleiche Art


    3.1

    Wenn ich hier mit der Knospe anfangen würde wüsste sofort jeder was es ist, deswegen erstmal das Schnittbild. :)


    3.2

    Auffallend hier besonders die Maserung innerhalb der Jahresringe, dass sind die Leitungsgefäße die diese Baumart in der Hauptvegetationsperiode bildet, die sind einfach enorm groß. Interessant auch die Maserung innerhalb der Jahrringe ist sozusagen parallel zum Jahrring verlaufend. Dies ist bei 7.3 genau umgekehrt.


    3.3

    In älterem Zustand entwickelt diese Art starke Rillen in Wuchsrichtung, jung ist die Rinde fast glatt und erst bei genauerem Hinsehen fallen einem sehr feine Rillen auf.


    3.4

    Sehr typisch schwarze mächtige Knospen.


    4.1

    Dachte falls sich jemand fragt was das ist, Spuren die entstehen wenn der Baum durch den Harvesterkopf durchgeschoben wird (dabei wird der Baum entastet, gemessen und abgeschnitten). Diese Walzen die da dran sind am Kopf verursachen die mondförmigen Abdrücke.


    4.2.

    Äste auf verschiedensten Höhen. Rechts aus der Krone, dieser Ast hat maximal Licht gehabt und daher viel Nadeln ausgebildet und deutlich kräftigerer Wuchs. Links vom gleichen Baum weiter unten, hier war weniger Licht -deutlich lichterer Nadelbewuchs. Wenn noch weniger Licht verfügbar ist sind die Nadeln nicht mehr rundherum "bürstenartig", sondern flach und weniger in der Zahl. Knospen braun, klein.


    4.3

    Die Nadeln sitzen nicht direkt am Ast auf, sondern auf einem braunen Nadelkissen. (=das Stück zwischen Nadel und Ast)

    4.4

    Je nach Alter kann diese Art auf dem Bild, einer Weiß-Tanne recht ähnlich werden da sie auch gräulich werden kann in der Rinde. Ich persönlich orientiere mich dann an den Rottönen, beide können zwar grob schuppig grau werden aber diese Rottöne finde ich bei der Weiß-Tanne nicht und wenn man nur aufmerksam genug schaut sieht man die Rottöne auch bei einer "grauen" Version der abgebildeten Art.


    4.5

    Klar erkennbare Jahresringe, Rinde nicht übermäßig dick (vgl Kiefer usw.). Frisch gesägte Weiß-Tanne hätte einen Nasskern (dunkel innen bis der Stamm trockener ist, wenn man mit dem Finger drüber reibt mufft das auch bei der Weiß-Tanne).


    4.6

    Im Gegensatz zur Tanne, fällt der Zapfen ganz herab. (bei der Tanne zerfällt der Zapfen und es rieselt Schuppen)


    5.1

    Rindenbild oft täuschend ähnlich zu einer Rotbuche, dieses Exemplar war etwa 40cm breit. Jung ebenfalls eine glatte Rinde.


    5.2

    Im Alter wird die Rinde grobschuppig. Die einzelnen Schuppen können recht groß oder kleiner sein, sie können sozusagen horizontal zumindest recht gerade aufbrechen und dadurch fast würfelartig erscheinen, es gibt aber auch Exemplare da bricht das eher unregelmäßig auf.


    5.3

    Knospen des Hauptverwechslungspartners sind rot. Eine weiter Art aus der gleichen Gattung hätte rötlich-braune Knospen und Korkleisten an den Ästen.


    5.4

    Blick in die Krone. Für mich die einfachste Methode die vorgestellte Art von einer Buche zu unterscheiden, denn bei großen Bäumen kommt man oft nicht an Knospen heran. Im Bild rechts die vorgestellte Art, mitte bis links eine Buche mit noch Blättern teilweise dran. Ganz links ist eine Kiefer. Die Krone der vorgestellten Art ist sehr viel "geordneter". Dies liegt daran dass die Äste (wie die Knospen) gegenständig sind. Sie stehen sich sozusagen gegenüber und das sorgt für den geordneten Eindruck. Buchen dagegen haben Knospen & Äste wechselständig. Daher sieht das "wilder" aus. Im Zweifel also einfach ein Blick in die Krone und in Kombination mit diesem Rindenbild, ist dann die Frage um welche Art es sich handelt geklärt. :)



    6.1

    Finde die Blattnarben dieser Art einfach süß. (Smiley)


    6.2

    Schräger Querschnitt der Äste zeigt eine Kammerung. Die Rinde am jungen Ast ist glatt.


    6.3

    An diesem Ast sieht man die Rinde von jüngeren Exemplaren. Es beginnt längsrissig zu werden, Gesamteindruck grau.


    6.4

    Etwas älter, die Längsfurchen sind bereits tiefer. Grau und Dunkelbrauntöne.


    6.5

    Mit genug Zeit wird die Rinde tief gefurcht. (dieser Baum hatte einen Durchmesser von etwa 80cm)


    6.6

    Knospen können kugelig (Seitenknospen) oder kegelförmig (Blütenknospen) sein.


    (kein Schnittbild da zum Glück keine Walnuss gefällt wurde)

    7.1

    Schnittbild von einem 1cm starken Ast. Hier bereits sehr deutliche Holzstrahlen sichtbar. Wer mutig ist kann mit diesem Bild schon runter auf die Gattung.


    7.2

    Für mich hervorstechendstes Merkmal die dicken Holzstrahlen, sowie Maserung zwischen den Jahresringen. Auch der Farbkern sowie die Maserung zwischen den Jahrringen fällt auf. Frisch gesägt riecht der Kern sauer/würzig.


    7.3

    Anderer Baum gleiche Gattung, hier noch deutlicher der Farbkern zu sehen.


    7.4


    7.5

    Knospen breit eiförmig, oft +/- stumpf.


    7.6

    hier ist eine tolle Quelle für verschiedene Rinden von Arten dieser Gattung. Auf 3 Seiten werden verschiedenste Arten vorgestellt.


    8.1

    Jahrringe wie inneinander "verwischend", die Jahrringe sind oft nicht so "richtig rund" sondern wie beim unteren Stamm im oberen Bereich gut zu sehen so "ausgedellt". Diese Baumart hat sehr gern Fäule (unterer Baum). Manchmal sieht man auch riesige nach Essig riechende Löcher die von einer roten großen Raupe verursacht wurden. Schadbild (mehr zur Raupe)


    8.2

    Rinde ganz jung glatt, dann mit kleinen Rauten die dunkler als die restliche Rinde sind (der Botaniker sagt Lentizellen), dann furchen ausbildend die mit zunehmendem Alter stark ausgeprägt und dick werden.


    8.3


    8.4

    Knospen anliegend, wechselständig.


    8.4

    Aufplatzend, ein weißer weicher Flausch kommt zum Vorschein. "Kätzchen"


    8.5

    (Foto zu Hause gemacht) Hier soll das hellbraune Mark gezeigt werden, was rechts zu erahnen ist.


    Ich dachte ich fang' mal mit den bei mir häufigsten Arten an, das wars für heute.

    Viele Grüße :)

    Ja das ist die traditionelle Art mit Pfeffer/Salz/Fett und oft auch gut.


    Ich dagegen bin im modernen Team, weil wenn man mal ehrlich ist - im alltäglichen kochen würde man ja auch nicht alles nur mit Pfeffer/Salz würzen und erwarten das es schmeckt. Viele Aromen entwickeln sich erst durch das "Zusammenspiel". Das heißt nicht dass man da den ganzen Gewürzschrank reinmischen muss bei jedem Gericht. Ich möchte einfach sagen, kochen ist mehr als Pfeffer/Salz.


    Unterm Strich bin ich beiden Methoden offen gegenüber eingestellt und für mich ist das völlig okay wenn jemand meint er/sie präferiere die traditionelle Art. Es (überspitzt gesagt) als einzig wahre/richtige Art hinzustellen finde ich jedoch falsch.

    Ach ich finde deine Tipps gold wert danke!

    War schon so begeistert das ich gerade heute dein Kommentar gelesen habe, nachdem ich gestern mich nicht mehr an die Pilze getraut hatte. ^^

    Das mit dem auf größere was draufstellen merke ich mir. Sesamkörner sind zur Zeit nicht im Haus, aber das wird noch getestet.


    Danke dir! :)

    Hallo zusammen,

    ich hatte gestern verschiedene Fruchtkörper (Alter & Größe) des gelbstieligen Muschelseitlings gesammelt und nun gerade den Test gemacht.

    Für mich wars lecker, aber man muss zumindest in diesem Rezept, auch mit süßen Pilzen klarkommen.


    1. Trocken geputzt und in die sehr heiße Pfanne gelegt


    2. scharf angebraten von beiden Seiten, ein angenehmer Geruch machte sich in der Küche breit der am besten als "röstiger Pilz" bezeichnet werden kann.


    3. So sah das fertige Ergebnis aus, die Sauce bestand aus: 1Tl brauner Zucker, 2Tl oyster sauce, 2Tl Sojasauce, 3Tl Wasser. Ziel war das die Sauce eben am Pilz mehr karamellisiert als dass dann später eine echte Sauce übrig bleibt.


    Ich fand es sehr lecker. Allerdings war für mich ein klarer Unterschied zu schmecken zwischen den kleinen Fruchtkörpern mit ungekocht hellen Lamellen und den größeren Fruchtkörpern, bei denen die Lamellenfarbe eher cremefarbend-hellbraun ungekocht war. Letztere schmeckten leicht bitter und etwas muffig. Auch waren die größeren Fruchtkörper eher saftig-gummig von der Konsistenz als die kleineren. Ich denke wenn man nicht weis wie lecker die kleinen schmecken, wird man mit den großen auch zufrieden sein. :D Aber nachdem ich jetzt die verkostet habe werde ich nur kleine mit hellen Lamellen sammeln. Für mich wieder ein klarer Fall von "man muss nur wissen wie". Richtig zubereitet, schmeckt der lecker.