Beiträge von Shroom!

    aber getrocknet in meinen Mischpilzen schmecken ich ihn jedesmal raus

    Hey,


    echt, das funktioniert? Normal lassen sich Milchlinge ja nicht trocknen, weil sie nicht so recht rehydrieren wollen.


    Navajoa Dass er nach Krabben riecht und schmeckt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht hast du mal schlechte Krabben gegessen? Für mich riecht er nach Hering(skonserve) und so wird er ja auch beschrieben. Schmecken tut er aber, anders als manche Heringstäublinge, m.E. nicht danach. Beschreiben kann ich den Geschmack allerdings nicht. Ist für mich einfach nur ein extrem leckerer und ganz eigener Wohlgeschmack. Lieblich würzig trifft es vielleicht am besten.


    Der Rohgeruch stört mich allerdings auch, weil er so penetrant ist. Einen Fruchtkörper ne Weile liegenzulassen reicht aus, dass der ganze Raum danach riecht.


    LG Christopher

    Hey,


    da schließe ich mich den Vorrednern an und stufe den Fund als Netzstieligen Hexenröhrling ein. So eine Hecke hätte ich auch gerne! ;)

    Stark madig sind die leider sehr gerne, selbst ganz jung schon. Da muss man Glück haben, die in genießbarem Zustand zu finden.

    Fruchtkörper am besten auf die Hecke legen, dann kann der Wind die Sporen verbreiten.


    Da es sich um einen Symbiosepartner von Laubbäumen handelt, dürfte die Art bei dir aber nicht mit der Hecke in Zusammenhang stehen. Was steht denn sonst noch so an Bäumen in der Nähe? Linden mögen die Netzhexen am liebsten.


    LG Christopher

    Hey,


    schöne Funde. Strubbelköpfe auch schon da. Muss ich mal meine Habitate kontrollieren gehen. Letztes Jahr habe ich ein Habitat von denen entdeckt, in dem sie massenhaft vorkamen. Immer ein nettes Motiv für die Kamera.


    LG Christopher

    Hey,


    Glückwunsch zum Fund! Der Milchbrätling schmeckt sensationell gut. Einfach Stiel ab, Stiel halbieren und dann den Hut auf der Hutseite sowie die halbierten Stiele mit etwas Butter in der Pfanne braten. Zum Schluss mit etwas Sahne ablöschen, salzen und ein bisschen einkochen lassen. Den Hut nicht umdrehen, damit sich die Milch in der Mitte sammeln kann.

    Einfach so mit Brot oder Nudeln / Spätzle / Knöpfle ein wunderbares Gericht.


    Leider kommt er bei mir überhaupt nicht vor. Durfte ihn bisher nur einmal auf einer Pilztour auswärts im Augsburger Raum finden.


    LG Christopher

    Hey,


    Bei mir gab es gerade nach Pilztour Spätzle mit Pfifferlingen, Semmel-Stoppelpilzen, Frauentäublingen und ein paar Filzröhrlingen. Letztere haben gerade eine sensationelle Qualität. Richtig groß und trotzdem relativ fest, kein Schimmel und kaum Madenbefall.


    Schuppige Porlinge würde ich da auch stehen lassen. Sind bisher aber eh komplett ausgefallen. Habe noch keinen einzigen gesehen, auch nicht in bekannten Habitaten.


    LG Christopher

    Nö, schmecken tut der eigentlich immer gleich. Habe ihn schon von verschiedenen Substraten gesammelt. Ich finde ja, dass er geschmacklich leichte Parallelen zum Maipilz hat. Eventuell scheiden sich da deshalb die Geister, wie beim Maipilz auch.

    Der aktuelle Kälteeinbruch scheint nun ein paar noch fehlende Arten zu triggern. Auf der heutigen Waldrunde hat sich der erste Gelbporige Raufuß und der erste Hainbuchen Raufuß gezeigt. Beide noch ganz klein. Heute Abend soll es wieder etwas regnen. Mal sehen, ob die Raufüße dann in den kommenden Wochen zahlreicher auftreten.


    Edit vom Folgetag: Jetzt sind insgesamt weitere 10 Liter auf dem Zähler. Top.

    Unterm Strich kann man sagen, dass N. Xanthopus häufig dem Zweifarbigen Hexenröhrling (N. Erythropus var. Discolor) etwas ähnlich sieht.

    Hutfarbe, Röhrenfärbung (rötlich-gelblich bis orange) und Musterung vom Stiel (mehr Gelbanteil, manchmal auch kaum Beflockung) haben da eine gewisse Ähnlichkeit.

    Entgegen dem Zweifarbigen Hexenröhrling, der ja meist mit recht schmächtiger Statur mit langem Stiel daherkommt, ist N. Xanthopus so gut wie immer mit klassischer Dickröhrlings-Statur anzutreffen.

    Die Art ist aber vom Aussehen her schon ziemlich variabel und kann durchaus dem normalen N. Erythropus sehr ähnlich sehen, vor allem wenn das Exemplar schon älter ist. Das beste Makroskopische Bestimmungsmerkmal bleibt da IMHO das unterschiedlich schnelle oder starke Blauen der untersten Stielbasis.

    Dass eine 100%ig sichere makroskopische Unterscheidung der Arten oft nicht möglich ist, steht außer Frage. Speisewert aller Flockenhexen ist IMHO identisch.


    LG Christopher

    Eichenflocki sagt mir leider nichts. Finde ich auch nicht in den 18.500 Namen bei Meine Pilze. Das gleiche gilt für den Gelben Heringstäubling. Möglicherweise handelt es sich um regionale Bezeichnungen. Könntest Du mir bitte die wissenschaftlichen Namen nennen?

    Eichenflocki = Gelbfüßiger Hexenröhrling alias N. Xanthopus.

    Bestimmbar ist der gut im Schnittbild, wenn man den FK komplett entnommen hat. Der untere "Zipfel" bläut bei der Art langsamer als der Rest vom Stiel.


    Gelber Heringstäubling = Ockergelber Heringstäubling = R. Cicatricata

    Weitere Namen laut 123Pilzsuche: Olivockerfarbener Heringstäubling, Olivbrauner Heringstäubling, Olivockerbrauner Heringstäubling

    Kommt bei mir immer mit der Gelb-Roten Färbung daher, so wie hier: https://www.123pilzsuche.de/da…ls/o-l-i-vockerhering.jpg


    Edit: Hier noch zwei eigene Bilder davon, die auf Pilzradar hochgeladen hatte.

    https://www.pilzradar.de/pilzsuche?id=1352GelberHerings-T%C3%A4ubling.html

    https://www.pilzradar.de/pilzsuche?id=1417GelberHerings-T%C3%A4ubling.html

    Bei dem Thema sollte man denke ich auch etwas auf Artebene differenzieren. Pfifferlinge tendieren ja deutlich weniger zur Aufnahme unschöner Dinge als andere Arten. Von daher vermute ich mal, dass das relativ unkritisch sein dürfte, sofern man es mengenmäßig nicht übertreibt? Eher relevant wäre da in meinen Augen der Ekelfaktor an solchen Stellen. Wer weiß, was dort getrieben wird. Toilette für Mensch und Tier, Müll, etc.

    Hey Josef,


    Also hier teilen sich Flockis keine Standorte mit den Grüngefelderten. Geteiltes Habitat kenne ich da nur mit Sommersteinpilzen.


    Bezüglich meiner Mischstelle von Netzhexe, Flockenhexe und Eichenflocki: Definitiv keine verschiedenen Biotope. Es handelt sich um eine Art "Insel" mit Eichen und Buchen, welche ringsum von Forstweg umschlossen ist. Der gesamte Bewuchs und auch alle anderen dort vorkommenden Arten deuten auf basisch im Randbereich und leicht basisch im tieferen Bereich hin.


    Die Netzhexen kommen wie beschrieben ausschließlich am Rand vor, weil es dort wegen des Schotters logischerweise am basischsten ist. In dem Bereich stehen dann hin und wieder auch Eichenflockis dabei, wobei die Zahl der Fruchtkörper in die Insel hinein, weg vom Forstweg, ansteigt (etwa auf drei Meter). Die folgenden 10 Meter findet man dann nur noch die normalen Flockis.


    Noch weiter hinein endet das Hexenhabitat dann. Dort erscheinen dann gelegentlich Sommer- und Fichtensteinpilze, Perlpilze, Gelbe Heringstäublinge und Prächtige Klumpfüße. Letztere wollen es ja auch eher basisch.


    Insgesamt auf jeden Fall ein richtig tolles, artenreiches Habitat.


    LG Christopher

    Hey,


    interessant, Grüngefelderte Täublinge stehen bei mir in zwei Sommersteinpiz Habitaten. Bei Hexen jeglicher Art habe ich die bisher noch nicht gesehen. Leider tritt die Art bei mir meist nur vereinzelt auf, weshalb ich die stehen lasse, sofern sie nicht gerade zahlreiche Fruchtkörper gebildet haben.


    Gruß

    Christopher

    Jup, ist an der Stelle so. Die Gelbfüßigen stehen da zusammen mit den Netzhexen recht nahe am geschotterten Weg. Etwas weiter rein stehen dann die normalen Flockis. Vom Bewuchs her ist es da aber auch weiterhin basisch und nicht sauer.

    Hey,


    meine Erfahrung ist aber, dass sich saure Bodenverhältnisse zwar durchaus positiv auf die Häufigkeit von Flockenhexen auswirken, jedoch insgesamt für ein Vorkommen kein Muss sind. Ich habe zum Beispiel ein paar Flocken-Spots, wo es basisch ist. Trotzdem wachsen sie da.

    Und nicht nur das, sie teilen sich einen Spot (warmer Buchen-Eichenwald) sogar mit Netzhexen. Hin und wieder bringen sogar beide Arten gleichzeitig Fruchtkörper hervor. An exakt dieser Stelle gibt es sogar zwei unterschiedliche Arten der Flockenhexe (die "normale" und den Eichenflocki).


    Gruß

    Christopher

    Bei uns im Kraichgau auf Kalk und Löss und 150 m NN kommt der nicht vor. Den Apfeltäubling sucht man bei uns auch vergebens.

    Bei uns steht der Wald voller Rotstieliger Ledertäublinge, die ich auch gerne mitnehme.

    Hier im Donauwörther Raum das Gleiche. Die Rotstieligen Ledertäublinge hat es hier auch oft. Und Gelbe Heringstäublinge findet man auch recht häufig. Das ist auch eine wunderschöne Art finde ich.

    Interessant, ist bei mir gar nicht der Fall im Buchen- und Eichenwald. Da kommen Fliegenpilze tatsächlich auch kaum vor bei mir. Der gängigste Vertreter der Amaniten an meinen Laubwald Steinpilz-Stellen ist der Grüne Knollenblätterpilz. Der steht vor allem an den Sommersteinpilz-Stellen sehr zuverlässig an exakt derselben Stelle. Die Art nutze ich auch aktiv als Anzeiger für neue Sommersteini-Stellen. Bisher mit gutem Erfolg.