Beiträge von Shroom!

    Bei den grauen Wulstlingen bin ich immer sehr zurückhaltend, da trau ich mich nicht so wirklich ran. Lohnt sich das geschmacklich?

    Pur gebraten nicht, schmeckt erdig-muffig. Als Mischpilz in geringer Menge ist er ok. Richtig gut finde ich ihn braun gebraten mit Speck, Zwiebeln, Rosmarin und Ahornsirup.

    Probier es einfach mal in kleiner Menge aus.


    Dein Grauer Wulstling ist schon einer. Panther haben eine völlig andere Hutschuppung und ich sehe bei deinem auch keine "Bergsteigersöckchen".

    Ich weiß, trotzdem bleibe ich bei meiner Grundregel. Sicher ist sicher bei solchen Arten. Auch Panther können mal mit untypisch ausgeprägten Merkmalen daherkommen.


    Das Leben ist zu kurz für grauenhaftes Essen.

    Daran ist nichts grauenhaft. Auch nicht am Samtfußkrempling. Ist z.B. super zum Einlegen (mediterran) geeignet. Aber wie ich hier im Forum schon öfter schrieb, jeder wie er mag. Mir macht's Spaß für Kriegspilze schmackhafte Rezepte zu entwickeln. Und gerade Grauer Wulstling und Samtfußkrempling sind da interessant, weil man sie gerne dann findet, wenn es gerade nicht viel anderes gibt.

    Hey!


    Heute ging es wieder mit dem Rad auf große Kontrollrunde in zwei meiner Wälder. 27km wurden abgespult und mit diversen Funden belohnt.

    Den Anfang hat gleich ein Neuzugang gemacht: der Flaschenstäubling. Irgendein Tier hat ihn wohl umgehauen. Der erste Fruchtkörper den ich 2024 gefunden habe. Leider der Einzige.


    Die Hexenbutter findet man aktuell so gut wie überall.


    Eine meiner besten Goldröhrlings-Stellen setzt nach anderthalb Wochen Pause zum nächsten Schub an.


    Eines meiner Eichenflocki-Habitate wird aktiv. Leider schaffen es die Fruchtkörper alle nicht aus dem Boden. Die Schnecken machen sich sofort drüber her.


    Die Grauen Wulstlinge zünden jetzt auch.


    Einen großen Grauen Wulstling gab es auch zu finden. Prinzipiell die ideale Größe für Speisezwecke, der Fruchtkörper hat aber meine Sicherheitsregel nicht bestanden. Sobald ein Merkmal komisch ist, bleibt er im Wald. In diesem Fall komische Knolle und geriefter Hutrand. Better safe than sorry.


    Die Anischampignons legen bei mir nun auch los. Hier vermutlich der Schafchampignon. In geschlossenem Stadium nicht so gut zu beurteilen. In dem Habitat kommen auch Schiefknollige und Dünnfleischige Anischampignons vor.

    Im tiefsten Wald nehme ich Champignons gerne mit. Da sollte die Schwermetallbelastung vertretbar sein. Wie ich den Duft vermisst habe, einfach herrlich.


    Ein nettes Grüppchen Grünblättriger Schwefelköpfe. Noch ganz jung.


    Ein großer Frauentäubling. Etwas von den Schnecken zugerichtet, aber noch richtig fest. Der kam mit. 201g hat er auf die Waage gebracht. Zusammen mit dem Champignon genug für ein leckeres Abendessen.


    War wieder eine richtig schöne Tour mit viel Fund-Freude. So langsam kommt das Pilzwachstum in Fahrt. Aktuell hat es angefangen zu regnen. Das wird noch bis Samstag so weiter gehen. Kommt gerade richtig, denn hier und da wird es oberflächlich schon wieder trocken. Man darf gespannt sein, was sich nach dem Regen dann alles finden lässt.


    Gruß,

    Christopher

    Oder der häufigere Langstielige Knoblauchschwindling? Wobei der nicht so filigran ist, wie von dir beschrieben. Da würde dann wirklich eher der Echte Knoblauchschwindling passen.

    Bin gespannt, ob meine Habitate vom Büschelrasling auch noch was liefern. Bisher nichts. Habe den bisher auch nur im Herbst gesehen. Aber das hat wenig Aussagekraft, gehe ja erst seit zwei Jahren auf Schwammerljagd.


    Die Rosa Rettichhelmlinge finde ich auch immer sehr hübsch anzusehen. Vor allem, wenn sie wild mit Bovisten durchmischt wachsen, sieht das sehr hübsch aus.

    Maronenröhrling zu dieser Jahreszeit ist krass. Da Temperaturen und Niederschlag in deiner Region ähnlich wie bei mir waren, muss ich da glatt bei der nächsten Tour mal in die entsprechenden Habitate schauen. Letztes Jahr hatte der Maronenröhrling hier einen Totalausfall. Sonst ein Massenpilz, hatte ich letztes Jahr nur 7 FK gefunden.

    Verrückt, eigentlich sind die Maipilze hier schon seit Ende April durch. Der viele Regen hat jetzt aber nochmal eine meiner Stellen zünden lassen. Das ist dort schon der vierte Schub. Sowas habe ich auch noch nicht erlebt. Normal schieben die hier einmal und dann ist Ende. Morgen sind wieder 17 Liter für den Abend angesagt. Mal sehen, was davon tatsächlich kommt.

    wohl vor allem an der zunehmenden Verbreitung des Hauptwirts Holunder

    An anderen Hölzern fühlt sich das Judasohr aber auch durchaus wohl. Außerhalb von Auwäldern finde ich den Pilz tatsächlich häufiger an am Boden liegenden Buchenstämmen und Ästen mit teils fehlender Rinde und weniger am Holunder. Solche Stellen sind aber echt schwer zu finden, da man sie ihn der Regel erst sieht, wenn man direkt davorsteht.

    Auskochen brauchst du den meiner Meinung nach nicht, außer man hat ohne Auskochen eine Unverträglichkeit. Am Geschmack ändert es kaum was, die Konsistenz leidet aber etwas. Ohne Auskochen ist er deutlich "fleischiger".

    Hättest ihn noch etwas wachsen lassen sollen. Kurz vorm Auffächern ist die Konsistenz deutlich näher an Huhn, vor allem wenn man ihn vor der Zubereitung noch einmal trocknet.

    Guck mal in das Thema rein, da habe ich einige Ausführungen dazu hinterlassen: Schwefelporling


    Am besten finde ich ihn bisher als gegrillten Hühnchenspieß, Nuggets, Teriyaki und Gyros. Und ja, er ist tatsächlich sehr sättigend. Und immer darauf achten, eine ausreichende Garzeit einzuhalten. Der Schwefelporling ist roh recht stark giftig.