Beiträge von Shroom!

    Hey Corne,


    schöne Funde hast du da gemacht, Glückwunsch. Rotfüße habe ich dieses Jahr bisher bei mir kaum gesehen. Denen scheint es zu feucht zu sein. Bin gespannt, ob sich das gegen Ende des Sommers noch ändert. Bin ein großer Fan von denen, wenngleich das Sammeln der Art bezüglich Schimmel- und Madenbefall recht frustrierend ist.


    LG Christopher

    Also ich würde ja 'ne Weile Hitze und Trockenheit sehr begrüßen und einige Pilzarten sicherlich auch. Das mit den Schnecken ist ja nicht mehr normal.


    Hier sind gerade alle Sommersteinpilz-Stellen im Hauswald ins Massenwachstum eingestiegen. Denkt ihr, da würde nennenswert was für den Menschen, geschweige denn zum Aussporen abfallen? Nein. Dieser Fruchtkörper ist der Einzige, von dem ich abzüglich Madengänge noch ein schönes Stück Hut retten konnte.


    In einem einzigen recht weitläufigen Habitat der Sommersteinis habe ich 27(!) große Löcher mit Schneckenschleim gezählt. In den Löchern war nicht mal mehr ein Fitzelchen Pilz zu sehen.


    Wenigstens haben sie mir noch ein paar Frauentäublinge gelassen... aber natürlich auch schon angeschnullert.


    Und mein Lieblingstäubling (Ockergelber Heringstäubling) ist auch da.


    Nur die Pfiffis verschmähen die Schnecken. Aber die sammle ich ungern, weil die hier meist wegen Trockenheit nicht wachsen. Bin aber erstaunt, wie viele Stellen es davon gibt, wenn die Witterung mal passt. Gut zu wissen, dass die Myzelien trotzdem weiterleben, auch wenns sie meist nicht fruchten können.


    LG Christopher

    Hey,


    danke für das kulinarische Feedback. Die Art steht bei mir auch auf der Experimentier-Liste. Bisher kamen Funde davon aber immer unpassend. Habe bisher nur einmal die Milch gekostet. Zwiebelt ganz ordentlich - und ich bin hart im Nehmen, was Schärfe angeht. Großer Chili Fan, auch die ganz üblen Sorten wie Ghost Pepper, Carolina Reaper, etc.


    Ich plane sie mal gegrillt zusammen mit Fleisch als Schaschlik testen. Das gehört ja neben dem scharfen Braten mit Speck auch zu den klassischen Rezepten für die Art. Bin schon sehr gespannt darauf und hoffe, dass es demnächst mal mit einem Fund zur passenden Zeit klappt.


    LG Christopher

    Hey,


    ist ja auch völlig ok. Ich sammle die auch, weil sie bei mir massenhaft vorkommen. Ich habe zwei Habitate, wo die zur Hauptsaison in Hundertschaften rumstehen. Dafür lasse ich in der Regel die anderen Raufüße in Ruhe, da die in meiner Region eher selten und nur vereinzelt anzutreffen sind. Man sollte halt immer mit Köpfchen sammeln und nicht stur nach irgendwelchen Listen - mal abgesehen von den Arten, wo das Sammeln streng verboten ist.


    Wenn man von einer Art, die nicht auf der Roten Liste steht, in der Region aber sehr selten vorkommt, Fruchtkörper entnimmt, richtet man mehr Schaden an, als wenn man eine Art sammelt, die auf der Roten Liste steht, jedoch in der Region sehr zahlreich vorkommt. Übertreiben sollte man es mit der Menge halt nicht, aber das gilt ja grundsätzlich für alle Arten.


    LG Christopher

    Hey,


    auf der heutigen Pilzrunde war die Freude groß: Gleich zwei Erstfunde konnte ich machen und das sogar in bekannten Habitaten, wo diese Arten sich mir bisher nicht gezeigt haben. Vermutlich war es in meiner bisherigen Pilzkarriere an den Stellen zu trocken dafür.


    Fund Nummer 1: Der Fransige Wulstling. Und dann auch noch ein extrem großes Exemplar davon. Da es der einzige FK war und ich ihn dort noch nie gesehen habe, habe ich auf das Entnehmen des FK verzichtet.


    Fund Nummer 2: Der Rotschuppige Raukopf. Sicherlich keine seltene Art, mir bisher aber noch nicht untergekommen. Nach der Art suche ich schon eine Weile, da ich sie einfach richtig hübsch finde. Toll, dass es nun geklappt hat und dann auch noch in so jungem Stadium in gutem Zustand.


    Fund Nummer 3: Kein Erstfund, aber wohl das schönste Grüppchen Igelstäublinge, das ich bisher finden durfte.


    Abseits davon wurden noch diverse Sommersteinpilze, Flockis, Parasole und meine ersten Pfifferlinge im Nadelwald gefunden. Allesamt jedoch von den Schnecken gequält und kein Foto mehr wert.


    Liebe Grüße

    Christopher

    Hi,


    lamproderma Danke dir, ja das kann sein.

    CH-Andy Ich vergesse manchmal ein Foto zu machen, bevor ich einen Speisepilz entnehme. Dann gibt's das Foto halt aus der Hand oder abgelegt. Besonders große Pilze knipse ich generell gerne aus der Hand für den Größenvergleich. ;)


    War heute Abend nochmal ganz ohne Technik per pedes im Hauswald. Da hat sich auch einiges finden lassen:

    - Brauchbare Sommersteinpilze

    - Blasse Pfifferlinge

    - Semmelstoppelpilze

    - Ockergelber Heringstäubling

    - Ziegenlippen in toller Qualität

    - Perlpilze ohne Würmer

    - Frauentäublinge

    - Ein Grasgrüner Täubling

    - Gelbporige Raufüße in Massen

    - Zwei Hainbuchen Raufüße


    LG Christopher

    Einen hoffentlich schönen Sonntag euch allen!


    Mangels Zeit und Fahrrad (Fall für die Werkstatt mit andauernden Komplikationen) war ich diese Woche noch nicht in den Pilzen. Heute war endlich mal Zeit für einen Ausflug per Auto zum Mertinger Forst. Hauptziel war Heidelbeeren sammeln und nebenbei etwas nach den Pilzen sehen, da es im Verlauf der Woche ein paar größere Regenfälle gab. Hat sich auch durchaus gelohnt. Neben 1,1 Kilo Blaubeeren gab es folgende Pilzfunde:


    1. Purpurfilziger Holzritterling
    Den täte ich ja auch gerne mal verkosten, aber ich bringe es irgendwie nie übers Herz einen zu ernten. Die Art ist einfach zu hübsch. :D


    2. Nadelholzbraunporling


    3. Samtfußkrempling

    Mit denen ist alles voll in allen Stadien. Hier das schönste gefundene Grüppchen.


    4. Klebriger Hörnling / Zwergenfeuer

    Recht großflächig zu finden, von daher scheint es mit der Feuchtigkeit zu passen.


    5. Gallenröhrling

    Und bingo: Röhrlinge zeigen sich auch. Damit ist eigentlich immer zu rechnen, wenn das Zwergenfeuer brennt.


    6. Flockenstieliger Hexenröhrling

    Oder sollte man sagen "Hexenschneckling"? Das war jedenfalls die größte Hexe. Ein paar kleinere Exemplare sind auch noch im Korb gelandet.


    7. Erdstern

    Finde ich zum ersten Mal außerhalb vom Herbst.


    8. Goldröhrling

    Leider schon etwas von der Hitze in Mitleidenschaft gezogen.


    9. Fleischroter Speisetäubling

    Davon gab es sehr viele Funde, allerdings die Meisten madig.


    Ansonsten gab es noch Perlpilze, Graue Wulstlinge und ein paar Steinpilzlöcher mit Schneckenschleim drumherum, die ich nicht abgelichtet habe. Einen Stiel vom Fichtensteinpilz ohne Hut hatte ich auch gefunden. Wer den wohl geklaut hat? :/


    Grüße und einen guten Start in die kommende Woche!

    Christopher

    Hey,


    Wenn die Milch nicht verfärbt, sollte das der Langstielige Pfeffermilchling sein.

    Der steht bei mir noch auf der To-Do Liste bei den zu verkostenden umstrittenen Arten. :D


    Aus deinem ersten Post der Reizker wird auch "Tauber Reizker" genannt. Das Vergnügen hatte ich bisher noch nicht, Glückwunsch zum Fund, auch wenn's dann nix für den Korb ist.


    LG Christopher

    Hey,


    auch wenn sich das Wissen der KI bezüglich Pilzen offensichtlich (noch) stark in Grenzen hält: Für Stylische Wallpaper reicht es zumindest bei den generativen Modellen. Lokal erstellt mit Fooocus Realistic und ein paar zusätzlichen LoRAs. Die bunten Metallic-Schuppen und das Leuchten waren übrigens gewollt.


    Schönen Abend!

    Christopher

    Hey Schrumz


    Picture Mushroom nutze ich auch. Die App ist tatsächlich erstaunlich gut und kann echt nützlich sein, wenn man mal gar keine Ahnung hat, was man da vor sich hat. Habe dadurch schon oft den Stups in die richtige Richtung bekommen beim Bestimmen. Manchmal jage ich auch bekannte Pilze einfach zum Spaß durch und schaue, was dabei herauskommt.


    Besonders beeindruckend finde ich, wie zuverlässig die App Sommer- und Fichtensteinpilze unterscheiden kann. Selbst wenn man nur ein Foto reinlädt und die Merkmale kaum ausgeprägt sind, hat die App da bisher 100% Trefferquote. Die Kamera vom Handy muss allerdings gut sein. Schlechte Handykameras, vor allem wenn sie falsche Farben liefern, ziehen die Zuverlässigkeit der App dann deutlich runter.


    Nützlich finde ich auch die Diagramme bezüglich der Saison allgemein, sowie mit zusätzlicher Darstellung für den aktuellen Standort. Mit dem Feature konnte ich schon erfolgreich Erstfunde machen.


    Was mich an Picture Mushroom stört, ist die Qualität der Informationen zu den Arten. Diese lässt teils stark zu wünschen übrig. Manche Arten sind sogar als giftig markiert, obwohl das gar nicht stimmt. Für genauere Informationen zur Art taugt sie also eher weniger. Da sind bei mir meistens Seiten wie 123Pilzsuche oder das Pilzbuch vom Michael (Pilzwelten) die bevorzugte Anlaufstelle.


    LG Christopher

    Hey,


    Am besten die Netzhexen einfach stehen lassen. :D Ich habe noch NIE ein Exemplar ohne Würmer gesehen, egal in welchem Alter. Bei Flockenhexen kommt es seltener vor, aber auch die sind manchmal wurmig. Dort aber eher die älteren Exemplare.


    Geschmacklich ist die Flockenhexe wie ich finde aber ohnehin besser. Die Netzhexen sind im Vergleich geschmacklich eher langweilig. Mein Einordnung ist da wie folgt: Flockenhexe > Steinpilz > Maronenröhrling > Netzhexe. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Würde mich mal interessieren, wie andere die Netzhexe da im Vergleich einschätzen.


    Ich drücke dir die Daumen, dass du mal beide in essbarem Zustand für einen Geschmacksvergleich findest.


    LG Christopher

    Hey,


    stell doch auch noch ein Schnittbild rein. Ich sehe hier auf deinen Bildern auf dem Hut und der Schnittfläche am Stiel (abseits des braunen Flecks) eher gelbliche Töne. Vor allem auf dem Hut.


    LG Christopher

    Hey,


    verschmutzte Pfifferlinge kannst du bedenkenlos unter etwas fließendem Wasser abwaschen. Da sie schön festfleischig sind, saugen sie sich nicht so schnell voll und dem Aroma schadet es nicht. Relativ saubere Exemplare würde ich aber trotzdem nur abbürsten.


    Wie Matthias schon schrieb, lassen sich Pfifferlinge nicht in rohem Zustand konservieren. Trocknen und Einfrieren führt zu Bitterkeit. Gleiches gilt übrigens auch für den Semmelstoppelpilz. Zubereitet kannst du sie einfrieren, allerdings leidet m.E. auch darunter der Geschmack. Am besten finde ich sie immer frisch zubereitet oder eingekocht. Letzteres funktioniert am besten gebraten und dann in Öl einlegen. Das verwässert den Eigengeschmack nicht.


    Was auch sehr lecker ist: Pfifferlingsbutter. Dazu Pfifferlinge ganz fein schneiden, in etwas Butter bei gemäßigter Hitze braten lassen, dann vom Feuer nehmen und noch etwas frische Butter dazu. Würzen am besten nur mit Salz, wer Gewürze mag, kann etwas Pfeffer und Thymian dazugeben. Dann in ein verschließbares Gefäß abfüllen und aushärten lassen. Hält sich im Kühlschrank ein bis zwei Wochen, im Gefrierfach mehrere Monate. Letzteres aber auch wieder auf Kosten der Qualität.


    LG Christopher

    Hey,


    habe heute ein schönes, großes Hexenei im komplett geschlossenen Zustand gefunden und das jetzt auch endlich mal verkostet. Einfach roh den inneren Stielansatz entnommen und ab in den Mund.


    Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht bin. So übel ist das gar nicht als kleiner Snack im Wald. Schmeckt im Grunde wie Radieschen, mit einem leichten nussigen Beigeschmack. Kann man durchaus machen. Ekel muss man da nicht empfinden, in dem Stadium stinkt ja noch nichts. Den Geruch empfand ich neutral.


    Aber regelmäßig würde ich das auch nicht machen, da man ja den Großteil vom Fruchtkörper am Ende entsorgt. Höchstens die Gallertschicht kann man noch zum Einreiben von trockener Haut nutzen, wirkt sehr feuchtigkeitsspendend und kühlend.


    LG Christopher

    Hannes2 Ja etwas Luft muss natürlich schon sein, sonst sieht man ja eh nichts. Und ja, Ahorn hat in Sachen Symbiose nichts zu bieten. Zumindest nicht in unseren Gefielden, keine Ahnung wie es da in anderen Ecken der Welt aussieht. In Douglasienbeständen finden sich immerhin manchmal Goldröhrlinge.


    Safran Keine Ahnung, um das zu beurteilen bin ich zu kurz dabei. Die Stelle kenne ich jetzt seit zwei Jahren und bisher hat sich da nichts zum Schlechteren verändert.

    Hey,


    wenngleich es stimmt, dass viel Bodenbewuchs häufig schlecht für das Pilzwachstum (und den Pilzblick) ist, so ist es kein grundsätzliches Ausschlusskriterium. Eine meiner besten Stellen für Maronenröhrlinge ist in einem Stück Nadelwald in dem alles voll mit Brombeerranken ist. Dort zu sammeln ist eine Zumutung, lohnt im Herbst aber sehr. Auch der vereinzelte Fichtensteinpilz lässt sich dort mitunter finden.


    LG Christopher

    Hey,


    Hutfarbe und das Röten im Schnitt sind typisch, von daher auch von meiner Seite der Gelbporige Raufuß.


    Da dieser bei mir ein Massenpilz ist, kann ich auch bestätigen, dass er keine besonderen Ansprüche an die Partner hat. Eichen und sämtliche Arten von Buche mag er. Tendenziell zahlreicher an sehr warmen Standorten zu finden, an denen die Laubschicht recht dünn bis nicht vorhanden ist, sowie ansonsten nicht viel Bodenbewuchs anzutreffen ist. Boden am liebsten lehmig und basisch.


    Beim Sommersteinpilz-Check habe ich heute auch zwei kleine Babys davon in einem reinen Eichenwaldstück gefunden. Anfang der Woche gab es auch schon ein paar Funde. Die Art legt langsam so richtig los.


    Ansonsten noch bedenken, dass die Art je nach Region recht selten ist. Für Speisezwecke also in dem Fall nicht sammeln, aber auch bei Massenwachstum nur in kleinen Mengen.


    LG Christopher

    Hey,


    jo klar, ich liebe Matjes, vor allem Geräucherten - mjam!


    Bei Heringstäublingen finde ich den Geruch nicht ganz so intensiv wie beim Milchbrätling. Dafür schmecken Heringstäublinge für mich auch nach dem Braten im Gegensatz zum Milchbrätling noch leicht fischig. Mag das aber ganz gern. Kurz mit knackiger Hitze gebratene Heringstäublinge mit reichlich Salz dran auf Pizza als Sardellen-Ersatz kommt sehr gut.


    LG Christopher