Beiträge von Shroom!

    Jo der Pilz (und auch seine rothütigen Kollegen) war trocken. Am anderen Ende des Habitats gab es auch zwei normale Netzhexen in klassischem Olivgrün-Braun. Das Netz war weinrot, was leider zusammen mit dem verfärbten Stiel (vom Anfassen) von der Kamera eher als schwarz abgebildet wird. In natura war der Rotton deutlich sichtbar.


    Zu deinen Exemplaren: Das passt schon. Die Art ist wie alle Netzhexen sehr variabel. Gib den wissenschaftlichen Namen mal bei der Google Bildersuche ein, dann siehst du das breite Spektrum. Deine sind schon eher am oberen Ende der Knallroten Kollegen.


    Beim Michael gibt es auch schöne Bilder der Art, so etwa mit noch etwas dunklerem Stilnetz waren auch meine: https://www.pilzbuch-pilzwelte…suillellus-rubriceps.html


    LG Christopher

    Nur junge Exemplare verwenden( sonst zäh und/oder bitter) und gut kochen

    Mittelalte, schön frisch und knackig aber in anständiger Größe, sind durchaus auch noch brauchbar. Ich koche die Art drei bis viermal für jeweils 15 Minuten ab mit Wasser-Wechsel zwischendrin. Im letzten Gang sollte sich das Wasser nur noch leicht verfärben, dann sind sie fertig. Wenn Exemplare eventuell bitter waren, sind sie dann nur noch minimal herb.


    Ansonsten kann ich auch bestätigen, dass man die Samtfuß-Holzkremplinge durchaus gut essen kann. Der Wurstsalat ist klasse, wenn man mal auf Fleisch verzichten will. Finde sie aber auch als Einlegepilz nicht verkehrt. Mache mir gelegentlich ein Glas mit mediterraner Würzung. Schmeckt super zur Brotzeit, in Pasta oder auch mal auf Pizza und die Konsistenz macht Spaß beim Essen. Ich mag es, wenn man bei Pilzen was zum Beißen hat.


    LG Christopher

    Pilzmausi Die gehen schon noch etwas auf ohne Knolle aber definitiv nicht komplett, wenn sie noch ganz geschlossen waren. Mit Knolle werden sie richtig prächtig.


    LG Christopher

    Tour in einem Nachbarwald war heute sehr erfreulich.


    Ganz viele madenfreie Sommersteinpilze.


    Erstaunlich viele Hainbuchenraufüße die ich leider vergessen habe zu Knipsen vor lauter Freude.


    Dafür habe ich bei einer anderen Raufußart dran gedacht. Die gab es schon letztes Jahr an gleicher Stelle - für mich nicht bestimmbar. Zu viele potenzielle Symbiosepartner an der Stelle. Stielbasis blaut himmelblau bis grünlich.


    Judasohren gibt es an fast jedem alten Holunder.


    Und auch Hexen lassen sich weiterhin finden. Hier wieder mal der Eichenflocki.


    Goldröhrlinge sind weiterhin da:


    Und natürlich viele Parasole, Anis-Champignons und Knoblauchschwindlinge (Echt und Lang).


    Ein paar Sommersteinpilzhabitate stehen noch leer. Da geht es bestimmt los, wenn es jetzt wieder wärmer wird. Eventuell trauen sich dann auch die Bronzeröhrlinge wieder vor die Kamera.


    LG Christopher

    Jup, sehr wahrscheinlich "der Riesenschirmling". In dem Stadium habe ich sie neulich in einem Habitat sehr zahlreich gefunden.

    Wenn du den komplett entnommenen Fruchtörper in eine Schale mit Wasser stellst, wird er noch etwas weiter wachsen.

    Wenn man das mit Paukenschlägeln - also ausgebildete Fruchtkörper mit noch geschlossenem Hut macht - schirmen sie auf. Das ist praktisch, wenn man Parasole essen will, aber erst am Folgetag zubereiten möchte. ;)
    Die Knolle darf dabei nicht entfernt werden, sonst funktioniert es nicht mehr.


    LG Christopher

    Bei mir stehen die Hainbuchen Raufüße in vielen Sommersteinpilz-Habitaten. Auch hier kalkig mit bunter Mischung aus Buchen, Eichen, Hainbuchen, vereinzelt auch mal Birken. Ich habe ein Habitat wo die Hainbuchen Raufüße auch zahlreicher auftreten können. Dort wachsen sie zusammen mit den Gelbporigen Raufüßen wild durcheinander.

    Zusammen mit Netzhexe kann durchaus sein, da stand ein alter Fruchtkörper in der Nähe. Die gefundenen Sommersteinis und Perlen aber auch.


    LG Christopher

    Gewachsene Steinpilz-Babys: Negativ. Jemand kam mir zuvor und alle sind weg. Es gibt aber wieder Nachschub. Zwei in brauchbarer Größe habe ich mitgenommen und mich als Ausweichobjekt noch etwas bei den Anis-Champignons bedient. Gab es dieses Jahr noch nicht, insofern darf mal gesündigt werden.


    Im Sommersteinpilz-Habitat geht es jetzt auch wieder los und da gab es sogar mehr zu holen als bei den Fichtensteinis:


    Der hier ist ja mein Favorit:


    Ein Hainbuchen-Raufuß hat sich gezeigt. Der durfte bleiben. Ich sammle in meiner Region unter den Raufüßen nur Gelbporige und in Ausnahmefällen mal eine Rotkappe, wenn sie zahlreich rumstehen. Alles andere ist hier viel zu selten.


    Die ersten Perlpilze des Jahres haben sich direkt zwischen den Sommersteinis blicken lassen:


    Bin mal gespannt, wie es jetzt weiter geht. Morgen soll der letzte Tag mit ergiebigem Regen sein. Für den restlichen August ist dann wieder Trockenheit bei 25 bis 32 Grad angesagt.


    LG Christopher

    Wenn ich so makellose Speisetäublinge finde, sind sie untenrum immer verschimmelt. Ein Fluch...

    Jetzt geht's dann wieder zu den Steinpilz-Babys schauen. Mal sehen, wie schnell die gewachsen sind.

    Und mein Judasohr Vorrat muss aufgefüllt werden. Da sollte sich nach dem ganzen Regen der letzten Wochen jetzt auch was Brauchbares finden lassen.

    Bericht folgt :)


    LG Christopher

    Zur schimmligen Hexe: Ja, das ist Goldschimmel. Die gelben Flecken sind im späteren Stadium ganz typisch. Das kann soweit gehen, dass der ganze Pilz gelb wird. Sieht hübsch aus.


    LG Christopher

    Das Problem am Backofen ist: Wenn du 80 Grad einstellst und die Türe offen hast, stimmt die Temperaturmessung nicht mehr und es wird auch generell mehr nachgeheizt. Gut möglich, dass die Pilze dadurch wärmer als 80 Grad wurden - eventuell an die 100 Grad.


    Schmecken werden sie trotzdem noch, nur eventuell nicht mehr so, wie man es erwarten würde. Ein guter Geschmacksverstärker wird es aber in jedem Fall sein, da heiß getrocknete Pilze reichlich Glutamat entwickeln. Ich würde aus der Charge ein Pulver machen und zum Würzen nutzen.


    Du kannst ja zuvor mal ein paar Stücke eine Stunde in kaltes Wasser legen und dann prüfen, wie sich das Aroma entwickelt.


    LG Christopher

    wie geht ihr vor wenn ihr neue Habitate finden wollt?

    In neue Waldstücke gehen, idealerweise dann, wenn in bekannten Gebieten was los ist. Und dann laufen, laufen, laufen. Und natürlich die neuen Waldstücke nicht nur einmal besuchen, sondern immer wieder im Jahr. Wenn man mal raus hat, wie ein guter Pilzwald aussieht und Zeigerpilze sowie Pflanzen kennt, wird es nochmal etwas leichter.


    Zwei Mini Steinpilze sind übrigens ein gutes Zeichen. Da kommt dann meistens in den nächsten Tagen bis zwei Wochen noch mehr hinterher.


    LG Christopher

    Krass, gestern Abend im Hauswald eine übrsichtliche Stelle mit Netzhexen gecheckt, wo sie für gewöhnlich nach starkem Regen zeitnah auftauchen. Es war nichts zu sehen. Heute:


    2 von 4 kamen mit - vollständig brauchbar, keine Würmer. Das Spannende an der Stelle ist übrigens, dass sie dort erst erscheinen, seit dort ein Haufen Schotter liegt für die Wege-Reparatur. Der Haufen wurde dort letztes Jahr im Frühjahr angelegt und seit dem folgenden Sommer erscheinen dort die Netzhexen mit jedem Regen.


    Abseits der Hexen habe ich noch einem Riesenporling einen Besuch abgestattet, den ich beim letzten Ernten zurück gelassen habe:


    Der erste Langstielige Knoblauchschwindling hat sich gezeigt:


    Parasole gibt es in Massen und tollen Größen:


    Die Goldröhrlinge werden immer zahlreicher:


    Und was das hier ist, weiß ich nicht, sieht aber hübsch aus:


    LG Christopher

    Meine Güte, die vielen Anistrichterlinge, da find ich wenn überhaupt mal ein zwei einzelne pro Jahr.

    Die scheinen zu den Arten zu gehören, die nicht regelmäßig fruchten. Die kommen bei mir im Hauswald relativ häufig vor, setzen aber gerne mal aus. Letztes Jahr habe ich auch keinen gefunden. Dieses Jahr stehen sie wieder überall rum. Vor allem im Randbereich der Fichtenschonungen - dort auch die gezeigte Gruppe direkt an der ersten Baumreihe nach dem Weg.

    Aber ich lass die goldigen Dinger stehen, die mag ich nicht

    Ich liebe sie mit Zwiebeln, Karotten und Petersilie in Butter. Ganz pur mag ich sie auch nicht so und als Mischpilz gehen sie einfach nur unter. Getrocknet sind sie für Saucen nicht schlecht, diese fruchtige Note verschwindet dann.


    Aber das Sammeln ist gerade jetzt bei dem nassen Wetter schlimm. Da sind die Hände dann komplett gelb und schleimig. :D


    LG Christopher

    Könnte man auf den ersten Blick meinen, bei genauerer Betrachtung sehe ich aber auch Knollis. Die Lamellenfarbe passt nicht zum Champignon und die Knolle bei einigen Exemplaren auch nicht. Ich meine da bei zwei Pilzen eine getopfte Knolle nebst lappigem Gebilde zu sehen. Kann aber auch täuschen, die Bilder sind ja nicht sehr gut. Das zeigt aber auch mal wieder, wie verdammt vorsichtig man sein muss, wenn man Champignons im jungen Stadium sammelt.


    LG Christopher

    Sowas ähnliches habe ich auch schon gemacht, als Nuggets wie aus Schwefelporling. Geschmacklich nicht schlecht, fand es aber ehrlich gesagt etwas wässrig. Aus getrockneten Exemplaren eventuell besser, wie beim Schwefelporling auch.


    Was ich auch schon mit frischem Riesenporling gemacht habe: Gulasch. Das war recht lecker. Hatte dafür etwas ältere Exemplare genutzt, die schon etwas fester waren. Das gab dann eine schöne faserige aber trotzdem zarte Konsistenz. Geschmacklich ist der Riesenporling eine echte Umami-Bombe, kommt als Gulasch also ziemlich gut.


    Mein Favorit ist bisher aber echt das Gyros.


    LG Christopher