Beiträge von Shroom!

    Hier sind es von angekündigten 11 Litern ganze 16,8 Liter geworden.


    Habe heute Abend die Fichtenschonung mit ersten Anzeichen von Fichtensteinpilzen erneut besucht. Fazit: Kinderstube ist in vollem Betrieb!


    An Nebenfunden gab es viele Goldröhrlinge im Mini-Stadium:


    Endlich wieder Champignons (keine Ahnung welche, habe nichts entnommen):


    Grüne Anistrichterlinge:


    Fortsetzung gibt es dann morgen, es wurde zu dunkel und der nächste Regen naht.


    LG Christopher

    Vielen Dank für die Antworten! Ich bin nicht zum Anisegerling gekommen, weil der Pilz nicht nach Anis sondern wirklich wie eine Mozartkugel roch.

    Das passt schon. Bittermandel trifft den Geruch der Anis-Champigons am besten. Die Hauptkomponente ist Benzaldehyd, was auch im Backregal als Bittermandelaroma zu finden ist. Den kräftigsten Geruch unter den Anis-Champignons hat der Riesenchampignon (A. Augustus) - einfach herrlich. In den USA und Russland wird daraus sogar Likör gemacht - Pilz-Amaretto wenn man so will.


    LG Christopher

    Hallöchen in die Runde!


    Nachdem ich kürzlich mal in einem Topic verlauten habe lassen, dass ich mal Döner aus Riesenporling machen will, hat der liebe Daniel224 nach Bildern gefragt. Dem möchte ich an dieser Stelle mal nachkommen und zumindest ein grobes Rezept abliefern. Mengen müsst ihr selber austüfteln, da das ein Freestyle Kochen war.


    Zutaten

    • Dönerbrote / Fladenbrote (bekommt ihr beim Dönermann, bei manchen Supermärkten oder Bäckern oder selber backen - ich habe selbst gebacken mit meiner Lievito Madre)
    • Dönersauce nach Wunsch (ich habe nen klassischen Tzatziki gemacht, das mag ich am liebsten)
    • Salatmischung, fein gehobelt (klassisch Eisberg, Rotkohl, rote Zwiebeln, Petersilie mit Salz, Zitronensaft und Sumach gewürzt)
    • Wer Käse auf dem Döner mag: Feta
    • Riesenporling (getrocknet, grob in Streifen gerissen)
    • Gyros Gewürz (ich habe selbst gemischt nach diesem Rezept, welches m.E. das Beste ist)
    • Etwas Gemüsebrühe (Pulver / Würfel)


    Zubereitung


    Am Abend des Vortages:

    • Gewünschte Menge getrockneten Riesenporling in einer leichten Gemüsebrühe aufkochen und rehydieren lassen (ca. 5 bis 7 Minuten), die Brühe bringt eine gewisse Grundsalzigkeit in den Pilz
    • Pilzstücke abschöpfen, etwas abtropfen lassen, dann in ein Gefäß zum Marinieren geben
    • Mit einem guten Schluck Olivenöl und nach Belieben vom Gyros Gewürz vermischen
    • Abdecken und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen
    • Pilzbrühe entweder :kaffee: oder zum Kochen anderer Gerichte einlagern - ich empfehle Trinken, schmeckt klasse und erinnert an eine pilzige Rinderbrühe


    Am nächsten Tag:

    • Salatmischung vorbereiten und marinieren
    • Ggf. den Käse in Streifen schneiden
    • Dönersauce vorbereiten
    • Dönerbrote anwärmen oder eben backen - je nachdem ob ihr fertige kauft oder selbst macht


    • Für das Pilzgyros eine Pfanne mit Olivenöl aufsetzen
    • Gyros bei knackiger Hitze 3 bis 4 Minuten und regelmäßigem Wenden anrösten (bei größerer Menge portionsweise anbraten)


    • Dönerbrot zu 3/4 aufschneiden, mit der Hand etwas aufdrücken und auch im hinteren Ende die Krume öffnen
    • Pilzgyros ins Brot geben
    • Ein Klecks Sauce darauf
    • Die Salatmischung ins Brot geben
    • Ggf. den Käse darauf legen
    • Nochmal mit etwas Sauce toppen


    Guten Appetit!


    Was ihr erwarten könnt? Einen echten Döner. Geschmacklich kaum vom Original zu unterscheiden und auch die Konsistenz kommt sehr nah ran. Ich hatte heute vier Mitesser, die allesamt hin und weg waren. Ein Pilzgeschmack dringt hier kaum durch. Geschmack und Konsistenz fallen fleischig, würzig und einfach lecker aus.


    Kann man das auch aus frischem Riesenporling machen? Vermutlich. Dann aber sicherlich mit mehr Eigengeschmack vom Pilz und anderer Konsistenz. Die an Rindfleisch erinnernde Konsistenz kommt bei der Art erst durch das Trocknen so richtig zur Geltung.


    LG Christopher

    Wenn's so extrem regnet sind dichte Fichtenschonungen nach meiner Erfahrung ganz interessant, weil der Regen da etwas abgebremst wird. Auch wenn's unbequem ist da durch zu kriechen, finden sich dann ganz gerne mal interessante Dinge. Meine hervorspitzelnden Steinis waren auch in so einer Fichtenschonung und die meisten Goldröhrlinge sind ebenfalls dort zu finden (sind ein paar Lärchen dazwischen).


    Umso erstaunlicher war der heutige Fund bei den Eichenflockis. In dem Habitat ist "Matschepampe" und trotzdem haben sie so geschoben. Versteh einer die Pilze... :D


    LG Christopher

    Ich habe auch eine Stelle im Laubwald wo rötende Champignons vorkommen. Seltener sind sie im Laubwald aber definitiv anzutreffen. Das gilt aber auch - zumindest nach meiner Beobachtung - für andere Arten die beides können wie z.B. A. Augustus. Von dem kenne ich auch nur ein Laubwald-Habitat aber zig Nadelwald-Habitate.


    LG Christopher

    Hübsche Funde! Die Himbeeren sind bei mir schon seit Mitte Juli durch. Dafür sind die Brombeeren jetzt an den sonnigen Stellen in Vollreife. Herrliche Nascherei nebenher beim Pilze suchen.


    LG Christopher

    Ich kann den Geruch leider nicht beschreiben, riecht aber halt ähnlich wie die aus dem Supermarkt.

    Typischer Champignon Geruch in Verbindung mit Röten und schuppigem Hut wie hier zu sehen erinnert mich an Waldchampignons / Blutchampignons (Agaricus Sylvaticus / Langei). Ob es da noch weitere ähnliche Arten gibt, weiß ich allerdings nicht.


    LG Christopher

    Die Beeren haben wir in eine Auflaufform gegeben und zusammen mit Streuseln im Backofen erhitzt. Die Heidelbeeren zerlaufen dann regelrecht zu einer Art Grütze, sehr lecker. Serviert wurde das ganze mit Vanilleeis.

    Klingt geil. Ich habe gerade nen White Chocolate Cheesecake mit einer 250g Ladung Wildheidelbeeren drin, das ist auch der Knaller.

    Einmal muss ich noch sammeln gehen und dann Rote Grütze damit kochen zusammen mit Waldbrombeeren und eingeweckten Kirschen. Dann muss es aber für dieses Jahr reichen mit den blauen Dingern. :D


    Waldrunde heute Vormittag in einem anderen Wald als gestern war recht spannend.

    Auch hier gibt es junges Wachstum bei den Goldröhrlingen.


    Frische Nadelholz-Braunporlinge kommen.


    Die Flockenhexen im Nadelwald haben gezündet.


    Parasole stehen überall rum, hier einer im Miniatur-Format.


    An meiner Eichenflocki-Stelle hat sich in einer Woche Abwesenheit ein Feuerwerk abgespielt - trotz des vielen Regens. Insgesamt 12 riesige überständige Fruchtkörper, teils mit büscheligem Wachstum.


    Die dazwischen vorkommenden normalen Flockis waren dagegen noch in jüngerem Stadium und haben die Nadelwald-Funde ergänzt.


    Echte Knoblauchschwindlinge stehen auch in Massen rum, wie man am Korb sehen kann.


    LG Christopher

    Heute ne Waldrunde ohne Technik gemacht. Schade, ne Kamera hätte sich heute gelohnt. Es gab einiges zu sehen:

    • Die ersten Fichtensteinpilze stecken die Hutspitze aus der Nadelstreu hervor
    • Die Parasole haben mengenmäßig kräftig zugelegt
    • Die Grünen Anistrichterlinge sind da
    • Ein paar Mehlräslinge haben sich gezeigt
    • Die Goldröhrlinge kommen jetzt richtig, an vielen Stellen zeigen sich zahlreiche kleine gelbe Kugeln

    Außerdem wurde einer der Riesenporlinge geerntet. 3,1 Kilo hatte der Fruchtkörper und war noch bis in den Strunk zart. Der große Rommelsbacher ist jetzt voll. Am Freitag wird ein Teil davon zu Döner verarbeitet.


    Die Fichtensteinis sollten - sofern die Schnecken nicht kommen - in zwei bis drei Tagen soweit sein. An Regen mangelt es weiterhin nicht, heute wieder knapp 7 Liter. Sieht so aus, als würde es jetzt endlich mal richtig los gehen.


    LG Christopher

    Leccinellum crocipodium. Das Schnittbild habe ich mir erlaubt da ich die im Verdacht hatte und in der Nähe bestimmt 20 neue Knubbel hochkamen.

    Glückwunsch, hatte ich mir neulich schon gedacht, als du die gepostet hast. Bei mir haben die sich heuer (wie so vieles) noch nicht blicken lassen - wohl wegen dem kalten Start in die Saison. Normal in meinen Laubwäldern zwischen Juli und September ein Massenpilz und der Häufigste unter den Raufüßen - wächst wie die Maronen im Nadelwald. Vom Speisewert her der beste Raufuß. Schmackhaft und schön fest. Natürlich schonenswert wenn er regional selten vorkommt.


    LG Christopher