Beiträge von Shroom!

    Wenn bei Flockenhexen der in oder nahe der Erde liegende Teil des Stiels bei sehr feuchter Witterung einen weißlichen Belag aufweist, der sich gleichmäßig um den Stiel legt, ist es meistens Myzel. Hier ist es recht eindeutig Goldschimmel, wofür neben der Form der Ausbreitung auch Farbe und Dicke des Belags sprechen.


    LG Christopher

    und wir haben gerade Nachttemperaturen von ca. 5 Grad. Im Wald war auch ein recht kühler Luftzug.

    Dito, wenngleich hier 3 Grad mehr waren in der Nacht. Aber auf jeden Fall im Auge behalten, bei mir hat es von "nichts zu sehen" bis "Steinpilzwahnsinn" jetzt je nach Stelle 2 bis 3 Tage gedauert. Wenn die so richtig zünden, geht es extrem schnell. Bei den Fichtensteinpilzen hat man meist etwas mehr Zeit.


    LG Christopher

    Morgenstund hat Pilz im Mund: Heute Vormittag war ich mit der Familie unterwegs in meinem besten Sommersteinpilz Habitat im Hauswald, zu dem ich es gestern nicht geschafft hatte. Was da abgeht, ist der absolute Wahnsinn!


    Abseits davon ein schickes Netzhexen Duo:


    Und die Gelbporigen Raufüße trauen sich endlich mit über 2 Monaten Verspätung raus:


    An bekannter Stelle gab es außerdem den ersten richtig großen Fichtensteinpilz des Jahres. Immer an exakt derselben Stelle. Groß, reinweiße Röhren und knüppelhart.


    Zum Abschluss wurde noch der erste gewachsene Riesenporling des Jahres besucht. So langsam dürfte er das Maximum erreicht haben.


    Vielleicht geht es heute Abend noch in einen anderen Wald. Würde mich interessieren, ob die Sommersteinpilze dort auch so eskalieren.

    Jetzt erstmal arbeiten...


    LG Christopher

    Jo der Pilz (und auch seine rothütigen Kollegen) war trocken. Am anderen Ende des Habitats gab es auch zwei normale Netzhexen in klassischem Olivgrün-Braun. Das Netz war weinrot, was leider zusammen mit dem verfärbten Stiel (vom Anfassen) von der Kamera eher als schwarz abgebildet wird. In natura war der Rotton deutlich sichtbar.


    Zu deinen Exemplaren: Das passt schon. Die Art ist wie alle Netzhexen sehr variabel. Gib den wissenschaftlichen Namen mal bei der Google Bildersuche ein, dann siehst du das breite Spektrum. Deine sind schon eher am oberen Ende der Knallroten Kollegen.


    Beim Michael gibt es auch schöne Bilder der Art, so etwa mit noch etwas dunklerem Stilnetz waren auch meine: https://www.pilzbuch-pilzwelte…suillellus-rubriceps.html


    LG Christopher

    Nur junge Exemplare verwenden( sonst zäh und/oder bitter) und gut kochen

    Mittelalte, schön frisch und knackig aber in anständiger Größe, sind durchaus auch noch brauchbar. Ich koche die Art drei bis viermal für jeweils 15 Minuten ab mit Wasser-Wechsel zwischendrin. Im letzten Gang sollte sich das Wasser nur noch leicht verfärben, dann sind sie fertig. Wenn Exemplare eventuell bitter waren, sind sie dann nur noch minimal herb.


    Ansonsten kann ich auch bestätigen, dass man die Samtfuß-Holzkremplinge durchaus gut essen kann. Der Wurstsalat ist klasse, wenn man mal auf Fleisch verzichten will. Finde sie aber auch als Einlegepilz nicht verkehrt. Mache mir gelegentlich ein Glas mit mediterraner Würzung. Schmeckt super zur Brotzeit, in Pasta oder auch mal auf Pizza und die Konsistenz macht Spaß beim Essen. Ich mag es, wenn man bei Pilzen was zum Beißen hat.


    LG Christopher

    Pilzmausi Die gehen schon noch etwas auf ohne Knolle aber definitiv nicht komplett, wenn sie noch ganz geschlossen waren. Mit Knolle werden sie richtig prächtig.


    LG Christopher

    Tour in einem Nachbarwald war heute sehr erfreulich.


    Ganz viele madenfreie Sommersteinpilze.


    Erstaunlich viele Hainbuchenraufüße die ich leider vergessen habe zu Knipsen vor lauter Freude.


    Dafür habe ich bei einer anderen Raufußart dran gedacht. Die gab es schon letztes Jahr an gleicher Stelle - für mich nicht bestimmbar. Zu viele potenzielle Symbiosepartner an der Stelle. Stielbasis blaut himmelblau bis grünlich.


    Judasohren gibt es an fast jedem alten Holunder.


    Und auch Hexen lassen sich weiterhin finden. Hier wieder mal der Eichenflocki.


    Goldröhrlinge sind weiterhin da:


    Und natürlich viele Parasole, Anis-Champignons und Knoblauchschwindlinge (Echt und Lang).


    Ein paar Sommersteinpilzhabitate stehen noch leer. Da geht es bestimmt los, wenn es jetzt wieder wärmer wird. Eventuell trauen sich dann auch die Bronzeröhrlinge wieder vor die Kamera.


    LG Christopher

    Jup, sehr wahrscheinlich "der Riesenschirmling". In dem Stadium habe ich sie neulich in einem Habitat sehr zahlreich gefunden.

    Wenn du den komplett entnommenen Fruchtörper in eine Schale mit Wasser stellst, wird er noch etwas weiter wachsen.

    Wenn man das mit Paukenschlägeln - also ausgebildete Fruchtkörper mit noch geschlossenem Hut macht - schirmen sie auf. Das ist praktisch, wenn man Parasole essen will, aber erst am Folgetag zubereiten möchte. ;)
    Die Knolle darf dabei nicht entfernt werden, sonst funktioniert es nicht mehr.


    LG Christopher

    Bei mir stehen die Hainbuchen Raufüße in vielen Sommersteinpilz-Habitaten. Auch hier kalkig mit bunter Mischung aus Buchen, Eichen, Hainbuchen, vereinzelt auch mal Birken. Ich habe ein Habitat wo die Hainbuchen Raufüße auch zahlreicher auftreten können. Dort wachsen sie zusammen mit den Gelbporigen Raufüßen wild durcheinander.

    Zusammen mit Netzhexe kann durchaus sein, da stand ein alter Fruchtkörper in der Nähe. Die gefundenen Sommersteinis und Perlen aber auch.


    LG Christopher

    Gewachsene Steinpilz-Babys: Negativ. Jemand kam mir zuvor und alle sind weg. Es gibt aber wieder Nachschub. Zwei in brauchbarer Größe habe ich mitgenommen und mich als Ausweichobjekt noch etwas bei den Anis-Champignons bedient. Gab es dieses Jahr noch nicht, insofern darf mal gesündigt werden.


    Im Sommersteinpilz-Habitat geht es jetzt auch wieder los und da gab es sogar mehr zu holen als bei den Fichtensteinis:


    Der hier ist ja mein Favorit:


    Ein Hainbuchen-Raufuß hat sich gezeigt. Der durfte bleiben. Ich sammle in meiner Region unter den Raufüßen nur Gelbporige und in Ausnahmefällen mal eine Rotkappe, wenn sie zahlreich rumstehen. Alles andere ist hier viel zu selten.


    Die ersten Perlpilze des Jahres haben sich direkt zwischen den Sommersteinis blicken lassen:


    Bin mal gespannt, wie es jetzt weiter geht. Morgen soll der letzte Tag mit ergiebigem Regen sein. Für den restlichen August ist dann wieder Trockenheit bei 25 bis 32 Grad angesagt.


    LG Christopher

    Wenn ich so makellose Speisetäublinge finde, sind sie untenrum immer verschimmelt. Ein Fluch...

    Jetzt geht's dann wieder zu den Steinpilz-Babys schauen. Mal sehen, wie schnell die gewachsen sind.

    Und mein Judasohr Vorrat muss aufgefüllt werden. Da sollte sich nach dem ganzen Regen der letzten Wochen jetzt auch was Brauchbares finden lassen.

    Bericht folgt :)


    LG Christopher

    Zur schimmligen Hexe: Ja, das ist Goldschimmel. Die gelben Flecken sind im späteren Stadium ganz typisch. Das kann soweit gehen, dass der ganze Pilz gelb wird. Sieht hübsch aus.


    LG Christopher

    Das Problem am Backofen ist: Wenn du 80 Grad einstellst und die Türe offen hast, stimmt die Temperaturmessung nicht mehr und es wird auch generell mehr nachgeheizt. Gut möglich, dass die Pilze dadurch wärmer als 80 Grad wurden - eventuell an die 100 Grad.


    Schmecken werden sie trotzdem noch, nur eventuell nicht mehr so, wie man es erwarten würde. Ein guter Geschmacksverstärker wird es aber in jedem Fall sein, da heiß getrocknete Pilze reichlich Glutamat entwickeln. Ich würde aus der Charge ein Pulver machen und zum Würzen nutzen.


    Du kannst ja zuvor mal ein paar Stücke eine Stunde in kaltes Wasser legen und dann prüfen, wie sich das Aroma entwickelt.


    LG Christopher

    wie geht ihr vor wenn ihr neue Habitate finden wollt?

    In neue Waldstücke gehen, idealerweise dann, wenn in bekannten Gebieten was los ist. Und dann laufen, laufen, laufen. Und natürlich die neuen Waldstücke nicht nur einmal besuchen, sondern immer wieder im Jahr. Wenn man mal raus hat, wie ein guter Pilzwald aussieht und Zeigerpilze sowie Pflanzen kennt, wird es nochmal etwas leichter.


    Zwei Mini Steinpilze sind übrigens ein gutes Zeichen. Da kommt dann meistens in den nächsten Tagen bis zwei Wochen noch mehr hinterher.


    LG Christopher