Beiträge von Shroom!

    Jup, sehr wahrscheinlich "der Riesenschirmling". In dem Stadium habe ich sie neulich in einem Habitat sehr zahlreich gefunden.

    Wenn du den komplett entnommenen Fruchtörper in eine Schale mit Wasser stellst, wird er noch etwas weiter wachsen.

    Wenn man das mit Paukenschlägeln - also ausgebildete Fruchtkörper mit noch geschlossenem Hut macht - schirmen sie auf. Das ist praktisch, wenn man Parasole essen will, aber erst am Folgetag zubereiten möchte. ;)
    Die Knolle darf dabei nicht entfernt werden, sonst funktioniert es nicht mehr.


    LG Christopher

    Bei mir stehen die Hainbuchen Raufüße in vielen Sommersteinpilz-Habitaten. Auch hier kalkig mit bunter Mischung aus Buchen, Eichen, Hainbuchen, vereinzelt auch mal Birken. Ich habe ein Habitat wo die Hainbuchen Raufüße auch zahlreicher auftreten können. Dort wachsen sie zusammen mit den Gelbporigen Raufüßen wild durcheinander.

    Zusammen mit Netzhexe kann durchaus sein, da stand ein alter Fruchtkörper in der Nähe. Die gefundenen Sommersteinis und Perlen aber auch.


    LG Christopher

    Gewachsene Steinpilz-Babys: Negativ. Jemand kam mir zuvor und alle sind weg. Es gibt aber wieder Nachschub. Zwei in brauchbarer Größe habe ich mitgenommen und mich als Ausweichobjekt noch etwas bei den Anis-Champignons bedient. Gab es dieses Jahr noch nicht, insofern darf mal gesündigt werden.


    Im Sommersteinpilz-Habitat geht es jetzt auch wieder los und da gab es sogar mehr zu holen als bei den Fichtensteinis:


    Der hier ist ja mein Favorit:


    Ein Hainbuchen-Raufuß hat sich gezeigt. Der durfte bleiben. Ich sammle in meiner Region unter den Raufüßen nur Gelbporige und in Ausnahmefällen mal eine Rotkappe, wenn sie zahlreich rumstehen. Alles andere ist hier viel zu selten.


    Die ersten Perlpilze des Jahres haben sich direkt zwischen den Sommersteinis blicken lassen:


    Bin mal gespannt, wie es jetzt weiter geht. Morgen soll der letzte Tag mit ergiebigem Regen sein. Für den restlichen August ist dann wieder Trockenheit bei 25 bis 32 Grad angesagt.


    LG Christopher

    Wenn ich so makellose Speisetäublinge finde, sind sie untenrum immer verschimmelt. Ein Fluch...

    Jetzt geht's dann wieder zu den Steinpilz-Babys schauen. Mal sehen, wie schnell die gewachsen sind.

    Und mein Judasohr Vorrat muss aufgefüllt werden. Da sollte sich nach dem ganzen Regen der letzten Wochen jetzt auch was Brauchbares finden lassen.

    Bericht folgt :)


    LG Christopher

    Zur schimmligen Hexe: Ja, das ist Goldschimmel. Die gelben Flecken sind im späteren Stadium ganz typisch. Das kann soweit gehen, dass der ganze Pilz gelb wird. Sieht hübsch aus.


    LG Christopher

    Das Problem am Backofen ist: Wenn du 80 Grad einstellst und die Türe offen hast, stimmt die Temperaturmessung nicht mehr und es wird auch generell mehr nachgeheizt. Gut möglich, dass die Pilze dadurch wärmer als 80 Grad wurden - eventuell an die 100 Grad.


    Schmecken werden sie trotzdem noch, nur eventuell nicht mehr so, wie man es erwarten würde. Ein guter Geschmacksverstärker wird es aber in jedem Fall sein, da heiß getrocknete Pilze reichlich Glutamat entwickeln. Ich würde aus der Charge ein Pulver machen und zum Würzen nutzen.


    Du kannst ja zuvor mal ein paar Stücke eine Stunde in kaltes Wasser legen und dann prüfen, wie sich das Aroma entwickelt.


    LG Christopher

    wie geht ihr vor wenn ihr neue Habitate finden wollt?

    In neue Waldstücke gehen, idealerweise dann, wenn in bekannten Gebieten was los ist. Und dann laufen, laufen, laufen. Und natürlich die neuen Waldstücke nicht nur einmal besuchen, sondern immer wieder im Jahr. Wenn man mal raus hat, wie ein guter Pilzwald aussieht und Zeigerpilze sowie Pflanzen kennt, wird es nochmal etwas leichter.


    Zwei Mini Steinpilze sind übrigens ein gutes Zeichen. Da kommt dann meistens in den nächsten Tagen bis zwei Wochen noch mehr hinterher.


    LG Christopher

    Krass, gestern Abend im Hauswald eine übrsichtliche Stelle mit Netzhexen gecheckt, wo sie für gewöhnlich nach starkem Regen zeitnah auftauchen. Es war nichts zu sehen. Heute:


    2 von 4 kamen mit - vollständig brauchbar, keine Würmer. Das Spannende an der Stelle ist übrigens, dass sie dort erst erscheinen, seit dort ein Haufen Schotter liegt für die Wege-Reparatur. Der Haufen wurde dort letztes Jahr im Frühjahr angelegt und seit dem folgenden Sommer erscheinen dort die Netzhexen mit jedem Regen.


    Abseits der Hexen habe ich noch einem Riesenporling einen Besuch abgestattet, den ich beim letzten Ernten zurück gelassen habe:


    Der erste Langstielige Knoblauchschwindling hat sich gezeigt:


    Parasole gibt es in Massen und tollen Größen:


    Die Goldröhrlinge werden immer zahlreicher:


    Und was das hier ist, weiß ich nicht, sieht aber hübsch aus:


    LG Christopher

    Meine Güte, die vielen Anistrichterlinge, da find ich wenn überhaupt mal ein zwei einzelne pro Jahr.

    Die scheinen zu den Arten zu gehören, die nicht regelmäßig fruchten. Die kommen bei mir im Hauswald relativ häufig vor, setzen aber gerne mal aus. Letztes Jahr habe ich auch keinen gefunden. Dieses Jahr stehen sie wieder überall rum. Vor allem im Randbereich der Fichtenschonungen - dort auch die gezeigte Gruppe direkt an der ersten Baumreihe nach dem Weg.

    Aber ich lass die goldigen Dinger stehen, die mag ich nicht

    Ich liebe sie mit Zwiebeln, Karotten und Petersilie in Butter. Ganz pur mag ich sie auch nicht so und als Mischpilz gehen sie einfach nur unter. Getrocknet sind sie für Saucen nicht schlecht, diese fruchtige Note verschwindet dann.


    Aber das Sammeln ist gerade jetzt bei dem nassen Wetter schlimm. Da sind die Hände dann komplett gelb und schleimig. :D


    LG Christopher

    Könnte man auf den ersten Blick meinen, bei genauerer Betrachtung sehe ich aber auch Knollis. Die Lamellenfarbe passt nicht zum Champignon und die Knolle bei einigen Exemplaren auch nicht. Ich meine da bei zwei Pilzen eine getopfte Knolle nebst lappigem Gebilde zu sehen. Kann aber auch täuschen, die Bilder sind ja nicht sehr gut. Das zeigt aber auch mal wieder, wie verdammt vorsichtig man sein muss, wenn man Champignons im jungen Stadium sammelt.


    LG Christopher

    Sowas ähnliches habe ich auch schon gemacht, als Nuggets wie aus Schwefelporling. Geschmacklich nicht schlecht, fand es aber ehrlich gesagt etwas wässrig. Aus getrockneten Exemplaren eventuell besser, wie beim Schwefelporling auch.


    Was ich auch schon mit frischem Riesenporling gemacht habe: Gulasch. Das war recht lecker. Hatte dafür etwas ältere Exemplare genutzt, die schon etwas fester waren. Das gab dann eine schöne faserige aber trotzdem zarte Konsistenz. Geschmacklich ist der Riesenporling eine echte Umami-Bombe, kommt als Gulasch also ziemlich gut.


    Mein Favorit ist bisher aber echt das Gyros.


    LG Christopher

    Hier sind es von angekündigten 11 Litern ganze 16,8 Liter geworden.


    Habe heute Abend die Fichtenschonung mit ersten Anzeichen von Fichtensteinpilzen erneut besucht. Fazit: Kinderstube ist in vollem Betrieb!


    An Nebenfunden gab es viele Goldröhrlinge im Mini-Stadium:


    Endlich wieder Champignons (keine Ahnung welche, habe nichts entnommen):


    Grüne Anistrichterlinge:


    Fortsetzung gibt es dann morgen, es wurde zu dunkel und der nächste Regen naht.


    LG Christopher

    Vielen Dank für die Antworten! Ich bin nicht zum Anisegerling gekommen, weil der Pilz nicht nach Anis sondern wirklich wie eine Mozartkugel roch.

    Das passt schon. Bittermandel trifft den Geruch der Anis-Champigons am besten. Die Hauptkomponente ist Benzaldehyd, was auch im Backregal als Bittermandelaroma zu finden ist. Den kräftigsten Geruch unter den Anis-Champignons hat der Riesenchampignon (A. Augustus) - einfach herrlich. In den USA und Russland wird daraus sogar Likör gemacht - Pilz-Amaretto wenn man so will.


    LG Christopher

    Hallöchen in die Runde!


    Nachdem ich kürzlich mal in einem Topic verlauten habe lassen, dass ich mal Döner aus Riesenporling machen will, hat der liebe Daniel224 nach Bildern gefragt. Dem möchte ich an dieser Stelle mal nachkommen und zumindest ein grobes Rezept abliefern. Mengen müsst ihr selber austüfteln, da das ein Freestyle Kochen war.


    Zutaten

    • Dönerbrote / Fladenbrote (bekommt ihr beim Dönermann, bei manchen Supermärkten oder Bäckern oder selber backen - ich habe selbst gebacken mit meiner Lievito Madre)
    • Dönersauce nach Wunsch (ich habe nen klassischen Tzatziki gemacht, das mag ich am liebsten)
    • Salatmischung, fein gehobelt (klassisch Eisberg, Rotkohl, rote Zwiebeln, Petersilie mit Salz, Zitronensaft und Sumach gewürzt)
    • Wer Käse auf dem Döner mag: Feta
    • Riesenporling (getrocknet, grob in Streifen gerissen)
    • Gyros Gewürz (ich habe selbst gemischt nach diesem Rezept, welches m.E. das Beste ist)
    • Etwas Gemüsebrühe (Pulver / Würfel)


    Zubereitung


    Am Abend des Vortages:

    • Gewünschte Menge getrockneten Riesenporling in einer leichten Gemüsebrühe aufkochen und rehydieren lassen (ca. 5 bis 7 Minuten), die Brühe bringt eine gewisse Grundsalzigkeit in den Pilz
    • Pilzstücke abschöpfen, etwas abtropfen lassen, dann in ein Gefäß zum Marinieren geben
    • Mit einem guten Schluck Olivenöl und nach Belieben vom Gyros Gewürz vermischen
    • Abdecken und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen
    • Pilzbrühe entweder :kaffee: oder zum Kochen anderer Gerichte einlagern - ich empfehle Trinken, schmeckt klasse und erinnert an eine pilzige Rinderbrühe


    Am nächsten Tag:

    • Salatmischung vorbereiten und marinieren
    • Ggf. den Käse in Streifen schneiden
    • Dönersauce vorbereiten
    • Dönerbrote anwärmen oder eben backen - je nachdem ob ihr fertige kauft oder selbst macht


    • Für das Pilzgyros eine Pfanne mit Olivenöl aufsetzen
    • Gyros bei knackiger Hitze 3 bis 4 Minuten und regelmäßigem Wenden anrösten (bei größerer Menge portionsweise anbraten)


    • Dönerbrot zu 3/4 aufschneiden, mit der Hand etwas aufdrücken und auch im hinteren Ende die Krume öffnen
    • Pilzgyros ins Brot geben
    • Ein Klecks Sauce darauf
    • Die Salatmischung ins Brot geben
    • Ggf. den Käse darauf legen
    • Nochmal mit etwas Sauce toppen


    Guten Appetit!


    Was ihr erwarten könnt? Einen echten Döner. Geschmacklich kaum vom Original zu unterscheiden und auch die Konsistenz kommt sehr nah ran. Ich hatte heute vier Mitesser, die allesamt hin und weg waren. Ein Pilzgeschmack dringt hier kaum durch. Geschmack und Konsistenz fallen fleischig, würzig und einfach lecker aus.


    Kann man das auch aus frischem Riesenporling machen? Vermutlich. Dann aber sicherlich mit mehr Eigengeschmack vom Pilz und anderer Konsistenz. Die an Rindfleisch erinnernde Konsistenz kommt bei der Art erst durch das Trocknen so richtig zur Geltung.


    LG Christopher

    Wenn's so extrem regnet sind dichte Fichtenschonungen nach meiner Erfahrung ganz interessant, weil der Regen da etwas abgebremst wird. Auch wenn's unbequem ist da durch zu kriechen, finden sich dann ganz gerne mal interessante Dinge. Meine hervorspitzelnden Steinis waren auch in so einer Fichtenschonung und die meisten Goldröhrlinge sind ebenfalls dort zu finden (sind ein paar Lärchen dazwischen).


    Umso erstaunlicher war der heutige Fund bei den Eichenflockis. In dem Habitat ist "Matschepampe" und trotzdem haben sie so geschoben. Versteh einer die Pilze... :D


    LG Christopher

    Ich habe auch eine Stelle im Laubwald wo rötende Champignons vorkommen. Seltener sind sie im Laubwald aber definitiv anzutreffen. Das gilt aber auch - zumindest nach meiner Beobachtung - für andere Arten die beides können wie z.B. A. Augustus. Von dem kenne ich auch nur ein Laubwald-Habitat aber zig Nadelwald-Habitate.


    LG Christopher

    Hübsche Funde! Die Himbeeren sind bei mir schon seit Mitte Juli durch. Dafür sind die Brombeeren jetzt an den sonnigen Stellen in Vollreife. Herrliche Nascherei nebenher beim Pilze suchen.


    LG Christopher

    Ich kann den Geruch leider nicht beschreiben, riecht aber halt ähnlich wie die aus dem Supermarkt.

    Typischer Champignon Geruch in Verbindung mit Röten und schuppigem Hut wie hier zu sehen erinnert mich an Waldchampignons / Blutchampignons (Agaricus Sylvaticus / Langei). Ob es da noch weitere ähnliche Arten gibt, weiß ich allerdings nicht.


    LG Christopher

    Die Beeren haben wir in eine Auflaufform gegeben und zusammen mit Streuseln im Backofen erhitzt. Die Heidelbeeren zerlaufen dann regelrecht zu einer Art Grütze, sehr lecker. Serviert wurde das ganze mit Vanilleeis.

    Klingt geil. Ich habe gerade nen White Chocolate Cheesecake mit einer 250g Ladung Wildheidelbeeren drin, das ist auch der Knaller.

    Einmal muss ich noch sammeln gehen und dann Rote Grütze damit kochen zusammen mit Waldbrombeeren und eingeweckten Kirschen. Dann muss es aber für dieses Jahr reichen mit den blauen Dingern. :D


    Waldrunde heute Vormittag in einem anderen Wald als gestern war recht spannend.

    Auch hier gibt es junges Wachstum bei den Goldröhrlingen.


    Frische Nadelholz-Braunporlinge kommen.


    Die Flockenhexen im Nadelwald haben gezündet.


    Parasole stehen überall rum, hier einer im Miniatur-Format.


    An meiner Eichenflocki-Stelle hat sich in einer Woche Abwesenheit ein Feuerwerk abgespielt - trotz des vielen Regens. Insgesamt 12 riesige überständige Fruchtkörper, teils mit büscheligem Wachstum.


    Die dazwischen vorkommenden normalen Flockis waren dagegen noch in jüngerem Stadium und haben die Nadelwald-Funde ergänzt.


    Echte Knoblauchschwindlinge stehen auch in Massen rum, wie man am Korb sehen kann.


    LG Christopher