Beiträge von Oliver

    Hallo Sebastian,


    gegen R. parazurea würde auch sprechen, dass die Ornamente der Sporen überwiegend isoliert sind. Ich kenne R. parazurea nur mit mehr Graten.

    Wenn ich mich recht entsinne, hat R. parazurea keine rosa/violetten Töne unter der Huthaut und ich meine aber, welche bei dir erkennen zu können.

    R. ionochlora soll auch ründlichere Segmente in den Epikutishaaren haben und R. grisea dafür nicht. Die Farbe des Sporenpulvers passt auch eher zu R. grisea, da R. ionochlora IIa hat. R. grisea soll - wie du schon impliziert hast - eher auf Kalk vorkommen.


    Also ich würde auch zu R. grisea tendieren, traue mir aber keine sichere Trennung der beiden zu. Mal sehen, was die Experten dazu sagen.


    Grüße

    Oliver

    Hallo Schupfi, Hallo Claus,


    bewerten werde ich diesen Fund wohl nicht können, da ich noch nicht alle Arten selbst in der Hand hatte bzw. unter dem Mikroskop.

    Wenn ich aber bei Marxmüller gucke, sollen R. laricina und R. nauseosa s.s. beide unter Fichte vorkommen können. Dabei soll R. nauseosa fast ganz isolierte und bisweilen stachelige Ornamente haben und R. laricina soll Graten haben, aber nicht netzig sein. Deine Bilder würde ich - wie gesagt, ohne die Arten selbst gesehem zu haben - mit den Bildern von Marxmüller zu R. laricina stellen.

    Auch soll R. laricina wie du schon sagtest, nach Marxmüller, Sporenpulver in Farbe von IVe besitzen und R. nauseosa in der Farbe IVb.

    An deiner Stelle würde ich mir noch die Epikutishaare anschauen. R. laricina soll spitz zulaufende Epikutishaare haben und R. nauseosa dafür stumpf zulaufende Epikutishaare.


    Wenn die Epikutishaare bei deinem Fund spitz zulaufen, würde ich den Fund persönlich als R. laricina (nach Marxmüller) bestimmen.


    Ich hab jetzt nicht in andere Literatur geguckt.


    Grüße

    Oliver

    Hi zusammen,


    schöne Funde, die du da gemacht hast Schupfnudel.


    Ich bin zwar kein Täublings-Spezie, aber ich würde die Nummer 3 direkt mit R. nauseosa vergleichen (dann auch mikroskopisch).

    Mild mit so einem dunklen Sporenpulver, an Fichte und mit dem gerieften Rand, kann es viel anderes wohl nicht sein.


    Beste Grüße

    Oliver

    Kleine Ergänzung:

    Das ist keine Essensfreigabe. Fremden Menschen im Internet bei einer potentiellen lebensgefährlichen Sach blind zu vertrauen, ist lebensmüde.

    Hallo Stefan,


    warum eigentlich nicht...

    Da bin ich beim Schlüsseln wohl einfach falsch abgebogen. Auf den ersten Blick scheint A. impudicus zu passen. Ich werde das mal genauer vergleichen.


    Grüße

    Oliver

    Hallo Schupfnudel,


    ich merke gerade, dass ich anscheinend A. porphyrocephalus mit A. porphyrrhizon verwechselt habe.

    Ja du hast Recht, die Sporenmaße passen gut zu A. porphyrrhizon und die Existenz von Cheilozystiden spricht gegen A. cupreobrunneus und A. lividonitidus.

    Ludwig erwähnt im Pilzkompendium, dass ein gilben ausbleiben kann, was ich bei den Fruchtkörpern beobachtet habe. Weder nach einigen Minuten noch nach einigen Stunden tritt ein gilben oder röten auf. Mit KOH verfärbt sich der Hut doch leicht gelb!

    Schäffer ist aber leider immer noch auf Hut und Stielbasis negativ, was gegen A. porphyrrizon sprechen würde.


    Climbingfreak, Tricholomopsis oder Karl W kann ich den obigen Pilz A. porphyrrhizon nennen? Habt ihr bessere Ideen?


    Grüße

    Oliver


    Edit: Ring ist nach oben abziehbar und ziemlich dünn


    Anbei Bilder durchgeschnittener Fruchtkörper und von Cheilozystiden, die 13 x 5µm messen. (Leider alle mit dem Handy aufgenommen)



    Hallo LilaAuster,


    das meiste wurde ja schon gesagt. Einige vertragsm es nicht, deshalb sollte man das mit einer kleinen Mengen erstmal testen. Zusätzlich kann man dann gucken, ob der einem überhaupt schmeckt.

    Gästen würde ich sowas nie anbieten, weil man eben nie weiß, wer es verträgt.

    Ich wollte aber noch hinzufügen, dass ich von einem Fall gehört habe, in dem erst im Nachhinein eine Unverträglichkeit aufkam. Also der Hallimasch wurde über Jahre gegessen und auf einmal hat man ihn nicht mehr vetragen.


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen,


    am Sonntag den 16.10.2022 veranstaltete der APR eine Pilzexkursion zusammen mit dem Botanischen Verein Bochum auf dem Hauptfriedhof Bochums in Altenbochum. Dort hat mir einer der Biologen diesen Pilz im Jungstadium in die Hand gedrückt und die Vermutung lag bei Macrolepiota oder Agaricus. Angesichts älterer Exemplare wurde schnell klar, dass es sich um ein Champignon handelt.


    KOH ist auf Hut und Stiel negativ; eine Verfärbung des Fleisches konnte ich nicht beobachten; Geruch geht Richtung Gurke/Mehl und Schäffer negativ auf dem Hut

    Anbei stand eine Kiefer


    Ich hab in der Funga Nordica und mit dem Gröger geschlüsselt und kam bei beiden in die Richtung von A. cupreobrunneus, wobei die Funga Nordica noch A. lividonitidus führte und als Synonym letzteren Pilzes A. porphyrocephalus führte und Gröger tat das gleiche, nur gab er A. lividonitidus als mögliches nomen ambiguum an.


    Cheilozystiden sind vorhanden(siehe Bild); einen Keimporus konnte ich nicht finden.


    Fruchtkörper:

    Sporen 1000x

    Cheilozystiden 450x (10 Einheiten entsprechen 23µm)


    Die Sporenmaße lagen im Schnitt bei (5,6-) 6 (-7) x (3,2-) 3,5 (-3.8)µm, Q 1,7


    Liege ich mit meiner Zuordnung um A. cupreobrunneus richtig und wenn ja, um welche Art würde es sich denn hier konkret handeln bzw. welche Angaben würdet ihr dazu noch benötigen?


    Beste Grüße

    Oliver

    Hallo Dominik,


    ein Pilzberater sollte sogar einen Korb, der mit (starken) Giftpilzen gefüllt ist, komplett verwerfen inkl. Speisepilze.

    Aber wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht, dass etwas passieren würde, wenn du Zuhause die Speisepilze sorgfälltig säuberst, damit daran keine Giftpilzreste hängen. Ich möchte dich damit aber nicht animieren, dies so zu tun!

    Am besten ist es, wenn man eine Dose mit nimmt, in die man die Giftpilze bzw. unbekannten und somit potenziell giftigen Pilze packt.


    Grüße

    Oliver

    Hallo,


    ein Milchling mit roter Milch wäre Lactarius sanguifluus, aber der auf dem Bild sieht weniger nach einem aus. Hast du denn bessere Bilder? Evtl. auch von den Lamellen?

    Und der hat wirklich gemilcht? Wenn nicht, würde ich mal bei den Täublingen gucken...


    Der Urlaub war in Deutschland?


    Grüße

    Oliver

    Hallo Renato,


    So wie es aussieht, sind die Lamellen komplett frei und nicht am Stiel angewachsen? Vom Habitus des Pilzes würde ich bei den Dachpilzen mal gucken. Die können diese zugespitzten Cheilozystiden haben und ebenfalls solchen geformten Sporen. Vielleicht ist das auch ein Scheidling. Soweit ich weiß, sind einige Scheidlinge und Dachpilze essbar, aber ich hab noch nie welche bewusst gegessen.


    Grüße

    Oliver

    Hallo Sophie,


    zum Aussporen reicht es doch, den Stiel abzuschneiden und den Hut auf Papier oder eine andere Auflage zu platzieren. Es ist ratsam den Stiel daneben zu legen, weil er für die Bestimmung oft wichtig ist.

    Ich gebe Jörg recht, das ist ein Safranschirmling (Chlorophyllum wissenschaftlich). Die sind leider nicht immer eindeutig zu bestimmen, aber wenn man es versucht, braucht man definitiv die Stielbasis dafür. Einige Safranschirmlinge sind giftig.


    Grüße

    Oliver



    PS: Die Bruchstellen des Pilzes sind bestimmt rot oder haben zumindest anfänglich gerötet

    Hallo Karle,


    Azalee hat recht, das sind keine Parasole. Das Bild der Hüte ist nicht gerade gut, aber ich würde mal Richtung Stachelschirmling tippen oder eventuell sogar Lepiota???

    Essbar sind die Teile, die du da hast, bestimmt nicht.


    Grüße

    Oliver

    Hallo PilzNeuling,


    Verzehrsempfehlungen gibt es nur vor Ort bei einem Pilzsachverständigen. Deine Pilze sehen aber schon nach Parasolen aus, denn die haben den charakteristisch genatterten Stiel und den Kontrast im Hut. Sie werden bei Verletzung wohl nicht röten.


    Grüße

    Oliver

    Hallo Oehrling,


    Ja da scheint sich viel zu tun. Die Ditte z.B. publiziert auch fleißig. Eine Gattungsmonographie über die Inocybe s.l., also der Gattung Inocybe im älteren Sinne wäre echt toll. Ich mag die Risspilze und wie sie unter dem Mikroskop aussehen, aber sie zu bestimmen ist echt kein Spaß. Wenn man dann im Schlüssel Hinweise findet, dass es in diesem Bereich noch viele Unklarheiten gibt, ist das nicht gerade motivierend. Bleibt zu hoffen, dass sich geeignete Autoren finden und ein tolles Werk schaffen.


    Grüße

    Oliver