Nachtrag zum 2.Porling von der Rückseite des Buchenstamms (vgl. Bild 5 oben):
Weil ich schon mal dort war, habe ich noch einen Beleg vom resupinaten Porling, der auf der anderen Buchenstammseite wächst genommen.
Im Gegensatz zum Ischnoderma auf der anderen Seite, der mittlerweile abgestorben und holzig trocken ist (auch in den resupinaten Anteilen), ist dieser Porling 6 Wochen später, Mitte März, noch immer frisch und weich und bildet weiter Sporen (s.u.).
Die mikroskopische Sporen- und Hyphenanalyse bestätigt den Verdacht, dass tatsächlich - wie von euch vermutet (Pablo, Andreas, ..) - Ceriporiospsis gilvescens vorliegt. ![]()
- nur generative Hyphen
- Schnallen vorhanden
- Hyphen kristallbesetzt
- größere Kristalle zwischen den Hyphen eingebettet
- Sporenmaße 4,5 x 2,0 µm,
- Sporen elliptisch, hyalin
Ein schöner Pilz, wie ich finde - und er lässt sich hervorragend mikroskopieren, da er keine Skeletthyphen besitzt, deshalb sehr weich ist und mikroskopisch auch einiges zu bieten hat.
Lustigerweise nennt man diesen Pilz offenbar im Deutschen u.a. auch Harzporling (Fleckender Harzporling).
Warum das so ist, habe ich nicht herausbekommen - er riecht jedenfalls unauffällig, kein Vergleich zu Ischnoderma! ![]()
LG, Martin
Bild C1 Probe
Bild C2 Sporen
Bild C3 kristallbesetzte Hyphen
Schnallen konnte ich erst nach dem Einfärben erkennen:
Bild C4 Beschnallte Hyphen vorhanden
