Beiträge von KaMaMa

    Hallo Sandra,


    die Stelle liegt mitten um Wald, und heißt mMn so, weil dort das Wasser an der Oberfläche steht, es finster, matschig und unwegsam war. Überall große Pfützen und Lachen. Dem entsprechend auch viele Tierwechsel zwischen den Bäumen.


    LG Martin

    Hallo Waldgänger!


    Gestern nach dem Sturm war das Wetter schön und es ging raus in den Wald, um eine Probe einer Cladonie zu holen, die mir beim letzten Beusch aufgefallen war.

    Die Flechte muss ich in einem Gebiet, das sich Teufelsbrunnen nennt, suchen.

    Bild 1


    Auf einer freieren Fläche lagen zwei Baumstämme dicht beisammen.

    Bild 2


    Meine Aufmerksamkeit ist geweckt, und siehe da:

    Bild 3


    Der Färbung nach eventuell ein Trichaptum cf. fuscoviolaceum, mit zähnchenartigen "Poren".

    Mein erstes lila Trichaptum! :gstrahlen:

    Bild 4


    Bild 5


    Dann einige schöne Cladonien - für hiesige Verhältnisse.

    Die rotfrüchtigen Arten sind hier sehr selten.

    Aber nicht das was ich suche!

    Bild 6


    Bild 7


    Ah! Emdlich angekommen.

    Bild 8


    Der Boden ist hier sehr feucht bis staunass.

    Vielleicht heißt das Gebiet so, weil die Bäume hier Füße haben und nachts umherwandern. ==Gnolm4

    Bild 9


    Nur einige 100m von hier war ich neulich einen Baumriesen begegnet.

    Ich zeige es nochmal, weil es so cool ist:

    Bild 10


    Und dann, an einem alten Baumstumpf im Teufelsbrunnen also die Flechte, weswegen ich hierher kam:

    Eine sehr zarte Flechte auf einem vermoosten Baumstumpf.

    Bild 11


    Bild 12


    Wie sich herausstellt, handelt es sich vermutlich um Cladonia parasitica: :gbravo:

    Ihre Schönheit erkennt man erst unter der Stereolupe:

    Bild 13


    Die einzelnen Podetien sind nur wenige Millimeter hoch (5-8mm) und von vergleichsweise dicken, braunen Fruchtkörpern gekrönt:

    Bild 14


    Bild 15


    Bild 16


    Auf dem Rückweg war noch einiges an den Baumstümpfen geboten.

    Eine Gruppe auffälliger alter, dunkelbraun-schwarz getreifter Porlinge im Wurzelbereich (verm. unbestimmbarr, zu alt)

    Bild 17


    Ein letztjähriger Fenchelporling auf einem Stumpf tronend:

    Bild 18


    Im Wurzelbereich (fast schon unterirdisch) ein mir bis dato unbekannter Porling, den ich zuhause Physisporinus crocatus (Safrangelber Hartporling) zuordnen konnte:

    Bild 19


    Bild 20


    Bild 20


    Ein schöner großer Zaunblättling:

    Bild 21


    Moosüberwucherde Birkenblättlinge (neben angebrannten Rauchporlingen):

    Bild 22


    Bild 23


    Ich würde mal vorsichtig Lentizes betulina vermuten:

    Bild 24


    Ein Eichenhain, mit Stämmen dick und hellgrau verkrustet durch Flechten:

    Bild 25


    Bild 26


    Offenbar Pertusaria amara, denn der bittere Geschmack lässt mich sofort an diese Flechte denken.

    Graphis scripta wächst wächst auch mit darunter.

    Die Sorale sind ungemein dick!

    Bild 27


    Und dann Sol invictus, hoch über Ästen und Wolken:

    Bild 28


    So, schön war's hier im Teufelsbrunnen!


    LG, Martin

    Hallo Michmisch,


    der Fehler tritt bei mir dann auf, wenn ich parallel an anderen Dingen arbeite.

    Vor allem dann, wenn ich den Browsertab verlasse und in einem anderen Tab arbeite.

    Die hochgeladenen Bilder gehen dabei irgendwie verloren.

    Im eigenen Userprofil sind sie aber offenbar noch im Cache des Forumsservers (!) vorhanden, weshalb man selber sie noch sehen kann, solange man sich mit seinem eigenen Userprofil beim Server anmeldet, egal mit welcher Software und auf welchem Endgerät.


    Ich überprüfe deshalb öfters, ob die Bilder korrekt eingebunden wurden.

    Entweder, indem ich ohne Profil (abgemeldet) die Seite kontrolliere, oder einfacher, angemeldet bleibe, und den Beitrag nochmals zum Editieren öffne und das Vorhandensein der Dateianhänge im Reiter unten neben den Smilies prüfe.

    Falls sie dort (!) fehlen, ist das ein Zeichen dafür, dass etwas schief gelaufen ist.

    Wichtig zu wissen ist grundsätzlich: Wenn die Bilder im Beitrag für den Ersteller zu sehen sind, genügt das leider nicht dafür, dass andere sie auch sehen können.


    LG, Martin

    Hallo Lyd,


    danke für deinen Vorschlag, tatsächlich würde die weiße, haarige Oberseite und auch das geäderte Hymenium ganz gut passen.

    Wenn ich mir Pablos "Merulius tremellosus"-Steckbrief anschaue hier im Forum,

    habe ich nicht den Eindruck, dass der Gallertfeischige Fältling, wenn er so klein ist, bereits so entschlossen resupinat wird.

    Vor allem sollte er doch etwas durchscheinend gallertig oder wachsartig glänzend sein.

    Aber wer weiß...


    Mal schaun, vielleicht hat noch jemand eine Idee hierzu - ich habe jedenfalls noch nicht besseres als deinen Vorschlag gefunden!


    LG, Martin

    Hallo zusammen,


    gerade gehe ich die Bilder von heute durch und entdecke einen kleinen, weißen, haarigen Pilz, mit seitlichem Stiel, der weder richtige Poren, Lamellen noch Adern hat.

    Die Pilze waren recht klein, vielleicht max 5 mm breit.

    Das Substrat mit der grob-schuppigen Borke kann ich nicht 100%ig einsortieren, jedenfalls wächst dort viel Eiche, aber auch ein paar Kiefern.

    Wo sortiert man so einen Pilz denn ein?

    Blöderweise hab ich nur die drei Bilder gemacht und erst jetzt bemerkt, dass hier was interessantes vorliegt.

    Da muss ich wohl nochmal hin, demnächst!

    Hat jemand eine Idee?


    LG, Martin

    Bild 1 Übersicht


    Bild 2 Pilze von oben


    Bild 3 Pilze von unten


    Den Holzstapel habe ich vor einiger Zeit schon mal fotografiert.

    Ich hätte an Eiche gedacht, aber die Jahresringe sind mit dafür zu breit und zu stark erodoiert.

    Bild 4 Holzstapel aus gleichartigem Holz

    Hallo Andreas und Felli,


    vielen Dank für eure Hilfe.

    So macht das Sinn!


    Kann ich meine Probe z.B. in der Feuchtkammer nachreifen lassen, oder müsste ich zu einem späteren Zeitpunkt eine frische Probe vor Ort nehmen?

    Mittlerweile ist die Probe seit Tagen eingetrocknet.


    LG, Martin

    Hallo,


    neulich habe ich bei regnereischem Wetter am Waldrand auf einem weggeworfenen Holzbrett kleine, gelbe, gallertige Pilze gefunden (Bild 1,2).

    Aha, vielleicht Gallerttränen, dachte ich. Mitnehmen! Kann ich als Anfänger gut mikroskopieren üben.


    Jetzt hätte ich beim dem gelben Glibber entweder stimmgabelartige Basidien (Dacrymyces) oder längsseptierte Basidien (Tremella) erwartet.

    Oder Sporen. Oder zumindest Konidien...

    Nichts davon finde ich - oder sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht?


    Ich finde:

    1) dicke (5µm), paarweise, kurze hyphenartige Strukturen, gelb gefüllt (Bild 4,6),

    2) dickere (um 3µm), gelbliche, ev. ölgefüllte Hyphen, ohne Schnallen (Bild 7,8),

    3) dünnere (< 3µm), farblos-transparente Hyphen mit Schnallen (Bild12), an denen kugelige Zellen (Durchmesser bis 5µm) aufsitzen, jeweils durch Schnallen getrennt (Bild 9 folgende).


    WAS ist das? Wachsen da zwei Pilze durcheinander?

    Ich bin leider ahnungslos!

    Bestimmt kennt sich hier jemand mit den Glibber aus.

    Ich bitte um eine Tipp, auf was muss ich hier achten?


    LG, Martin


    Bild 1 Das Brett


    Bild 2 abgelöste Probe


    Bild 3 Quetschpräparat


    Bild 4


    Bild 5


    Bild 6


    Bild 7


    Bild 8


    Bild 9


    Bild 10


    Bild 11


    Bild 12

    Hallo Bernd,


    du findest wirklich immer wieder schöne Sachen! Glückwunsch!! :daumen:


    Du brauchst mal ein Mikroskop, solche Becherchen machen meistens Laune unterm Glas. Frag du mal den Osterhasen!


    LG, Martin

    Hallo Pablo,


    für mich sehen die Schnitte durch die FK farblich sehr ähnlich aus.

    Ich kann keinen echten Unterschied erkennen.

    Jetzt weiß ich aber nur, F.trogii ist etwas dunkler als F.gallica.

    Da würde nur der direkte Vergleich helfen.

    Da sie aber relativ dunkel wirken, plädiere ich vorsichtig auf F.trogii.


    LG, Martin


    Bild mit drei Borstentrameten-Schnitten

    Hallo zusammen,


    heute hat es endlich mal wieder ein wenig geregnet. :gbravo:

    Und da das Wochende beginnt konnte ich entlang meiner geliebten Schozach spazieren und mich dort umtun: in dieser Ecke finde immer wieder was Interessantes:


    Gleich an einem der ersten Haselbüsche befindet sich Exidia pithya (Teerfleckendrüsling).

    Gestern noch papierdünn, heute durch die Nässe etwas geschwollen - mein erster sicherer Pithya-Fund, hoffe ich, wenn auch nicht an Nadelholz:

    (Leider offenbar doch nicht, es scheint sich qahrscheinlich doch um E. nigricans, den Warzigen Drüsling, zu handeln; danke, Pablo für die Korrektur. s.u.)

    Bild 1


    ... am gleichen Busch jede Menge eingetrockneter, stark geäderter Hütchen.

    Ich vermute Plicatura crispa (Buchen-Adrenzähling).

    Den konnte ich schon öfters an Hasel beobachten, wenn auch meist eher fächerförmig ausgebildet.

    Die Pilze hier haben runde Hüte:

    Bild 2a

    Bild 2b


    An einem liegenden Laubholzstamm Exidia nigricans, der Warzige Drüsling:

    Bild 3


    Die dritte schwarze Exidia (glandulosa) konnte ich heute aber nicht finden.


    Dafür einen kastanienbraunen Porling - was ist das denn?

    Eine alte Schmetterlingstramete könnte auch einen glatteren Hut wie diesen tragen:

    Bild 4a

    Bild 4b


    Dann ein resupinat bis effusiv wachsender Porling mit groben Poren und striegeligem Tomentum - vielleicht eine Funalia/Coriolopsis cf. gallica, die Braune Borstentramete:

    Bild 5a Hier mit Hut

    Bild 5b aber meist resupinat - am gleichen Stamm gewachsen


    Ein mit Phlebia radiata (Orangefarbener Kammpilz) überzogener Ast, in allen Farben von fleischrosa bis orange-violett gefärbt:

    Bild 6


    Ein gordischer Knoten an einem Haselnussast: Encoelia furfuracea, der Hasel-Kleiebecherling

    Bild 7a


    Ein Stück weiter waren die Becher schon weit geöffnet:

    Bild 7b


    Klein, aber fein: Als Farbtupfer an Kirsche Craterocolla/Ditangium cerasi, der Kirschbaum-Kraterpilz.

    Hier in seiner Nebenfruchtform fotografiert. Der Baum ist voll damit!

    Bild 8


    Noch ein Gallertpilz (ja die haben es mit angetan): Auricularia mesenterica, der Gezonte Ohrlapppilz:

    Bild 9


    An einem Eichenast den Eichen-Zystidenrindenpilz, Peniophora quercina, durch den Regen schön kräftig gefärbt und mit der obligatorischen, schwarzen Hutkante:

    Bild 10


    Das würde ich für einen etwas konfus gewachsenen Wurzelschwamm halten (Heterobasidion cf. annosum):

    Bild 11


    Den weißfleischigen Rotrandigen Baumschwamm, Fomitopsis pinicola:

    Bild 12


    Ein weiterer Funalia spec, denke ich :

    Bild 13a

    Bild 13b


    Etwas, was ich nicht einordnen kann, weder den Pilz, noch das Tier, das diese Spuren auf ihm hinterlies:

    Bild 15a

    Bild 15b: Spuren auf Hymenium - Chonodonten vielleicht, sie wurden m.W. aber noch nie in freier Wildbahn beobachtet :gzwinkern:


    Also kann man auch bei regnerischem Schmuddel-Winterwetter im Februar hübsche Dingens finden, wenn man nach draußen geht!

    Morgen geht' zu den Prachtbechern um die Ecke! Mal schau'n, wie die gewachsen sind seit Weihnachten.


    LG, Martin

    Hallo Ingo,


    Graphis finde ich mittlerweile regelmäßig, meist an Buche an älteren Bäumen im Wald. Oder auch in Bachnähe an z.B. Eschen.

    Sie bevorzugt offenbar feuchtere Orte und immer glatte Rinde!


    Ich werde Graphis wohl auch mal mikroskopieren müssen, da hat Björn mit seinen schönen Aufnahmen zu Graphis mich 'angefixt". :gzwinkern:


    LG, Martin