Danke Frank für die Bestätigung.
Noch ein Hinweis zu den Konidien: nicht alle waren dünnwandig, manche waren auch mindestens schwach dickwandig. Ich denke nicht, dass es eine Artefakte war.
Alles Gute im Neuen Jahr
Gruß Armin
Danke Frank für die Bestätigung.
Noch ein Hinweis zu den Konidien: nicht alle waren dünnwandig, manche waren auch mindestens schwach dickwandig. Ich denke nicht, dass es eine Artefakte war.
Alles Gute im Neuen Jahr
Gruß Armin
Hallo zusammen, noch einen Gruß im alten Jahr aus dem Saarland, mit einem für mich neuen Rindenpilz vom Ende Dez.
Trechispora dimitica Hallenb., Mycotaxon 11(2) 1980
ist zumindest mein Ergebnis
Auf der Unterseite einer Kirschbaum-Borke, in einem vor ca. 5 Jahren zum Verrotten abgelagerten Kirschbaum Altholzhaufen, in Nachbars Wiese.
Ich habe noch nicht viele Trechispora bearbeitet, aber bei den vielen prägnanten Mikro- Bestimmungsmerkmalen komme ich an dieser Art nicht vorbei (auch wenn sie als selten beschrieben wird).
Makroskopisch
Resupinater, dünner, weicher, lockerer, haut- bis spinnwebenartiger, weißer Überzug mit +/- dicken gebündelten Hyphensträngen. Rand dünn auslaufend.
Mikromerkmale
Alle relevanten mikroskopische Merkmale sind im Übersichtsfoto und weiteren Detailaufnahmen abgebildet und kurz beschrieben.
Sp. J-, ca. 3,5-4,5 ×2,5 -3,5µm, spitzstachelig mit bis ca. 1µm langen locker verteilten Stacheln, unregelmäßig +/- elliptisch oft mit einer geraden Seite. Diese kleine Sporen sind nicht überwiegend breitelliptisch und schwierig abzubilden > 1*
Dimitisch, mit verzweigten Hyphen, oft bis 8µm verdickt, mit Schnallen sowie dickwandigen Skeletthyphen bis 2,5 µm in den Hyphenbündeln.
Konidien 4-7x4-6µm dünnwandig (bis schwach dickwandig) kugelig bis fast kugelig mit gut ausgebildeten Schnallen an kurzen, dünnen Hyphenfäden.
Nadel- bis lanzenförmige Kristalle in großer Anzahl bis ca. 15-40µm lang.
Literatur
FE 12 Bernicchia,
Trechispora Schlüssel von Frank Dämmrich in tomentella@de.
Mycobank:
Trechispora dimitica Hallenb., Mycotaxon 11 (2): 468 (1980) \[MB#113413]
>> mit 2 Mikroskizzen mit guter Übereinstimmung mit meinem Fund.
1*) Vor allem mein Sp. Foto ist farblich etwas zu bunt überladen. Ein Sp. Abwurf hat nicht funktioniert. Nur in Wasser oder KOH konnte ich die Strukturen der kleinen stacheligen Sporen kaum aussagefähig abbilden, so dass ich mit Einfärben nachhelfen musste.
Die Mikros sind alle nur mit Handy freihändig durchs Okular "geknipst", aber ich denke das Wesentliche kann man erkennen.
Auch wenn mein Ergebnis sehr gut mit der aufgeführten Lit. übereinstimmt kann man immer was übersehen oder falsch interpretiert haben.
Über eine Bestätigung bzw. Stellungnahme würde ich mich freuen.
@ Frank:
Dein Trechispora Schlüssel passt sehr gut, aber mit *Schlüssel Bernicchia in FE 12* komme ich bei 14:( *Conidia present/absent*) nicht auf T. dimitica ?
Hier fehlt doch (wie bei dir vorhanden): "Dickwandige Konidien fehlen" ?
Einen guten Rutsch.
Gruß Armin
Hallo,
in diesem Zusammenhang noch ein Hinweis über gefriergetrocknete Pilze in Kunstharz eingegossen.
Willi Marchina aus dem Saarland hat dieses Verfahren über Jahrzehnte perfektioniert und über 300 "Pilz-Gießlinge" hergestellt.
Auf unserer Seite der "Hochwälder Kahlköpfen" sind einige Exponate mit einer Kurzzanleitung zur Herstellung der Exponate mit Silicagel Gefriertrocknung von Willi Marchina aufgeführt.
>> Link auf Bild "Willis Gießlinge"
Im letzten DGfM Heft 91/1 ist ein Bericht über die Ehrung des Lebenswerkes von Willi Marchina und Hinterlegung dieser einmaligen Sammlung bei den Pilzfreunden Saar-Pfalz.
Gruß Armin
Nachtrag Mai 2025:
Bryopistillaria sagittiformis wurde durch Sequenzierung bestätigt.
...
Irja Saar,
Institute of Ecology and Earth Sciences
University of Tartu
J. Liivi 2, 50409 Tartu Estonia
Ergebnis:
Bryopistillaria sagittiformis. ITS sequences are identical to MT232349.
........
Die Vergleichs ITS stammt von der Olagiara Arbeit:
wo die Art aus der Cerstellopsis Gruppe zu Bryopistillaria umkombiniert und hier hinterlegt wurde:
Rickenellaceae sp. voucher IO.14.164 internal transcribed spacer 1, pa - Nucleotide - NCBI
Dank an Ingo "ogni volta", der die Sequenzierung mit eigenen Funden, mit gleichem Ergebnis auf den Weg gebracht hat.
Gruß Armin
Ja eindeutig 8 Beine > also Milben bzw. keine Käfer.
Da bleibe ich mal besser bei den Pilzen.
Immerhin passt bei meinem Cinereomyces lindbladi alles.
Die Überschrift habe ich abgeändert in Cinereomyces lindbladii und "Krabbeltiere".
Ist dann weniger falsch. 😉
Wieder was dazugelernt
Gruß Armin
Hallo Björn,
Ok, danke, dann werde ich einmal in diese Richtung weiter recherchieren, wenn das dann überhaupt sinnvoll ist.
Diese Unterscheidungsmerkmale habe ich nicht gekannt. ![]()
Gruß Armin
Hallo zusammen,
Gruß aus dem Saarland, heute einmal von Pilzen und Käfern
Käfer an Pilze ist nichts Neues, auch nicht, dass sie sich auf eine bestimmte Pilzart spezialisieren können, aber vielleicht hat jemand schon die gleiche Beobachtung gemacht.
Bei meinen beiden ersten Cinereomyces lindbladii Funden am Fu1:25. April und Fu2: 26. April an verschiedenen Orten, befanden sich diese augenscheinlich gleichen kleinen Krabbeltierchen auf beiden Frkpn.
Es würde mich schon sehr wundern, wenn es verschiedene Arten sein sollten.
Vielleicht kann jemand zu diesen ca. 0,3-0,4 mm kleinen Käfern etwas sagen.
Zum seriösen Bestimmen taugen meine Fotos u. dürftigen Beschreibungen wohl nicht. Es war schwierig bei meinen Mikros mit Handy, aus der Hand durchs Okular, die munteren Käfer scharf zu stellen.
Die kleinen Tierchen waren immer flott unterwegs, tauchten kurzzeitig kopfüber in die Porengänge ab, blieben kurz stecken, zurück und weiter ging's.
Cinereomyces lindbladii / Grauweißer Resupinatporling:
Beide Funde (Erstfunde für mich) unterseitig auf altem verbautem Holz.
Beschreibung (für beide Funde identisch):
Frkp. weißcreme-gelb > gilbend, dünn, resupinat, feinporig (2-4/mm), weich. Er ließ sich z.T. großflächig, wie gummiartig, leicht vom Substrat ablösen. Die Porenränder sind z.T. steril weiß fransig-wattig. Auffallend war sein unangenehmer säuerlicher Geruch.
Dickwandige Skeletthyphen amyloid, die sich beim Mikroskopieren in Wasser nach Zugabe von KOH sofort auflösten. Sehr interessant zum Beobachten unterm Mikroskop (>Foto)!
Generative Hyphen (eher nicht gut zu sehen) mit Schnallen. Basidien mit Schnallen.
Sporen (Abwurf): 5-7 x1,5-2 (2,5) µm
Alles weiteres siehe Fotos
Lit: BK2Nr.346 / FETVol2S 943 / Ryvarden + Melo Poroid f. Eu
Ps:
Vielleicht hält jemand beim nächsten C. lindbladii Fund Ausschau nach den kleinen Käfern (geht +/-mit bloßem Auge)
Gruß Armin
Hallo Cognacmeister,
es wäre doch schade, wenn so eine interessante Fundmeldung unbemerkt in den Tiefen des Forums verschwinden würde.
Viele werden Ionomidotis fulvotingens noch nicht gesehen haben und bei diesen schon leicht angetrockneten Frkpn. evtl. auch an eine Encoelia denken, zumal man z.B. den Hasel-Kleiebecherling E. furfuracea schon öfters finden kann als den etwas kleineren, eher seltenen Braunschwarzen Rindenbecher.
Ich möchte hier einen Fund von mir aus dem Jahre 2009 (Erstfund Saarl.) mit etwas frischeren Frkpn. beisteuern, wo die Becherlingsform etwas besser ersichtlich ist.
Übrigens scheidet I. fulvotingens mit KOH einen braunroten Farbstoff ab (>Foto).
Irgendwo habe ich gelesen, dass man inzwischen I. fulvotingens in zwei genetisch trennbare Arten unterteilen kann (?). Den aktuellen Stand dazu habe ich nicht recherchiert. Vielleicht hat jemand dazu Näheres.
Gruß Armin
Hallo Werner,
danke für den Hinweis.
Ja, P. meridionalis ist auch von Ryv.+ Melo in Syn. fung 37 beschrieben und abgebildet. Ebenso wird sie in FET S 864 bei medulla-panis erwähnt.
Beide beschreiben die größere Sporen von 6-8 ym, so dass ich diese Art für meinen Fund (4-6ym) ausgeschlossen habe.
Ryv + Melo trennen sie auch im Schlüssel nur über die Sporengröße.
Ryv. + Melo erwähnen aber auch im Anhang, dass bzgl. dieser beiden Arten eine Rev. angesagt wäre.
Ob es dazu aktuell was neues gibt, weiß ich nicht.
Übrigens gibt es für mich auch optisch keinen Unterschied zwischen meinem Fund und den Abbildungen in den beiden Werken zu P. meridionalis
Gruß Armin
Hallo zusammen.
Kleine Lichtblicke zur Überbrückung der Trockenzeit.
Bei der Bearbeitung eines feinporigen Porlings bin ich auf einen Hyphomyceten mit interessanten "spiral-, schneckenartige" Konidien gestoßen.
Beide "Arten" an einem Buchenscheit, am 27.03.2025 im dem Saarland bei Theley.
Der Porling ist Perenniporia medulla-panis, der Ockerfarbene Dauerporling.
Kleinporig 5-6 /mm, drimitisch, abgestuzte (trunkate) Sporen +/- dextrinoid.
Lit: BK2-369, FTE 864, Poroid fungi o.E. Ryv+Melo.
Direkt neben dem Porling befand sich eine schwarze, warzige, eher weichkörnige Masse, mit kleinen gelben Büscheln.
Ein mikroskopisches Highlight waren dann die wunderschönen, an Schnecken erinnernden Konidien.
Im Internet bin ich dann auf die Gattung Helicoma gestoßen, die laut Lit. Anamorphe der Asco Ordnung Tubeufiales sein soll.
Diese schneckenartige Konidien werden (u.a.) als "Coiled conidia" bezeichnet.
Das Ergebnis meiner Recherche ist
Helicom fumosum.
*Bestimmungsliteratur (u.a):
Zhao, G.Z., Liu, X.Z, and Wu, W.P. (2007).
Helicosporous hyphomycetes from China. Fungal
Diversity 26: 313-524.
https://www.fungaldiversity.org/fdp/sfdp/26-15.pdf
Obwohl hier einige ähnliche Helicoma Arten geschlüsselt, beschrieben und abgebildet werden,
konnte ich den Fund als H. fumosum rel. gut anhand nachfolgender Mikrodaten von anderen Helicoma (speziell H. olivaceum u. H. monilipes) trennen.
Fund-Mikrodaten.
Coiled conidia: (> Spirale, Schnecke):
perlenartig aufgereiht, hyalin bis schwach bräunlich, eingeengt an den Septen.
Durchmesser: ca. 15 - 22ym
Septen: von 13 - 15
Windungen: 1 3/4 - 2
Breite: 4,5-5,5µm
Vollständikeitshalber Mikro5:
Undeutlich einige Asci, evtl. vom dazugehörigen Tubeufiales ? Keine Ahnung
Zum Vergleich habe ich die Beschreibung H. fumosum ( Übersetzung Deeple) und Abbildung aus diesem *Artikel als Bild beigefügt.
Obwohl das alles für mich sehr gut passt, fehlt mir jedoch jegliche Erfahrung mit solchen Anamorphen.
Kritische Anmerkungen, aber auch Bestätigung des Ergebnisses würden mich freuen.
Es wäre auch interessant zu wissen, ob man solche spiral-, schneckenartige Helicoma Konidien öfters begegnet.
Gruß Armin
Hallo zusammen, hallo Thorsten!
Passend dazu, mein Fund Sidera vulgaris vor 3 Wochen auch am 07.03.25 aus dem Saarland, auf einem angebrannten Stck. Bauholz (?), alt, morsch, vermoost.
Merkmale:
Kleinporig 6-8/mm, Sp. klein, würstchen-/mondförmig, dickwandige Skeletthyphen und Sternkristalle.
Schwierig zu sehen: Schnallen an den Generativhyphen und Halozystiden (?).
S. vulgaris ist nicht gut zu mikroskopieren (alles ziemlich undeutlich).
Diese Art, aus der Skeletocutis Ecke (Syn.) scheint rel. selten gemeldet zu werden.
Saarland : kein RL Eintrag gefunden, ebenso bei Pilze Deutschland.de.
Anbei noch eine Vergleichstabelle zu Sidera
Gruß Armin
Mit der Arbeit von Karl- Henrik Larsson über den farinacea-Komplex habe ich nun keinen Zweifel mehr an
Trechispora farinacea s.str.:
Skeptisch war ich nur wegen den größeren Sporen bei Bernicchia FE12 von 4-5x3.5-4ym.
Die Sporen bei Larson mit : "3.5-4 x 3-3.5 ym inclusive of the 0.3-0.5 pm longspines"
passen hier nun sehr gut zu meinem Fund.
-Danke Frank-
Gruß Armin
Hallo Ingo,
Ich habe vor 3 Tagen auch meinen Fundort beim Nachbar kontrolliert, konnte aber keine neuen Keulchen finden. Ist eigentlich schade, dass wir unsere Funde nicht sequenziert haben.🤔
Gruß Armin
Hallo Frank,
danke für deine Stellungnahme und das Larson Paper. Auf das auf Larson Papier bin ich bei der Recherche öfters gestoßen, konnte es aber nicht einsehen.
Ich werde mir das in Ruhe ansehen.
Gruß Armin
Hallo zusammen, bräuchte Hilfe zur Trennung T. farinacea agg.
Zwei für mich gleiche Trechispora vom Dez (Laubh.) + Jan. (Weide) hätte ich früher als T. farinacea (agg.) abgelegt, wie z.B. beschrieben in Pilze d. Schweiz 2-112.
Mit dem Trechispora Schlüssel von Dämmrich und FE12 Bernicchia komme ich nun zu keinem klaren Ergebnis.
Beschreibung:
Beide Frkp. weiß bis creme, stark odontioid. Stacheln gedrängt ca. 1 mm +/-zylindrisch apikal angespitzt. Keine weißen Konidienbüschel.
Sporen (Abwurf): stachelig, (<1ym) von 3-4(4,5) × 2,5-3ym, evtl. schwach dickwandig.
Keine Konidiensporen. Kristalle vorhanden, aber nicht viele.
> T. stevensonii eher nicht: keine Konidiennester, keine Konidiensporen.
> T. farinacea s.str.: hat laut FE12 größere Sporen von 4-5x3.5-4ym (?)
> T. nivea: Sporen passen, Kristalle ja, aber nicht viele. +/- Langzellige Aculeihyphen?:
Das Problem stellt sich mir mit den, laut Schlüssel, langzelligen Hyphen in der Aculei, die nivea von farinacea s.str. trennen sollen.
"Längere" Hyphen habe ich erst nach gezieltem Suchen gefunden > Fotos. Ob diese ausreichen für T. nivea, bin ich mir nicht sicher. Eine saubere Freilegung der Hyphen aus der Mitte der Aculei, war mir auch nach etlichen Versuchen kaum möglich.
Habe ich jetzt eher T. nivea oder T. farinacea s.str. mit kleineren Sporen?
Wenn beides nicht stichhaltig ist, muss ich wohl die Funde wieder als Trechisporia farinacea agg. ablegen, was aber zumindest genau dem Schlüssel der Kryptogamenflora Gams-Jülich entsprechen würde
.
Würde mich freuen, wenn jemand zur Klärung etwas beitragen könnte (natürlich auch sehr gerne Tomentella
).
Gruß Armin
Hallo Wolfgang,
zuerst einmal Danke für das "Arrhenia Papier" zum aktuellen Stand. Kannte ich noch nicht.
Auch ich hatte Bedenken mit dem 3. Bild, das rein optisch schon eher nach A.retiruga aussieht.
So richtig werden wir das hier nicht lösen können, es sind Arrhenia, die sich mit dem obigen Papier 👍 auch bestimmen lassen.
Gruß Armin
Hallo Botschafter,
vergleiche mal mit:
1. Arrhenia spathulata:
gestielt und stärker runzelige, leisten- bis lamellenartige Fruchtschicht.
(Arrhenia retiruga: ohne Stiel, seitl. angewachsen, fast glatt bis sehr schwach runzelig, kleiner als A. spathulata)
A. spathulata wird oft mit retiruga synomisiert bzw. A.retiruga var. spathulata.
-Aktueller Stand weiß ich nicht-
2. Arrhenia:
Geröll-oder Mauernabeling Arrhenia (Omphalina) rickenii
Gruß Armin
Ok, danke Frank, freut mich.
Macht Lust auf mehr.
Aber erstmal weitere Thelephora finden 🙂.
Gruß Armin
Hallo zusammen,
danke für die Tipps. Genau dieses Problem mit den dicken Pinzetten und Präpariernadeln hatte ich vor kurzem auch beim auseinanderwursteln einer Tomentella Rhizomorphen, um kleine 2ym breite Skeletthyphen sichtbar zu machen.
Frage: ist diese Dumont Pinzette ihr Geld wert?
Gruß Armin
Hallo zusammen,
ich habe mich an eine Tomentella / Thelephora gewagt.
Mit dem Tomentella Schlüssel und Beschreibungen von Frank Dämmrich inkl. Elia, Martini sowie div. Artikel aus Internet und Forumsbeiträge von Boccaccio und Trino, mit den Kommentaren von Frank „Tomentella“ ist mein Ergebnis:
Thelephora punicea.
Zusammenfassung der wichtigsten Indizien:
Warzige 2-3 lappige Sporen, Präparat gelbgrün in KOH, Rhizomorphen mit Skeletthyphen.
Nicht cyanescent, mit Schnallen, ohne Zystiden
Makr. Beschreibung:Frkp. erdseitig auf einem dickeren Rotbuchen Ast, dünn, häutig, ablösbar. Mitte blass braun, nach außen gelborange, Rand blasser. Getrocknet dunkelbraun.
Oberfläche filzig, weich, unter Stereolupe uneben, mit rundlichen, dunkelbraunen flockigen Erhebungen und schwärzlichen Flecken. Subikulum blasser, faserig.
Rhizomorphen unterm Subikulum auf Unterseite des Frkps. gut ersichtlich, verzweigt, starr dunkelbraun-schwarz.
Frkp. verfärbt mit KOH schwärzlich.
MikroskopischHymenium mit Basidien nicht cyanescent
Basidien oft schlankkeulig, mit Basalschnalle, in Wasser subhyalin mit gelblichen u. dunkleren (Öl?) Tropfen, manchmal mit Ablagerungen. Präparat in Wasser orangegelb
KOH verfärbt Präparat in eine grüngelbe trübe Flüssigkeit!
Mit Schnallen, ohne Zystiden.
Subhymenial- und Subikularhyphen ähnlich, ca. 2.5-4,5 ym breit, in KOH nicht inkrustiert, überwiegend dünn- aber auch schwach dickwandig (?).
In Wasser mit manchmal mit bräunlichen feinen und gröberen Ablagerungen/Inkrustationen, die sich in KOH auflösen und das Präparat grüngelblich- oliv verfärben (>Foto).
Sp. ca. 6-8 µm, warzig bis 1ym, unregelmäßig, 2-3lappig, je nach Ansicht auch schwach rundlich, nicht bifurkat.
Rhizomorphen mit gewunden und auch kantig abgeknickte +/- dickwandige Skeletthyphen! bis 2,5 µm.
Bis 8µm breite Hyphen (laut Beschreibung) habe ich nicht gesehen, jedoch bis 5,5(6) ym breite Hyphen mit Schnallen in den Rhizomorphen vorhanden.
Abgrenzung u.a.:
- für T. umbrinospora fehlt die orangen leuchtende Bernsteinverfärbung des Hym. mit KOH.
- Thelephora ferruginea (u. auch T. botryoides) ist cyanescent
Für eine Einschätzung meines Ergebnisses bin ich dankbar.
Gruß Armin
Nachdem ich mich bei Ludwig / Gröger/Moser/ Internet etc. umgesehen habe, denke ich nicht an Hohenbuehelia.
Übrigens habe ich auch keine metuloide Elemente gesehen (ok , müssen auch nicht alle haben).
Ich favorisiere immer noch Pleurotus.
Vielleicht ergibt sich später einmal eine Lösung. Bis dahin kommt mir der Kleine nicht in die Pfanne 😃.
Gruß Armin
Hallo Andy,
die Arten der Gattung Hohenbuehelia hatte ich soweit einbezogen, wie sie bei FET beschrieben u. bebildert sind.
Bzgl. Habitus, Hutoberfläche, Größe, Substrat oder Mikros konnte ich dazu nichts Passendes finden.
Dein interessanter Link, mit u.a exotischen Arten, kannte ich nicht.
Da muss ich mal drüberschauen und evtl. einen Hohenbuehelia-Schlüssel (?) für die europäischen Arten einbeziehen.
Melde mich wenn ich ein Ergebnis habe
Vielen Dank fürs Interesse.
Gruß Armin
Werner : Thema "Pfanne"
An die Pfanne habe ich eigentlich gar nicht gedacht, als ich das kleine Ästchen in der Hand hatte. Dazu bräuchte man mindestens noch einige seiner großen Brüder (oder Schwestern🤔).
Leider waren im Umfeld dergleichen nicht vorhanden. 😔
Danke zusammen,
dann werde ich den Kleinen als "cf" ablegen (in der Pfanne würde man ihn sowieso nicht wieder finden).
Gruß. Armin
