Beiträge von FlorianK

    Grüß euch,


    da braucht es kein Abwarten mehr, das ist ganz eindeutig eine Kontamination! Alleine das schnelle Wachstum ist eindeutig, diese Wuchsgeschwindigkeiten gibt's nur bei Ascos. (zumindest sind mir keine Basidomyceten bekannt die auch nur annähernd so schnell wachsen, und ich hatte doch schon eine Vielzahl in Kultur)


    Beste Grüße

    Servus Hermann,


    nachdem die Frage ganz offensichtlich von einem totalen Anfänger gestellt wurde, der gerade die ersten Gehversuche in der Pilzzucht macht, würde ich weiterhin dazu raten einfach mal ein oder zwei Kilo im Lebensmittelhandel zu kaufen.

    Natürlich ist Futterweizen die billigere Option, aber eben normal auch nur im 25kg Sack erhältlich.


    Persönlich bekomme ich sowohl Kleie, wie auch Bruchgetreide und Fremdsamen die bei der Getreidereinigung anfallen gratis, weil der Müller im Nachbarort froh ist, wenn er's nicht in die Biogasanlage bringen und für die Entsorgung zahlen muss.

    Aber ohne Traktor und Getreidesilo ist die Option eben auch nicht die Beste ;)


    Beste Grüße


    €: wenn es bei euch natürlich Futtergetreide auch im 5kg Sack zu kaufen gibt, dann würde ich auch dazu raten diesen zu verwenden. Bei uns ist 25kg das kleinste erhältliche Gebinde

    Dann hast du dir mit Sicherheit irgendeine Konti eingefangen, und wegen der beschriebenen Rückentwicklung des Mycels bin ich weiterhin bei zu schlechter Luftversorgung. Mach in die Deckel Locher (~5mm) und zieh einen kleinen Ballen Aquarienfilterwatte ein, damit ist dann ein ausreichender, gefilterter Luftaustausch gewährleistet.


    Beste Grüße

    Grüß dich,


    ich würde mal bei besserer Frischluftversorgung ansetzen. Mach mal eines der Gläser auf und riech vorsichtig daran. Vermutlich wirst du Milch- oder Buttersäuregeruch feststellen, was beides für unzureichenden Luftaustausch spricht.



    Dass der Kräuterseitling keine richtigen Fruchtkörper bildet kann diverse Gründe haben, vermutlich liegt es in diesem Fall an unpassender Substratzusammensetzung. Ohne Nennenswerte Cellulosequellen wirst du bei allen Seitlingen Fruchtungsprobleme haben. Zuschlagstoffe sollten in Fruchtungssubstraten nicht mehr als 15-25% der Trockenmasse ausmachen!


    Beste Grüße

    Grüß euch,


    ich vermute mal, dass die Frage eher lauten sollte, ob man geschliffenes Getreide verwenden kann, zB. Dinkelreis oÄ.

    Ungeschältes Getreide (im Spelz) ist für die Pilzzucht definitiv nicht notwendig.


    Probleme bei geschliffenem Getreide macht am ehesten die Konsistenz, weil die gekochten Körner nur mäßig formstabil sind, dadurch zusammenkleben und man einerseits einen zu hohen Feuchtegehalt und dadurch andererseits eine schlechte Frischluftversorgung zusammenbekommt.


    Grundsätzlich wäre jedoch auch geschliffenes Getreide (sofern man gerne das Geld zum Fenster raus wirft) geeignet, man muss nur nach dem kochen der Körner so lange trockenes Sägemehl zugeben, bis ein passender Feuchtegehalt erreicht ist und die einzelnen Körner nicht mehr zusammenkleben.


    Beste Grüße


    P.S.: hab noch zu erwähnen vergessen, dass die Auswahl der Getreideart, sofern man eine passende Substratkonsistenz erreicht, in der Vorzucht eine untergeordnete Rolle spielt

    Grüß euch,


    Hartholzspäne:

    -Hartholz-Sägewerke (bei uns schneiden die Meisten Buche extra ein und man bekommt die Späne auch sortenrein, weil diese auch für die Fleischverarbeitung gebraucht werden; 5-30€/m3)

    -Privatpersonen mit Stückgutheizung, die die Scheite noch selbst auf Ofenlänge schneiden, für kleinere Mengen. Da kann man sich dann meist auch vor Ort überzeugen welche Hölzer genau verwendet wurden


    Kleie:
    -Landwirtschaftsbedarf, Futtermittel, da bist du so ca. bei den 20-40c/kg

    -wenn man, wie ich, in der Nähe noch kleinen Getreidemühlen hat, dann lohnt es auf jeden Fall mal dort nachzufragen. Ich bekomme meine Kleie (Roggen und Weizen gemsicht) bei Selbstabholung geschenkt, weil sie ansonsten in der Biogasanlage kostenpflichtig entsorgt werden müsste


    Beste Grüße

    Grüß euch,


    erst mal herzlichen Dank für den Artikel, sehr interessant.


    Ich hab gleich mal in meinen Unterlagen nachgesehen und musste zu meiner Verwunderung feststellen, dass in CR (Ec) 1881/2006 nicht mal ein Grenzwert für Arsen in Pilzen festgelegt ist, soweit ich das auf die Schnelle rausgefunden habe. Bei den mir vorliegenden amtlichen Testergebnisse auf Lebensmitteltauglichkeit ist dH. der Arsengehalt nicht einmal angesehen worden, allerdings ist das aktuellste das ich zum Shiitake habe auch schon von 2017.


    Zum Ausmaß der Verwendung von Reiskleie im Shiitakeanbau kann ich aber schon etwas detailiertere Infos geben.

    In der kommerziellen Zucht bestehen die Fruchtungssubstrate in erster Linie aus Sägespänen, werden jedoch mit ca. 15-25% Getreideprodukten angereichert. Von diesen Zuschlagstoffen sind wiederum meist maximal 50% Kleie, dH. ist von einem Trockenmasseanteil von ~10%Kleie in üblichen Kultursubstraten auszugehen.


    Grundsätzlich wird, vA im ostasiatischen Raum, Reiskleie auch heute noch häufig als Substratbestandteil eingesetzt, ist jedoch in der Pilzkultur durch jede andere Kleie 1:1 ersetzbar, weshlab es immer stark von der regionalen Verfügbarkeit abhängt, auf welchen Nährböden Pilze angebaut werden. Nachdem auch in vielen Regionen Chinas Weizen eine mindestens gleich große Bedeutung in der Ernährung spielt wie Reis, lässt das Produktionsland also hier keine Rückschlüsse auf die verwendeten Ausgangsprodukte zu.

    Bei europäischer Produktion, sofern die Substrate auch in Europa hergestellt wurden, ist davon auszugehen, dass Reiskleie keine Verwendung findet.


    Ich persönlich vertraue auch den Kontrollmechanismen in der europäischen Lebensmittelproduktion um ein vielfaches mehr als den Behörden vieler anderer Länder.

    Und selbst wenn es keinen gesundheitlichen Grund gibt, würde ich schon aus ökologischen Überlegungen eher ein lokales Produkt bevorzugen.


    Liebe Grüße

    Florian

    Grüß euch,


    ich bin zwar nicht der Christoph, hab mich in letzter Zeit aber auch etwas intensiver mit Tricholomopsis beschäftigt. Für mich sieht das schon ziemlich nach T. flammula aus, allerdings wird bei den kleinen Holzritterlingsarten vermutlich kein Stein auf dem anderen bleiben, weil sie aktuell recht stark bearbeitet werden und die Gattung in Mitteleuropa wohl viel mehr Arten enthält als bisher angenommen.


    Auf jeden Fall ein schöner und interessanter Fund von dem ich zur Sicherheit mal ein Exsikkat anlegen würde.


    Beste Grüße

    Florian


    .... sorry, ich hab erst nach absenden meines Beitrags gelesen, dass der Fund offenbar nicht aus Mitteleuropa stammt. Daher wollte ich mich noch kurz erkundigen aus welcher Region (und welchem Habitat) die Kollektion kommt.

    Grüß euch,


    ich bin schon seit längerem stiller Mitleser, hab mich jetzt auch endlich mal bei euch angemeldet und wollte mich kurz vorstellen.


    Ich bin aus den Oberösterreichischen Kalkalpen, aus wohl einer der naturbelassensten Ecken Österreichs und beschäftige mich vor allem mit extensiv bewirtschafteten Offenlandhabitaten und Naturwäldern (vA. Fi-Ta-Bu)


    Wenn ich mich nicht in den Bergen herumtreibe bin ich in erster Linie mit meiner Landwirtschaft (Pilzzucht und extensive Schafhaltung) beschäftigt, also werde ich sicher auch öfter mal in der "Zuchtpilzecke" meinen Senf dazugeben


    Wer die "Schmankerl" meines aktuellen Kartierungsprojekts sehen möchte kann das hier tun

    Wiesenzeit - Funga Austria


    Beste Grüße