Beiträge von FlorianK

    Das glaube ich jedenfalls, den so dunkelschuppig ist er ja nicht, aber welcher Saftling käme sonst noch im Moor vor?

    H. helobia und H. conica agg. lassen sich ich Mooren auch regelmäßig finden, was du hier zeigst ist aber ziemlich sicher H. coccineocrenata. Die kommt auch oft mit hellen Schuppen vor


    Liebe Grüße

    Servus Bernd,


    H. acutoconica ist vermutlich die Hygrocybe mit dem breitesten Habitatspektrum... die findet man an unterschiedlichsten Standorten. Persönlich hatte ich sie, neben natürlich Wiesen und Weiden, auch schon in Gärten, Nadel- und Laubwäldern, an Straßenböschungen, +-vegetationsfreien Rutschhängen und sicher auch noch in weiteren Habitaten, an die ich mich grade nciht mehr erinnern kann.


    Persönlich bin ich ja etwas skeptisch, ob sich dahinter wirklich nur eine, ökologisch wie morphologisch extrem variable, Art versteckt, oder ob das nicht doch mehrere Spezies sind.


    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    lieber Peter, herzlichen Dank für den, auch für Ösis abrufbaren Link... hab mich schon geärgert, dass ich mir den Beitrag nicht ansehen kann.


    An alle die solche Beiträge zum Nachdenken bringen, und denen an der Erhaltung solch wertvoller Flächen etwas liegt, möchte ich appellieren, darüber nachzudenken, wie man selbst seinen Beitrag leisten kann.

    Jeder kann seinen Teil dazu leisten, sei es durch bewustes Konsumverhalten, durch welches man die Bewirtschafter solcher Habitate unterstützt, oder auch durch finanzielle Unterstützung oder die aktive Mitarbeit an Projekten, welche sich die Erhaltung von Extensivgrünland zum Ziel gesetzt haben.


    Ausgehend von einigen idealistischen Einzelkämpfern, hat sich in unserer Region über die letzten Jahre ein Netzwerk gebildet, welches deutlich über 100ha Extensivgrünland bewirtschaftet, mit stark steigender Tendenz.

    Von naturaffinen Landwirten und Privatpersonen, über Praktikanten von Unis und Landwirtschaftsschulen, bis zu Vereinen wie Alpenverein, Musikverein oder Landjugend engangieren sich inzwischen über 100 Personen bei der Erhaltung dieser wertvollen Habitate. Bewaffnet mit Motormäher, Rechen und Motorsäge bewirtschaften wir die letzten übriggebliebenen, hochwertigen Wiesen und erschließen und rekultivieren auch jedes Jahr neue Flächen, welche in den letzten Jahrzehnten durch Verbrachung oder Aufforstung verloren gegangen sind.


    Bergwiesn



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    die Jungs und Mädels von der Landjugend im Einsatz

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    Es gibt wohl nichts erfüllenderes, als im Frühjahr durch Wiesen zu stapfen, an deren Erhaltung man sebst mitarbeitet und das Ergebnis der eigenen Arbeit zu bewundern.


    Liebe Grüße

    ...und die vierbeinigen Mitarbeiter darf man natürlich auch nicht vergessen

    Servus Elisa,


    das gelbe ist ein Schleimpilz, die gelbe Lohblüte (Fuligo septica)


    der kleine Rote ist ein Saftling, Standort und Farbe würden am ehesten für den Knoblauchsaftling (Hygrocybe helobia) sprechen.


    mit der Flockenhexe liegst du richtig


    Liebe Grüße

    gfreid mi auch, dass i euch heuer mal die Naturwälder und Saftlingswiesn in unsra Gegend zeign kann. Hoffentlich passt's Wetta, dann wird's wohl a ziemlich bunte Woche.

    War die Tage in der Nähe von unserm Quartier unterwegs zum Orchideenschauen... die Wiesn dort san sicher a im Herbst spektakulär.


    Osttirol wird sicher a a Spaß... Almwiesn, Alpinschwammerl, Gebirgsexkursionen und gute Gesellschaft... kann ma si ned mehr wünschen :)


    Lg

    Servus Sebastian,


    bei den Waldhazynthen würde ich dir zustimmen und die erste als P. bifolia und den Rest als P. chlorantha bezeichnen.


    Die nächste Orchidee sollte, wie du schon vermutet hast, O. mascula sein, würde auch zeitlich gut passen. Die gehört zu den früheren Arten und ist bei uns auch schon ziemlich durch mit der Blüte.


    Das Vorkommen von D. fuchsii ist wiklich beeindruckend! Die seh ich bei uns auch relativ häufig, ein derartiges Massenvorkommen würe ich aber auch gerne mal sehen.


    Danke für die schönen Bilder... die Orchieen machen die pilzarme Zeit doch deutlich erträglicher ;)


    Liebe Grüße

    Hallo Conny,


    das liegst du mit deiner Vermutung mit ziemlicher Sicherheit richtig. Wuchsform, Holzstruktur, Rinde, Art der Verwitterung und dass dieser offensichtlich schon sehr lange abgestorbe Stamm noch immer stabil dasteht sprechen für Eiche.

    Andere Arten mit ähnlicher Rindenstruktur würden sich ganz anders zersetzen.


    Lg

    Grüß euch,


    mal abgesehen davon, dass ich bei den gezeigten Exemplaren auch eher zu P. pulmonarius tendieren würde, hatte ich am Wochenende auch eine überraschende Begegnung mit P. ostreatus, die ich um die Zeit nicht erwartet hätte.


    Vielzähllige, taufrische und teils riesengroße Austern an einer ganzen Reihe Stämme über ein großes Areal verteilt. Gefunden in einem Buchendominierten Waldebiet auf etwa 1200m, allerdings eine ziemlich kühle Ecke die klimatisch schon eher der subalpinen Zone zuzuordnen ist und bis wenige Tage zuvor noch vollständig zugeschneit war.

    Wären sicher 8-10kg in perfekter Speisequalität gewesen, durften aber im Nationalperk natürlich alle stehen bleiben :)


    Liebe Grüße


    Liebe Romana, lieber Christian,


    also P. nigrolimitatus und P. chrysoloma würde ich schon aufgrund der Ökologie ausschließen und der Habitus passt mir auch für beide nicht, mal ganz abgesehen von den total anderen Sporen von P. nigrolimitatus.

    P. pini hatte ich zwar auch erst diesen Winter ein paar Mal, kenn ich aber mit deutlich unregelmäßigeren Poren und wie Christian schon geschrieben hat spricht die Sporenform auch für P. larici


    Ich lehn mich also mal aus dem Fenster und gratuliere zum tollen Fund! Bin auf die Art auch erst diesen Winter aufmerksam geworden und hab mir fest vorgenommen dieses Jahr intensiv danach zu suchen.


    Liebe Grüße

    Servus Felli,


    ja die Orchideen sind am Anfang wirklich gar nicht so einfach, aber wenn man sich mal in die Grundsätze eingearbeitet hat recht übersichtlich, zumindest im Vergleich zu vielen Pilzgattungen ^^


    … und auf jeden Fall erleichtern sie die Wartezeit bis zu den Wiesenpilzen ganz erheblich


    Liebe Grüße


    … noch zwei von heute Vormittag


    Anacamptis morio

    einer der schönsten Bestände in Oberösterreich mit mehreren tausend Exemplaren

    Ophrys insectifera

    Servus Felli,


    ich bin bei deiner Nr.3 ganz bei Bernd und würde die auch Orchis mascula nennen.


    D. majalis hat deutlich ausgebildete, grüne Tragblätter im Blütenstand und das oberste Laubblatt ist nicht wie bei deiner als Scheie ausgebildet sondern "normal" abstehen und erreicht den Blütenstand.


    Schöne Funde übrigens... O. militaris würde ich auch gerne mal sehen, die ist mir bisher noch nie untergekommen.


    Liebe Grüße

    Servus Tuppie,


    erst mal natürlich ein herzliches Danke fürs zeigen dieser schönen Frühlingsbilder.


    Ich wollte kurz auf die „Bonsai-Schlüsselblumen“ eingehen, weil wir vorgestern eine kleine Flächenbegehung in einem NSG gemacht haben, und bei mehreren Frühblühern einen derartigen Zwergwuchs beobachten konnten.

    Neben den Schlüsselblumen war dies ganz besonders bei Globularia nudicaulis zu beobachten, deren Blüten heuer meist nur 1-2cm lange Stängel ausgebildet haben.


    Liebe Grüße


    Servus Martin,


    ich hab letztes Jahr mal G. leucoxantha, G. geogenia und G. parma nachreifen lassen. Von ähnlichem Entwicklungsstand ausgehend (Asci vorhanden, Sporen maximal ansatzweise zu erkennen) hat es bei allen Kollektionen zwischen 2,5-3,5 Wochen gedauert, bis ich wirklich reife Sporen finden konnte.


    Zum Nachreifen hab ich sie alle in geschlossenen Plastikbehältern im Kühlschrank gelagert, man sollte aber alle 2-3 Tage die Dosen öffnen und rausstellen um das Kondenswasser ausdampfen zu lassen, ansonsten verschimmeln sie recht zuverlssig.


    Das Hauptproblem des Nachreifens am Standort hast du ja selbst schon angesprchen... meist sind da die Schnecken schneller als die Sporen.


    Liebe Grüße

    Lieber Norbert,


    danke für den Hinweis... würde mich zwar sehr interessieren, aber neben der doch recht langen Anreise passt mir der Zeitpunkt leider gar nicht ins Konzept. Hab gerade viel zu viele Projekte am laufen und nebenbei fällt das genau in die Ablammungs- und Auftriebszeit, da bin ich "leider" in erster Linie mit den Dungpoduzenten und weniger mit ihren Ausscheidungen beschäftigt.


    Liebe Grüße

    Grüß dich,


    zwischenzeitlich hab ich noch etwas über die Frage nachgedacht, und eigentlich ist die Anwort auf die Ursprungsfrage gar nicht so komplex. Ich versuche also mal das halbwegs verständlich wiederzugeben.


    Erst keimen (auch in Kultur) monokoaryotishce Myzelien aus den einzelnen Sporen, welche sich jedoch möglichst schnell ein weieres, kompatibles monokaryotische Myzel suchen, um mit diesem zu einem dikaryotischen zu verschmelzen. Dieser zustand bleibt während der gesamten vegetativen Phase des Pilzes bestehen, also sind in einem Pilzindividuum noch immer die gesamten Erbinformationen der beiden Elternsporen enthalten. Der eigentliche Paarungsakt, also die Verschmelzung der Erbinformation, findet allerdings erst bei der Sporenbildung statt.


    dH haben auch die Sporen aus einem einzelnen Sporenabdruck eine viel größere genetische Variationsbreite als dies etwa bei den selbstbefruchteten Samen einer einzelnen Pflanze der Fall wäre, weil ja selbst in einem Abdruck Sporen vorhanden sind, welche die verschiedenen Mixturen genetischer Information von zwei Organismen enthalten.



    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    also ich kann ein paar Infos zur gelebten Praxis beitragen, allerdings gibt es dazu noch immer eine Frage, die ich mir selbst noch nicht beantworten konnte, hab mich aber auch noch nie intensiver mit der Weitergabe von Erbgut bei Pilzen beschäftigt und mich bisher damit begnügt, dass es mit den gängigen Methoden in der Zucht funktioniert.


    Standard in der Vermehrung von Pilzmyzelien ist normalerweise das Klonen, also die vegetative Vermehrung von Individuen, welche sich aufgrund ihrer Wachstums- und Fruchtungseigenschaften in der Zucht bewährt haben. Solche Stammkulturen lassen sich zur weitervermehrung übrigens, richtig durchgeführt, über Jahrzehnte lagern.


    Zur Gewinnung neuer Individuen zur Weiterzucht gibt es wiedereum zwei Möglichkeiten.

    Einerseits das klonen von Wildstämmen, welche logischerweise bereits dikaryotisch sind und die Erbinformation zweier Elternorganismen enthalten. Diese Methode ist aber in eher die Ausnahme.

    Methode zwei, welche in der Praxis eher Anwendung findet, ist die Selektion geeigneter Zuchtstämme aus Sporen.

    Hierzu werden Sporen aus einem Abdruck auf Agar-Platten aufgebracht, die daraus resultierenden dikaryotischen Mycelien optisch bewertet und vielversprechend aussehende Individuen wiederum in Reinkulturen gezogen. Diese werden dann auf ihre Wachstums- und Fruchtungseigenschaften getestet und die besten Genetiken wieder als Stammkulturen eingelagert, um damit weitere Substrate zu beimpfen.


    Damit kommen wir dann zu der Frage, der ich nie weiter nachgegangen bin,auch wenn sie mich in meiner Anfangszeit in der Pilzzucht immer wieder mal beschäftigt hat. Danke fürs "in Erinnerung rufen" ;)

    Die aus Sporen gezüchteten Myzelien sind zwar auch dikaryotisch, allerdings werden sie in der Praxis nicht aus Sporen zweier Elternorganismen gezüchtet, sondern aus einem Abdruck eines einzigen Pilzes. Trotzdem können sie extrem unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, sowohl was das Mycel- und Fruchtkörperwachstum angeht, wie auch im Bezug auf die benötigten Fruchtungsbedingungen.

    Warum allerdings eine derart große genetische Variationsbreite bei Individuen, welche eigentlich aus nur einem Elternindividuum hervorgehen, möglich ist, hab ich bisher auch noch nicht verstanden... aber es funktioniert auf jeden Fall und ich muss der Frage die Tage mal auf den Grund gehen ^^


    Liebe Grüße

    Servus David,


    bei deinem Fund handelt es sich um G. infula oder G. ambigua. Die beiden Arten sind ganz leicht anhand der Sporengröße zu unterscheiden.

    Verlässliche makroskopische Merkmale zur Abgrenzung der beiden sind mir keine bekannt.


    Liebe Grüße

    Servus Karl,


    also ich finde ja auch, dass es gut ist, wenn man den großen Wiesenbewohner ganz genau zeigt, welch wichtige Arbeit sie machen.


    Hier hab ich gerade Hilfe bei der Untersuchung einer hübschen Gruppe von Clavulinopsis fusiformis erhalten 😄


    Liebe Grüße


    Servus Peter,


    1. könnte gut passen, trau ich mir aber ohne zusätzliche Infos nicht mehr dazu zu sagen

    2. würde ich eher für H. ceracea halten

    3. C. pratensis

    4. links: H. chlorophana, rechts: vermutlich H. ceracea

    5. mikropflichtig, aber C. helvola könnte gut passen


    Liebe Grüße

    Servus Björn,


    gratulation zu den schönen Zungen (und natürlich auch zu den Schönheiten aus den anderen beiden Beiträgen) und einen herzlichen Dank fürs Vorzeigen dieser schönen Doku und der ausführlichen Mikrofotos.

    Solch ein Erdzungenaufkommen würde ich auch gerne mal erleben... bei mir waren es bisher immer nur Kleingruppen und Einzelfruchtkörper.


    Einen herzlichen Dank auch an Karl W fürs Verlinken der weiterführenden Publikationen zu den Zungen... die ersten beiden waren mir noch gar nicht bekannt.


    Liebe Grüße

    Florian

    Servus Werner,


    so ganz sicher war ich mir bei der colemannianus anfangs auch nicht, obwohl die schon ziemlich riesig gewesen wären für fuscescens (bis ca. 5cm)

    Hab sie zwar nicht selber nachuntersucht, dürfte aber nix anderes dabei rausgekommen sein. Vermutlich wurde die Hutfarbe durch die Witterung der vorangegangenen Tage beeinflusst (Wechsel aus trockenen Föhnwinden und mehrmals leichten Nachtfrösten)


    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    inzwischen sind hier reifbedeckte Wiesen am Morgen schon ein recht normaler Anblick. Ein paar Wiesenschwammerl haben sich aber in den letzten Tagen doch noch finden lassen.

    Leider hat uns, während unseres Kartierungswochenendes im Nationalpark, in dem wir eigentlich nochmal ein Hauptaugenmerk auf die Almweiden legen wollten, der Frost einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir waren "gezwungen" einen Tag in einen kleinen Urwald auszuweichen. Daher sind auch noch ein paar Fotos von nicht-Wiesenpilzen dabei, die aber nicht weniger schön anzusehen waren.


    Mal sehen ob sich noch ein oder zwei Urwaldtouren ausgehen, bevor in den Bergen Schnee liegt, aber langsam wird's wohl Zeit die Dungpilz-Fruchtkammern auszupacken


    Cuphophyllus colemannianus

    Ramariopsis robusta

    Hygrocybe ingrata

    Clavaria (cf.) incarnata

    Volvariella surrecta

    Frantischekia mentschulensis

    Camarops tubulina

    Flaviporus citrinellus

    die beiden letzten in trauter Zweisamkeit


    Liebe Grüße

    Servus Bernd,


    wie Aretah schon geschrieben hat wird auch in diesem Fall der Blick durch‘s Mikro nicht ausbleiben.

    Die von mir gestern gezeigten Fruchtkörper von G. atropurpureum waren beispielsweise auch bis 8x1cm groß.


    Bei den Entolomen solltest du diese Saison nicht mehr viel erwarten. Das sind eher Sommerpilze.


    30 Arten in einer Saison auf nur 4ha sind schon eine Hausnummer. Da wirst du in den nächsten Jahren sicher noch viel zu entdecken haben.


    Liebe Grüße