Beiträge von FlorianK

    Servus Bernd,


    wie Aretah schon geschrieben hat wird auch in diesem Fall der Blick durch‘s Mikro nicht ausbleiben.

    Die von mir gestern gezeigten Fruchtkörper von G. atropurpureum waren beispielsweise auch bis 8x1cm groß.


    Bei den Entolomen solltest du diese Saison nicht mehr viel erwarten. Das sind eher Sommerpilze.


    30 Arten in einer Saison auf nur 4ha sind schon eine Hausnummer. Da wirst du in den nächsten Jahren sicher noch viel zu entdecken haben.


    Liebe Grüße

    Grüß euch...


    langsam wird's ungemütlich und die Saison in höheren Lagen neigt sich dem Ende zu, aber die Gebirgsexkursionen der letzten Tage haben doch noch mal einiges an spannenden Funden zutage gefördert.


    Durch eine Vielzahl an Neufunden konnte ich in dieser Saison auch die Artenzahlen bei den CHEGD's für das Gebiet des NP-Kalkalpen in unerwartete Höhen treiben.

    Nach nur zwei Jahren der intensiven Kartierung sieht der momentane Stand so aus. (Bei den Entos kann ich nur eine Schätzung abgeben, weil ich mich, aufgrund der aktuellen Unklarheiten in der Gattung, großteils auf die Beschreibung und maximal vorläufige Benennung der Kollektionen beschränkt habe)

    C6,H34,Eca.35-45,G5,D5



    Entoloma madidum (schon wieder in einem neuen Suchgebiet)

    Entoloma prunuloides

    Porpolomopsis calyptriformis

    Hygrocybe punicea

    Hygrocybe fornicata

    Hygrocybe ceracea

    Gliophorus laetus

    Microglossum atropurpureum

    Clavulinopsis helvola

    Ramariopsis robusta



    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    heute geht's mal wieder weiter. Leider waren die letzten Touren nicht sonderlich ergiebig, und inzwischen schaut der Schnee schon ziemlich weit runter, aber ich hoffe mal, dass es in den nächsten Tagen doch noch mal weiter rauf ausapert. Bodenfrost sollten auch die Hochalmen noch keinen abbekommen haben, und in niedrigeren Lagen geht inzwischen ziemlich die Post ab.


    Lycoperdon caudatum

    Cantharellopsis albidum

    Entoloma catalaunicum

    Entoloma madidum

    Cuphophyllus russocoriaceus

    Cuphophyllus colemannianus

    Cuphophyllus virgineus

    Cuphophyllus (virgineus var.) fuscescens

    Cuphophyllus (virgineus var.) ochraceopallidus

    Cuphophyllus flavipes

    Hygrocybe splendidissima

    Hygrocybe chlorophana

    Hygrocybe ingrata


    Liebe Grüße

    Servus Adrian,


    Cantharellus und Craterellus sind die beiden Schwestergattungen in der Familie der Cantharellaceae (Pfifferlingsartige).


    Cantharellus (Pfifferlinge) umfasst die typischen Eierschwammerl-Arten

    Craterellus (Kraterellen) umfasst die ganzen restlichen Leistlinge, also die ganzen Trompetenpfifferlinge uÄ


    Liebe Grüßer

    Grüß euch,


    ... lange hat's gedauert, bis es mich das nächste Mal auf die Alm verschlagen hat...


    weil sie einfach viel zu schön sind um sie nicht zu zeigen, und uns die beiden Arten heute den ganzen Tag treu begleitet haben, gibt's zuerst eine kleine Wiederholung


    Porpolomopsis calyptriformis

    Clavulinopsis fusiformis


    Aber natürlich gab es auch noch ein paar Neuigkeiten


    Entoloma bloxamii s.l.

    Pseudotricholoma metapodium

    Pseudotricholoma cf. metapodium (auch die vergammelten Fruchtkörper rundum haben kein nennenswertes Schwärzen gezeigt. Wird wohl nix anderes rauskommen, aber mal schauen)

    Geoglossum cf. vleugelianum

    im Sphagnum am Rand eines Übergangsmoores; Spp: spätreifend, 3-7 Septen, 42-75µm; Paraphysen braun, sehr variabel geformt, Septen teilweise eingeschnürt, teilweise nicht, Endzellen nur teilweise verdickt, zylindrisch, keulig, pyriform, globos


    Liebe Grüße

    Servus Karl,


    die Bovista hab ich nach Jeppson bestimmt. Stimmt perfekt mit der von ihm als B. pusilla vorgestellten Art überein.


    Die Geoglossum habe ich anhand der Stielbekleidung, in Kombination mit den recht langen Sporen (bis 105, mittel etwas über 90µm) und den Paraphysen mit meist +-subglobosen, angeschwollenen Endzellen als G. fallax bestimmt. Die Fruchtkörper waren war noch ziemlich unreif (Septierung der Sporen war noch nicht zu erkennen), aber nach den mir vorliegenden Infos sollte da nichts anderes in Frage kommen

    Abgeglichen hab ich sie mit der Beschreibung von Kees Roobeek in "aardtongen in de duinen van noord kennemerland".


    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    nach der bereits überraschend ereignisreichen Sommersaison in meinen geliebten Almflächen geht es nun endlich auch bei den typischen Herbstarten los. Nachdem nun auch endlich die Witterung wieder nach Wiesenpilzen aussieht, werd ich in nächster Zeit regelmäßig unterwegs sein.

    An dieser Stelle werde ich euch die Highlights meiner Kartierungsexkursionen in den nördlichen Kalkalpen zusammenfassen.


    Erst mal noch ein paar nette Funde von anfang September, bevor die erste längere Trockenperiode des Jahres das Wachstum in den Wiesen mal auf Pause gestellt hat.


    Bovista pusilla

    Porpoloma pes-caprae

    Cuphophyllus roseascens

    Hygrocybe intermedia



    ... und dann noch ein paar von gestern


    Cuphophyllus berkeleyi

    Clavulinopsis laeticolor

    Clavulinopsis fusiformis

    Porpolomopsis calyptriformis

    Geoglossum fallax



    ...to be continued soon...


    Liebe Grüße

    Servus Romana,

    mit den schlanken und eher kleinen Sporen bleiben eigentlich nur H. ceracea und insipida, wegen des Gesamteindrucks (soweit ich diesen anhand der Bilder zu beurteilen wage) wäre ich auch bei ceracea. Allerdings hab ich mit den beiden Arten nur sehr wenig persönliche Erfahrung.


    Zum aktuellen Status von C. helvola var. geoglossoides kann ich dir auch nix genaueres sagen, bzw. nur meine persönliche Meinung zum Besten geben.

    Ich halte nix von dieser Varietät, weil mir bei größeren Kollektionen immer wieder mal junge Fruchtkörper unterkommen, die einen deutlich erdzungenartigen Habitus zeigen. Daher bin ich der Meinung, dass dies ganz schlicht und einfach in der normalen Variationsbreite von C. helvola liegt und den Rang als Varietät nicht verdient.

    Aber wie gesagt... nur meine persönliche Meinung, ohne mich näher mit der Thematik auseinandergesetzt zu haben.


    Liebe Grüße

    Servus Romana,


    mit den weiteren Merkmalen bin ich auch ganz bei dir und würde die Kollektion als H. reidii ablegen.

    Die leicht schuppige Huthaut (die mir zugegebenermaßen heute morgen gar nicht aufgefallen ist) würde da durchaus auch ins Konzept passen. Boertmann schreibt dazu: "cuticle sometimes cracked which may give the cap a squamulose appearance"


    die Clavulinopsis helvola ist mit den Sporen auf jeden Fall eindeutig


    Liebe Grüße

    Servus Romana,


    hast du die H. cf. reidii auch gekostet, bzw. die Sporenform angesehen? Sieht irgendwie bitter aus ;)


    zu der H. cf. ceracea trau ich mir, in dem Zustand und ohne Mikros, keine weitere Aussage zu. Da könnten auch noch einige andere Arten passen


    die Clavulinopsis sp. erinnert mich stark an C. helvola. Wäre über die markanten, höckerigen Sporen leicht abzusichern


    Liebe Grüße

    Servus Foxpilz,


    auf jeden Fall ein spannender Fund, den du uns zeigst.


    Um optimale Exsikkate, speziell auch zum späteren sequenzieren, zu erhalten, würde ich die Trockentemperatur noch etwas niedriger ansetzen.


    40°C und eine möglichst rasche Trocknung sind optimal, dH. die Probe in nicht zu große Stücke schneiden und vor allem möglichst schnell nach der Ernte (wenige Stunden) auf den Dörrapparat legen. Jegliche Lagerung vor der Trocknung kann die Qualität der Probe deutlich verschlechtern und die Wahrscheinlichkeit von Falschergebnisse bei der Sequenzierung erhöhen.

    Weiters sollte noch erwähnt werden, dass zur Sequenzierung am besten junge Fruchtkörper geeignet sind, während sich für die morphologische Untersuchung etwas ältere Fruchtkörper besser eignen. Wenn möglich also sowohl junge wie auch reife Pilze ernten und trocknen.


    Liebe Grüße

    Servus Bernd,


    die Meinung von Stefan und Werner teil ich zwar, ich seh da auch recht typische Birnenstäublinge, möchte mich aber auch der Literaturempfehlung von Stefan anschließen.


    Hab mir die Monographie von Jeppson gerade zugelegt und bin absolut begeistert. Da werden die Stäublinge und Boviste plötzlich überraschend logisch und ich konnte die letzten Tage recht flott die meisten meiner alten Exsikkate abarbeiten.


    Liebe Grüße

    Servus,


    würde ich auch eindeutig als Flockenhexe identifizieren.

    Ich kenne auch ein Mycel, welches ich inzwischen schon seit einigen Jahren beobachte, dessen Fruchtkörper uberhaupt keine Blauverfärbung zeigen.

    Wurde auch schon sequenziert und mit einer Übereinstimmung von über 99% kam eindeutig N. erythropus raus.


    Liebe Grüße

    Servus Jörg,


    na bei dir scheint ja gerade einiges los zu sein. Tolle Vielfalt und schön in Szene gesetzt


    die Keulen unter dem Bild von Cuphophyllus pratensis lassen mich an Clavaria amoenoides denken.


    Die kleinen Saftlinge weiter unten sehen mir nach H. glutinipes aus (ganz leicht im Feld bestimmbar, wenn man auf den klebrig-schleimigen Stiel achtet)


    Liebe Grüße

    Servus Rudi,


    herzlichen Dank für die Infos zum Habitat.

    Da muss ich wohl mal wieder eine intensivere Runde in den Waldgebieten um meine Weideflächen starten. Hatte dort vor einigen Jahren auch mal, in sehr ähnlichem Habitat, einen reichhaltigen Fund von Hodophilus spec. und Geoglossum spec., bis zum lesen deines Beitrags hatte ich jedoch komplett darauf vergessen. (das war noch vor der Zeit, in der ich mich intensiv mit den Wiesenpilzen zu beschäftigen angefangen habe)


    Liebe Grüße

    Servus Andreas,


    Pilz Nr. 1 würde ich Chromosera citrinopallida taufen


    Nr. 5 ist eine Hygrocybe, die mich am ehesten an H. mucronella denken lässt, aber natürlich ist das reine Raterei ohne Bild von den Lamellen und Angaben zum Geschmack


    Liebe Grüße

    Servus Rudi,


    wunderschön, was du uns so alles zeigst.


    Was mich allerdings noch brennend interessieren würde, wären nähere Infos zur Ökologie deines Wiesenpilz-Waldes. Baumbestand, Geologie, Nährstoffversorgung etc., weil ich mich gerade recht intensiv mit den ökologischen Voraussetzungen für das Wachstum der typischen Wiesenarten beschäftige


    Wenn du so nett wärst dazu noch ein paar Worte zu verlieren wäre ich dir sehr dankbar.


    Liebe Grüße

    Florian

    Servus Stephan,


    aktuell werden die Saftlinge aufgrund der Genetik in 5 Gattungen unterteilt


    Cuphophyllus - Ellerlinge

    Hygrocybe ss. str.

    Neohygrocybe - nur zwei europäische Arten, N. ovina und N. nitrata

    Gliophorus - Schleimfuß-Saftlinge

    Porpolomopsis - in Europa nur mit P. calyptriformis vertreten


    allerdings wird es auch weiterhin jeder verstehen, wenn du sie einfach alle Hygrocybe nennst ;)


    Liebe Grüße