Beiträge von FlorianK

    Grüß euch und danke für die zahlreichen Rückmeldungen.


    Wie gesagt hab ich an einigen Fruchtkörpern gerochen, auch an recht alten, aber vielleicht ist mein Geruchssinn auch noch etwas angeschlagen von der Erkältung die ich bis vor ein paar Tagen hatte.

    Aber wird dann wohl wirklich nix anderes sein als satanas, zumindest ist es das einzige was übrig ist das mir irgendwie plausibel scheint.


    Juergen-M: Bilder gibt's leider keine weiteren, hatte leider kein Handy mit. Allerdings bin ich mir Recht sicher, dass es sich auf dem Bild nur um eine Art handelt... ist nämlich nur ein Fruchtkörper auf dem Bild zu sehen 😉


    Lg

    Zur Farbe der Huthaut bzw. wie gut die auch auf dem Bild zu bewerten ist kann ich leider nicht viel sagen, weil ich rosatöne nur sehr schlecht sehe, jedoch meinte meine Freundin auf die Frage welche Hautfarbe der Fruchtkörper hätte "grau mit einem sehr deutlichen Rosastich"

    die älteren Exemplare waren deutlich blasser


    Lg

    Grüß euch,


    danke für eure Antworten... hab natürlich oben noch was wichtiges vergessen und zwar Geruch und Geschmack... wurde ergänzt

    wegen der roten Röhren hatte ich natürlich auch schon an Rubroboletus gedacht, aber so wirklich auf eine. grünen Zweig bin ich da auch nicht gekommen...

    R. satanas hätt ich ausgeschlossen weil ich den eigentlich meine schon anhand des Geruchs sicher zu erkennen und obwohl ich an mehreren Fruchtkörpern in verschiedenem Alter gerochen hab könnte ich nix anderes als einen angenehmen Pilzgeruch feststellen

    R. rubrosanguineus finde ich eigentlich hier in der Gegend recht häufig und kenn ich mit viel intensiveren Farben, keine Ahnung ob der auch so blass daherkommen kann

    R. rhodoxanthos hab ich erst einmal gesehen, dachte aber auch, dass der deutlichere Rottöne am Stiel haben sollte

    R. legaliae kenn ich zwar nur aus der Literatur und würde mir optisch ganz gut gefallen, sollte aber auch anhand des Geruchs erkennbar sein


    Lg

    Grüß euch,


    Röhrlinge sind ja nicht gerade meine besten Freunde darum wollt ich mal hier nachfragen ob mir wer von euch weiterhelfen könnte.

    Wenn ich durchschlüssel mit "Die Pilze Deutschlands" komm ich zu Butyriboletus und dann über Gesamthabitus und vA die rot überhauchten Röhrenmündungen lande ich am ehesten bei meiner ersten Vermutung und zwar B. fechtneri.

    Allerdings macht mich das Schnittbild etwas skeptisch weil ich doch im Stiel meine eine eher blaue als rote Verfärbung zu erkennen, allerdings kann das auch an meiner rot-grün-schwäche liegen.


    Hab leider auch gerade meine ganze Literatur nicht bei der Hand um da besser zu recherchieren.


    Danke für eure Mithilfe

    Lg Florian


    Habitat: Buchen-Fichten-Mischwald über Kalk, sehr seichtgründig, luftfeucht wegen Bachnähe jedoch insgesamt eher wärmebegünstigt

    Hut: bis ca 30cm, Recht lange festfleischig, jung mit rosastich, im Alter ausblassend

    Röhren: gelbe Grundfarbe, rot überhaucht, auf Druck stark blauend

    Fleisch: gelb, in Hut und unterer Stielhälfte blauend, im Stiel könnte da durchaus auch ein Rotstich dabei sein, traue ich mir aber wie oben erwähnt nicht ganz zu beurteilen

    Stiel: gelb, im unteren Bereich rötlich, feine Netzzeichnung in Farbe der Stieloberfläche

    Geruch und Geschmack: angenehm pilzig


    Schnittbild links nach ca 15-20min, rechts nach 1min

    Grüß euch,


    heute möchte ich euch kurz von einer netten ersten Exkursion in eine mir noch unbekannte Urwaldverdachtsfläche im NP Kalkalpen berichten. Mykologisch war's leider weniger spannend als erhofft, weil der größte Teil der Fläche eher exponiert und trocken ist, jedoch konnte ich wegen des schwierigen Geländes bei weitem nicht das ganze Gebiet absuchen. Einige hübsche Funde sind mir aber wieder gelungen und zumindest landschaftlich war die Tour ein echtes Highlight.

    Schwammerl gab es hauptsächlich eher mäßig spannende Arten aber ein paar nette Sachen waren doch wieder dabei


    Fomitopsis rosea

    Resinoporia cretacea

    Camarops tubulina


    Die größte Freude haben mir aber heute die beiden folgenden Flachkäfer-Arten gemacht


    Peltis grossa - Urwaldreliktart Kat.1, welche sich adult ausschließlich von Fomitopsis pinicola ernährt. Ich konnte diese Art schon mehrfach in der Region finden und auch heute mehrere adulte Individuen beobachten

    Calytis scabra - Urwaldreliktart Kat.1, dieser perfekt getarnte Käfer war definitiv das Tages-Highlight. Diese Art ist bisher lediglich von wenigen Funden in der NP-Region bekannt und laut Literatur eng assoziiert mit F. pinicola und Antrodia sp.

    Der heutige Fund war beim Fressen an einem Fruchtkörper von Resinoporia cretacea


    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    also ich kenne ja beide Sichtweisen sehr gut, sowohl als Landwirt und Flächenbewirtschafter als auch aus Sicht desjenigen der versucht Grundeigentümer davon zu überzeugen ihre ökologisch hochwertigen Flächen weiter zu erhalten. Ich werd jetzt nicht großartig auf Details eingehen, weil das Thema derartig vielschichtig ist, dass eine sinnvolle Auseinandersetzung meinen persönlichen zeitlichen Rahmen sprengen würde.

    Kurz zusammengefasst ist dieser Konflikt mMn systemischer Natur und und die größten Probleme sehe ich nicht nur in der Finanzierung der Flächenpflege. Aus persönlicher Erfahrung sind es vA überbordende Bürokratie, praxisferne Naturschutz-Fördersysteme und fehlendes Verständnis, sowohl für den gesellschaftlichen Wert biodiversitätsfördernder Landwirtschaft als auch von anderer Seite für die Schwierigkeiten und den Arbeitsaufwand welche mit einer biodiversitätsfördernden Landwirtschaft einhergehen.

    Leider kann ich den Frust und die negative Haltung vieler Landwirte gegenüber "Naturschutz" und "de Studierdn de ka Ahung vom hackln habn" durchaus nachvollziehen, auch wenn ich selbst ein großer Befürworter, sowohl von Naturschutzmaßnahmen als auch von Bildung bin. Oft genug musste ich mich selbst schon über Personen ärgern, welche zwar sicherlich fachlich in ihrem Gebiet ein großes Wissen haben, jedoch selbst nie auf die Idee kommen würden sich beispielsweise an den heissesten Sommertagenandenen "normale" Leute baden gehen, von Montag bis Sonntag, vom Morgengrauen bis zur Abenddämerung, in der prallen Sonne um die mahd und pflege der schönen Orchideenwiesen zu kümmern über die man sich dann beim spazierengehen erfreuen kann.


    Ich werd euch in nächster Zeit mal ein kleines Projekt vorstellen, welches ich gerade durchführe und anhand dieses Praxisbeispiels einige der Probleme ansprechen, welche sich gerade bei der Restaurierung und Erhaltung von ökologisch wertvollen, landwirtschaftlichen Flächen ergeben.



    Aber jetzt mal zum eigentlichen Thema, weil ich auch Erfahrungen mit öffentlichen Flächen habe. Zumindest hier in der Region, aber ich denke das wird auf die meisten ländlichen Regionen zutreffen, sind Gemeindebudgets oft recht knapp und finanzielle Mittel für lokalen Naturschutz sind darin nicht vorgesehen. Gerade die Pflege von kleinen Wiesenflächen in Gemeindebesitz, von Straßenböschungen oder Wegrändern sind ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor für ländliche Kommunen. Nach meiner Erfahrung ist es daher meist sehr schwierig mit Argumenten wie "bitte räumt doch das Mähgut aus der Fläche damit sie schön mager und ökologisch hochwertig bleibt" durchzudringen. Meist werden solche Flächen lediglich als Belastung fürs Kommunalbudget betrachtet, was jedoch auch zur Folge hat, dass es oft recht einfach ist die zuständigen Personen davon zu überzeugen die Flächen abzugeben, wenn man eine Lösung findet welche den Arbeitsaufwand für die Gemeinde reduziert.

    Ich hatte bisher nie Probleme die Gemeinde zu überzeugen eine Böschung nicht mehr zu schlögeln, wenn ich als Alternative angebeoten habe diese Fläche selbst zu mähen und die Verantwortung für die Pflege übernommen habe. Meist sind Gemeinden froh über jeden Quadratmeter Wiese um welchen sie sich selbst nicht mehr kümmern müssen, was wohl auch der Grund für das konkrete Problem ist.

    Wie du, Claudia, ja selbst schreibst hatten sie vorher jemanden der die Mahd übernommen hat und waren wsl. einfach nur froh jemanden zu finden der sich zukünftig um diese Fläche kümmert, die Form der Nutzung ist da wohl eher nebensächlich und leider fällt die Abwägung zwischen "naturschutzgerechte Bewirtschaftung" und "budgetschonende Bewirtschaftung" in den meisten Fällen recht leicht.

    Mein Fazit ist daher so simpel wie frustrierend... "selber machen, dann kann man sich wenigstens drauf verlassen, dass es auch ordentlich gemacht wird".


    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    gestern hab ich eine kurze Runde durch einige meiner Wiesen gedreht. In den meisten Flächen der Umgebung drehen schon die Traktoren ihre Runde, bei mir darf aber erst mal ausblühen. Die meisten Orchideenarten brauchen noch ein wenig, aber einiges ist doch auch jetzt schon zu sehen.

    Polygala vulgaris

    Orchis mascula

    Dactylorhiza majalis

    Cephalanthera longifolia


    Heute ging es dann zum ersten Mal dieses Jahr in den NP Kalkalpen. Entlang eines Baches mit viel starkem Totholz hatte ich darauf gehofft endlich mal Gyromitra sphaerospora zu finden. Die rundsporige Lorchel konnten wir zwar leider nicht finden aber einige andere hübsche Sachen gab's auch wieder zu sehen


    Anguis fragilis

    Pseudoplectania melaena - war auf jeden Fall das Highlight des Tages. An einer fast 1m dicken Tanne konnten wir sogar weit über 100 Fruchtkörper beobachten

    Gentiana clusii - neben zahllosen normal gefärbten Pflanzen konnten wir auch diese hübsche Gruppe mit hellblauen Blüten gefunden

    Phellinus hartigii

    Salamandra salamandra - vermutlich schwanger so dick wie die war

    Lobaria pulmonaria

    Liebe Grüße

    Grüße euch,


    inzwischen ist die Natur wieder erwacht, die ersten schönen Blümchen zeigen sich und bald geht's auch wieder los mit den ersten Schwammerl-Exkursionen.

    Hier werd ich euch wieder ausgewählte Funde zeigen die mir im Jahresverlauf unterkommen.


    Zum Start gibt's mal ein paar nette Bilder von meinen Schafen und einigen anderen Tieren und Pflanzen die mir in letzter Zeit untergekommen sind.


    Die Lämmer sind langsam endlich alle da und die meisten Schafe sind auch wieder auf ihren frischen, grünen Weiden unterwegs.

    Upupa epops - Wiedehopf

    In den letzten Wochen hat uns mehrfach ein Wiedehopf besucht und wir haben inzwischen auch Spezialnistkästen aufgestellt. In Oberösterreich sind aktuell nur eine Handvoll Brutpaare nachgewiesen und bei uns in der Region hab es seit vielen Jahren nur vereinzelte Nachweise von Durchzüglern.

    und zum Abschluss hab ich noch ein paar Bilder von einem kurzen Spaziergang diese Woche.

    Anacamptis morio - Kleines Knabenkraut

    Gentiana clusii - Kalk-Glocken-Enzian

    Lacerta agilis – Zauneidechse


    Liebe Grüße und bis bald

    Grüß euch,


    auch wenn für die endgültige Klärung des Fundes sicher eine sequenzierung nötig ist wollt ich mich zu der Thematik auch mal kurz zu Wort melden und unsere Erfahrungen Teilen. Wir hatten vor ein paar Jahren auf einer Alm auch mal einen Fund einer großen Entoloma, die im Feld angesprichen haben als "wie irgendwas aus'm E. bloxamii agg. aber in grau-braun".

    Gernot ist damals morphologisch auch zu E. luteobasis gekommen, diese Art dürfte aber wohl eher eine "Waldart" unter Tilia? (kann mich nicht mehr genau erinnern) sein. Genetisch ist dann aber auch E. inopiliforme rausgekommen.


    Mir sieht der Fund vom Saftlingstreffen schon nach was anderem aus dem prunuloides agg. aus, allerdings hätte ich das gleiche auch zum sequenzierten Fund von Alexander gesagt.

    Bei unserem Fund ist auf jeden Fall sehr deutlich die faserige HDS stark ausgeprägt die mich damals sofort an was anderes als prunuloides agg. denken hat lassen.


    Hier ein Bild unserer damaligen Kollektion und einer weiteren nicht sequenzierten Kollektion aus dem gleichen Jahr, die ich allerdings gleich bestimmt hätte.


    E. inopiliforme, sequenziert

    E. cf. inopiliforme


    Liebe Grüße

    Servus Beni,


    bei C. fornicatus agg.ist sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen, das dürften wohl noch ein paar Arten werden (was mich auch nicht im geringsten wundert bei der Variationsbreite bei diversen Merkmale)


    Den zweiten Fund den du gezeigt hast halte ich für Entoloma prunuloides agg.


    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    schön, dass es gefallen hat, ich hab jetzt noch schnell eine kleine Ergänzung zu N. (pseudo)ingrata...


    Gestern hab ich auf einer meiner Mähwiesen noch eine schöne Kollektion von N. pseudoingrata gefunden anhand derer man die angesprochenen Unterschiede zu N. ingrata noch schöner sehen kann...


    Auch hier sieht man wieder die relativ zarten Lamellen und den schon stark ausgeblassten Hut. Bei N. ingrata wäre der Gut auch in abgetrocknetem Zustand noch deutlich dunkler, filzig und würde sicher schon an manchen Stellen deutliches Röten zeigen.

    Vor allem die rein weißen Stiele sind bei der Kollektion jedoch markant, zumindest hab ich noch nie eine ingrata in dem Zustand gesehen, die weder die angesprochene rosa-graue Grundfarbe aufweist, noch deutliche, dunkelrote Verfärbungen auf den bereits etwas abgetrockneten Stielen zeigt.


    N. pseudoingrata bei trockener Witterung von gestern

    N. ingrata bei ähnlichen Bedingungen und mit deutlichen roten Verfärbungen von 2024


    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    Oktober ist Wiesn-Zeit, allerdings kann man das auch spannender gestalten als mit zu vielen Maß und Backhendl 😉


    Endlich ist bei uns auch Mal wieder eine gute Wiesenpilz-Saison und ich durfte in den letzten Tagen wirklich viele hübsche Saftlinge & Co. bewundern. Ein paar möcht ich euch hier zeigen, einige anderen haben noch keinen Namen und werden vielleicht noch nachgereicht.

    An Habitaten war so ziemlich alles dabei, vom Friedhof auf Granit, der nach mehreren Begehungen das erste Mal richtig abgeliefert hat, über Mähwiesen auf Flysch bis zur Almwiese auf Kalk.


    Mittwoch: Soldatenfriedhof und Skipiste (700m ü.M.)

    Clavulinopsis corniculata - in Massen

    Hygrocybe mucronella agg. - an mehreren Stellen, hatte ich vorher noch nie

    Gliophorus psittacinus

    Hygrocybe conica agg. - hab ich auch noch nie in derartigen Massen gesehen

    Ramariopsis sp. - vermutlich mehrere Arten aber momentan sowieso noch nicht sinnvoll bestimmbar

    Dermoloma josserandii agg.

    Hygrocybe miniata

    Gliophorus irrigatus

    Cuphophyllus fornicatus agg.

    Cuphophyllus colemannianus

    Geoglossum fallax agg.

    Gliophorus sciophanus - war für mich das absolute Highlight der letzten Tage

    Cantharellula umbonata

    Clavulinopsis sp. - mit banalem Aussehen aber starkem Mehlgeruch


    Donnerstag: Almwiese auf Kalk (900m ü.M.)


    Hygrocybe mucronella agg. - am Tag nach dem persönlichen Erstfund am anderen Ende von OÖ jetzt auch endlich vor der Haustür 😄

    Porpolomopsis calyptriformis - hat die letzten Jahre ziemlich ausgelassen, weshalb auch dieser Einzelfruchtkörper zu Freude geführt hat


    Freitag: Weide und Mähwiese auf Flysch (500m ü.M.)


    Hygrocybe citrinovirens

    Hygrocybe coccinea

    Hygrocybe punicea - Mähwiese, in Massen

    Hygrocybe intermedia - leider alle etwas bleich aber trotzdem hübsch

    Neohygrocybe ingrata

    Neohygrocybe pseudoingrata - gleiches Alter wie die vorherige Kollektion, im direkten Vergleich sieht man schön die Unterschiede

    1. Hut: N. pseudoingrata: heller, glatt, leicht glänzend, hygrophan, hellerer Hutrand; N. ingrata: dunkel, matt, einheitliche Oberfläche, nicht hygrophan

    2. Lamellen: sind bei N. pseudoingrata meist etwas zarter und dichter

    3. Stiel: bei N. pseudoingrata strahlend weiß; bei N. ingrata meist mit leichtem rosa-grauen Stich

    4. Verfärbung: N. pseudoingrata: keine Verfärbung, auch nicht bei älteren Verletzungen (maximal leicht rötend beim Trocknen); N. ingrata: rötet bei Verletzung, vA an den Lamellen, hat fast immer auch jung schon dunkelrot verfärbte Stellen von älteren Verletzungen (im Bild am Hut der linken beiden Fruchtkörper zu erkennen, oft auch am Stiel


    Cuphophyllus flavipes



    Liebe Grüße

    Servus,


    bin zwar bei deinem letzten A. alpina Fund auch falsch gelegen, aber ich würde anhand der Bilder mal erst an Physisporinus vitreus denken, aber der müsste natürlich an Druckstellen langsam bräunen.

    Substrat schaut mir, soweit ich es erkennen kann, auch eher nach Laub- als nach Nadelholz aus, was gegen A. alpina sprechen würde

    Aber wie üblich bei weißen Porlingen is da anhand von Bildern natürlich einiges an Spekulation dabei ;)


    Lg

    Grüß euch,


    die letzten Tage durfte ich mit meinen lieben Kollegen von der ÖMG in der Region um Reutte verbringen, sprich auf der Tiroler Seite der Zugspitze.

    Leider sind wir wohl etwas zu früh dran gewesen und speziell die Wiesen waren noch großteils pilzleer, aber insgesamt war's doch sehr erfolgreich und es sind zahlreiche tolle Funde zusammengekommen von denen ich euch hier ein paar zeigen möchte.


    Bevor es in die Ferne ging haben wir uns noch in kleiner Runde einen Tag bei mir in der Nähe getroffen um uns einen schönen Naturwald anzusehen. Neben den gezeigten Arten sind noch einige weitere Besonderheiten zu sehen gewesen wie Junghuhnia fimbriatella oder Lignomyces vetlinianus, die waren aber nicht sonderlich ansehnlich bzw schwierig zu fotografieren und davon hab ich ja die Tage schon schönere Funde aus dem Nationalpark gezeigt.


    Rigidoporus crocatus - war in dem Gebiet gleich einige Male zu finden

    Tricholomopsis sulfureoides - ist inzwischen aus der Region auch schon einige Male nachgewiesen und vermutlich in den Kalkalpen weiter verbreitet

    Dentipellis fragilis

    Rhodonia placenta - der Fund hat mich sehr gefreut, weil ich die Art noch nie live sehen durfte


    und damit geht's dann ab in den westlichen Teil der Österreichischen Kalkalpen


    Clavaria atroumbrina - einziger wirklich erwähnenswerter Fund bei meinem Ausflug auf eine Alm am ersten Tag, aber dafür hat sich der Aufstieg allemal gelohnt.

    Cordiceps militaris - hat irgendjemand anders gefunden und sehr schön inkl. Substrat geerntet. In der Größe hab ich die definitiv noch nie gesehen

    Am zweiten Tag ging's dann in ein wunderschönes Tal mit Feuchtwiesen, Magerrasen und einem kleinen Wäldchen mit schönen alten Buchen.

    Die Wiesen dort würde ich gerne mal erleben wenn die Saftlinge stehen, da könnte man sich sicher tagelang beschäftigen. Abgesehen von vielen Leptonien, die zu einem guten Teil unbestimmt blieben, ist aber leider noch nicht viel gewachsen.


    Climacodon septentrionalis - nachdem ich ihn schon lange erfolglos in den heimischen Buchenwäldern suche durfte ich diese Schönheit nun endlich finden

    Entoloma griseocyaneum

    Entoloma incanum s.str.

    Tremellodendropsis tuberosa - auch noch nie gesehen

    Hygrocybe glutinipes


    ... und damit mach ich mal Pause und werd dann in den nächsten Tagen noch ein paar Sachen ergänzen.


    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    ein paar Nachträge gibt's noch unter den Bestimmlingen. Leider hab ich selbst gerade noch zu viel anderes um die Ohren und hab mich völlig vor der Bestimmungsarbeit gedrückt, aber da sind doch noch höchst interessante Sachen dabei gewesen.


    Phlebia lilascens


    Junghuhnia fimbriatella - beide Funde an Stammteilen die von Ganoderma applanatum besiedelt waren, teilweise auch direkt an den abgestorbenen Fruchtkörpern. An Abies und Fagus gefunden


    Ceriporiopsis guidella - im Uferbereich eines Gebirgsbach an Salix



    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    leider hatte ich dieses Jahr noch kaum Zeit mich um mein liebstes Hobby zu kümmern, aber dieses Wochenende ging es endlich mal wieder ein paar Tage in die Schwammerl.

    In einer netten kleinen Runde haben wir wieder die naturnahen Wälder des NP Kalkalpen in Oberösterreich unsicher gemacht.

    Durch die vorangegangene Trockenperioden war das Pilzaufkommen eher überschaubar, aber eine ganze Reihe toller Funde konnten wir trotzdem verbuchen, von denen ich euch anbei einige zeigen möchte.


    Crepidotus malachioides - an zahlreichen Buchenstämmen zu finden, aber auch alte Fruchtkörper von Fomes fomentarius scheinen ihm zu schmecken

    Flammulaster limulatus

    Hydropus atramentosus - vor inzwischen wohl fast 10 Jahren durfte ich diese Schönheit schon Mal sehen und seither steht er hoch oben auf meiner Wunschliste... nun auch endlich im NP nachgewiesen

    Lignomyces vetlinianus - letzten Herbst ist uns am anderen Ende des Nationalparks der Erstnachweis für Österreich gelungen, dieses Wochenende könnten wir die Art gleich in zwei weiteren Gebieten finden

    Fomitopsis rosea - auch immer schön

    Camarops tubulina - hier kann die Art geradezu als häufig bezeichnet werden.... auch diesmal wieder an zahlreichen Stämmen und in fast allen begangenen Gebieten

    Cystostereum murrayi - auch ein NP-Klassiker den wir mehrfach gesehen und noch öfter gerochen haben

    Flavophlebia sulfureoisabellina - ein weiterer toller Erstnachweis fürs Nationalparkgebiet

    Hericium flagellum - nicht so selten aber immer wieder traumhaft schön

    Baeospora myriadophylla

    Pluteus chrysophaeus

    Xylaria vasconica - bisher in Österreich auch nur aus dem Nationalpark bekannt, hier findet man die Art jedoch regelmäßig an Bergahornstämmen in Bachnähe

    Rigidoporus crocatus - kurz bevor wir uns auf den Rückweg machen wollten hat uns der Fund dann noch einen schönen Abschluss eines gelungenen Wochenendes beschert



    Ich hoffe es hat gefallen


    Liebe Grüße

    Servus,


    Ich würde da auf Resinoporia (Antrodia) cretacea tippen. Die ist relativ leicht von anderen, makroskopisch ähnlichen Antrodias zu unterscheiden, weil sich die Skeletthyphen in KOH (reichen schon 3%) innerhalb von Sekunden stark aufblähen und in kürzester Zeit zu einer gelatinösen Masse auflösen.


    Liebe Grüße

    Makroskopisch: meist eher stämmig für die Größe; dunkle, stark gesägte Lamellenschneiden, oft mit blauen und gelben Tönen in den Lamellen; stark bereifter, teils schon fast filziger Steiel

    Mikroskopisch: sind vA die sehr großen Cheilozystiden mit dunklem Inhalt markant, die schon bei leichtem Druck platzen und das ganze Präparat so einsauen, dass kaum noch was zu erkennen ist


    Bestimmt wurde die (nicht von mir) mit Fungi Europaei, was eigentlich die einzig wirkliche Möglichkeit für Entoloma ist, vA seit die Gattung überarbeitet wurde.


    Lg

    Servus Björn,


    H. punicea trocknet zwar meist recht schnell ab, ist aber grundsätzlich schon schmierig wenn jung und die HDS sollte auch ein ixotrichoderm/ixocutis sein.


    Mich stört vor allem die Stieloberfläche und auch der Lamellenansatz (soweit ich den anhand der Bilder beurteilen kann) scheint mir eher zu H. punicea zu passen. Aber natürlich hatt ich ihn nicht in der Hand...


    Liebe Grüße

    Hallo Florian,

    tolle Funde. Der Entoloma muss etwas besonderes sein. Ich finde kaum etwas über ihn (Entoloma cf. violaceoserrulatum).

    Laut GBIF ist dieser nur in nordischen Ländern zu finden.


    lg Rainer

    Die scheint wohl wirklich recht selten sein. Ist eigentlich morphologisch ziemlich markant, sowohl makro- als auch mikroskopisch. Ob's wirklich die Art ist wird aber erst die sequenzierung zeigen.


    Liebe Grüße

    Den entscheidenden Hinweis bei phaeococcinea hat Filip Fuljer geliefert, der schon makroskopisch ähnliche, sequenzierte Funde hat. Unser Fund muss natürlich auch noch abgesichert werden, aber scheint alles soweit zu passen.


    Der zweite Fund der aurantiosplendens muss auch noch abgesichert werden, passt aber morphologisch am besten dazu und war auch in der gleichen Fläche, unweit der ersten Kollektion.


    Liebe Grüße

    Servus Björn,


    ich muss auch sagen, dass ich da eher bei Claudia bin und die letzten drei Bilder als H. punicea eingeordnet hätte (auch der liegende Spezieswandler sieht mMn nach punicea aus ;) )


    Liebe Grüße

    Grüß euch,


    langsam neigt sich die Saison dem Ende zu und auch wenn's nicht die beste war ist doch einiges zusammengekommen. Am letzten Wochenende waren wir nochmal unterwegs und konnten noch einige tolle Funde machen, darunter zwei Saftlinge die mir noch gefehlt haben und weit oben auf meiner Wunschliste standen.

    Einige Impressionen möchte ich euch also zum Saisonabschluss noch zeigen und mich natürlich auch bei meinen Kollegen, speziell Gernot und Irmgard, bedanken, ohne die wohl einiges davon unbestimmt geblieben bzw. gar nicht gefunden worden wären.


    Entoloma cf. violaceoserrulatum - Nachtrag zum letzten Beitrag, recht häufig in einer Fläche auf extrem flachgründigen Böden

    Clitocybula lacerata agg. - schaut etwas anders aus als die klassische lacerata

    Gliophorus psittacinus

    Hericium flagellum - den schöneren Fund konnte ich wegen der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr ablichten

    Ossicaulis lignatilis - im Erlenbruch an Fraxinus-Rinde

    Camarops polysperma - auch in zwei Gebieten gefunden

    Cordyceps militaris

    Hygrocybe coccinea

    Hygrocybe aurantiosplendens - da hab ich mich wirklich gefreut

    Pseudobaeospora pyrifera

    Ramariopsis spec.

    Clavaria fragilis

    Amanita pantherina - wenn sie schon so schön dastehen dürfen sie auch mit rein

    Clavaria flavipes

    Cuphophyllus roseascens

    Hygrocybe phaeococcinea - auch ein Fund der mir große Freude bereitet hat, auch wenn wir im Feld nicht drauf gekommen wären, dass die auch so aussehen kann

    Neohygrocybe ovina


    Liebe Grüße