Beiträge von Schrumz

    Hi,

    die Aufnahme ist tatsächlich nicht 100% farbecht, macht alle Farben etwas blasser als sie sind. Das Blau der ganz jungen Fruchtkörper war in natura wirklich atemberaubend.

    Längsschnitt habe ich hier:

    Geruch würde ich als ganz leicht parfümiert beschreiben.

    Viele Grüße

    Hi,

    Hainbuchenraufuß kann schon gut sein, ich würde mir aber wenn eine Espe in der Nähe war auch L. duriusculum anschaun, die können nach meiner Erfahrung recht ähnlich sein. Ich dachte bei folgenden Kollegen im Buchen/Eichen/Hainbuchenwald auch erst an Hainbuchenraufuß

    Bis sich dann eine Espe und ein junges Exemplar fand und L. duriusculum bestätigte.

    Die überhängende Huthaut ist bei denen im Alter finde ich recht schwer wahrzunehmen.

    Viele Grüße

    Hi,

    das wird irgendein Öhrling sein. Deren Fruchtschicht ist auf der Innenseite der Ohren und die Sporen werden durch den Wind verbreitet. Wenn du da also in einen reifen Fruchtkörper kräftig reinpustet kommen auch kraftig Sporen raus :D

    Viele Grüße

    Danke auch dir Craterelle ,

    zudem soll crocea ja angeblich auf saurem Boden wachsen, kalkhaltiger als dort wirds nicht mehr (Weißer Jura, sehr flachgründig). Sonst fiel mir aber gar nix ein, kennt sich hier jemand mit Amanita aus? Könnte ja vielleicht auch was seltenes sein, das Habitat ist ziemlich speziell (Weißer Jura, bei Buche und Linde, 800m Höhe, wärmebegünstigt)

    Viele Grüße

    Danke dir,

    ich habe die Exemplare noch und werde mal vergleichen, schau mir auch noch die Sporen an. Ich finde die Phlegmacien herrlich anzuschaun und bei mir wachsen sie auch wirklich direkt vor der Haustür aber die Bestimmung ist wirklich hart. Ich bestimme aktuell etwas ins Blaue hinein (Arten in Pilze Mitteleuropas anschauen und so vergleichen was passt), aber merke selbst dass das nicht wirklich klappt. Magicus hatte ich mir tatsächlich angeschaut aber da hat mir die Hutfarbe und die Lamellenfarbe der älteren Exemplare nicht so gepasst und Brot habe ich da auch überhaupt nicht gerochen. Naja ich nehme mir mal vor nächstes Jahr deinen Cortinatien-Kurs mitzumachen, hoffentlich dann in einem ähnlich guten Cortinarienjahr wie diesem.

    Viele Grüße

    Hi Oehrling,

    daran dachte ich tasächlich auch, ist aber sehr wahrscheinlich nicht so. Die Trompetenpfiffis waren aus dem reinen Nadelwald im Schwäbischen Wald und sahen schon gewaltig nach tubaeformis aus. Scheint die Art tatsächlich bei etwas zu hohen Temperaturen zu machen, ist aber wohl so lange es nicht zu krass ist überhaupt nicht schlimm. Ich hab meine damals erst in kleiner Menge probiert und nach dem sie gut waren dann einfach gegessen, die waren völlig in Ordnung.

    Viele Grüße

    Hi,

    mir ist das auch schonmal passiert

    Ich trockne sie jetzt bei 40 grad, da werden sie nicht mehr schwarz.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich war ein bisschen auf Kalk unterwegs und es hab ein paar zeigbare Funde. Ich hab am Ende ein paar dabei, bei denen ich gern eine Bestätigung oder Einwände hätte, könntet ihr da drüber schaun? Ich weiß da ist auch unbestimmbares dabei, um die gehts mir nicht, ich schreib dann dazu an welchen ich zweifle.

    1. Ich darf mich von euren vielen tollen Funden nicht verrückt machen lassen, meine etwas tiefer gelegenen, wärmebegünstigten Laubwälder fangen gerade erst richtig an. Hier kommt jetzt der Steinpilzschub.

    2. Und auch ganz junge Totentrompeten.

    3. Ein sehr hübsch gefärbter grüner Knolli

    4. Und auch die Täublinge kommen nochmal, zum Beispiel war R. olivacea recht häufig.

    5. Auch die Herkuleskeulen kommen frisch

    6. Dieses Jahr fallen mir an verschiedensten Stellen viele Öhrlinge auf, ich glaube bei denen hilft die neue Brille

    7. Mönchsköpfe gibt es hexenringweise

    8. Goldzahnschnecklinge bei Linde

    9. Ein echter Massenpilz im spätherbstlichen Buchenwald ist Hygrophorus discoxanthus

    10. Bei Hainbuche wächst Hygrophorus carpini

    11. Und auf dem Waldboden gibt immer mal wieder Grünspan-träuschlinge

    14. Nach ihren Nadelwaldkollegen ziehen auch die Laubwaldpanther nach

    13.Auf der Wiese tut sich noch nicht viel, die Jungfernellerlinge machen mal den Anfang

    14. Und damit gehts rüber in den Nadelwald. Flockis gibts immer noch hübsche

    15. Ein noch schöneres Rot findet man bei den Fliegenpilzen

    16. Die Trompetenpfifferlinge ziehen jetzt auch an tiefergelegenen Stellen kräftig an, an höher liegenden sind schon gute Ernten eingefahren.

    17. Man sollte sie nur nicht mit den unter ihnen wachsenden Gallertkäppchen verwechseln

    18. Ebenfalls in absurden Mengen wachsen überall wo es Tannen gibt (also selbst eingestreut im Buchenwald) die Lachsreizker

    19. Ein weiterer hübscher Tannenbegleiter ist Hygrophorus abieticola, nicht ganz so häufig aber immer mal wieder anzutreffen.

    20. Bei Kiefern wachsen sowohl Edelreizker

    21. Als auch Weinrote Reizker

    22. Und spangrüne Reizker

    23. Ein Klumpfuß, wohl aus dem C. glaucopus agg. im Nadelwald

    24. Tatsachlich mal ein leicht zu bestimmender Schleimkopf: mit violetten Farbtönen, stark erdigem Geruch und gelber KOH Reaktion bleibt im Nadelwald nur C. variicolor im engen Sinn

    25. Ebenfalls bei Fichte herrlich duftende Marzipanschnecklinge

    26. Tigerritterlinge mit starkem Mehlgeruch im Nadelwald

    27. Bei Tanne auch noch ein paar düstere Röhrlinge

    28. Sehr nett finde ich, dass die Amathystpfifferlinge nochmal in größerer Zahl auftauchen. Die habe ich im Sommer ein bisschen vermisst, als cibarius und pallens explodiert sind.

    29. An den Stubben gabs gelbe Holzritterlinge

    30. Und zum Abschluss, bevor ich zu meinen Fragen komme noch ganz junge Gifthäublinge

    Anfrage 1: Ein Rötling bei Espe und Buche, Geruch für mich nur leicht mehlig, könnte das Entoloma lividoalbum sein?

    Anfrage 2: Ein hübscher Scheidenstreifling bei Buche und Linde auf Kalk, die Stielbasis war leider zu tief im Kalkboden. Darf ich den Amanita crocea nennen?

    Anfrage 3: Ein Schleierling, hier will ich aber gar keine Art wissen, nur die Untergattung. Hut war ziemlich schleimig, Stiel trocken, Fundort im Kalkbuchenwald aber die Stielbasis sieht mal so gar nicht nach Schleimkopf/Klumpfuß aus? Aber was sonst?

    Anfrage 4: Cortinarius ein auffälliger Klumpfuß under Buche auf Kalk. Geruch unauffällig, Hut sehr auffällig faserig. Koh auf Hut und Stieloberfläche rotbräunlich. Kann das wieder was aus dem glaucopus agg. sein? Kein Nadelbaum in der Nähe.

    Anfrage 5: ein weiterer Klumpfuß aus gleichem Habitat. Geruch und KOH unauffällig, ich hab mir hier elegantissimus angeschaut, das scheint aber doch nicht zu passen. Achtung: auf dem zweiten Bild liegen noch die vorherigen oben dabei.

    Anfrage 6: Zum Schluss noch dieser Ritterling. Geruch deutlich mehlig, Fruchtkörper recht kräftig aber keine Guttationstropfen oben am Stiel. Auf Kalk, nur Nadelbäume und eine ca 1.5 m hohe Buche in der Nähe. Schwarze Hutschuppen, trotzdem dann Tr. filamentosum?

    Anfrage 7: Ein weiterer Ritterling auf Kalk bei Kiefer, hier bin ich mir recht sicher, dass es der fastberingte ist.

    So, (Pilz-)Hut ab, wer bis jetzt durchgehalten hat. Ich hoffe euch hat meine kleine (hust) Bilderstrecke gefallen, ich denke das ist eine recht typische Pilzauswahl im Spätherbst auf Kalkboden. Bin bei meinen Anfragen für alle Hilfe dankbar.

    Viele Grüße

    Hi,

    Harald hat zwar sicherlich mehr Ahnung als ich, aber ich würde hier tatsächlich eher einen der Tiger vermuten, ob filamentosum oder pardinum kann ich nicht sicher sagen.

    Edit: Habs mir nochmal angeschaut und bin jetzt ziemlich hin und her gerissen, dann sollte man doch eher Harald vertrauen.

    Viele Grüße

    Hi,

    ein glattstieliger Hexenröhrling ist das nicht, Neoboletus passt schon. Da gibts natürlich N. xanthopus, N. eryrhropus gibts aber auch öfter mit blasseren Farbtönen. Die Engländer nennnen das var. discor und meinen, dass diese Varietät oft unter Eichen vorkommt, aber auch im reinen Nadelwald kann man so komisch gefärbte Flockis finden.

    Viele Grüße

    Hi,

    irgendwas muss ich bei den Totentrompeten ganz ganz falsch machen. Kalkbuchenwälder gibt es eigentlich wirklich genug in meiner Umgebung aber ich hab in meiner ganzen Pilzlaufbahn nur zwei Stellen mit Totentrompeten gefunden, beide haben dieses Jahr noch nicht gefruchtet. Ich kann mir nur vorstellen, dass es denen hier zu trocken ist, meine Kalkbuchenwälder liegen meistens an Hängen, aber sonst weiß ich echt nicht, warum ich die nicht finde.

    Vie Grüße

    Hi nochmal,

    ich finde den Kontrast zwischen Hut und Lamellen hier tatsächlich nicht wirklich auffällig kann mich aber natürlich irren. Ich werde updaten, sollte sich mit KOH und Spiritus recht leicht klären lassen oder?

    Viele Grüße

    Danke,

    hm an den glaube ich nicht so richtig, da passen die recht auffälligen Farben meines Erachtens nach nicht so gut. Das sollte sich aber leicht klären lassen, ich werde den auf jeden Fall Zuhause mit etwas Chemie bearbeiten.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich fand heute diesen herrlich gefärbten Raukopf im Mischwald (Fichte/Buche/Eiche). Kalk ist dort wohl im Boden, da er keinen Meter neben Elfenbeinschnecklingen wuchs. Ich sehe keine Schleierbänder am Stiel die für rubellus sprechen würden aber die Hüte sind schon leicht spitzbucklig. Orellanus wäre ein toller Erstfund für mich, was meint ihr?

    Viele Grüße

    Hi,

    ich dachte mir das auch, deshalb hab ich nur naturnah und nicht natürlich geschrieben, weiter oben stand aber definitiv Pinus sylvestris, die auch als Mykorrhizapartner in Frage kamen.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    heute hatte ich einen tollen Erstfund, Lactarius sanguifluus im naturnahen Habitat. Fundort auf der Südseite der schwäbischen Alb, lichter Wald mit alten Kiefern in Hanglage auf Weißjura Kalk, an der Grenze zur Wacholderheide.

    Milch sofort weinrot, Hut mit leicht grünen Verfärbungen.

    Ich hatte in diesem Habitat auch schon den großen Kiefernschneckling, der tauchte aber (noch?) nicht auf. Meine Hoffnung auf ein paar seltene Schnecklinge oder Ritterlinge war leider auch umsonst, sonst gab es nur noch hunderte Elfenbeinschnecklinge bei den Buchen (verfärbend und nicht verfärbend) hunderte echte Erdritterlinge, viele Fälblinge und ein paar ringlose Butterpilze.

    Interessante Anekdote: Während einige seltene Arten die ich hier in der Gegend finde auf Pilze Deutschlands überhaupt nicht kartiert sind, stoße ich manchmal (wie auch hier) auf alte Kartierungen von German Krieglsteiner, hier von 1979! Schön, dass das Habitat diesen Pilz fast 50 Jahre später immer noch hervorbringt.

    Viele Grüße

    Hallo,

    ich bin zwar kein Experte aber 1 und 2 habe ich vor ein paar Tagen auch gefunden und würde beide ebenfalls so nennen. Es scheint gerade wirklich Cortinatien Hochsaison in einem sehr guten Pilzherbst zu sein.

    Viele Grüße