Beiträge von kruenta

    Hallo, ich habe mir heute die Austern angeschaut. Die sind alle (vielleicht 30 Pilze an 4...5 Stämmen) schon etwas älter, aber Reste von Velum habe ich nirgends gefunden. An Zitterpappel habe ich nichts gefunden, jedenfalls nichts in Austernform. @Pablo, danke für den Link. Stereum rugosum sollte für den Krustenpilz hinhauen, siehe Bild.


    LG, Bernd

    Hallo Andreas, was bräuchte man denn evtl. sonst noch, um die zu unterscheiden? Denn junge, an denen man ein Velum über den Lamellen haben könnte habe ich da heute nicht gesehen. Wobei ich es schon komisch fand, die Austern an so relativ dünnen Bäumchenresten. An toten jungen Zitterpappeln kann ich auch mal schauen. Interessante Sache dies, danke für den Hinweis. Die alte Checklist von 1986 meint "rarissime" zu der Art

    LG, Bernd

    Hallo Pablo, danke; sollte man bei Basidioradulum radula im Alter eine Färbung ins Rötliche erwarten? Von der Form her hatte ich mir den auch angeschaut und als Kandidat befunden, aber farblich ... obwohl, man sieht ja eigentlich auch schon was Rotes hie und da. Die Krusten werde ich morgen testen ob die rot werden, die Fotos sind alle von einem Bäumchen, während sonst die weiteren Sorbus-Leichen, die es reichlich gibt, nichts dergleichen aufweisen. Sodass ich schon meine, dass das alles eine Art ist.


    LG, Bernd

    Hallo, im Fichten-, Kiefern- und Mischwald in der Nähe gibt es im Unterholz immer viel und regelmäßig Ebereschen und entsprechend viel tote davon mit meistens Kleinkram an Pilzen.

    1) ein Schichtpilz, keine Ahnung

    2) ein schwarzer Schleimi der sich im Team als Pickel durch die Rinde bohrt

    3) ein weißer Seitling, Panellus sp. oder Crepidotus sp.

    4) Austern

    5) irgendwas Raspelförmiges, vielleicht Cerocorticium


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    an totem Eichenholz (Sitz des Dengelambosses) habe ich diesen Pilz gefunden. Die einzelnen Schirme sind bis 7 cm groß, oberseits braun, leicht samtig, mit oranger Kante, die deutlicher samtig ist. Unterseits mehr oder weniger glatt. Geruch ist mir nichts besonderes aufgefallen, bei knapp über null aber wohl kaum anders zu erwarten.


    Danke für's Anschauen,

    LG, Bernd

    Hallo Martin und Nobi, nennt man abgestorbene Sporen wirklich "letal"? Im allgemeinen Sprachverständnis (und auch etymologisch) steht das nicht für "tod, abgestorben" sondern für "tödlich, todbringend". So wie man von letaler Dosis redet, und das m.W. auch bei Giftpilzen. Nicht dass es mich wirklich wundern würde, wenn in (Fach)sprachen Begriffe komplett neue oder auch mal gegenteilige Bedeutungen erlangen.

    LG, Bernd

    Salvete!

    Ich habe hier noch einen riesigen Schlappen (20-25 cm) im Archiv, der seit Ewigkeiten als Polyporus badius beschriftet ist und meine Erwartung dieser Art prägt - vielleicht ist der ja falsch? Der wuchs zweifelsfrei auf der Erde, leider nicht sehr aufschlussreich im Detail.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, die Bilder stammen vom vorletzten November aus einem Laubwald, vermutlich von Esche, in fortgeschrittenem Verfallsstadium, da die nach dem "Eschensterben" da ziemlich viel rumlagen. Ganz ausschließen kann ich aber Fichte auch nicht. Wegen des schwarzen Stiels, der deutlich vom Hut abgesetzt ist, ziehe ich P. melanopus in Erwägung. Auch wenn der eigentlich eher auf dem Boden wachsen sollte.

    Vielleicht liege ich aber auch ganz falsch?

    LG, Bernd

    Hallo Karl, hast Du vielleicht ein Zahl parat, wie viele Pilzarten dort insgesamt schon festgestellt wurden? Sind da eigentlich irgendwelche Bereiche wegen Munitionsaltlasten gesperrt oder ist alles zugänglich?

    LG, Bernd

    Hallo Peter und Karl,

    das war ja nur so ein Gedanke, weil das Glänzen des Hutes bei emetica betont wurde. Wenn Ihr meint, dass das irrelevant ist, bin ich damit auch zufrieden. Bisher habe ich um rote Täublinge immer einen weiten Bogen gemacht.

    R. paludosa passt zumindest dem Namen nach ins Biotop und ist für das NSG auch belegt (Artenliste von einer halbtägigen Tour mit einer Mykologin, wobei Proben genommen wurden und ich davon ausgehe, dass die alle korrekt im Labor nach der benutzen Literatur identifiziert wurden. Chaos bei Arten die sensu A anders aussehen als sensu B ist natürlich nicht zu vermeiden). R. emetica ist auch in der Liste.


    LG, Bernd

    Hallo Kerl, vielen Dank, die Speitäublinge hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dann könnte dieses nur wenige Minuten später gemachte Bild mit einem glänzenden roten Täubling womöglich R. emetica sein? Regen gab es nicht.


    LG, Bernd

    Hallo, wieder ein Bild aus dem Archiv, vom September, auf dem Bild zu sehen sind Frauenhaarmoos, Krähenbeere und Besenheide. Es handelt sich also um eine Bulte im Moor/Kiefernmoorwald, ganz sicher auf Torf. Sofern Symbiosepilz, was ich erwarten würde, kommt eigentlich nur Kiefer und evtl. Moorbirke in Frage.

    Liege ich mit der Vermutung Täubling richtig? Und wenn ja, welche Arten kämen für den blassfarbenen Pilz in Frage? Weitere Angaben habe ich leider nicht.

    Es geht mir nicht um eine Bestimmung, aber ich wäre für Ideen, was in Frage käme, sehr verbunden.

    Danke und VG, Bernd

    Hallo Uwe, vielen Dank. Es geht mir ja derzeit nicht um eine Bestimmung, sondern darum, dass man, wenn man vor Ort die Art eingrenzen kann, schon weiß worauf man zu achten hat, ggf. welche Merkmale zu fotografieren sind oder was eben makroskopisch nur als Aggregat zu behandeln ist. Die Nachbarn in Weißrussland haben den auch Грибное царство Беларуси - Cortinarius causticus allerdings mit hygrophanem Hut. Leider ganz ohne Begleittext. Das größte Problem, das man oft bei der Bestimmung hat, ist ein unvollständiges Arteninventar in der verfügbaren Literatur. Natürlich kann man nie auf die Abgeschlossenheit desselben pochen, aber in der Regel wird man als Nicht-Taxonom eher selten neue Arten beschreiben wollen, sondern eine der vorhandenen auswählen.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, bei diesem Cortinarius vom Moorwald (Ledo-Pinetum, weitere Angaben wie Schnitt, Geruch, Geschmack sind nicht verhanden) vom September komme ich auf eine Eingrenzung C. vibratilis / pluvius / mucosus. Kämen noch weitere Arten zur Auswahl? Gesetzt den Fall, ich finde den erneut, dann kann man vibratilis durch den Geschmack feststellen. Aber kann man die anderen beiden Arten makroskopisch unterscheiden?

    Danke fürs Anschauen und Erläuterungen,

    LG, Bernd

    Hallo Nobi, man kann nur leider aus dem Epithet scandinavica nicht auf die Verbreitung schließen. Nur, dass der Holotyp daher kommt. Dass man die Art sonst nirgends gefunden hat (hab mal ru, by, lv gesucht) deutet ja vielleicht auch eher darauf hin, dass i) coprophiles Zeug in den Ländern gar nicht untersucht wird (in lv und by gibt es praktisch gar nichts schon zur Gattung) und ii) die obige Publikation nicht bekannt sein könnte. In vielen Fällen ist es ja auch so, dass sich im EN und RU verschiedene Schulen herausgebildet haben, getrennt durch die ehemalige beidseitige Sprachbarriere und jetzige Einbahnstraße.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, wieder Bilder aus dem Archiv. Obwohl zwischen Torfmoos und Heidekraut scheint mir der Wirt ein normaler Leccinum scabrum zu sein, kommt gelegentlich vor, wobei im Moor L. holopus viel häufiger ist. Viel interessanter und Gegenstand meiner Frage ist der grüne Befall. Da denke ich zunächst an Hypomyces luteovirens - doch den sehe ich meist an Täublingen, seltener an Milchlingen und noch seltener an Schmierlingen. Welche Art kann an Röhrlingen parasitieren?

    Danke für's Anschauen,

    VG, Bernd

    Hallo Frank, ja, vermutlich in der Art, denn einen Rundholzbeauftragten interessiert es herzlich wenig, was da an Pilzen an Stubben wächst. Aus dieser Sicht reicht es wohl, wenn ein Pilz aggressiver ist und mehr Schaden an Rundholz verursacht, um ihn als häufiger anzusehen.

    Wobei in dem Buch auch komplexere ökologische Sachverhalte geschildert werden, etwa, dass es bei Erstpflanzung von Kiefern auf vorherigem landwirtschaftlichem Boden in der Regel ab 30...50 Jahren zu gehäufter Wurzelfäule kommt, weil sich die für Wald typische Bodenfauna/funga/flora noch nicht gebildet hat.

    Ich habe direkt am Hof ein Stück Wald, überwiegend Fichte, im offiziellen Waldverzeichnis glaube ich aktuell als Altersgruppe 80 Jahre eingetragen. In diesen 2,5 ha gibt es nicht einen FomPin an Fichte, obwohl aktuell einige am Absterben sind und es ausreichend Totholz verschiedenen Alters gibt.

    Z.B. diesen Stubben vom Januar, finales KO durch Borkenkäfer Ips typographus, wobei klar ist, dass der Baum durch die Fäule geschwächt war (welcher Pilz weiß ich nicht, da kein Frk., vermutlich aber 'ne Wurzelfäule) und ohnehin nicht mehr lange hatte. Und dann könnte man noch überlegen, woher die Fäule, da wäre dann etwa der Bau einer Straße in den 1980 Jahren zu nennen, der durch den Wald einen 10 m tiefen Graben getrieben hat und natürlich die Wasserversorgung beeinträchtigte.

    von heute:

    Spechtbaum, etwa 10 Jahre tot, nur Trichaptum abietinum, sonst sehe ich da nichts


    LG, Bernd

    Hallo Frank, bei Ph. chrysoloma heißt die Fäule in wörtlicher Übersetzung in dem Buch "Bunte Fäule des zentralen Bereichs des Fichtenstamms" (würde ich nicht auf die Idee kommen, dass als "Weißfäule" zu übersetzen), allerdings ohne den wissenschaftlichen Namen der Krankheit anzugeben, wissenschaftliche Namen werden nur bei den Pilzen genannt. Ich kann mir vorstellen, dass auch die von dir zitierte estnische Arbeit primär aus mykologischer Perspektive erfolgte und hauptsächlich auf Fruchtkörper rekursiert. Während die Zählweise in dem forstwirtschaftlichen Buch vielleicht (Angaben zur Methodik habe ich nicht gefunden) sich an der Anzahl der wegen oder mit diesem Pilz gefällten Baumstämme orientiert. Es ist, glaube ich, kein Geheimnis, dass ein Fortswirtschaftler den Wald mit anderen Augen sieht als ein Biologe.


    LG, Bernd