Beiträge von kruenta

    Danke, schöne Vergleichsdarstellung. Larix habe wir hier nicht, zumindest nicht einheimisch. Als Einzelbäume oder auch mal Haine stehen die aber schon gelegentlich auf (ehemaligen) Höfen und alten Friedhöfen. Allerdings meistens L. sibirica. Vermutlich ist der Pilz aber nicht streng an Lärche gebunden?


    LG, Bernd

    Hallo beli,

    danke für den Vorschlag.

    Mehr Bilder habe ich leider nicht, soweit ich mich erinnere, war das noch eine lebende Birke, hier und da ein paar größere Äste abgebrochen. Nicht ganz trivial, würde ich aber wiederfinden, sobald es etwas weniger Schnee sein wird.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    die Bilder sind schon ein paar Wochen alt, vom ohnehin bilderreichen Neujahrsspaziergang und deswegen liegengeblieben. An einer alten Birke zusammen mit Zunderschwamm. Mit der Porenform und Färbung will mir nichts passen.




    Danke für's Anschauen und für Vorschläge.

    LG, Bernd

    Hallo Werner, vielen Dank. Interessanter Vorschlag. Obwohl bei pilze-deutschland über 1700 Datensätze vorliegen, findet man insgesamt wenig Literatur und Bilder (in Netz). Für Litauen gleich gar nichts (inklusive Bücher). Am ausführlichsten ist noch die polnische Wikipedia (Czyreń gąbczasty – Wikipedia, wolna encyklopedia). Aber sollte der Pilz nicht eher an noch berindetem, frisch abgestorbenen Holz zu finden sein? Die Eichenäste bei mir haben hingegen nur mittig noch etwas Holz, sonst ist das alles schon weiß und mürbe. Allerdings könnte der Pilz auch schon etwas älter sein?


    Liebe Grüße, Bernd

    Hallo André,

    kann eigentlich nichts mit dem Norden zu tun haben, ich habe den Bärlauch hier auch - leider nur 25 km weg - und bin schon etwas nördlicher als Güstrow. Eher hilft da Renaturierung der Kanal-Flüsse zu natürlichen Auen.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    dieses nur resupinate Pilzlein wuchs/wächst an Eichenholz vom Typ "kann man vielleicht mal irgendwann brauchen", das im Freien, aber leicht überdacht im Sand lag, und schon ziemlich lange nicht gebraucht wird - außer zur Verbesserung der Biodiversität.

    Keine Ahnung wie der farblich in frisch aussieht. Mein Verdacht geht in Richtung Antrodia. Ziemlich kleine Poren ~3/mm. Keine (bleibende) Verfärbung mit KOH.


    Das orange Zeug könnte vielleicht das Myzel davon sein?


    Danke für's Anschauen,

    LG, Bernd

    Hallo Harald, solche disjunkten Areale sind mindestens aus der Botanik (z.B. Fichte, roter Holunder) und der Entomologie (Zwerglibelle, Alpen-Mosaikjungfer) bekannt. Von Mykologie habe ich zu wenig Ahnung, da kann ich Dir jetzt keine konkreten Angaben machen. Aber es würde mich doch sehr wundern, wenn sich die Pilze da komplett anders verhielten, zumal die Mykorrhizapartner, denen nicht viel überbleibt, als den Symbiosepflanzen zu folgen.


    LG, Bernd

    Hi, rein montane Arten dürfte es in den wenigsten Fällen geben. Die Arten, denen es nach der Eiszeit zu warm wurde, haben sich einerseits in höhere Lagen "montan" zurückgezogen, andererseits in nördlichere Breiten, Skandinavien etwa. Womit disjunkte Areale entstanden. Eventuelle Neuentstehungen von Arten aus dieser Isolierung heraus sind natürlich möglich, entwicklungsgeschichtlich war die letzte Eiszeit aber "gerade erst". So viel Zeit für neue Arten war da noch nicht.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    anbei die Fotodokumentation eines der zu verschickenden Belege für Pablo. Ich habe keinen Arbeitstitel.

    Fund an geschädigter Eberesche, aber mit noch einigen Knospen, 2 Konsolen zu 5-6 cm Breite, direkt übereinander. Ungestielt aber relativ schmal ansitzend, 15-20 mm.


    Konsistenz saftig, gummiartig, leicht zu schneiden. Geruch angenehm pilzig. Keine Geschmacksprobe. Oberseite ziemlich abgenudelt.

    Verfärbung mit KOH unbekannter Konzentration. Dicke 11 mm.

    Geringere Verfärbung der Poren; Porengröße 1-3 / mm.

    LG, Bernd

    Hallo Björn, ist der Adapter für die SLR schon in dem Preis mit inbegriffen? Lässt Du die da fest installiert, das Vorgängermodell etwa, oder ist das kein Problem, die da jedesmal ab- und anzubauen?

    LG, Bernd

    Moin allerseits,


    bei diesem filzigen Becherchen auf einem kräftigen, toten Ast einer ehedem randständigen Kiefer hatte ich zunächst an Eriopeziza [caesia] gedacht, die Ingo mir an anderer Stelle mal vorgeschlagen hatte, also nicht an den wissenschaftlichen Namen, aber daran, dass da so ein filziger Becher gezeigt wurde. Aber das scheint ja farblich nicht zu passen (latein caesius heißt "blaugrau"). Was käme noch in Frage? Vielleicht erlaubt die Filzigkeit ja ausnahmsweise mal eine makroskopische Bestimmung oder wenigstens Eingrenzung? Bilder von heute.

    Danke für's Anschauen,

    LG, Bernd

    Moin Christoph,

    das waren die Gurken, nicht die Bananen. Und überraschenderweise hat die EU es fertiggebracht, die Verordnung über die Gurkenkrümmung für ungültig zu erklären, ohne sie mit einer doppelt so langen Verordnung über die Unsinnigkeit der Gurkenkrümmung im Kontext des Klimawandels zu ersetzen.


    Hier würde ich es als schwierig erachten, einem Algorithmus zu erklären, wo nach deiner Methode der Knickpunkt ist.


    Man kann relativ einfach die maximale Ausdehnung messen, die maximale Breite senkrecht dazu, die relative Lage dieser maximalen Breite zu den Endpunkten - mittig oder (gurkenförmig) eher näher an einem Ende. Das Verhältnis der Flächen beidseitig einer Verbindungslinie der Punkte maximaler Ausdehnung. Eventuell die Lage des Flächenschwerpunkts und dann in Bezug auf die Punkte maximaler Ausdehnung einen Winkel messen - das dürfte aber nicht ganz mit Deinen Zeichnungen zusammenfallen. Alles Sachen, die softwaremäßig einfach zu ermitteln sind.


    LG, Bernd

    Moin Peter, sehr riskantes Wettangebot, erklärt aber die verbleibende Menge an Chips. Ich wette prinzipiell nicht und weiß auch gar nicht woher man die Chips bekommt. M.E. ein typischer I. obliquus. Eigentlich erstaunlich wie viele es von denen auch an jüngeren Bäumchen gibt, irgendwo müssen die Sporen doch herkommen ...

    LG, Bernd

    Hallo, noch ein paar Bilder von dem Pilzchen. Der geht doch noch weiter an dem Stämmchen, und sieht dort etwas anders aus.


    Ich muss mich aber korrigieren bezüglich der Angaben zu Litauen.

    Es werden die 3 Arten C. gilvescens (Bres.) Dom., 1963; C. resinascens (Rom) Dom., 1963 und C. aneirina (Sommerf.:Fr.) Dom. 1963 unterscheiden, alle nur mit einstelligen Funden.

    Geschlüsselt wird (gekürzt)

    1 ohne rosa Töne → 2; 1* mit rosa Tönen → C.g.

    2 3-4 Poren/mm → C.r.; 2* 1-3 Poren/mm → C.a.


    Lineal hatte ich aber wieder nicht mit, muss ich mir wohl mal eins machen, dass man ins Substrat schrauben kann, damit die Hände frei bleiben.



    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    an einem toten Kreuzdorn, dessen Wipfel nach unten gebogen ist, habe ich dieses merkwürdige Gerät gefunden. Das Ästchen mag so um die 8-10 mm stark sein, folglich sind die Pilzchen max. 3 mm groß. Vielleicht irgendwas aus der Gattung Mucronella?


    Danke für's Anschauen und LG, Bernd

    Moin,


    wenn ich mir die Diagramme von Frank anschaue, da stellt sich mir noch die Frage, kann man eigentlich ausschließen, dass das Substrat in irgendeiner Weise Einfluss auf die Parameter haben kann, die als artspezifisch (das wäre hier wohl die Sporenform und -größe) angesehen werden. Ein anderes Substrat kann ja durchaus ein anderes Bereitstellen von chemischen Substanzen bedingen, was wiederum anderes Wachstum ermöglicht. Denn wenn eine Art auf ein bestimmtes Substrat spezialisiert ist, bedeutet das doch wohl, das sie hier die optimalen Bedingungen und Rohstoffe vorfindet, wohingegen auf einem anderen Substrat die Bedingungen suboptimal sind. Und sollte sich suboptimale Bedingungen nicht auch irgendwo niederschlagen? Oder betrifft das nur makroskopische Merkmale wie Größe und Farbe?

    Oder aber, gibt es solche Fälle, wo das Substrat nachweislich erhebliche Auswirkungen auf bestimmungsrelevante (mikroskopische) Merkmale hat - die dann aber wohl nicht mehr bestimmungsrelevant sein werden, sobald man weiß, dass sie ökologischer Natur sind oder sein können.


    LG, Bernd

    Hallo Frank, hallo Pablo,

    danke für Eure Einschätzungen. Ist ein Fund von heute, also sicher nicht in dem Päckchen :D. Sollte ich vielleicht mal markieren, damit ich den wiederfinde, auch wenn der getaute Schnee meinen Wanderweg nicht mehr anzeigen werden wird ... Was käme denn an Gattungen noch in Frage?

    Für Litauen finde ich von der von mir vorgeschlagenen Art gar nichts. In Lettland kennt man S. resinascens und auch die S. r. ssp. gilvescens (Taxa so wie auch in der Karte der dgfm), mit der Aussage, dass die Porenmündungen bei dieser ssp. weißlich sein - wobei ich da skeptisch wäre und auch noch fragen würde, bei welchem Wetter, Alter ...


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    dieser Pilz ist trotz beständig winterlicher Temperaturen mittlerweile deutlich gealtert, die Bilder sind von dem Fund Nr. 1, und zeigen entsprechend die Pilze von Foto 1 und 2 des Eröffnungsthreads, allerdings aus etwas anderer Perspektive.


    LG, Bernd

    Moin, ich habe von den Pilzen Nr. 2, die den Arbeitstitel Hohenbuehelia cf. atrocaerulea tragen, noch ein paar Fotos gemacht (aber keinen Schnitt, keine Sporen). Ob man den Ansatz da nun Stiel nennt? Oberseits ist jedenfalls kein Übergang in einen Stiel zu sehen, unterseits immerhin ein flauschiger Bereich.

    in voller Ansicht (links unten) auch gut die haarigen/pickligen/oderwasauchimmer Lamellen zu sehen:


    LG, Bernd

    Moin, ich hatte mir das auch angeschaut. Mich aber für das 60 mm Macro 2:1 vom gleichen Hersteller entschieden - ich nehme an, das meinst Du, Ralph? Da ich fast nur aus der Hand fotografiere, und das Objektiv auch ganz normal für alles andere verwendet werden kann. Stacking mache ich auch nicht. Dass es keine Automatik hat und der Kamera nicht meldet, was Brennweite und Blende sind - das fehlt dann halt im Exif - stört mich ansonsten eigentlich nicht. Automatisches Fokus-Bracketing kann also nicht gehen, da der Fokus nur manuell eingestellt wird - kein Motor. Während der Fokus recht schwergängig ist, ist die Blende eher leichtgängig, was mit Handschuhen schon mal zu unbeabsichtigtem Verstellen führt.

    Da ich es erst 2...3 Monate habe, ist es sicher noch nicht ausgereizt.

    LG, Bernd

    Moin moin,


    also in der Humanmedizin habe ich den Eindruck, dass "das ist was Genetisches" eine Umschreibung ist für "ich habe absolut keine Ahnung, was das ist und was da helfen könnte (aber ich will ja den Patienten nicht verunsichern)". Ist eben derzeit super duper, wie in anderen Branchen die KI oder Quantencomputing oder immer mal wieder das Fusionskraftwerk ... Bevor man irgendwas da "genetisch" untersuchen kann, braucht man zunächst solide Daten, wann, wo, unter welchen Umständen.

    Nur ist es so (IMHO), dass ein Paper mit ein paar schnuckligen Sequenzen und wilden Hypothesen eher verfasst, eingereicht und angenommen ist, als ein Paper zur banalen Datenerfassung dieses interessanten Phänomens - wo durchaus auch etwas Hightech zur Anwendung kommen könnte, etwa Massenspektroskopie zum Vergleich zwischen weiß und normal.


    LG, Bernd