Beiträge von kruenta

    Moin,

    1) unter jungen Kiefern. Die ersten Fotos sind von gestern, da war aber der Boden noch gefroren und der Pilz wäre nicht komplett rausgekommen. Würde ich bei den Ellerlingen oder so verorten - wer von denen darf denn jetzt schon in Erscheinung treten?


    2) in Begleitung eines jungen Prachtbecherlings (wohl S. austriaca, auf Weidenzweig), dieses transparente Kerlchen auf der Rippe eines Weidenblatts - zwar winzig, aber ein richtiger Pilz mit Hut und Stiel :D


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    neulich [an Haselnuss Pilz Nr. 1] hatte ich einen Pilz vorgestellt, den ich als St. bourdotii eingeschätzt habe - der Beleg befindet sich als Nr. [2] bereits bei Pablo. Zwischenzeitlich hatte ich noch einen anderen Fund von St. cf. bourdotii an Sambucus racemosa (Roter Holunder). Diesen hier:


    Heute habe ich an einem morschen Johannisbeerstrauch (R. rubrum), fast in Bodenhöhe, nach dazu passende St. cf. ochraceum gefunden, allerdings auch stark Hütchen bildend, hier im direkten Vergleich:

    LG, Bernd

    Hallo Andreas, wie eingangs erwähnt habe ich mit KOH (unbekannter, aber geringer Konzentration) getestet, ohne Farbumschlag, außer "nass". Trocken sieht es aus wie vorher.


    Die gestern eingestellten Bilder treffen die Originalfarbe des Pilzes sehr genau, jedenfalls auf meinem Bildschirm.


    Deine Bilder sind vom Juni (von welchem Substrat?), die bei den Tschechen sind auch von Mai, Juni. Wenn es heißt, dass der Pilz in jung gelb ist und dann erst orange/rötlich wird, müsste es sich bei mir um einen jungen handeln, der auch gerade erst aus dem Schnee aufgetaucht ist, evtl. Farbveränderungen sollten zu beobachten sein. Kann es sein, dass die Reaktion auf Lauge beim jungen Pilz geringer ausfällt?


    LG, Bernd

    Hallo, so richtig weiß ich nicht, was wachsartig in dem Kontext bedeutet. Mir ist noch kein Pilz begegnet, der auch nur annährungsweise die Konsistenz von Bienenwachs hatte. Bei der Größe und dem Substrat kann ich auch mit "fest" nichts anfangen. Wie wär's mit "filigran"?


    Da müssen wir wohl warten bis a) eine Sendung fertig wird und b) bei Pablo die Warteliste abgearbeitet ist :D


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    bei der weiteren Suche nach Ciboria spp. bin ich über diesen gestielten Becher an Erlenzapfen gestolpert. Calycellina alniella würde ich ausschließen. Evtl. kommt ja Lachnum virgineum in Frage, falls der solche Stiele (Bild 2, das Modell im Schatten) haben kann?

    LG, Bernd

    Hallo Joe, das ist bei dem häufigen Namenswechsel auch wirklich nicht zu verdenken. Zumal es sich um einen sehr seltenen Pilz zu handeln scheint. Die Kartierung bei pilze-deutschland sagt, es gibt zwei Datensätze.

    Zitat

    Antrodia citrina soll hier noch kurz erwähnt werden, weil sie ebenfalls recht feinporig und auch gerne gelb ist. Allerdings soll diese seltene Art dünnere, weichere und streng resupinate Fruchtkörper mit gelben Rhizomorphen bilden; auch angesichts der breitellipsoiden Sporen dürfte es da kaum Anlass für Verwechslungen geben.

    von Pablo aus dem Link oben. Ich geh nachher noch weitere Bilder vor Ort machen.

    LG, Bernd

    Hallo Christoph, bei solchen kleinen Pilzen ist es mir bisher nie gelungen, einen Sporenabdruck zu bekommen, die sind immer schneller verschrumpelt, obwohl sie relativ kühl abgestellt wurden. Zwei Versuche gäbe es ja noch, vielleicht versuchs ich in der Sauna, die sollte morgen wieder wohltemperiert sein und zu trocken ganz sicher nicht ...


    LG, Bernd

    Hallo, Antrodiella citrinella hatte ich eigentlich ausgeschlossen. Ich bin immer noch der Auffassung, dass Antrodia citrina (Fibroporia citrina (Bernicchia & Ryvarden) Bernicchia & Ryvarden laut species fungorum) eine andere Art ist, die allerdings sehr dünn dokumentiert ist (im Netz) und in meiner Literatur gleich gar nicht. Drüber gestolpert, dass es so eine Art zu geben scheint, bin ich hier im Forum in einer kurzen Beschreibung als Verwechslungsart von Pablo (Antrodia xantha = Gelbe Braunfäuletramete), die zu passen scheint.

    Dass der Rotrandige an dieses fast nur noch Holzkohle geht, glaube ich nicht. Vorher war er auch nicht da, ungeachtet dessen, dass das Haus vor der Brandstiftung über 10 Jahre unbewohnt war. Antrodiella citrinella habe ich aber auf der Suchliste, nur ganz woanders, auf den Waldinseln im Moor.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    an dem verbrannten Haus, das ich hier Brandstätte gezeigt hatte, habe ich heute einen gelben Pilz gefunden. Auf weißem Papier und weils wieder Kunstlicht ist, auch noch den Zollstock in postgelb / reinweiß zum Vergleich. Der dunkle Fleck links war KOH, das ist aber einfach nur nass, Farbveränderung würde ich da nicht behaupten wollen. Der Geruch ist spezifisch, angenehm, aber mir ist noch nicht eingefallen, woran der mich erinnert. Die Unterlage war mal Fichte, ist aber mindestens 10-15 mm tief komplett verkohlt.


    Danke für's Anschauen,

    Liebe Grüße

    Hallo Christoph, ich kann ja morgen noch Fotos der verbliebenen Pilze im Tageslicht einstellen. Auf mich wirken die Farben aber ganz OK, WB ist der Beleuchtung angepasst. Aber wie gesagt, in Spatentiefe, min. 20*20*20 cm^3, gibt es keine Zapfen. Es ist ja nicht so, dass ich es nicht für unmöglich halte, dass die in Notsituationen nicht auch ohne Zapfen klarkämen. Aber wenn nebenan und ringsherum Tausende von Zapfen vorhanden sind und der Pilz sich dennoch ein zapfenfreies Areal aussucht (am Zapfen habe ich nichts gefunden), sollte das nicht zu denken geben?


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, diese beiden etwa 2 cm großen Lamellenpilze habe ich heute auf'm Hof gefunden. Ob die unter dem Schnee schon da waren oder erst innerhalb von 30 h gewachsen sind, weiß ich nicht.


    Nr. 1 an einem Stubben einer dünnen Espe, der Stiel fasert in Längsrichtung aus und ist beim Schnitt aus dem Hut gefallen. Wohl einer der Samtfußrüblinge.


    Spannender ist Nr. 2, unter Kiefer, da liegt der Verdacht nah, dass es ein Zapfenrübling sein könnte, zur Not auch der FiZaRü, denn bei hunderten Kiefernzapfen unter der Hoflinde ist klar, dass die Spechtdichte groß genug ist, hier etwas zu mischen. Aber ich bin der Sache, ganz im Wortsinne, auf den Grund gegangen - spatentief ist kein Zapfen vorhanden, weder noch, auch nicht in alt. Vielleicht ein Helmling? Geruch unauffällig, Geschmack leicht fad. Soviel sollte ja um die Jahreszeit nicht in Frage kommen.


    LG, Bernd

    Hallo Timm, vorweg, ich habe keine Ahnung von Pilzen, also bestenfalls Vorschläge.

    Der sieht irgendwie aus wie 'n Warzenpilz, da soll es auch (mindestens) einen weißen geben, Thelephora penicillata, falls der für die Jahreszeit passend ist. Oder vielleicht gibt es die anderen Arten der Gattung auch als Albino.

    Ansonsten fällt mir noch die Gattung Mucronella ein, in der hab ich neulich einen eigenen Fund gesucht (der aber ganz woanders hin gehörte), aber die sehen schon etwas anders aus.


    LG, Bernd

    Moin allerseits, bei sonnigem Wetter gab es heute aus Gründen einen nicht ganz so kurzen Spaziergang.


    1) an Grauerle

    2) Birkenbestand

    3) mit Bauformen vom Chaga, die man eher selten sieht, der ganze Reststamm ist im oberen Teil damit dekoriert, unten Zunderschwamm

    4) der nächste seiner Art (insgesamt waren es 5 Bäume, die ich aber nicht alle zeige) mit Gravitationsanomalie, denn normalerweise ist die Bruchkante ja vertikal und nicht horizontal wie hier. Sehr ausdrucksstark.


    5) der linke Stummel hat oben ein Nest drinnen, deswegen Moose und Zweige

    6) fotogene tote Kiefer

    7) an umgefallener Fichte, vermutlich Antrodia serialis

    8) Waldschrats Heim

    9) Trichaptum abietinum an Fichtenstummel

    10) Eines der Samtfüßchen

    11) Zunderschwamm mit Untermieter

    12) das sollte Trichaptum biforme sein, an einem zerbiberten Birkenstummel [P1]

    13) was Stachliges an Frangula alnus [P2]

    14) für die botanisch Interessierten: Betula humilis, der Fruchtstand steht aufrecht und die Samen sehen aus wie Birke nur anders :D


    15) noch was aus der Reihe, aber weniger exotisch: Succisa pratense

    16) an Birke, sehr zipfelmützig, aber vielleicht doch was anderes [P3]

    17) damit die Freunde coprophiler Angelegenheiten auch auf ihre Kosten kommen, das ist vom Elch, etwa 25 cm lang ...

    18) direkt am Moorrand gab es früher Höfe, davon übrig ein alter Apfel, hier mit Tr. versicolor

    19) und mit Trametes ochracea, es gibt im Schnitt jedenfalls keinerlei schwarze/dunkle Linien/Bereiche [P4]

    Und das war's auch schon, danke für's Mitgehen, LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    Pilz Nr. 3 ist doch kleiner, hier weitere Bilder und mit Lineal.

    Der Stubben, auf dem die sind.

    Zwischen den weißen Bechern, die bis zu 1/2 mm groß sind, gibt es auch noch weiße Schleimis, die auf dem Foto mehr zu erahnen als zu erkennen sind.


    LG, Bernd

    Hallo Felli,

    Coenogonium pineti ist ein vorzüglicher Vorschlag - und schon der zweite so komische Flechtenpilz dieser Tage, wobei der aber als komplette Flechte gilt ... Der wurde hier gefunden und darf auch an Fichte. Ohne Überblick, ob es Verwechslungsmöglichkeiten gibt, würde ich das als prima Arbeitstitel nutzen.


    Hallo Pablo,

    das Sammeln geht schneller, selbst wenn es ordentlich dokumentiert ist, als das Untersuchen. Ich will ja Dein Pensum nicht ins Ungebührliche ausweiten.

    Von Pilz Nummer 3 mache ich dann morgen Mal Bilder mit Lineal. So um die 10..15 mm.


    LG, Bernd