Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits,


    auf besonders kleinen Helvella (an der Stelle kommt eigentlich nur eine Art vor, mit mehrzipfeligem schwarzen Hut und grauem rippigen Stiel), so 5 mm breit, 10 mm hoch, findet sich ein Belag, der teils weiß und teils braun ist. Meine Erwartung war Hyphomyces cervinigenus // Mycogone cervina. Den hatte thorben96 hier Hypomyces cervinus auf Helvella sp. gezeigt. Das passt aber nicht.

    Auflicht, das weiße sind doldenförmige Konidienträger

    das braune bleibt unklar

    KR, brauner Belag

    Konidien (?) in variabler Größe und Septierung

    weißer Belag, KR, jede Menge runde Konidien 2,5-3 µm, zudem riesige Teile - keine Ahnung was das ist

    unterm 100er sehen die dann so aus, Aleuriosporen? bis 45 µm breit - warum waren die im Auflicht nicht zu sehen?

    das sind die doldenförmigen Konidienträger

    und hier ein Mix aus Konidien von braun und weiß

    Sporen von Helvella sind nicht dabei. Auch nichts was so aussieht wie bei Thorben. Aber schon zu Hypomycetes gehörig ...


    LG, Bernd

    N'abend,


    heute habe ich mir mal einen Stängel aus dem Moor mitgebracht. Vor Ort keine Bilder gemacht, weil ich von diesen pinken Gestalten schon hunderte von Bildern habe.


    Blattoberseite

    Unterseite an der Mittelader

    Querschnitt durchs Blatt, Auflicht

    dito, aber mit Durchlicht

    weils so schön ist noch eins

    in Wasser

    Oberseite

    Unterseite, kaum gequetscht, aber trotzdem nicht mehr so schick; Sporen 8-10*2-2,5 µm


    Die Farben sind beeindruckend. Und E. karstenii kommt sehr aufgeräumt daher nur mit einer Sorte Sporen.


    LG, Bernd

    N'abend,


    heute bin ich mal wieder über Trichaptum biforme mit einigen Stecknadeln gestolpert. Leider sind die Stecknadeln noch unreif. Die Stielstruktur spricht aber m.E. eher für Phaeocalicium und gegen Chaenotricha. An anderen Hüten hatte ich keine Nadeln gesehen, aber vielleicht auch nicht so gründlich gesucht. Muss ich bei Gelegenheit an der Stelle noch mal schauen, ob es reife gibt.

    nur wenige Nadeln, und sehr klein, max. 0,4 mm

    Auflicht, die Stiel ist durchscheinend

    in Wasser, das größte Exemplar, ungequetscht

    und mäßig gequetscht


    noch nicht unbedingt das, was ich mir erhofft hatte, aber ein Anfang für die mikroskopischen Details - in jung findet man die ja auch nicht alle Tage. Und für die Vollständigkeit mag das nützlich sein.


    LG, Bernd

    Hallo Karl, vielen Dank. Fotos von heute zeigen die Pilze etwas haariger.

    Von einem neuen Exemplar, deutlich kleiner nur ca. 5 mm Hut, weitere Bilder, insbesondere vom Stiel, was ich gestern ausgelassen hatte.

    Die ersten beiden hatte ich gestern schon gesehen, da waren sie noch weniger haarig.

    Stiel, Auflicht

    in KR - Inkrustrierungen sehe ich hier keine [oder schadet KR dabei?]

    im Gegensatz zur HDS (in Wasser)


    Damit bliebe dann E. hirtum übrig.


    LG, Bernd

    Lieber Peter, vielen Dank. Das sieht in der Tat sehr vielversprechend aus. Nach Beschreibung und Schlüssel "weiß" und "Sporen um 20" bin ich dann unschwer bei Mycogone perniciosa. Zu der es nicht allzuviele Beobachtungen zu geben scheint - pilze-deutschland etwa hat keine Fundpunkte zu der Art. Ein sehr interessanter Fund stammt aus Dänemark (https://www.gbif.org/occurrence/4465882711) wo Wirt und Parasit per Sequenzierung identifiziert wurden, und wo der Wirt ebenfalls Entoloma araneosum ist, was die Möglichkeit dieser Kombination unterstreicht.


    LG, Bernd

    N'abend, ich habe mal wieder eine mausgraue Entoloma, bei der ich Mycena als möglich angenommen hatte. Aus dem Obstgarten, relativ schattig, selten gemäht, relativ fett, u.a. mit Gänsedistel. Im hohen Kraut und damit feucht. Hut um 1 cm, +/- halbkugelig, deutlich striat durchscheinend, Lamellen weit, angeheftet, sehr auffällig wie weiß bereift aussehend, mit Zwischenlamellen.

    Auflicht

    Stiel

    Hutkante

    ebenda, nur größer

    Lamellenschneide mit Büscheln von Cheilozystiden

    Durchlicht

    HDS, +/- mittig

    anderswo

    Basidien überwiegend 4-sporig

    Lamellenschneide in KR

    Sporen 12-14*6,5-7,5, Q ~1,6-2,1

    HDS


    Das sollte irgendwas aus der Ecke um E. hirtum sein, aber eher nicht E. hirtum selbst. Mangels Literatur bleibt es erstmal bei subg.

    Aber vielleicht sind sind die gezeigten Eigenschaften ausreichend, um die Art festzunageln und jemand kennt den.


    Vielen Dank für's Anschauen,

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    in der gestrigen Entoloma-Kollektion war auch ein Exemplar mit weißem Überzug dabei, den ich mir heute auch angeschaut habe.

    Viel von dem Originalpilz sind in der Probe von der Lamellenschneide nicht mehr erhalten, aber ausreichend - insbesondere Sporen - um die Annahme, dass der zu der E. araneosum Kollektion gehört, zu stützen. Die reifen Sporen von Hypomyces sind etwa 20 µm im Durchmesser

    Wenm ich dem Schlüssel für Hypomyces von Nordamerika (https://www.mushroomexpert.com/hypomyces.html) folge, komme ich zu Hypomyces porphyreus als einzige Art auf Entoloma. Diese Art wird bei pilze-deutschland gelistet, wenn auch nur mit 2 Funden. Ob es in Eurasien weitere Arten gibt, die in Frage kommen, weiß ich natürlich nicht. Aber H. porhyreus ist sicher erst mal ein guter Arbeitstitel.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    danke auch Dir Werner für Deine Antwort.

    In der Tat habe ich Cheilozystiden gefunden, allerdings nur im stielnahen inneren Drittel/Viertel der Lamelle. Gereicht hat dafür das Durchlicht einer Lamelle mit dem 10er:

    Hier mit dem 25er

    in KR

    separiert habe ich die nicht gekriegt, die kollabieren beim Verschieben, was die Basidien ungestört überstehen.


    Also eindeutig und typisch Entoloma araneosum.


    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang,


    danke für Deine Antwort. Ich hatte dazu eine der Hauptlamellen genommen und ca. 2 mm mittig von der Schneide abgenommen. Denn eigentlich sah es im Auflicht so aus, als wäre die Schneide steril - und dann müsste es ja Cheilozystiden geben. Dann suche ich morgen noch mal an einem frischen Exemplar. Es sollte leichter sein, wenn man weiß, wonach man sucht.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    an einer fetten Stelle am Rande der Wiese (unter Laubbäumen, mit Giersch, Beifuß und anderem üppigen Kraut) steht einiges an Pilzen, darunter ein kleiner silbrig glänzender Pilz, den ich wegen Verdacht auf Entoloma mal eingesteckt habe. Den gab es sogar als Kollektion. Hut ca. 15-20 mm im Durchmesser, Stiel ca. 40*2,5 mm, hohl. Lamellen bauchig, buchtig angeheftet, mit vielen Zwischenlamellen und Anastomosen.

    Auflicht

    Stiel

    Schnitt

    Lamellen

    spätestens hier sieht man dann die Sporenform,

    Lamelle (samt HDS) im Durchlicht, Basidien mehrheitlich 4-sporig

    Lamelle in KR, Basidien 35-40*10-12, Sporen 10-12*7-7,5

    HDS in KR (die Sporen gehören zu den anderen Pilzen, die ich die 150 m bis zum Mikroskop in der Hand hatte - erstaunlich, wie viele davon auf den Hut gekommen sind)

    Im Prinzip passt alles zu Entoloma araneosum, sogar der spinnige Name. Einzig die großen Cheilozystiden, welche jene Art haben sollte, kann ich nicht finden.


    LG, Bernd

    Hallo, ich hätte da nur Einspruch wegen der "Tollkirsche", die doch sehr nach Einbeere (Paris quadrifolia) ausschaut, die kann auch mal 5 oder 3 Blätter haben ...


    LG, Bernd

    Hallo Peter,


    zumindest eine Calicium ist es. Das war der einfache Teil :D


    Dem letzten Bild würde ich entnehmen, dass die Asci schlank "zylindrisch" und uniseriat sind (rechts, auf einem Drittel der Höhe, das sieht wie ein kompletter Ascus aus). So eine blassgelbe Unterlage finde ich auch öfters, mir scheint aber, dass die nicht zu den Stecknadeln gehört und sekundär den gleichen Ort besiedelt. Was das genau ist, habe ich aber noch nicht versucht herauszufinden. Dann wäre der Thallus bei Dir im Substrat.


    C. pinastri und abietinum kommen schon in Frage, als schwarze Calicium ohne Bereifung auch noch C. denigratum (wobei man zu der nicht viel findet) [auf die Schnelle benutze ich auch oft diesen Schlüssel hier https://www.thavibu.com/caliciales/keyes.htm]

    Und wenn es nur wenige Exemplare gibt, kann man auch C. glaucellum nur schwer ausschließen, nicht alle haben die diese weiße Bereifung, jedenfalls nicht in frühem Stadium. Bei Deinen Exemplaren ist das Mazaedium ja noch kaum entwickelt. Da würde zumindest das Substrat vorzüglich passen.

    Ist das letzte Bild mit Phasenkontrast?


    LG, Bernd

    N'abend,


    völlig überraschend habe ich heute Abend, wieder unterm Brennholzstapel, eine blaue Entoloma gefunden. Da musste nochmal das Mikroskop ran. Es ist nur ein Exemplar und das auch vollgekrümelt und schon etwas betagt. Keine Ahnung, in welchem Tempo sich das Wachstum in völliger Dunkelheit bei beständiger Feuchtigkeit vollzieht. Auch teilweise schon mit Schimmel bedeckt, aber noch unkritisch.

    Stiel platt, ca 3*1 mm und 20...25 mm lang, gebogen

    Hut mittig nabelig, am Rand striat

    Lamellen verzweigt, angewachsen, leicht herablaufend

    Auflicht

    Stiel glatt

    hier Lamelle mit Schimmel

    Hut

    Durchlicht Lamelle, fertil, Cheilozystiden sind nicht zu sehen. Basidien mit Sporen auch nicht mehr. Nur ohne.

    Lamelle in KR, Basidien 32-45*9-12, sieht aus wie mit Schnalle

    Sporen tropfenförmig, Ecken wenig ausgeprägt, 8,4*5,4, Q ~1,55

    Lamellentrama schon ziemlich zersetzt

    HDS in Wasser

    tieferliegende Schicht, Hyphen bis 12 µm breit

    hier eine deutlich erkennbare Schnalle

    Stiel, anscheinend ohne Kaulozystiden


    so arg viele blaue Entolomas gibt es ja nun nicht, also vielleicht ist trotzdem eine Bestimmung möglich anhand der Daten.

    Wegen Schnallen sollte das subg. Leptonia sein und da gab es 2014 von Morozova et al. eine Zusammenstellung mit Schlüssel. Nun weiß ich nicht, wie der jung ausgesehen hat, und muss daher mehere Wege absuchen.


    Am besten gefällt mir E. chytrophilum [gr. chytra "Topf", wohl nach dem Erstfund im Blumentopf], mit etwas größeren Sporen als bei meinem Exemplar, der sollte in jung farbige Lamellen haben (laut Schlüssel), wobei die gezeigten Bilder weiße Lamellen bieten. Bei den anderen Arten gibt es größere Unstimmigkeiten.


    LG, Bernd

    Hallo, ich habe H. acutoconica aktuell auch direkt im Wald (Kiefer und Fichte, mit Ahorn und Eberesche in der Strauchschicht). Bei den Mengen an Nadeln sollte es da nicht so sonderlich basisch sein. Wenngleich der Untergrund kalkhaltiger Sand/Kies ist,


    LG, Bernd

    Hallo Andy,


    danke für die Blumen :D


    Aber nein, das ist freihand mit dem Handy (Samsung irgendwas) durchs Okular fotografiert. Wobei mein altes Labormikroskop mit 13 kg es erlaubt, sich dabei am anderen Okularrand leicht abzustützen ohne zu wackeln. Das obere Bild ist mit dem 10er, das untere mit dem 25er - da ist das Sichtfeld dann 710 µm groß. Beim 25er muss man aber schon aufpassen, dass man eine erhabene Stelle fotografiert, damit man mit der Linse nicht gegen das Objekt rempelt. Dazu schneide ich ein Tortenstück aus dem Hut und lege den dann umgedreht auf einen Objektträger, damit man die Lamellenschneide beurteilen kann. Es kann sein, dass nicht alle Mikroskope den dafür erforderlichen Hub haben. Und die Beleuchtung ist eine LED Stirnlampe, die mit auf den Objekttisch gelegt wird.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    da die blaue Lamellenschneide ganz anders aussah, als ich das erwartet habe, habe ich gestern weitere Exemplare mit blauen Lamellenschneiden eingesammelt. Bei dem einen hätte ich erwartet, dass das die gleiche Art wie die obige (3) ist. Aber die Mikrobilder unterscheiden sich erheblich.


    (7) [9.8. #2] in situ

    Auflicht, hier ist schon deutlich zu sehen, dass die blauen Pigmente bis außen an der Lamelle reichen

    die Kristalle seitlich stellten sich als Sporencluster heraus (siehe unten)

    HDS Auflicht

    Lamelle Durchlicht, meist 4-sporig

    Lamellenschneide in KOH 3% - die blauen Pigmente sind weg, nur etwas Braun ist übrig

    Sporen (7,5) 8-11 (13) * 6-8 µm, Q ~1,4

    in Wasser

    HDS in Wasser


    (8) [9.8. #4]

    in situ

    Auflicht

    das sieht ja schon sehr schick aus

    Lamelle Durchlicht

    Lamellenschneide in Wasser

    Sporen 8-10,5 * 6-8, Q ~1,34

    HDS in Wasser


    Nach meinem Verständnis gehören die drei Exemplare mit den blauen Lamellenschneiden auch zu 3 verschiedenen Arten.


    LG, Bernd

    Hallo zusammen, hier ist eine relativ neue Übersichtsarbeit aus China zum Chaga, in Englisch, mit zahlreichen Verweisen auf die Einzelstudien.

    Chaga 2021.pdf

    Meines Erachtens wurde die im Forum auch schon mal verlinkt.


    Und das Thema mit der Oxalsäure hatten wir im Forum auch schon, das war ein Fallbericht (nein, keine Studie) aus Korea mit EINEM Patient, der Chaga zu sich genomme hatte und Probleme mit Oxalsäure hatte. Nix mit Kohorte oder Doppelblind, kein Nachweis einer Kausalität, keine Erörterung, ob es andere Quellen für die Anreicherung gegeben haben könnte. Durchaus plausibel, aber eben nur das was man sonst als "anecdotal evidence" bezeichnet, wenn es dem Trend zuwiderläuft. Solche "Anekdoten" zur Heilung mit Chaga gibt es reichlich. Man muss sich schon entscheiden, ob man "Anekdoten" ernst nimmt oder verwirft.


    Wobei auch eine Kohortenstudie mit 1000 Leuten genau das ist, die Summe aus 1000 einzelne Fallstudien, den sogenannten "Anekdoten"


    LG, Bernd

    Hallo Karl-Heinz,


    im Internet wird viel behauptet.


    Wenn jemand behauptet, dass "A ist", dann möchte man dafür einen Beleg sehen.

    Wenn, wie in Deinem Fall, jemand behauptet, dass "A nicht ist", bzw. in der abgeschwächten Version behauptet, dass "es keine Belege für A gibt", dann sollte man ob der Formulierung schon stutzig werden, denn es ist schlechterdings unmöglich, dass dieser jemand alle wissenschaftlichen Arbeiten von überall auf der Welt selbst aus der letzten Woche kennt. Eine korrekte Formulierung, die ohne Anmaßung auskäme, wäre "dem Autor sind mit Stand vom TT.MM.JJJJ keine Belege bekannt, die A nachweisen würden". Was natürlich immer noch nichts darüber aussagt, ob der Autor (i) nach solchen Belegen gesucht hat und (ii) in der Lage ist, solche Belege zu finden, wenn sie z.B. in weniger üblichen Sprachen verfasst wurden (etwa in so völlig unbedeutenden Sprachen wie Chinesisch, Arabisch, Russisch oder Persisch). Also im Prinzip eine Null-Aussage. Man kann nicht mal aussschließen, dass (iii) der Autor von Pharma finanziert wird und gar nichts finden soll ... immerhin geben sie an, "keine Interessenkonflikte" zu haben. Haben "Fakten-Checker" ja nie.


    Manche Leute sehen Ethnologie ja als Wissenschaft an, an da gibt es viele Belege, dass dieser Pilz für dieses und jenes verwendet wird. Nun, dass ist natürlich keine biomedizinisch-chemisch saubere Studie, aber der Beginn aller Wissenschaft ist nun mal Erfahrung/Experiment. Und Volksmedizin baut normalerweise auf viel Erfahrung auf.


    Der (die, das) Autor maßt sich also auch noch an, zu entscheiden, dass Ethnologie keine Wissenschaft ist.



    LG, Bernd

    N'abend,


    war vorhin mal kurz auf der Wiese schauen und war verblüfft, wie viele Rötlinge da jetzt stehen - mindestens 10 Arten - alle auch in ordentlichen Kollektionen. Allerdings hatte ich keinen Fotoapparat mit und die danach gemachten Bilder lassen sich nicht einlesen. Also nur ein paar Handybilder - 6 Arten von oben nach unten durchnummeriert

    näher anschauen wollte ich mir vor allem den Gelben, zwecks Unterscheidung E. incana / E. verae (1) und den mit der bunten Lamellenschneide (3)


    1) HDS im Auflicht

    Lamelle im Auflicht

    Durchlicht

    Übergang von HDS in Stiel

    Basidien selten 4-sporig, vielfach 2-sporig und 3-sporig [das scheint es auch zu geben] -

    Lamelle in KR

    mittig spitze Elemente, Cheilozystiden?

    oder sind das Cheilozystiden?

    Sporen im Mittel 11,5*7,7, Q~1,5


    Und welche Art ist das nun? In der Beschreibung heißt es:

    "The second species is described here as new to science. Entoloma verae differs morphologically from typical E. incanum by the generally larger spores measuring 12.5 × 8 μm, on average, vs 10.5 × 7.5 μm on average in the neotype. But the size of spores can vary significantly, sometimes related to the presence of the 2-spored basidia."


    Das interpretiere ich mal dahingehend, dass bei 2-sporigen Basidien größere Sporen ausgebildet werden. Dann stellt sich aber die Frage, wovon es abhängt, welche Basidien ausgebildet werden. Ist das Artspezifisch? Oder von Wachstumsbedingungen abhängig? Dann müsste man bei jeder Kollektion durchzählen, welche Basidien in welcher Menge vorhanden sind und die Größe der Sporen damit in Relation setzen. Bleibt dann der ohnehin geringe Unterschied der Sporengröße zur Arttrennung bestehen?


    Fragen über Fragen. Aber da meine Exemplare ja ohnehin genau mittendrin liegen, bleibt es bei E. incana s. l.



    2) zum Vergleich hier Nummer 2 mit 4-sporigen Basidien

    und mit reifen Sporenansammlungen, die die Lamellenkante rötlich färbt


    3) hier sieht man schon, dass die Balufärbung nicht außen angelagert ist, sondern innen in der Lamellenkante

    etwas tiefer fokussiert mit Basidien und Sporen

    ,

    Durchlicht, auch hier 4-sporig

    HDS in Wasser

    mit der baluen Lamellenschneide bin ich aber noch nicht zufrieden

    und in KR

    Sporen 9,7*7,7 Q~1,26


    So, das war's. Danke für's Anschauen.


    LG, Bernd