Hallo allerseits,
falls das falsch rübergekommen ist, es ging mir überhaupt nicht darum, Wutzi oder irgendwen anders zu kritisieren, weil sie zu spät angefangen hat, sich Sorgen zu machen. Mein Punkt war eher, dass solche Biotope im Allgemeinen gefährdet sind und es ganz sicher weniger werden, weil sie einfach nicht zu der wirtschaftlichen Entwicklung passen. So wie man nunmehr relativ selten Radmacher oder Stellmacher oder Böttcher findet.
Von Landwirtschaft gehen solche Biotope über zu einer musealen Existenz. Die kostet.
dass es sich um Gemeindegrund handelt, steht im Beitrag Nr. 3.
Da auch, aber es steht auch in Beitrag Nr. 1. Aber wie gesagt, diese Wiese war schon früher Thema im Forum.
Ich weiß nicht, ob du im Naturschutz Erfahrung hast. Ich kenne das Problem, entscheiden zu müssen, ob man etwas publik macht oder unter dem radar belässt. Manchmal ist es besser, abzuwarten. Meldet man erste Ergebnisse, kann es auch passieren, dass sofort die Fläche zerstört wird, um keine Auflagen zu riskieren. Bei Privatgrund ist das meist eher der Fall.
Im Gegensatz zu den meisten hier, habe ich in der Sache auch Erfahrung aus der Sicht des Landwirts/Eigentümers. In den meisten Fällen ist es ja so, dass, wenn auf einem Grundstück etwas gefunden wird, dies i.A. zu Lasten des Eigentümers geht. Nein, man kommt nicht auf die Idee, den Besitzer/Nutzer zu belohnen, weil er es geschafft hat, diese seltene Art bisher zu erhalten und zu schlussfolgern, dass er bisher alles richtig gemacht hat - und folglich megakompetent hinsichtlich der weiteren Behandlung der Sache ist. Nein, es wird getan, als käme die Art vom Himmel, der Bauer doof und jetzt kommt der Fachmann (oft genug nur bambiökologischer Ornithologe) und erklärt die Welt. Einschränkungen, Auflagen, Ignoranz, Kosten, Wertverlust von Grundstücken - Entschädigungen bestenfalls symbolischer Natur. Am einschneidensten ist wohl der mangelnde Respekt und die Gängelung. Das wird als Bestrafung empfunden, offensichtlich dafür, dass man es nicht geschafft hat, alle zu schützenden Arten rechtzeitig zu beseitigen.
Christoph, wie oft hast du dich bisher mit dem Besitzer/Nutzer beraten, bevor du eine Entscheidung getroffen hast, ob "publik oder unter dem Radar"? Das dürfte bei 0 liegen.
LG, Bernd
