Hallo, mit den gelegentlich zu sehenden Isidien (etwa im 2. Bild mittig) sollte das P. praetextata sein.
LG, Bernd
Hallo, mit den gelegentlich zu sehenden Isidien (etwa im 2. Bild mittig) sollte das P. praetextata sein.
LG, Bernd
Hallo Peter,
zumindest eine Calicium ist es. Das war der einfache Teil ![]()
Dem letzten Bild würde ich entnehmen, dass die Asci schlank "zylindrisch" und uniseriat sind (rechts, auf einem Drittel der Höhe, das sieht wie ein kompletter Ascus aus). So eine blassgelbe Unterlage finde ich auch öfters, mir scheint aber, dass die nicht zu den Stecknadeln gehört und sekundär den gleichen Ort besiedelt. Was das genau ist, habe ich aber noch nicht versucht herauszufinden. Dann wäre der Thallus bei Dir im Substrat.
C. pinastri und abietinum kommen schon in Frage, als schwarze Calicium ohne Bereifung auch noch C. denigratum (wobei man zu der nicht viel findet) [auf die Schnelle benutze ich auch oft diesen Schlüssel hier https://www.thavibu.com/caliciales/keyes.htm]
Und wenn es nur wenige Exemplare gibt, kann man auch C. glaucellum nur schwer ausschließen, nicht alle haben die diese weiße Bereifung, jedenfalls nicht in frühem Stadium. Bei Deinen Exemplaren ist das Mazaedium ja noch kaum entwickelt. Da würde zumindest das Substrat vorzüglich passen.
Ist das letzte Bild mit Phasenkontrast?
LG, Bernd
N'abend,
völlig überraschend habe ich heute Abend, wieder unterm Brennholzstapel, eine blaue Entoloma gefunden. Da musste nochmal das Mikroskop ran. Es ist nur ein Exemplar und das auch vollgekrümelt und schon etwas betagt. Keine Ahnung, in welchem Tempo sich das Wachstum in völliger Dunkelheit bei beständiger Feuchtigkeit vollzieht. Auch teilweise schon mit Schimmel bedeckt, aber noch unkritisch.
Stiel platt, ca 3*1 mm und 20...25 mm lang, gebogen
Hut mittig nabelig, am Rand striat
Lamellen verzweigt, angewachsen, leicht herablaufend
Auflicht
Stiel glatt
hier Lamelle mit Schimmel
Hut
Durchlicht Lamelle, fertil, Cheilozystiden sind nicht zu sehen. Basidien mit Sporen auch nicht mehr. Nur ohne.
Lamelle in KR, Basidien 32-45*9-12, sieht aus wie mit Schnalle
Sporen tropfenförmig, Ecken wenig ausgeprägt, 8,4*5,4, Q ~1,55
Lamellentrama schon ziemlich zersetzt
HDS in Wasser
tieferliegende Schicht, Hyphen bis 12 µm breit
hier eine deutlich erkennbare Schnalle
Stiel, anscheinend ohne Kaulozystiden
so arg viele blaue Entolomas gibt es ja nun nicht, also vielleicht ist trotzdem eine Bestimmung möglich anhand der Daten.
Wegen Schnallen sollte das subg. Leptonia sein und da gab es 2014 von Morozova et al. eine Zusammenstellung mit Schlüssel. Nun weiß ich nicht, wie der jung ausgesehen hat, und muss daher mehere Wege absuchen.
Am besten gefällt mir E. chytrophilum [gr. chytra "Topf", wohl nach dem Erstfund im Blumentopf], mit etwas größeren Sporen als bei meinem Exemplar, der sollte in jung farbige Lamellen haben (laut Schlüssel), wobei die gezeigten Bilder weiße Lamellen bieten. Bei den anderen Arten gibt es größere Unstimmigkeiten.
LG, Bernd
Hallo, ich habe H. acutoconica aktuell auch direkt im Wald (Kiefer und Fichte, mit Ahorn und Eberesche in der Strauchschicht). Bei den Mengen an Nadeln sollte es da nicht so sonderlich basisch sein. Wenngleich der Untergrund kalkhaltiger Sand/Kies ist,
LG, Bernd
Hallo Andy,
danke für die Blumen ![]()
Aber nein, das ist freihand mit dem Handy (Samsung irgendwas) durchs Okular fotografiert. Wobei mein altes Labormikroskop mit 13 kg es erlaubt, sich dabei am anderen Okularrand leicht abzustützen ohne zu wackeln. Das obere Bild ist mit dem 10er, das untere mit dem 25er - da ist das Sichtfeld dann 710 µm groß. Beim 25er muss man aber schon aufpassen, dass man eine erhabene Stelle fotografiert, damit man mit der Linse nicht gegen das Objekt rempelt. Dazu schneide ich ein Tortenstück aus dem Hut und lege den dann umgedreht auf einen Objektträger, damit man die Lamellenschneide beurteilen kann. Es kann sein, dass nicht alle Mikroskope den dafür erforderlichen Hub haben. Und die Beleuchtung ist eine LED Stirnlampe, die mit auf den Objekttisch gelegt wird.
LG, Bernd
Hallo allerseits,
da die blaue Lamellenschneide ganz anders aussah, als ich das erwartet habe, habe ich gestern weitere Exemplare mit blauen Lamellenschneiden eingesammelt. Bei dem einen hätte ich erwartet, dass das die gleiche Art wie die obige (3) ist. Aber die Mikrobilder unterscheiden sich erheblich.
(7) [9.8. #2] in situ
Auflicht, hier ist schon deutlich zu sehen, dass die blauen Pigmente bis außen an der Lamelle reichen
die Kristalle seitlich stellten sich als Sporencluster heraus (siehe unten)
HDS Auflicht
Lamelle Durchlicht, meist 4-sporig
Lamellenschneide in KOH 3% - die blauen Pigmente sind weg, nur etwas Braun ist übrig
Sporen (7,5) 8-11 (13) * 6-8 µm, Q ~1,4
in Wasser
HDS in Wasser
(8) [9.8. #4]
in situ
Auflicht
das sieht ja schon sehr schick aus
Lamelle Durchlicht
Lamellenschneide in Wasser
Sporen 8-10,5 * 6-8, Q ~1,34
HDS in Wasser
Nach meinem Verständnis gehören die drei Exemplare mit den blauen Lamellenschneiden auch zu 3 verschiedenen Arten.
LG, Bernd
Hallo zusammen, hier ist eine relativ neue Übersichtsarbeit aus China zum Chaga, in Englisch, mit zahlreichen Verweisen auf die Einzelstudien.
Meines Erachtens wurde die im Forum auch schon mal verlinkt.
Und das Thema mit der Oxalsäure hatten wir im Forum auch schon, das war ein Fallbericht (nein, keine Studie) aus Korea mit EINEM Patient, der Chaga zu sich genomme hatte und Probleme mit Oxalsäure hatte. Nix mit Kohorte oder Doppelblind, kein Nachweis einer Kausalität, keine Erörterung, ob es andere Quellen für die Anreicherung gegeben haben könnte. Durchaus plausibel, aber eben nur das was man sonst als "anecdotal evidence" bezeichnet, wenn es dem Trend zuwiderläuft. Solche "Anekdoten" zur Heilung mit Chaga gibt es reichlich. Man muss sich schon entscheiden, ob man "Anekdoten" ernst nimmt oder verwirft.
Wobei auch eine Kohortenstudie mit 1000 Leuten genau das ist, die Summe aus 1000 einzelne Fallstudien, den sogenannten "Anekdoten"
LG, Bernd
Hallo Karl-Heinz,
im Internet wird viel behauptet.
Wenn jemand behauptet, dass "A ist", dann möchte man dafür einen Beleg sehen.
Wenn, wie in Deinem Fall, jemand behauptet, dass "A nicht ist", bzw. in der abgeschwächten Version behauptet, dass "es keine Belege für A gibt", dann sollte man ob der Formulierung schon stutzig werden, denn es ist schlechterdings unmöglich, dass dieser jemand alle wissenschaftlichen Arbeiten von überall auf der Welt selbst aus der letzten Woche kennt. Eine korrekte Formulierung, die ohne Anmaßung auskäme, wäre "dem Autor sind mit Stand vom TT.MM.JJJJ keine Belege bekannt, die A nachweisen würden". Was natürlich immer noch nichts darüber aussagt, ob der Autor (i) nach solchen Belegen gesucht hat und (ii) in der Lage ist, solche Belege zu finden, wenn sie z.B. in weniger üblichen Sprachen verfasst wurden (etwa in so völlig unbedeutenden Sprachen wie Chinesisch, Arabisch, Russisch oder Persisch). Also im Prinzip eine Null-Aussage. Man kann nicht mal aussschließen, dass (iii) der Autor von Pharma finanziert wird und gar nichts finden soll ... immerhin geben sie an, "keine Interessenkonflikte" zu haben. Haben "Fakten-Checker" ja nie.
Manche Leute sehen Ethnologie ja als Wissenschaft an, an da gibt es viele Belege, dass dieser Pilz für dieses und jenes verwendet wird. Nun, dass ist natürlich keine biomedizinisch-chemisch saubere Studie, aber der Beginn aller Wissenschaft ist nun mal Erfahrung/Experiment. Und Volksmedizin baut normalerweise auf viel Erfahrung auf.
Der (die, das) Autor maßt sich also auch noch an, zu entscheiden, dass Ethnologie keine Wissenschaft ist.
LG, Bernd
N'abend,
war vorhin mal kurz auf der Wiese schauen und war verblüfft, wie viele Rötlinge da jetzt stehen - mindestens 10 Arten - alle auch in ordentlichen Kollektionen. Allerdings hatte ich keinen Fotoapparat mit und die danach gemachten Bilder lassen sich nicht einlesen. Also nur ein paar Handybilder - 6 Arten von oben nach unten durchnummeriert
näher anschauen wollte ich mir vor allem den Gelben, zwecks Unterscheidung E. incana / E. verae (1) und den mit der bunten Lamellenschneide (3)
1) HDS im Auflicht
Lamelle im Auflicht
Durchlicht
Übergang von HDS in Stiel
Basidien selten 4-sporig, vielfach 2-sporig und 3-sporig [das scheint es auch zu geben] -
Lamelle in KR
mittig spitze Elemente, Cheilozystiden?
oder sind das Cheilozystiden?
Sporen im Mittel 11,5*7,7, Q~1,5
Und welche Art ist das nun? In der Beschreibung heißt es:
"The second species is described here as new to science. Entoloma verae differs morphologically from typical E. incanum by the generally larger spores measuring 12.5 × 8 μm, on average, vs 10.5 × 7.5 μm on average in the neotype. But the size of spores can vary significantly, sometimes related to the presence of the 2-spored basidia."
Das interpretiere ich mal dahingehend, dass bei 2-sporigen Basidien größere Sporen ausgebildet werden. Dann stellt sich aber die Frage, wovon es abhängt, welche Basidien ausgebildet werden. Ist das Artspezifisch? Oder von Wachstumsbedingungen abhängig? Dann müsste man bei jeder Kollektion durchzählen, welche Basidien in welcher Menge vorhanden sind und die Größe der Sporen damit in Relation setzen. Bleibt dann der ohnehin geringe Unterschied der Sporengröße zur Arttrennung bestehen?
Fragen über Fragen. Aber da meine Exemplare ja ohnehin genau mittendrin liegen, bleibt es bei E. incana s. l.
2) zum Vergleich hier Nummer 2 mit 4-sporigen Basidien
und mit reifen Sporenansammlungen, die die Lamellenkante rötlich färbt
3) hier sieht man schon, dass die Balufärbung nicht außen angelagert ist, sondern innen in der Lamellenkante
etwas tiefer fokussiert mit Basidien und Sporen
Durchlicht, auch hier 4-sporig
HDS in Wasser
mit der baluen Lamellenschneide bin ich aber noch nicht zufrieden
und in KR
Sporen 9,7*7,7 Q~1,26
So, das war's. Danke für's Anschauen.
LG, Bernd
Servus Werner,
alles Gute zum Feiertag, vor allem Gesundheit!
LG, Bernd
N'abend allerseits,
ungeachtet der vielen frischen Pilze im Forum hab ich mal wieder eine Stecknadel anzubieten. Eine Eiche, die seit einiger Zeit als Einzelobjekt unter Naturschutz steht, laut Dokumentation mit einem Umfang von 5,6 m, und die im Wald stand / steht und damit einen recht hohen Stamm und erst weit oben beginnende Krone offeriert. Noch halb am Leben, allerdings wieder von der Strauchschicht und Jungbäumen zuwachsend.
Auf morschem Holz, teils auch +/- morscher Borke gab es eine oft verzweigte Nadel, meist über weißlicher Algenschicht und oft vermischt mir Microcalicium disseminatum.
Auflicht, Köpfchen ohne abgesetzten Kelch braun bis schwarz
oft mehrfach verzweigt
in Wasser nach längerem Malträtieren
der Stiel weigert sich, innen heller, anders aufgebaut zu sein
Asci sehr kurz, ca. 25-30*3 µm
Sporen 3,5-6,5*2-2,5 µm, hier in Luftblase
und in BWB in einer Probe samt Algen
bei allen benutzten Schlüsseln komme ich zu Ch. savonica - kleine, unseptierte Sporen; ziemlich kurze, uniseriate Asci; Assoziation mit Stichococcus [oder Calicium / Chaenotheca - die waren aber weiter weg], sodass bei dieser Art kein Zweifel besteht.
LG, Bernd
Hallo Emil,
der Sporenabwurf war leider so spärlich, dass es schwierig ist, die Farbe mit dem bloßen Auge oder auch per Makrofoto zu beurteilen. Also habe ich versucht die Sporen samt Objektivträger auf weißes Papier und dann ins Durchlicht zu legen
zusätzlich mit Auflicht (seitlich) kriegt man zwar irgendwelche räumlichen Effekte, aber nix mehr mit Farbe
LG, Bernd
Vielen Dank Euch beiden, das passt sehr gut, auch wenn bei mir der Ring und die Fransen am Hutrand zu fehlen scheinen. Das ist aber wohl ein Problem wegen Einzelexemplar. Die Sporen werden etwas größer berichtet - etwa hier (https://www.aranzadi.eus/busca….02.00.02.00?from=gallery), aber das liegt wohl noch in der Variationsbreite - oder mag auch der Dunkelheit geschuldet sein?
LG, Bernd
N'abend,
beim Einräumen des Brennholzes fand ich einen kleinen Pilz unter dem Haufen. Da hat schon vor über einem Jahr Brennholz gelegen in dicker Schicht, so dass es dort finster war. Der Boden unter dem Brennholz ist natürlich locker und kompostig. Hut etwa 15 mm breit, Stiel etwa 25 mm hoch. Hut braun wie mit kleinen Streuseln bedeckt - das fand ich spannend und hab ihn deshalb einkassiert. Der Stiel ist hohl, von unscheinbarerer Farbe, die an Druckstellen einem Rosa Platz macht. Die Lamellen sind rosa.
Die Sporen sind oval, Sportplatzförmig, 5-6*2-3 µm, farblos. Basidien 4-sporig. An den Lamellen sind vereinzelt blasige Objekte zu erkennen, evtl. Cheilozystiden. Die Hutschicht besteht im Auflicht oben aus unförmigen Objekten, eingeschrumpelte Kullern, die sich in Wasser als Kullern präsentieren, 12-35 µm im Durchmesser, bräunlich.
Auflicht: der Stiel mit Tropfen / tropfenförmigen Kaulozystiden
Hut
Lamelle mit ähnlichen klaren Tropfen / tropfenförmigen Cheilozystiden
Einzelne Lamelle samt HDS im Durchlicht
nicht sonderlich kugelig, eher wie ein verunglückter Brilliant, aber das deckt sich mit den Auflichtbildern
Lamellenschneide anscheinend fertil, Basidien 4-sporig
Sporen in Wasser
und mit etwas BWB
in Wasser werden die Hutstreusel schön rund, wieder aufgequollen
Ich habe keine Ahnung, wo der hingehört, hoffe aber, dass mit diesen charakteristischen Eigenschaften irgendjemand weiterhelfen kann.
Danke für's Anschauen und ggf. Vorschläge,
LG, Bernd
Hallo allerseits,
auf der Wiese gibt es mitlerweile einige wenige Wiesenpilze - nach über 170 mm (laut Karte vom Wetterdienst) Regen im Juli. Davon möchte ich 2 Pilze zeigen, die zusammen gewachsen sind - wieder wie im vorigen Jahr in so einem kleinen Loch (7...8 cm), das entsteht, wenn Fuchs nach Würmern buddelt. Jeweils nur 2 Stück gleichaltrig, also nix mit Kollektion ...
1) gelboranger Saftling, 1-1,5 cm Durchmesser, Stiel mindestens 3 cm lang, 2,5 mm dick. Hut leicht genabelt ansonsten +/- halbkugelig, nicht schleimig. Stiel wachsartig, hohl. Lamellen buchtig angewachsen und leicht herablaufend, dick, ca. 18 Lamellen erreichen den Stiel, Zwischenlamellen vorhanden. Zum Geruch kann ich nichts sagen, Geschmack unauffällig. Sporen 7-9 [10]*5-6 µm, nicht eingeschnürt, aber oft einer Seite etwas breiter, Basidien 4-sporig, ziemlich klein [35] 40-45*8 µm. HDS trockene Cutis.
Auflicht
Durchlicht, Lamellenschneide fertil
(überwiegend) 4-sporig
HDS
Lamelle im Querschnitt, Wasser
Trama, Hyphen nie länger als 180 µm
Basidien
Sporen
Bei keinem der 3 genutzten Schlüssel komme ich zu einem befriedigenden Ergebnis, wo alles passen würde. Insbesondere die relativ kurzen Basidien stören.
2) braune Entoloma, die auf den ersten Blick zu dem Cluster von E. longistriatum passen könnte, aber durch Anastomosen auffällt. 20 mm im Durchmesser, 65 mm hoch. Stiel olivgrau, glatt, hohl, innen weiß, oben 1,5 mm dick, unten 2,5 mm und weiß bereift. Hut braun, mittig dunkler und leicht genabelt, nach oben aufgeschirmt (beim Trocknen Wölbung nach unten), Lamellen weißlich, dünn, buchtig angewachsen, viele Zwischenlamellen.
Cheilozystiden nicht gesehen, Lamellenkante fertil, 4-sporig, Sporen 8-11*6, HDS mit breiten keuligen Hyphen
bereits leicht getrocknet
Durchlicht, 4-sporig
Lamellentrama
HDS
mittig, Hyphen steil aufragend
weiter außen deutlich flacher
Stiel, ist das eine Kaulozystide?
gelegentlich sind Puzzleteile eingebaut
Hier stellt sich mir die Frage, ob die Anastomosen artspezifisch sind oder fakultativ - ob man trotzdem E. logistriatum agg. ansetzen kann.
LG, Bernd
Hallo Jörg,
das kann gut hinkommen. Die Rotfärbung kommt ja erst später. Der ist auf auffalend größer als die meisten anderen Erdsterne.
LG, Bernd
Hallo Martin, dass der Kelch unter den Asci durchgeht konnte man eigentlich auf den bisherigen Bildern schon erkennen. Wobei mir nicht klar war, dass das wichtig ist.
Ein leidlicher Schnitt mit ziemlich viel Material über den Ascispitzen
die Sporen jetzt nicht pigmentiert, 3-fach septiert
15-21*3,5-6 µm
Wenn ich damit schlüssele, komme ich zu Pseudoschismatomma rufescens, wo es heißt (bei Italic)
"Ascospores 3-septate, hyaline but often turning brown when overmature, straight or often slightly curved, fusiform, 15-27 x 3-5 μm", was zu den pigmentierten Sporen oben passen würde. Eine Art, die in LT als häufig vorkommend angegeben ist.
LG, Bernd
Hallo allerseits,
zur Abwechslung habe ich mal eine Krustenflechte, von den selben alten Eichen, wie Calicium quercinum. Makroskopisch ohne auffällige Merkmale, graues Lager, schwärzliche etwas lirellenförmige Apothecien. Auf glatter Borke weit außen. Die Kruste felderig aufgerissen.
Das Bild ist etwa 9*6 mm groß
Auflicht
Wasser, mikroskopisch mit einer interessanten Merkmalskombination. Algen - Trentepohlia, Sporen quer septiert (4z.) und pigmentiert. Asci so ~50-65*10-12
freie Sporen waren kaum zu sehen 15-20*3-5 µm
Melzers, J- und erkennbar, dass die Asci dickwandig sind, bzw. eine Geleehülle haben (?), zudem sind einige Sporen in den Asci zu erkennen
Bei Wirth et al. komme ich mit dem Hauptschlüssel für Krusten zu Opegrapha, kann aber Arthonia nicht sicher ausschließen. Im Detail weitergeschlüsselt kommt aber nichts mit dieser Mekrmalskombination. Wenn ich bei Italic8 bei Opegrapha schlüssele, komme ich zu Cresponea premnea, die aber größere Apothecien und Sporen haben sollte, ansonsten aber leidlich passen könnte - abgesehen vom Verbreitungsareal.
LG, Bernd
Hallo,
Epipactis, die am Straßenrand wächst, ggf. gern im Büschel, im Habit bis auf die Farbe sonst wie atrorubens, kann gut Epipactis distans sein. http://www.aho-bayern.de/epipactis/ep_dist.html
An mageren Standorten mit kurzen Blättern, die relativ weit voneinander entfernt sind ("distant"), jedenfalls im Vergleich zur Länge der Blätter. Die ist nicht standorttreu, jedenfalls nicht lange, sondern als Pionierpflanze recht mobil.
Teufelsabbiss musst Du in feuchten Wiesen // Kalkflachmooren suchen, gern mit Epipactis palustris zusammen. Die sollte noch nicht blühen.
LG, Bernd
N'abend,
an ein paar soliden Eichen gab es vor einiger Zeit einen Fund, der sich dann als Calicium quercinum herausstellte und aktuell wohl der einzige bekannte Fundort der Art hier ist [es gibt auf iNaturalist noch einen anderen, aber soweit ich das verstehe, erfolgte die Bestimmung nur anhand von Fotos - was wohl geht, wenn die Fotos idealtypische Exemplare zeigen, sonst aber eher nicht].
An der letzten Eiche wurden wir fündig - der Originalfinder hatte leider vergessen, an welcher der Eichen - sodass von Neuem gesucht werden musste. Schwarze, dicht stehende relativ stämmige Nadeln auf grauem Lager.
weitaus charakteristischer diese Gruppe hier mit grauer Bereifung
Auflicht
Die waren partout in Wasser nicht zu quetschen. Asci waren trotzdem zu sehen 1,5-seriat
Sporen ziemlich groß, vereinzelt bis 14 µm, ornamentiert, teils mit diagonaler Streifung - hier mittig zu sehen
Da passt ausnahmsweise mal alles.
LG, Bernd
Hallo allerseits,
ich muss dieses Thema doch noch mal auswalzen. Mittlerweiter ist die Angelegenheit eher noch unklarer geworden ...
Einerseits habe ich diesen Artikel (https://www.npsumava.cz/wp-con…/2019/06/sg12_2_peksa.pdf) aus der Tschechei gefunden, der C. parvum behandelt und mit der Verwechslungsart C. pinastri vergleicht. Dessen Abbildung mit den Asci würde ja nun auch bei meinem Fund für C. parvum sprechen. Es kommt darauf an, wie man die Schlüsselung "clavate Asci" vs. "zylindrische Asci" versteht. Entweder "alle Asci clavat", "Asci überwiegend clavat", "ältere Asci clavat", "mindestens einzelne Asci clavat" ... Denn bei meinem Fund sind ja bei weitem nicht alle Asci clavat, nicht mal die Mehrheit.
Dann habe ich nochmal Fotos gemacht und bei einigen Exemplaren kann man einen dünnen weißlichen Rand erkennen. Ob ich den ursprünglich übersehen habe, oder ob das erst durch Trocknen / Reifen entstanden ist?
Italic erwähnt außerdem für C. parvum "Spot tests: thallus K+ dull yellow" - man kann nach KOH 3% eine leichte bleibende Verfärbung (mittig, großflächig) erkennen. Als Plausibilitätstest - bei Wasser bleibt nichts zurück, wobei die Färbung "nass" in beiden Fällen +/- gleich aussieht.
Andererseits wird für C. parvum erwähnt, dass die auf Borke wächst und einen deutlichen Thallus haben soll. Wobei ja auch C. pinastri auf Borke wachsen soll. Und beim Wachsen auf morschem Holz erscheint es einfacher, dass der Thallus sich ins Substrat verkrümelt. Kugelige Algen werden für beide Arten genannt.
Also eventuell ist es doch C. parvum. C. glaucellum schließe ich nach wie vor aus, denn wenn es die clavaten Asci sind, die gegen C. pinastri sprechen, dann tun sie das eben auch gegen C. glaucellum.
LG, Bernd
Hallo,
anhand dieser Bilder ist da noch nichts zu bestimmen, insbesondere, ist nicht erkennbar, ob der Pilz Lamellen oder Poren hat - was möglicherweise aufgrund der Jugend auch noch gar nicht zu sehen ist. "Sehr hart" spricht aber eher gegen Lamellen.
Wie hoch über dem Boden ist diese Stelle? Woraus ist das Haus gebaut? Fachwerk? Ziegel? Gipsplattenverkleidung? Ggf. Baujahr.
LG, Bernd
Hallo allerseits,
zur Abwechslung mal eine leichter zu bestimmende Art. An einem längs abgebrochenen Baum, sieht aus wie Birke, und wenn ich mich recht erinnere, hat da auch nie was anderes gestanden. Innen an der Bruchstelle, mäßig morsch.
Deutlicher grüner Thallus (manche Schlüssel führen da in die Irre, weil sie "ohne Thallus bzw. endosubstratisch" schlüsseln, um dann zu erwähnen, dass "selten grauer bzw. grün-grauer Thallus vorkommt"), gelb bereifte Köpfchen, Mazaedium schwarz und ausgeprägt, relativ kurz, bis max. 0,7 mm hoch.
Mit gelb bereiften Köpfchen bleiben nur 2 Arten übrig, wovon C. adspersum noch kürzere Stiele und deutlich breitere Köpfe haben soll. Also C. trabinellum
Gut zu sehen, die äußere Schicht am Stiel ("thin, paler, non-amyloid gelatinous sheath")
Asci sind zylindrisch, 36-48*4-5 µm, uniseriat.
Sporen bis 11*5,5 µm
Algen rund.
LG, Bernd
Hallo Anna,
das sieht sehr gut aus. Da scheint wirklich alles zu passen.
Vielen Dank,
LG, Bernd
