Beiträge von kruenta

    Danke Björn, das ist ja ausnahmsweise mal was, was die Bestimmung erleichtert :D


    Ich war gerade noch mal auf der Wiese. Über Nacht hat sich die Zahl der Pilze mindestens verdoppelt, das Areal ist gewachsen und einige neue Arten sind dazugekommen.

    Ein Cluster wächst hier:

    Zunächst die Ergänzungen zu gestern


    zu Nr. 9) der Stiel zeigt keine Blautöne, womit griseoCYANEUM wohl ausgeschlossen werden kann?


    zu Nr. 2) bei den älteren schon braunen Pilzen, die aber sonst in guter Form sind, haben die Stiele tatsächlich noch etwas Blautöne. Ob die Verfärbung von Blau/Violett zu Braun aber als schnell zu bezeichnen ist, weiß ich nicht, ich hatte überhaupt den Eindruck, dass die bräuneren Pilze von Anfang an weniger Blauton hatten. Aber das wird sich ja zeigen, wann die bluen Kollegen ihre Farbe verlieren.

    Nr. 12) eine helle cremefarbene Entoloma, etwas größer als die meisten bisherigen Arten, 8 cm hoch, 2,5 cm Durchmesser.

    Nr. 13) eine kleine blaue Entoloma mit herablaufenden Lamellen, die Rötung der Lamellen stammt wohl nur von den Sporen, oder?

    Nr. 14) sieht eigentlich aus wie eine Mycena, aber es scheint, als würden die Lamellen am Rand röten, also vielleicht doch ein Kandidat für Entoloma.

    LG, Bernd

    Hallo Karl, vielen Dank für Deine Erläuterungen, damit habe ich zumindest ein paar mehr Arbeitsnamen für die Beschriftung der Tüten. Bei Nr. 2 schau ich mal, wie der Stiel bei den älteren, braunen Exemplaren aussieht. Sind ja bloss 400 m.

    Für Nr. 10 steht in der heimischen Literatur zu E. clandestinum als Verwechslungsart E. papillatum, die mir noch besser zu passen scheint, selbstverständlich mit cf.


    LG, Bernd

    Moin, nachdem das vorletzte Jahr überraschend viele CHEGD Arten von einer meiner Wiesen brachte und es im letzten Jahr fast gar nichts gab, sind in diesem Jahr zumindest die Entolomas gut am Start. Die meisten Bilder sind von heute, einige aber von letzter Woche


    1) E. longistriatum agg.

    hier sind zwei Arten nebeneinander,


    und zwar

    2) blauer (pink-braun) Hut, glatt, nicht schuppig (deswegen meine ich, dass es kein E. mougeotii ist), weiße Lamellen ohne bunte Kante, blauer Stiel

    vom 7.

    3) mit blauer Lamellenschneide, wohl E. serrulatum

    vom 8., gleicher Pilz


    4) schwarz, matt, eingedellt, weiße Lamellen, blaugrauer Stiel


    5) noch einer mit blauen+gelben Zeug an den Lamellenschneiden, aber kleiner als (3)

    vom 9.

    6) die einzige Keule/Koralle, wohl Clavulinopsis helvola, die Matthias Reul von dieser Wiese bestätigt hatte

    7) den habe ich nur im fortgeschrittenen Alter gefunden, blau glänzender Hut und auch mit bläulichen Lamellenschneiden

    8) das dürfte E. infula sein, die ist heute neu dazugekommen

    9) vermutlich E. griseocyaneum, grauer Stiel

    10) sieht ähnlich von der Hutform aus wie E. infula, aber deutlich dunkler und steht nahezu unverändert seit 'ner Woche da, nur der Stiel ist dunkler geworden

    vom 7.9.

    11) dunkelbraun-schwarz, matt, weiße Lamellen, heller Stiel mit bestenfalls leichtem Blauton am Hut


    Die eine oder andere Art mag in der Liste doppelt sein.

    Und nein, die Wiese steht nicht voll, das sind nur einzelne Stellen, wo die dann aber geballt auftreten.


    LG, Bernd

    Moin allerseits,


    ich habe dazu mal Slavomir Adamcik angeschrieben und er meint, dass es kein Hodophilus sei.


    "[...] Lamellae are pinkish, perhaps this is something in the genus Entoloma.

    It is also possible that this is infected fungus, the white fibrils on the surface are striking and not typical for Hodophilus."


    Bleibt als bei Pilz sp.


    LG, Bernd

    Hallo,


    dazu kannst Du Dich am besten direkt an den Autor F. Dämmrich der verlinkten Seite wenden, nämlich so Tomentella


    Ansonsten gibt es die Rubrik "Porlinge und Rindenpilze" (Porlinge und Rindenpilze) unter "Weitere Spezialbereiche". Da wäre die Anfrage vielleicht besser aufgehoben und geht nicht so schnell unter bei den herbstlichen Bestimmungsanfragen. Außerdem lohnt es sich, in den Beiträge der Rubrik zu blättern, vielleicht findest Du da ja schon was.


    LG, Bernd

    'nabend,


    ein paar nicht ganz so häufige Pilze aus dem benachbarten Fichtenwald,

    1) ein kleiner dunkler Öhrling, der bei Otidea sp. bleiben wird

    2) Phellinus chrysoloma, davon ist die ganze, abgebrochene Fichte voll und wird es wohl noch ein paar Jahre sein

    3) Onnia tomentosa, jung mit weißer Zuwachskante und feinen Poren, beim älteren Exemplar gehen die gröberen Poren bis an den Rand, bei Fichte und Kiefer

    LG, Bernd

    Hallo Stefan,


    aha, das ist eine gute Idee. Aus der Gattung hatte ich auf der Wiese bisher nur H. foetens s.l., der wesentlich dunkler war und mit Blautönen an den Lamellen und der schon beim Vorbeigehen gemuffelt hat - beim heutigen Fund kann ich kaum Geruch wahrnehmen.

    Aber da gibt es ja noch etliche andere Arten, wo mir H. carpathicus oder H. phaeophyllus nach einer ersten Suche recht ähnlich aussehen. Mal schauen ob ich was zur Verbreitung finde.


    Beleg habe ich jedenfalls mitgenommen.


    Danke und beste Grüße,

    Bernd

    Moin,


    seit ein paar Tagen gibt es vereinzelte Entolomas auf der Wiese, die Zungen, Korallen und die üblichen Saftlinge fehlen noch (voriges Jahr gab es fast gar nichts, in diesem Jahr Mitte August schon mal kurz einige wenige).


    Bei diesem Pilz bin ich mir nun gar nicht sicher, wo der hingehört. Hut bis 1,5 cm Durchmesser, Stiel ~ 5 cm lang, längsfaserig, +/- hohl. Grau bis ocker, im Sonnenlicht evtl. ein ganz schwacher Grünton. Sehr charakteristische, wie ich finde, Lamellen.

    Vielen Dank für's Anschauen und für Vorschläge.


    Als Bonus gab's noch Besuch vom See. Beim Sturzflug in den Buchweizenacker in der seltenen Ansicht von oben. Leider nur mit Makroobjektiv.

    LG, Bernd

    Moin, mal ne dumme Frage - kann man denn einen mickrigen Klapperschwamm bei Pilz 1 auschließen? Die Wuchsform passt m.E. nicht zu allen sonst dazu gemachten Angaben.


    LG, Bernd

    Moin,


    allzu kalkhaltig ist es an der fraglichen Stelle schon nicht mehr, aber vorhanden. Schwarzerle, Faulbaum, Moorbirke, Fichte - alles recht niedrig im Wuchs.


    Mitgenommen habe ich keinen und auch keine Serie der Alterstufen (die sich farblich aber nicht unterschieden). Vermutlich wird es bei sp. bleiben. Ansonsten gab es noch im etwas kalkigeren Bereich mit Kiefer und Wacholder Entoloma cf. moegeotii, von der ich dies mal keine Bilder gemacht habe.


    Danke für's Anschauen und eventuelle Vorschläge,

    LG, Bernd

    Moin,


    Wikipedia is leider mittlerweile in vielen Sachen kaum noch als Quelle zu gebrauchen, weil einfach Sachen aus anderen Sprachen übersetzt werden, nicht aus der heimischen Literatur. Mit den Bildern ist es noch schlimmer, das im vietnamesischen Wiki-Artikel stammt aus Deutschland, das im japanischen und russischen aus Litauen.
    Allerdings hat der vietnamesische Artikel sogar einheimische Links, teils tot und teils wenig aussagekräftig, aber nach kurzer Suche bin ich in einem der verlinkten Journale auf das hier gestoßen, sogar mit einem Bild der Pilze vom Autor selbst und Preisangaben (1 kg ~ 2 €) - ob das nun unser Gallenröhrling ist?

    Nấm tràm - 'lộc' trời ban tặng
    Ở nhiều làng quê của H.Bố Trạch ( Quảng Bình ) như: Cự Nẫm, Vạn Trạch, Tây Trạch... có một món ăn thuộc hàng đặc sản nhưng lại rẻ chỉ ngang một mớ rau. Đó là…
    thanhnien.vn

    Dann noch vereinzelte Semesterarbeiten o.ä. wo Nam-Tram (T. felleus) mit Herkunft aus Provinz XY im Thema ist. Also ich glaube schon, dass der in Vietnam vorkommt und Thailand ist nur wenig entfernt.


    LG, Bernd

    Hallo Jonas, ich kenne hier niemanden, der sich beim Pilzesammeln Sorgen um die Reste von Tschernobyl machen würde. Mir sind aber auch keine Messungen zur eventuellen Belastung bekannt. Allerdings war es wohl so, dass die Wolke hier ohne Niederschlag drübergezogen ist und der Fallout durch Niederschlag erst viel später zum beachtlichen Teil in Bayern niederging. Also radiaktive Belastung würde ich aktuell als kein Thema im Baltikum ansehen.


    Giftige Verwechslungspartner, die es in D nicht gibt, gibt es m.E. nicht.


    LG, Bernd

    Moin, der Duden hat keinen Rechtsanspruch auf die deutsche Sprache und selbst wenn es den geben würde ...


    zur Sprache gehört sowohl die Idee, allgemein verstanden zu werden, als auch die Möglichkeit, nur von bestimmten Gruppen verstanden zu werden. Sei es regionaler Dialekt, Altersgruppenslang, Fachsprache z.B. von Ärzten, die ihren Patienten lieber nicht so genau sagen wollen, was sie meinen diagnostiziert zu haben ... Und hier gibt es im Forum (und in Nachbarforen) eben die Perser als eins der ganz wenigen neu kreierten (neuinterpretierten - weil die Perser und speziell die Jubelperser gibt es ja sehr wohl als hauptamtliches Wort im Deutschen) Wörter.


    Der Duden maßt sich ja auch nicht an, eine Liste aller zulässigen Sätze zu publizieren, die man aus Wörtern nach Regeln der Morphologie und Syntax bilden kann.

    Ebenso kann man aus den Phonemen und Morphemen der deutschen Sprachen nach diversen Regeln der Wortbildung ständig neue Wörter bilden. Darunter Abkürzungen und Akronyme, die dann zu eigenen Wörtern werden: manche sind aussprechbar, wie NATO, LASER, RADAR, UNO oder eher weniger wie BVerfG. Kurz, der Duden kann auch rein sprachwissenschaftlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit der deutschen Lexik erheben, da es sich dabei um eine Menge unbegrenzter Größe handelt.


    LG, Bernd

    Moin,


    willkommen. Wußte gar nicht, dass das arabische Merhaba auch im Türkischen verwendet wird ...


    Für die Suche nach türkischen Pilznamen kannst Du versuchen, den wissenschaftlichen Namen zusammen mit der Einschränkung nur auf Seiten in der Türkei suchen als Anfrage zu verwenden. Nicht sehr üppig das mit den Pilzen in der Türkei - oder Google hat kein Interesse an türkischen Seiten? Dabei dürfte die Artenvielfalt diejenige in Deutschland weit übersteigen ...


    Die Anfrage sieht dann so aus Amanita rubescens site:tr. Da finde ich nach einigen wissenschaftlichen Arbeiten auf Englisch dann auch Kizilbacak Mantari

    unter den Ergebnissen. Für weniger bekannte Arten dürfte es schwer werden, türkische Namen zu finden.


    LG, Bernd

    Moin, die Lebensdauer dieser Saftlinge ist ja nicht lang, wenn da nicht häufiger als wöchentlich gemäht wird, schaffen es schon einige zur Reife. Seit wann gibt es denn den Mähroboter und hat sich damit die Mähfrequenz erhöht?


    Wenn der Rasen seit Jahren in ähnlicher Frequenz gemäht wird, dann könnte man sich fragen, ob die Saftlinge trotz oder wegen des Mähens da wachsen. Also wenn gar nicht gemäht würde, würden sie garantiert verschwinden ...


    Bei dem zweiten könnte ich mir Papageiensaftlinge vorstellen.


    Die pragmatische Lösung wäre Stöckchen in die Erde stecken, damit die Hinderniserkennung anspringt und das Objekt umfährt ...



    LG, Bernd

    n'Abend miteinander,


    auf einem aufgelassenen Hof habe ich einen mir unbekannten Röhrling gefunden. Bei Eiche, Linde und Fichte. Ich bin geneigt, die Fichte auszuschließen, denn davon habe ich hier genug und ich hätte diese Art auch schon woanders gefunden, wohingegen ältere Eichen und Linden knapp sind.

    Leider sind beide Pilze befallen, was die Röhren überdeckt. Aber vielleicht ist das ja ein artspezifischer Befall? Hutdurchmesser 4...5 cm. Hut samtig bis ledrig. Keine Verfärbung im Schnitt. Geruch pilzig unauffällig, ähnlich wie Marone. Alles andere ist wohl zu sehen. Ach ja, der Boden ist ziemlich mager, leicht kalkiger, teils lehmiger Kies.

    Vielleicht hat ja jemand eine oder zwei Ideen. Danke für's Anschauen und beste Grüße,

    Bernd

    Moin allerseits,


    diesem da

    Wo Goldmistpilze wachsen, sind Saftlinge jedenfalls seehr weit weg.

    möchte ich widersprechen. Magerwiese + Vieh → Mist ergibt Goldmistpilze neben Saftlingen. Hab ich aktuell nebeneinander mit nur wenigen Metern Abstand ...


    LG, Bernd