Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits,


    der Beleg davon ist mittlerweile im Herbarium BILAS (51750) gelandet und hat einen Namen bekommen. Entoloma byssisedum hat sich bestätigt, der soll sogar recht häufig sein.


    LG, Bernd

    Hallo Frank, das hilft geringfügig weiter. Damit gibt es eine Erwähnung in LT und eigentlich nichts in den anderen beiden Ländern. Dass der Pilz hier eher selten ist ergibt sich aber auch schon aus der oben verlinkten Verbreitungskarte von Polen - das normalerweise deutlich besser kartiert ist als LT,


    LG, Bernd

    Hallo Thorben, herzlichen Dank. Scirrhia rimosa ist kurioserweise eine der hierzulande am frühesten dokumentierten Pilzarten, von Jundziłł 1833 [Erstbeschreibung war 1805 als Sphaeria rimosa]. Seitdem scheint es aber nichts mehr dazu zu geben. Pilze-Deutschland hat 26 Datenpunkte. Und die Arbeit "What is Scirrhia?" Crous et al. 2011 hat nur einen historischen Beleg zur Untersuchung, aber für diese Arbeit trotz Suche keinen Neufund von Scirrhia rimosa. Also wohl doch eine relativ seltene Art, bzw. wohl meistens übersehen oder außerhalb des Interessenbereichs. Auch bei den Holländern, die ja nun wirklich viel Schilf haben, sieht es dünn aus https://www.verspreidingsatlas.nl/1207010


    LG, Bernd

    Hallo beli, hallo Frank,


    vielen Dank für den Wegweiser. Der wächst an manchen Stellen tatsächlich so büschelig, wie das bei barba-jovis zu erwarten ist. Auf KOH habe ich keine Reaktion.

    anbei noch ein paar Bilder von heute

    und mit Lineal, dies aber farbentstellt bei Kunstlicht

    K. barba-jovis wäre, soweit ich sehe, eine neue Art nicht nur für Litauen, sondern auch das ganze Baltikum.


    LG, Bernd

    n'Abend miteinander,


    an toter Eberesche wächst dieser Rindenpilz. Von solchen Stacheldingern auf Rinde gibt es ja nun etliche, die im Allgemeinen mikroskopflichtig sind. Allerdings haben die meistens glatte [in fotografischer Auflösung] Stacheln. Ist der Umstand, dass dieses Exemplar hier deutlich auffasert, relevant und wenn ja, in welche Richtung könnte das gehen. Beleg habe ich nicht mitgenommen, der ist aber leicht wiederzufinden.

    Vielen Dank fürs Anschauen und eventuelle Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo Björn,


    es ist aber doch offensichtlich, dass man bei unterschiedlicher Umschreibung des Rechtecks auch, und je nach Form sogar bevorzugt, den Quotienten der Spore verändert. Nimm einfach die mittlere Spore aus FEb5, die X-förmige, und drehe das Rechteck nach links um ~30°, bis die längste Ausdehnung (aka Diagonale) der Länge des Rechtecks entspricht. Man erhält dann einen kleineren Quotienten als im aktuellen Fall.


    LG, Bernd

    Man kommt auf etwa 10-20% Abweichung, wenn man die Linien in den angebildeten Beispielen anders legt ("diagonal"). Ein systematischer Fehler [nicht im Sinne von falsch, im Sinne von Abweichung in der messtechnischen Fehlerbetrachtung] der vor der statistischen Abweichung kommt. Nicht so arg viel. Aber wenn man bedenkt, dass zum Bleistift die Unterscheidung von Entoloma incana zu Entoloma vera bei etwa 20% abweichender Sporengröße liegt ...


    LG, Bernd

    Hallo Raphael und Peter,


    danke, das bringt jetzt ein bißchen mehr Klarheit. Nur Raphaels

    Zitat

    "Um die restliche Spore macht man ein Rechteck. Dieses wird definiert von der längsten Linie, die zweite Linie ergibt sich in einem 90° Winkel."

    stimmt dann überhaupt nicht mehr bei nahezu quadratischen Sporen. Die längste Linie ist nämlich gerade diese Diagonale, die wir ja nicht benutzen wollen. Übrigens ist das bei allen 3 in FE5b gezeigten Bildern nirgends die längste Linie, die als Länge genommen wurde. Die Bilder in FE5b gehen mit dem Ansatz "lege ein Rechteck so um die Spore, dass die Fläche des Rechtecks minimal wird" konform.


    Es würde mich ja wirklich interessieren, wenn mehrer Pilzler unabhängig voneinander ein Sporenbild auswerten, wie hoch die Abweichungen sind. Jeder hat ja so eine gewisse Vorstellung davon (so wie neulich bei dem "Mehlgeruch"), die dann aber konkret, wenn man sich als Unkundiger outet und danach fragt, deutlich voneinander abweichen.


    Stellt sich die Frage - wenn es noch nie sauber definiert wurde - wie zuverlässig sind dann die Sporenmessungen.

    Zitat

    Da jetzt etwas Neues festlegen macht wenig Sinn, auch wenn es sicherlich andere Methoden geben würde um die Messung zu definieren. Die gesamte Literatur müsste dann überarbeitet werden weil keine Sporenmessung mehr stimmt.


    LG, Bernd

    Es ist jetzt ja nicht so, dass ich in nächster Zeit Gefahr laufe, irgendwelche Sporen zu vermessen. Ich hatte aber mal mit ähnlichen Problemen bei weit komplexeren Formen zu tun (Körner in Hochtemperaturlegierungen, Rußpartikel).


    Nach Lesen der verlinkten Threads habe ich den Eindruck, dass überhaupt nicht definiert ist, wie man die Sporen misst. Nämlich genau so: längs und quer, aber nicht diagonal und ohne den Zippel.


    In diesem Bild hier https://forum.dgfm-ev.de/threa…e/?postID=37507#post37507, das von Wolfgang als "Gerade wenn Du in einer Kollektion 4- und 5-eckige Sporen gemischt hast" beschrieben wird, sieht man das Problem, dass Sporen eben 3D Dinger sind, die "4-eckigen" Sporen stehen einfach auf dem Kopf, während die 5-eckigen liegen.


    Die Idee, dass man ein Rechteck um die Sporen malt, ist ja nicht schlecht. Einerseits, oben in Abb. 2, nutzt man als Längsausrichtung des Rechtecks die längste Linie, die man in die Spore hineinprojizieren kann und dann rechteckig dazu die Breite, nicht der Spore, sondern des Rechtecks. Andererseits wird in dieser Vermessung https://forum.dgfm-ev.de/threa…e/?postID=37510#post37510 ausdrücklich nicht die längste Linie ("Diagonale") verwendet. Würde man hier ähnlich verfahren, müsste man oben in Abb. 2 das Rechteck um 30° nach rechts kippen, und dann messen.


    Ich werfe mal so als Idee in den Raum, dass man die Lage des Rechtecks mit einer Optimierungsaufgabe (minimal mögliche Fläche oder minimaler Umfang) automatisch festlegen könnte.


    LG, Bernd

    Haha, Theoretiker machen doch sonst keine Fehlerbetrachtung :D Warum sollte man die Breite in Bild 2 eigentlich waagerecht zwischen dem umgebenden Rechteck messen? Wäre es nicht naheliegender eine Breite zwischen den Außenkanten der Spore zu messen? Entweder waagerecht, oder in diesem Fall um -20° geneigt. Und warum haben dreidimensionale Objekte eigentlich nur 2 Parameter, wenn die doch gar nicht rotationssymmetrisch sind?


    LG, Bernd

    Hallo Harald, es ging ja nicht um eine Bestimmung bis auf Artebene. Soweit ich sehe, kommen mit den makroskopischen Merkmalen mindestens 5...6 Arten in Frage. Allerdings finde ich die Umwandlung der Hutoberseite doch schon sehr spezifisch - dazu sagt die Literatur, die ich gefunden habe, nichts. Hier hoffe ich, dass jemand mit Erfahrung da was zu sagen kann. Ist sowas artspezifisch, witterungsbedingt oder gar irrelevant? Oder einfach nicht beachtet?


    LG, Bernd

    N'abend miteinander,


    FlorianK hatte sich ja neulich geäußert, dass man die Saftlinge durchaus makroskopisch einkreisen kann. Und da es mittlerweile deutlich pilzärmer geworden ist, versuche ich mal einen historischen Fall aufzurollen :D


    Zudem bin ich über dieses Video

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    der britischen Mykologen auf diese Bestimmungshilfe gekommen https://sxbrc.org.uk/recording/keys/waxcaps/ (wo ich erhebliche Lücken in meinem Pilzenglisch sehe). Und hab mal versucht die Daten (soweit vorhanden) einzufüttern - als beste Optionen erhalte ich hier calciphila und substrangulata ...


    Zunächst ist das ein ziemlich kleiner Pilz, die größten Exemplare waren kaum 15 mm im Hutdurchmesser, die kleineren unter 10 mm.

    Sehr auffällig der radialgefaserte Hut im jüngeren Stadium (3.10.)

    die etwas älter ganz anders aussieht (13.10.) - wie man an der Umgebung erkennen kann, sind das exakt die gleichen 3 Pilze

    Geruch und Geschmack unauffällig, sofern man bei so kleinen Dingern da überhaupt was erkennen kann. Die Lamellen sind heller, schwach herablaufend bis angewachsen. Der Stiel gelb bis orange.

    5.10.

    10.10.


    danke für's Anschauen und Meinungen

    LG, Bernd

    Hallo Emil,


    ob man den Artikel vor Drucklegung zu lesen bekommt, ist prinzipiell Verhandlungssache. Das Problem dabei ist meistens, dass der Gesprächspartner zu weit unten in der Hackordnung steht, als dass er eine verbindliche Zusage geben könnte, die nicht doch wieder von irgendeinem Redakteur umgeworfen wird. Also eher keine Nerven darauf verschwenden, wobei man bei einem Lokalblatt auf Seite 4 noch gute Chancen hat, dass sogar die Überschrift sachlich bleibt. Halte ein paar Bilder bereit, die Du zur Illustration anbietest - sonst läufst Du Gefahr, dass der Artikel mit falsch bestimmten Bildern "aus dem Internet" befüllt wird. Idealerweise sowohl Material zur Auswahl in Hoch- als auch Querformat. Die Bilder vielleicht im Voraus schon übersenden, dazu gibt es dann ggf. Rückfragen im Gespräch.


    LG, Bernd

    Vergleiche doch mal damit, vom vorigen Jahr



    B.

    Hallo Martin, wir hatten hier im Forum vor nicht allzulanger Zeit einen X. frustulatus mit leichter Hutbildung. Das scheint also schon irgendwie zu gehen. allerdings ist das hier doch sehr ausgeprägt und m.E. kommen noch ein paar Arten in Frage, angefangen von Hymenochaete rubiginosa, der an Eiche häufig ist und zumindest oberseitig so ausssieht - ob der aber in jung unten so hell sein kann? Bei Xylobolus gibt es noch eine Art, die aber noch viel seltener zu sein scheint, aber mehr Hüte bildet https://www.pilze-deutschland.…erk-ma-curtis-boidin-1958

    LG, Bernd

    Hallo, zweifellos eine gealterte Koralle, in etwa 2 m Höhe im Moos auf schräg wachsender Salix fragilis. Etwa 15-20 mm hoch. Normalerweise schwärzen die Dinger doch nicht sondern sacken in sich zusammen, oder? Eigentlich dachte ich an Lentaria sp. Es hat zwar drei Tage nicht geregnet, aber bei trotzdem feuchter Luft und Nebel. Jedenfalls keine Dürre.

    Am Ansatz scheint die rötlich zu sein, was dann gegen Lentaria sprechen würde, aber auch das kann natürlich Alterung sein.

    Das weiße Zeug wollte mal Schnee werden.


    LG, Bernd

    Hallo Frank, dann fällt mir noch Pholiota lenta ein, denn ich neulich auch für eine Cortinarie gehalten habe (nicht, dass ich viel Ahnung von Pilzen hätte). Einige Bilder sehen ja schon aus, als wäre da Schleim auf dem Hut. Wobei deren Stiel etwas flockiger sein sollte. Sporenpulverfarbe im Großraum "braun" stünde dem nicht entgegen. Ansonsten vielleicht eher Hebeloma als Cortinarius?


    LG, Bernd