Beiträge von kruenta

    Hallo Björn, es kann ja gut sein, dass Byssinectra auch ellpisische Sporen haben darf und nicht solche spitz zulaufenden spindelförmigen wie bei Dir. Dass die von mir gezeigten Sporen jedoch nicht ellipsoid sind - in dem Maße, wie das in der Natur eben vorkommt - möchte ich aber bestreiten und als Beweismittel eine mathematische Ellipse drübergelegt beibringen

    8*20 war mein Mittelwert


    LG, Bernd

    N'abend,


    eigentlich wollte ich ja mal schauen, ob ich im Moorwald an den Heidelbeeren u.a. an Torfmoos die Monilina baccarum finde - die gab es nicht. Dafür jede Menge feucht gehaltener Dungbestände. Von denen ich einige der größeren Arten, die man frei Hand präparieren kann, unters Mikroskop geschoben.


    1) Dazu hätte ich makroskopisch Byssinectria gesagt. Unter Elchdung.

    Lupe

    mit vielen dunklen Fremdsporen, kann daher kommen, dass die alle in einer Dose waren ...


    Allerdings sind die Sporen ellipsoid 7,5-9*18-22 und nicht zugespitzt, Asci 170-220 µm, Paraphysen 3-4 µm dick, apikal orange und dicker 5-7 µm, gebogen bis 45°. Die Paraphysen würden ja so schon zu B. fusiformis passen, aber die Sporen von der Form her eher nicht. Den Beitrag (Byssonectria terrestris) und die verlinkte Literatur habe ich gelesen. Vielleicht geht das in Richtung Cheilymenia cf. granulata?


    2) ein Ascobolus an Elch, bis 1,5 mm groß

    Asci 170-250, Sporen (8) ellipsoid, hyalin→violett, 16-18*7,5-9 µm. Das ist wohl wieder A. sacchariferus oder evtl. A. cf. stercoarius, sieht aber schon weißlich aus ...

    3) ein langhaariger Becher auf Hirsch

    Lupe

    Haare bis 0,8 mm lang, Asci 180-260 µm, J-, Sporen 19-23 *8-10, teils mit Schicht außen, Paraphysen 2 µm, keulig verdickt, hier bin ich bei Lasiobolus macrotrichus

    mit Jod


    4) ein kürzer behaarter weißer Becher auf Reh, Makro

    Lupe

    Haare 0,3-0,5 mm, dickwandig 4 µm, 20-30 µm breit, Asci (8) 110-180 * 15-25 µm, Sporen 23-25*9-10 µm, was mich zu Lasiobolus cuniculi führt.


    unter der Lupe habe ich noch einen winzigen weißen (vmtl.) Ascobolus gesehen


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    ein weiterer Versuch, einen Mistbecher näher einzukreisen. Vom Hirsch. Vor Ort, kugelig

    Unter "Lupe"

    von dem Exemplar wurde die Probe entnommen

    Sporen 18-20*9 µm. Schmale pigmentierte Paraphysen, teils geringfügig dicker am Ende.

    Ich komme, wenn ich im (heimischen) Schlüssel "weißlich" statt "andersfarbig" wähle, zu A. sacchariferus. Allerdings kann ich nicht erkennen, wo da Zucker getragen wird. Vermutlich kommen noch ein paar andere Arten in Frage?


    LG, Bernd

    Hallo Aretah, dass es da Andeutungen von Ornament gibt, habe ich übersehen. Eigentlich war ja Ascobolus mein erster Gedanke (eine der wenigen Gattungen, von denen ich schon mal gehört habe :D ), aber die Schlüssel verlangten kategorisch ornamentierte Sporen. Bei den Temperaturen sollte die Reifung schnell gehen, muss ich morgen mal Nachschub holen.


    Danke und LG,

    Bernd

    N'abend miteinander,


    bei dem haarigem Mist relativ großer Abmessungen (die Klinge ist 9 cm lang), mit größeren Knochenstücken, vermute ich Wolf - die Haare könnten zu Dachs gehört haben, von dem sind zwei Burgen in der Nähe.

    Daran wächst ein fleischiger Becher in Clustern, so bis 2 mm groß.

    Die Mikrobilder stammen sämtlich von eingetrockneten und rehydrierten Exemplaren. Asci 120-170 µm lang, 8 Sporen in einer Reihe, Sporen 15-18 * 7-8 µm groß, mit dicker Schale, die hyalin bleibt, glatt, jedenfalls kann ich keine Ornamente erkennen. Wenige freie Sporen, die meisten sind noch nicht reif und teils deutlich kleiner.


    in Wasser, lange, dünne pigmentierte Paraphysen

    etwas BWB dazu, wohl zu wenig?

    mit Jod, J-


    LG, Bernd

    N'abend allerseits,


    bei sommerlichen Temperaturen hab ich mir mal ein Stündchen im Moor gegönnt, die Torfgränke sollte ja jetzt in voller Blüte sein.

    Hochmooriges

    Am Moorsee

    Torfgränke

    Wollgras in Blüte

    Monilinia oxycocci auf dem Schwingrasen

    Mikros

    Asci 8-sporig

    Die Sporen sind 11-12 * 4-4,5 µm groß


    Dann habe ich an einer Stelle das Gehölz des Heidekrauts angeschaut, da sollte Godronia callunigena dran wachsen. Vereinzelte sehr winzige Becher waren zu erkennen, bis 0,6 mm groß, nicht im Büschel wie Godronia ribis.

    Keine Ahnung, ob es diese Art ist, aber so viel was anderes kommt da wohl nicht in Frage.

    Unterm 10er

    Paraphysen

    Das könnte ein Ascus sein mit länglichen Sporen drin, oder auch nicht. Freie Sporen waren nicht zu sehen

    Gartenschläuche oder so ...


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    wie lange halten sich Pilze aus fremdem Klima in dem Tropenhaus? Das Tropenhaus ist ja eher auf die Bedürfnisse von Tieren und ggf. noch Pflanzen ausgerichtet, oder? Wie oft kommt da Nachschub an Pflanzen (mit Boden) und woher? Oder kann man ausschließen, dass sagen wir mal in den letzten 24 Monaten Zufuhr aus China/Vietnam/Malaysia etc. pp. kam?


    LG, Bernd

    Hallo Felli, ich habe von der Materie ja nun gar keine Ahnung, aber da ich gerade auf der Suche nach einer ähnlichen Art (stelle ich vielleicht zum Abend ein), habe ich sowohl die Tiefen des Forums und einige Schlüssel durchgeschaut. Sollten die Sporen von Thecoteus nicht deutlich apikulat sein? Dann wäre vielleicht als Gattung eher in Iodophanus zu suchen?


    Es wird schwer werden in dieser Rubrik ohne den Großmeister.


    LG, Bernd

    In diesem Jahr ist der Pilz an Johannisbeere wieder reichlich vertreten, allerdings nicht mehr an dem eingangs gezeigten Strauch - der ist hinüber.

    Nach mehreren erfolglosen Versuchen mit noch unreifen Pilzen, hatte ich in den letzten Tagen auch freie Sporen (30-35 µm lang), die zu Godronia ribis passen.

    Danke an Anna für den Wegweiser.


    LG, Bernd

    Hallo Frank,


    ich hab die Sporen nochmal nachgemessen. Von gut erkennbaren ~30 Stück erreicht eine knapp 5,5 µm, die anderen sind unter 5 µm. Mein Meßergebnis bleibt bei 4,5 * 2 µm. Schnallen sind vereinzelt zu sehen, in diesem Ausschnitt mittig sogar ganz gut. Sichtbar sind auch Basidien, z.B. oben links


    Danke und Gruß,

    Bernd

    Hallo Stefan, danke für den Hinweis. Die Sporengröße (Angaben bei Pilzflora-Ehingen) würde aber trotzdem eher auf P. cinerea hindeuten. Ich belasse es einstweilen bei cf.


    Liebe Grüße, Bernd

    N'abend,


    auch an Lindenast in der Streu diese gräuliche Kruste


    Sehr auffällig die großen und oft freien Lamprozystiden.

    Sporen sind spärlich vorhanden, 6-8 * 2,5-3 µm.


    Das könnte soweit zu P. cinerea passen. Vielleicht aber auch noch zu einigen anderen Arten?


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    an einem Lindenzweig in der Laubstreu habe ich diesen Rindenpilz mit ~3 mm langen Stacheln gefunden. Nur resupinat, über etwa 30 cm, kaum fleckig. Farblich und stachelig hat mich der an Gloidon strigosus erinnert, aber die Hutbildung fehlt und das Wachstum im Dunkeln ist auch nicht so passend. Die alten Stacheln sind schwarz.

    bei Kunstlicht und offensichtlich auch etwas getrocknet

    Zuwachskante kaum ausgeprägt


    Präparat von einem größeren Stachel, da konnte ich nichts sinnvolles erkennen

    von der Spitze eines ganz kleinen Stachels am Rand


    Die Sporen sind etwa 4,5*2 µm groß, ganz vereinzelt sind Basidien als solche zu erkennen, mit 4 Sterigmata. Schnallen habe ich keine gesehen.

    In manchen Bereichen sind viele Kristalle angelagert

    Ich habe keinen Arbeitstitel.

    Danke für's Anschauen und ggf. Vorschläge.


    LG, Bernd

    Hallo Marcel, die Sonne scheint doch aber in jeder Höhe dafür aber nicht von allen Seiten. Und warum es in so einer Plantage zu einer plötzlichen Freistellung kommen sollte, ist auch nicht ersichtlich, da die auf einem Forstacker (aka Kahlschlag) gleichzeitig gepflanzt wurden.


    Auffällig scheint zu sein, dass es nirgends zu Bruch oder Zwieselbildung gekommen ist (oder die wurden schon geräumt).


    Wie wäre es denn mit Schneebruch der obersten seitlichen Triebe? Oder Bruch nach Eisregen?


    LG, Bernd

    Hallo, das könnten schon Spuren von Wild sein, als die Bäume deutlich jünger waren, so 3-5 m Höhe. In der Höhe bringt man bei jungen Bäumen die Repellenten auf, damit das Wild die Spitzen nicht abfrisst. Könnte das ein ungeeigneter, schadhafter Repellent gewesen sein? Das würde eher erklären, warum wirklich jeder Baum betroffen ist - Wild ist da nicht so gründlich.


    Harz abzapfen ist das nicht, das macht(e) man nur bei Kiefern, und auch da eher bei älteren Bäumen. Das wäre nicht allseitig und würde klare Ablassrinnen zeigen.


    An solchen schorfigen Stellen sollte das Lachnellula resinaria sein.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits und frohe Ostern,


    an liegender Eiche, +/- unterseits wächst ein winziger haariger und versponnener weißer Becher. Die Becher sind bis 0,4 mm groß und, wie fast alles was ich an Bechern unterm Glas hatte, unreif. Fand ich sehr schwer zu präparieren ohne gleich morsches Holz mit einzubringen.

    in situ


    "Lupe"

    Hellfeld


    keine Ahnung, was das für Teile sind, vielleicht die Haare vom Rand?

    J+, leicht violett gefärbte Ascus-Spitze, Ascus ~85 µm lang

    Der Schlauch lässt sogar schon Sporen erahnen



    LG, Bernd

    Hallo beli,


    danke für den Vorschlag. Die Art ist in dem litauischen Buch zu Gasteromyceta gelistet - leider fehlt mir die Seite mit der Artbeschreibung. Wenn Dein Fund so ähnliche Sporenmaße hatte, dann kann das gut hinkommen - denn ansonsten hatte ich den Artikel "Species Diversity of Lycoperdaceae (Agaricales) in Israel ..." von 2023 als Referenz genutzt und die geben dort deutlich größere Sporenmaße an


    und deren Sporen sind viel feinwarziger.


    LG, Bernd

    Hallo Marcel, das ist auf jeden Fall eine Art, die ich selbst noch nicht gefunden habe. Und kein G. quadrifidum, der ist ziemlich klein und hat weniger Lappen - idealerweise 4 -deswegen "quadri". Ich komme mit den Angaben zu keinem Ergebnis, was aber wohl eher an mir als an den Daten liegt, sehe aber derzeit nichts was gegen oder unbedingt für G. pectinatum sprechen würde.


    LG, Bernd