Beiträge von kruenta

    weitere Bilder, zunächst noch ein Ausschnitt vom 1. Präparat mit einer Basidie


    und dann ein Präparat von weiter unten, wo ich erwartet hätte, dass das ein steriler Teil ist, in Kongorot,

    ganz vereinzelt sind Schnallen zu sehen, bei den Sporen erscheint die Rauheit deutlich geringer, der Rand ist mit irgendwelchen Härchen bedeckt


    Damit steht wohl dem von Karl vorgeschlagenen Clavulinopsis laeticolor nichts im Wege? Die Sporen werden beschrieben "Spores 5.5-6.5 x 4-5 µm, smooth, subglobose to pyriform, apiculate"

    LG, Bernd

    Moin, diese Keule sieht rein makroskopisch kaum anders aus als die vorige, stammt aber von der üblichen Wiese am Hof und ist früher geerntet worden, am 26.9. (die Nr. 1 aus diesem Beitrag Mehr interessantes von der Wiese ), aktuell im trockenen Zustand ~45 mm lang.

    Die sieht für mich als Mikroskopieranfänger ganz anders aus als die andere. Es sind Unmengen an ziemlich runden Sporen 4...5 * 5...6 µm vorhanden, die irgendwie rau/feinwarzig sind, was sich aber nicht im Profil zeigt, sondern nur im Fokus aus "Ober- und Unterseite" - wie auch immer man das zu interpretieren hat.

    40er

    100er


    Vielen Dank fürs Anschauen und eventuelle Wegweiser,

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    hierzu weitere Fotos, der Pilz ist spät geerntet wurden, 7.11., also spät für hiesige Verhältnisse, eine Woche vorm Schnee, und hat vielleicht deswegen wenig Sporen

    zwei freie Sporen habe ich gefunden, die eigentlich nichts neues zeigen gegenüber den vorherigen Bildern, ~ 6*8 µm groß und glatte Oberfläche. Damit dürfte doch nun C. laeticolor klar sein, oder?


    LG, Bernd

    Moin, jetzt habe ich eine neue Probe genommen, diesmal nicht von der Spitze, sondern eher mittig und etwas Kongorot dazu getan. Damit sind die ziemlich großen (>15 µm breit) Hyphen superklar zu erkennen, schon mit dem 10er. Es gibt keine Schnallen. Basidien habe ich nicht viele gefunden, auffällig die kurzen vorderen Zellen. Sporen auch nicht, vielleicht 20 Stück, rund, birnenfömig bis fassförmig, 5-6 * 6-8 µm, glatt. Da das Telefon, mit dem ich sonst fotografiere, unterwegs ist, nur als Zeichnung.


    ausgebleichte Clavaria flavipes (straminea) oder flavostellifera

    die hatte ich eigentlich ausgeschlossen, weil die doch viel schlanker und aufrechter daher kommen. Meine Keulen waren aber am Ansatz ziemlich dick, oft bestimmt bis 6 mm. Beobachtet habe ich die über einen Monat lang, die hier eingangs gezeigten Fotos sind die ersten, das war nur wenige Tage nach dem Einsammeln vom (sehr spät geschnittenen) Heu.


    LG, Bernd

    Ok, danke Wolfgang, dann versuche ich die Tage mal ein neues Präparat anzufertigen. Wäre Anfärben hilfreich? Mikrobilder von Keulen sehe ich im Forum oft in Kongorot?


    LG, Bernd

    'nabend,


    eine kleine (max. 4 cm hoch) relativ gedrungene, sehr zerbrechliche Keule von der Wiese, die in Gruppen, aber nicht in Büscheln wächst und beim Altern stark dunkelt. Die Belege sind braun.

    Irgendwas in Richtung Clavaria fumosa, luteoalba, amoenoides hätte ich hier vermutet.



    Zu sehen kriege ich kräftige Strukturen, die anscheinend von einem Befall stammen.

    Sind das septierte Sporen, die von einem Schlauchpilz stammen? Immerhin mal deutlich erkennbare Strukturen :D


    das sieht aus wie irgendwelche Inkrustierungen



    Also keinen Plan,

    Danke fürs Anschauen,

    LG, Bernd

    noch ein paar Versuche, die Sporen ins Bild zu kriegen. Bei mehreren ist der Apendiculus zu sehen oder wenigstens zu erahnen.


    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang, danke, dann schaue ich mal, ob ich die Sporen isoliert kriege.


    Das mit der unsymmetrischen Beleuchtung ergibt sich dann schon. Vermutlich liegt es auch nicht am Kondensor, sondern an der Taschenlampe, die in den Lichschacht geklemmt ist - die Originalbeleuchtung fehlt, bzw. es gibt nur ein leeres Zusatzgehäude, das dann aber den Stellplatz verderben würde. Bei höheren Auflösungen ist die Ausleuchtung OK, sodass ich aktuell da keinen großen Handlungsbedarf sehe. Und dann gibt es ja auch noch ein ganzes Bündel von nicht erkundeten Stellschrauben ...


    LG, Bernd

    Hallo Björn, Danke, das hilft weiter. Stammen die von dem Pilz, oder liegt das an unzureichender Reinigung des Deckgläschens?


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    von einer Magerwiese von Anfang November stammt diese Keule.

    Anfangsverdacht war Clavulinopsis helvola/laeticolor

    Präparat

    Schnallen kann ich keine finden, wobei es nicht so allzuviel Stellen gibt, wo es denn welche geben könnte. Das spricht nicht gegen Clavulinopsis.

    Überall nahezu kreisrunde Sporen verschiedener Größe (also wohl vielfach unreif) bis zu 4 µm im Durchmesser, glatt, womit C. helvola raus ist. C. laeticolor konnte passen.

    Was ist das hier? Auch Sporen? Reife? Bis zu 7 µm lang, bis zu 5 µm breit.


    Danke fürs Anschauen und ggf. Kommentare zu Bestimmung und Mikroskopie,

    LG, Bernd

    ich hab mal noch ein Präparat gemacht, eine Lamelle mit der 2-Rasierklingen-Technik zu filetieren.


    Das sieht dann so aus

    mit dem 40er

    hier ist die Lamelle mittig aufgefasert

    mit 100er eine einzelne Basidie noch mit Spore


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    vom Spätsommer/Frühherbst liegen noch einige Entolomas rum, bei denen ich beim Trocknen durcheinandergekommen bin, was genau wann wo wuchs. Auch die Zuordnung zu den Bildern vor Ort, so es sie denn gibt, ist schwierig. Ungeachtet dessen kann man sich aber die mikroskopischen Strukturen anschauen, um sich für die nächste Saison vorzubereiten.


    Dieses Exemplar hat trocken immer noch 18 mm Hutdurchmesser, Stiel 50 mm lang. Hut einfarbig grau-ocker feinfilzig, mittig mit Spitze. Stiel grau. Wie alles aus der Sammlung von der Wiese.


    1) Probe Lamelle

    40er


    100er

    Die Sporen würde ich als subisodiametrisch bezeichnen. Etwa 8 * 6 µm

    was ist das für ein großer Gnubbel in der Mitte?

    2) Probe Hut nähe Spitze

    alles 40er (was hier an Sporen zu sehen ist, kann auch von den anderen Entolomas aus der Kollektion stammen)


    die Hyphen sind auf alle Fälle dicker als 10 µm, inkrustierte Pigmente kann ich nicht erkennen


    Danke für Erläuterungen,

    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang, vielen Dank,

    ... deutet auf eine Telamonie hin. An dieser Stelle würde ich aufgeben ...

    das hilft weiter, wenn man sich nicht verrennen muss an Stellen wo es auch für Erfahrene nicht weitergeht. In den nächsten Tagen werde ich sicher noch öfter Anfängerfragen zur Pilzmikroskopie stellen.


    Mit Keimporus meinte ich das hier, die hier nach unten zeigende Öffnung der Amphore


    LG, Bernd

    'nabend allerseits,


    der Pilz Nr. 3 liegt immer noch auf meinem Schreibtisch und heute habe ich ein Schnipsel vom Hutrand unters Glas gepackt. Sporen sind jede Menge zu sehen, sonst finde ich aber nichts an zu deutenden Strukturen. Die Sporen sind sehr klein, so 7...8 * 4...5 µm, feinwarzig, mit leicht seitwärts gerichtetem Keimporus. Die Vermessung erfolgte relativ zum Durchmesser des Gesichtsfelds, der per Objektmikrometer in der höchsten Vergrößerung bei 170 µm liegt. Hilft das jetzt irgendwie weiter?

    LG, Bernd

    Hallo Frank, ich hatte die gerade unterm Mikroskop [heute die Sendung mit dem Zubehör von Andreas erhalten] und nichts gefunden, was [mir] irgendwelche Anhaltspunkte geben würde. Also nichts außer Hyphen mit teilweise keuligen Enden. Falls ich das korrekt interpretiere. Das Gesichtsfeld ist etwa 600 µm groß, mit dem 40er.

    Ausschnitt davon


    LG, Bernd

    Moin, seit knapp zwei Monaten ist Winter, zwischenzeitlich bis -25°C, aktuell eher um Null mit 30 cm Schnee. Heute war ich trotzdem mal schauen. Eine Auswahl:


    1) Seit dem frühen Herbst wächst an einer noch teilberindeten toten Fichte dieses flauschige Etwas, dass ich Richtung Tomentella verordnen würde ( Tomentella )?

    2) Hohenbuehelia unguicularis an bekannter Stelle, schon etwas mitgenommen

    3) Hyphodontia barba-jovis

    4) vermutlich Cyphellopsis anomala, am noch stehenden Substrat

    5) Encoelia furfuracea, seit mindestens Ende Oktober an dieser Stelle zu sehen

    6) Postia alni agg.

    7) Sarea resinae

    8) Steccherinum bourdotii

    und noch was für die Saunafreunde, das dazugehörige Eisloch :D

    LG, Bernd

    Moin, dieser Tage ist mir ein Mikroskop zugelaufen, etwas älter (80er) und nicht ganz komplett, aber edel - ein Orthoplan. Okulare GW10, 5er Revolver mit Standardausstattung Pl 2,5, Pl 10, Pl 25, Pl 40 und Pl Apo 100 Öl, Tubus 170 / 1,25. Lampen fehlen, aber eine LED Taschenlampe reingeklemmt reicht. Da ich derzeit weder Gläschen noch Immersionsöl habe, nur Versuche auf Plastiklineal, trocken, gezupft, mit 40er, mit Handy durchs Okular fotografiert.

    1) Thekopsora areolata, Sporen, die etwa 20 µm lang sein sollten


    2) Geoglossum cf. cookeanum, frisch eingesammelt, aber der hat schon einen Monat Schnee hinter sich, Sporen habe ich nicht gefunden


    Einen guten Rutsch allerseits!


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    zur Zeit habe ich gerade ein inverses Pilzbestimmungsproblem - ich habe eine Bestimmung und muss nun den Pilz dazu suchen :D


    Eingesammelt habe ich den Pilz nämlich nicht selber, sondern eine Studentin, die einen Bachelor über Boviste s.l. auf Magerwiesen s.l. schreiben will/soll. Und dazu auch Beifang einsammelt entlang einer Transekte. Der habe ich die Boviste auf meiner Wiese gezeigt. Die Bestimmung der Entoloma stammt von deren Betreuerin. Nun gibt es zu dieser Art nicht viel, die ist in den Karten von pilze-deutschland und auch im Forum, selbst in Karls Depot anscheinend nicht vorhanden, FE5b habe ich nicht. Im Netz finde ich immerhin einen Artikel aus dem Iran mit Bildern. Auf dem Fensterbrett liegt noch ein Bündel trockener, nicht eingetüteter (aber auch noch nicht verkompostierter) Entolomas, wo die genaue Zuordnung (also alles von 6 ha Wiese, das ist klar, aber wann und wo genau) abhanden gekommen ist. Davon scheint einer nicht übel zu passen. Und Fotos gibt es sicher auch ein paar Tausend die durchzusuchen sind. Da werde ich in den kommenden Tagen vielleicht ein paar Verdachtsfälle posten.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    die Nummer 1) ist als einer der wenigen Saftlinge von meiner Wiese im Herbarium BILAS gelandet und wurde zu H. constrictospora bestimmt, was eine neue Art für Litauen darstellt. In Deutschland ja auch nicht allzu häufig kartiert.


    LG, Bernd