Hallo Martin, Deinen Argumenten kann ich jetzt folgen und möchte Dir hinsichtlich P. britannica zustimmen.
LG, Bernd
Hallo Martin, Deinen Argumenten kann ich jetzt folgen und möchte Dir hinsichtlich P. britannica zustimmen.
LG, Bernd
Hallo Martin, tolle Funde hast du da. Also ich bin da schon bei leucophlebia, die Adern sind doch gut sichtbar, wenn auch nur im weißen Randteil. Ohne diese grünen schon selbst gesehen zu haben.
Allerdings frage ich mich bei den Peltigera des öfteren, ob das Artkonzept bei den einzelnen Arten nicht von Autor zu Autor genauso stark variiert, wie die Variabilität der Arten. Oder stärker.
LG, Bernd
Hallo Noah,
am grünlichsten von den heimischen Schlangen ist die Äskulapnatter, die nur wenige Vorkommen in Süddeutschland hat. 80 cm wäre dann ein relativ junges Tier.
Auch Kreuzottern sind sehr farbvariabel, die hab ich schon in blau, grau, braun und schwarz gesehen, vermutlich kann die auch grünlich sein, wobei aber bei grüner Grundfarbe die typische Zeichnung zu sehen sein sollte.
Für eine entwichene/ausgesetzte Fremdart, im Sommer ja durchaus möglich, scheint dein Fundort etwas weit weg von der Zivilisation zu sein?
LG, Bernd
Moin,
falls ich nicht ein Synonym übersehen habe, hat diese Art es noch nicht ins Forum geschafft. Recht auffällig und fotogen. Falls der Wunsch besteht, versuche ich auch Mikrobilder, ansonsten scheint der makroskopisch bestimmbar zu sein. Pilze-Deutschland hat nur 2 Funde.
Hier im Verbund mit einer Gallmücke, Didymonia tiliacea
LG, Bernd
Hallo Tonio, das mit den Fremdlinks funktioniert aktuell im Forum nicht richtig. Falls Du an einem Computer mit Maus oder Mausersatz arbeitest geht der Klick mit mittlerer Maustaste.
Ansonsten diesen Link kopieren und den Unterstrich aus http_s entfernen:
http_s://www.funghiitaliani.it/topic/94014-pycnoporellus-fulgens-fr-donk-1971/
LG, Bernd
Hallo Tonio,
mikroskopiert habe ich den noch nicht. Aber ich habe mal eine Fotoreihe der Entwicklung des Fruchtkörpers gezeigt (muss man nur ein bisschen blättern, weil da auch immer andere Sachen dabei sind) Diverse Kleinigkeiten Deine Exemplare sind halt schon etwas älter.
Sporenbilder habe ich hier gefunden, die sehen nicht so anders aus als Deine https://www.funghiitaliani.it/…lus-fulgens-fr-donk-1971/
LG, Bernd
Safrangelber Weichporling Aurantioporus croceus
Hallo Tonio, der wächst ganz anders in dicken Einzelfruchtkörpern mit ordentlichen Poren. Ich bin da ganz beim Andy. Außerdem scheint das mir eher Nadelholz zu sein. Was führt dich zu Laubholz?
LG, Bernd
Hallo Schrumz,
an den Kreuzenzian-Bläuling mag ich hier nicht glauben, wobei es schwer ist, den in diesem abgeflogenen Zustand zu beurteilen. Der sollte nicht so kräftige schwarze Flecken haben, diese Flecken sollten nicht so stark weiß umrandet sein, und auch das Durchscheinen der orangen Flecke auf die Vorderflügel würde ich als untypisch bezeichnen.
Ich könnte mir Polyommatus (Lysandra) coridon vorstellen, den habe ich aber selbst noch nie gesehen, also nur ein ganz unverbindlicher Vorschlag. Vergleiche mal hier
LG, Bernd
Hallo Christoph,
eine Holzsauna würde ich das wegen der paar Brettchen ja nun nicht gleich nennen.
Wenn das Holz da seit 50 Jahren montiert und immer noch in dem Zustand ist, wie gezeigt, dann hast du da eher kein Nässeproblem. Oder hast du die fehlenden Bretter abgemacht, weil sie anfingen zu zerbröseln?
Das was man da sieht ist wohl Pilzmyzel (oder gar Pflanzenwurzeln), etwas nach Schimmelpilz sieht nur der Fleck in Bild 3 oben aus, aber auch da bin ich mir nicht sicher.
Meine Vermutung ist ja, dass das ein Keller ist und Myzel/Wurzel von außen eingedrungen sind, und eigentlich gar nichts mit der Sauna zu tun haben. Ach ja, die Sauna wird elektrisch beheizt? Und vermutlich trocken betrieben?
LG, Bernd
Hallo Werner,
danke, der scheint in der Tat sehr gut zu passen, und gilt in der Gegend sogar als häufig.
LG, Bernd
Hallo allerseits, diese Rubrik ist ja mittlerweile ziemlich verwaist.
Von toter Kiefer habe ich mal einen Saftporling mitgenommen, der mittelgroß ist, einen auffälligen, angenehm pilzlichen Geruch aufweist und etwas weniger zäh als Leder ist ohne auffälligen Geschmack, bestenfalls etwas süßlich - jedenfalls nicht bitter oder scharf. Oberseits fein behaart. Auf Druck verfärbt der sich ins Rotbraune, ansonsten ist der Schnitt gelblich weiß mit deutlich erkennbaren Wachstumsschichten, an der Luft leicht gelblich/ocker nachdunkelnd. Mit KOH 20% sofort braun. Mit dem handgestrickten ca. 3% KOH die gleiche Reaktion nur deutlich langsamer. Poren 2-3 je mm, ~2 (max. 4) mm lang
links der Schnitt nach einigen Stunden, rechts - weißlicher - ein frischer Schnitt
KOH 20%
Unterm Mikro habe ich nicht viel gesehen, Nur 2 Sporen, die dazu gehören könnten, 4*2 µm, bohnenförmig und sonst Hyphen 2-2,5 µm
Es gibt ja eine ganze Reihe von rötenden Saftporlingen, von denen einige auch ein Porträt im Forum haben, allerdings habe ich da die geruchlosen ausgeschlossen und bei Postia guttulata heißt es, dass es keine Reaktion auf KOH gibt. Sodass ich erstmal auch keinen Arbeitstitel habe. Vielen Dank fürs Anschauen und ggf. zweckdienliche Hinweise.
LG, Bernd
LG, Bernd
Hallo allerseits, zu Nr. 4 habe ich weitere Belege geholt. Die sind jetzt schon deutlich am Altern mit rotbraunen Spitzen. Insgesamt mit unter 20 mm Höhe kleiner als in der Literatur genannt.
Die spezifisch geformten Basidien habe ich nicht gefunden, aber beim zweiten Anlauf wenigstens Sporen, mit 11-13*5 µm etwas kleiner als in der Literatur genannt. Etwas asymmetrisch, wie von Schild in den Pilzbriefen für var. helvella (https://wwwuser.gwdguser.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_8_14.pdf) gezeigt, sowohl mit Blasen als auch feinpunktiert.
Alles in allem ganz gut zu Tremellodendropsis cf. tuberosa passend.
LG, Bernd
Hallo Karl, vielen Dank für deine Erläuterungen und die Beispielbilder.
So wie beschrieben bin ich vorgegangen, zunächst einen dünnen (ob das den Anforderungen eines erfahrenen Mikroskopieres an "hauchdünn" darf natürlich in Frage gestellt werden) Schnitt von der Lamellenkante gemacht und diesen nur leicht angedrückt und zur Übersicht angesehen (allerdings ohne Fotos) und dann nach kräftigem Quetschen die Einzelheiten angesehen. Also solche reinen, sterilen Bestände an Zystiden hatte ich da nirgends gesehen. Aktuell sind keine jungen Exemplare mehr da, aber ich gehe davon aus, dass der nochmal einen Schub im Herbst haben wird.
LG, Bernd
Hallo Karl, danke für die Erläuterung. Sowas habe ich in der Tat nicht gesehen und wenn die von der Größe her ähnlich bei bei serratula sind, dann müsste man das ja schon mit Makrofotos sehen.
Heute habe ich noch Sporenpulver aus dem Abwurf angeschaut und eine stark gequetschte Lamellenkante in Kongorot - es gibt da schon vereinzelt abweichend aussehende Zellen, aber nicht so wie auf Karls Fotos.
nach Ausmessen der Extremwerte bin ich dann bei (7) 8-10 (11) [oben links im Bild die ganz lange Spore] * 5-6 (7) µm
ich hab die Bilder mal mit Buchstaben versehen, falls jemand dazu kommentieren möchte
a)
b)
c) gelegentlich septiert
d)
e) blasenförmige Zystide
f) gesellig mit Basidien
g) vereinzelt gibt es solch langen, schlanken (~4-5 µm) Strukturen mit eingeschlossenen Tropfen/Blasen
h)
Ich muss damit zwar meine Aussage, dass es keine Zystiden gibt, revidieren. Aber sie sind nicht so, wie es bei porphyrogriseum sein sollte.
LG, Bernd
Hallo Claudia, danke für den Vorschlag.
E. porphyrogriseum hatte ich zwischenzeitlich schon als Arbeitsname erwogen und makroskopisch scheint der ja gut zu passen, aber die dänische Seite schreibt
"med små sporer og en steril æg med tenformede cystider" svampe.databasen.org was etwa "kleine Sporen, sterile Lamellenkante und spindelförmige Zystiden" heißt. Während mir bei der "sterilen Lamellenkante" noch nicht ganz klar ist, wie das gemeint ist, aber wohl "ohne Basidien und folglich ohne Sporen", habe ich spindelförmige Zystiden nicht gesehen.
Ein Zitat aus Brandrud et al. 2023
"With more than 1000 collections sequence-verified, it is tempting to think that we now have documented most of the Cyanula species
truly occurring in Norway. However, we still find new species to Norway and new to science almost every year, and we still find species in
new regions and in new habitats, so it is too preliminary to draw firm conclusions about the true number of species and their ecology and distribution."
spricht wohl dafür, dass da mit den Arten noch Raum nach oben ist. Aber E. porphyrgriseum agg. mag wohl als Arbeitsname geeignet sein.
Da ich vorhabe, in diesem Jahr die CHEGD von dieser einen Wiese zu dokumentieren, kann es sein, dass ich zum Ende des Jahres was sequenzieren lasse - falls ich nicht unterwegs die Lust verliere ...
LG, Bernd
Hallo allerseits,
zu Nr.4) habe ich einen Arbeitstitel, der da lautet Tremellodendropsis tuberosa und zum Beispiel hier (Tremellodendropsis tuberosa) gezeigt wurde. Weitere Bilder dazu
Mikroskopisch habe ich nicht viel gesehen, der dürfte noch nicht reif sein.
zu Nr. 1) muss ich einiges revidieren. Also zunächst gehört der wohl mittlerweile zu subg. Cyanula, und dann ist der Hut nicht bläulich, sondern braun, der Blaustich kommt da immer durch die Reflexionen vom klaren Himmel rein und der Fotoapparat möchte zudem automatisch mehr Blau haben ...
Weiter vermutlich in sect. Cyanula - Brandrud et al. 2023 (Entoloma subg. Cyanula in Norwegen) enthält leider keinen Schlüssel
Lamellenkanten fertil, keine Cheilozystiden (jedenfalls keine, die sich von den Basidien unterscheiden), keine Schnallen, Pigment in der HDS intrazellulär, Sporen 8-10*6-7 µm. Damit kann man immerhin schon einige Arten ausschließen.
Lamellenkante rechts
mittig in Lamelle
HDS
LG, Bernd
Moin, seit wenigen Tagen zeigen sich erste Wiesenpilze auf der Mähwiese, teils +/- bekannte, die in den letzten Jahren schon an den gleichen Stellen zu sehen waren (und die ich im Forum gezeigt hatte).
1) eine Entoloma, die in einer kleinen "Kuhle", wie sie entsteht, wenn Fuchs nach Regenwürmern, Larven & Co. buddelt, schattig wächst
Hut bis 2 cm, faserig, mittig eingedellt und etwas dunkler, braun mit leichtem Blauschimmer. Stiel ca. 4 cm, grau, allenfalls in Hutnähe mit etwas Blautönen, unten weißer Belag, hohl nur unmittelbar am Hut. Auffallend viele Zwischenlamellen, Lamellen frei. Sporen 8-9*6-7 µm. Basidien 4 sporig, ca. 40 µm lang. HDS mit scharz/braun pigmentierten. Der gehört wohl zu Leptonia - mit dem Schlüssel von 2014 für die Leptonien komme ich aber zu keinem Ergebnis.
2 Tage später (heute) wirkt der Hut der verbliebenen Exemplare stärker bläulich
2) unweit eine beige-graue, geschuppte Entoloma, wohl griseocyaneum.
Hut bis 4 cm, braun beschuppt, Stiel bis 6 cm, ohne Blautöne, hohl über die ganze Länge. Sporen 8-9*6-7 µm.
3) grellgelbe, ausblassende, spitze Hygrocybe, wohl acutoconica
variabel in der Größe, gesellig, 30+ in einem m2
4) heute erst gefunden, eine weiße Koralle, die in trauter Eintracht mit Nr. 1) in der "Kuhle" wächst, bisher noch kein Beleg mtgenommen
LG, Bernd
Hallo, Scleroderma areolatum hätte aber einen deutlich erkennbaren Stiel, den würde ich hier ausschließen.
Ich bin da auch beim dickschaligen für das gezeigte Exemplar,
LG, Bernd
N'abend miteinander,
da am Wuchsort dieser Koralle auch anderes Interssantes zu finden ist, war ich das Jahr über immer mal wieder dort. Mittlerweile sind neue Korallen an exakt der selben Stelle vorstellig geworden (weswegen ich davon ausgehe, dass es die selbe Art ist), aber anscheinend noch unreif, denn ich kann unterm Mikro weder Sporen noch Basidien finden.
Bilder von vor Ort 1.8. d.J.
Bilder vom Beleg 3.8.
LG, Bernd
Hallo Martin, für canina ist mir das da viel zu feucht und dunkel. Außerdem sehen meine "normalen" canina von der Magerwiese anders aus. Aber wie auch der BC-Schlüssel schreibt - da ist taxonomisch sehr viel unklar. Die verschiedenen Schlüsel finde ich teils widersprüchlich oder indifferent, mit sehr viel Freiraum für Interpretationen und die Entwicklung eines persönlichen Artkonzepts - teils im Widerspruch zu Schlüsselkriterien. Ich hatte letztens mal geschaut, was es an Sequenzierungen von Peltigera in der Region gibt.
Etwas älter ist Miadlikowska et al. 2000 (die Dame stamm aus Polen) https://www.researchgate.net/p…nZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIn19
neuer Jüriado et al. 2017 aus Estland https://www.researchgate.net/p…nZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIn19
Da werden eine ganze Reihe von Arten genannt (vermutet), die in den Schlüsseln gar nicht enthalten sind, wie neorufescens, neocanina oder fuscoponojensis
Apropos membranacea, hast du dir die Bilder von Ingo-Sennepeilz dazu angeschaut? RE: Vermutlich doch nicht Peltigera membranacea
LG, Bernd
Moin moin, habe dieser Tage noch mal nachgeschaut, und bin zu dem Schluss gekommen, dass der erste Beleg, der unter 2) [2a] gezeigt wurde, doch P. praetextata zeigt, mit einfachen unverzweigten Rhizinen
Deutlich abweichend davon P. membranacea [2b], wenigstens unterseitig. Von der Größe und dem Gesamteindruck von oben her nehmen die sich nicht viel.
rechts am Rand ist noch eine andere Art mit kleineren, oben glatten Lappen
LG, Bernd
Hallo Martin, da du ja nun sowohl Kandidaten für neckeri und hymenina gezeigt hast - ist dir dazu aufgefallen, dass die eine Art eher recht dünne Lappen ("Thallus relativ schlaff - wenn dicklich und starr siehe P. neckeri" Wirth et al.) hat und die andere eher dickere?
Meine glatten Exemplare waren alle eigentlich relativ dünn, ungeachtet aller sonstigen Unterschiede.
LG, Bernd
Hallo Martin, wenn man sich auf die Gruppe hymenina/polydactyla/neckeri eingepegelt hat - was ich auch so sehe - dann spricht die Bereifung der Ränder (Bild 7) schon für neckeri.
Von Juristen sagt man ja, zwei Juristen - drei Meinungen. Bei den Lichenologen sind es wohl eher 5 ![]()
LG, Bernd
Hallo, schau mal nach (echter) Zaunwinde,
LG, Bernd
