Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits,


    den Sporen nach ist auch das nichts aus dem Hause Tometella, vielleicht wieder nur irgendeine Anamorphe.

    Auf ziemlich morscher Salweide, weißlich/beige, an der Entnahmestelle gelb

    2,5er

    10er

    Diese dunklen Stränge wirken, als würden sie zu einem Lycoperdon gehören?

    Von der gelben Farbe ist im Hellfeld nichts zu sehen, alles hyalin, dünnwandig, Stränge mit Anlagerungen, die wie Brombeeren- oder Rosenranken wirken.

    Jede Menge Kullern (Sporen, Konidien), auch einzeln am Rand zu sehen

    Keine Ahnung, für Wegweiser Danke im Voraus

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    an einem noch kaum vermoderten Ahornast am Boden wächst dieses bräunlich-grünliche Filzdingsbums. Mit gestielten mandelförmigen glatten Sporen aber eher nicht im Umkreis von Tomentella zu suchen? Sporen etwa 5*3 µm groß.

    Auffällig diese riesengroßen, formatfüllenden Zellen



    Danke für's Anschauen und für Wegweiser,

    LG, Bernd

    Hallo,


    hier mein Versuch mit Jod (KJ in Alk) zu mikroskopieren. Wie nun allerdings jodpositiv bzw. jodnegativ auszusehen hat, habe ich nirgends gefunden. Da die Ascusspitzen sich nicht mit gelb verfärben, ist das aber wohl J-. Also nicht die vermutete M. coerulans. Das Substrat ist kein Wasserdost. Ich tendiere zu Arctium minus.


    LG, Bernd

    Hallo Matthias, ich habe mal in tw und cn geschaut, dort, wo aktuell wohl mykologisch am meisten läuft. Keine Ahnung, ob Du diese Arten schon ausgeschlossen hast


    L. denudatus

    https://libknowledge.nmns.edu.tw/nmns/upload/bulletin/000000188/209000c/201012-1.pdf

    L. fragilissimus

    Basidiomycota >> Basidiomycetes >> Agaricales >> Leucocoprinus fragilissimus

    L. cepistipes

    TaiBNET


    Aber nichts, was auf jemanden hinweist, den man bzgl. der Gattung konsultieren könnte.

    LG, Bernd

    Hallo Ingo, hallo Thorben,


    Danke für die Torula herbarum!


    Ne, Brennessel war das nicht. Entweder eine magere Klette oder Wasserdost. Da muss ich mal schauen, wie der um diese Jahreszeit aussieht. Wasserdost wäre ja nach IngoW / AndreasG das Substrat der Wahl für Mollisia coerulans. Das war in ~3% KOH mikroskopiert. Den Test mit KOH 20% kann ich machen, ansonsten habe ich nur Melzers und BWB. Vielleicht Jod in der Hausapotheke, das ist aber wohl nicht das, was gebraucht wird.


    LG, Bernd

    N'abend, vom Rande eines Erlen-Weiden-Gestrüpps stammt dieser vermutlich Klettenstengel (da wächst sonst noch Wasserdost, Kerbel, disteln, Brennessel usw.) mit einem Becher, womöglich eine Mollisia, und schwarzem Zeug, das nur aus Sporen zu bestehen scheint.

    1) Becher

    Noch nicht richtig reif. Nur wenige freie Sporen zu finden, 12-15 µm * 2,5-3 µm. Dem Schlüssel nach (vorausgesetzt, ich suche in der richtigen Gattung, und vorausgesetzt, die Art ist bei den dort genannten 36 Arten dabei) komme zu ich Mollisia coerulans, die Beschreibung scheint dazu ganz gut zu passen.



    2) Unklar

    Die Sporen, falls das welche sind, bestehen aus 4-6 µm großen Kullern, die in Linien bis zu 6 Stuck zusammenbacken, meistens 4.

    Keine Ahnung. Vielleicht etwas Schleimiges, aber nichts was in meiner Literatur drinsteht.

    Danke für's Anschauen und ggf. Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    1) Bovista plumbea von der Magerwiese, der ist klar, den zeige ich hauptsächlich zum Vergleich mit der folgenden Art, die mir unklar ist

    In alt mit deutlichem Blauschimmer (im Februar geerntet)

    Mikro

    Die Sporen mit langen Sterigmenresten

    2) von heute aus dem fichtendominierten Mischwald, auf Sand/Kies, leicht kalkhaltig, schwarz, auch innen, ohne Wurzeldinger,

    oben, die Haut ist ziemlich kräftig, fast ledrig. 4...5 cm groß, eher flach.

    unten

    im Schnitt, Ruß

    Mikromerkmale, sehr dunkel, keine Septen, Blasen, dicke Ränder ohne Unterbrechungen, teils außen mit angelagerten Kristallen

    Sporen mit im Vergleich zu B. plumbea kürzeren Sterigmenresten, ~6 µm groß, feinwarzig oder rauhe Oberfläche

    Vom Namen her würde ich an B. nigrescens denken, beim Vergleich mit den Angaben von Hanna Maser passen Sporengröße, die Länge der Sterigmenreste nicht ganz und besonders der Vermerk "Endoperidie pergamentartig steif". Im großen Ganzen recht passend. Würdet Ihr mit dieser Bestimmung mitgehen?


    LG, Bernd

    N'abend,


    etwas angetrocknet sieht der jetzt so aus, das 30% KOH hat den Pilz aufgefressen, oben links.

    Nach Lektüre des anderen Threads und der genannten Eigenschaften, unseptierte, >200 µm lange Hyphen an den Spitzen, ist das wohl ziemlich eindeutig Dacryobolus sudans.

    Vielen Dank.


    LG, Bernd

    Hallo Mario, danke für Deinen Hinweis. In die Richtung hatte ich schon mal etwas geschaut, weil ja der Jupiterbart auch so Härchen an den Stachelspitzen hat - allerdings mit ganz ungeeigneten Sporen. Bei den Arten der Gattung hat man zudem den Eindruck, die wechseln wöchentlich ihre Gattungszugehörigkeit :)


    Viel Informationen finde ich dazu nicht, immerhin wäre Kneiffiella/Hyphodontia/Alutaceodontia alutacea ein ganz passabler Kandidat nach Sporenmaßen [Mycokeys 2016: Spores 6–8 × 1.5(–2) μm; spores slightly or moderately curved]. Neben weiteren, zu denen ich gar nichts finde ...


    LG, Bernd

    N'abend,


    an toter, in der Luft hängender Kiefer (trockener Standort auf Sand, erhöht) wächst unterseits ein Rindenstachelpilz. Mit KOH 30% wird das braun, mit KOH ~3% leicht grau. Die Stacheln scheinen behaart zu sein, mit Haaren von 150-300 µm. Septen kann ich kaum erkennen, die wenigen sind ohne Schnallen. Die Sporen sind leicht bananig, hyalin mit deutlichen Blasen, 7-8 * 1,5-2 µm groß. Nicht allzuviele davon zu sehen, teilweise zu viert an den Basidien - was ich leider nicht vernünftig abgebildet kriege. Hierfür habe ich keinen Schlüssel und nach Durchsicht der Porträts hier im Forum ähnlicher Arten sind Biotop und/oder Sporen überall Ausschlusskriterium.

    Ich hoffe also auf zweckdienliche Hinweise.


    Die Härchen


    Sporen

    Danke für's Anschauen und ggf. Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    an toter, zersplitterter Kiefer, in der Luft hängend, wächst unterseits dieser bestielte Schleimi. Ich komme zur Gattung Lamproderma. Mein Schlüssel hat in der Gattung aber nur drei Arten, mit niedrigen einstelligen Funden, also sicher nicht vollständig. Alles von heute.

    Fotos am Substrat

    10er mit Auflicht, ohne Deckglas

    Mikro

    Die Sporen sind feinwarzig, 9 µm [8-10] groß.

    LG, Bernd

    N'abend, von dem gibt es erstaunlich wenig Mikrobilder, vermutlich, weil der auch so leicht anzusprechen ist, und es eigentlich keinen Grund zum Mikroskopieren gibt. Da ich aber gerade die Stäublinge der nächsten Umgebung sortiere, habe ich den auch mitgenommen, als Art Nr. 10. Im letzten Jahr gab es zwei Wachstumsphasen von dem, die sind beide noch im Hexenring vorhanden und unterscheiden sich farblich leicht voneinander.


    Die Stränge im Capillitum sind gelegentlich septiert, verzweigt und teils mit sehr großen/langen Blasen versehen.

    Die Sporen sind mit nicht vielen flachen Warzen besetzt, die in der Draufsicht etwas besser zu sehen sind.


    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang, die Art hatte ich ja nun gar nicht auf dem Schirm. Die ist auch nicht im meinem Schlüssel enthalten und scheint hier nicht belegt zu sein.


    Es mag in der Tat ein gewisses Restrisiko geben, dass die Bilder vom Pilz nicht mit den Bildern der Leiche übereinstimmen. Andererseits ist das gleich in der Nähe und ich bin dort oft vorbeigegangen, vorranging wegen anderer Arten. Schließlich hätte man diese Leiche auch eher nicht gefunden und als Pilz identifizieren können, wenn man nicht genau dort gesucht hätte, wo der Pilz vorher gestanden hat. Dass jemand den Pilz unterm Schnee ausgetauscht hat, wage ich dann doch zu bezweifeln. Den Beleg werde ich jedenfalls eintüten - vielleicht ist mal eine Sequenzierung drin.


    Dass die meisten Belege von Stäublingen aus dem Sommer-Herbst stammen und auch die Angaben zum Wachstum, ist mir auch aufgefallen, wobei es doch immer wieder betont wird, wie wichtig reife Frk. für die Bestimmung sind, womit Exemplare auch nach dem Winter noch geeignet sein sollten.


    Danke und beste Grüße,

    Bernd

    N'abend miteinander,


    ein weiterer vorjähriger Stäubling aus dem jungen Kiefernwald auf Sand gehört nach meinem Schlüssel unkompliziert zu L. umbrinum. Allerdings hat dieser Schlüssel L. foetidum/nigrescens nicht. Eine der kritischen Unterschiede dürfte in der Struktur der Haut nach Abfallen der Stacheln sein. Hier würde ich sagen, dass kein Muster vorhanden ist und es damit bei L. umbrinum bleibt.

    Die Sporen sind schon mit dem 40er als deutlich warzig zu erkennen, 4-6 µm groß. Capillita verzweigt, vereinzelt mit Blasen. Der eine dicke Strang ist bis zu 10 µm dick. Auffällig sind die Anlagerungen um die Capilita-Stränge, die bei den Zeichnungen von Hanna Maser nur bei umbrinum gezeigt werden, nicht jedoch bei foetidum - keine Ahnung ob das bestimmungsrelevant ist.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, zunächst vielen Dank an Peter für den Link mit vielen nützlichen Informationen!


    Das Exsikkat ist mittlerweile getrocknet, aber voller Sand und die Außenseite und die Wurzel sind so filzig, dass es keine klare Kontur gibt, bis zu der man den Sand abbürsten kann.

    Durchgeschnitten und aufgeklappt, die Wurzel links ist 4 cm lang, die rechts ist teilweise abgebrochen, die war ähnlich lang.

    Ein Versuch, die Gleba und die Abgrenzung zum sterilen Teil scharf zu kriegen, eher misslungen

    Filz an der Wurzel

    Mikrobilder vom Wurzelfilz, hyalin, Septen vorhanden, dünnwandig

    Mikrobilder vom Capillitum tiefer im Pilz, hier sind deutlich mehr Sporen zu sehen, teilweise sogar mit kurzem Rest der Sterigmata, Stränge unverzweigt. Vereinzelt verdrillt.

    Welche Art das nun ist, weiß ich aber immer noch nicht.



    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang, vielen Dank für Deine Erläuterungen. Hast Du vielleicht Mikrobilder von L. marginatum zum Vergleich? Oder einen Alternativvorschlag? Makroskopisch finde ich den ja, von dem was man an Bildern findet nicht umwerfend passend.


    Wenn man das Ornament von Sporen nicht sieht, kann es immer noch dasein. Aber wenn man es auf 5 von 10 Sporen sieht, kann man es ja nicht mehr wegdiskutieren. Mein Exemplar hat also ornamentierte Sporen. Reproduzierbar ist Elmi, das steht ja mitllerweile ausreichend vielen Mykologen zur Verfügung.

    In der zusammengekramten Literatur finde ich nirgends Fotos, nur Zeichnungen. Insbesondere der verlinkte Artikel aus Brasilien zeigt relativ dickwandiges Capillitum mit zerstreuten Poren. Was die Septen anbelangt, so sieht man "Treppenstufen" in den Strängen, die offensichtlich, da diese Gebilde dreidimensional sind, oder wenn man sie geeignet dreht, so aussehen, als wären es Septen. Auch das wird von Cortez et al. gezeigt. Ob es sich tatsächlich um Septen handelt, scheint mir offen und eigentlich im Durchfokussieren eher nicht der Fall zu sein.


    Abb. 15 & 16 aus Cortez et al. 2013


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, nachdem ich mir dieses Paper aus Brasilien angeschaut habe:


    (https://www.researchgate.net/p…nZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIn19)


    finde ich den Gedanken, dass es sich um L. marginatum handeln kann, noch plausibler. Einerseits wird hier gezeigt, dass die Sporen stachelig sind, zweitens werden diese komischen gestuften Hypen gezeigt. Die septierten farblosen Elemente, die ich gezeigt habe, könnte mit diesen hier übereinstimmen "Paracapillitium 2.54.2 μm diam., with thin and smooth walls, hyaline, septate, unbranched, scarce". Zudem "Rhizomorphs scarce, but a central and larger rhizomorph (pseudorrhiza) is present" - was auch immer das "larger" hier bedeutet. Bei meinem Exemplar sind die Wurzeldinger 4 cm lang, weißlich. Fotos und wohl auch Mikrobilder dieser Wurzeln reiche ich nach.


    Auf pilze-deutschland werden ja etliche Funde um Merseburg herum gezeigt, andererseits schreibt Ulla in Pilze in SA, dass nur ein historischer Fund vorhanden ist. Was aber vielleicht schon wieder historisch ist.


    LG, Bernd

    Hallo Noah,


    danke für Deine Erläuterungen. Die Sporen haben einen Durchmesser so von 12-15 µm, das Capillitum ist um 5 µm dick. Misst man das jetzt eigentlich außen oder innen an den Windungen?


    Wenn man sich bei Andy den einen Strang mit erkennbaren Windungen anschaut, so sieht das oben links aus, als wären es zwei Windungen, weiter Richtung Spitze, mittiger im Bild sieht es dann tatsächlich aus, als wären es drei.


    LG, Bernd