Hallo Karl, kann man die sonst irgendwie sinnvoll unterscheiden? Außer an der Hutfarbe? Denn P. velata erscheint in der hiesigen Literatur nirgends, weder in Litauen noch in Lettland. Und das was die Polen zeigen sieht eher anders aus.
LG, Bernd
Hallo Karl, kann man die sonst irgendwie sinnvoll unterscheiden? Außer an der Hutfarbe? Denn P. velata erscheint in der hiesigen Literatur nirgends, weder in Litauen noch in Lettland. Und das was die Polen zeigen sieht eher anders aus.
LG, Bernd
N'abend,
bei der Nr. 1 würde ich mittlerweile Entoloma undatum agg. dranschreiben. Die scheint doch ziemlich variabel zu sein
bei Nr. 2, hier nun auch Bilder von der HDS komme ich mit dem Paper von Vila et al. 2014 zu Entoloma phaeocyatus (phaeocyatum) unabhängig davon, ob ich Cheilozystiden als vorhanden oder nicht vorhanden ansehe. [Damit wäre dann wohl auch geklärt, wo der bei mir gefunden wurde [RE: Entoloma phaeocyathum] - die dort von mir gezeigten Bilder zeigen dann allerdings alle E. undatum agg.] Die Hyphen der HDS sind bis 15 µm dick mit intrazellurären Pigmenten
bei der Erdzunge Nr. 3 habe ich heute eine Probe genommen, gewachsen sind die nicht oder kaum, keiner größer als 3 cm. Bisher nur ein Versuch mit einer ganz dünnen Schicht vom fertilen Teil. Ganze Asci habe ich da nicht gefunden, Sporen so an die 30. entweder 3-fach oder 7-fach septiert. Die Sporen sind 57-70 µm lang. Alles in allem komme ich da ganz unspektakulär zu G. cookeanum.
LG, Bernd
N'abend,
mittlerweile lassen sich einige Wiesenpilze sehen, wenn auch noch nicht auf der Hauptwiese, da ist es zu trocken. Am Rand einer anderen Wiese im Halbschatten sieht es da wesentlich günstiger aus.
Eine kleine Auswahl
1) hat einige Ähnlichkeit mit E. undatum, aber eher braun als grau, bis 3 cm groß
durch Abendsonne farblich etwas entstellt
Lamelle
Sporen 7-8,5*5,5-6 µm, teils leicht eingeschnürt
HDS
2) ziemlich filigrane Entoloma aus der rusticoides Gruppe, bis 1,5 cm, etwas genabelt
Lamelle, hier sind Cheilozystiden vorhanden, ballonförmig
Sporen nahezu isodiametrisch, 6-eckig, 7-8-(9)*(6)-7-8 µm
3) ebenda, alles innerhalb von max. 10 qm noch eine kleine Geoglossum, die aber noch ein bissel wachsen kann, bevor sie unters Glas kommt
4) an einer etwas fetteren Stelle noch eine braun-ocker seidenglänzende Entoloma, vielleicht sericeum, bis 4 cm groß, mittig +/- spitz gebuckelt, die Fotos in der Abendsonne gehen deutlich zu sehr ins Ocker
Lamelle, Sporen (7)-8-9-(10)*(5,5)-6-7 µm
5) in diesem Jahr eine echte Massenart, Colias hyale (C. alfacariensis, die Verwechslungsart, gibt es hier nicht) immer noch viel anzutreffen
Danke für's Anschauen und ggf. Hinweise zur Arteingrenzung
LG, Bernd
Moin,
während es auf den Wiesen trocken ist, wächst am Waldrand im Schatten einiges, offensichtlich reicht der Tau, um die Gegend sogar tagsüber feucht zu halten. Zumal hier reichlich Humus vorhanden ist, das ist das Winterquartier der Schafe, mehr nicht gefressenes Heu als Mist.
Unter anderem gibt es einen kleinen orangen, weiß behangenen Pilz, den ich zu Pholiota vestita bestimmt habe.
Bis 1,5 cm Hutdurchmesser, hygrophan. Die Lamellen würde ich als frei bezeichnen, oder zumindest nur sehr schwach angewachsen. Sporen leicht gelblich, unregelmäßig oval geformt, 7-8 * 4 µm.
LG, Bernd
Hallo Wunderwalde,
wenn man den Wald kalkt, verändert man die gesamte Grundlage des Ökosystems, viele Arten machen das nicht mit, stattdessen gefällt das anderen. Das ist eine Kalamität, nicht viel anders als ein Waldbrand oder eine lange Überschwemmung oder Umpflügen. Anschließend entwickelt sich das Biotop neu, mit einer völlig anderen Artzusammensetzung. Anfangen tun dabei die Pionierpflanzen "Unkraut". Die meisten bisherigen Pilzarten machen das nicht mit und bis sich neue etabliert haben, dauert es etwas - bis dahin ist dann aber die Kalkwirkung weg oder eine neue Behandlung erfolgte, oder Kahlschlag oder oder, der Wald hat dann keine Zeit sich zu entwicklen und eine gewisse Artenvielfalt herauszubilden. Bzw. man erhält eine Artenkollektion von solchen Arten, die mit den ständigen Veränderungen klarkommen.
Dass auch an sonst unveränderten Standorten die Pilze im Jahr und von Jahr zu Jahr variieren ist normal, einerseits wetterbedingt andererseits hält sich ja in der Folklore auch die Position, dass man bestimmte Mondphasen braucht. Wie auch immer, dass man Pilze vielfach nicht verstanden hat, sieht man ja schon daran, dass man nur recht wenige Arten züchten kann und die anderen sich solchen Versuchen entziehen.
Die Rolle der Insekten ist wohl auch nicht zu vernachlässigen, diejenigen, die in Pilzen ihre Larvalentwicklung haben, sind sicher auch an der Verbreitung der Sporen beteiligt. Allerdings stehe ich der Behauptung eines generellen Insektenschwunds skeptisch gegenüber. Was man hat, ist die Vernichtung der Lebensräume vieler Insekten (Wiesen und Weiden weil die Tierzucht in Ställe verlagert wurde oder gar abgeschafft werden soll), Ackerstreifen, Raine, weil die Äcker größer werden. An den entsprechenden Stellen verschwinden die für solche Biotope typischen Insekten und alles was in der Fresskette folgt.
LG, Bernd
Hallo Frank, da ich Restzweifel erkenne "Nachbestimmung" habe ich noch eine Probe unters Mikro geschoben.
die beim letzten Mal war von einem Stück, das abgemacht und trocknen gelassen wurde, bevor der Schimmel (oder was auch immer) sich breit machte - da sollte "schlechter Zustand" eigentlich nicht für gelten. Allerdings war die unterm Mikro vergleichsweise blass und farbarm.
heute habe ich ein Stück von dem haarigen, nicht getrockneten Teil abgemacht. Da sind die Farben wieder wie ursprünglich
Dann mit KJ, diesmal etwas großzügiger, ist das jetzt dextrinoid genug?
LG, Bernd
Hallo Martin, ne, Cladonien gab es da etliche.
ich nehme an, Du meinst diese Art, hier auch mit Apothecium
dann gab es hier den schönen Kontrast zwischen den Trompeten mit gelbgrünem Lager links, die man, wie ich meine, öfters sieht, und rechts einer mit eher weißlichem Lager, die mir noch nicht untergekommen war
und auf den Resten der Hügel, die nicht dem Abbau zum Opfer gefallen waren auch strauchige und Cetraria
LG, Bernd
Moin, ohne die Bilder gesehen zu haben, werfe ich bei "stark blauend" mal den Kornblumenröhrling in die Runde
LG, Bernd
Hallo allerseits, ich bin jetzt an anderer Stelle, 30 km hin in einer ehemaligen kleinen Kiesgrube, über einen größeren Bestand an P. extenuata gestolpert. Meistens handelt es sich nur um einzelne Lappen oder kleinere Gruppen, selten etwas größere Flächen. Die Lappen sind kleiner als die von P. didactyla, die ca. 100 m weiter auf Sand zu finden war. Apothecien gab es keine.
Biotop, hier die Böschung, war aber auch an +/- ebenen Stellen zu finden, so über >100 m2
Hier waren die büscheligen Rhizinen auch auf der Oberseite zu sehen
Das war der größte Flecken, den ich gesehen habe, links daneben in grün P. ponojenis im frühen Stadium
LG, Bernd
Moin, ich bin da bei Trametes hirsuta, noch im Wachstum befindlich,
LG, Bernd
N'abend, bei schönem spätsommerlichem Wetter und nach etwas Regen in den letzten Tagen habe ich heute mal einen bisher nicht besuchten Wald in Augenschein genommen.
a) Nahe an einem Bächlein auf spätmorscher Fichte fand ich diese rosa Koralle, das Innere ist eher orange.
Die Sporen sind unregelmäßig ellipsoid, ca. 4 * 6 µm, anscheinend glatt. Irgendeine der Ramarias, die auf Holz wachsen, dem Namen nach könnte R. rubella passen. Oder auch nicht.
b) an irgendwelchen eiszeitlichen Hügelketten (Esker oder Binnendüne, nicht hoch, 10..15 m) wurde teilweise Kies/Sand abgebaut und zwischen den Hügeln gibt es +/- renaturierte Teiche. Auf Kies in Vollsonne daneben kleine (<2 cm) orange Lamellenpilze, die jüngeren mit orangen Lamellen, die älteren eher rötlich
was wohl irgendeine Cortinarie ist, Baumbewuchs ist klein, es kommen Kiefer, Birke, Weide in Frage. Die Sporen sind glatt, doppelwandig, ockerfarben, 8-10 * 4-5,5 µm groß. Basidien 4-sporig und dann gibt es noch blasige Zystiden
c) ebenda recht zahlreich Becher im Sand, Geotropa, so bis 1 cm Durchmesser im geschlossenen Zustand, innen weiß
Freie Sporen gibt es noch wenige, also auch die reif aussehenden in den Asci mit vermessen, 25-17*13-15 µm. Damit kommen entweder G. arenicola in Frage (die sollte eher Sporen mit abgeplatteten Enden haben) oder G. tenuis (Sporenform besser passend, ebenso innen weiß) [ als Literatur habe ich das hier verwendet https://www.researchgate.net/p…VzUGFnZSI6Il9kaXJlY3QifX0 ]
d) und dann noch kleine weiße Pilze, die aus dunklen Sklerotien auf plastifiziertem Untergrund wachsen, was wohl Collybia tuberosa sein sollte. Ohne Mikrobilder.
LG, Bernd
Hallo Frank, vielen Dank,
die Probe im Döschen sieht mittlerweile so aus, das könnte natürlich auch Schimmel sein, aber ich denke eher, dass das zum Pilz dazugehört, so ähnlich sieht ja bei diesen Fältlingen der Zuwachsbereich aus. Meintest Du das mit dem weißen Rand?
Aufgrund Deiner Prognose mit der Färbung in Jod habe ich von einem getrockneten Stück noch mal die Sporen angeschaut, viel Sporen waren da nicht mehr da
in Wasser mittlerweile deutlich blasser als frisch
und mit KJ-Lösung, auch die wenigen Sporen sind etwas dunkler geworden
Ich lege das dann als Leucogyrophana mollusca ab.
LG, Bernd
Hallo,
am plausibelsten erscheint mir mittlerweile Leucogyrophana pulverulenta, dazu hier ein Artikel
vielleicht schaut Frank ( Tomentella ) ja mal drüber, ob das hinhauen kann.
LG, Bernd
N'abend,
ein paar Bilder mit Größenvergleich, alles im ~100 m Umkreis
P. cf. extenuata
Nr. 2
Suchbild, nur ein Lappen davon sieht aus wie extenuata
Nr. 1
Suchbild
das sind nach meinem Verständnis links ponojensis, rechts rufescens
pflanzliche Reste mit cf. Bacidia sp.
P. cf. didactyla
Nr. 3 auf Ameisenhaufen, Sand, das war die Stelle mit dem lichenicolen Bewuchs Lichenicoler Pilz an Peltigera
Nr. 4 anderer Ameisenhaufen, Sand
Nr. 5 auf Eichenborke, Totholz, sonnig
Nr. 6 auf Fichtenbohle, angekohlt, schattig, seit mindestens 2 Jahren präsent
LG, Bernd
Hallo Andy, über diese Gattung war ich schon gestolpert. Bei L. mollusca scheint zumindest die Sporengröße zu passen, die Farbe eher weniger. Und der scheint eher ziemlich dünn zu sein, wie Ps. aureus, nicht mit so dicker fleischigen Schicht. Dass der laut pilze-deutschland Kiefern-Fältling heißt kann man ja noch wohlwollend als Empfehlung interpretieren, trotz einer leichten Korrelation zu den Kieferngebieten in D, die dort gezeigten Sporen und Bilder passen nicht wirklich zu meinen.
Eher nicht, aber trotzdem vielen Dank für den Vorschlag.
LG, Bernd
N'abend,
von der gleichen Eiche wie das stäublingsartige Ding stammt dieser Fältling. Nur diesmal aus der Kelleretage, am Höhleneingang zu den Untermietern.
Farblich sehr auffällig, leuchtend gelb. Die Falten orange. Geruch pilzig mit leichter Anisnote.
Vielleicht käme ja Pseudomerulius aureus in Frage oder irgendwas aus dem Umfeld der Hausschwämme, aber die Oberkante ist konsolenförmig mit deutlicher Tramaschicht.
Die Sporen sind grellgelb, sowohl in Wasser als auch in Kongorot, +/- eiförmig, 5-7 * 3,5-5 µm groß. Damit passt eigentlich nichts mehr von den genannten.
Aktuell also ohne Arbeitstitel.
Vielen Dank für's Anschauen und ggf. Vorschläge.
LG, Bernd
Hallo Mausmann, es fehlt ja auch an irgendeiner Struktur, wo Trama und wo Poren sind. Die Außenseite war allseitig so wie auf dem Foto zu sehen. Dass das aussieht, als wären das Fraßgänge, da stimme ich Dir zu, allerdings habe ich keine Raupen, Larven oder Imagos gesehen.
Bei einer weiteren Probe, ganz vom Rand der Gleba sind nun einige Hyphen aufgetaucht, teils mit Septen oder knubbligen Auswüchsen. Und vereinzelt hat man Sporen mit Sterigmen, damit kann man wohl Schleimpilze ausschließen?
LG, Bernd
Für Sauohr nennt Marzell im Index Guepinia helvelloides (also ein Synonym dazu, das ich auch erst nachschlagen musste, Quelle aus Oberbayern) und Peziza sp., wo im Lemma zwar etliche Namen mit Ohr stehen, aber nicht das Schweinsohr, argumentiert wird, plausibel m.E., dass die Ohren für Onotica, die vordem zu Peziza gehörten, gelten würden. Da besteht also schon eine Unsicherheit. Zumal solche Datensammlung Interesse und Kenntnisse an Sprache, Dialekten und den benannten Sachen, in diesem Fall Pilze erfordert - was selten genug vorliegt. Oft heißt es dann nur, dass die Dörfler, die alte Dialektbezeichnungen nutzen, eben keine Ahnung haben und die Sachen "falsch" benennen. Oder wenn es reine Sprachwissenschaftler sind, dann hat man den Eintrag "Begriff XYZ" - 'ein Pilz mit braunem Hut' - weil es davon ja auch sowenig gibt.
LG, Bernd
Hallo Steffen,
es wird nur für relativ wenige Pilzarten überhaupt Trivialnamen geben, bzw. die die es gibt sind Kreationen von Mykologen / Übersetzungen der wissenschaftlichen Namen, keine Trivialnamen im eigentlichen Sinn. Sondern eine Rückabwicklung des Prinzips, dass man universelle Namen für Taxa einführt, um das Chaos der Trivialnamen zu überwinden. Die meisten Trivialnamen decken sich zudem nicht mit den heutigen Taxa, sondern sind meistens viel breiter aufgestellt, enthalten eine Gruppe ähnlicher Arten oder eine Reihe von Arten mit anderen gemeinsamen Eigenschaften, wie Geruch, Heilwirkung, Standort usw.
Die größte Sammlung von Pilznamen (volkstümlich und frühe Literaturnamen) im deutschen Sprachraum findet man sicher im 5-bändigen Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen von Heinrich Marzell - man erinnert sich, dass bis in die 1970er die Pilze zu den niederen Pflanzen zählten.
LG, Bernd
Hallo Ulla, hallo Mausmann,
vielen Dank, Ulla, an diese beiden Schleimpilze hatte ich gedacht, ich war mir aber nicht sicher, ob da nicht noch weitere von dieser Größe und Bauart in Frage kämen. Lycogala flavofuscum hatte ich vor eingen Jahren auf dem Hof, der ist schon deutlich kleiner und die zwar feste Haut ist nicht sonderlich dick (Staubbeutel → Lycogala flavofuscum)
Mausmann, wenn schon Porling, dann wären da viel bessere Sachen in Frage gekommen, denn an dieser Eiche habe ich schon Hapalopilus croceus gefunden (Hapalopilus croceus?) und auch Fistulina hepatica. Ein sehr zerfressener Porling könnte zwar innen zu Staub zerfallen sein, aber dieser Staub würde dann doch nicht aus Sporen bestehen.
das Innenleben bröselt raus wie bei einem Stäubling
LG, Bernd
N'abend allerseits,
innen an einer geschädigten und ausgebrannten alten Eiche in knapp 3 m Höhe habe ich diesen Knubbel 7-8 cm gefunden, was ich zunächst für einen alten Porling hielt. Der Versuch, etwas abzuschneiden misslang aber, da die Schale hart ist, lederartig, ca. 2 mm dick, oberseits samtig, velourartig. Stattdessen kam mir das ganze Gerät entgegen. Konsistenz innen wie Stäubling. Zunächst hatte ich auch noch die Schleimistäublinge in Betracht gezogen, aber die sollten keine dicke Schale haben, oder? Und die fraglichen Arten hätten warzige Sporen. Bilder von der Außenhaut muss ich nachreichen.
Sporen gibt es jede Menge, leicht gelblich. Hyphen habe ich nicht gefunden (was erstmal nicht viel heißen muss, bei nur einer Probe). Sporen kugelig, doppelwandig 6-10 µm. Daneben gibt es einzelne fast 20 µm große Exemplare, die wie Amphoren aussehen.
Aktuell habe ich überhaupt keine Idee und hoffe auf Vorschläge.
Vielen Dank fürs Anschauen, LG, Bernd
Hallo Ingo, hallo Martin,
danke für deine Zustimmung, Ingo, bisher sehe ich bei meinen Exemplaren noch keine Langlebigkeit. Bei der Kurzlebigkeit von P. didactyla stimme ich zu, soweit es die Exemplare auf Sand betrifft. Bei denen auf Holz eher nicht, wobei man dazu wahrscheinlich gute Fotoserien braucht, um die Entwicklung der einzelnen Lager zu beurteilen. Bzgl. der Größe kann ich die Bilder ja mal mit Lineal anfertigen. Auf mich wirken die nicht größer als von P. didactyla, was aber bei den wenigen Lappen kaum zu verallgemeinern ist.
Martin, dass da noch Apothecien kommen glaube ich schon deswegen nicht, weil der Lappen von Nr. 1 ja mittlerweile ziemlich lumpig aussieht, glaube nicht, dass da noch was kommt. Da wo du in deinem ersten Bild die Pfeile drangemalt hast, handelt es sich links oben wohl um ponojensis, das sind keine Sorale, sondern Tautropfen auf Spinnennetz (oder so). Der Pfeil weiter rechts zeigt aber tatsächlich Sorale, der Lappen könnte dazugehören, oder auch nicht. Im zweiten Fall sind wir dann wieder bei widersprüchlichen Angaben, von denen ich eingangs sprach ...
Auf den Bildern sind mindestens 2 von diesen schwarzen/grünen Flechten zu sehen. Die eine könnte diese recht häufige Bacidia bagliettoana sein (oder so) und dann ist da noch was aus dem Großraum Collema vorhanden (aktuell nicht, da kurz vor Dürre). An Blattflechten mit schwarzen Apothecien mag ich nicht glauben, das ist wohl eher tote Blätter mit den erstgenannten Bacidia. Aber ich schau mir das noch mal an.
LG, Bernd
N'abend,
ich hatte im letzten Herbst schon einen Lappen einer auffällig behaarten Peltigera gezeigt, der wirkte wie P. didactyla. Davon wird als Unterart oder als eigene Art P. extenuata abgetrennt, die, manchmal, eine andere chemische Reaktion haben soll - was ich nicht getestet habe. Weitere Unterschiede sind die auffällig aufgewuselten dicht stehenden Rhizinen und das Fehlen einer Entwicklung von Apothecien. Die beiden letzteren Merkmale scheinen zuzutreffen. Gefunden habe ich davon nur 2 Exemplare bisher, so in 20 m Abstand.
(Mittlerweile bin ich zu der Auffassung gekommen, dass die Bestimmung [Zuweisung zu einer Art] um so einfacher wird, je weniger Exemplare man hat, denn bei den Hundertschaften hat man fast immer so viele Merkmale, die sich einander widersprechen und letztlich zu keiner Art mehr passen)
Der Wuchsort ist in beiden Stellen ein Sandhaufen, wohl etwas kalkhaltig, der von Ameisen zusammengetragen wurde, mittlerweile nicht mehr bewohnt, in aufgelassenem 30-35 Jahre Kiefernwald auf vordem Acker.
Nr. 1
11.10.23
10.11.23 die anderen Lappen gehören zu ponojenis, rufescens müsste auch dabeisein
25.8.24 schon ziemlich gealtert
Nr. 2
7.9.24 am oberen Rand rechts ist ponojensis zu sehen
zum Vergleich D. didactyla an gleichem Ameisenhaufen im 20 m Umkreis mit winzigen Apothecien
7.9.24
LG, Bernd
