Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits,


    bei einem Waldbrand vor etwa 20 Jahren hat es (u.a.) eine Fichte im Bodenbereich schwer angebrannt, die dann stark harzte, noch ein paar Jahre vor sich hin kränkelte, vor etwa 3-4 Jahren sind die sterblichen Überreste umgefallen. An diesem Stubben, in der harzreichen Fichtenrinde wächst ein dunkler Becher, deutlich gestielt, die größten Exemplar über 2 mm. In Büscheln.

    Zum Vergleich mit Waldameise in Verteidigungspose


    In Wasser: fertile Schicht, dicke Asci ~120*25, mit Unmengen Sporen, Sporen rund ~2 (3) µm, Paraphysen 2 µm, ganz leicht verdickt

    Melzers


    Paraphysen und irgendwelche größeren Objekte, Sporen im früheren Stadium?

    Nach einigem Rätseln bin ich zu Tympanis gekommen, diese hier hat einige Ähnlichkeit (http://www.ascofrance.com/forum/78770/tympanis-on-pinus) aber wohl nicht meine Art. Der bei Ascifrance verlinkte Artikel listet eine ganze Reihe von Arten auf, darunter auch einige, die auf Fichte wachsen können. Die Verbreitungskarten bei pilze-deutschland haben auch etliche Arten in der Gattung - die meisten selten bis extrem selten.


    Vielleicht hat Matthias Mreul(✝) Interesse, die hochwertiger zu bearbeiten? Demnächst geht ja eh eine Sendung los.


    LG, Bernd

    Hallo Erna, die Gnubbel in den letzten Bildern gehören eher nicht zu der Flechte, sondern sind irgendwelche Pilze, die parasitisch auf der Peltigera hausen (gerade Peltigeras haben Unmengen, im Sinne der möglichen Artenvielfalt, an pilzlichen Unterbewohnern),


    LG, Bernd

    Hallo Patrick, vielen Dank, der Fund stammt, wie eigentlich alle meine Bilder, aus Litauen. Salpetersäure habe ich aktuell nicht, muss ich mal überlegen, ob ich einen Ersatz dafür habe oder basteln kann.


    Bei den Sporenbildern stammt das erste aus Wasser, hier allerdings in einer Luftblase, die in Wasser sahe auch so aus:

    die anderen von Dir genannten Arten schaue ich mir auch mal an,

    LG, Bernd

    N'abend, an einer älteren Birke (~100) habe ich Massen an Stecknadeln gefunden, vermutlich 3 Arten, mindestens aber 2. Klar davon ist Ch. ferruginea. Zeigen und zur Diskussion stellen möchte ich aber die wesentlich kleinere Art, die dort viel zahlreicher vorhanden war. Leider kommen die Massen auf den Fotos nicht so rüber.

    die Birke

    Fotos vor Ort, zum Größenvergleich Ch. ferruginea, links oben die filigrane Art auf hellgrauem Lager

    links eine der stämmigeren Arten

    Auflicht, die Köpfchen sind bis 0,25 mm breit, die Stiele bis 0,6 mm lang, viel Kelch bleibt nicht übrig, wenn das Mazaedium weg ist

    in KOH 3%, das Präparieren lief auf Abschaben des Objekts hinaus, was 3 Nadeln aufs Glas brachte

    Sporen pigmentiert, überwiegend rund, 3-4 µm, mit einzelnen Außreißern

    Algen von rund bis unförmig, keine stabförmigen dabei


    Mit italic 8 komme ich zu Chaenotheca sphaerocephala, da passt die Beschreibung teilweise "Capitulum globose, 0.3-0.4 mm across, with a poorly developed, up to 30 µm thick exciple which only surrounds the base of the capitulum as a collar, sometimes missing". Weniger passend ist die empfohlene Höhe "the stalk 1.1-1.5 mm high". Die Art wurde in Litauen 2007 erstgefunden, auf Schwarzerle.

    Was besseres fällt mir aber nicht ein.


    Wirth et al. "Die Flechten Deutschlands" führt diese Art nicht. Da komme ich im Schlüssel nirgends hin.


    Vielleicht hat ja jemand eine Meinung? Patrick vielleicht ( nupharlutea ) Ich schaue mir die Tage mal noch das Artinventar weiter östlich an, ob da weitere Arten in Frage kommen.


    LG, Bernd

    Hallo Erna,


    bei 1) da passt Peltigera canina


    bei 2) bin ich mir nicht sicher. P. degenii haben ich selbst noch nie gesehen, aber die stelle ich mir mit hellen Rhizinen vor. P. ponojensis kann so aussehen, aber die hat meistens Apothecien und wächst auch nicht unbedingt im Vollschatten. Da habe ich erstmal keine Idee


    LG, Bernd

    N'abend,


    warum weit schweifen, wenn man direkt am Haus, gleich neben der Eingangstür, auf Augenhöhe eine ganze Menge feiner Stecknadeln hat. Das Haus ('97) besteht aus unbehandelter Fichte, an der Nordseite nicht windexponiert und unter weit vorragendem Dach, trocken abgesehen von Luftfeuchtigkeit.

    Auflicht, die ältern Köpfchen scheinen wollig zu sein, teils auch mit Algen verclustert, ein Lager ist nicht zu sehen. Kurz gestielt, um 0,5 mm


    Quetsch in KOH 3%

    Sporen schlank, einfach septiert, nicht eingeschnürt, 4,5-8*2-3 µm

    Asci konnte ich nirgends sshen, aber hier kann man die Sporen noch so angeordnet erahnen, wie sie in Asci aussehen sollten

    Hier lande ich bei Chaenothecopsis pusilla (italic 8) oder eher bei Ch. debilis (Wirth et al.) wenn ich dem Argument folge, dass das Septum stark ausgeprägt ist, ähnlich wie die Wand, was bei den meisten Sporen zutrifft. Italic synonymisiert die beiden Arten jedoch, was die Unterscheidung erübrigt und mich zu Ch. pusilla agg. bringt.


    LG, Bernd

    N'abend miteinander,


    an einer Kiefer die vielleicht vor 15 Jahren abgestorben ist, damals noch als Waldrand erkennbar, jetzt ziemlich dunkel, die noch zu großen Teilen Rind hat, wächst auf der windabgewandten Seite auf dem Holz eine ziemlich dünngestielte Stecknadel, leider nur ein kleines Fleckchen.

    Vor Ort, sieht hier sehr nach weißlich bereifter Unterseite aus

    im Auflicht eher nicht so

    in Wasser, Algenschichten im Holz, Stiel etwa 0,5 mm lang

    Algen sind sowohl kugelige als auch eher stabförmige vorhanden

    Sporen ziemlich klein, rund, braun, ab 2 µm, ganz vereinzelt mal welche die 4 µm erreichen

    Wenn ich nach Wirth et al. schlüssele komme ich zu brunneola/xyloxena. Da die Algen in der Holzschicht Stichococcus zu sein scheinen und es auf den vor-Ort-Fotos weiße Bereifung gibt ergibt sich eine klare Tendenz zu xyloxena.

    Bei Italic 8 komme ich da auch hin, nur muss man hier früher entscheiden, dass es Stichococcus zu sein hat.


    LG, Bernd

    N'abend allerseits,


    an unberindetem Eichenast (Runge am Schlitten) wachsen zahlreiche Nadeln mit auffallend zweigefärbten Köpfen. Ohne erkennbares Lager.

    Mikroskopisch dann mit den septierten Sporen klar eine für mich neue Art, mit beiden Schlüsseln (Wirth et al. und Italic 8) komme ich unproblematisch zu Calicium salicinum. Die Sporen sind zwar irgendwie ornamentiert, aber "spiralförmig angeordnetete Leisten" kann ich nicht erkennen, auch nicht auf den Fotos, die man auf den einschlägigen Seiten so sieht. Was ich hingegen viel gesehen habe, sind an der Septierung zerbrochene Sporen.

    Wasser

    Melzers, irgendwo im Schlüssel war die I-Reaktion abgefragt


    LG, Bernd

    Hallo Matthias, ja, das sieht sehr gut aus. Vielen Dank. Und ich kann mir vorstellen, dass der häufig ist, denn das Substrat ist eine junge, vielleicht 2-3 Jahre tote Kiefer direkt am Fahrweg - was ganz banales.

    Ich habe also noch einen Schnitt probiert, um Sicherzustellen, dass da keine Algen sind. Scheint ganz gut gelungen zu sein. Also nicht lichenisiert ... In Wasser


    Gestern hatte ich noch einen Versuch mit BWB gemacht


    LG, Bernd

    Hallo Erna, ich habe solche P. didactyla mit derartig großen Apothecien noch nicht gesehen. Meist sind die schlanker und dunkler, wie du ja auch von deinen späteren Funden schreibst. Was anderes kommt aber eigentlich nicht in Frage.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    zusammen mit einer Stecknadel (die sich wieder als Mycocalicium subtile herausgestellt hat) wuchs eine kleine (bis 0,5 mm) mit dem Auge punktförmige, schwarze Flechte ohne erkennbares Lager. Ich hatte Becher und Pyreno nicht ausgeschlossen, aber unterm Mikroskop sind dann doch reichlich Algen zu sehen - und sehr charakteristische Sporen

    im Makrofoto in der Vergrößerung sieht es aus, als wäre der Innenbereich der Apothecien farblich leicht abgesetzt, ~dunkelgrün

    einen sauberen Schnitt von der Struktur habe ich leider nicht hingekriegt, links ist das Holz vom Substrat. Und was davon macht die Flechte nun makroskopisch schwarz?

    Asci sind reichlich vorhanden, 45-70*8-11 µm, neben den Sporen sind noch zahlreiche kleinere Objekte vorhanden - Konidien? oder gehören die zu den Algen?

    die Sporen, 12-19*6-7 µm, sind überwiegend 4-zellig, an den Septen eingeschnürt, mittig deutlich dicker

    Paraphysen schlank, unter 2 µm, wenig oder gar nicht verdickt


    Keine Ahnung, wo ich da beim Schlüsseln anfange ...

    Danke für's Anschauen und evtl. weiterführende Hinweise

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, und willkommen bei den Pilz- und Flechtenfreunden, Erna!


    bei den ersten beiden Bilder hätte ich auch an P. neckerii gedacht (wegen der dunklen Apothecien und der sehr ausgedehnten schwarzen Adern unterseits), beim dritten Bild frage ich mich, ob das überhaupt dazugehört, oder nicht eine andere Art ist (die Apothecien sieht man nur von unten?). Martin hat ja darauf hingewiesen, dass die Apothecien im jungen Stadium rund und flach sind, und auch meist wie eingerahmt wirken. Erst die älteren Apothecien krümmen sich dann in Sattelform, teils sogar wie ein Rohr eingerollt - wie bei der zweiten Art gezeigt.

    Bei der zweiten Art könnte ich mir P. didactyla vorstellen - die habe ich aber noch nie so grün gesehen. Hast du vielleicht Fotos von vor Ort?


    LG, Bernd

    Hallo Stefan, willst Du damit sagen, dass das keine Flechte ist? Hast Du ein Beispiel für einen Pilz, der ein Mazaedium bildet und keine Flechte ist? Oder meinst Du, dass das gar keins ist, und dass das Konidiensporen sind? Ich sehe keinen prinzipiellen Unterschied zu den anderen Stecknadelflechten, die ich in den letzten Tagen angeschaut habe (viele davon auch hier gezeigt).


    LG, Bernd

    N'abend miteinander,


    an einem Fichtenrest, der vor einigen Jahren (<10) abgebrochen ist und seitdem von Ameisen bevölkert ist, habe ich überraschend eine knallgelbe Stecknadelflechte gefunden, Südseite, ohne irgendwelchen Wetterschutz. Ohne gefärbtes Lager, wie dies bei Ch. furfuracea der Fall wäre. Zudem sind diese Stecknadeln viel kürzer gestielt. Zusammen mit dem kurzen Stiel und der Färbung ist mein Verdacht Chaenotheca brachypodia (brachypodia "Kurzfuß"), die auch das Synonym Ch. sulphurea hat, was farblich exzellent passt.

    Also erstmal Fotos von vor Ort, ein Lager kann ich nicht erkennen, allenfalls hat das Holz einen Grünton in dem Bereich der Nadeln, aber nicht überall.

    direkt auf Holz, teils aber auch auf Rinde, wo diese angrenzt


    Auflicht

    junge Exemplare sind knallgelb

    ältere haben braune bis leicht grüne Töne

    Mikrobilder

    die Algen würde ich als chlorococcoid bezeichnen

    Sporen sind etwa 3 µm im Durchmesser, in erster Nährung kreisrund, glatt. Am Glas war ich mir nicht sicher, ob die Sporen pigmentiert sind oder nicht/schwach. Nach den Fotos (und Vergleich zu den anderen Arten) tendiere ich eher zu "pigmentiert".

    Mit den Schlüsseln komme ich nicht unbedingt zu Coniocybe (Chaenotheca) brachypodia, u.a. wegen den falschen Algen, allerdings habe ich keine Idee, was es sonst sein könnte. Und Mikrobilder zum Vergleichen finde ich auch keine.


    LG, Bernd

    Hallo Erik, klingt sehr interessant. Um welche radioaktiven Elemente, die mit Polyporsäure reagieren, geht es denn. Und aus welcher Quelle sollen diese isoliert werden und wie erfolgt die Entsorgung der fertigen Verbindung?


    Welche Mengen schweben Dir denn da vor. So ein häufiger Pilz ist das ja nicht, im Laufe des Jahres begegnen mir vielleicht eine Handvoll. Ich kann die Tage mal schauen an den üblichen Stellen, ob der zuhause ist.


    Wobei die Kartierung für Deutschland den schon als häufigen Pilz auszuweisen scheint https://www.pilze-deutschland.…idulans-fr-p-karst-1881-1


    LG, Bernd

    Hallo Mario, das mit der Kartierung und Seltenheit kann daran liegen, dass der nicht jedes Jahr erscheint bzw. häufig ist. In diesem Jahr fand ich den geradezu als Massenpilz. Und für die Karte reicht ja ein gutes Jahr.


    LG, Bernd

    Hallo Patrick, auch hier vielen Dank für Deine Einschätzung. Da die reichlich vorhanden ist, kann ich die genannte Eigenschaft in den nächsten Tage nachprüfen. Ch. trichialis hatte ich derweil mehrfach. Da muss ich nochmal die Bilder im direkten Vergleich einstellen.


    LG, Bernd

    Hallo Patrick, danke für Deine Einschätzung. Auf dem Beleg waren leider nur sehr wenige Exemplare vorhanden und das Präparieren fand ich schwierig, sodass ich dass nicht so einfach nachprüfen kann. Im benachbarten NSG wurden Ch. laevigata gefunden, es wäre also nicht unplausibel.


    LG, Bernd

    N'abend,


    zum Vergleich mit der gestrigen fraglichen Physcia habe ich mich auf dem Hof nach Physcia Arten umgeschaut

    an einem jüngeren (25-30 Jahre) Ahorn wohl mindestens 3 Arten auf einem Bild: rechts Ph. adscendens, links Ph. tenella, oben mittig Ph. stellaris

    1) Physcia adenescens, keine Apothecien

    auf Apfelzweig, nach unten beutelförmige Sorale an den Lappenenden

    Unterseite

    naß

    mit KOH 20% und 3% grüngelb, nach dem Trocknen verbleibt ein Gelbton


    2) Physcia tenella, Lippensorale, einige wenige Apothecien

    naß, auch diese wird mit Wasser lindgrün


    Sporen 17-27*7-11


    3) Physcia stellaris, viele dunkle Apothecien


    kaum reife Asci und sporen zu sehen

    Sporen 12-15*6-7 am unteren Ende der Skala laut Literatur, wohl aufgrund der mangelnden Reife



    Damit wäre zumindest die Frage geklärt, ob Grünfärbung bei Nässe gegen Physcia spricht. Nein, tut es nicht - wenigstens nicht bei allen Arten.


    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    ich habe mir gerade die Verbreitungskarte für Deutschland angeschaut und verstehe Deine Skepsis. Der Plausibilitätscheck sagt, dass Physcia leptalea in Litauen vorkommt und nicht in der Roten Liste geführt wird.


    Der Test mit KOH 20% erfolgte gleichzeitig. Bei A. ciliaris ganz leichtes hellgrün, das wieder verschwand. Bei Physcia dieses gelbgrün, das nicht verschwand - sieht man im letzten Bild, der dunklere Fleck bei der "10" [vermutlich muss ich da mal einige Physcia mit KOH testen, was "gelb" hier bedeutet]. Die Breitenangaben für die Lappen passen genau "(1.5-)3-4(-6) mm wide" für A.c. versus "(0.5)1-1.5(-2) mm wide" für Ph. l.


    Dass die "Verwechslungsart" viel seltener ist als die gesuchte, war mir eingangs nicht klar. Da werde ich wohl nochmal los müssen und ein Exemplar mit Apothecien suchen. Aber eigentlich wollte ich ja nur A. ciliaris zeigen :D. Sagen wir mal, das wäre eine Miniaturvariante von 30%, dann sollte man doch auch Varianten von 40...50...70% finden. Oder? Es gab aber nur normalgroße A. c. und dieses andere Dings.


    LG, Bernd

    N'abend allerseits,


    vor einiger Zeit hatte ich Anyptychia ciliaris gezeigt (Einige Flechten von gestern Nr. 6). Dieser Tage bin ich mal wieder bewusst über die Art gestolpert und habe mich eingelesen, was man für die Bestimmung braucht (da ich kaum Flechtenchemikalien habe) und welche Verwechslungsarten in Frage kommen. Relativ übersichtlich, deswegen habe ich heute Belege eingesammelt und bin drei Bäume weiter auch einem Kandidaten für die primäre Verwechslungsart Physcia leptalea begegnet - wo die sogar nebeneinander wuchsen und dann eigentlich keinen Grund mehr zur Verwechslung geben (beim Einsammeln hatte ich den Fotoapparat nicht mit). Mit dem Schlüssel mag das anders aussehen.


    Anaptychia ciliaris

    An kräftiger, +/- solitärer Eiche (3,5 m Umfang) vor Ort, die meisten Rosetten mit Apothecien

    Belege, links Physcia leptalea, mittig A. ciliata, rechts A. ciliata altes Exemplar

    Unterseits weiß, ohne Rhizinen, aderig

    mit KOH kaum Verfärbung, feucht →lindgrün

    Schnitt durch Apothecium

    das sind wohl Pyknidien

    Sporen einfach septiert, teils eingeschnürt, bis 45-25 µm

    freie Sporen von dem alten Exemplar



    Physcia leptalea [edit: irgendwas anderes]

    An Espe, viel schlankere "Zweige" als bei A. ciliaris und deutlich dichter gepackt, das Exemplar ohne Apothecien, ob es welche mit Apothecien gab, habe ich leider nicht geprüft. Keine Sorale.

    gelb-grün Verfärbung mit KOH 20%, bleibend dreckig grün

    feucht

    LG, Bernd

    Eine habe ich noch. Auch in feuchtem Wald mit Schwarz-, Grauerle, Fichte, Eiche, Esche, Espe. An toter Fichte auf dem Holz.

    Köpfchen und Stiel teils gelbgrün

    das Quetschpräparat ist weitaus lockerer als bei den bisherigen Arten

    Asci sind vorhanden, trotzdem schlüssele ich nach Mazaedium vorhanden - so ähnliche Bilder finden sich hier http://crustose.net/calicioids…=14#Chaenotheca_chlorella

    Sporen von rund 2,5-4 µm bis zu 3*6 µm länglich, rauhe Oberfläche

    Algen sind vielfältig


    Am ehesten komme ich hier zu Chaenotheca chlorella, auch wenn die Sporen bei mir etwas kleiner sind, als in der Literatur

    Habitat scheint soweit zu passen "ou conifères, ou lignicole (sur troncs décortiqués), dans les endroits ombragés et présentant une forte humidité atmosphérique."

    Chaenotheca_chlorella


    LG, Bernd

    Nabend,


    zusammen mit Ch. ferruginea an Fichte ist mir noch eine deutlich filigranere Stecknadel untergekommen, die ich erst unterm Mikroskop bemerkt habe

    Der Wald ist ziemlich feucht: Schwarzerle, Moorbirke, Fichte und Esche. Auf dem Foto die ca. 20-jährigen Schwarzerlen des Bestands daneben.

    die Probenentnahme gestaltete sich ohne Stereolupe recht schwierig, scheint aber gelungen zu sein. Die Probe vom Lager wurde separat entnommen, sollte aber schon dazugehören.

    Sporen in Luftblase und in KOH 3%, von rund (ab 4 µm) bis deutlich langgestreckt (5*10 µm), warzig

    Algen


    Damit komme ich zu Ch. laevigate, wobei es da mit dem Vergleichsmaterial schon deutlich schlechter aussieht.


    LG, Bernd

    N'abend,


    der heutige Nachschub an Stecknadeln umfasst eine relativ kräftige braune Art auf gelblichem, mehligen Lager an gnubblig gewachsener, harziger Fichte

    wie man sieht beschränken sich die Nadeln auf den gelblichen Bereich

    Auflicht

    vor Ort nicht gesehen, erst unterm Mikro entdeckt, daneben ist noch eine deutlich winzigere gelbe Stecknadel auf grauem Lager

    KOH 3%


    Sporen rund, 5-7 µm, ornamentiert bzw. unebene Oberfläche

    Algen kugelig


    Mit all dem zusammen komme ich mit beiden Schlüsseln (Wirth et al. & Italic 8) zu Chaenotheca ferruginea, auch die Sporenbilder bei Italic sehen vergleichbar aus.


    LG, Bernd