Beiträge von Peter

    Tja,


    so war das damals. Pantherpilze galten als essbar und wohlschmeckend.


    Obwohl es bereits um 1900 einige Hinweise auf Vergiftungen gab, war der Pantherpilz vielerorten weiterhin Marktpilz.

    Erst um 1920 wurde deutlich, dass Pantherpilz und Grauer Wulstling zwei verschiedene Arten sind, von denen nur eine problemlos verzehrt werden konnte. So wurde meist der Graue Wulstling verspeist, aber immer für den Pantherpilz gehalten.

    Die Unterscheidung mochte wohl nicht jeder mit vollziehen. Bis in die 1940er Jahre gab es noch Pilzbücher, die den Pantherpilz als essbar priesen.


    Grüße

    Peter

    Hallo,


    schön, dass ihr so gut englisch könnt. :)


    Es gab mal den Spruch eines erfahrenen Mykologen (der auch die Veröffentlichung von HILBER kannte): "Jeder, der neue Arten beschreibt, sollte vorher gezwungen werden, 1 Jahr in einer Austernpilzzuchtanlage zu verbringen. Dann wird nicht jede kleine Veränderung zur neuen Art erhoben."


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Michael,


    deine Versuche sind sehr interessant und gleichzeitig auch lehrreich - nicht nur für dich.

    Genau das ist es, was die Freude am Entdecken entfacht. :thumbup:


    Solche Versuche werden natürlich viel eher kontaminiert, als wenn man in Reinräumen steril arbeiten kann, aber ich bin sicher, wenn du dran bleibst werden sich Erfolge einstellen.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    die Motivation der Personen, die die "Prüfungsfragen" erarbeiten/erstellen/überarbeiten scheint nicht gerade sehr hoch zu sein. Man hat so ein wenig das Gefühl, dass sich da ein paar Leute getroffen haben, die in kurzer Zeit möglichst viele Fragen formulieren sollten.

    Aus der vorrangigen Quantität, wäre es - nach jetzt schon 6 vergangenen Jahren - eventuell mal an der Zeit, diese endlich qualitativ zu überarbeiten.


    Aber wahrscheinlich wird die Kraft der Mitarbeiter in der Fertigstellung vom "ausbildungs- und tätigkeitsbegleitender Leitfaden" gebraucht, der in der Prüfungsrichtlinie von 2015 offiziell angekündigt wurde.


    Gruß

    Peter

    Hallo zusammen,


    ich hätte ansonsten noch den Erb und Band 1 von Bassos "Manuale di Microscopia dei Funghi" in digitaler Form, wenn da Interesse besteht.


    Björn

    Hallo Björn,


    ich glaube, du solltest dich mal mit den Regelungen des Copyright befassen, bevor es teuer werden kann. :whistling:


    Gruß

    Peter

    Hallo Suku,


    der Pilzsachverständige in Deutschland hat eine Beratungsfunktion, die er entsprechend seiner Kenntnisse ausübt - mehr nicht.

    Für ein "Einbehalten" von Fundgut o. ä. hat er keine Befugnis. Dazu gäbe es auch keinerlei Rechtsgrundlage.


    Das auch im Forum gern verwendete "...die würde ich nicht freigeben.." heißt nichts anderes als "... diese Pilze sind giftig, ungenießbar, zu alt, nicht zum Verzehr geeignet, kenne ich nicht..., ... ich würde nicht empfehlen, sie für Speisezwecke zu gebrauchen...".


    Was der Ratsuchende anschließend mit seinem Sammelgut macht, kann/muss dem PSV egal sein.


    Gruß

    Peter

    Hallo Mona,


    deine Zucht zeigt guten Erfolg.

    Immer besprühen reicht aus, wenn du fleißig bist.


    Das Risiko an den Sporen zu erkranken ist sehr(!) gering. Ich weiß nicht, wieviele Hobbykulturen alleine in Deutschland verkauft und in der Wohnung zum Fruktifizieren gebracht werden. Mir ist kein einziger Fall bekannt, dass von denen jemand an den Sporen erkrankt ist. Insofern halte ich Panikmache für überzogen.


    Das verhält sich bei Intensivkulturen anders, wenn Arbeiter jeden Tag mehrere Stunden in den Räumen verbringen.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Sandra,


    danke für die Bilder. Das System und die Adaption sehen prima aus und funktionieren. Du kannst Bilder mit der Kamera machen.

    Das Programm Olympus Capture ist MAC-fähig. Die Kamera muss anscheinend über USB verbunden werden.

    Software Download | OLYMPUS Capture | OM Digital Solutions


    Ich würde versuchen, das Programm zu deinstallieren und neu zu installieren. Dann nach updates suchen (evtl. macht das das Programm selbständig). Wenn es läuft, hast du wenigstens schon mal das Vorschaubild auf dem Monitor. Ob das Programm auch die Möglichkeit beinhaltet, Messungen vorzunehmen, weiß ich nicht.


    Aber wenn du die fertigen Bilder auf dem Computer hast, kannst du z. B. mit dem kleinen Programm von Jens Ruedig direkt am Bild vermessen. Einmalig muss man natürlich den Maßbalken definieren. Dafür hast du ja das Objektmikrometer.

    Makroaufmaßprogramm

    Verdammt, ich befürchte, das geht auch nur mit Windows...=O


    Leider kann ich nun doch nicht mehr weiterhelfen.

    Ganz ehrlich - mir selbst ist das zu viel Umweg für Messungen. Ich habe ein Messokular, bringe die Sporen ins Zentrum und lese direkt an der Skala ab -> fertig.


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Du kannst deine Anfrage aber auch mal im Mikroskopie-Forum stellen. Die Leute sind dort sehr hilfreich. Und auch dort gibt es ein paar MAC-ler.

    Hallo Sandra,


    gerne würde ich dir einen Rat(?)schlag geben. Dazu solltest du verraten, wie du an die Bilder kommst.


    - Welche Kamera nutzt du und wie ist sie adaptiert?

    - Welche Software ist bei der Kamera dabei?

    - Hast du ein Objektmikrometer und/oder ein Okularmikrometer?


    Sonst bleibt es beim Raten...


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    auch ich kann nur vermuten. Mein erster Gedanke war "Weißer Polsterpilz".


    Da bleibt Timm wohl nichts anderes übrig, als die Stelle täglich zu besuchen und Kontrollbilder zu posten. :giggle:



    Gruß

    Peter

    die Anwendung von Pilzen hat wie der Name ja schon sagt in der TCM Tradition.

    Es tut mir leid,


    immer wenn ich diesen Satz in Verbindung mit der Traditionellen Chinesischen Medizin höre - meist als Begründung/Rechtfertigung von überzeugten Anwendern der Birkenporlingsauszüge oder ähnlicher kulinarischen Leckereien - stellen sich mir ein wenig die Nackenhaare.


    Gerne frage ich dann, ob ihnen Nashornpulver, Bärengalle,Tigerknochen oder Schildkrötenpanzer zu teuer geworden sind. Die "Heilkräfte" derselben sollen - laut TCM - unvergleichlich sein.


    Sind die Versprechen und Geschäftspraktiken mancher Vertreiber von "Heilpilzen" wirklich so anders wie die derer, die Nashornpulver anbieten? Der größte Unterschied dürfte wohl sein, dass die nichtpilzlichen "Wundermittel" bei uns nicht auf legalem Wege erhältlich sind.



    Gruß

    Peter

    Hallo,


    der Begriff "Heilpilz" erweckt den Anschein, dass damit Krankheiten geheilt werden können. So, wie wenn er ein Arzneimittel wäre.


    Für „Vitalpilz“-Präparate dürfen keine Aussagen getätigt werden, die auf ein Arzneimittel schließen lassen.

    „Vitalpilze“ – eine rechtliche Einordnung - Ernährungsmedizin


    Vielleicht sollte man das dem Forensponsor auch mal mitteilen.


    Mir persönlich ist es ziemlich egal, was die Leute alles "Heilendes" in sich hineinschieben. Immerhin halte ich Pilze für etwas appetitlicher als die Eigenurintherapie, und sie liegen auch nicht so schwer im Magen wie Heilsteine. :giggle:


    Gruß

    Peter

    Ja der Chaga schlägt am Anfang durch, weil er den Körper reinigt, es kommt also alles raus was da so seit Jahren drin lagert.

    Hallo,


    das interessiert mich.

    Was sind denn das für Stoffe(?), die da rauskommen und was vorher in deinem Körper gelagert hat?


    Gruß

    Peter

    Hallo Sandra,


    da möchtest du ein neues/anderes Mikroskop haben und teils wird dir fast davon abgeraten, weil du doch schon eines hast. Komisch, wenn hier jemand eine neue Kamera sucht, habe ich sowas noch nie gelesen.:giggle:


    Das Zeiss Standard ist sicher ein ordentliches Mikroskop. Und dass du damit umgehen kannst, zeigen deine eingestellten Mikrofotos.

    Einige ältere Standards haben Schwächen in der Beleuchtung, das muss man zugeben. Aber die Optiken können meist mit denen modernerer Mikroskope mithalten.

    Dass irgendwann der Wunsch nach etwas "Neuem" erwacht, kann ich gut nachvollziehen.


    Mein erstes Mikroskop war ein Euromex (.... wurde mir von einem Anfänger damals empfohlen....). Das fand ich als Anfänger gut, ich hatte ja auch keine Vergleichsmöglichkeiten - bis ich bei einer Tagung mal durch ein anderes Mikroskop (das OLYMPUS CH2 von Andreas Gminder) geschaut habe. Das war wie ein Quantensprung. Das, was ich bisher immer erahnen musste (z. B. Sporenornamente bei Täublingen), war einfach so zu sehen.

    Logischerweise holte ich mir, sobald es meine finanziellen Möglichkeiten zuließen, ein OLYMPUS (BH2). Mit dem begann meine Begeisterung für die Mikroskopie. Irgendwann, im Laufe vieler Jahre, kamen noch Phasenkontrast (brauche ich selten), Dunkelfeld (einfach schön), DIK (prima, oft genutzt und sehr schön) und auch Fluoreszenz (für Pilze eigentlich unnötig) dazu. Die "eierlegende Wollmilchsau" besitze ich nun und bin damit seit Jahren sehr zufrieden. Durch die verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten habe ich mir auch andere Bereiche mit Freude mikroskopisch erschlossen (Algen, Einzeller, Amöben, uvm.). Den Wunsch nach etwas "Neuem" habe ich nicht mehr.

    Ob das auch "dein" Mikroskop wäre, kann ich nicht beurteilen.


    Viele Mikroskope durfte ich über Jahre bei den verschiedensten Gelegenheiten testen und direkt vergleichen. Dafür habe ich immer ein paar Testpräparate (Diatomeen, Pilzdauerpräparate) parat. Die Optiken der älteren Geräte brauchen sich vor denen der modernen nicht verstecken. Das betraf die Marken Zeiss, Olympus, Leica und Nikon.

    Bei den neueren Geräten unbekannterer Marken (zumeist Chinaware, die vom Importeur gelabelt wird) gab (und gibt) es gute, sehr gute und auch absolut minderwertige Geräte - und das bei äußerlich identischen Modellen! Die Qualitätsunterschiede können sehr groß sein.

    Besonders macht sich die mangelnde Qualität auch in der Mechanik bemerkbar. Wackelnde Objekttische, rutschende, ruckelnde Feintriebe, klapprige Stative u.ä. können bereits recht früh auftreten. Reparaturen sind schwierig, zumal Ersatzteile kaum erhältlich sind.

    Leider gibt es nur noch sehr wenige Mikroskopie-Fachgeschäfte, bei denen man die Modelle einfach mal selbst haptisch bedienen und testen kann. Das ist eigentlich der beste Weg, wenn man was "Neues" sucht.

    Dann merkt man sehr schnell, ob einem das Modell "auch liegt". Mikroskopieren macht keinen Spaß, wenn man ständig nach ungeschickt liegenden Trieben suchen muss.

    Ein Trinokular ist eine Sache, aber die Adaption einer Kamera ist nicht immer so leicht, wie man denkt. Da sollte man sich vorher gut informieren, wie das am ausgewählten Modell machbar ist - und zu welchen Kosten!

    Und nicht zuletzt, muss einem das Mikroskop auch optisch gefallen.


    Deine Wünsche und dein veranschlagtes Budget lassen viele Möglichkeiten zu. Für Neugeräte empfehlen kann ich guten Gewissens Christian Linkenheld (Betreiber des Mikroskopie-Forums). Er bietet gute Beratung und Service - auch nach dem Kauf.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    ihr backt doch nicht etwa selbst zu Hause? Wirklich? Mehlstaub kann dabei in Unmengen entstehen und beim Einatmen Probleme verursachen.

    Steht auf der Mehl-Verpackung nichts Erklärendes dazu, dass Bäckerasthma ausgelöst werden kann? Ansonsten würde ich dringend anraten, nicht solche Stoffe im Haus zu verwenden. Die Gesundheit geht vor. =O


    Natürlich sind Pilzsporen Allergene, die unterschiedliche Reaktionen auslösen können. Und wenn man im gewerblichen Intensiv-Anbau tätig ist, sollte man das bedenken und auch Schutzmaßnahmen für die dort Arbeitenden in Betracht ziehen.


    Lassen wir doch die Kirche im Dorf.


    Das Set von Karolin wird - falls es mal fruktifiziert - in erster Linie Freude bereiten, vielleicht sogar kulinarisch. Ich gönne es ihr.

    Natürlich wird es dann auch Sporen produzieren. Daraus dann gleich eine Gefährdung der Gesundheit abzuleiten, halte ich für übertrieben.


    Gruß

    Peter


    PS: Ich überlege gerade, ob man bei Pilztagungen nicht vorsichtshalber auf das Auslegen der zusammen getragenen Pilze in einem geschlossenen Raum verzichten sollte, aus Gesundheitsvorsorge. :saint:

    Hallo,


    ich lese gerne was hier so kommt - aber ich glaube (oder verstehe) nicht alles.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat Steve beim Kalibrieren des 100er Öl-Objektivs mit dem Objektmikrometer einmal 86 Striche (mit Immersionsöl) und mit zusätzlichem Deckglas über dem Deckglas des Mikrometers plötzlich 98 Striche auf der Okularstrichplatte.


    Diese große Abweichung hört sich für mich sehr merkwürdig an.

    Soeben habe ich es selbst probiert bei meinem 100er Objektiv. Dem ist es sehr egal, ob da 1 oder 2 Deckgläschen mit Wasser dazwischen sind -> es zeigt im Messokular immer genau(!) gleich viel Strichlein an.


    Kann jemand mal an seinem Mikroskop nachprobieren, was Steve erlebt hat?


    Vielleicht habe ich ja einen Verständnisfehler...? :(


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Stefan,


    leider gibt es sehr viele Schlüssel, die deutliche Schwächen haben. Irgend jemand hat es, glaube ich, schon mal hier gesagt:

    Ein Schlüssel ist nur so gut, wie der Ersteller ihn gemacht hat. Und das ist die Crux.


    Ich weiß nicht, wie oft Walter Pätzold den einfachen Pilzschlüssel in "1x1 des Pilze sammelns" an allen möglichen Personen (auch absoluten Nichtpilzlern) getestet hat, es waren nicht wenige. Ihm ging es damals darum, mit einfachen Worten - möglichst ohne Fachausdrücke - den unerfahrenen Pilzsammlern eine Hilfestellung zu geben. Und ich glaube, das ist ihm ganz gut gelungen.

    Natürlich sind da dann nicht alle Gattungen enhalten.


    Einen Schlüssel für alle Pilze gibt es nicht. Viele haben früher gedacht, sie könnten mit dem "Moser" alle Pilze schlüsseln. Das haben Generationen von Pilzlern mehr oder weniger korrekt vollzogen.


    Pilzfruchtkörper zeigen eben nicht immer deutlich die Merkmale, die sie qualifizieren.
    Und wenn diese Merkmale als Schlüsselmerkmale benutzt werden, wird man eben fehlgeleitet.


    Die Bestimmung lebt eben auch von einem guten Teil Felderfahrung.


    Das macht sie aber auch spannend. :)


    Gruß

    Peter

    Hallo Steve,


    wir werden dir nicht helfen können. warum?

    - Du hast unendlich und endlich Objektive am gleichen Mikroskop!

    - Du zeigst uns immer nur Teile deines Mikroskops.

    - Wir wissen nicht, wie dein Mikroskop aussieht und welche Anbauteile du hast.

    - Wir wissen nicht, was für Okulare du hast.

    - Wir wissen nicht, was für eine Strichplatte du eingelegt hast. Es gibt verschiedene!

    - Wir wissen nicht, an welcher Position du die Strichplatte eingelegt hast.

    - Wir wissen nicht, welches Öl du verwendest und wie du es benutzt.


    So funktioniert das nicht.


    Ich habe an meinem Mikroskop gestestet. Wenn ich das 100x Objektiv benutze, dann habe ich mit Öl ein gutes Bild und den Umrechnungsfaktor 1:1. Ohne Öl habe ich ein sehr schlechtes Bild und immer noch 1:1 (identisch).


    Ich bin raus.


    Freundliche Grüße

    Peter