Beiträge von Peter

    Hallo,


    auch wenn das untersuchte und beobachtete Gebiet in Baden-Württemberg liegt, vielleicht interessiert es andere auch.


    Der 0,7 ha große Schonwald „Heselmiss“ bei Oberreichenbach-Würzbach wurde von Bernd Miggel und Liss Hoffmann in den Jahren 2023-2025 auf Pilze und Flechten hin kartiert. Dabei wurden 130 Großpilzarten, 14 pflanzenparasitische Kleinpilze sowie 25 Flechtenarten notiert – ein beeindruckender Artenreichtum für dieses kleine Gebiet. Darunter sind auch einige seltene und/oder gefährdete Arten. Besonders bemerkenswert ist der Fund des sehr seltenen Tricholoma colossus (Riesenritterling), welcher in der Roten-Liste-Kategorie 2 (Deutschland) bzw. 1 (Baden-Württemberg) geführt wird.


    Die Dokumentation ist vor Kurzem fertig gestellt worden und kann kostenfrei über die Homepage des "Vereins der Pilzfreunde Stuttgart e. V." herunter geladen werden: https://www.pilzfreun.de/2026/…ogische-bestandsaufnahme/


    Gruß

    Peter

    Hallo Michael,


    hier siehst du den Einfluss von zu stark zugezogener Blende im direkten Vergleich zu korrekt weit geöffneter Blende.



    1. Blende zu stark geschlossen: große Tiefenschärfe, matschiges Bild,

    2. Blende korrekt weit geöffnet: kleine Tiefenschärfe, aber die Spore in der Mitte einwandfrei scharf


    Einen ähnlichen Effekt bekommt man auch, wenn die Kondensorhöhe falsch eingestellt ist. Der Kondensor sollte möglichst weit (fast ganz) oben sein.


    Gruß

    Peter


    PS: Wasser was zu viel ist, tritt beim Quetschen seitlich aus dem Deckglas aus. Das mit Taschentuch absaugen, fertig.

    Hallo Benjamin,


    die ganzen Begriffe werden (leider) nicht einheitlich gebraucht. Sowas kommt in der Mykologie immer wieder vor.

    Man muss sich einfach bewusst sein, dass es so ist und letztendlich selbst immer dazu schreiben, was man damit meint.

    Persönlich vertraue ich dem Altmeister Clemencon mehr als irgendeiner Wikipedia. Vielleicht hilft dir das hier ein wenig weiter:


    Aus Clemencon "Anatomie der Hymenomyceten" S. 72

    Übersicht:

    1. lnhalt der Sekrethyphe flüssig und klar (alle Sekrete gelôst), bei Verletzung ausfliessend. Verletzte Pilze einen wâsserigen Saft entlassend: Klasse der HYDROPLEREN (s. 7g)
    1* lnhalt anders: opaleszierend, milchig, tropfig, sandig, kristallin oder gallertig fest.
    2. lnhalt flüssig, opaleszierend, milchig, tropfig, sandig oder kristallin und dann nur Zellsaft flüssig: Klasse der HETEROPLEREN (S 75)
    3. Hyphen turgeszent und Deuteroplasma dünnflüssig, deshalb bei Verletzung reichlich ausfliessend; verletzte Pilze meist milchend: Kategorie der Laticiferen
    3* Deuteroplasma nicht oder nur mikroskopisch ausf liessend, verletzte Pilze nicht milchend: Kategorie der Gloeopleren
    2* lnhalt (Deuteroplasma) gallertig{est, homogen oder heterogen: Klasse der THROMBOPLEREN (S. 85)


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS1: Leider ist es mir nicht möglich, den Text gescheit zu formatieren.

    PS: Das Buch gab (gibt?) es zum Herunterladen irgendwo gratis.

    Hallo Suku,


    das erste Bild (Sporen) ist schon ganz gut.

    Bei den anderen ist zu viel Material unter dem Deckglas und zu wenig gequetscht.

    Wahrscheinlich ist auch zuviel Flüssigkeit darunter.

    Und wenn du die Blende noch deutlich weiter öffnest, werden die Bilder schärfer.


    Aber genau so geht Mikroskopie! :daumen:


    Gruß

    Peter

    Ich lerne das mit der Fotografie noch, und bin total begeistert, was für gute Ergebnisse man mit so "altem" Equipment noch erzielen kann, die den Vergleich mit modernen spiegellosen Systemen nicht unbedingt scheuen müssen.


    Hallo Suillus,


    in den letzten 20 Jahren haben sich die Gesetzmäßigkeiten der Optik nicht verändert. ;)


    Schön gemachte Bilder!


    Gruß

    Peter

    Ist es wirklich nötig, sich hier gegenseitig "abzuarbeiten"?


    Es gibt Personen, die Pilze gerne fotografieren, aber keine große Lust zum genauen Bestimmen haben. Ebenso wie es welche gibt, die ganz wild aufs Bestimmen sind, aber nicht fotografieren wollen oder können.

    Da darf man doch gerne ein wenig toleranter sein.


    Gruß

    Peter


    PS: Die scheinbar "tiefe Artenkenntnis" so mancher PilzbuchautorIn darf man gerne auch mit den Bestimmungsergebnissen der sie umgebenden Experten in Zusammenhang bringen. ;) :saint:

    Hallo Michael,


    das ist doch schon ein Anfang.

    Bonn ist so gar nicht meine Gegend. Empfehlen kann ich trotzdem die Gruppe https://mikroskopie-bonn.de/wi…tellt_sich_vor/index.html . Sie sind keine speziellen Pilzler, haben aber auch pilzliche Themen. Und der Workshop "Schneiden - Färben - Legen" von Jörg Weiß ist wirklich legendär. Den habe ich selbst schon mitgemacht. Das war für mich der Auslöser, Dauerpräparate von Pilzen zu machen.


    Gruß

    Peter

    Hallo Michael,


    Mikroskopiekurse kann man nie genug besuchen - man lernt jedesmal was dazu.

    Unbedingt empfehlenswert sind Pilz-Arbeitskreise. Die sind regional organisiert, treffen sich regelmäßig und mikroskopieren auch. Da kann man anderen "über die Schultern schauen" und lernt in wenigen Minuten der Praxis oft mehr als beim stundenlangen Surfen.

    Die AKs sind meist Pilzvereinen angeschlossen. Wenn du uns sagst, wo du zu Hause bist, kann man vielleicht Empfehlungen geben.


    Gruß

    Peter

    So wie Wolfgang habe ich auch meine Pilzzuchtversuche durchgeführt.


    Mit primitiven Mitteln (Wasser, Spüli und Brennspiritus) gereinigte Tischplatte in der Küche. Abgeflammt wurde mit dem Gasfeuerzeug. Frisch geerntete Stockschwämmchen aus dem Walde seziert und ein wenig Fleisch in die Agar-Petrischale.

    Das Myzel entwickelte sich prima. Und mit dem Umweg über Körner wurden Stämme beimpft. Die trugen Fruchtkörper wie blöd - nach 6 Jahren.

    Klar gab es kontaminierten Ausschuss, der entsorgt wurde. Aber das ist normal.


    Du machst dir viel zu viele Gedanken. Versuche es einfach!


    Gruß

    Peter

    "Studien" solcher Bauart lässt man an den Schulen in der 7. Klasse durchführen.

    Das Thema ist beliebig wählbar. Da werden dann auch eine Menge Tabellen erstellt und Diagramme gefertigt. Sinn des Ganzen ist es, Prozentrechnung und Tabellenkalkulation anzuwenden und darzustellen.


    Eine tatsächliche Aussagekraft beinhalten diese "Studien" leider so gut wie nie. - wie im obigen Artikel auch....


    Gruß

    Peter

    Ich habe (noch) keine Ahnung vom Mikroskopieren. Aber ich sehe zumindest eine Grube ganz deutlich.. würd ich sagen.


    Hallo Corne,


    das menschliche Gehirn trickst bei solchen Bildern die Augen aus. Wir haben den Eindruck, es seien Noppen. Das ist ganz normal.


    Es hilft nur, beim Mikroskopieren alle Ebenen durch zu fokussieren. Man fährt mit dem Feintrieb immer wieder hoch und runter. Dabei sieht man mal nur die Oberfläche der Spore scharf, mal den Rand. Wenn dabei die Blende weit geöffnet ist, ist die Tiefenschärfe am geringsten, dafür die Auflösung am größten. Ganz sicher kann man dann bei Betrachtung des Sporenrandes erkennen, ob es sich um Löcher oder Ausstülpungen handelt. Dann bekommt man im Gehirn plötzlich auch ein anderes, korrektes Bild von der Spore.

    (Den guten Mikroskopiker erkennt man daran, dass er ständig mit dem Feintrieb "spielt". g:-) )


    Mit einer einzelnen Fotografie lässt sich das nicht so einfach darstellen. Da bräuchte es z. B. eine gestackte Aufnahme.


    Gruß

    Peter

    Bei uns wird jedes Jahr direkt neben einer vielbefahrenen Landstraße eine ca. 4 m hohe Fichte mit großen Kugeln und sogar Beleuchtung schön geschmückt. Es ist immer überraschend und niemand weiß, wer das macht.

    Es erfreut die Vorbeifahrenden, was man an den erstaunten und fröhlichen Gesichtern sehen kann.

    Kurz nach Weihnachten ist der Baum wieder abgeräumt.


    Ich würde durchaus von einer positiven Wirkung zumindest auf die Fauna sprechen, wenn wir die Menschen dazu zählen. Scheinbar kann aber nicht jeder, diese positive Wirkung wahrnehmen.


    Gruß

    Peter

    Hallo Wolfgang,


    vielleicht kalkuliert man einfach die potentiellen Pilzsachverständigen der nächsten Jahre mit ein?

    Das Interesse an Pilzen und Pilzkursen wächst seit Jahren stetig. Davon werden einige "hängenbleiben" und den PSV machen wollen. Die denken jetzt bestimmt noch nicht an die Vorbestellung eines Leitfadens. Da braucht es vielleicht doch einen gewissen Vorrat an den Heften.


    Nur auf Vorbestellung zu produzieren, dürfte nicht ausreichend sein. Ihr habt ja nun zweimal die Erfahrungen damit gemacht.


    Gruß

    Peter

    Ich dachte bisher in meinem laienhaften Verständnis immer dass die Angabe PSV nicht geschützt ist aber mit Bezug (DGfM) dann schon...


    Hallo Lara,


    du siehst das genau richtig.

    Die Bayern haben nutzen deshalb PBBMG und PSVBMG , wie Christoph oben schrieb. Das ist vernünftig, um eine klare Abgrenzung zu signalisieren.

    Die DGfM hatte das hochgestellte DGfM eingeführt. Weshalb die DGfM dann irgendwann auf die bereits etablierten Bezeichnungen PilzsachverständigerDGfM (PSVDgfM) verzichtet hat, ist mir unverständlich. Aber ich muss ja nicht alles verstehen. ==zucken


    Gruß

    Peter

    Hallo hilmgridd,

    ich habe in unseren Breiten noch nie jemanden getroffen oder kennen gelernt, der sich ohne jeden Nachweis PSV nennt und damit diverse Angebote macht. Ist das tatsächlich so?

    Hallo Veronika,


    ich habe tatsächlich solche Leute kennen gelernt - leider. Es gibt Menschen, die kein Problem damit haben, sich selbst sogar als Pilzsachverständige der DGfM zu bezeichnen und Pilzkurse anzubieten, obwohl sie nicht mal Mitglied der Gesellschaft sind. Erst mit einer anwaltlich unterstützten Untersagung konnte dies in einem Fall eingestellt werden.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    man muss die Werbung und das Gebahren des Herrn Honstraß nicht gut finden. Aber eines muss man ihm lassen: Er hat mit seiner Methode Erfolg - schließlich ist seine Pilzschule "die Nr. 1 in Deutschland" (Zitat seiner Homepage). g:D

    Gruß

    Peter

    Mal ne Frage zu "Wildschytz": Ist die Ausbildung ("Zertifikatslehrgang") bei denen zum "Pilzführer" gleichgestellt mit dem PSV? In der Beschreibung stand, diese Ausbildung berechtige erfolgreiche Absolventen zu selbständig durchgeführten Pilzwanderungen, Korbkontrollen und Fundfreigabe.

    Hallo,


    nachdem die ganzen Bezeichnungen "Pilzführer", "Pilzberater", "Pilzsachverständiger" usw. nicht geschützt sind, darf sich jedermann so nennen - ohne irgendeinen Nachweis. (Den PSVDGfM gibt es anscheinend nicht mehr.)

    Die Ausbildung bei Wildschytz berechtigt zu nichts. Eine Ausbildung mit erfolgreicher Prüfung soll die Leute befähigen, Pilzwanderungen, Beratungen, etc. durchzuführen.

    Inwieweit es eine qualitative Vergleichbarkeit von "Pilzführer" mit dem "PSV" gibt, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Prüfungs-Bedingungen bei Wildschütz habe ich nicht finden können.


    Wildschytz ist ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen, das auf seine Art (auch) mit Pilzen Geld verdienen möchte. Ob es sich am Markt durchsetzt, wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall investieren sie eine ganze Menge in Werbung.

    Das muss einem nicht gefallen. Aber Nachfrage wird eben bedient.


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    Pholiota nameko gibt es z. B. hier bei Pilzmännchen zur Selbstzucht und in gut sortierten Asiamärkten frisch zu kaufen. Da muss ich nicht mal um die halbe Welt reisen.


    Gruß

    Peter