Nochmal hallo,
Ich konnte nun auch Nr. 4 klären. Wie Karl schon vermutet hat, ist es Collybia cirrata.
Die soll zwar auf alten Pilzen wachsen, Ludwig schreibt aber, dass diese Pilzreste oft kaum mehr als solche erkennbar sind.
Direkt daneben wuchsen frische Goldröhrlinge, also gut möglich dass ich unwissentlich eine sehr alte Goldröhrlings-Leiche gefleddert habe.
Ich habe die Lamellen nochmal gründlich mikroskopiert, dieses Mal mit Baumwollblau statt Kongorot.
Dabei konnte ich dann Marginalzellen entdecken, die recht gut zu denen bei Breitenbach/Kränzlin passen.
Sie sind nur wenig grösser als die Basidien und wenig zahlreich, daher schwer zu entdecken:
Am Stiel fanden sich dann mit etwas gutem Willen auch so etwas wie Kaulozystiden, wobei die meiner Literatur nie grossartig erwähnt sind.
Wenn niemand Einwände hat, lege ich das Pilzchen also unter Collybia cirrata ad acta.
Gruss Raphael
