Ja, solche hatte ich bei der Kollektion 2022, aber hier nicht. Mal schauen was bei der Sequenzierung rauskommt.
LG Raphael
Ja, solche hatte ich bei der Kollektion 2022, aber hier nicht. Mal schauen was bei der Sequenzierung rauskommt.
LG Raphael
Hallo Ditte
alles klar, danke!
Ich lasse sicher mal 11, 12 und 16 sequenzieren. 9 und 15 optional, wenn in unserem Projekt Platz dafür bleibt.
12 hatte ich mit meiner polytrichi-norvegici Kollektion von 2022 verglichen. Die schien mir schon makroskopisch recht anders zu sein.
Der Hut war hell faserig auf dunklerem Grund, hier genau umgekehrt. Zudem konnte ich hier keine Kaulozystiden finden.
Aber ich weiss halt nicht wie variabel das ist, ausschliessen kann ich es nicht.
Bei 15 hatte ich undatolacera auch angeschaut und ausgeschlossen, ich wusste nicht dass das die heterospora von Armada ist.
Ich hoffe die Autoren publizieren ihre anderen Arten bald gültig, wäre schade wenn die als "ad int." vor sich hin gammeln.
LG Raphael
so, noch zwei Risspilze zur Ergänzung für Ditte , dann ist diese Exkursion durch:
15:
Der hier gehört sicher in die lacera-Gruppe, aber ich bin recht unsicher ob es Inocybe lacera s.str. ist.
Die Sporen sind ungewöhnlich klein dafür, und auch die Zystiden anders als ich es kenne. Geruch spermatisch mit Pelargonium-Komponente.
Sporen laceroid aber kleiner als üblich: 8.9-10.3-12.0 x 4.1-4.5-5.1 µm, Q = 1.89-2.30-2.79 (n=20)
Cheilozystiden: Fast alle dünnwandig ohne Kristalle, oft braun pigmentiert, oft verkettet wie man es von Mallocybe kennt.
Habe nur die nicht-verketteten gemessen: 24-37-52 x 9-11-13 µm.
Pleurozystiden hingegen typisch metuloid.
An der obersten Stielspitze findet man wenige Kaulozystiden.
Vielleicht ist es Inocybe lacera var. heterospora, die Armada in den Artrang erheben möchte?
16:
Noch ein sehr schöner Risspilz mit diesem Farbkontrast. Geruch spermatisch.
Sporen schwach höckerig oder nur eckig, 8.2-9.3-10.1 x 5.6-6.2-6.7 µm, Q = 1.37-1.51-1.67 (n=20)
Cheilozystiden mit teils dünnen, teils sehr dicken Wänden, einige subcapitat, 43-49-56 x 15-18-23 µm.
Pleurozystiden meist dickwandig, lageniform.
Kaulozystiden findet man am ganzen Stiel.
Hier im unteren Stieldrittel.
Mit den gängigen Schlüsseln kriege ich den nicht bestimmt.
Ich lande bei Inocybe purpureobadia, die es aber wohl nicht ist. Sie soll dünnwandige Zystiden haben, und nur im oberen Stieldrittel Kaulozystiden.
Kokkonen & Vauras erwähnen da eine alpine Genbank-Sequenz aus Österreich, aber es ist wohl unklar ob das wirklich die purpureobadia ist.
Dieses Jahr ist wie verhext, ich habe schon wieder 14 weitere Kollektionen in Arbeit.
Bin völlig überfordert.
LG Raphael
Hallo,
Ich vermute mit "seidiger Dachpilz" meinst du Pluteus petasatus? Die deutschen Namen habe ich leider nicht so im Kopf.
Die Hutstruktur und Farbe erinnert mich eher an Pluteus semibulbosus.
Lg Raphael
wenn man den Geruch mal kennt, ist er in geeignetem Habitaten (Magerwiesen) leicht zu finden. Man riecht ihn schon auf einige Meter Entfernung.
Lg Raphael
Hallo zusammen
Also ich löse mal auf. Aber ich bin verwirrt. War es zu einfach oder zu schwierig?
Es dauerte lange bis der erste Tipp kam, aber der war sofort goldrichtig ![]()
Hodophilus foetens, der Stinkende Samtschneckling (bzw. einer davon, offenbar gibt es inzwischen auch mehrere Arten).
Das Teil ist wirklich übel, selbst der Sporenabdruck unter dem Deckglas stinkt noch.
Bisher hatte ich das nur beim Tintenfischpilz erlebt.
LG Raphael
Hallo zusammen
Zur Abwechslung mal ein Texträtsel.
Es geht um einen kleinen Lamellenpilz. Die Fruchtkörper sind noch schön frisch, nichts vergammelt.
Ich habe einen Sporenabdruck gemacht, der eine recht einzigartige Eigenschaft hat: Der Sporenabdruck stinkt
.
Hat jemand eine Idee, welcher Pilz das sein könnte? Auflösung folgt in 1-2 Tagen.
LG Raphael
Hallo Andy
Ich kann doch nichts dafür, dass es dieses Jahr Risspilze ohne Ende gibt
. Sowas gab es die letzten Jahre nie in meiner Region. Und je mehr man sich damit befasst, umso spannender wird es. Inocybe ist halt eine der Gattungen, wo man eine gute Chance hat auch mal was neues zu entdecken.
Aber darauf spezialisieren will ich mich vorläufig nicht. Gestern habe ich (nebst anderem) fünfzehn Entoloma-Kollektionen auf 2000m mitgenommen und bin schon wieder völlig überfordert. Hoffen wir das Pilzjahr bleibt so gut.
Lg Raphael
Also, hier die erste Serie Risspilze für Ditte .
Ohne Eile, wenn einmal Zeit dafür ist.
Habitat war überall bei Salix herbacea. In dem Gebiet gibt es stellenweise etwas Kalk, aber nur wenig.
9:
Hier habe ich lange herumgedoktert, aber komme auf keinen Namen. In den gängigen Schlüsseln lande ich bei subcarpta, die es aber nicht sein kann.
Geruch schwach spermatisch.
Sporen: Teils deutlich höckerig, andere nur eckig, insgesamt sehr unregelmässig.
9.2-9.7-10.2 x 5.7-6.2-6.8 µm, Q = 1.35-1.57-1.74 (n=20)
Cheilozystiden oft recht schlank und lang, 49-68-103 x 12-14-16 µm (n=10)
Pleurozystiden ebenso.
An der obersten Stielspitze gibt es Unmengen von Kaulozystiden.
Aber schon wenig tiefer, noch im oberen Drittel, gibt es keine markanten Zystiden mehr, nur noch bräunliche Fasern.
10:
Wieder mal so ein Beispiel, wie hässlich und langweilig braun alle Risspilze sind ![]()
Diese leuchtend gelb schimmernden Pilze sollten wohl Inocybe aurea sein.
Der Geruch war schwer definierbar, er erinnerte mich an irgendeinen Klebstoff.
Sporen: 7.9-9.0-10.1 x 5.0-5.6-6.4 µm, Q = 1.42-1.61-1.86 (n=20)
Cheilo- und Pleurozystiden dünnwandig, 44-51-56 x 15-18-23 µm.
Kaulozystiden im oberen Stieldrittel vorhanden, aber nicht sehr zahlreich.
11:
Diese wenig prächtige Kollektion ist vielleicht unbestimmbar, weil die Fruchtkörper noch nicht ausgewachsen sind.
Aber vielleicht ist es auch Inocybe monochroa? Ich finde die Zystiden und Sporen recht passend zu Favre's Zeichnung.
Geruch spermatisch.
Sporen recht gross: 10.2-11.6-14.3 x 5.2-6.2-6.8 µm, Q = 1.57-1.88-2.35 (n=20)
Cheilo- und Pleurozystiden mit langem Hals, oft mit parallelen Wänden, 67-75-85 x 10-15-19 µm
Metuloide Kaulozystiden gab es keine, nur solche Haare.
12:
Nochmal ein schwieriger Fall mit nur zwei Fruchtkörpern, dafür aber mikroskopisch recht markant.
Mein Arbeitsname ist Inocybe undulatospora. Geruch spermatisch.
Sporen nur etwas eckig oder gummibärchenförmig, 9.9-11.3-12.2 x 5.1-6.0-6.9 µm, Q = 1.63-1.88-2.11
Cheilozystiden 34-46-64 x 14-16-19 µm.
Pleurozystiden ähnlich.
Kaulozystiden fehlen, nur dunkle Haare vorhanden.
13:
Ein alter Bekannter, das hier sollte Inosperma gracilentum sein. Geruch nach Pelargonium.
Sporen: 8.7-10.1-11.1 x 4.9-5.6-6.1 µm, Q = 1.58-1.81-2.04 (n=20)
Cheilozystiden eher kurz: 19-31-40 x 8-9-10 µm
Kaulozystiden ähnlich, büschelig.
14:
Nur etwa 50 Meter entfernt eine zweite Art aus der Gruppe, die ich für Inosperma praetermissum halte.
Sporen schlank: 11.3-12.4-13.3 x 5.2-5.7-6.1 µm, Q = 1.93-2.19-2.35 (n=20)
Cheilozystiden schlanker, 32-43-50 x 9-9.5-10 µm
Kaulozystiden zahlreich.
So weit für heute, es folgen noch drei Kollektionen die ich untersuchen muss.
LG Raphael
Hallo zusammen
Letzte und vorletzte Woche war ich mit zwei Gleichgesinnten im Oberaar-Gebiet (Grimselpass) unterwegs.
Es gab dort viele Risspilze, dazu komme ich später. Zunächst ein paar "normale" Funde:
1:
Cortinarius alpinus sieht man immer mal wieder.
Habe ihn nur kurz angeschaut, weil es da nicht viel zu entdecken gibt.
2:
Alpine Körnchenschirmlinge interessieren mich, ich vermute es gibt da noch 1-2 halbkryptische Arten.
Dieser hier ist recht fahl gefärbt, auffallend auch die Farbe über der Ringzone.
Trotz allem bleibt es wohl vorläufig bei Cystoderma amianthinum agg.
KOH-Reaktion rötlich
Die Sporen sind amyloid, die Abmessungen helfen nur wenig weiter.
Sphaerozyten bräunlich, glatt.
3:
Schon etwas angetrocknet, aber trotzdem noch gut bestimmbar. Man beachte das teilweise abgestorbene Moos.
Das ist typisch für die parasitisch wachsende Deconica chionophila.
Sporen dickwandig und eher kurz
Cheilozystiden klein, lageniform
4:
Alpine Saftlinge gibt es nicht sooo viele. Den hier gibt es auch in tieferen Lagen, Hygrocybe cantharellus.
Sporen wenig eingeschnürt, ansonsten ziemlich nichtssagend.
HDS klar trichodermal.
5:
Die alpine "Schwester-Art", Hygrocybe glacialis.
Nach Boertmann 2010 soll sie identisch sein, inzwischen wurde die Art aber genetisch bestätigt.
Ich habe auch schon eine sequenzierte Kollektion aus der gleichen Gegend, von dort stammt auch der Arttypus.
Sporen ähnlich wie bei der vorherigen.
Hier ist die HDS nicht so klar trichodermal und von schmalen Hyphen überlagert.
6:
Kleine, alpine Telamonien sind momentan kaum bestimmbar.
Ich habe ihr trotzdem einen Namen gegeben, ohne Anspruch auf Belastbarkeit: Cortinarius subtilior.
Sporen deutlich warzig
HDS inkrustiert.
7:
Ein dunkler Milchling mit violett verfärbender Milch: Lactarius brunneoviolaceus.
Einen Sporenabwurf wollte er nicht liefern, deshalb nur ein Bild im Präparat.
8:
Dieser grosse, fransige Milchling ist direkt ansprechbar, Lactarius dryadophilus.
Die ersten Risspilze folgen dann gleich.
LG Raphael
So, hier kommen nun noch die vier Mallocybe.
Sie gehen alle in die Sequenzierung, so richtig klar lässt sich wohl keine morphologisch bestimmen.
9:
Eine eher grosse Art mit schwachem Pelargonium-Geruch, Durchmesser bis 35 mm.
Fleisch in der Stielbasis gelblich.
Sporen: 8.3-9.2-10.2 x 5.0-5.4-5.8 µm, Q = 1.48-1.71-1.94 (n=20)
Zystiden aus bis zu vier Elementen, das vorderste zylindrisch oder keulig, 17-22-27 x 7-9-10 µm.
Wenn ich die gelbe Stielbasis als kritisches Merkmal betrachte, müsste es M. substraminipes sein.
Aber da gefallen mir weder die Hutstruktur noch der Pelargonium-Geruch.
Einigermassen passen könnte auch Mallocybe hebelomoides, wie Armada diese darstellt.
10:
Diese hier ist makroskopisch täuschend ähnlich, aber mikroskopisch ziemlich anders.
Man muss wirklich jede Kollektion mitnehmen, am Standort kann man nicht entscheiden ob man sie schon hat.
Auch diese hatte schwachen Pelargonium-Geruch.
Hier ist die Stielbasis nicht gelb.
Sporen sehr kurz und breit: 7.3-8.4-9.3 x 5.2-5.8-6.6 µm, Q = 1.27-1.45-1.67 (n=20)
Zystiden oft kettenförmig aus rundlichen Elementen. Das Endelement rundlich, keulig oder fusiform.
Ich habe jetzt nur die länglichen Endelemente gemessen: 19-23-31 x 9-12-15 µm (n=12)
Wirklich bestimmen konnte ich ihn nicht. Vielleicht Ludwig's Mallocybe lagenicystidiata, aber die ist mir nicht so richtig klar.
11:
Noch eine kräftige Art mit deutlichen Hutschuppen. Geruch süsslich.
Und hier ist die Stielbasis wieder gelb.
Die Sporen sind klein: 7.0-8.5-9.5 x 4.8-5.2-5.7 µm, Q = 1.35-1.64-1.83 (n=20)
Zystiden mehrheitlich keulig, 15-20-27 x 9-12-15 µm.
Mit dem Geruch, der gelben Stielbasis, den eher kleinen Sporen und den Hutschuppen denke ich an Mallocybe substraminipes.
12:
Eine geruchlose Kollektion, jung mit reichlich Velum am Hutrand.
Schon wieder eine gelbliche Stielbasis.
Sporen etwas grösser als bei den anderen Kollektionen: 8.4-9.5-10.7 x 5.5-5.8-6.0 µm, Q = 1.51-1.74-1.94
Zystiden kettenförmig aus oft sehr kurzen Elemente.
Das vorderste habe ich nur gemessen, wenn es länglich ist: 15-20-25 x 7-8-9 µm (n=10)
So, das war die letzte Inocybe-Kollektion von der Gemmi.
Es gab noch ein paar Nicht-Risspilze, die stelle ich dann separat rein.
Die Inocybe-Kollektionen von vorgestern folgen in Kürze, darunter eine wunderschöne Inocybe aurea.
LG Raphael
Liebe Ditte
Danke, ja ich lasse die drei sequenzieren.
Dieses Jahr ist wirklich sehr gut für Risspilze, ich habe schon wieder zehn neue alpine Kollektionen.
Ich komme gar nicht mehr nach mit Bestimmen.
LG Raphael
Hallo zusammen
So, nun kommen ein paar weitere Risspilze.
6:
Bei dem hier bin ich der Meinung, dass er identisch mit Nr. 1 ist:
Sporen: 8.6-9.5-10.8 x 5.6-6.2-6.9 µm, Q = 1.36-1.54-1.69 (n=20)
Cheilozystiden wieder fast dünnwandig, 17-46-57 x 15-17-20 µm (n=10)
Pleurozystiden gleich
Im oberen Stieldrittel gibt es Kaulozystiden, meist ohne Kristalle.
7:
Ein Höckersporer mit ganz bereiftem Stiel. Geruch war unauffällig.
Die Sporen sind sehr unregelmässig. Einige mit grossen, rundlichen Höckern.
Andere eher eckig, rundlich oder fast sternförmig. 10.2-11.1-12.5 x 7.7-8.5-9.6 µm, Q = 1.07-1.31-1.47 (n=20)
Zystiden wieder recht dickwandig, 55-61-69 x 15-19-22 µm.
Pleurozystiden
Kaulozystiden überall sehr zahlreich, bis zur Basis sehen sie gleich aus.
Hier bin ich auf nichts wirklich Passendes gekommen. Irgendwo in die Nähe von Inocybe favrei denke ich.
8:
Da soll noch jemand sagen, dass alle Risspilze braun und hässlich sind.
Ich habe drei Kollektionen davon, nicht bei allen war das Velum so reichlich.
Geruch spermatisch.
Schnittbilder von zwei Kollektionen. Auffallend ist das weisse Fleisch in der Knolle.
Sporen: 11.2-12.0-14.0 x 6.4-7.5-9.3 µm, Q = 1.32-1.60-1.88 (n=20)
Cheilozystiden: 31-42-58 x 11-15-17 µm, n=10
Die Zystiden sind oft braun pigmentiert.
Kaulozystiden im oberen Stieldrittel zahlreich, wie die Cheilozystiden.
Hier habe ich den Verdacht, dass es Pseudosperma bulbosissimum sein könnte.
Nun habe ich noch vier Mallocybe, die muss ich noch gründlich anschauen.
LG Raphael
Hallo Ditte
Vielen Dank, mit den drei canescens kann ich mich anfreunden. Dass die Kaulos bei der bis unten reichen können, wusste ich nicht.
Die anderen lasse ich sequenzieren.
Ich bin jetzt bis Sonntag an einer kleinen Tagung, die weiteren Kollektionen könnten etwas auf sich warten lassen.
LG Raphael
Hallo zusammen, Ditte
Ich war am Samstag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Gemmipass.
Ich verbrachte dort vier Stunden in diesem steinigen Hang, mutmasslich viel Kalk, aber wohl nicht überall.
Dort gibt es zahlreiche Flächen von Dryas octopetala, Salix herbacea, Salix retusa und Salix reticulata:
Schwer beladen ging ich mit 15 Risspilz-Kollektionen und 12 anderen Sachen heim.
Die Bestimmung ist wie erwartet eine Sisyphus-Arbeit.
Ich bin noch lange nicht fertig, aber stelle hier schon mal die ersten rein, damit es nicht zuviel auf einmal ist.
1:
Ein Winzling, die Hüte hatten weniger als 10 mm Durchmesser. Aufgrund der lilagrauen Töne am Stiel meine ich, dass es irgendwo in die Gruppe um Inocybe pusio gehört.
Einen vernünftigen Vorschlag habe ich aber nicht. Geruch banal spermatisch.
Sporen: 8.5-10.0-11.2 x 5.9-6.3-7.0 µm, Q = 1.38-1.58-1.68 (n=20)
Zystiden ziemlich dünnwandig, 39-49-68 x 11-15-17 µm (n=10).
Pleurozystiden ähnlich.
Kaulozystiden im oberen Stieldrittel vorhanden, aber recht spärlich.
2:
Den hier habe ich recht früh gesammelt, als ich dachte ich finde eh nicht viel.
Sie sind am Rand etwas angetrocknet, ich hätte sie gar nicht mitnehmen sollen. Aber nun ist es so, also versuchen wir es.
Einen Geruch konnte ich nicht feststellen.
Obendrein sind sie noch verwurmt.
Sporen: 8.7-9.9-11.7 x 5.3-5.9-6.3 µm, Q = 1.43-1.69-2.05 (n=20)
Cheilozystiden oft sehr dickwandig: 49-54-59 x 14-16-19 µm (n=10)
Pleurozystiden etwas länger.
Im oberen Stieldrittel zahlreiche schlanke, oft wellige Kaulozystiden.
Meine Schlüsselversuche enden nach Bon bei Inocybe gausapata oder flocculosa, die aber deutlich kleine Sporen haben soll.
3:
Eine kleine Gruppe mit gelblichem Stiel, leuchtenden Lamellen, ohne deutlichen Geruch.
Sporen: 9.6-10.5-11.9 x 5.2-5.9-6.5 µm, Q = 1.57-1.78-1.95 (n=20)
Cheilozystiden dickwandig, in KOH deutlich gelb, 42-48-55 x 13-16-20 µm (n=10)
Pleurozystiden ebenso.
Im oberen Stieldrittel reichlich Kaulozystiden.
Die Bestimmung ist so eine Sache, ja nachdem wie stark ich den gelblichen Stiel beachte.
Wenn ich den als "gelb" interpretiere, komme ich nach Bon am ehesten auf Inocybe luteipes. Aber die soll nur am obersten Apex Kaulos haben.
Andererseits könnte es auch eine "banale" Inocybe canescens sein.
4:
Diese hier wuchsen mitten in einem Dryas-Polster. Geruch sehr stark spermatisch.
Sporen: 9.4-10.4-11.5 x 5.3-6.1-6.6 µ, Q = 1.45-1.71-1.93 (n = 20)
Cheilozystiden oft subcapitat, gelbgrün in KOH, dickwandig, 57-67-85 x 16-18-24 µm.
Echte Kaulozystiden gibt es keine, der Stiel ist bedeckt von diesen zylindrischen, oft schwach bräunlich inkrustierten Fasern.
Das sollte in die Gruppe um Inocybe cincinnata gehören. Vielleicht Inocybe obscuroides?
Ich finde aber keine Hinweise, dass die alpin vorkommen kann. Und die Sporen passen auch nicht so richtig.
5:
Noch eine Knacknuss. Diese hier hatten einen schwachen, eigentümlichen Geruch, der mich an Leder erinnerte.
Sporen: 8.4-9.8-11.8 x 4.8-5.6-6.0 µm, Q = 1.56-1.76-2.11 (n=20)
Cheilozystiden: 39-46-51 x 14-16-19 µm, dickwandig
Pleurozystiden ebenso.
Kaulozystiden gibt es bis zur Basis. Oben haben sie öfter noch Kristalle.
Weiter unten sind sie dünnwandiger und unregelmässiger.
Mit der Bestimmung tue ich mich schwer. Nach Bon könnte es Inocybe tenerella (ined.) sein.
Das war's fürs erste, die nächsten Tage folgt dann noch mehr.
LG Raphael
Hallo Felli
Nein in Baumwollblau. Ist schon komisch, dass ich gar nicht erkennen konnte...
Gruss Raphael
Hi Raphael, außer, dass die erste eine gelbe Stielbasis hat, sehe ich wenig Besonderheiten, und ob die Hutoberfläche typisch ist, weiß ich nicht ... also ich kann dazu nichts sagen, das kann alles mögliche sein...
.
Herzlich, Ditte
Liebe Ditte
Das hatte ich mir schon fast gedacht ![]()
Ich geb dir dann irgendwann Bescheid, wenn ich die Sequenzen habe.
LG Raphael
Hallo Felli
Hm, jetzt machst du mich nachdenklich.
Ich habe die Sporenfotos aus einem Abwurf gemacht, die sollten also schon reif sein.
Aber du hast recht, der Standort war nicht auf Holz, sondern einfach auf feuchtem, sandigem Waldboden.
Dass die Haare wurzelnd sein sollten, hatte ich auch nicht beachtet. Zu schnell abgehakt weil es ja so klar war. ![]()
Dein Vorschlag Sc. nigrohirtula gefällt mir eigentlich ganz gut.
Man findet auch Portraits wo man die Sporenwarzen kaum sieht. Und alles andere passt auch viel besser dazu.
LG Raphael
Hallo Martin
Schön Fund ![]()
Bei 10 würde ich makroskopisch mitgehen.
Helvella confusa ist zumindest frisch innen dunkler und graubraun bis dunkel graubraun.
Helvella oblongispora hat immer diesen schönen Braunton ohne grau.
Zudem ist der Stiel meiner Erfahrung nach im Verhältnis meist länger als bei oblongispora.
Hier zum Vergleich:
Helvella oblongispora
Helvella confusa
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Letzte Woche war es sehr warm, deshalb legen die Pilze hier eine Pause ein. Aber mit etwas Geduld konnte ich doch ein paar wenige Sachen auftreiben:
Zunächst zwei alpine Mallocybe für Ditte .
Habitat: Bei Salix herbacea auf 2550m in einem alpinen Sumpfgebiet (Lac de Châteaupré, wo ich oft sammle).
Ich habe ein probiert sie zu bestimmen, aber da fehlt im Moment halt die geeignete Literatur.
Sie sind auch schon vorsorglich für die Sequenzierung eingetragen, falls sich jetzt nicht herausstellt dass es etwas völlig Triviales ist.
1:
Diese seidigen Fasern bitte ignorieren, die sind von den umliegenden Salix-Sträuchern.
Geruch 0.
Sporen meist eiförmig, manchmal fast etwas konisch. 7.9-8.8-9.7 x 5.1-5.5-6.3 µm, Q = 1.48-1.60-1.83 (n=20)
Cheilozystiden aus bis zu vier Elementen, das vorderste keulig, 19-25-30 x 8-10-12 µm (n=10)
2:
Leider ist hier der Stiel überbelichtet... Geruch 0.
Sporen: 7.1-8.4-9.7 x 4.8-5.2-5.7 µm, Q = 1.45-1.61-1.90 (n=25)
Cheilozystiden betonter keulig bis gestielt-blasig, teils mit abrupt erweitertem Kopfteil. 23-26-33 x 12-15-18 µm (n=10)
Dann zwei Sachen aus dem montanen Fichtenwald.
3:
Bei dieser Lepiota ist der Stiel irgendwie deformiert, das ist kein echter Ring. Das hat mich zuerst ziemlich verwirrt.
Es ist einfach Lepiota clypeolaria.
Sporen schlank fusiform.
Zystiden meist lageniform.
HDS im Zentrum mit hymeniformer Unterschicht und sehr langen, zylindrischen Elementen.
4:
Schon wieder eine Scutellinia, die fangen an mir Spass zu machen.
Die Sporen sehen glatt aus, aber haben offenbar ganz feine Warzen. Siehe unten die weitere Diskussion.
Paraphysen
Haare ohne Wurzeln, bis etwa 350 µm lang.
Alles in allem scheint Scutellinia nigrohirtula am besten zu passen.
5:
Ein Nabeling auf nacktem Boden am Wegrand, auf ca. 2500m.
Braune alpine Nabelinge sind normalerweise kaum bestimmbar.
Selbst beim Sequenzieren kommt man selten auf einen Namen, weil es kaum glaubwürdige Referenzsequenzen gibt.
Aber der hier war einfach, es ist Lichenomphalia velutina.
Sporen etwas kleiner als das was Ludwig angibt, zu anderen Büchern passt es aber.
Zystiden keine, Basidien mehrheitlich 2-sporig, keine Schnallen gefunden.
HDS grösstenteils intrazellulär pigmentiert, einzelne Hyphen auch inkrustiert, Endzellen keulig oder verjüngt.
Stieloberfläche mit verschieden geformten Elementen, wodurch der Stiel fein flaumig ist.
Wenn man die kleine Knolle an der Stielbasis vom Dreck befreit und aufschneidet, findet man darin diese grünen Botrydina-Einschlüsse.
Mehr habe ich leider nicht...
LG Raphael
Liebe Ditte,
Nun komme ich endlich dazu, hier zu antworten. Danke für deine Bemühungen!
Bei 3 bin ich irgendwie froh, dass ich im Feld mit proximella doch richtig lag.
Zu 6:
Dickwandige Kaulozystiden hatte die nicht, nur diese büscheligen, langen Fasern.
Hier auf der Nahaufnahme sieht man, dass es die auf der ganzen Stiellänge gibt. Aber das kann gut eine Scheinbereifung sein.
Bei 7 ist mir alles zu unsicher und die Kollektion ist auch nicht wirklich gut, schon leicht angetrocknet.
Das geht alles in die Sequenzierung. Für 2 und 9 sollte ich noch dieses Jahr die Resultate bekommen, der Rest dauert länger.
LG Raphael
Hallo,
Mal schauen was die Tintlings-Experten meinen, aber vermutlich wird die Bestimmung schwierig.
Zunächst kann das in Blumentöpfen auch eine exotische Art sein, die man hier in der Literatur kaum findet.
Dann fehlen Nahaufnahmen oder Beschreibungen, wie die Hutoberfläche bei jungen Fruchtkörpern aussieht.
Ist die körnig oder eher faserig, welche Farbe hat die Hutornamentierung?
Die Velumsstruktur ist mir auch noch nicht ganz klar. Ich meine aber Sphaerozyten zu sehen.
Da ist es am besten wenn man wirklich nur Velumreste unters Mikroskop tut, und nichts vom Hut mitnimmt.
Dann sieht man, ob es Sphaerozyten gibt, und wie genau das Velum aufgebaut ist.
Und schliesslich noch Schnallen suchen, am besten am Stiel.
LG Raphael
Hallo zusammen
Ich dachte ich versuche mich mal an einer Scutellinia. War mein erstes Mal, deshalb wäre ich froh um eine zweite Meinung:
Habitat: Reiner Fichtenwald.
Sporen elliptisch, 20-22 x 10-11 µm, mit verschieden grossen, isolierten Warzen.
Einen ablösenden Perisper konnte ich nicht beobachten.
Haare wurzelnd.
Nach dem Schlüssel auf ascomycete.org komme ich eigentlich direkt auf Scutellinia cejpii. Liege ich da richtig?
LG Raphael
Hallo Matthias
Ja genau dieses Paper meine ich.
Die makroskopische Ähnlichkeit mit I. bongardii ist wirklich verblüffend.
An die hatte ich gar nicht gedacht, weil ich mich so sehr an den Pelargonium-Geruch geklammert habe.
Aber ich denke nicht, dass ich mich im Geruch getäuscht habe.
Mal schauen was dabei rauskommt.
Hier ist jetzt wieder Pilzflaute. Heute habe ich alpin noch zwei Risspilze gefunden, aber sonst gar nicht mehr.
Die muss ich noch untersuchen.
LG Raphael
