Wenn du sie mir schickst,
Hallo, Christoph, ich gehe heute Nachmittag mal an die Stelle und sehe zu, dass ich ein Exemplar holen kann. Dann melde ich mich wieder.
MfG
Thomas
Wenn du sie mir schickst,
Hallo, Christoph, ich gehe heute Nachmittag mal an die Stelle und sehe zu, dass ich ein Exemplar holen kann. Dann melde ich mich wieder.
MfG
Thomas
Könnte dies hier einer sein. gestern auf einer Magerweide zwischen Esel-Dung gefunden.
Sehr interessanter Beitrag!
Die Manns-Knabenkräuter sind meine Lieblingsorchideen. Orchis mascula habe ich eine sehr ergiebiges Diplomarbeitsthema zu verdanken. Bei den noch zu DDR-Zeiten gemachten Untersuchungen hatten sich nach und nach Anhaltspunkte verdichtet, wonach diese Art im Gegensatz zu anderen Orchideenarten eine spezifische Mykorrhiza aufweist. Später durch andere Wissenschaftler, z.B. von der HTW Dresden, fortgesetzte Untersuchungen hat sich dies mit in der neueren Zeit gängigen genetischen Methoden bestätigen lassen. Orchis m. ist mit Tulasnella calospora verbandelt. Mir ist ein Bergwiesen-Orchideen-Projekt zur Stärkung der O. mascula-Bestände (z.B. im Osterzgebirge) bekannt, verbunden mit dem Forschungsansatz, vor Ansalbungen (künstlich herangezogener) oder ausgesäter Orchideen im Boden der als geeignet betrachteten Wiesen zunächst nach Tulasnella c. zu suchen. Das geht, indem man Orchis m.-Samen in "Spezialgefäßen" vergräbt und damit die Pilze "fängt". Nach einiger Zeit werden die Gefäße geborgen und die Protocorme/Keimlinge auf Infektion hin geprüft. Bei Infektion kann der Pilz anschließend mit der PCR genetisch bestimmt werden.
In unserem Nachbarort war im Winter eine Teichgruppe saniert worden. Wir wollten uns mal umschauen, wie sich das Ganze bis jetzt entwickelt hat. Auf dem Weg dahin fanden wir zwar keine Pilze, aber am Stamm einer Fichte paarten sich gerade prächtige Kiefern-Schwärmer. Die Länge über beide Körper betrug etwa 9 cm! Obwohl diese Schmetterlinge nicht selten sein sollen, bekamen wir sie zuvor noch nie zu Gesicht. Kein Wunder bei diesem Tarnkleid. Am Nachmittag suchte ich die Fichte nochmal auf, um diesmal Fotos vom Stativ aus zu machen. Die Schwärmer waren noch vor Ort, aber der böige Wind ließ auch diesmal keine maximal scharfen Fotos zu
Hallo, Ogni,
ich konnte schon mehrfach Jungfüchse an ihren Bauen beobachten und habe einige dieser besonderen Blicke fotografisch eingefangen. Vor 2 Jahren hatte ich einen Bau gefunden, in dem 7 Junge großgezogen wurden. Wenn man öfter zum Beobachten hingeht, werden die neugierigen Jungfüchse zunehmend zutraulicher und laufen auf einen bis 6-7m zu..
MfG Thomas
Heute bin ich zum 4. Mal innerhalb von 2 Wochen in unser Haldengebiet losgezogen, um nach dem Erscheinen von Maipilzen zu schauen. Der ergiebige Regen und moderate Temperaturen haben gewirkt. Zum Glück waren sie nicht so von Schnecken zerfressen wie letztes Jahr. Auch die Straußfarne sind jetzt gut entwickelt und in den 2 entdeckten Fuchsbauen ist auch allerhand Leben.
Das aus der Gegend von Hainichen bis Richtung Meerane reichende und die Senke zwischen dem Erzgebirge und dem Granulitgebirge ausfüllende Erzgebirgische Becken empfinde ich als über-urbanisiert. Dies trägt dazu bei, dass z.B. der Altkreis Stollberg (seit 2008 Bestandteil des Erzgebirgskreises) der artenärmste im Freistaat Sachsen ist. Auf der einen Seite gibt es ständig Druck auf die letzten Reste naturnaher Fauna und Flora; andererseits wird man selbst hier ab und an von etwas neuem überrascht. So auch vorgestern, als meine bessere Hälfte in unserer Nachbarstadt eine angegammelte Speisemorchel fand. Das angrenzende hängige Waldgrundstück, in dem sogar wenige Eschen standen, brachte aber leider keine weiteren Ergebnisse. Nachdem wir überhaupt erst seit 2 Jahren hier auf Becherlinge und Lorcheln gestoßen sind, war dies nun unser erster Morchelfund. Wir werden beobachten, wie sich die Sache weiterentwickelt. Die Internetseite der Deutschen Mykologischen Gesellschaft e.V. beinhaltet die Speisemorchel betreffend keine Angaben. Dass es nicht woanders bereits Funde gab, kann ich mir nicht vorstellen.
Postfokus ist genau genommen eine besondere Filmfunktion; bei der Lumix GX9 im 4k-Format und bei der Lumix G9 bereits 6k. Den größten Vorteil sehe ich darin, dass man rechte gute Ergebnisse bereits Freihand hinbekommt und mit der Kamera einfach draufhält, ohne aufwändig den vordersten Schärfepunkt zu suchen, ab dem eine feste Bracketing-Serie mit vorgegebener Fotozahl und festgelegtem Fokusabstand (von Bild zu Bild) nach hinten durchläuft. Wenn man das Motiv mit halbgedrückten Auslöser ruhig im Sucher hat und durchdrückt, läuft der Film los und die Kamera sucht sich per Kontrast-Autofukus sämtliche scharfstellbaren Bereiche und macht jeweils ein Frame. Man kann alle oder nur einen konkret ausgesuchten Teil der geschossenen Frames kameraintern zusammenrechnen lassen. Zuvor wurden die Frames bereits in JPG-Fotos umgewandelt. Manche Motive ergeben keine guten Postfokusstacks, hängt u.a. vom Motiv-/Hintergrund-Zustand ab. Aus allen Einzelfotos kann man sich auch eins isolieren; und zwar das, dessen Schärfe-Ebene einem am besten gefällt.
Die Lumix-Kameras verfügen natürlich wie die von Olympus auch über die Möglichkeit, "echte" Bracketing-Reihen zu schießen. Olympus-Kameras sind aber unter gleichen Lichtbedingungen und bei gleich eingestellter Blende deutlich schneller als die Lumix-Modelle.
Wem nicht viel Geld zur Verfügung steht und wer trotzdem gerne Fokusreihen schießen möchte, dem empfehle ich wärmstens eine Olympus EM 10 Mk 2 mit einem 30er Makro-Objektiv von Oly oder Pana. Wenn man Glück hat, erwischt man für diese z.B bei Ebay einen stabilen L-Winkel mit Handgriff aus chinesicher Produktion für 15 €. Damit kann man eine haltbare Verbindung zum Stativ herstellen.
Die Kamera muss die letzte Firmware aufgespielt haben.
Spitzmorcheln und Schwarzweiße Lorcheln mit der Lumix GX 9 und dem 30mm Makroobjektiv von Panasonic unter Nutzung der Postfokusfunktion ("Bereich mischen") fotografiert. Freihandfotos, Dual-Bildstabilisierung wirkt dabei Wunder
Hallo, die Schildflechten begeistern mich auch. Ich steuere mal ein Foto von einem Fund aus dem letzten Herbst bei. Nur 10 Meter von de Böschung entfernt fand ich dann noch die Grünspitzige Koralle.
Nach den kalten, schneereichen Tagen scharf auf frische, mildere Luft und mit Hoffnung auf Pilzfunde suchten wir die o.g. Gegend auf. Abgesehen von einigen der üblichen Problemecken der menschlichen Zivilisation ist es dort landschaftlich reizvoll und geologisch sowie historisch interessant. Am Fluss gibt es die gut erhaltene Burg Stein, die sich wieder im Besitz des Grafen Schönburg-Hartenstein befindet und am Ostrand der Stad die Schlossruine Hartenstein, welche seit Jahren Stück für Stück von einem Verein wieder instand gesetzt wird.1945 war sie durch einen amerikanischen Bombenangriff fast komplett zerstört worden.
Den Einstieg nahmen wir am Rand eines Seitentals, wo sich ein interessanter, naturbelassener Laubwald mit einem ausgeprägten Quellbereich finden ließ. Den Bach am Talgrund werde ich demnächst nach Feuersalamandern absuchen
Wir waren natürlich auch gespannt, Pilze zu finden. Überrascht hat uns ein kleiner Fund Anemonen-Becherlinge und ein gelbes Lager mit bienenwabenartiger Struktur, das ggf. von Ceratiomyxa fruticulosa herrühren könnte.
Habe auch noch ein Foto eines mir nicht bekannten Blätterpilzes eingestellt.
Hallo, Matthias,
habe das Gefühl, dass die Fichtenwälder der mittleren bis oberen Mittelgebirgs-Lagen an mykologischer Vielfalt zulegen. Interessant finde ich auf Foto 5 das Inscheinungtreten kleiner hellgrauer Wegebau-Schotterstücke. Die sehen genauso aus, wie ich sie vom Waldwegebau zweier Staatsforstbezirke im Erzgebirge kenne. Ich weiß noch nicht, um welche Gesteinsart es sich handelt und woher diese bezogen wird. An den locker krautigen Rändern dieser nährstoffarmen Wegesränder habe ich schon Pilze wie Leuchtende Prachtbecherlinge, Spitzmorcheln und Schwarzweiße Lorcheln gefunden. Mir ist bekannt, dass es im Erzgebirge Gneise gibt, die Kalkanteile aufweisen. Vielleicht handelt es sich um so etwas.
Ich werde mal nachforschen.
MfG
Thomas
Hoffendlich bleibt dieses tolle Fleckchen Erde uns Hobbymykologen noch lange erhalten.
Was diesen Wald angeht, habe ich kaum Bedenken. Dort ist ja die Biologische Station Borna-Birkenhain angesiedelt, von deren Träger ich glaube, dass dieser sich des besonderen Naturschutzwertes bewusst ist und beim Erkennen von Problemen aktiv werden würde. Ab und zu wird dort Holz geschnitten, aber eher in bescheidenem Umfang. Große Teile des Waldes sollen angeblich der Stadt Borna gehören. Was die dort festzustellende Wildschweinwühlerei anbetrifft, so muss diese für die Pilzentwicklung auf Dauer gar nicht schädlich sein; auf umgebrochenen Flächen beginnen Sukzessionsvorgänge von neuem.
Sind dort neben den Eschen Wildkirsche und Pappel vorhanden? Ist die Erscheinungszeit etwas nach dem Morchelbecherling?
Hallo, Lütte, in den Gebiet gibt es Eschen vor allem an den etwas feuchteren Stellen (Senken), Wildkirschen und Stieleichen sind im Bestand locker eingestreut, Ziemlich gut vertreten sind Linden, stellenweise Rotbuchen, Berg- und Spitzahorne, und natürlich jede Menge Birken. An Pappeln sind vor allem am Waldrand Zitterpappeln zu sehen und man scheint auch künstlich Hybridpappeln eingebracht zu haben. Was die Sträucher angeht stelle ich eine Zunahme der Mahonien fest.
Welche Zeit warst Du da?
Hallo, Jörg, wir waren zwischen 12.00 und 15.45 Uhr dort. Die von mir angeführte Verpel-Stelle erreicht man, indem man die im Norden des Waldgebiets parallel zur B 176 liegende Erdgastrasse ca. 300 hochläuft und dann das rechts befindliche Waldgebiet betritt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch an anderen Stellen noch was kommt, sofern es in den nächsten Tagen wieder regnet und wärmer wird.
MfG
Thomas
"...G. fastigiata steht jetzt noch als Wunschfund auf der Liste..."
Hallo, Schupfnudel, hast Du diese Art noch nie in Borna gesehen?
Gut, 2020 scheint dort fast nichts gewachsen zu sein, aber die Jahre davor war sie deutlich häufiger zu finden als die Riesenlorchel.
Übrigens war gestern im Lerchenberg-Wald ein recht angenehmes Klima
MfG
Thomas
Wegen des passenden Wetters entschlossen wir uns heute kurzerhand zu einer Exkursion zum Lerchenberg Borna. Nachdem es dort vor einem Monat hinsichtlich der Ö. Prachtbecherlinge fast einen Totalausfall zu verzeichnen gab und wegen der zurück liegenden kalten Nächte waren unsere Erwartungen nicht allzu hoch gesteckt. Trotzdem ist es immer etwas Besonderes, die dortige Unaufgeräumtheit zu genießen. In der ersten Stunde sichteten wir keinerlei Pilz, aber nach Aufsuchen eines bisher unbekannten Areals fanden wir eine ca. 200 qm große Fläche mit reichlich Böhmischen Verpeln, diese aber alle sehr klein. Zum Schluss gelang auch noch der Fund einer dürftigen Riesen-Lorchel.
Vielen Dank, Jörg!
Wünsche noch schöne Osterfeiertage
MfG
Thomas
Fund in einem Bachauen-Erlenwald
bei diesem tollen Wetter mußte ich heute raus um herauszufinden, ob sich etwas bei den Schlauchpilzen tut. Gefunden habe ich einiges. An meiner bekannten Stelle begrüßte mich eine junge Riesenlorchel.
Hallo, Jörg, da Du von einem Parkbesuch berichtest hast vermute ich, dass Ihr wohl sogar solche Kostbarkeiten in Chemnitz habt ?
Ich wollte heute nur mal danach schauen, ob die bei uns aufgetauchten Österreichischen Prachtbecherlinge noch stehen geblieben, d.h. verschont worden sind, und siehe da, in der Nähe standen 2 kleine Lorcheln (bei Fichten). Das im Foto zu sehende Exemplar war nur ca. 4,5 cm groß. Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob es Frühjahrslorcheln sein könnten. Diese kenne ich vom Habitus auch nur als ziemlich gedrungene Pilze. Riesen- oder Zipfel-Lorchel dürften aber ausscheiden.
Hallo, Sandra; klasse Foto!
oder Du hattest Dich einfach verschrieben
Hallo, Werner, ist mir auch schon passiert; da ist diese website sehr empfindlich. Aber in diesem Fall war die Schreibweise richtig. Ich habe die Suche nach Byssonectria auf der genannten Seite gerade nochmal für den Bereich Bayern getestet; und dafür gab es Daten!
Wünsche allen frohe Ostern!
Kauz
Hallo, Björn, vielen Dank für Deine Hinweise. Hatte auf der website zu Beginn "Sachsen" eingestellt. Dass keine Angabe kam liegt wahrscheinlich daran, dass dort kein Fund eingetragen ist.
Ansonten Gratulation zu Deinen Funden und die besonders schönen Fotos
Als Becherlings-Begeisterter bin in meiner Pilzliteratur auf die o.a. Art gestoßen und wollte wissen, ob es auf der website der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. hierzu Einträge, Fotos etc. gibt.
Zu meinem Erstaunen ist die Art dort gar nicht verzeichnet. Dies habe ich nicht erwartet!
Hat von Euch jemand Kenntnisse zum Vorkommen in Deutschland und zu anderen Besonderheiten betreffend diese Art?
