Beiträge von Werner Edelmann

    GriasDi Wutzi,

    da ist ja schon Hochsaison bei Dir!

    Ich denke, wie beli, dass Dein Unbekannter ein Weichritterling ist. Lepista/Clitocybe martiorum hsben wir im Münchner Raum öfter mal. Dazu fehlen komplett die Rottöne.

    Bei den Heftelnabelingen würd ich an Xeromphalina campanella agg denken. Der Gymnopilus könnte auch was besseres sein, wie z.B. G. sapineus. Die Hüte schaun schon richtig schuppig aus.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    nach den Regenfällen hab ich heut kurz für zwei Stunden im benachbarten Schleißheimer Wald gschaut, ob sich schon was tut.

    An Großpilzen ist noch nicht viel, der Helmlingsaspekt ist aber schon voll da.

    Beim Bilder beschriften kam mir die Idee Euch daran teilhaben zu lassen und auch mal einen Exkursionsbericht zu verfassen.

    Unterwegs war ich in einem Mischwald (hpts. Fichte, Kiefer, Buche, Linde) an einen Lohwaldrest der Münchner Schotterebene angrenzend.

    Durch den Kalkschotter trocknet der Boden relativ schnell aus.

    Aber nun ein paar der heutigen Funde:


    Besonders gefreut hat mich Limacella (delicata var.) vinosorubescens, obwohl mir die Abgrenzung zur var. glioderma nicht leicht fällt.

    Die bei Gminder (ZMykol 60/2, 1994) erwähnte graugrüne KOH-Reaktion der Huthaut war deutlich festzustellen.





    Beim Absuchen eines alten Haselbusches fielen mir diese schwarzen Pünktchen auf, die sich beim Betrachten mit der Lupe als Spaltlippen herausstellten.

    Evtl. die an Birke und Eiche so häufige Hysterium pulicare oder H. angustatum, oder ganz was anderes.




    Was Banales, das aber selten fotografiert wird. Bjerkandera adusta, Angebrannter Rauchporling. Hier an einem Fichtenstumpf.



    Das ist wohl einer der häufigsten Trichterlingen bei uns in der Nadelstreu auf Kalkschotter.

    Einer der kleinen, giftigen, weißen Trichterlinge. Kenntlich am ranzigen Geruch nach "nassem Huhn".

    Clitocybe phaeophthalma, Ranziger Trichterling. Mikroskopisch fallen die großen blasigen Zellen in der Huthaut auf.



    In der Nadelstreu Marasmius scorodonius, Echter Knoblauchschwindling, mit dem typischen Rosatouch am Hut.



    Noch zwei der vielen Helmlinge, die schon zu finden waren.

    Zuerst Mycena viridimarginata, Grünschneidiger Helmling. Nach Schwimmbad riechend und Nadelholz besiedelnd. Zusammen mit den olivgelben Farben an Hut und

    Stiel auch makroskopisch gut anzusprechen.



    Mycena stylobates, Postamenthelmling. Ein kleiner grauweißer Helmling mit Basalscheibchen meist einzeln an Blättern, hier ein Lindenblatt.




    Dunkel geratene "Rehbraune Dachpilze" an Nadelholz sollte man doch genauer anschauen. Manchmal wird daraus dann der Schwarzschneidige Dachpilz, Pluteus atromarginata.



    Ein sehr häufiger Rindenpilz an Esche. Peniophora limitata, (Begrenzter) Eschen-Zystidenrindenpilz.

    Zur Bestimmung sind die dunklen Ränder wichtig, die z.B. P. lycii, die auch oft an Esche vorkommt, fehlen.




    Und zum Schluß noch ein Baby von Panus conchatus, dem Laubholzknäueling. Im Alter verliert er die lila Farben fast komplett.

    Er wuchs an einem Buchenstumpf.



    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Matthias,

    sag mir bitte wie Du da auf Speisetäubling und Marone gekommen bist!

    Es kann eigentlich nicht sein, dass Du deine Funde zumindest mit irgendeinem Bestimmungsbuch oder sonst wo verglichen hast. Der Speisetäubling ist rosa fleischfarben, Dein Fund gelb. Der Maronenröhrling hat grünliche Röhren, Dein Fund rosafarbene.

    Wenn Du nur einfach nach Deinen Pilznamen gegoogelt hättest, hättest Du sofort gesehen, dass Deine Bestimmungen nicht richtig sein können.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi hackstutz,

    beim "gelben" handelt es sich ziemlich sicher um Pholiota flammans, dem Feuerschüppling, auch wenn wichtige Details zur Bestimmung natürlich fehlen. Beim anderen ist das genau so. Eigentli h ein Witz ohne Hutoberseite. Trotzdem ist zu erkannen, dass es sich um eine Amanita handelt. Den Velumspuren auf dem Stiel nach und dem was man als Knolle erahnen kann, sollte es sich um A. porphyria, dem Porphyrbraunen Wulstling handeln.

    Solche schlecht dokumentierten Anfragen haben eher was von einem Pilzrätsel...

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Wolfgang,

    ja, ich hab keine Zweifel an Deiner Bestimmung. Es gibt noch zwei Doppelgänger, ebenfalls mit Kollar, die man am Substrat gut unterscheiden kann und noch ein wenig kleiner sind, als M. rotula. Während M. rotula an Laubholz wächst, besiedelt M. wettsteinii Koniferennadeln und M. bulliardii Blattnerven von verottenden Blättern.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Schupfnudel,

    warum sollte es sich bei den beiden Filzröhrlingen nicht um H. engelii handeln? Der erste ist zwar echt düster und blaut auch leicht, hat aber auch so orange Flecken im Stielfleisch, auch wenn die nicht in der Basis sind. Beim zweiten fehlt halt komplett das rot. Das würd doch viel besser zu H. engelii passen.

    Wenn der Trichterling ranzig (nasses Huhn)gerochen hat, könnte es C. phaeophthalma sein. Der hat so große blasige Zellen in der Huthaut, und ist bei uns ziemlich häufig.

    Mit der Unterscheidung von Bovista plumbea und B. nigrescens hab ich auch immer ein Problem, wenn keine alten Fk dabei sind.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Pablo,

    interessant.

    Ich hab beide auch schon an vielen Laubhölzern gefunden. Bei uns ist F. gallica aber schon hpts. an Esche zu finden, gefolgt von Buche. C. trogii meist an Pappel und Weide, aber letztens hatte ich sie z.B. an Eberesche. Gemeinsam hatte ich sie erst ein mal, an einem meterhohen Laubholzstumpf, den ich nicht mehr sicher bestimmen konnte.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    ich glaub auch, dass das noch ziemlich junge Skeletocutis nivea agg sind. An den sehr feinen Poren ist auch der typische Blaustich zu erkennen. Die Oberseiten der Hutkanten werden später bräunlich.

    Die Konsistens sollte auch deutlich weicher als bei einer Trametes gewesen sein.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Raphael,

    tolle Funde, die ihr da gemacht habt.

    Der Lactarius flexuosus ist toll. Den hab ich schon lange nicht mehr gehabt.

    Und so eine Battarraea würd ich gern mal finden.

    Der kleine Clitopilus scyphoides ist gar ned so selten, wenn man mal a bissl drauf aufpasst.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    wird da immer noch Torf gestochen?

    Ich war letztes Jahr mal in der Kendlmühlfilzen. Die wird grad renaturiert und wieder bewässert.

    Die Preiselbeeren schaun eigentlich scho recht reif aus.

    Der Parasitische Röhrling ist toll. Den hsb ich leider immer noch nicht selbst gefunden.

    Ich glaub, dass aus dem Schillerporling schon noch ein typischer I. hispidus rauskommt.

    Bei grauen Scheidenstreiflingen wär ich sehr vorsichtig bei der Benamsung. Ohne Mikroskop geht da eigentlich nichts, und bei dem Xerocomus, fehlt das Schnittbild. Ich denke aber auch an einen Xerocomus in engerem Sinne.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    ich würde Thorbens Fund makroskopisch schon für ziemlich typische G. dryophilus halten. G. ocior sollte doch deutlich dunklere Hüte haben und für G. aquosus fehlt die aufgeblasene Stielbasis und die Hutfarbe passt auch nicht. Mikroskopisch passen die korallenartigen Auswüchse an den Cheiozystiden doch auch recht gut, wenn ich das mit der Monografie von Noordeloos/Antonin vergleiche.

    An liabn Gruaß,

    Werner