Servus beinand',
tolle Bilder dieser sehr interessanten rothütigen Filzröhrlinge.
ich könnte mir auch vorstellen, dass es sich bei den beiden Kollektionen verschiedene Arten handelt.
Ich bleib jetzt der Einfachkeit halber bei der Gattung Xerocomus.
Ich stelle bei Funden von X. communis / rubellus eigentlich immer die korattenfarbenen Flecken in der Stielbasis fest.
Zumindest bei einzelnen nicht zu alten Fruchtkörpern einer Kollektion, die natürlich im unteren Stielbereich auch nicht madig sein dürfen. Ich denke deshalb, dass diese Flecken bei größeren Kollektionen schon ein gutes Merkmal sind.
Neben X. ripariellus sollte man als Verwechslungsarten auch noch X. dryophilus, bzw. sein europäisches Pendent und auch X. bubalinus auf dem Schirm haben.
Man weiss übrigens schon eine Zeit lang, dass die europäischen "X. dryophilus"-Funde mit dem aus Amerika beschriebenen X. dryophilus nicht identisch sind, und deshalb einen neuen Namen brauchen. Es wurde mal X. guidonis vorgeschlagen, weiss aber nicht, ob sich da schon was getan hat.
Hier die Bilder eines Fundes, den ich, wegen der direkten Ufernähe an einem Baggersees auf der Münchner Schotterebene als X. cf ripariellus abgelegt hatte, und von meinem Vereinsfreund Robert Tardino als X. dryophilus bestimmt wurde.
Auffällig ist das rot durchgefärbte Stielfleisch im unteren Bereich und das schmächtige Wachstum bis 4,5cm Hutdurchmesser.
Aussergewöhnlich war mit Grauerle auch der röhrlingsuntypische Mykorrhizapartner. Evtl infrage käme auch eine etwas entfernte Salweide.







Hier noch die Bilder eines X. bubalinus-Fundes von Robert Tardino aus der Münchner Innenstadt, auf einem Grünstreifen zwischen Straße und Gehweg,der seit Jahren üppig fruktifiziert. Als Mykorrhizapartner kommt passenderweise nur Schwarz- bzw. Hybridpappel infrage.
Typisch ist das rosarötlich verfärbende Fleisch im Hut.
Die Lindenfrüchte stören etwas. Die Fotos wurden aber nicht am Standort gemacht.




Spannend diese Rothüter !
An liabn Gruaß,
Werner