Beiträge von ogni volta

    Hallo zusammen,

    ich habe von der Kuratorin Antwort erhalten: die Voitk Arbeit ist bekannt, der Name wurde aber vorerst aus Gründen der nomenklatorischen Stabilität beibehalten; ein Proposal zur Konservierung des Namens liegt dem nomenklatorischen Komitee vor und muss noch diskutiert werden.

    Also gilt:

    Lass den Datenbanken Zeit ;)

    Viele Grüße Ingo

    Hallo Martin, ein gutes neues Jahr auch Dir! Selbst wenn du aufgrund der Witterung vermutlich vieles nicht sehen konntest, hast du ja doch einige schneefreie Fleckchen ausgekundschaftet, sodass du nicht leer ausgegangen bist. Andererseits: was hast du im Dezember auf dem Schneeberg denn erwartet?? :) Und fürs „Auge“ hat der Frost ja eine sehr reizvolle Landschaft gezaubert - besonders Bild 10 hat es mir angetan!

    Microcalicum arenarium ist ja ein starker Fund! Gratuliere!

    Danke für die schönen Bilder, sie haben mich aufgemuntert, denn ich liege gerade mit der Grippe flach.

    Viele Grüße Ingo

    Hallo Christoph,

    ich als Laie finde die Argumentation der Autoren schlüssig und deren Detektivarbeit sehr spannend!


    Allerdings vermutete ich beim Blick in Mykobank, dass wenn ein Administrator/Kurator dieses Archivs genau diese Arbeit dort einpflegt (siehe Screenshot) und dann den Namen doch nicht ändert, er Gründe dafür haben wird. ZB noch eine neuere Arbeit, die wiederum den anderen Namen begründet und die ich nicht kenne.

    Aber vielleicht läuft das Einpflegen neuer Arbeiten in der Rubrik Synonyme ja auch automatisiert.


    Bzw. ist ganz unten ja auch ein Kontakt angegeben- ich glaube ich frage einfach mal höflich bei der Kuratorin nach. Dann muss ich nicht spekulieren. Ich werde ggf berichten.


    Viele Grüße,

    Ingo


    Danke Christoph für den Hinweis auf den Artikel. Offenbar wurde von den Autor:innen dann Lichenomphalia umbellifera, eine der wenigen Flechten mit Basidiomycetenpartner wieder zurück umbenannt in Lichenomphalia ericetorum?

    Edit: Allerdings wurde der Name bei Mykobank, wie ich gerade sehe, nicht anerkannt und L. ericetorum (Voitk, Thorn & I. Saar, 2023) dort nur als Synonym gelistet! Und schon wären wir wieder bei der allseits beliebten Problematik der Taxonomie ==Gnolm9

    VG Ingo


    mein einziger (vermutlicher) Fund aus dem hohen Norden (Värmland)

    Vielleicht ist er aber auch derjenige, der diesen Unsinn überhaupt erst antreibt. Es gibt ja vom letzten Jahr ein Paper mit neuen Peronospora-Arten auf Plantago und dort wurde eine Peronospora a M. Mu & Thines beschrieben. Wenn man sich dann die Schnittmenge mit den Autoren von Bremia o Kontos & Thines anschaut, bleibt nur ein Name übrig...

    Ok, das ist dann schon irgendwie pathologisch..

    dass der Artikel aufgrund dieses Epithetons, das nun wirklich nichts mit der beschriebenen Art zu tun hat [...] öfter zitiert wird, als wegen des eigentlichen Inhalts.

    Ja diese Intention könnte man den Autoren unterstellen…


    Aber vielleicht ist das auch einfach nur ein Scherz und gut ist. Ungewöhnliche Namen gibt es in der Wissenschaftsgeschichte immer mal wieder. Manche prägen sich besser ein, andere sind weniger gelungen. Es ist meiner Ansicht nach auch in Ordnung, den zeitweise drögen wissenschaftl. Alltag mit etwas Humor aufzulockern. Z.B. erinnere ich mich mit einem Schmunzeln an die „Sonic Hedgehog Proteine“, die nach einer Videospielfigur benannt wurden und ua. in der Embryogenese eine Rolle spielen.


    Ich sehe allerdings die Gefahr, dass solche extremen Aktionen wie diese Bangkok-Bremia in Folge zu einer restriktiveren Regelgebung führen könnten, die (wünschenswerte) kreative Beschreibungen in Zukunft vielleicht nicht mehr möglich macht. Und dann müssen wir uns die hundertste „striata“, „maculata“ oder „velutipes“ merken.


    Nun gut, vielleicht würde einfach eine Begrenzung der zulässigen Zeichenanzahl eines Epithetons schon helfen ohne zu viel Schaden anzurichten.


    Viele Grüße Ingo

    Lieber Felli,

    bist du mit dem Fall weiter gekommen bzw. hast du eigentlich die gesuchte Anamorphe finden können?

    Ich kann zumindest meinen ersten Kommentar widerlegen, nachdem ich die Feiertage aus Spaß an der Freud' ein frisches Mooskissen zerlegt habe.


    1) Appresssorien (sogar massenhaft) auf Moosblättchen:


    2) Gemmen von O. affine sehen auch anders aus, v.a. sind sie viel größer. Das dürfte eine sein:


    3) zwar konnte ich keine deinen Objekten ähnlichen Strukturen finden, aber dafür ein Kleistothecium welches direkt benachbart zu einer Teleomorphe von O. affinis gewachsen ist



    4) Anamorphen fand ich auch, aber ich möchte den Thread nicht kapern. Wenn man weiß wie die Konidien aussehen entdeckt man sie hi und da. Vermutlich hatte ich sie auch bereits in früheren Präparaten wusste aber nichts damit anzufangen, es ist ja so allerhand Beifang immer mit auf dem Bild.

    Danke euch fürs Vorstellen und insbesondere Anitteb für den Link ins Mikroforum!


    Möge euch das Bärtierchen gut ins neue Jahr geleiten,

    Grüße Ingo

    Servus Bernd, mir gefällt deine Beschreibung „michelinartig“! Hab ich selbst in meinen Notizen für ähnliche Sporen bereits verwendet ;) leider kann ich dir nicht weiterhelfen, ich habe gerade mal den Ellis durchforstet (falls du den nicht eh hast) aber nix passendes gefunden. Vielleicht doch lichenisiert? Martin, KaMaMa hast du vielleicht eine Idee? Wobei die Verfärbung auch einfach eine „Nicht Färbung“ sein könnte weil der Pilz irgendwelche antibiotischen Substanzen abgibt, die das Grünzeug drumherum am Wachstum hindern.

    VG Ingo

    Danke Anniteb! Damit ist klar, dass es nicht die Anamorphe ist, weil die nach der dortigen Beschreibung globose Konidien hat. Tja dann macht sich vielleicht noch ein anderer Pilz an dem Moos zu schaffen?

    Ich bin gespannt was du noch herausfinden kannst Felli

    Servus Felli, mir waren bisher gar keine Anamorphen von Octospora bekannt. Auf deine Anfrage hin habe ich gerade recherchiert und habe nur die 2019 beschriebene O. conidiophora (NW aus SA, Pakistan) mit bekannter Anamorphe gefunden. Was aber natürlich nicht heißt, dass die anderen Arten keine A. bilden- aber ich würde es für unwahrscheinlich halten, dass sie den ja gar nicht so wenigen Leuten, die sich mit der Gattung seit Langem eingehend beschäftigen, bisher niemand aufgefallen ist. Langer Rede kurzer Sinn: ich würde mal bei Dirk Wieschollek oder Torsten Richter et al. nachfragen. Vielleicht ist zeigst du uns ja gerade die Anamorphe von O affinis?

    Viele Grüße Ingo

    Ich hab mir erlaubt die Becher zu markieren. Vielleicht findest du sie wieder und magst mal reinlinsen?



    Ps: was ist das Substrat des Mooses? Ein Ast? Wie sicher bist du mit der Bestimmung des Mooses? Vergleiche auch mal mit Orthotrichum affine oder speciosum, dann könnten die Becher Octospora affinis sein, leicht kenntlich an den warzigen Sporen. Allerdings erscheinen mir die FK dafür zu klein. Möglicherweise also auch etwas Selteneres.

    Wie gesagt: werf mal einen Blick auf die Sporen, das könnte sich lohnen!

    VG

    Hallo Oliver, du hast vermutliche zwei kleine bryophile Ascomyceten auf dem ersten Bild mittig! Zu den Keulen vergleich mal mit Bryopistillaria, die sind gerne bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf Moosen und teils auch umgebendem Detritus zu finden. Lieben Gruß Ingo

    Könnt ihr mir ggf. noch einen Tipp zum herbarisieren von Ascomyceten geben? Wenn ja gibt es was zu beachten?

    Hallo Peter,

    zu beachten ist, dass im Vergleich zu Flechten "unlichenisierte" Ascomyceten einen sehr starken Schwund bei der Trocknung haben. Das bedeutet, dass du von deiner Octospora oder der Pseudombrophila wenn sie getrocknet sind mit bloßem Auge nur noch einen winzigen Krümel sehen wirst. Also gut aufpassen, ein Luftzug und schon findest du das Ding nie wieder. Wenn möglich lasse ich so kleine Ascos an einem Stück Substrat falls vorhanden, dann ist die Handhabung leichter. Es gibt aber auch Ausnahmen, denn zB. Kot/Dung oder Kohle/Asche neigt dazu getrocknet im Lauf der Zeit zu zerbröseln, was ein Wiederfinden des FK bzw ein erneutes Mikroskopieren/DNA Extrahieren deutlich erschweren kann, sodass ich solche FK tatsächlich unter dem Bino zuerst reinige.

    Viele Grüße

    Ingo

    Hallo Björn, danke fürs mitnehmen, sodass wir die Farbenpracht in der warmen Stube genießen können. Zu deinem Rätselpilz- falls doch irgendwo ein Bäumchen stand- vielleicht könnte es einfach ein alter hochgewachsener Leucocortinarizs bulbiger sein? VG Ingo

    Hallo Rainer, tolle Lorchel! Eine Idee habe ich aber erstmal nicht. Nr 3 bei Polytrichum erinnert mich sofort an Neotiella, wobei das gruppierte Vorkommen ungewöhnlich wäre. Könnte schon auch Pulvinula sein, die haben gerade Konjunktur. In jedem Fall lässt sich da ohne Mikro Daten nur ins Blaue (Orange) raten!

    Lg Ingo

    Hallo Jörg, danke für deine Meinung!

    Ist denn von den Butterpilzen eine „Albinovariante“ bekannt? Witterungseinflüsse möchte ich ausschließen, wie gesagt kurz daneben standen ganz normale dunkelhütige Butterpilze in verschiedenen Altersstufen.

    als Nr. 1 hast Du aber zwei verschiedene Arten gepostet

    Die anderen Arten habe ich zum Vergleich (oder zur Verwirrung;) absichtlich dazugestellt (s Beschriftung)


    Bei Nr 2 war ich aufgrund des Habitus auch von einem Scheidenstreifling ausgegangen - aber der „Ring“ hat mich völlig aus dem Konzept gebracht. Ich denke du hast Recht mit Stielhaut.

    Das hat er aber auch fies gemacht- genau an der passenden Stelle seine Haut abzuwerfen…

    Ein zweites Exemplar hätte es vermutlich sofort geklärt.


    Schönes Wochende,

    Ingo

    Hallo liebe Rätselfreunde,

    nachdem es ja nun überall nur so sprießt, komme ich nicht umhin mir auch mal Großpilze anzusehen, man stolpert ja buchstäblich darüber.

    Mitgbracht habe ich zwei vom Dorfbolzplatz. An Bäumen stehen dort ausschliesslich Kiefern und Birken.


    Nummer 1) ein blondes, beringtes Pärchen



    Ein unkritischer Butterpilz stand einen Meter weiter:


    etwa 20m weiter dann unkritische frische Körnchenröhrlinge zum Vergleich:




    Und Nummer 2) ein grauer Jüngling


    Die lappige Volva habe ich fürs Foto etwas geöffnet und heruntergestriffen. Der Ring ist oberseits deutlich gerieft. Recht kräftig gebaut.

    Leider ein Einzelexemplar.


    Ich bin gespannt auf eure Ideen! :gklimper:

    Liebe Grüße,

    Ingo

    Servus Felli,

    ich habe gerade ein Mitbringsel aus dem Urlaub von einem Bachtal auf Rügen bearbeitet. Makroskopisch dachte ich zunächst an eine Pachyella oder Psilopeziza nummularis. Der Sporenabwurf zeigte allerdings ziemlich kleine Sporen. Und so dachte es könnte auch etwas ganz anderes sein. Als ich die Becherchen dann mikroskopiert hab passte aber bis auf die Sporengröße dann doch alles zu Psilopeziza nummularia. Interessant war, dass es innerhalb der vitalen Asci durchaus manche reife mit "Riesensporen" gab. Diese sind aber anscheinend nicht abgeschossen worden, denn im Abwurf fand ich keine Einzige davon. Also: niemals davon ausgehen, dass Sporen aus einem Abwurf schon reif sein werden...

    Zur Sicherheit hab ich sie jetzt nach 3 Wochen im Kühlschrank nochmal angeschaut und siehe da: es gibt Klopper bis 30µm




    SP: (23.8) 24.6 - 28.3 (30.2) × (13.4) 13.7 - 15.6 (16.2) µm Q = (1.6) 1.7 - 1.9 (2) ; N = 14


    Viele Grüße

    Ingo