Beiträge von ogni volta

    Lieber Felli,

    bist du mit dem Fall weiter gekommen bzw. hast du eigentlich die gesuchte Anamorphe finden können?

    Ich kann zumindest meinen ersten Kommentar widerlegen, nachdem ich die Feiertage aus Spaß an der Freud' ein frisches Mooskissen zerlegt habe.


    1) Appresssorien (sogar massenhaft) auf Moosblättchen:


    2) Gemmen von O. affine sehen auch anders aus, v.a. sind sie viel größer. Das dürfte eine sein:


    3) zwar konnte ich keine deinen Objekten ähnlichen Strukturen finden, aber dafür ein Kleistothecium welches direkt benachbart zu einer Teleomorphe von O. affinis gewachsen ist



    4) Anamorphen fand ich auch, aber ich möchte den Thread nicht kapern. Wenn man weiß wie die Konidien aussehen entdeckt man sie hi und da. Vermutlich hatte ich sie auch bereits in früheren Präparaten wusste aber nichts damit anzufangen, es ist ja so allerhand Beifang immer mit auf dem Bild.

    Danke euch fürs Vorstellen und insbesondere Anitteb für den Link ins Mikroforum!


    Möge euch das Bärtierchen gut ins neue Jahr geleiten,

    Grüße Ingo

    Servus Bernd, mir gefällt deine Beschreibung „michelinartig“! Hab ich selbst in meinen Notizen für ähnliche Sporen bereits verwendet ;) leider kann ich dir nicht weiterhelfen, ich habe gerade mal den Ellis durchforstet (falls du den nicht eh hast) aber nix passendes gefunden. Vielleicht doch lichenisiert? Martin, KaMaMa hast du vielleicht eine Idee? Wobei die Verfärbung auch einfach eine „Nicht Färbung“ sein könnte weil der Pilz irgendwelche antibiotischen Substanzen abgibt, die das Grünzeug drumherum am Wachstum hindern.

    VG Ingo

    Danke Anniteb! Damit ist klar, dass es nicht die Anamorphe ist, weil die nach der dortigen Beschreibung globose Konidien hat. Tja dann macht sich vielleicht noch ein anderer Pilz an dem Moos zu schaffen?

    Ich bin gespannt was du noch herausfinden kannst Felli

    Servus Felli, mir waren bisher gar keine Anamorphen von Octospora bekannt. Auf deine Anfrage hin habe ich gerade recherchiert und habe nur die 2019 beschriebene O. conidiophora (NW aus SA, Pakistan) mit bekannter Anamorphe gefunden. Was aber natürlich nicht heißt, dass die anderen Arten keine A. bilden- aber ich würde es für unwahrscheinlich halten, dass sie den ja gar nicht so wenigen Leuten, die sich mit der Gattung seit Langem eingehend beschäftigen, bisher niemand aufgefallen ist. Langer Rede kurzer Sinn: ich würde mal bei Dirk Wieschollek oder Torsten Richter et al. nachfragen. Vielleicht ist zeigst du uns ja gerade die Anamorphe von O affinis?

    Viele Grüße Ingo

    Ich hab mir erlaubt die Becher zu markieren. Vielleicht findest du sie wieder und magst mal reinlinsen?



    Ps: was ist das Substrat des Mooses? Ein Ast? Wie sicher bist du mit der Bestimmung des Mooses? Vergleiche auch mal mit Orthotrichum affine oder speciosum, dann könnten die Becher Octospora affinis sein, leicht kenntlich an den warzigen Sporen. Allerdings erscheinen mir die FK dafür zu klein. Möglicherweise also auch etwas Selteneres.

    Wie gesagt: werf mal einen Blick auf die Sporen, das könnte sich lohnen!

    VG

    Hallo Oliver, du hast vermutliche zwei kleine bryophile Ascomyceten auf dem ersten Bild mittig! Zu den Keulen vergleich mal mit Bryopistillaria, die sind gerne bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf Moosen und teils auch umgebendem Detritus zu finden. Lieben Gruß Ingo

    Könnt ihr mir ggf. noch einen Tipp zum herbarisieren von Ascomyceten geben? Wenn ja gibt es was zu beachten?

    Hallo Peter,

    zu beachten ist, dass im Vergleich zu Flechten "unlichenisierte" Ascomyceten einen sehr starken Schwund bei der Trocknung haben. Das bedeutet, dass du von deiner Octospora oder der Pseudombrophila wenn sie getrocknet sind mit bloßem Auge nur noch einen winzigen Krümel sehen wirst. Also gut aufpassen, ein Luftzug und schon findest du das Ding nie wieder. Wenn möglich lasse ich so kleine Ascos an einem Stück Substrat falls vorhanden, dann ist die Handhabung leichter. Es gibt aber auch Ausnahmen, denn zB. Kot/Dung oder Kohle/Asche neigt dazu getrocknet im Lauf der Zeit zu zerbröseln, was ein Wiederfinden des FK bzw ein erneutes Mikroskopieren/DNA Extrahieren deutlich erschweren kann, sodass ich solche FK tatsächlich unter dem Bino zuerst reinige.

    Viele Grüße

    Ingo

    Hallo Björn, danke fürs mitnehmen, sodass wir die Farbenpracht in der warmen Stube genießen können. Zu deinem Rätselpilz- falls doch irgendwo ein Bäumchen stand- vielleicht könnte es einfach ein alter hochgewachsener Leucocortinarizs bulbiger sein? VG Ingo

    Hallo Rainer, tolle Lorchel! Eine Idee habe ich aber erstmal nicht. Nr 3 bei Polytrichum erinnert mich sofort an Neotiella, wobei das gruppierte Vorkommen ungewöhnlich wäre. Könnte schon auch Pulvinula sein, die haben gerade Konjunktur. In jedem Fall lässt sich da ohne Mikro Daten nur ins Blaue (Orange) raten!

    Lg Ingo

    Hallo Jörg, danke für deine Meinung!

    Ist denn von den Butterpilzen eine „Albinovariante“ bekannt? Witterungseinflüsse möchte ich ausschließen, wie gesagt kurz daneben standen ganz normale dunkelhütige Butterpilze in verschiedenen Altersstufen.

    als Nr. 1 hast Du aber zwei verschiedene Arten gepostet

    Die anderen Arten habe ich zum Vergleich (oder zur Verwirrung;) absichtlich dazugestellt (s Beschriftung)


    Bei Nr 2 war ich aufgrund des Habitus auch von einem Scheidenstreifling ausgegangen - aber der „Ring“ hat mich völlig aus dem Konzept gebracht. Ich denke du hast Recht mit Stielhaut.

    Das hat er aber auch fies gemacht- genau an der passenden Stelle seine Haut abzuwerfen…

    Ein zweites Exemplar hätte es vermutlich sofort geklärt.


    Schönes Wochende,

    Ingo

    Hallo liebe Rätselfreunde,

    nachdem es ja nun überall nur so sprießt, komme ich nicht umhin mir auch mal Großpilze anzusehen, man stolpert ja buchstäblich darüber.

    Mitgbracht habe ich zwei vom Dorfbolzplatz. An Bäumen stehen dort ausschliesslich Kiefern und Birken.


    Nummer 1) ein blondes, beringtes Pärchen



    Ein unkritischer Butterpilz stand einen Meter weiter:


    etwa 20m weiter dann unkritische frische Körnchenröhrlinge zum Vergleich:




    Und Nummer 2) ein grauer Jüngling


    Die lappige Volva habe ich fürs Foto etwas geöffnet und heruntergestriffen. Der Ring ist oberseits deutlich gerieft. Recht kräftig gebaut.

    Leider ein Einzelexemplar.


    Ich bin gespannt auf eure Ideen! :gklimper:

    Liebe Grüße,

    Ingo

    Servus Felli,

    ich habe gerade ein Mitbringsel aus dem Urlaub von einem Bachtal auf Rügen bearbeitet. Makroskopisch dachte ich zunächst an eine Pachyella oder Psilopeziza nummularis. Der Sporenabwurf zeigte allerdings ziemlich kleine Sporen. Und so dachte es könnte auch etwas ganz anderes sein. Als ich die Becherchen dann mikroskopiert hab passte aber bis auf die Sporengröße dann doch alles zu Psilopeziza nummularia. Interessant war, dass es innerhalb der vitalen Asci durchaus manche reife mit "Riesensporen" gab. Diese sind aber anscheinend nicht abgeschossen worden, denn im Abwurf fand ich keine Einzige davon. Also: niemals davon ausgehen, dass Sporen aus einem Abwurf schon reif sein werden...

    Zur Sicherheit hab ich sie jetzt nach 3 Wochen im Kühlschrank nochmal angeschaut und siehe da: es gibt Klopper bis 30µm




    SP: (23.8) 24.6 - 28.3 (30.2) × (13.4) 13.7 - 15.6 (16.2) µm Q = (1.6) 1.7 - 1.9 (2) ; N = 14


    Viele Grüße

    Ingo

    Nach 4 Jahren Pause habe ich gestern dort wieder eine kleine Kollektion der gelben Boleten finden können. Sie wachsen direkt neben einer Sitzbank, sodass es einem Wunder gleichkommt, dass sie noch niemand zertreten oder "geerntet" hat. Die Farben sind insgesamt etwas blasser als die der ersten Kollektion, was aber der höheren Sonneneistrahlung bzw dem Trockenschaden (am Wochenende hatten wir nochmal 30°C) geschuldet sein kann. Für die Originalbeschreibung von S. mendax sind die Stiele wieder recht dick und kurz, aber das hatten wir ja bereits bei der ersten Kollektion diskutiert.





    Die Sporenmaße aus dem Abwurf decken sich gut mit der ersten Kollektion. Diesmal habe ich darauf geachtet nicht auf das Deckglas zu drücken.

    (10.6) 11.1 - 12.5 (13.1) × (3.9) 4.2 - 4.8 (5) µm Q = (2.2) 2.4 - 2.8 (3.1) ; N = 36 Me = 11.8 × 4.5 µm ; Qe = 2.6


    Viele Grüße

    Ingo

    Servus zusammen, ich komme gerade aus dem Freibad zurück und denke den hab ich heute dort auch getroffen. Auf Hackschnitzeln. Geruch unauffällig. Noch nie gesehen und erst vor zwei Wochen überhaupt erfahren, dass es ihn gibt, danke Reinhard und Schupfi;)





    Oder kommt da noch was anderes in Frage?

    VG Ingo

    Hallo zusammen, ich verkaufe eine Unterwasser- und Outdoor Kamera RICOH WG-80 (aktuellstes Modell)

    Zustand wie neu, mit Gewährleistung (bis 29.04.2027) und teils ungeöffnetem Originalzubehör (Trageschlaufe, Akku, Ladegerät, Makroadapter).

    CMOS Sensor 16,8MP; 5x optischer Zoom; bis 14m Wassertiefe, Unterwassermodus/Weissabgleich weitere Spezifikationen auf der Seite des Herstellers PENTAX/RICOH.


    Die Kamera haben wir für unsere Krabbelstube als datenschutzkonforme Doku- Kamera gekauft da sie sturzsicher und wasserdicht ist. Leider mussten wir feststellen, dass sie für den Einsatzzweck herumspringende Kinder in geschlossenen Räumen zu fotografieren ungeeignet ist, da der Großteil der Bilder verwackelt.

    Die Kamera wurde insgesamt nur wenige Tage zu Testzwecken eingesetzt, leider ist uns die Rückgabefrist abgelaufen und der Verkäufer wollte sie nicht auf Kulanz zurücknehmen.


    Ich biete diese Kamera ausdrücklich als Unterwasserkamera an - ich gehe davon aus dass die Bilder im finsteren Wald ähnlich verwackeln dürften wie in der Krabbelstube und sie daher zur Pilzfotografie nur bedingt geeignet ist. Dazu holt ihr euch besser Reinhards Olympus Tough, die mich zu dieser Anzeige hier bewogen hat :saint: . Diese soll sich laut mehreren Kritiken hier im Forum gut als Pilzkamera eignen.


    Im Freien bei gutem Licht und Unterwasser macht die WG-80 für eine Kompaktkamera passable Bilder. Der vermutlich beste Einsatzzweck dürfte in der Schnorchel-fotografie liegen (wasserdicht bis 14m- tiefer geht ein nicht-geübter Schnorchler nicht und dort oben ist das Licht bei Sonnenschein auch ausreichend). Ein Geräte-Taucher wird tiefer gehen und höhere Anforderungen an eine U-Wasserkamera haben. Siehe Beispielbilder aus der Adria aus unserem Urlaub.


    Das ist also DIE Kamera für Liebhaber aquatischer Pilze um die Lieblinge im natürlichen Habitat abzulichten!!! :giggle:

    Spass beiseite- falls die Anzeige zu weit OT für das PF ist, gebt mir bitte Bescheid, dann lösche ich sie wieder. Ich habe aber die Hoffnung, dass manche Pilzler vielleicht auch Wassersportler sein könnten..


    Vielleicht hat ja jemand Verwendung dafür?


    Preis 220 Euro, Abholung/ Besichtigung in Nürnberg oder Versand (auf mich)


    Grüße Ingo


    PS: damit die Anzeige eine Berechtigung hier im PF hat zumindest ein pilzähnliches Beispielbild:





    Hallo zusammen,

    nachdem das Mycel 2023 pausierte, erschienen im letzen Herbst eine große Menge Fruchtkörper. Einen davon schickte ich Pablo Alvarado zur Sequenzierung. Der Fokus lag auf LSU, rpb2, hsp. Die letzten beiden, wie auch die ITS (erwartungsgemäß) gelangen nicht. Jedoch konnte er die LSU sequenzieren. Sie stimmt zu 100% mit dem Typus von Helvella fuscolacunosa (TRH 12618) von Skrede et al. überein.




    Ich habe mit Sebastians Hilfe (vielen Dank nochmal!) zur Veranschaulichung einen Baum erstellt:



    Rote Raute= Sequenz des rechten FK. Nächste Verwandschaft mit H. fusca. Als Vergleichssequenzen wählte ich entweder Typusbelege oder Belege aus Arbeiten von Skrede et al.


    Somit konnte das Vorkommen von Helvella fusoclacunosa in Deutschland bestätigt werden. Vielen Dank an alle für die Diskussion und Hinweise, sowie insbesondere an Wolfgang für die Motivation mich überhaupt weiter mit dieser Aufsammlung zu beschäftigen.

    Ingo

    Das Gießen hatte Erfolg, ich kann euch heute ein frisches Exemplar zeigen:


    gestern nachmittag:


    heute früh:






    Gemessen: Höhe 25mm x Hutdurchmesser 10mm, also recht zierliche Gesellen.

    Auffallend ist der starke, angenehme Geruch nach Champignons. Es sind noch ein paar Knöpchen in den Startlöchern, an denen ich mich erfreuen kann.

    Leucocoprinus cf ianthinus ist denke ich ein guter Arbeitsnahme. Für weitere Diagnostik habe ich gerade keine Zeit.

    Viele Grüße

    Ingo

    Hallo Harald, ja wenn man sich zB diese Kollektion in ähnlichem Trockenheitszustand ansieht gibt es Gemeinsamkeiten.

    Die hier im Forum diskutierten sind vom Habitus schon etwas anders, insbesondere der tiefsitzende Ring. Na vielleicht kommen nochmal frische nach. Ich habe jedenfalls ordentlich gegossen heute.

    VG Ingo