Beiträge von Tricholomopsis

    Servus Andreas,


    nicht nur soll, sondern "ist so". Ich habe, als ich die Art beschrieben habe, Kollektionen mit bis zu 40 cm Hutdurchmesser gehabt und die "Riesen" auch auf der Münchner Pilzausstellung präsentiert.

    Natürlich ist das sher groß - ich hatte halt so große nichtmal bei meinem Paxillus validus. Ich hatte aber wenige Aufsammlungen, weshalb die Variationsbreite für mich in Bezug auf Paxillus obscurisporus nicht auszuleuchten war. Die Lamellen sind aber immer (sage ich mal so) jung blasser als bei Paxillus validus/ammoniovirescens - der Zitronengelbton fehlt. Später werden die Lamellen sehr dunkel.


    Paxillus cuprinus hatte ich bei meinen Paxillus-Studien auch nicht gehabt. Mir wäre (hoffentlich) die Sporendelkle aufgefallen und auch die Kupfertöne, die beschrieben wurden.


    Was aber anhand der Bilder klar ist: auch kleine Exemplare von Paxillus obscurisporus sind recht kräftig, aber das trifft ja auch auf Paxillus validus/ammoniovirescens zu. Paxillus cuprinus kann ja auch recht kräftig werden.


    Die Möglichkeit, in der Artengruppe molekular nachzubestimmen, ist sehr wertvoll.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    Ich bin gerade am Handy, versuche es aber mal.... Die Lamellenfarbe und der Sporenpulverton sind für mich ganz typisch für Paxillus obscurisporus. Bilderbuchmäßig.


    Per ITS sind alle Arten gut definierbar. Nur Paxillus ammoniovirescens s.l. hat eine sehr variable ITS, die innerartlich sehr differieren, aber in sich deutlich von den anderen abgegrenzt ist. LSU geht auch gut.


    Hier ist m.E. eine Sequenzierung unnötig, da für mich zu typisch. Ein bisserl schmächtig ist er, aber warum nicht?


    Wenn Bedarf ist, schaue ich ihn mir aber gerne an. Die HDS-Hyphen und die Zystidenmaße kann man auch nutzen, um den aus Europa noch nicht wirklich nachgewiesenen Paxillus vernalis auszuschließen, der makroskopisch sehr ähnlich ist.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Björn,


    wow, stark - Laboulbeniales, sowas sieht man selten in Pilzforen. Und dann auch noch life, lebendig und frisch und nicht nachträglich an Käfern in einer Sammlung. Wobei mir die Marienkäfer schon leid tun.


    Tolle Bilder - danke dür's Vorzeigen!


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Harald,


    keine Sorge, ich habe dich nicht in irgendeiner Schusslinie.

    Ich rekapituliere: Es wurden Bücher zu einem vernünftigen Preis zum Kauf angeboten, was von einem Kommentator (Oehrling) als gut kommentiert wurde.

    Damit - sollte man denken - wäre das Thema eigentlich erledigt gewesen. Dann kommt allerdings von Habicht die indirekte Andeutung, dass das angebotene Werk zu den "Auslaufmodellen" gehört, obwohl er die Buchreihe gar nicht besitzt und das eigentlich nicht beurteilen kann.

    Allein darauf bezog sich meine Bemerkung etwas zurückhaltender zu sein! Wenn ich etwas nicht kenne, dann kann ich mir eigentlich auch keine Meinung dazu erlauben - so sehe ich das.

    Das kann ich nachvollziehen. Würde ich ein Buch verkaufen wollen, dann wäre ich auch nicht glücklich, wenn jemand, der es nicht kaufen will, sowas indirekt andeutet. Der Zusammenhang war aber nicht mehr klar. Hättest du diese kurze Aussage auf Peters Nachfrage gepostet, wäre doch alles gar kein Problem. Mir ging es nur um die Umgangsfrom, etwas erst anzudeuten, dann das Gegenüber abtropfen zu lassen.


    Servus Nobi


    ich gebe dir da völlig recht - PN wäre besser gewesen. zuehli hätte Peter das per PN schreiben können. So macht er es eben öffentlich, um dann, als Peter nachgefragt hat, was denn los sei, was er falsches geschrieben hätte, diesen abtropfen zu lassen.


    Inhaltlich gebe ich dir recht - siehe auch, was ich oben gerade zu zuehli schrieb.


    Was das Liken angeht, hatte ich versucht, das zu erklären:


    Dass dann auch noch durch Likes Unterstützung für so ein Vorgehen kommt, finde ich ehrlich gesagt befremdlich. Aber man klickt schnell auf ein Like und versteht nicht, dass das in so einem Fall auch wirklich verletzen kann.

    Durch die Likes wird das erst öffentlich Angreifen und dann Fallen Lassen noch gewichtiger. Das ist die Gefahr der Likekultur. Niemand kann wissen, warum z.B. du geliked hast. Jetzt ist es klarer. Nur gehört das dann eigenltich zu einem neutralen Beitrag, der darum bittet, sowas ab jetzt z. B. per PN zu machen (den es aber nicht gab).

    Ich will dir auch nichts unterstellen. Es geht mir hier nur um das Miteinander und wie etwas rüberkommen kann.


    Versetz dich mal in die Situation, jemand würde dich öffentlich angreifen. Dann fragst du nach, warum und erhältst statt einer Antwort auf deine Frage eine komplettes Abblocken. Und das wird dann mehrfach geliked. Fühlt sich blöd an.


    Jetzt nochmal an zuehli:


    Mir geht es wirklich nur darum, dich zu bitten, dir die Wirkung auf das Gegenüber vorzustellen. Das hier ist ein öffentlicher Raum. Du hättest Peter auch per PN anschreiben können. So machst du einen öffentlichen Vorwurf, der für dich bestens begründet ist. Und dann blockst du ab und lässt das Gegenüber im Regen stehen. Diese Methodik hat nichts damit zu tun, ob man unbequem ist oder jedem gefällt.


    Was die Empathielosigkeit angeht, die für dich ein impertinenter Vorwurf ist... Ich hatte genau deshalb ja auch geschrieben, dass du vermutlich den Geburtstagsthread gar nicht mitbekommen hast, eben um damit auszusagen, dass es nicht Empathielosigkeit sein muss.


    Jetzt weißt du es und hättest was freundliches oder deeskalierendes zu Peter anmerken können. Machst du nicht, musst du nicht, ist alles deine Sache. Vielleicht kannst du aber, wenn du nicht mehr sauer über mein Einhaken bist, über diese Form des Umgangs miteinander nachdenken. Ich kann mir eben nicht vorstellen, dass du bewusst Cyberbullying betreiben willst oder bewusst jemanden verletzen willst. Öffentlich unkonkrete Vorwürfe zu erheben, um nach Rückfrage diese dann abzublocken ist eben genau ein Mechanismus, wie Cyberbullying abläuft.


    Hätte, hätte, Fahrrahdkette... aber ein direktes (als Beispiel) "Peter, ich verstehe nicht, warum du einen Thread kaperst, in dem jemand ein Buch verkaufen will (und hat), um dort Kritik an vermeintlich veralteten Büchern zu äußern." ... hätte m.E. gar kein Problem gemacht, im Gegenteil. Man weiß, worum es geht, was du meinst und die meisten oder alle werden dir recht geben.


    Irgendwie so.


    Wir sind hier alle an einem gemeinsamen Thema dran - Pilze und Pilzkunde. Das geht besser, wenn man sich nicht gegenseitig öffentlich runtermacht. Und wenn es nichtmal beabsichtigt ist, dann wäre es doch umso besser, das in Zukunft durch andere Formulierung zu umgehen.


    Manchen, so auch Nobi, sind Umgangsformen sehr wichtig. Dazu gehört eine Anrede und ein Servus - wichtiger ist aber doch, dass man nicht nur formell, sondern auch wirklich inhaltlich Respekt und Achtung zeigen möchte. Dazu gehören Diskussionen auf Augenhöhe. Ich kann gerne auf rein formelle Höflichkeitsfloskeln verzichten, wenn dafür echter Respekt vor dem Gegenüber als Person zu erkennen ist, als dass ich Floskeln lese und mir dann bei den Inhalten viele aufstößt.


    Vielleicht bin ich auch deshalb so hellhörig, weil ich eben in meinem Berufsumfeld mit dem Thema Cybermobbing und Cyberbullying betroffen bin - unter Jugendlichen läuft sowas teils gnadenlos ab. Den Aktiven ist oft gar nicht bewusst, wie das bei dem passiveren Part ankommt, wie es sich subjektiv anfühlt.


    Wie auch immer - ich wollte niemanden beleidigen, sondern auf das Problem der Kommunikationsweise hinweisen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Harald ( zuehli),


    ich finde dich hier nicht fair - im Gegenteil. Hier wird ja eigentlich auf Umgangsformen geachtet, hatte ich jedenfalls bislang gadacht.


    Was hat Habicht (†) denn geschrieben? Ich zitiere:


    Ich sehe da keinen Angriff auf das Buch und auch keine Kritik - bis auf die Anmerkung, dass ältere Werke eben auch veraltet sein können. Ob man aktuelle Forschungsergebnisse lesen will oder bewusst erstmal abwartet, inwiefern sich Neuerungen bestätigen oder dann doch wieder ad acta gelegt werden, bleibt jedem selbst überlassen.


    Auch hier sehe ich eher Lob als Kritik. Und dass Kärnten andere ökologische Parameter als Baden-Württemberg hat, sollte auch klar sein. Natürlich kann man einiges auch auf Kärnten übertragen. Doch auch hier: wo ist das Problem?


    Dass die Sequenzierungsaussage kontrovers diskutiert wurde, hat mit den Aussagen zu GPBW nichts zu tun.


    Nun, lieber Peter, dann wäre ich auch mit den Äußerungen dieses Werk betreffend etwas zurückhaltender. Wenn man sich für die ökologischen Aspekte der Pilze interessiert, ist dieses Werk ziemlich nützlich - ohne Zweifel.

    Dann mit so einer Aussage zu kommen, ohne bei Nachfrage zu konkretisieren, empfinde ich als unfair. Du stellst in den Raum, Peter hätte Dinge geschrieben, die er hätte lassen sollen. Auf Nahfrage von ihm kommst du mit


    Ich glaube nicht, dass es sich lohnt die Diskussion weiter zu vertiefen....


    Grüße Harald


    Sowas ist nur geeignet, das Gegenüber saublöd dastehen zu lassen. Erst ermahnst du (warum auch immer), um dann alles abtropfen zu lassen und so zu tun, als würdest du nun versuchen, aus der Diskussion rauszugehen. Klar, das erzeugt eine Form des Machtgefühls (psychologisch) - du nimmst dir das Recht, anzugreifen und nimmst dann dem Gegenüber jede Möglichkeit, sich zu wehren, gegenzureden oder auch nur zu verstehen, was dich bewegt hat. Du hast damit den kleinen Disput begonnen, um ihn dann sofort komplett abzuwürgen. Rhetorisch ist das extrem heftig und erzeugt beim Gegenüber nichts als Ärger - und das auch noch an seinem Geburtstag. Cyberbullying ist der Begriff dafür, wenn es absichtlich passiert und mehrfach.


    So vergrault man Menschen aus Foren. Ich verstehe langsam, warum Peter schonmal andeutete, hier wenig schreiben zu wollen.


    Dass dann auch noch durch Likes Unterstützung für so ein Vorgehen kommt, finde ich ehrlich gesagt befremdlich. Aber man klickt schnell auf ein Like und versteht nicht, dass das in so einem Fall auch wirklichg verletzen kann. Wenn man dann noch liest, was bei Peter im Moment privat passiert ist, dann ist es nicht nur von oben herab und respektlos, so mit anderen umzugehen, sondern auch mehr als empathielos. Ich gehe aber mal davon aus, dass du in seinem Geburtstagsthread nicht gelesen hast und ihn nichtmal wahrgenommen hast. Wie gesagt, so mit jemandem am Geburtstag umzuspringen finde ich einfach nur noch daneben.


    Dass du kein Wort dazu verlierst, dass Oehrling - warum auch immer - gegen Pilzzeitschriften austeilt, lässt mich zudem vermuten, dass es hier nicht um die Sache, sondern um was Persönliches geht. Ob Oehrling was gegen die Mycologia Bavarica hat oder ob ihm nicht gefallen hat, dass Habichtpeter unsere Zeitschrift mag und sehr gut findet, weiß ich nicht - er reagiert nicht auf Rückfragen. Muss er auch nicht. Ist auch nicht das erste Mal.


    Dennoch finde ich den Umgangston sehr unangenehm. Wenn man ein Gegenüber öffentlich maßregelt, dann sollte man zumindest in der Lage sein, das Gegenüber ernst zu nehmen, auf Augenhöhe zu bleiben und es nicht so im Regen stehen zu lassen. Ich kenne diese Verhaltensmuster und finde sie ehrlich gesagt unmöglich.


    Ich fände es schade, wenn Peter gehen würde. Ich finde es generell schade, wenn mit Menschen öffentlich so umgegangen wird.


    Falls du dich jetzt ungerechtfertigt angegriffen fühlst, kannst du mir gerne widersprechen. Ich würde dann auch versuchen, meinen Standpunkt zu erklären. Falls du auch hier keine Diskussion willst, auch kein Problem. Ich behalte mir aber vor, bei Cyberbullying, sollte es auftreten, weiterhin vehement für die schwächere Seite einzustehen. Ich kenne das aus meinem Berufsumfeld zur Genüge und der Schutz derjenigen, die eine geringere subjektive Machtposition besitzen, ist da sehr wichtig.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    ich schreibe meine Beiträge in österreichisch, du deine in deutsch.

    Servus Peter,


    und dann auch noch auf Kärntnerisch. Ich vermute: du denkst kärntnerisch und übersetzt das dann ins Österreichische, transkribierst es aber so, dass es auch Hochdeutsche (und andere Deutsche) lesen können. Dass da der Stille-Post-Effekt eintritt, ist ja selbstredend.

    Ich sage nur Sender-Empfänger-Modell, Codierung, Decodierung...


    Da fällt mir ein: ich kenne da einen Steirer, der in Kärnten lebt und auch ins Österreischische/Hochdeutsche transkribiert. Da muss es ja noch einen Schritt heftiger sein (vielleicht ist H.P. nicht in Foren vertreten) ;-).


    I gfrei mi scho auf Langschlag, wo mer uns direkt akustisch austauschen können und weniger Übertragungsprobleme bestehen. Vor allem nach dem einen oder anderen külen Getränk am Abend.


    An scheenan Gruaß,

    Christoph

    Servus Mausmann,


    ich wüsste nicht, was im ersten Bild die unteren beiden, großem Hüte mit der graubraunen, leicht rissigen Oberfläche außer Agaricus xanthodermu(oder A. laskibarii / A. xanthodermulus, dann aber untypisch, weil zu kräftig) noch sein könnte. Diese Farbe und Huthautstruktur finde ich sehr typisch (früher hat man da auch ne Varietät draus gemacht, aber heute wird A. xanthodermus als sehr variabel angesehen).

    Ob alle Karbolegerlinge waren, kann ich nicht sagen, bei einzelnen wäre ich mir aber sehr sicher. Wenn dem so ist, ist es aber - wie gesagt ob der kleinen Menge - kein großes Problem und ich hoffe auch, dass es zu keinen Problemen kommen wird. Ich kann aber eben nicht alle Pilze sehen (wegen des Stapels). ;)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Und nochmal zur Hemiamyloidität- reicht eine klar erkennbare Rotfärbung mit Lugol oder muss man zusätzlich noch die Blaufärbung nach KOH testen? (Oder nur bei uneindeutigem Befund?)

    Servus Ogni,


    nein, reicht nicht aus. Dextrinoide Strukturen (z. B. Amylopektin) werden auch mit Lugol rot. Dextrinoidie wird aber von Chloralhydrat nicht unterdrückt, weshalb sie auch in Melzers sehr schön zu sehen ist. Reagiert also eine Struktur mit Melzers gar nicht, aber mit Lugol rot, dann ist Hemiamyloidität sehr wahrscheinlich. Ganz sicher bist du, wenn du mit KOH und Lugol nochmal färbst, ob es dann blau wird.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Ich mache mir Sorgen, es könnte dieses sein:

    Kegelhütiger Knollenblätterpilz – Wikipedia

    Servus Setoso,


    im Nachhinein zu belehren, bringt nichts und kommt meist schräg rüber. Ein bisserl versuche ich es dennoch, um dich in Zukunft vor Vergiftungen zu bewahren...


    Wenn du die Unterschiede zwischen weiß gefärbten Knollenblätterpilzen und Champignons nicht kennst, ist es grob fahrlässig, Wildpilze (v. a. mit Lamellen) zu sammeln und zu verspeisen. Das zeigt, dass du leider noch sehr geringe Kenntnisse hast, was das Hobby so lebensgefährlich macht.


    Beispiel, wie einfach es ist:

    Kegelhütiger Knolli: jung weiße Lamellen, alt weiße Lamellen

    typische Champignons: jung rosa Lamellen, alt braune Lamellen


    Dazu kommt eine Vielzahl weiterer Verwechslungsmöglichkeiten.


    Es gibt aber sogar innerhalb der Gattung der Champignons giftige Arten. Die sind "nur" Magen-Darm-giftig, was aber auch nicht toll ist. Und es gibt weitere, giftige, weiße Pilze.


    Jetzt zur Beruhigung: wenn deine Verzehrmengenangabe stimmen sollte und du gesund bist, normales (oder zu großes) Körpergewicht hast, besteht keine Lebensgefahr.

    Knollis sehe ich auf deinem Fotos nicht. Du hast sie aber so "genial" aufgehäuft, dass man nicht alle sehen kann. Insofern sind alle Aussagen erstmal nur geraten.


    Ob darunter giftige Egerlinge sein könnten: definitiv ja, kann ich am Foto nicht ausschließen. Ich würde es sogar vermuten (dieser Grauton auf dem Hut, die Hutform... dann das schmutzig graue Fleisch nach längerer Liegezeit und ganz unten nich gelbe Restfärbung im Schnitt. Das würde auch die Aussage deiner Frau bestätigen (Geruch komisch, schmeckt komisch).


    Die Dosis macht das Gift. Ich drücke die Daumen, dass du gar nichts an Symptomen spürst.


    Liebe Grüße,

    Christoph


    P.S.: den Giftnotruf würde ich durchaus einschalten, die suchen dann einen Pilzsachverständigen, der die Pilze nachbestimmen kann

    Servus Andreas,


    danke für die Info. So ist es auch bei uns (auch schon seit längerem, nur wurde es bisher kaum in Anspruch genommen). Einziger Unterschied: Wir haben kein Labor im Rücken, sondern finanzieren z. B. Avalab. Dafür bleibt es natürlich bei der Autorenschaft ohne Coautor. Aber Mitautorenschaft bei Hilfe (Sequenzierung/Auswertung) sollte ja klar sein und kein Problem darstellen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    ich beschäftige mich tiefergehend mit Pilzen (also mit denjenigen, die mich wirklich interessieren), aber ob und inwieweit ich auf aktuelle Forschungsergebnisse und auf die Mycologia Bavaria angewiesen bin, darf ich gottlob noch selber entscheiden. Jeder beschäftigt sich so tiefgehend mit Pilzen wie er mag, und ich habe mich entschieden, auf dem Stand des Pilzberaters stehenzubleiben und nicht wissenschaftlich zu diskutieren und zu reüssieren so wie es einige Andere wohl nötig haben. Daher reicht mir persönlich das, was in den GBPW steht, für meine Erkenntnisgewinne völlig aus. Mich haben die GBPW erkenntnistechnisch Lichtjahre vorangebracht, mehr als es Hunderte Mycologia Bavariae Ausgaben jemals vermögen werden, und mir bringt es nach wie vor viel Spaß, weiterhin darin zu stöbern.

    Servus Oehrling,


    natürlich bleibt es dir überlassen, inwieweit du dich für aktuelle Erkenntnisse in der Mykologie interessierst. Es bleibt die auch überlassen, ob du Zeitschriften wie die Mycologia Bavarica, Zeitschrift für Mykologie oder den Boletus lesen willst. Solltest du dich aber mal dazu durchringen, solche Zeitschriften, die ehrenamtlich über Vereine mit viel Mühe für Pilzfreundinnen und Pilzfreunde und ohne Gewinnabsicht (jedenfalls kann ich das über die Mycol. Bav. sagen - die Zeitschrift wird seit Jahren von den tragenden Vereinen teilgesponsort, da wir bei jedem Heft ein Defizit fahren, damit sie nicht zu teuer wird) erstellt werden, zu lesen, bin ich mir sicher, dass es einen Gewinn bringen würde. Die Zeitschriften werden, was die Artikel betrifft, ja meist von Amateuren für Amateuren mit Inhalt gefüllt (natürlich schreiben auch Profis ab und zu in diesen Zeitschriften).

    Und zur Beruhigung: Hunderte Ausgaben der Mycol. Bav. gibt es nich nicht, es sind erst 21. Bei der Z. Mykol. wärst du näher dran.


    Wie auch immer, es ist allein deine Sache, ob du dich für sowas interessierst oder nicht. Wenn du aber nicht weißt, was in diesen Zeitschriften zu finden ist, kannst du allerdings m.E. schlecht darüber urteilen.


    Wo ich dir natürlich recht gebe: Zeitschriften behandeln immer nur einzelne, kleine Themen, die dafür meist sehr intensiv. Wenn in einer Ausgabe kein Thema getroffen wird, an dem man selbst interessiert ist, dann erscheint einem das Heft dann als recht nutzlos. Bei einem Buch wie den GPBW findet man quasi (in Bezug auf das Teilthema des Buchs) scheinbar "alles". Deshalb sind Pilzzeitschriften oft für Einsteiger noch zu speziell. Zurzeit sind bei uns in der Mycol. Bav. die Risspilze recht präsent (viele neu beschriebene Arten in ausführlichen Artikeln der letzten Hefte). Wer Risspilze nicht mag, für den ist das natürlich nichts. Und wenn die restlichen Artikel auch nicht "treffen", klar.


    Man kann auch nicht alles an Zeitschriften kaufen/abonnieren, denn das addiert sich finanziell ja auf.


    Aber ganz gleich, ob man Zeitschriften mag oder nicht, ich finde es schade, wenn diese schlechtgeredet werden. Das redet auch die AutorInnen schlecht, die sich viel Mühe geben, ihre Artikel zu schreiben. Vielleicht meinst du es auch anders, für mich klingt es aber nicht sehr freundlich solchen ehrenamtlichen Projekten gegenüber.


    Man kann die beiden Dinge auch schlecht vergleichen – das ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Als ich seinerzeit die GPBW gekauft hatte, war ich auch begeistert. Ich wäre aber auch damals nicht auf die Idee gekommen, sie als Bestimmungsbücher zu nutzen oder die Artkonzepte übernehmen zu wollen. Die Artkonzepte sind der Auswertung der Kartierungsdaten geschuldet. Das verwässert zwar bei manchen Aggregaten die ökologische Aussagekraft, aber über makroskopisch gut kenntliche Arten bekommt man eine sehr schöne Auswertung ohrer ökologischen Ansprüche. Das ist es, was mir an den GPBW gefällt. Und sowas bekommt man über Zeitschriften nicht oder nur extrem punktuell, denn wie oft werden entsprechende Artikel dort publiziert? Wenn du das mit deiner Aussage meinst, bin ich natürlich bei dir, wie man heutzutage zu gerne sagt.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Andreas,


    oh, das ist ja super. War mir nicht bewusst. Gilt das Angebot generell für Autoren der Z. Mykol. oder nur für Mitglieder der DGfM?


    Ich finde es gut, wenn Vereine, die die finanzielle Möglichkeit haben, hier unterstützend tätig sind. Das heißt, wenn man einen Artikel für die Z. Mykol. vorbereitet und für diesen Sequenzierung(en) benötigt, dann kann man das über dich/die Redaktion beantragen?


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Seass Peda,


    ois guade zum Buadseldog! I hoff, du feiast schee und dringgsd a guads Bier auf's neiche Lehmsjoar.



    Und da du de Lorcheln magst, hob I a Buidl von dera Rundsporigen Lorchel fia Di - de is aus'm Nationalpark drunt im Bayerwoid. Gyromitra sphaerospora auf schlau.


    Ois guade,

    dei Christoph

    Servus beinand,


    ich weiß nicht, in welches Unterforum das gehört - ich bitte ggflls. um Verschieben :-).


    Es ist soweit, der gemeinsame Youtube-Kanal der ÖMG und der BMG ist online. Im Moment haben wir einen Vortrag öffentlich hochgeladen, es werden aber weitere folgen. Wir wollen auch kurze Lehrvideos aufnehmen und zeigen - zum Beispiel Gegenüberstellung von Speise- und Giftpilzen oder was sonst noch interessant erscheint.


    Hier der Link zum ersten Vortrag:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Man kann den Kanal natürlich abonnieren - dann sieht man, wenn man auf youtube geht und sich anmeldet, ob neue Inhalte da sind oder nicht. Jedenfalls könnt ihr mir hier eineinhalbstunden lang (wer das aushält) zuhören, wie ich ein paar Pilze vorstelle. Wer meinen Vortrag also nicht ansehen konnte, kann das nachholen. Der Vorteil: man kann hier auch einfach vorspringen, wenn einen ein Pilz nicht interessiert und sich die Teile rauspicken, die man für sich wichtig findet.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Bernd,


    interessanter Fund! Bei Pachyella bin ich aber relativ ahnungslos. Ich weiß auch nicht, was bereits sicher bestimmt und sequenziert ist. Bei Gyromitra weiß ich, dass viele Sequenzen vorliegen, auch von Typusmaterial. Deshalb werde ich da sequenztechnisch aktiv. Pachyella müssen aber andere machen ;-).

    Falls schon authentische Sequenzen vorliegen, würde es sich lohnen. Wenn du einen Artikel über den Fund schreiben willst und dafür die Sequenz nötig ist, zahlt die Sequenz ja die BMG und der Verein für Pilzkunde München (die mycologia Bavarica hat ja ein Budget, um Amaterumykologen hier zu unterstützen, indem sie Sequenzierkosten auf Antrag übernehmen kann).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Jörg,


    danke für das Posten des Links! Der zweite Vortrag wird auch auf dem Kanal veröffentlicht. Zudem wollen wir auch ein paar kleine Lehrvideos vorbereiten (z. B. Gegenüberstellung von Gift- und Speisepilzen, Warnungen vor Vergiftungen usw.). Das ist alles in der Aufbauphase.


    In dem Zusammenhang möchte ich gleich an zwei Vorträge nächste Woche erinnern:

    Morgen halten Till Lohmeyer und Ute Künkele einen Vortrag über Australien (18.30 Uhr)


    Über diesen Link könnt ihr direkt dem Zoom-Meeting beitreten


    Launch Meeting - Zoom


    Ihr könnt auch über den Zoom-Client teilnehmen, wenn ihr folgende Daten verwendet:


    Meeting-ID: 959 4262 9422

    Kenncode: 855742


    Und am Donnerstag um 19.30 wird Karl Wehr über 20 Jahre Kartierung im NSG Depot berichten - das lohnt sich auch hundertprozentig. Wir haben übrigens unseren Account aufgestockt und haben keine 100er-Beschrämkung mehr.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Schupfi,


    ich war ein paar Tage offline, deshalb melde ich mich erst jetzt zu Wort. Die Erbsenstreulinge sind noch zu jung - es geht zwar über die Sporenmaße wenig, aber anschauen würde ich das natürlich schon. Was aber für die Bestimmung wichtig ist: der Farbverlauf beim Ausreifen, also hier von gelb hin zu... Insofern ist die Beobachtung von jung zu alt sher wertvoll. Zum Glück haben wir nach aktuellem Stand ja nur ca. 5 Arten in Europa.


    Der Krempling sieht für mich nicht nach Paxillus involutus s.str. aus, wohl aber, wie du ja richtig schreibst s.l.


    Tolle Funde!


    Liebe Grüße und vielen Dank für das Streulingsangebot, auf das ich natürlich gerne zurückkomme,

    Christoph

    Servus Norbert, Björn und Karl,


    vielen Dank für euren Input! Falls die Sporenmaße davon abhängen, auf welchem Geschlecht der Wirtspflanze der Pilz hockt, wäre das sehr spannend. Offenbar ist aber die Angabe aus Brandenburger und Klenke & Scholler zu eng gefasst, wenn bei euch, Karl und Björn, auch entrsprechend größere Maße rauskommen.


    Vielleicht wird sowas auch zu selten mikroskopiert, da man über den Wirt makroskopisch bestimmen kann. Es zeigt aber, dass es sich lohnt, immer mal auch genauer hinzusehen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Andreas,


    sorry für die späte Reaktion - ich war ein paar Tage offline.

    Erstaunlich - aber dann weiß ich Bescheid, wo das her ist. Danke dir.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Ein Perispore ist per Definition eine Hülle außerhalb der eigentlichen Sporenwand, und das kann ich hier einfach nicht erkennen. Aber wo nun genau die Grenze zwischen einem echten Perispor liegt zu einer sich blasig abhebenden Sporenwand die aber kein echtes Perispor ist, das bin ich überfragt. Ultrastrukturell sicherlich nachweisbar, aber jetzt so für unsere Praxis?

    Servus Andreas,


    ich wollte da schon früher eingrätschen und nachfragen, hatte aber leider vorher keine Zeit. Jedenfalls bin ich etwas verwirrt, denn das Perispor kenne ich natürlich als Teil der Sporenwand.


    Die Sporenwand ist ja mehrschichtig und meist sehr komplex, weshalb sich viele verschiedene Begriffe gebildet haben. Manche Schichten sind lichtoptisch gut zu sehen - Pegler & Young haben da in der 80er Jahren des letzten Jahrhunderts lichtoptisch gearbeitet (anhand von Schnitten durch Sporen).


    Ich kenne klassisch für Basidiomyzeten (v. a. Agaricales und Russulales) folgende Schichtung in der Reihenfolge von außen nach Innen:


    Ektosporium

    Perisporium

    Exosporium (bei dickwandigen Sporen)

    Episporium

    Endosporium


    Das Perisporium ist nichtmal die äußerste Schicht. Oder unterscheidest du zwischen den Schichten, die vom Apikulus gebildet sind und denen, die von Innen bei der Umhüllung der Kerne gebildet werden? Die verschmelzen ja zu einer gemeinsamen Sporenwand. Dass das Perispor (und dann auch das Ektospor) nicht zur Sporenwand gehören, kenne ich so nicht. Du schreibst per definitionem - hast du eine Quelle dafür? Fände ich wichtig, damit ich weiß, was andere unter dem Begriff verstehen könnten. Oder meinst du eigentlich alle Schichten außerhalb des Episporiums?


    Das Ektosporium ist sehr dünn und lichtoptisch meist nicht sichtbar, deshalb scheint im Lichtmikroskop das Perispor die äußerste Schicht zu sein (man muss auf optische Täuschung durch die Beugungsringe aufpassen, das zweite Minimum wird gerne als Ektosporium missinterpretiert, das erste Maximum als Perisporium. Das Ektosporium ist oft sehr klebrig und sorgt dafdür, dass Sporen auch auf Glas festkleben können.

    Das Perispor ist meist gallertig und enthält - je nach Gattung/Art - amyloide Substanzen.

    Das Exosporium ist für grobe Ornamente zuständig. Das Perispor liegt dann als dünne Schickt auf diesem auf. Das Exosporium ist lichtoptisch gut zu sehen und wenn das Perispor amyloid ist, kann man beide Schichten lichtoptisch gut getrennt sehen.

    Das Episporium ist das innere Grundgerüst der Sporenwand und bildet auch die Apikuluswand (da fehlen Exo-, Epi- und Ektosporium). Deshalb müsste man, wenn, dann alles jenseits dessen meinen, wenn man von "nicht zur eigentlichen Sporenwand zugehörig" spricht. Wobei ich das so nicht sagen würde, denn warum sollen die anderen Schichten nicht zur Sporenwand gehören - nur, weil sie oft nicht säureresistent sind?


    Es werden auch andere Begrifflichkeiten verwendet, so z. B. Myxosporium vs. Eusporium. Oder Sporothecium, Epitunica, Coriotunica, Corium... Je nachdem, ob man es lichtoptisch oder elektronenoptisch definiert.


    Liebe Grüße,

    Christoph