Beiträge von Tricholomopsis

    Servus Pablo,


    das war ein reiner Lapsus - hatte impolitum schreiben wollen, aber an depilatum gedacht... sorry, ist schon verbessert... :)


    (ich werde jetzt erstmal was zu Abend essen, dann funzt der Denkapparat wieder besser)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Dieter,


    deine Fotos zeigen auch sehr schön, dass die Lamellen bei Amanita nicht frei sein müssen (bzw. sie sind es meist nicht...), entgegen der Behauptungen in den meisten Büchern.


    Der Graue Wulstling ist ein Artenaggregat, weshalb er immer anders aussieht ^^.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Dieter,


    auch für mich klar ein Hemileccinum, hier Hemileccinum depilatum impolitum. Nimm dir mal einen alten Fruchtkörper und rieche an der Stielbasis - da müsste dir was auffallen...


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Sandro,


    klar, du bist alt genug und kannst selber entscheiden, welche Risiken du auf dich nehmen willst. Ich bekomme dann (meist nachts) die Anrufe aus dem Krankenhaus, damit ich anhand der Putz- oder Essensreste oder notfalls anhand des Erbrochenen versuchen kann, nachträglich die Pilze zu bestimmen, die verspeist wurden.

    Alle Fälle, die ich betreut hatte, waren reiner Leichtsinn.


    Ich vermute einfach, dass dir nicht wirklich bewusst ist, wie viele Pilzarten es gibt, wie schwierig die genaue Bestimmung ist und dass bei sehr vielen Arten der Speisewert nicht einmal bekannt ist. Man kann eben nicht beispielsweise die bekannten tödlichen Arten erlernen, um dann z.B. im Umkehrschluss sich sicher sein zu können, dass nichts schlimmeres passiert. (Ich habe keine Ahnung, ob du so denkst/handelst, ich kenne das nur von den Fällen, die ich im Krankenhaus betreue, wenn es zu spät ist)


    Was Oehrling vermutlich meinte, und worin ich völlig übereinstimme: du ziehst hier diejenigen, die gut gemeint Bestimmungstipps geben, mit rein. Hat man sich doch geirrt und du isst den Pilz und landest dann im Krankenhaus, dann fühlt man sich mit verantwortlich. Schließlich hat man ja mit dazu beigetragen, dass ein nicht sicher bestimmter Pilz verzehrt wurde.


    Ich helfe beispielsweise gerne bei Bestimmungen - sonst würde ich nicht so viele Beiträge verfassen. In solchen Fällen, in denen ich aber befürchte, dass aufgrund meiner Aussage zu einer Bestimmung per Foto im Internet die Pilze gegessen werden könnten, halte ich dann lieber meinen Schnabel. Ich möchte mich da nämlich nicht reinziehen lassen.


    Ein letztes Beispiel: in Frankreich gab es schwere Vergiftungen mit dem Parfümierten Trichterling. Er wurde mit essbaren Röteltrichterlingen verwechselt. Per Bild in einem Forum würde der auch schnell als solcher durchgehen. Der Geruch ist am Foto nicht erkennbar. Den Mönchskopf erkenne ich z.B. auch mit am Geruch. Würdest du hier also einen Fund vom Parfümierten Trichterling zeigen und nach Lepista fragen, würdest du sehr sicher Bestätigung bekommen. Du kannst ja mal googlen, welchen Leidensweg die französischen Pilzsammler hinter sich haben, die den Parfümierten Trichtlering gegessen haben... Das Gift ist die Acromelsäure.


    Trichterlinge sind so schwierig zu bestimmen, dass man Anfängern generell rät, die Finger davon zu lassen. Und du isst Trichterlinge, die im Uraltzustand per Bild in einem Internetforum bestätigt wurden...


    Dein Leben, deine Gesundheit, deine Entscheidung. Ich bin jedenfalls raus. Ich werde dir bei Pilzbestimmungen nicht helfen - ist mir zu gefährlich. Am Ende hafte ich mit, da ich ja wissen musste, dass die Information dazu dienen kann, dass du dich vergiftest, wenn ich mich irre. Ich würde bewusst grob fahrlässig handeln. Gerade weil ich in Sachen Pilzen Erfahrung und Wissen habe. Ich finde das hier aber spannend - ich werde das Beispiel in Sachen "Umgang mit Bestimmungsanfragen in Pilzforen" als konreten Fall in die Pilzberaterausbildung mit einbauen (ich bilde in Bayern Pilzberater aus - da sind solche Fälle immer spannend, da eben realitätsnah und besser als was Konstruiertes).


    ==Gnolm10


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Connie,


    Amanita ceciliae ist das ganz sicher nicht. Das Velum universale wäre da dunkelgrau und noch viel bröckeliger. Wie gesagt: rein makroskopisch passt Amanita dryophila gut, wobei die Bestimmung als solcher nur per Foto nicht abgesichert ist. Ich kann nicht sehen, wie bröckelig die Volva ist - und die Velumreste am Hut sehen mehr häutig aus, an der Basis sieht die Volva aber brüchig aus.


    Häutige Hüllreste am Hut können auch bei Amanita dryophila vorkommen - siehe z.B. hier: Document sans nom


    Meist sind sie aber kleiner, weshalb ich bei der "Bestimmung" auch unsicher bin.


    Wäre die Volva dick und fest und sie ist auf den Fotos nur weggezupft worden, dann wäre auch Amanita magnivolvata eine Möglichkeit. Es gibt nicht so viele Arten mit einem so kontrastreich und auffällig gebändert-zebrierten Stiel. Leider geht es dennoch nicht sicher auf Art, da die Scheidenstreiflinge nicht die einfachste Gruppe darstellen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Jürgen und Pablo,


    für mich ist das reine Spekulation. Die Stielbasis wäre hilfreich, fehlt hier aber. Die Längsrillen am Stiel sind typisch für Hortiboletus, derrunzelige Hut kann auch bei Hortiboletus vorkommen. Dann das rötende Hutfleisch... Ich kann Xerocomellus pruinatus nicht ausschließen, denn Frost kann die Fleischfarbe stark beeinträchtigen. Allerdings werden wir das an dem Exemplar eh nicht klären können ;-).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Ja, musste ca. 80% der Ausbeute wegwerfen :( Den Speisewert des Pilzes würde ich eher als gering einstufen. Kein grosser Eigengeschmack und in der Konsistenz eher unangenehm zäh (ich habe nur die Hüte verwendet).


    Lg Sandro

    Servus Sandro,


    ich kann dich nur ganz ernsthaft daran erinnern, dass du mit deiner Gesundheit spielst. Du stellst einen dir unbekannten Pilz als Foto ein, zu dem du selber schreibst, dass er nach deinem Pilzbuch ein Mönchskopf sein könnte und du Bestätigung über das Forum suchst.


    Pilzbestimmung anhand von Fotos ist schwierig - man kann da immer mal daneben liegen. Als Antwort bekommst du entsprechend, dass das nach "Bildlage" passt - merkst du daran etwas? Nicht von ungefähr haben viele den Disclaimer, dass das hier keine Pilzberatung ersetzt.


    Und jetzt schreibst du, dass du den gegessen hast, obwohl die Bestimmung nicht 100% richtig ist und es nur dem Foto nach stimmen könnte...


    Tu deiner Umwelt dann bitte den großen Gefallen, immer allein deine Pilze zu verzehren und niemanden einzuladen. (ernst gemeint)


    Und ja, alte Mönchsköpfe sind geschmacksarme Pirellireifen. Junge Mönchsköpfe schmecken mir ausgezeichnet. Ich möchte lieber nicht wissen, wie die anderen ausgesehen haben...


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beisammen,


    Tricholoma fulvum hätte gelbes Fleisch, passt daher gar nicht. Der Geruch... ist das nicht eher alte Sellerie? Tricholoma apium?


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus,


    Xerocomellus chrysenteron ist das sicher nicht.


    Warum einen Längsschnitt machen, vorher aber die Stielbasis wegschneiden? Fotobestimmungen sind eh sehr schwierig, oft geraten - dann aber auch noch wichtige Merkmale entfernen und dann einen Namen lesen wollen?!


    Ich kann da nicht mal die Gattung genau zuordnen...


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Maria,


    aber gerne doch :-).


    Statt dich vom Holz verrückt machen zu lassen, schau dir die Pilze mal genauer an (z.B. mit Lupe)...


    Konkret hier:

    Lamellen alt grau - beim Wiesenellerling weiß bis creme, nie grau

    Lamellen ausgebuchtet bis angeheftet (sieht man am Foto nicht) - Wiesenellerling: herablaufend

    Lamellen schmal, "normal" - Wiesenellerling: wachsartig, dick


    Fruchtkörperform: schmaler Stiel, Hut deutlich abgegrenzt - Wiesenellerling: Fruchtkörper nicht mit vom Hut unterscheidbarem Stiel, mehr kreiselförmiger FK


    Vela: Schwefelkopf mit zwei Hüllen, jung (Lupe!) mit Cortina, zudem am Stiel und/oder auf dem Hut Velumreste (Lupe!) - Wiesenellerling: nackt


    Stiel: hier basal braun, nach oben hin immer blasser, schließlich ganz oben creme - Wiesenellerling: Stiel einheitlich creme, dann nicht erkennbar, da die Lamellen im Weg sind


    Sporenpulver: hier anthrazitschwarzbraun (alte Fruchtkörper suchen) - Wiesenellerling: helles Sporenpulver


    Am einfachsten ist es, einen zu bestimmenden Pilz mal ausführlich zu beschreiben, bevor man irgendeine Idee hat, was es sein könnte... dann würdest du auf so Dinge wie Cortina an der Stielspitze, Fruchtkörperform, Lamellenabwuchsweise, Lamellenfarbe usw. achten. Dann wäre dir sofort klar, was es nicht sein kann. Und wenn du dann hier einen Namen für deinen Pilz bekommen solltest, dann wirst du dir die zugehörogen Merkmale dann viel besser merken können.


    (ist nicht böse oder als Kritik gemeint, sondern nur als Tipp)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Der Antichrist *hihi bekommt auch typischerweise Fleckenauf dem Hut, weshalb Clemencon den Namen Gefleckter Flämmling vorgeschlagen hat. Gefleckte Blätter haben zudem so viele Pilze (diverse Ritterlinge oder Mycena maculata und und und). Ich würde daher den etwas zungenfreundlicheren Namen "Gefleckter Flämmling" empfehlen. Fleckblatt gefällt mir da gar nicht ;-).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    ich werde gerne auch was beitragen, habe im Moment nur relativ wenig Zeit.


    Einzige Frage meinerseits wäre, ob man sich eben auf gewisse Grundregeln einigt? Also, dass etwa wirklich der Geschmack der einzelnen Art bewertet wird, ohne groß durch Gewürze zu verfälschen?

    Ich koche sehr gerne und auch sehr gerne jenseits des üblichen Sahnesauceneinerleis. Insofern interessiert es mich gerade, welche Pilze mit welchem Gewürz harmonisieren und dadurch richtig gut schmecken. Was bringt es, wenn ein Pilz ungewürzt etwas besser als ein anderer schmeckt, dieser aber z.B. mit etwas Salz und Pfeffer zum Gedicht wird, der andere hingegen fad bleibt?


    Beispiel: Ich liiiieeeebe Grünspanträuschlinge bzw. deren Geschmack. Im Reingericht sind sie aber "schwierig", denn ich nutze sie als Gewürz. Haue ich Safran in eine Pfanne und esse Safran pur, schmeckt das nicht. Würze ich aber eine passende Suppe mit Safran oder Reis oder eine Paella oder... ist Safran m.E. etwas äußerst feines. Sollte ich bei einem Speiseranking Safran nun eine 10 von 10 geben oder eine 1 von 10, weil es pur eben nicht wirklich schmeckt? Dann lieber die 10 von 10 im richtigen Zusammenhang.


    Oder vielleicht doch lieber mehrere Einzelthreads, da es dann keine solchen festgezurrten Grundregeln geben muss?


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Pablo,


    Trotz Größe und Ring (hoppla?)

    der Ziegelrote hat ja von den Schwefelköpfen das am stärksten ausgeprägte Velum partiale, das bei jungen Fruchtkörpern sehr gerne häutig ist, während Hypholoma capnoides und Hypholoma fasciculare agg. nur eine Cortina als Teilvelum haben. Der Ring (der dann gleich abfällt) ist daher eigentlich typisch für die Art. Nur fällt er eben, wie gesagt, sonst sofort beim Aufschirmen ab. Das Velum universale ist auch beim Ziegelroten sehr deutlich ausgeprägt und auch am Hut gerne mal häutig. Insofern für mich eher ein Bilderbuch-Ziegelroter ;)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Maria,


    du siehst auf dem Hut die weißen Velumflocken (drittes Bild von oben) vom Velum universale - die schwimmen sonst im Schleim der Huthaut, der hier eingetrocknet ist. Dann hast du diesen flockigen Stiel. Klare Velumreste sind hier zwar nicht mehr zu sehen, aber auf dem zweiten und dem dritten Bild noch zu erahnen (drittes Bild, unterer, überstrahlter Fruchtkörper, da sehe ich das Velum universale noch).

    Dann jung mit klarem Gelb in dem Lamellen.


    Es fehlt nur das Sporenpulver, das man noch nicht sieht - manchmal sieht man dann Cortinareste (Velum partiale) an der Stielspitze, wenn diese vom Sporenpulver eingefärbt werden.


    Für Pholiota lenta sind die blassen Farben typisch, wobei auf Bild zwei auch eine rötliche Hutmitte erkennbar ist (und da wieder die weißen Velumreste am Hut), was der tonblasse Schüppling aich zeigen darf (wäre der Hut intensiv so gefärbt, wäre Pholiota lubrica zu prüfen). Und dieser kühle Gelbton der jungen Lamellen ist auch typisch für Pholiota lenta.


    Der Tonblasse Schüppling wird oft verkannt und auch gerne als Fälbling angesprochen (die Lamellenfarbe passt da aber gar nicht).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Claudia,


    die "Trüffeln" sind Wurzeltrüffeln (Gattung Rhizopogon) - nah verwandt mit den Schmierröhrlingen. Eure Trüffeln sind hier Rhizopogon roseolus agg. (im Moment nicht bzw. kaum näher bestimmbar - das Aggregat muss noch durchgeackert werden).


    Liebe Grüße,

    Christoph