Beiträge von Bernd Miggel

    Willkommen in Teil 24 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Dieser Beitrag entstand mit QGIS 3.10.0 unter Windows 10.


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe.


    Heutiges Ziel: Einpflegen der Pflanzengesellschaften


    Heute soll es also darum gehen, die Pflanzengesellschaften des Kartierungsgebietes als einzelne Layer in unser Projekt zu integrieren.

    Dazu habe ich deren Begrenzungslinien in der BaseCamp-Software erstellt und im Projektordner \_QGIS für Pilzfreunde\gpx-Importe\WT\PflGes\ als gpx-Dateien abgespeichert. Diese gpx-Dateien stelle ich hier zum Nachvollziehen in komprimierter Form zur Verfügung: PflGes.zip


    Als Vorbereitung gehen wir nun folgendermaßen vor:


    1) gpx-Dateien

    Die zip-Datei wird in einen geeigneten Ordner entpackt (Browser-Fenster in Bild 1).


    2) Layer-Gruppen

    Dann Rechtsclick im freien Bereich des Layer-Fensters, im Kontext-Menü Gruppe hinzufügen selektieren und als Text Gebiete_und_Wege eingeben:





    Nun die Gruppe Biotope in der gleichen Weise generieren.

    Anschließend die einzelnen Layer per Drag & Drop in die passenden Gruppen ziehen:




    Als letzten Vorbereitungs-Schritt noch die Gruppen zuklappen und den Haken (Sichtbarkeit) bei Biotope löschen:




    3) Die Pflanzengesellschaften

    Dabei gehen wir entsprechend Teil 23, ab "b) Import der gpx-Dateien", vor.

    Allerdings hier achtgeben:

    Das Layer Polytrichum_commune_Fazies ist ein Punktlayer, d.h. es muss im Dialog waypoints selektiert werden!

    Bei den restlichen Layern handelt es sich um Linienlayer, hier ist in den Dialogen jeweils tracks zu selektieren:








    Das Ergebnis sehen wir hier:




    Nun geht es noch darum, die Linien dicker zu machen und mit ansprechenden Farben auszuführen.

    Dies führen wir entsprechend Teil 23, Abschnitt "d) Bearbeiten der "Linien" aus,mit etwa folgendem Ergebnis:





    Nun erzeugen wir eine neue Gruppe Pflanzengesellschaften, ziehen sämtliche Layer hinein und achten darauf, dass der Layer Polytrichum_commune_Fazies den obersten Layer bildet:





    Nun wäre es sicher von Vorteil, wenn wir alle Flächen farbig ausfüllen würden. Ausgenommen bleiben die Layer Polytrichum_commund_Fazies und

    Vaccinio_uliginosi_Pinetum_sylvestris_Dickung.

    Man kann sich hier an Teil 23, Abschnitt "e) Umformen die "Biotope" zu eingefärbten Flächen", bzw. an der anschließenden Bilderfolge orientieren:







    Abschließend speichern wir das Projekt als QGIS für Pilzfreunde 24.qgs im Projektordner ab.


    Das wär’s für heute.


    Über Fragen und Anregungen würde ich mich riesig freuen!:kaffee:


    Viel Erfolg!

    Bernd



    Literatur:

    Dierßen, K. (1990): Einführung in die Pflanzensoziologie (Vegetationskunde)

    Grossmann, A. (1985): Die Höheren Pflanzen und Moose des Bannwaldes Waldmoor-Torfstich, ihre Vergesellschaftung und ihre Standorte. In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., "Reihe Waldschutzgebiete", 3: 29-51

    HAAS, H. & G. KOST (1985): Basidiomycetenflora des Bannwaldes "Waldmoor-Torfstich". In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., Reihe Waldschutzgebiete, 3: 105-123

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil I: Fels- und Mauergesellschaften, alpine Fluren, Wasser-, Verlandungs- und Moorgesellschaften.

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil IV: Wälder und Gebüsche



    Glossar, Abürzungen:

    Biotop - Charakteristischer Lebensraum in der Natur mit Tieren, Pflanzen und Pilzen

    BW – Baden-Württemberg

    Georeferenzierung – Objekt (Karte, Foto...) mit geografischen Koordinaten versehen

    DGM – Digitales Gekändemodell, Gebäude und Bewuchs sind eliminiert

    DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite

    DOM – Digitales Oberflächenmodell

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen

    Fazies - Aspektwechsel innerhalb gleichartiger Bestände (Dierßen 1990)

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    GIS – Geoinformationssystem

    Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC

    GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern

    KBS - Koordinatenbezugssystem

    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

    KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form

    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten

    OSM – OpenStreetMap

    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    Pflanzengesellschaft - Spezifische Gruppe von Pflanzen mit gleichen ökolog. Ansprüchen und mit Wechselbeziehungen zueinander

    ReMT – Rechte Maustaste

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf

    Shape, Shapefile - Datei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Tiles – Karten in Form von sogen. „Kacheln“

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten

    Hallo zusammen,


    aufgrund des Digitalen Geländemodells DGM1 (Lidar-Laserscan) und anschließender Begehung des Geländes habe ich festgestellt, dass die Abgrenzung der beiden Biotope "Heidwald" und "Moorwald" zueinander in einem bestimmten Bereich falsch ist.

    Aus diesem Grund habe ich für beide Biotope neue Shapedateien (Heidewald_1.* und Moorwald_1.*) erstellt und gemeinsam komprimiert. Hier die zip-Datei zum Herunterladen: Heidew_1, Moorw_1.zip


    Um die Shapedateien in QGIS zu integrieren, gehen wir folgendermaßen vor:

    a) zip-Datei herunterladen und in geeignetem Projektordner dekomprimieren (bei mir in \Shape-Exporte\WT\).

    b) QGIS starten, QGIS für Pilzfreunde 23.qgs öffnen

    c) Im Browser-Fewnster die Shapefiles sichtbar machen und per Drag & Drop ins Layer-Fenster ziehen

    d) Im Layer-Fenster die dadurch entstandenen beiden Layer an die korrekte Position ziehen

    e) Die beiden alten Layer unsichtbar schalten (Haken entfernen) oder löschen:




    Viel Erfolg!


    Bernd

    Willkommen in Teil 23 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Dieser Beitrag entstand mit QGIS 3.10 unter Windows 10.


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe.


    In Teil 22 wurde QGIS 3.10.0 auf dem PC eingerichtet mit ETRS 89 / UTM 32N (Baden-Württemberg) als Koordinatenbezugssystem und OSM als Hintergrundkarte.


    ! Heute wird es bunt ! :)


    Ziel: Darstellung des Kartierungsgebietes inklusive der "Biotope"


    Beim Kartierungsgebiet handelt es sich um ein Übergangsmoor, das im 19. und 20. Jahrhundert ab und zu als Torfstich genutzt wurde.

    1937 wurden ca. 11 ha als NSG und 1970 als Bannwald ("Alter Bannwald") ausgewiesen.

    Eine Erweiterung des NSGs auf ca. 63 ha erfolgte 1983.

    Der Bannwald wurde 1998 auf ca. 66 ha erweitert, nahezu deckungsgleich mit dem NSG von 1983.

    Sowohl NSG als auch Bannwald sind allgemein unter dem Namen Waldmoor-Torfstich bekannt.


    Das folgende Bild zeigt unser Ziel für heute. Das große, dunkelgrüne Polygon stellt den Umriss des gesamten NSGs dar. Bei den schwarzen Linien handelt es sich um den Rundweg durch das NSG sowie um ein Sträßchen.

    Ein dünnes, grünes Polygon im zentralen Teil zeigt den Umriss des "Alten Bannwaldes".

    Die einzelnen "Biotope" gemäß LUBW sind als farbige Flächen ausgeführt:




    Fangen wir also an:


    a) Gewinnen und Abspeichern der Rohdaten


    Als Rohdaten dienen zwölf gpx-Dateien, die ich hier in komprimierter Form zur Verfügung stelle: Waldmoor-Torfstich.zip.

    Wir gehen nun folgendermaßen vor:

    Zuerst erzeugen wir im Bereich des Projektes einen Ordner "gpx-Importe".

    Dann dekomprimieren wir die .zip-Datei und speichern die gewonnenen gpx-Dateien in obigem Ordner ab.



    b) Import der gpx-Dateien


    Wir starten QGIS und navigieren im Browser-Fenster zu unseren gpx-Dateien.

    Wir selektieren sämtliche gpx-Dateien gemeinsam und ziehen die gesamte Packung ins Layer-Fenster:





    Daraufhin öffnet sich ein kleines Menü, in dem wir die Zeile mit "tracks" clicken und mit OK den gpx-Track übernehmen

    (Die GPX-Daten wurden ursprünglich in BaseCamp als Tracks generiert):






    Dieses "Spielchen" nach Bild 2 wiederholt sich nun noch elf mal, bis sämtliche zwölf Tracks übernommen worden sind.

    Danach haben wir folgendes Ergebnis, wobei im Bild-Fenster alle übernommenen Tracks als feine Linien sichtbar sind:






    c) Anpassen der Layer


    Zur Übersichtlichkeit klappen wir im Layer-Fenster die einzelnen Layer-Bereiche zu und sortieren per Drag & Drop nach Bild 4. Hier sind oben vier Layer angeordnet, die Linien darstellen werden, darunter die restlichen Layer, die zu farbigen Flächen werden sollen:






    d) Bearbeiten der "Linien"


    Der Layer "Strasse" soll eine dicke, schwarze Linie ergeben.

    Dazu wird dieser Layerbereich heruntergeklappt, und mit Doppelclick auf "- - Straße tracks" öffnen wir die Layereigenschaften. Hier stellen wir Farbe und Breite nach Bild 5 ein, übernehmen mit Anwenden und schließen mit OK ab:




    Das nächste Bild zeigt das Ergebnis:





    Entsprechend verfahren wir mit "Rundweg", "NSG" und "Bannwald_alt", und zwar ungefähr in den Farben und Liniendicken, wie sie im folgenden Bild zu sehen sind:






    e) Umformen der "Biotope" zu eingefärbten Flächen


    Um gpx-Layer in Flächen unzuwandeln, muss man aus ihnen Shapefile-Layer generieren. Wie man das in einfacher Art und Weise hinbekommt, zeige ich am Beispiel "Heidewald":

    Wir selektieren "- - Heidewald tracks" und öffnen das Menü: Vektor > Geometrie-Werkzeuge > Linien zu Polygonen (Bild 8).




    Im erscheinenden "Linien zu Polygonen"-Menü clicken wir den Browse-Button und wählen im Kontext-Menü "In Datei speichern" (Bild 8a)





    Im nächsten Menü manövrieren wir zum Ziel-Ordner "Shape-Exporte" für das abzuspeichernde Shapefile und speichern als Heidwald.shp ab (Bild 8b). Vorher natürlich den Ordner erstellen!




    Zurück im "Linien zu Polygonen"-Menü jetzt noch mit "Starte" den Vorgang der Shapefile-Generierung starten und mit "Schließe" abschließen:





    Als Ergebnis ist im Layer-Fenster im Heidwald-Bereich ein Layer "Polygone" entstanden, der im Bildfenster als dunkel olivgrüne Fläche zu sehen ist (Bild 10). Auf die Füllfarbe hat man in dieser Situation keinen Einfluss:




    Entsprechend verfahren wir mit den restlichen sieben "Biotopen" (im Layerfenster unterhalb "Heidwald").

    Und so entsteht schließlich folgendes Bild:





    Nun kann man abschließend die Farben der einzelnen Flächen nach eigener Anschauung optimieren, indem man eine andere Farbe wählt und ggf. die Deckkraft reduziert.

    Dazu muss man im Layer-Fenster nur auf den entsprechenden "Polygone"-Layer doppelclicken und dann in den Layereigenschaften die Anpassungen vornehmen (hier im Beispiel "Moorkern1" - Weiß mit 100 % Deckkraft):





    Hier das Endergebnis, nachdem auch für die restlichen "Biotope" Shapefiles generiert und die Flächen farbig ausgefüllt wurden:





    Abschließend speichern wir das Projekt als QGIS für Pilzfreunde 23.qgs im Projektordner ab.



    Das war’s für heute. Ich hoffe, es war nicht zu stressig ;)


    Über Fragen und Anregungen würde ich mich freuen!


    Viel Erfolg!

    Bernd



    Glossar, Abürzungen:

    Biotop - Charakteristischer Lebensraum in der Natur mit Tieren, Pflanzen und Pilzen

    BW – Baden-Württemberg

    Georeferenzierung – Objekt (Karte, Foto...) mit geografischen Koordinaten versehen

    DGM – Digitales Gekändemodell, Gebäude und Bewuchs sind eliminiert

    DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite

    DOM – Digitales Oberflächenmodell

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    GIS – Geoinformationssystem

    Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC

    GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern

    KBS - Koordinatenbezugssystem

    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

    KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form

    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    LUBW - Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

    Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten

    OSM – OpenStreetMap

    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    Pflanzengesellschaft - Spezifische Gruppe von Pflanzen mit gleichen ökolog. Ansprüchen und mit Wechselbeziehungen zueinander

    ReMT – Rechte Maustaste

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf

    Shape, Shapefile - Datei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Tiles – Karten in Form von sogen. „Kacheln“

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten









    Hallo Josef,


    schön, dass du wieder dabei bist und dass die Reihe dir 'was gebracht hat! :daumen:


    Du und andere könntet mir gern ein paar nützliche Hinweise geben, welche speziellen grafischen Auswertungen bzw. Darstellungen ihr für sinnvoll haltet! :)

    Für mich ist so eine GIS-Auswertung ja auch Neuland. Was mir selber an Beispielen spontan einfällt, wären Darstellungen wie:

    Mykorrhizapilze (bzw. lignikole Pilze) des gesamten Kartierungsgebietes,

    sämtliche Funde in einem bestimmten Biotop,

    Russulaceae über der Bodenartenkarte,

    ...


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Ergänzung - Aufbau einer neuen OSM-Verbindung


    Sollte die OSM-Verbindung zu QGIS noch nicht bestehen, gehen wir wie folgt vor:


    1) Im Browser-Fenster Rechtsclick auf XYZ Tiles. Im erscheinenden Kontext-Menü Linksclick auf Neue Verbindung (Bild 8)


    2) Im erscheinenden Menü XYZ-Verbindung geben wir bei Name z.B. OSM ein. Bei URL die URL von OSM eintragen:

    https://a.tile.openstreetmap.org/{z}/{x}/{y}.png


    Diese URL können wir auch dem folgenden Internet-Beitrag entnehmen:

    How to add OpenStreetMap Basemaps in QGIS 3.0


    Mit OK abschließen (Bild 9)


    3) Daraufhin erscheint im Browser-Fenster unter XYZ Tiles der Eintrag OSM.

    Diesen Eintrag ziehen wir ins Layer-Fenster, wodurch dort ein entsprechender Eintrag entsteht. Bei gesetztem Haken erscheint die OSM-Karte im Karten-Fenster (Bild 10):





    Viele Grüße - Bernd

    Willkommen in Teil 22 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Dieser Beitrag entstand mit QGIS 3.10.0 unter Windows 10.


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe.


    Aufbauend auf den Teilen 1 bis 21 beginnt mit diesem Teil die

    Auswertung realer Funddaten eines Kartierungsgebiets mit diversen Biotopen und Pflanzengesellschaften.

    Es würde mich freuen, wenn möglichst viele Pilzfreunde aktiv an dieser Forumsreihe teilnehmen und die einzelnen Folgen an ihrem PC nachvollziehen würden!


    Ab jetzt werde ich mit der aktuellen QGIS-Version 3.10 arbeiten. Doch kann man auch z.B. mit der älteren Version 3.4 arbeiten.


    Im einzelnen ergeben sich folgende Aufgabenstellungen:


    A) QGIS-Installation, Wahl des KBS und der Hintergrundkarte (wird in diesem Teil behandelt)


    B) Kartierungsgebiet und Biotope

    C) Geologische Karte, Bodenkarte

    D) Excel-Datei der zur Verfügung stehenden Pilzfunde

    E) Beginn der Auswertungen

    F) Gestaltung der Dokumentationsblätter

    G) Zusammenfassung der Dokumentation in Form eines "Atlas"



    Fangen wir also an:


    a) Installation von QGIS 3.10. Hier die relevante Internetseite.


    Bei mir die 64 Bit Windows-Version nach Bild 1:





    Wir starten QGIS 3.10, indem wir QGIS Desktop 3.10.0 doppelclicken. Wir erhalten in etwa Bild 2. Hier sind das Layer-Fenster links oben, die Koordinatenaufnahme darunter und das Browser-Fenster rechts oben angeordnet:






    b) Nun das KBS.

    Wir installieren ein flächengetreues KBS mit karthesischen Koordinaten in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen. Hier bietet sich ETRS89 an, und zwar für Baden-Württemberg ETRS89 / UTM32N EPSG:25832. Die anschließende Bilderfolge zeigt das Vorgehen:








    c) Wir sehen OpenStreetMap (OSM) als Hintergrundkarte für unser Projekt vor (Natürlich kann man alternativ z.B. Google Maps oder OpenTopoMap installieren):

    Im Browser-Fenster mit Linksclick XYZ Tiles herunterklappen.

    Sollte die QGIS-Verbindung zu OSM bereits bestehen, findet man dort den OSM Standard-Eintrag.

    Mit einem Rechtsclick darauf öffnet man das Kontext-Menü und clickt auf Layer zu Projekt hinzufügen. Daraufhin Wird OSM Standard ins Projekt übernommen (Bilder 5. 6 und 7)









    Abschließend speichern wir das Projekt als QGIS für Pilzfreunde 22.qgs im Projektordner ab.


    Wichtige Notiz:

    Sollte die QGIS-Verbindung zu OSM noch nicht bestehen, dann siehe den Ergänzungs-Beitrag unten!



    Das war’s für heute.


    Über Fragen und Anregungen würde ich mich freuen!


    Viel Erfolg!

    Bernd



    Glossar, Abürzungen:

    BW – Baden-Württemberg

    Georeferenzierung – Objekt (Karte, Foto...) mit geografischen Koordinaten versehen

    DGM – Digitales Gekändemodell, Gebäude und Bewuchs sind eliminiert

    DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite

    DOM – Digitales Oberflächenmodell

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    GIS – Geoinformationssystem

    Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC

    GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern

    KBS - Koordinatenbezugssystem

    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

    KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form

    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten

    OSM – OpenStreetMap

    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    ReMT – Rechte Maustaste

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf

    Shape, Shapefile - Datei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Tiles – Karten in Form von sogen. „Kacheln“

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten



    Hallo Carlson,


    am besten, du arbeiterst den Teil 18 Punkt für Punkt durch. Mit anderen Worten, du musst die .zip-Datei deiner gewünschten Stadt dekomprimieren, wodurch eine Anzahl .xyz-Dateien entsteht. Hieraus wähst du diejenige, die in ihrem Dateinamen den von dir gewünschten Koordinatenbereich aufweist und verfährst damit, wie in Teil 18 beschrieben. Voraussetzung ist, du arbeitest mit QGIS 3.x.


    Herzliche Grüße und viel Erfolg - Bernd

    Hallo Anne,


    ich vermute, du möchtest wissen, was man mit einer GIS-Software, wie z.B. QGIS, anfangen kann.

    Im Lexikon der Geografie von spectrum.de habe ich hier einen schönen Aufsatz unter dem Titel: Der Begriff "GIS" gefunden.


    Ich selber werde QGIS benutzen, um räumliche Zusammenhänge von Pilzfunden eines best. Kartierungsgebietes darzustellen, z.B.:

    a) Funde einer best. Pilzart in Bezug auf die räumliche Ausdehnung der Pflanzengesellschaften

    b) Funde über der Bodenartenkarte und der Geolog. Karte

    ....

    Da es sich bei einem meiner Kartierungsgebiete um ein Moor handelt, wäre auch eine Darstellung der Funde über den Grundwasserständen von Interesse.


    Weißt du, wo man die Grundwasserstände eines bestimmten Gebietes bekommen kann?


    Viele Grüße - Bernd :kaffee:

    Willkommen in Teil 21 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe


    In Teil 19 hatten wir ein Shapefile-Layer, und zwar ein Punktlayer baeume erstellt, Eingaben gemacht und die Darstellung bearbeitet.
    Teil 20 ist die Fortsetzung von Teil 19: Kategorisierte Darstellung nach der Baumart und komfortable Eingabe durch eine Eingabemaske.


    Ziel für heute ist das Erstellen sogen. Puffer um Punktobjekte. Bei den hier behandelten Punktobjekten handelt es sich um die in Teil 19 und teil 20 behandelten Bäume (Punkt-Vektorlayer baeume).
    Puffer sind Bereiche gleichen, einstellbaren Abstands um Punkt-, Linien- oder Flächenobjekte.

    Beispiele aus dem Bereich der Pilze: Bei Punktobjekten Flächen um Mykorrhzabäume, bei Linienobjekten Einflussbereiche kalkgeschotterter Wege in den Wald hinein, bei Flächenobjekten Uferbereiche von Seen.

    Ausgangspunkt ist der letzte QGIS-Stand von Teil 20. Den Punktlayer baeume, den wir ja bearbeiten wollen, halten wir als obersten Layer aktiv und sichtbar. Hintergrundkarte: OSM-Standard, KBS: EPSG:25832 ETRS89 / UTM zone 32N.

    Dieses KBS ist aktuell und besitzt die Einheit Meter, was für Puffer wichtig ist!

    Wir beginnen in QGIS mit dem in Bild 1 dargestellten Kartenfenster. Man kann dies leicht nachträglich realisieren, indem man die im Bild unten mit Rechteck versehenen Werte im QGIS-Kartenfenster eingibt und dann mit dem Verschiebewerkzeug die Karte korrekt positioniert.






    Wir werden in folgenden Schritten vorgehen:
    A) Farbe der Kategorie Quercus palustris ändern
    B) Objekte nach dem Wert selektieren
    C) kreisförmige Puffer um die Punktobjekte realisieren



    Auf geht’s:



    A) Farbe der Kategorie Quercus palustris ändern


    Da selektierte Objekte in QGIS gelbe Farbe annehmen, werden wir erst einmal die Farbe von Quercus palustris in Weiß umändern. Dazu doppelclicken wir im Layerfenster auf Quercus palustris. In der erscheinenden Symbolauswahl clicken wir auf Einfache Markierung, wählen die Farbe Weiß und akzeptieren mit OK:




    B) Objekte nach dem Wert selektieren


    Für unsere Puffer wollen wir alle „Mykorrhiza-Bäume“ vorsehen, die einem Durchmesser > 75 cm besitzen. Dazu schauen wir uns die Attributtabelle des Layers baeume an. Wenn man auf einen Spaltenkopf clickt, wird nach dieser Spalte sortiert. Es ist zu erkennen, dass sechs Bäume einen Durchmesser > 75 cm aufweisen. Diese werden also später einen Puffer bekommen.




    Um Objekte mit einem Puffer zu versehen, muss man diese erst einmal selektieren. Das geeignete Werkzeug ist Objekte nach Wert wählen, welches wir jetzt aktivieren:




    Da wir die Bäume mit einem Durchmesser > 75 cm selektieren wollen, interessiert uns im erscheinenden Menü nur die Zeile durchm_cm. Hier tragen wir den Wert 75 ein und selektieren ganz rechts in der auswahlliste Größer als (>):




    Dann noch im selben Menü den Button Objekte wählen clicken. Im Kartenfenster sind daraufhin alle selektierten Objekte in Gelb zu sehen:




    C) Kreisförmige Puffer um die Punktobjekte realisieren


    Um jeden der sechs selektierten Bäume wollen wir einen Puffer mit Abstand 20 Meter erstellen, was als Mykorrhiza-Einzugsbereich für große Bäume durchaus realistisch ist. Wir selektieren im Menü: Vektor > Geoverarbeitungswerkzeugr > Puffer:




    Im erscheinenden Puffer-Menü clicken wir zuerst auf den Browse-Button und wählen aus der Liste: In Datei speichern. Im erscheinenden Speicher-Menü navigieren wir zum vorgesehenen Ordner, tragen einen passenden Dateinamen (Shapefile) ein und akzeptieren mit Speichern.





    Zurück im Puffer-Menü muss nun alles aus Bild 10 übernommen werden:

    Wählt man bei Segmente weniger als 50, erscheinen die Puffer eckig. Der Haken bei Ergebnis auflösen bedeutet, dass überlappende Bereiche zu einem gemeinsamen Bereich vereinigt werden. Der Haken bei Öffne Ausgabedatei nach ... bedeutet, dass nach Generierung der Puffer der neue Shapefile-Layer in QGIS geöffnet wird.

    Da QGIS den Abstand in KBS-Einheiten definiert, und da wir ein KBS mit der Einheit Meter gewählt haben, ist die Zahl 20 hier als 20 Meter zu interpretieren.

    Haben wir alle Eingaben gemacht, clicken wir auf den Button Starte, wodurch die Puffer generiert werden:




    Anschließend können wir das Menü schließen.

    Da sich bei mir der neue Layer Gepuffert sichtbar als oberster Lyer mit gefüllten Kreisflächen installiert hat, ist von den Bäumen selber nichts zu sehen.

    Um das zu ändern, kann man den Layer baeume wieder ganz nach oben ziehen. Hier wollen wir anders vorgehen: Ein Doppelclick im Layerfenster auf den Layer Gepuffert öffnet dessen Layer-Eigenschaften. Wir clicken auf Einfache Füllung, wählen weiter unten Keine Füllung, Strichfarbe rot, Strichbreite 0,86 mm.

    Clicken wir auf Anwenden, ist das recht attraktive Ergebnis zu sehen. Sind wir damit zufrieden, clicken wir abschließend auf OK:





    Um die Originalfarbe der Bäume wieder zu bekommen, muss die Selektion aufgehoben werden. Dazu clicken wir im Layerfenster auf den Layer baeume und öffnen die Attributtabelle. Die Zeilen der selektierten Bäume sind blau hervorgehoben. Um die Selektionen aufzuheben, clicken wir auf den zugehörigen Button:




    Sobald die Tabelle geschlossen ist, erscheinen sämtliche Bäume wieder in ihrer Originalfarbe, außerdem weisen alle Bäume ab 76 cm Durchmesser einen rot berandeten, kreisförmigen Puffer auf. Es ist auch schön zu sehen, dass die Puffer der beiden nahe beieinander stehenden Bäume rechts oben zu einem gemeinsamen Puffer zusammenfließen:




    Nun wollen wir noch nachprüfen, ob der eingegebene Abstandswert von 20 Metern auch stimmt. Wir wählen dazu das Werkzeug Linie messen (Bild 14).

    Wie man im folgenden Bild sieht, beträgt der Abstand der Puffer um die Punktobjekte, d.h. um die Mittelpunkte der Bäume, exakt 20 Meter:




    Das wär’s für heute



    Übungen:

    Puffer um Linienobjekte und um flächige Objekte erstellen.



    Über Fragen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!



    Viel Erfolg!

    Bernd



    Glossar, Abürzungen:

    ASCII - American Standard Code for Information Interchange

    BW – Baden-Württemberg

    Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige. siehe auch unter: map canvas, QGIS canvas

    CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei

    DGM – Digitales Gekändemodell; engl. DTM - Digital Terrain Model

    DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite

    DLM - Digitales Landschaftsmodell

    DOM – Digitales Oberflächenmodell; engl. DSM - Digital Surface Model

    EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen

    Features - gemäß Giswiki abstrahierte Modelle der realen Welt. Z.B. werden Straßen als Linienzüge, Gebäude als Flächen oder Bäume als Punkte abstrahiert und dargestellt.

    Featurelayer - Layer, welches die o.a. Features enthält. So handelt es sich also bei Punkt-, Linien- oder Flächenlayern/Polygonlayern um Featurelayer

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    Geopackage - Daten-Container, der viele Shape- und Rasterdaten in einer einzigen Datei vereint.

    GeoTiff - Georeferenzierte Bilddatei, quasi ein Standard für Rasterdaten; entspricht TIFF, besitzt aber zusätzlich Informationen über die Georeferenzierung. Diese sind in den Metadaten des bildes abgespeichert.

    GIS – Geoinformationssystem

    GNSS - Global Navigation Satellite System

    Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC

    GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern

    GRASS - Geographic Resources Analysis Support System

    HTML - Hypertext Markup Language

    KBS – Koordinatenbezugssystem

    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

    KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form

    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    Map Canvas - Karte; Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird

    m.ü.NN. - Meter über Normal Null

    Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten

    OSM – OpenStreetMap

    Passpunkte – Referenzpunkte beim Georeferenzieren von Karten

    Plugins - Programmerweiterungen

    Projektbereich - Gesamtbereich aller Programme und Daten eines QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten. Hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!

    Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten

    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    QGIS canvas - QGIS-Arbeitsfläche, QGIS-Kartenfenster

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten

    ReMT – Rechte Maustaste

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf

    Shape, Shapefile - Grafikdatei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen). Shapes sind georeferenziert.

    TIFF - Tagged Image File Format - Dateiformat für hochauflösende Bilder, ist verlustfrei und nicht komprimiert.

    Tiles – Karten min Form sogenannter „Kacheln“

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website

    UTM - Universal Transverse Mercator, siehe auch ETRS89

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Vertex (Plural Vertices) - Scheitelpunkt, Punkt im 3-dimensionalen Raum

    WFS - Web Feature Service

    WGS84 - World Geodetic System 1984

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten

    Willkommen in Teil 20 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe


    In Teil 19 hatten wir ein Shapefile-Layer, und zwar ein Punktlayer baeume erstellt, Eingaben gemacht und die Darstellung bearbeitet.


    Ziel für heute ist die Fortsetzung von Teil 19: Kategorisierte Darstellung nach der Baumart und komfortable Eingabe durch eine Eingabemaske.


    Ausgangspunkt ist der letzte QGIS-Stand von Teil 19 und die verwendete Excel-Tabelle:
    baeume.xls.
    Den Punktlayer baeume, den wir ja bearbeiten wollen, halten wir als obersten Layer aktiv und sichtbar. Hintergrundkarte: OSM-Standard, KBS: EPSG:25832 ETRS89 / UTM zone 32N.





    Wir werden in folgenden Schritten vorgehen:
    A) Zusätzliche Felder erstellen
    B) Kategorisierung nach der Baumart
    C) Eingabemaske erstellen
    D) Eingaben durchführen


    Auf geht’s:


    A) Zusätzliche Felder erstellen


    Hier nochmal die Quellfelder innerhalb der Layereigenschaften. Wir wollen noch ein Feld hinzunehmen: ein Textfeld pilzbefall. Dazu schalten wir erst einmal den Bearbeitungsmode/Editiermode ein:



    Wir clicken auf den linken Button Neues Feld, geben im erscheinenden Menü die Werte für pilzbefall nach Bild 4 ein und clicken auf OK:



    Das Ergebnis anwenden und mit OK bestätigen (Bitte sich nicht am schwarzen Balken stören, hier hatte ich anfangs noch ein weiteres Feld vorgesehen):



    Wir speichern die Layoutänderungen ab und verlassen den Editiermodus:




    B) Kategorisierung nach der Baumart


    Die Kategorisierung nach der Baumart scheint mir zwecks Darstellung und Eingabe optimal zu sein. Dazu öffnen wir die Eigenschaften des Punktlayers baeume durch Doppelclick im Layerfenster und wählen das Untermenü Symbolisierung.

    Hier stellen wir die Darstellung von Einzelsymbol auf Kategorisiert um:




    Im nächsten Mernü wählen wir als Spalte, nach der kategorisiert werden soll: art_botan und als Symbol z.B. einen weißen Kreis, dessen Größe wir auf 5 mm festlegen:



    Die Klassifizierung (unterschiedliche Farben) lassen wir am besten QGIS selber duchführen:




    Die bisher aufgenommenen Arten sind farblich sehr schön unterschiedlich realisiert. Clicken wir auf Anwenden und OK, ergibt sich folgendes Bild:



    Sollten später weitere Kategorien = neue Baumarten (s.u.) hinzukommen, werden wir die Kategorisierung erweitern.



    C) Eingabemaske erstellen


    Wir öffnen die Layereigenschaften des Layers baeume und selektieren Attributformular. Hier stellen wir von Automatisch erzeugen auf Mit Drag und Drop zusammenstellen um:





    Nun wird durch Clicken auf das grüne Pluszeichen ein Reiter erstellt, wir nennen ihn baum. Er erscheint ganz unten im Formularlayout:





    Mittels Drag and Drop ziehen wir nun acht Felder auf diesen Reiter, so dass die Felder unter ihm eingerückt erscheinen:




    art_bot, gattg_botan und art_dtsch wollen mit "Vorschlag bereits eingegebener Werte" realisieren. Dazu clicken wir unter Verfügbare element auf das entsprechende Feld, also erst einmal auf art_botan und tragen die Haken entsprechend Bild 18 ein.

    Dann dies auch für gattg_botan und art_dtsch durchführen.

    Wichtig:

    Nach jeder abgeschlossenen Feldspezifikation den Button „Anwenden“ clicken!



    Für durchm_cm sehen wir einen Schieber vor, der zwischen 10 und 100 mit einer Schrittweite von 1 variiert werden kann:



    Für hoehe_mtr sehen wir ebenfalls einen Schieber vor, der zwischen 5 und 30 mit einer Schrittweite von 1 variiert werden kann:



    Für Pilzbefall soll ein Kontrollkästchen für Ja bzw. Nein vorgesehen werden. Der Haken bei nicht null bedeutet, dass das Feld pilzbefall ein Pflichtfeld ist.



    Da jetzt alle Parametrierungen abgeschlossen sind, können wir das Ganze mit OK bestätigen.

    Das nächste Bild zeigt zur Kontrolle nochmal die relevanten Baumnummern.





    D) Eingaben durchführen


    Wollen wir jetzt z.B. die Werte von Baum Nr. 8 eingeben, schalten wir den Editiermodus ein und clicken auf Punktobjekt hinzufügen. Der Cursor nimmt Kreuzform an. Nun clicken wir auf die Position dieses Baumes, geben im sich öffnenden Fenster seine Werte ein und bestätigen mit OK.:





    Als Nächstes die Bäume Nr. 2 und Nr. 3. Bei der Eingabe von Baum Nr. 3 (Bild 26) erkennt man den Autovervollständigungs-Vorschlag Carpinus betulus:





    Schließlich noch der Baum Nr. 4 mit einem Pilzbefall:



    Sind die Daten aller zehn Bäume eingetragen, können wir die Layoutänderungen speichern und Editiermodus verlassen! Es ergibt sich folgendes Kartenfenster:




    Die letzten drei Bäume Nr. 6, 9 und 10 haben diegleiche Farbe bekommen. Das sollten wir noch ändern, indem wir die Kategorisierung um die Arten: Quercus palustris, Quercus rubra sowie Tilia platyphyllos erweitern. Dazu öffnen wir die Layereigenschaften und selektieren das Untermenü Symbolisierung. für jede hinzukommende Kategorie clicken wir auf das grüne Pluszeichen und geben bei Wert und Legende die entsprechender Bezeichnung ein:




    Zur besseren Übersichtlichkeit habe ich die Symbolgröße aller Kategorien noch auf 4 mm verringert. Wie dieser Vorgang bei Tilia platyphyllos abläuft, zeigt das nächste Bild:



    Abschließend die Buttons Anwenden und OK clicken.


    Ich glaube, das Ergebnis kann sich sehen lassen:




    Das wär’s für heute



    Übungen:

    .............................



    Über Fragen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!



    Viel Erfolg!

    Bernd



    Glossar, Abürzungen:

    ASCII - American Standard Code for Information Interchange

    BW – Baden-Württemberg

    Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige. siehe auch unter: map canvas, QGIS canvas

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    DGM – Digitales Gekändemodell; engl. DTM - Digital Terrain Model

    DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite

    DLM - Digitales Landschaftsmodell

    DOM – Digitales Oberflächenmodell; engl. DSM - Digital Surface Model

    EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen

    Features - gemäß Giswiki abstrahierte Modelle der realen Welt. Z.B. werden Straßen als Linienzüge, Gebäude als Flächen oder Bäume als Punkte abstrahiert und dargestellt.

    Featurelayer - Layer, welches die o.a. Features enthält. So handelt es sich also bei Punkt-, Linien- oder Flächenlayern/Polygonlayern um Featurelayer

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    Geopackage - Daten-Container, der viele Shape- und Rasterdaten in einer einzigen Datei vereint.

    GeoTiff - Georeferenzierte Bilddatei, quasi ein Standard für Rasterdaten; entspricht TIFF, besitzt aber zusätzlich Informationen über die Georeferenzierung. Diese sind in den Metadaten des bildes abgespeichert.

    GIS – Geoinformationssystem

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    Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC

    GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern

    GRASS - Geographic Resources Analysis Support System

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    KBS – Koordinatenbezugssystem

    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

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    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    Map Canvas - Karte; Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird

    m.ü.NN. - Meter über Normal Null

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    OSM – OpenStreetMap

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    Projektbereich - Gesamtbereich aller Programme und Daten eines QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten. Hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!

    Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten

    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    QGIS canvas - QGIS-Arbeitsfläche, QGIS-Kartenfenster

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten

    ReMT – Rechte Maustaste

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf

    Shape, Shapefile - Grafikdatei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen). Shapes sind georeferenziert.

    TIFF - Tagged Image File Format - Dateiformat für hochauflösende Bilder, ist verlustfrei und nicht komprimiert.

    Tiles – Karten min Form sogenannter „Kacheln“

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website

    UTM - Universal Transverse Mercator, siehe auch ETRS89

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Vertex (Plural Vertices) - Scheitelpunkt, Punkt im 3-dimensionalen Raum

    WFS - Web Feature Service

    WGS84 - World Geodetic System 1984

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten

    Hallo Mario,


    du schreibst oben: "Mikroskopisch ist sie von Trametes versicolor nicht zu unterscheiden..."

    und weiter unten: "... nur die Mikroskopie hat mich dazu gebracht den Pilz als Trametes ochracea zu erkennen."


    Wie meinst du das?


    L.G. - Bernd

    Willkommen in Teil 19 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe


    Für den nächsten Teil ist geplant: Komfortable Eingabe (Eingabemaske)


    Ziel für heute: Wir wollen ein Shapefile-Layer anlegen und bearbeiten, und zwar ein Punktlayer baeume. Als geografischer Bereich wird ein Ausschnitt aus dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe zugrunde gelegt.


    Wir werden in folgenden Schritten vorgehen:


    A) QGIS vorbereiten
    B) Layer erstellen
    C) Features eingeben
    D) Stil bearbeiten


    Auf geht’s:


    A) QGIS vorbereiten

    Da wir im nächsten Teil Messungen in der Einheit Meter durchführen werden, wird als KBS: ETRS89/UTM32N gewählt.
    Hintergrundkarte: OSM Standard wird selektiert und sichtbar gemacht.

    Im Layerfenster erzeugen wir via ReMT: Gruppe hinzufügen die Gruppen Hintergrundkarten und Oberer Reutweg und ziehen die zugehörigen Layer in die jeweils passende Gruppe hinein.



    Dann klappen wir die Gruppen noch ein; so ist Platz geschaffen. Außerdem stellen wir den Bereich um Karlsruhe im Kartenfenster ein.
    Zur Erleicherung der Arbeit habe ich noch den Plugin/Erweiterung Koordinatenaufnahme aktiviert. Diese Erweiterung muss nicht extra installiert werden, ein Haken genügt. Bei mir hat sich die Erweiterung als Fenster unten links installiert:



    Dann navigieren wir zum südlichen Teil von Karlsruhe, wo sich der Zoologische Stadtgarten befindet.
    Wer möchte, kann ja mal bei Koordinatenaufnahme eine Aufnahme starten und z.B. auf den Zoo clicken:



    Wir navigieren nun direkt zum Zoo, indem wir die Koordinaten 456163.5,5427443.3 eingeben und als Maßstab auf 1:2500 wählen.
    Dann stellen wir noch die Drehung auf -90 Grad ein, da sich der Zoo in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Das Ergebnis sehen wir in Bild 4. Man erkennt drei Seen und zwei Bachverläufe.
    Aus den Seen könnte man ein Flächen/Polygonlayer, aus den Bächen ein Linienlayer erstellen (siehe unten bei Übungen).



    Zoomen wir nun in das in Bild 4 angekreuzte Areal hinein und wählen 1:1000 als Maßstab, dann sehen wir zahlreiche, kleine, grüne Kreise mit rotem Mittelpunkt. Die Kreise auf dieser OSM-Karte repräsentieren Bäume, die tatsächlich dort wachsen:




    B) Layer erstellen

    Bild 6 zeigt eine Auswahl von zehn Bäumen, die für den Punktlayer relevant sein sollen. Sie sind von 1-10 durchnumeriert. Hier das Excel-File dazu: baeume.xls



    Natürlich könnte man das Excel-File als Ganzes per Spreadsheet-Import in QGIS einpflegen. Siehe dazu Teil 13. Hier wollen wir einen anderen Weg gehen, und zwar über ein selbst erstelltes Shapefile:

    Dazu legen wir einen neuen Shapefile-Layer an:



    Im sich öffnenden Menü Neuer Shapedatei-Layer clicken wir als Erstes auf den Browse-Button, navigieren zum Ordner, den wir für das Shapefile vorgesehen haben, geben baeume als Dateinamen ein und clicken auf Speichern.




    Zurück im Menü Neuer Shapedatei-Layer selektieren wir Punkt als Geometrietyp und EPSG:25832 ETRS89 / UTM zone 32N als Layer-KBS.


    In diesem Menü kann man direkt auch die einzelnen Felder eingeben. Das ist in unserem Fall einige Spalten der Excel-Tabelle. Deren Überschriften werden als Feldnamen übernommen.

    Hierbei streng darauf achten, dass die Feldnamen nur Kleinbuchstaben und den Unterstrich/Underscore enthalten dürfen!

    Wie man sieht, ist bereits ein id-Feld fest vorgesehen.

    Das erste einzupflegende Feld ist baum_nr, es ist vom Typ her eine Ganzahl, und es reicht uns eine Länge von 3 Stellen aus. Haben wir dies eingegeben, wird auf den Button Zur Feldliste hinzufügen geclickt, womit das Feld übernommen wird (keinesfalls auf OK clicken!):



    Nun kommen nacheinander folgende Felder an die Reihe: art_botan, gattg_bot, art_dtsch, durchm_cm, hoehe_mtr, latitude, longitude, bemerkung. Bitte jeweils auf den korrekten Typ und die passende Länge achten (Bild 10) und auch jeweils zur Feldliste hinzufügen clicken. Die Koordinatenangaben können wir als Text vorsehen. Unten im Menü baut sich Zug um Zug die Feldliste auf.

    Sind alle vorgesehenen Felder zur Feldliste hinzugefügt, ergibt sich z.B. nachfolgendes Bild:



    Nun noch auf OK clicken, und der Punklayer baeume ist erstellt. Wir ordnen den Layer im Layerfenster zuoberst an und halten ihn aktiviert und sichtbar:




    C) Features eingeben

    Dazu schalten wir auf Bearbeitungsmodus/Editiermodus um. Um nun ein Feature, hier also einen Baum, hinzuzufügen, clicken wir auf das Werkzeug Punktobjekt hinzufügen:




    Daraufhin nimmt der Cursor die Form eines umrandeten Kreuzes an. Um nun der Baum Nr. 1 hinzuzufügen, clicken wir auf die entsprechende Stelle im QGIS-Kartenfenster:




    In die sich öffnende Attributtabelle tragen wir die Werte gemäß Excel-Tabelle ein und bestätigen abschließend mit OK:




    Nun geben wir noch die Werte für die Bäume Nr. 5 und Nr. 7 ein.

    Abschließend diese Layeränderungen speichern (nicht etwa Projekt speichern!) und den Bearbeitungsmodus/Editiermodus wieder verlassen:




    Zur Kontrolle: Bild 16 zeigt die Attributtabelle in der Tabellenansicht, Bild 17 die Quellfelder aus den Layereigenschaften:





    D) Stil bearbeiten

    Die drei Bäume sollen nun etwas passender dargestellt werden. Dazu clicken wir in den Layereigenschaften auf Symbolisierung:




    Unser Ziel soll es sein, Baumsymbole für die Punktobjekte im Kartenfenster zu laden.
    Dazu clicken wir auf Markierung und ändern wir die Größe auf 5 mm und die Farbe auf schwarz:




    Nun clicken wir oben auf Einfache Markierung und schalten den Symbollayertyp auf SVG-Markierung (Bild 20). Hier navigieren wir unten bei den SVG-Gruppen zu gpsicons und selektieren das Baumsymbol (Bild 21):





    Nach Anwenden und OK zeigt sich als Ergebnis folgendes Bild:




    Das war’s für heute.



    Ein herzliches Dankeschön:

    Die zahlreiche Youtube-Videos von Marshal Mappers waren mir eine große Hilfe.
    Helmt Kern, dem ehemaligen Gartenbauamtsleiter Karlsruhe, verdanke ich eine umfangreiche Bamartenliste des Karlsruher Zoologischen Stadtgartens, die mir wichtige Hinweise für diesen Beitrag lieferte.



    Übungen:

    1) Jeweils ein Linienlayer baeche und ein Polygonlayer seen des Karlsruher Zoos nach Bild 4 erstellen. Dabei nach dem gleichen Muster vorgehen wie hier für den Punktlayer baeume gezeigt. Felder für die Attributtabelle könnten sein: bach_nr, bachbreite, bach_tiefe, bemerkung bzw. see_nr, see_flaeche, see_tiefe, bemerkung.

    2) Über den Plugin Koordinatenaufnahme für die drei Bäume überprüfen, ob der abgegriffene Wert mit dem in der Excel-Tabelle angegebenen übereinstimmt.


    Über Fragen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!



    Viel Erfolg!

    Bernd



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    Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige. siehe auch unter: map canvas, QGIS canvas

    CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei

    DGM – Digitales Gekändemodell; engl. DTM - Digital Terrain Model

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    DLM - Digitales Landschaftsmodell

    DOM – Digitales Oberflächenmodell; engl. DSM - Digital Surface Model

    EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen

    Features - gemäß Giswiki abstrahierte Modelle der realen Welt. Z.B. werden Straßen als Linienzüge, Gebäude als Flächen oder Bäume als Punkte abstrahiert und dargestellt.

    Featurelayer - Layer, welches die o.a. Features enthält. So handelt es sich also bei Punkt-, Linien- oder Flächenlayern/Polygonlayern um Featurelayer

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    Geopackage - Daten-Container, der viele Shape- und Rasterdaten in einer einzigen Datei vereint.

    GeoTiff - Georeferenzierte Bilddatei, quasi ein Standard für Rasterdaten; entspricht TIFF, besitzt aber zusätzlich Informationen über die Georeferenzierung. Diese sind in den Metadaten des bildes abgespeichert.

    GIS – Geoinformationssystem

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    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

    KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form

    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    Map Canvas - Karte; Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird

    m.ü.NN. - Meter über Normal Null

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    Projektbereich - Gesamtbereich aller Programme und Daten eines QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten. Hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!

    Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten

    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    QGIS canvas - QGIS-Arbeitsfläche, QGIS-Kartenfenster

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten

    ReMT – Rechte Maustaste

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf

    Shape, Shapefile - Grafikdatei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen). Shapes sind georeferenziert.

    TIFF - Tagged Image File Format - Dateiformat für hochauflösende Bilder, ist verlustfrei und nicht komprimiert.

    Tiles – Karten min Form sogenannter „Kacheln“

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website

    UTM - Universal Transverse Mercator, siehe auch ETRS89

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Vertex (Plural Vertices) - Scheitelpunkt, Punkt im 3-dimensionalen Raum

    WFS - Web Feature Service

    WGS84 - World Geodetic System 1984

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten