Beiträge von Bernd Miggel

    Willkommen in Teil 39 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Dieser Beitrag entstand mit QGIS 3.16 unter Windows 10.


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe.


    Heutiges Ziel:

    Es sollen die Pilzfunde längs der Straße und der beiden Wege ermittelt werden.



    Verwendete QGIS-Werkzeuge

    • Linienobjekt zeichnen
    • Verkorlayer zusammenführen
    • Puffer um ein Linienobjekt erstellen
    • Messwerkzeug: Länge messen
    • Verschneidungswerkzeug
    • csv-Export
    • Beschriftung


    Die Vorgehensweise im Einzelnen


    A) Zeichnen des noch fehlenden Zugangsweges als Linienlayer

    B) Zusammenführen der drei Komponenten zu einem gemeinsamen Shapefile-Layer

    C) Erstellen eines Puffers um den gemeinsamen Shapefile-Layer

    D) Verschneiden der gesamten Pilzfunde mit dem Puffer

    E) Symbolisierung des Verschneidungs-Ergebnisses

    F) Export der Pilzfunde innerhalb des Puffers als csv-Datei

    G) Nachtrag: Beschriften der Funde im Kartenfenster



    Los geht's:


    A) Zeichnen des noch fehlenden Zugangsweges als Linienlayer


    Bild 1 zeigt die Ausgangssituation, also das Untersuchungsgebiet mit dem KBS ETR89/UTM-Zone 32N = EPSG:258332.

    Der von Süden her, d.h. von der K4325, ins Gebiet hineinreichende Zugangsweg, fehlt noch:


    In Bild 2 ist er bereits als Shapefile-Layer Zugangsweg erstellt:



    B) Zusammenführen der drei Komponenten zu einem gemeinsamen Shapefile-Layer


    In Bild 3 zeigen die Pfeile auf die zusammenzuführenden Layer: Zugangsweg, Strasse, Rundweg.


    So erreicht man den Menüpunkt Vektorlayer zusammenführen:


    Als Nächstes versieht man die entsprechenden drei Zeilen mit einem Haken und akzeptiert mit OK (Bild 5):

    Notiz: Dass die relevanten Eingabelayer unterschiedliche KBS besitzen, spielt hier keine Rolle!


    Bilder 6 bis 8 zeigen das weitere Vorgehen. Wichtig ist hier, dass ETRS89/UTM als Ziel-KBS angegeben wird.




    Als Ergebnis ist im Layerfenster links der Vektorlayer-Eintrag strasse_wege zu erkennen:


    Als Symbolisierung (Layereigenschaften) wählen wir eine dicke, schwarze Linie.

    Die Bilder 10, 11 zeigen, wie wir die Beschriftung des Layers vornehmen. Dabei wird der Beschriftungstext als Zeichenstring in einfache Anführungszeichen gesetzt:




    C) Erstellen eines Puffers um den gemeinsamen Shapefile-Layer

    Beidseitig soll nun ein 3 m breiter Puffer um den Linienlayer strasse_wege_zusammen gezogen werden. Das Ergebnis ist ein Shapefile-Layer. Wie wir dabei vorgehen, ist anhand der Bilder 12 bis 16 nachvollziehbar:






    Der Puffer wird durch den Bereich innerhalb der doppelten roten Linie repräsentiert:


    Eine Nachkontrolle mit Hilfe des Längen-Messwerkzeugs ergibt die verlangten +- 3 m = Gesamtbreite 6 m:

    Willkommen in Teil 38 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Dieser Beitrag entstand mit QGIS 3.16 unter Windows 10.


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe.


    Heutiges Ziel:

    In den nächstfolgenden Teilen dieser Aufsatzreihe sollen Auswertungen inklusive der Dokumentation durchgeführt werden. Dies möchte ich hier erst einmal stichwortartig erläutern.



    Die Vorgehensweise im Einzelnen


    A) Das Koordinatenbezugssystem KBS

    B) Zur Verfügung stehende Quelldaten

    C) Für jede Aufgabe zu generierende Zieldaten

    D) Wichtige QGIS-Werkzeuge

    E) Beispielhafte Aufgabenstellungen

    F) Abschließende Dokumentation



    Los geht's:


    A) Das Koordinatenbezugssystem KBS


    Als KBS werden wir das Europäische Terrestrische Referenzsystem 1989 (ETRS89) in Verbindung mit der Universalen Transversalen Mercator (UTM)-Abbildung einsetzen, d.h. ETRS89/UTM. Für Baden-Württemberg ist das die Zone 32N, also

    ETRS89 / UTM Zone 32N = EPSG:25832.

    Vorteile: Einheitliche Geodatenbasis für Europa (löst Gauss-Krüger ab) Messungen in karthesischen Koordinaten in der Einheit Meter


    Bild 1 zeigt das gesamte Untersuchungsgebiet mit der OpenStreetMap als Basiskarte:




    B) Zur Verfügung stehende Quelldaten

    • Flächenlayer (Polygone), das sind die Flächen der „rohen“ Grundgebiete, „Quellflächen“
    • Linienlayer: Wege, Straßen, außerdem die Umrisslinien um die Polygone
    • Punktlayer bzw. Excel-Ausgangstabelle: das sind die einzelnen Fundpunkte, also die Pilzfunde


    Bild 2 zeigt die "inneren" Bereiche der Untersuchungsfläche:




    C) Für jede Aufgabenstellung zu generierende Zieldaten

    • Bestimmung der für die Aufgabenstellung relevanten „Zielfläche!
    • Berechnung der jeweiligen Umrisslänge und der Fläche
    • Räumliche Darstellung der zugehörigen Funde
    • Generierung der jeweiligen „Netto-Fundtabelle“ in Form einer csv-Datei


    D) Wichtige Software-Werkzeuge

    • SQL-Abfragen (Abfrage-Editor)
    • Vectorlayer zusammenführen
    • Vectorlayer verschneiden
    • Strecken und Flächen vermessen
    • Fehlerkorrekturen


    E) Beispielhafte Aufgaben/Fragestellunge

    • Funde der der baumfreien Bereiche (wurde bereits erledigt, siehe Teil 31)
    • Funde feuchter und nasser Bereiche unterhalb 669 mNN (wurde bereits erledigt, siehe Teil 35)
    • Funde längs Zugangsweg, Rundweg und Straße
    • Funde nach der Bodenart
    • Funde innerhalb des echten Torfstichs mit Ausnahme der Polytrichum-commune-Fazies
    • Mykorrhizapilzfunde innerhalb des NSG_1937
    • Pilzfunde im NSG_1983, mit Ausnahme des NSG_1937
    • Geografische Verteilung einer bestimmten Pilzart, z.B. Amanita fulva
    • Sprödblättlerfunde der trockenen Gebiete
    • Aphyllophorales bei einer best. Baumart (hier Moorbirke)
    • Funde im Areal einer Pflanzengesellschaft, z.B. im birkendominierten Kiefernwald
    • etc.


    F) Abschließende Dokumentation

    • Druckbares Format
    • Maßstab
    • Legende inklusive Nordpfeil
    • ...



    Das war's für heute!


    Viel Erfolg beim Nachvollziehen! :kaffee:

    Bernd




    Meine Ausrüstung vor Ort


    Android-Smartphone Moto G7 Plus mit folgenden, für die Kartierung benutzten Komponenten:

    • MeinePilze - Pilzbestimmungs-App zum Erstellen der Fundlisten etc. Die Funde sind automatisch georeferenziert.
    • Locus Map - GPS-App zur Darstellung des Kartierungsgebietes mit sämtlichen Pflanzengesellschaften, Biotopen, Tracks, Wegpunkten. Außerdem zur Erstellung von Tracks und georeferenzierten Fotos.



    Literatur


    Dierßen, B. & K. Dierßen (1984): Vegetation und Flora der Schwarzwaldmoore.‑ Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.‑Württ., 39: 1‑512

    Dierßen, K. (1990): Einführung in die Pflanzensoziologie (Vegetationskunde)

    Grossmann, A. (1985): Die Höheren Pflanzen und Moose des Bannwaldes Waldmoor-Torfstich, ihre Vergesellschaftung und ihre Standorte. In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., "Reihe Waldschutzgebiete", 3: 29-51

    HAAS, H. & G. KOST (1985): Basidiomycetenflora des Bannwaldes "Waldmoor-Torfstich". In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., Reihe Waldschutzgebiete, 3: 105-123

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil I: Fels- und Mauergesellschaften, alpine Fluren, Wasser-, Verlandungs- und Moorgesellschaften.

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil IV: Wälder und Gebüsche



    Glossar, Abürzungen


    ASCII - American Standard Code for Information Interchange

    Biotop - Charakteristischer Lebensraum in der Natur mit Tieren, Pflanzen und Pilzen

    Bulte - Über dem Wasserspiegel zeitweise überschwemmter Moorbereiche (Hoch- und Übergangsmoore) herausragende Erhebungen. Sie sind mit Moosen

    (Polytrichum, Sphagnum), Wollgräsern (Eriophorum).und/oder Moosbeeren (Oxycoccus) bewachsen.

    BW – Baden-Württemberg

    Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige; Leinwand; Kartenfenster

    CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei

    DGFM - Deutsche Ges. für Mykologie

    DGM – Digitales Gekändemodell, Gebäude und Bewuchs sind eliminiert

    DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite

    DHDN - Deutsches Hauptdreiecks-Netz; Bessel-Ellipsoid mit dem Zentralpunkt Rauenberg; geodätisches Bezugssystetem "Datum" Potsdam

    DOM – Digitales Oberflächenmodell

    EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen kleinerer Areale, z.B. Strecken- und Flächenmessungen in Größenordnungen, die durch die topografischen Karten 1:25000, 1:50000, 1:100000 abgedeckt sind

    Fazies - Aspektwechsel innerhalb gleichartiger Bestände (Dierßen 1990)

    Feature-Layer (Eigenschaften-Layer) - Punkt-, Linien- oder Polygon-Layer (Flächen-Layer)

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Geodäsie - Wissenschaft von der Vermessung der Erdoberfläche

    Geografische Koordinaten - Sie beschreiben einen geografischen Punkt auf der Erdoberfläche in Grad (z.B. in Grad/Minuten/Sekunden oder Grad mit Nachkommastellen)

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    GIS – Geoinformationssystem

    GNSS - Global Navigation Satellite System

    Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC

    GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern

    GRASS - Geographic Resources Analysis Support System

    HTML - Hypertext Markup Language

    KBS - Koordinatenbezugssystem

    Koordinatenbezugssysteme - Sie bestehen immer aus der Paarung Geodätischen Bezugssystem ("Datum") und dem Koordinatensystem, getrennt durch Schrägstrich. Gebräuchliche KBS:

    • DHDN / 3GK = Datum Potsdam / 3 Grad Streifensystem Gauss-Krüger
    • WGS84 / Lat-Lon = WGS84-Datum / Breitengrad-Längengrad
    • ETRS89 / UTM = ETRS89-Datum / UTM-Koordinatensystem

    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

    KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form

    Layer - Ebene

    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    LUBW - Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

    Map Canvas - Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird

    m.ü.NN. - Meter über Normal Null

    Multipolygon - Wenn die Objekte keine gemeinsame Grenze haben, wird ein Multipolygon-/Multipolylinien-/Multipunktobjekt erzeugt.

    ONB - Obere Naturschutzbehörde

    Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten

    OSM – OpenStreetMap

    Passpunkte – Referenzpunkte beim Georeferenzieren von Karten

    PflGes - Pflanzengesellschaft

    Plugins - Programmerweiterungen

    Projektbereich - Gesamtbereich des QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten; hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!

    Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten

    Projiziertes KBS - entsteht durch Kartenprojektion in die Ebene. Beispiele UTM, Gauss-Krüger. Zum Messen geeignet.
    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    Pflanzengesellschaft - Spezifische Gruppe von Pflanzen mit gleichen ökolog. Ansprüchen und mit Wechselbeziehungen zueinander

    ReMT – Rechte Maustaste

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten.

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf.

    Shape, Shapefile - Datei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen).

    Tiles – Karten in Form sogenannter „Kacheln“.

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website.

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen).

    UTM - Universal Transverse Mercator, siehe ETRS89.

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Verschneidung - Überlagerung von zwei oder mehr Layern. Das Ergebnis beinhaltet sozusagen die Gemeinsamkeiten der Eingabelayer.

    WFS - Web Feature Service

    WGS84 - World Geodetic System 1984. Meistbenutztes Bezugssystem für geografische Koordinaten.

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten



    Willkommen in Teil 37 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Dieser Beitrag entstand mit QGIS 3.16 unter Windows 10.


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe.


    Heutiges Ziel: Wir wollen - ausgehend vom letzten Teil - die Umrisslinie eines Polygons manuell nachzeichnen und beschriften. Hintergrund: Zur Untersuchungsfläche nsg_1937 ist nur das Polygon, d.h. die Fläche, vorhanden. Um aber eine Beschriftung am Rand der Fläche zu realisieren, wird der Umriss als Linienlayer benötigt.


    Die Vorgehensweise im Einzelnen


    A) Erstellen des Linienlayers für den Umriss

    B) Manuelles Zeichnen des Umrisses

    C) Beschriftung der Umrisslinie


    Los geht's:


    A) Erstellen des Linienlayers für den Umriss


    Wenn wir links im Layerfenster den Ordner NSG_1937 = Alter Bannwald aufklappen, erkennen wir, dass nur das Polygon nsg_1937_flaeche vorhanden ist (Bild 1). Um den Umriss zu zeichnen, selektieren wir den Ordner (1) und wählen den Menüpunkt Layer > Layer erstellen > Neuer Shapedatei-Layer (2):


    Im erscheinenden Untermenü Neuer Shapedatei-Layer selektieren wir Linie, denn bei dem zu zeichnenden Umriss handelt es sich um einen Linienlayer:


    Als Nächstes selektieren wir das KBS, z.B. EPSG:4326 = WGS84/lat-lon, und clicken den Browser-Button, um Ort und Bezeichnung der zu erstellenden Shapedatei festzulegen:


    Wir navigieren zu dem im Projektbereich dafür von uns vorgesehenen Ordner und geben nsg_1937_umriss ein. Dann wird noch der Speicher-Button geclickt:


    Wir sehen für diesen Layer nur ein einziges Feld umriss vor und tragen den Namen ein (1). Als Länge reichen 20 Zeichen aus (2). Nun fügen wir dieses Feld zur Feldiste hinzu (3):


    Es wird in die Feldliste übernommen, und wir können die Layer-Erstellung mit OK abschließen:



    B) Manuelles Zeichnen des Umrisses


    Als Ergebnis sehen wir den Linienlayer im Layerfenster (1).

    Um nun die Linie zu zeichnen, selektieren wir den Linienlayer (1), schalten in den Editiermodus um (2), und clicken auf Linienobjekt hinzufügen (3) und aktivieren die Einrastfunktion (4):


    Im Kartenfenster nimmt der Cursor jetzt die Form eines kleinen Kreises mit innenliegendem Kreuz an. Kommen wir in die Nähe eines Stützpunktes des Flächenlayers, so wird dieser durch ein kleines Quadrat hervorgehoben (1). Der Übersichtlichkeit halber schaltet man sämtliche Layer unter Ausnahme von nsg_1937_umriss und nsg_1937_flaeche unsichtbar.


    Nun kann das Zeichnen beginnen: Dazu fahren wir mit dem Cursor nacheinander alle Stützpunkte der Fläche an und führen jeweils einen Linksclick durch (1) ... (4) ...


    Haben wir die "Runde" beendet (1), so schließen wir den Zeichenvorgang mit einem Rechtsclick außerhalb des relevanten Bereiches ab (2):


    Im erscheinenden kleinen Menü die Zeichenfolge nsg_1937 (1) eintragen und mit OK abschließen (2):


    Durch einen Doppelclick im Layerfenster auf nsg_1937_umriss (1) gelangen wir in die Layereigenschaften und ordnen dem Umriss eine dicke Linie (2), z.B. in schwarz (3) zu.

    Dann zum Anschauen auf Anwenden (4) clicken und falls akzeptabel, mit OK (5) abschließen:


    Nun noch die Layoutänderungen speichern (1) und den Editiermodus verlassen (2):



    C) Beschriften derUmrisslinie


    Nun können wir alle wichtigen Layer wieder sichtbar schalten.

    Ein Doppelclick auf den Linienlayer im Layerfenster öffnet die Layereigenschaften und wir selektieren dort den Bereich Beschriftungen:


    Im sich öffnenden Beschriftungs-Menü selektieren wir als Erstes den Textbereich (1), tragen bei Wert den anzuzeigenden Beschriftungstext 'nsg_1937' (in einfachen Hochkommata) ein (2), selektieren als Textgröße 10 und clicken zum Übernehmen auf Anwenden:


    Als Nächstes selektieren wir das Untermenü Platzierung (1), wählen dort den Modus Parallel, haken Unter Linie an (2), kontrollieren via Anwenden (3) und schließen mit OK (4) ab:



    Hier das Endergebnis:



    Das war's für heute!



    Viel Erfolg beim Nachvollziehen! :kaffee:

    Bernd




    Meine Ausrüstung vor Ort


    Android-Smartphone Moto G7 Plus mit folgenden, für die Kartierung benutzten Komponenten:

    • MeinePilze - Pilzbestimmungs-App zum Erstellen der Fundlisten etc. Die Funde sind automatisch georeferenziert.
    • Locus Map - GPS-App zur Darstellung des Kartierungsgebietes mit sämtlichen Pflanzengesellschaften, Biotopen, Tracks, Wegpunkten. Außerdem zur Erstellung von Tracks und georeferenzierten Fotos.



    Literatur


    Dierßen, B. & K. Dierßen (1984): Vegetation und Flora der Schwarzwaldmoore.‑ Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.‑Württ., 39: 1‑512

    Dierßen, K. (1990): Einführung in die Pflanzensoziologie (Vegetationskunde)

    Grossmann, A. (1985): Die Höheren Pflanzen und Moose des Bannwaldes Waldmoor-Torfstich, ihre Vergesellschaftung und ihre Standorte. In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., "Reihe Waldschutzgebiete", 3: 29-51

    HAAS, H. & G. KOST (1985): Basidiomycetenflora des Bannwaldes "Waldmoor-Torfstich". In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., Reihe Waldschutzgebiete, 3: 105-123

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil I: Fels- und Mauergesellschaften, alpine Fluren, Wasser-, Verlandungs- und Moorgesellschaften.

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil IV: Wälder und Gebüsche



    Glossar, Abürzungen


    ASCII - American Standard Code for Information Interchange

    Biotop - Charakteristischer Lebensraum in der Natur mit Tieren, Pflanzen und Pilzen

    Bulte - Über dem Wasserspiegel zeitweise überschwemmter Moorbereiche (Hoch- und Übergangsmoore) herausragende Erhebungen. Sie sind mit Moosen

    (Polytrichum, Sphagnum), Wollgräsern (Eriophorum).und/oder Moosbeeren (Oxycoccus) bewachsen.

    BW – Baden-Württemberg

    Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige; Leinwand; Kartenfenster

    CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei

    DGFM - Deutsche Ges. für Mykologie

    DGM – Digitales Gekändemodell, Gebäude und Bewuchs sind eliminiert

    DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite

    DHDN - Deutsches Hauptdreiecks-Netz; Bessel-Ellipsoid mit dem Zentralpunkt Rauenberg; geodätisches Bezugssystetem "Datum" Potsdam

    DOM – Digitales Oberflächenmodell

    EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen kleinerer Areale, z.B. Strecken- und Flächenmessungen in Größenordnungen, die durch die topografischen Karten 1:25000, 1:50000, 1:100000 abgedeckt sind

    Fazies - Aspektwechsel innerhalb gleichartiger Bestände (Dierßen 1990)

    Feature-Layer (Eigenschaften-Layer) - Punkt-, Linien- oder Polygon-Layer (Flächen-Layer)

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Geografische Koordinaten - Sie beschreiben einen geografischen Punkt auf der Erdoberfläche in Grad (z.B. in Grad/Minuten/Sekunden oder Grad mit Nachkommastellen)

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    GIS – Geoinformationssystem

    GNSS - Global Navigation Satellite System

    Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC

    GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern

    GRASS - Geographic Resources Analysis Support System

    HTML - Hypertext Markup Language

    KBS - Koordinatenbezugssystem

    Koordinatenbezugssysteme - Sie bestehen immer aus der Paarung Geodätischen Bezugssystem ("Datum") und dem Koordinatensystem, getrennt durch Schrägstrich. Gebräuchliche KBS:

    • DHDN / 3GK = Datum Potsdam / 3 Grad Streifensystem Gauss-Krüger
    • WGS84 / Lat-Lon = WGS84-Datum / Breitengrad-Längengrad
    • ETRS89 / UTM = ETRS89-Datum / UTM-Koordinatensystem

    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

    KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form

    Layer - Ebene

    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    LUBW - Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

    Map Canvas - Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird

    m.ü.NN. - Meter über Normal Null

    Multipolygon - Wenn die Objekte keine gemeinsame Grenze haben, wird ein Multipolygon-/Multipolylinien-/Multipunktobjekt erzeugt.

    ONB - Obere Naturschutzbehörde

    Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten

    OSM – OpenStreetMap

    Passpunkte – Referenzpunkte beim Georeferenzieren von Karten

    PflGes - Pflanzengesellschaft

    Plugins - Programmerweiterungen

    Projektbereich - Gesamtbereich des QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten; hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!

    Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten

    Projiziertes KBS - entsteht durch Kartenprojektion in die Ebene. Beispiele UTM, Gauss-Krüger. Zum Messen geeignet.
    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    Pflanzengesellschaft - Spezifische Gruppe von Pflanzen mit gleichen ökolog. Ansprüchen und mit Wechselbeziehungen zueinander

    ReMT – Rechte Maustaste

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten.

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf.

    Shape, Shapefile - Datei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen).

    Tiles – Karten in Form sogenannter „Kacheln“.

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website.

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen).

    UTM - Universal Transverse Mercator, siehe ETRS89.

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Verschneidung - Überlagerung von zwei oder mehr Layern. Das Ergebnis beinhaltet sozusagen die Gemeinsamkeiten der Eingabelayer.

    WFS - Web Feature Service

    WGS84 - World Geodetic System 1984. Meistbenutztes Bezugssystem für geografische Koordinaten.

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten

    Willkommen in Teil 36 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Dieser Beitrag entstand mit QGIS 3.16 unter Windows 10.


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe.


    Heutiges Ziel: Wir wollen - ausgehend vom letzten Teil - die Untersuchungsfläche derart modifizieren, dass die einzelnen Areale unmittelbar aneinandergrenzen. Es geht darum, weder Lücken noch Überschneidungen zuzulassen.


    Die Vorgehensweise im Einzelnen


    A) Installation der aktuellen QGIS-Version

    B) Das Koordinatensystem

    C) Das Plugin "Topologie-Prüfung"

    D) Lücken und Überschneidungen manuell beseitigen


    Los geht's:



    A) Installation der aktuellen QGIS-Version


    Bild 1 zeigt unser Projekt, allerdings bereits mit der neuen QGIS-Version 3.16




    Bild 2 zeigt, welche Versionen zum Installieren zur Verfügung stehen, jeweis in 32 Bit und 64 Bit.

    Entweder man nimmt die aktuelle Version 3.16 (A) oder die langzeitstabile Version 3.10 (B).

    Zur Version 3.16 gibt es hier eine ausführliche Dokumentation.

    Die Internetseite für die Installation: QGIS herunterladen.





    B) Das Koordinatensystem


    Bild 3 zeigt, wie das hier verwendete KBS ETRS89/UTM Zone 32N (EPSG 25832) installiert wird.

    Unten rechts den Button doppelclicken (1), worauf das Untermenü "Projektionseigenschaften - KBS" geöffnet wird. Dort ganz oben im Suchfenster "25832" eingeben (2). Jetzt sieht man den durch dieses KBS abgedeckten Geobereich als rosa Streifen. Weiter geht es mit (3) und (4). Dieses KBS hat den Vorteil, dass man in der Einheit Meter messen kann, was für uns wichtig ist:





    C) Das Plugin "Topologie-Prüfung"


    Mit Hilfe dieses Plugins lassen sich die Polygone eines Projektes auf Lücken, Überschneidungen und andere Fehler in der Topologie untersuchen.


    Im Folgenden soll nur angedeutet werden, wie man das Plugin installiert und aktiviert. Wer direkt mit dem manuellen Editieren fortfahren möchte, überspringt dieses Kapitel und macht direkt bei D) weiter.


    Die Installation zeigt Bild 4: Man clickt also auf Erweiterungen (1), gibt im sich öffnenden Menü im Suchfenster topologie ein und übernimmt das Plugin via (3) und (4):


    Bild 5 zeigt einen Ausschnitt der Projektkarte, in dem man zwei Lücken und eine Überlappung erkennt.

    Das Prüfungsfenster des Plugins wird geöffnet, indem man auf den zugeordneten Button clickt. (Das Browser-Fenster hatte ich vorher nach links unter das Layer-Fensters gezogen.):


    Clickt man im Topologie-Prüfungsfenster auf das Konfigurieren-Werkzeug (Symbol eines Schraubenschlüssels), so öffnet sich ein Menü Topologieeinstellungen, in dem man Regeln zur Prüfung auf Topologiefehler selektieren kann:




    D) Lücken und Überschneidungen manuell beseitigen


    Ziel ist es, die beiden Lücken und die Überschneidung zu beseitigen. Das soll mit folgenden Verschiebungen geschehen, siehe Bild 7:

    • 1 nach 0
    • 4 nach 3
    • 2 nach 0
    • 5 nach 3

    Im Menü müssen noch die relevanten Parameter eingestellt werden, das sind die Buttons und Aufklapplisten im rot eingezeichneten Rechteck. Von links nach rechts, entsprechend der Beschriftung 1 bis 10 in Bild 7:

    1. Einrasten einschalten; ohne die Einrastfunktion geht es nicht.
    2. Alle Layer aktivieren, denn die Einrastfunktion soll auf allen sichtbaren Layern stattfinden können.
    3. Sowohl Stützpunkt als auch Segment aktivieren, da das Einrasten auf beiden Elementen möglich sein soll.
    4. Als Einrasttoleranz einen Wert zwischen 10 bis 30 Einheiten selektieren. Hier muss man evtl. experimentieren!
    5. Als Einheit selektieren wir px (= Pixel).
    6. Topologisches Editieren aktivieren.
    7. Erweiterte Konfiguration bleibt deaktiviert.
    8. Einrasten auf Schnittpunkte aktivieren: wir wollen auch an stützpunktlosen Schnittpunkten einrasten können.
    9. Spurverfolgung bleibt deaktiviert.
    10. Auch dieser Button bleibt deaktiviert.



    Nun zu Bild 8:

    Es müssen im Layer-Fenster (links) die drei relevanten Polygone vpd_flaeche, vph_flaeche und vps_flaeche angehakt, d.h. sichtbar gemacht werden.

    Da vps_flaeche editiert werden soll, wird sie im Layer-Fenster auch noch angeclickt, d.h. aktiviert (1).

    Der Editier-Modus wird eingeschaltet (2) und das Knotenwerkzeug (aktueller Layer) selektiert. Daraufhin nimmt der Mauszeiger die Form eines Kreuzes an.

    Bewegt man den Mauszeiger im Bereich der vps_flaeche, werden sämtliche Knoten dieses Polygons als Punkte hervorgehoben. Wir sehen die Reaktion, wenn man den Mauszeiger in den Bereich des unteren Segnments von vps_flaeche hineinbewegt (4).



    Wichtig: Das Knotenwerkzeug wurde ab QGIS 3.0 überarbeitet und umbenannt. Es arbeitet jetzt nach dem Click - Click - Prinzip, wie es in den folgenden Bildern zu sehen ist:

    Als Erstes wird der Mauszeiger in die Nähe von Knoten 1 bewegt, bis im Knoten ein rotes x erscheint.

    Es ist durchaus möglich, dass dies nicht auf Anhieb klappt. Dann am besten verschiedene Werte der Einrasttoleranz (siehe oben) ausprobieren!

    Nun einen ersten Linksclick durchführen:



    Nun wird der Mauszeiger in Richtung auf den Knoten 0 bewegt, worauf eine dünne, gestrichelte Linie mitgeführt wird (in Bild 10 ganz schwach erkennbar). Sobald an Knoten 0 ein rotes x erscheint, clicken wir ein zweites Mal:



    Durch diesen zweiten Linksclick wird Knoten 1 automatisch korrekt umplatziert:



    In entsprechender Art und Weise verschieben wir Knoten 4 zum Knoten 3 hin. Das Ergebnis zeigt das nächste Bild (1). Nun müssen die beiden Änderungen von vps_fläche gespeichert werden (2):



    Nun wird das Polygon vph_flaeche editiert: Im Layerfenster bleiben die relevanten drei Polygone weiterhin sichtbar geschaltet, d.h. angehakt. Wir selektieren vph_flaeche durch Anclicken (1). Dann platzieren wir Knoten 2 auf die Position von Knoten 0 (2) und Knoten 5 auf die Position von Knoten 3 (3). Bild 13 zeigt das Ergebnis:



    Wir schließen das Editieren ab, indem wir die Änderungen von vph_flaeche speichern (1) und dann den Editiermodus verlassen (2):



    Abschließend im Layer-Fenster alle wichtigen Polygone und den Basislayer OSM wieder sichtbar machen (anhaken):




    Das war's!



    Viel Erfolg beim Nachvollziehen! :kaffee:

    Bernd




    Meine Ausrüstung vor Ort


    Android-Smartphone Moto G7 Plus mit folgenden, für die Kartierung benutzten Komponenten:
    MeinePilze - Pilzbestimmungs-App zum Erstellen der Fundlisten etc. Die Funde sind automatisch georeferenziert. Locus Map - GPS-App zur Darstellung des Kartierungsgebietes mit sämtlichen Pflanzengesellschaften, Biotopen, Tracks, Wegpunkten. Außerdem zur Erstellung von Tracks und georeferenzierten Fotos
    Easy Voice Recorder - App für zusätzliche Audio-Notizen.



    Literatur


    Dierßen, B. & K. Dierßen (1984): Vegetation und Flora der Schwarzwaldmoore.‑ Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.‑Württ., 39: 1‑512

    Dierßen, K. (1990): Einführung in die Pflanzensoziologie (Vegetationskunde)

    Grossmann, A. (1985): Die Höheren Pflanzen und Moose des Bannwaldes Waldmoor-Torfstich, ihre Vergesellschaftung und ihre Standorte. In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., "Reihe Waldschutzgebiete", 3: 29-51

    HAAS, H. & G. KOST (1985): Basidiomycetenflora des Bannwaldes "Waldmoor-Torfstich". In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., Reihe Waldschutzgebiete, 3: 105-123

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil I: Fels- und Mauergesellschaften, alpine Fluren, Wasser-, Verlandungs- und Moorgesellschaften.

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil IV: Wälder und Gebüsche



    Glossar, Abürzungen


    ASCII - American Standard Code for Information Interchange

    Biotop - Charakteristischer Lebensraum in der Natur mit Tieren, Pflanzen und Pilzen

    Bulte - Über dem Wasserspiegel zeitweise überschwemmter Moorbereiche (Hoch- und Übergangsmoore) herausragende Erhebungen. Sie sind mit Moosen

    (Polytrichum, Sphagnum), Wollgräsern (Eriophorum).und/oder Moosbeeren (Oxycoccus) bewachsen.

    BW – Baden-Württemberg

    Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige; Leinwand; Kartenfenster

    CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei

    DGFM - Deutsche Ges. für Mykologie

    DGM – Digitales Gekändemodell, Gebäude und Bewuchs sind eliminiert

    DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite

    DOM – Digitales Oberflächenmodell

    EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen kleinerer Areale, z.B. Strecken- und Flächenmessungen auf topografischen Karten 1:25000, 1:50000, 1:100000.

    Fazies - Aspektwechsel innerhalb gleichartiger Bestände (Dierßen 1990)

    Feature-Layer (Eigenschaften-Layer) - Punkt-, Linien- oder Polygon-Layer (Flächen-Layer)

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Geografische Koordinaten - Sie beschreiben einen geografischen Punkt auf der Erdoberfläche in Grad (z.B. in Grad/Minuten/Sekunden oder Grad mit Nachkommastellen)

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    GIS – Geoinformationssystem

    GNSS - Global Navigation Satellite System

    Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC

    GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern

    GRASS - Geographic Resources Analysis Support System

    HTML - Hypertext Markup Language

    KBS - Koordinatenbezugssystem

    Koordinatenbezugssysteme - Sie bestehen immer aus der Paarung Geodätischen Bezugssystem ("Datum") und dem Koordinatensystem, getrennt durch Schrägstrich. Gebräuchliche KBS:

    • DHDN / 3GK = Datum Potsdam / 3 Grad Streifensystem Gauss-Krüger
    • WGS84 / Lat-Lon = WGS84-Datum / Breitengrad-Längengrad
    • ETRS89 / UTM = ETRS89-Datum / UTM-Koordinatensystem

    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

    KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form

    Layer - Ebene

    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    LUBW - Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

    Map Canvas - Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird

    m.ü.NN. - Meter über Normal Null

    Multipolygon - Wenn die Objekte keine gemeinsame Grenze haben, wird ein Multipolygon-/Multipolylinien-/Multipunktobjekt erzeugt.

    ONB - Obere Naturschutzbehörde

    Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten

    OSM – OpenStreetMap

    Passpunkte – Referenzpunkte beim Georeferenzieren von Karten

    PflGes - Pflanzengesellschaft

    Plugins - Programmerweiterungen

    Projektbereich - Gesamtbereich des QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten; hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!

    Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten

    Projiziertes KBS - entsteht durch Kartenprojektion in die Ebene. Beispiele UTM, Gauss-Krüger. Zum Messen geeignet.
    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    Pflanzengesellschaft - Spezifische Gruppe von Pflanzen mit gleichen ökolog. Ansprüchen und mit Wechselbeziehungen zueinander

    ReMT – Rechte Maustaste

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten.

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf.

    Shape, Shapefile - Datei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen).

    Tiles – Karten in Form sogenannter „Kacheln“.

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website.

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen).

    UTM - Universal Transverse Mercator, siehe ETRS89.

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Verschneidung - Überlagerung von zwei oder mehr Layern. Das Ergebnis beinhaltet sozusagen die Gemeinsamkeiten der Eingabelayer.

    WFS - Web Feature Service

    WGS84 - World Geodetic System 1984. Meistbenutztes Bezugssystem für geografische Koordinaten.

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten


    Hallo Pablo!


    Jetzt habe ich mal versuchsweise einen Sporenabwurf von Flammulina spec. (F. velutipes oder F. elastica) in einen Tropfen Leitungswasser gegeben und dazu eine Spur Phloxin-B (nur eine winzige "Verunreinigung" auf einer Präpariernadel). Es scheint, dass die Sporen das Phloxin geradezu magisch anziehen und sich rötlich verfärben, so dass sie gut sichtbar sind. Das umgebende Wasser bleibt ungefärbt. Was wichtig ist: die Maße entsprechen hierbei den in Wasser gemessenen.


    Das deckt sich in etwa mit deiner Vorgehensweise. Ich habe Phloxin gewählt, weil es das Cytoplasma anfärbt.



    L.G. - Bernd

    Hallo Stefan,


    manchmal hat man nur wenige ausgeworfene Sporen auf dem Objektträger (Porlinge, stereoide Pilze). Wenn die Sporen dann auch noch hyalin und dünnwandig sind, findet man sie kaum.

    Dann muss man wohl anfärben, um sie zu finden. Aber die Maße dürfen sich dabei nicht gegenüber Wasser ändern, ein echtes Problem.:(

    Zum Auffinden hilft es manchmal, aber nicht immer, die Aperturblende am Mikroskop weit zu schließen.


    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo miteinander,


    in welchem Medium messt ihr Pilzsporen, welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

    • Worin bekommt man Maße von Länge, Breite, Schlankheitsgrad, Volumen, die mit denen in Wasser vergleichbar sind?
    • Nimmt man Leitungswasser oder dest./dem. Wasser?
    • Vom Frischpilz oder vom Exsikkat?
    • Wie färbt man sehr dünnwandige, kleine Sporen an, ohne dass sich die Maße gegenüber den Maßen in Wasser ändern?


    Mein eigener Wissensstand ist folgender:

    • Man sollte nur ausgefallende, repräsentative Sporen (Appendix seitlich sichtbar) messen.
    • Josef Christan (Christan, J. (2008): Die Gattung Ramaria in Deutschland, S. 75) misst Ramaria-Sporen nur vom Exsikkat, und zwar in Wasser oder in L4 nach Clémençon.
    • Täublings- und Milchlingssporen misst man in Melzers Reagenz.
    • Ich selber messe, abgesehen von Russula, Lactarius, Lactifluus, in Leitungswasser oder in GSM nach Clémençon.
    • Messe ich sehr schlanke Sporen, z.B. Flammulina elastica, in Phloxin-B, so ändern sich die Maße gegenüber denen in Wasser (Länge, Schlankheitsgrad).

    Bin gespannt auf eure Erfahrungen.:)


    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Pablo und Andreas!


    Im Erb-Mattheis finde ich als sauer reagierendes Aufweichmittel zum einen Milchsäure, zum anderen Lactophenol. Anstelle von Lactophenol kann man wohl Lactoglyzerin nehmen, das ist nicht so giftig. Lactoglyzerin habe ich da, Versuche stehen aber noch an.:kaffee:

    Einen herzlichen Gruß - bleibt gesund!

    Bernd

    Liebe Naturfreunde,


    im kommenden Winter möchte ich die Themenreihe abschließen. Was fehlt noch:


    A) Einige wichtige Auswertungen mit den vorhandenen Pilz-Funddaten.


    B) Das Kartenlayout.

    Hierbei werden die Auswertungen in eine vorzeigbare Form gebracht.

    Dazu gehören eine Legende, ein Maßstabsbalken, der Nordpfeil.

    Schließlich entsteht so ein ausdruckbarer Atlas, als Teil einer größeren Veröffentlichung dienen kann.


    Also dann - bis zum Ende der Pilzsaison - alles Gute! :kaffee:


    Bernd


    P.s.: Hier geht's zur Themenübersicht

    Hallo Harald,


    deine Sichtweise ist mir völlig klar. Aber hier ist die Aufgabenstellung eine andere: Es soll mit Rücksicht auf die einzelnen Pflanzengesellschaften, die im Gebiet kleinräumig wechseln, kartiert werden. Ein wesentlich genaueres GNSS wäre da von Vorteil. Beispielsweise ließen sich die einzelnen Myzelien bei späteren Begehungen wieder problemlos auffinden.

    Zur Kartierung nach Pflanzengesellschaften im gleichen NSG siehe: "HAAS, H. & G. KOST (1985): Basidiomycetenflora des Bannwaldes Waldmoor-Torfstich".


    L.G. - Bernd

    Hallo Chris,


    falls Anwendung und Zusammensetzung von Ethanolglycerin (Aethanol-Glyzerin) noch unklar sein sollte, bitte in Z. Mykol. 52(1), 1986, S. 64 nachschlagen. Dort ist alles ausführlich beschrieben.

    Clemencon verwendet es in Mischung mit KANA-Puffer als sauer reagierendes Aufweichmittel.


    L.G. - Bernd

    Willkommen in Teil 35 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Dieser Beitrag entstand mit QGIS 3.10.4-A unter Windows 10.


    Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe.


    Ich möchte dringend empfehlen, die QGIS-Version 3.10.4 "long time release repository (most stable)" zu verwenden (Stand Mai 2020).


    Heutiges Ziel: Wir wollen mit dem im letzten Teil erzeugten Rasterlayer die Funde feuchter, nasser und Oberflächenwasser führender Bereiche generieren.


    Vorüberlegungen:

    Der im letzten Teil erzeugte Rasterlayer WT_DGM1_kleiner_669m besteht aus zwei großen Bereichen. Uns interessiert der südwestliche Teil, in dem der Hintere Rotenbach das Gebiet entwässert. Wir haben es hier mit feuchten, nassen und auch Oberflächenwasser führenden Arealen zu tun.

    Um die Pilzfunde dieses Gebietes herauszuarbeiten, ist allerdings eine umfangreiche Layer-Umformung erforderlich


    Die Vorgehensweise im Einzelnen:


    A) Den Rasterlayer mit Hilfe des Plugins Serval kleinräumig editieren

    B) Den Rasterlayer so zuschneiden, dass nur noch der Südwestteil übrig bleibt

    C) Vektorisieren des Rasterlayers

    D) Verschneiden aller Funde mit dem Vektorlayer

    E) Export der resultierenden Funde als csv-Textfile


    Los geht's:


    A) Den Rasterlayer mit Hilfe des Plugins Serval kleinräumig editieren

    Wenn man sich den Rasterlayer WT_DGM1_kleiner_669m genauer anschaut, erkennt man, insbesondere an den Rändern, kleine inselartige Bereiche, die man an ihre Umgebung anpassen sollte. Anderenfalls würden sich später bei der Wandlung in ein Vektorlayer zu viele Einzelflächen ergeben.

    Das Plugin Serval ist speziell für derartige Anpassungen vorgesehen. Wir müssen es allerdings erst installieren:




    Nach der Installation ergibt sich ein kleiner Werkzeugkasten, den wir mitten ins Bild ziehen:




    Von den vier zur Verfügung stehenden Werkzeugen werden wir zwei benutzen. Das erste ist der Drawing Mode:




    Wir clicken auf den entsprechenden Button, worauf der Cursor die Form des Werkzeugs annimmt, geben ins Wertefeld 1,0000 ein und clicken bei hoher Zoomstufe auf alle Pixelpositionen, die grün werden und somit zum Layer hinzugefügt werden sollen. Hier ein kleiner, zungenförmiger Bereich, der in dieser Weise von grau nach grün wechseln soll:




    Nach Fertigstellung dieses Details sieht die Stelle so aus:




    Andererseits ist weiter oberhalb eine grüne Insel zu erkennen, vom Layer entfernt werden und somit grau werden soll. Hierzu ist das Werkzeug mit dem Radiergummi-Symbol Set Raster Cell Value to NoData vorgesehen. Wir clicken den entsprechenden Button, worauf der Cursor die Form des Werkzeugs annimmt. Wir clicken auf alle Pixelpositionen, die grau werden sollen:




    Hier das Ergebnis für diese Stelle:




    Nun korrigieren wir noch alle anderen "Unstimmigkeiten" im Bereich des Südwestteils, der Nordostteil bleibt unberücksichtigt, da er im Folgenden abgeschnitten werden soll.



    B) Den Rasterlayer so zuschneiden, dass nur noch der Südwestteil übrig bleibt

    Die Bilder 9, 10 und 11 zeigen anschaulich, wie man dabei vorgeht:








    Wir wollen durch manuelles Aufziehen eines Rechtecks zuschneiden:






    Sobald das Rechteck den gewünschten Bereich überstreicht, können wir die Maustaste loslassen.

    Nun nochmals alles Parameter überprüfen und das Werkzeug starten:




    Es ergibt sich ein Rasterlayer mit den Werten = 0 (schwarz) und = 1 (weiß):




    Da uns nur der weiße Bereich interessiert, eliminieren wir alles mit Wert = 0 und geben der resultierenden Fläche noch eine ansprechende, dunkelgrüne Farbe. Wie man das macht, haben wir bereits im letzten Teil kennengelernt, siehe dort alles unterhalb Bild 8.

    Wenn wir dann noch alle Funde einblenden, sieht es folgendermaßen aus:






    C) Vektorisieren des Rasterlayers

    Da sich nur ein Vektorlayer mit den Funden verschneiden lässt, müssen wir unseren Rasterlayer vektorisieren:




    Nun navigieren wir zum Zielort und geben einen passenden Namen für den Vektorlayer an:






    ... und starten das Werkzeug:




    Wenn wir nun das Browser-Fenster sichtbar machen, erkennen wir den generierten Vektorlayer. Mit Drag & Drop ziehen wir ihn ins Layerfenster:




    Wir machen ihn sichtbar und öffnen seine Attributtabelle. Diese besteht aus drei Einträgen. Um nachzuvollziehen, welcher Eintrag sich auf welche Fläche bezieht, clicken wir auf einen der Einträge, woraufhin die zugehörige Fläche im Kartenfenster blinkt. Die Zuordnungen zeigt das folgende Bild:




    Die Fläche mit dem Wert = 0 ist für uns irrelevant, sie wird gelöscht. Dazu erst in den Editier-Modus schalten, die Fläche löschen, danach die Änderungen speichern und den Editiermodus wieder verlassen:




    Bild 24 zeigt das Ergebnis in Gelb: Die Hauptfläche sowie ein kleiner, getrennter Bereich oben rechts.



    D) Verschneiden aller Funde mit dem Vektorlayer

    Das Verschneiden ist nun problemlos möglich, wie die folgenden Bilder zeigen:










    Blendet man über das Eigenschafts-Menü noch die Namen der Funde ein, bekommt man folgendes Endergebnis:





    E) Export der resultierenden Funde als csv-Textfile

    Der Vorgang ist selbsterklärend, wenn man den drei letzten Bildern folgt:









    Wichtige Notizen:

    1) Den Vektorlayer Funde_feucht_nass_wasser hätte man auch durch einfaches Nachzeichnen der Kontur des interessierenden Gebietes gewinnen können. Den dadurch gewonnen Linienlayer hätte man danach nur noch in ein Polygonlayer wandeln müssen.

    2) Für einige der hier generierten Layer hätte auch ein temporärer Layer ausgereicht, da sie nur ein Zwischenergebnis darstellen (z.B. den nach Bild 10, Bild 11 generierten Rasterlayer WT_kleiner_669m_SW.tif).




    Das war's für heute.



    Viel Erfolg beim Nachvollziehen! :kaffee:

    Bernd




    Meine Ausrüstung vor Ort:

    Android-Smartphone Moto G7 Plus mit folgenden, für die Kartierung benutzten Komponenten:

    MeinePilze - Pilzbestimmungs-App zum Erstellen der Fundlisten etc. Die Funde sind automatisch georeferenziert.

    Locus Map - GPS-App zur Darstellung des Kartierungsgebietes mit sämtlichen Pflanzengesellschaften, Biotopen, Tracks, Wegpunkten. Außerdem zur Erstellung von Tracks und georeferenzierten Fotos.

    Easy Voice Recorder - App für zusätzliche Audio-Notizen.



    Literatur:

    Dierßen, B. & K. Dierßen (1984): Vegetation und Flora der Schwarzwaldmoore.‑ Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.‑Württ., 39: 1‑512

    Dierßen, K. (1990): Einführung in die Pflanzensoziologie (Vegetationskunde)

    Grossmann, A. (1985): Die Höheren Pflanzen und Moose des Bannwaldes Waldmoor-Torfstich, ihre Vergesellschaftung und ihre Standorte. In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., "Reihe Waldschutzgebiete", 3: 29-51

    HAAS, H. & G. KOST (1985): Basidiomycetenflora des Bannwaldes "Waldmoor-Torfstich". In: Der Bannwald "Waldmoor‑Torfstich".‑ Mitt. forstl. Versuchs‑ und Forschungsanstalt Bad.‑Württ., Reihe Waldschutzgebiete, 3: 105-123

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil I: Fels- und Mauergesellschaften, alpine Fluren, Wasser-, Verlandungs- und Moorgesellschaften.

    Oberdorfer, E. (1992): Süddeutsche Pflanzengesellschaften - Teil IV: Wälder und Gebüsche



    Glossar, Abürzungen:

    ASCII - American Standard Code for Information Interchange

    Biotop - Charakteristischer Lebensraum in der Natur mit Tieren, Pflanzen und Pilzen

    Bulte - Über dem Wasserspiegel zeitweise überschwemmter Moorbereiche (Hoch- und Übergangsmoore) herausragende Erhebungen. Sie sind mit Moosen

    (Polytrichum, Sphagnum), Wollgräsern (Eriophorum).und/oder Moosbeeren (Oxycoccus) bewachsen.

    BW – Baden-Württemberg

    Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige; Leinwand; Kartenfenster

    CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei

    DGFM - Deutsche Ges. für Mykologie

    DGM – Digitales Gekändemodell, Gebäude und Bewuchs sind eliminiert

    DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite

    DOM – Digitales Oberflächenmodell

    EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy

    ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen

    Fazies - Aspektwechsel innerhalb gleichartiger Bestände (Dierßen 1990)

    Feature-Layer (Eigenschaften-Layer) - Punkt-, Linien- oder Polygon-Layer (Flächen-Layer)

    Geografisches KBS -

    Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden

    Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen

    GIS – Geoinformationssystem

    GNSS - Global Navigation Satellite System

    Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC

    GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern

    GRASS - Geographic Resources Analysis Support System

    HTML - Hypertext Markup Language

    KBS - Koordinatenbezugssystem

    KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)

    KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form

    Layer - Ebene

    Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche

    LiMT – Linke Maustaste

    LUBW - Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

    Map Canvas - Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird

    m.ü.NN. - Meter über Normal Null

    Multipolygon - Wenn die Objekte keine gemeinsame Grenze haben, wird ein Multipolygon-/Multipolylinien-/Multipunktobjekt erzeugt.

    ONB - Obere Naturschutzbehörde

    Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten

    OSM – OpenStreetMap

    Passpunkte – Referenzpunkte beim Georeferenzieren von Karten

    PflGes - Pflanzengesellschaft

    Plugins - Programmerweiterungen

    Projektbereich - Gesamtbereich des QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten; hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!

    Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten

    Projiziertes KBS -
    QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS

    Pflanzengesellschaft - Spezifische Gruppe von Pflanzen mit gleichen ökolog. Ansprüchen und mit Wechselbeziehungen zueinander

    ReMT – Rechte Maustaste

    Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten

    Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf

    Shape, Shapefile - Datei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Tiles – Karten in Form von sogen. „Kacheln“

    URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    UTM - Universal Transverse Mercator

    Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)

    Verschneidung - Überlagerung von zwei oder mehr Layern. Das Ergebnis beinhaltet sozusagen die Gemeinsamkeiten der Eingabelayer.

    WFS - Web Feature Service

    WGS84 - World Geodetic System 1984

    WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet

    WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet

    WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten




    Willkommen bei Wichtige Hinweise zur Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!


    Hinweis 5

    Bei einer Kartierung von Pflanzen, Pilze, Flechten in kleinräumig wechselnden Biotopen oder Pflanzengesellschaften wäre es aus meiner Sicht nicht schlecht, wenn die Fundkoordinaten auf etwa +- 1 Meter genau wären. Mit den derzeitigen GNSS - Global Navigation Satellite System - (GPS, GLONASS, BEIDOU) ist dieser Wunsch bei weitem nicht erfüllbar.


    Wer seinen eigenen GNSS-Empfänger einfach mal für 2-3 Tage an einem bestimmten Ort eingeschaltet lässt, wird durch die reale Genauigkeit sehr ernüchtert, denn sie liegt bei +- 15 bis +- 20 Metern.


    Für das Jahr 2021 angekündigte Galileo-System wird eine Genauigkeit von unter +- 1 Meter angegeben.

    In sofern darf man hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. :kaffee:


    Alles Gute!


    Bernd



    P.s.: Hier geht's zur Themenübersicht