Hallo Josef, Bernhard, hallo alle,
Jetzt habe ich mal ein bißchen genauer in die Bücher geguckt:
Die Ausführungen zu den einzelnen Pilzen in den neuen Büchern sind tatsächlich nicht allzu lang oder zu ausführlich. Für mich persönlich ist es definitiv ausführlich genug; es wird auch auf mikroskopische Merkmale und chemische Reaktionen eingegangen; Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu ähnlichen Arten werden herausgearbeitet. Die Fotos sind m.E. überdurchschnittlich. Es werden etwas über 2800 Arten behandelt.
Ich denke, das Werk ist nicht für Spezialisten gedacht. Wenn man tiefer in Beschreibungen einzelner Arten/Gattungen eintauchen will, muß man natürlich wissenschaftliche Fachbücher bzw. Gattungsmonografien heranziehen. Dafür sind die Bücher sicherlich kein Ersatz.
M.E. sind sie für tiefer interessierte, fortgeschrittene Laien gemacht, oder für Biologen, die aber nicht speziell Mykologen sind. Sie sind viel mehr als ein einfacher "Pilzführer", aber natürlich weniger als ein Fachbuch für professionelle Mykologen.
Sie sind sehr umfassend, und gerade in Band 2 ist sehr viel drin, was in meinen anderen Pilzbüchern gar nicht oder nicht so ausführlich bzw. nicht mit so vielen Arten behandelt wird: Krusten-, Baum-, Dung-, Gallertige und Becherförmige Pilze, Flechten, Korallen, Keulchen, Phytoparasiten, um nur einiges zu nennen.
Alles, was man allgemein über eine Gattung wissen muß, wird darin beschrieben; und die Gattungen sind durch die Aufteilung in die Formengruppen ("Wheels") gut miteinander in Zusammenhang gebracht. Diese Aufteilung geht zunächst nach der Morphologie und/oder dem Lebensraum/der Lebensweise. (Bsp. "Operculate cup fungi with dull colors") Danach kann man Funde erst mal grob einordnen. Als Unterabteilungen kommen dann wieder "Wheels", die eine Gattung oder mehrere verwandte Gattungen behandeln.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Gattungen werden explizit ausgeführt. Man gewinnt schnell einen Überblick. Sehr gut finde ich die Bebilderung. Die Fotos sind sehr gut, pro Art steht manchmal eine ganze und meist mindestens eine halbe Seite (Format fast A4) zur Verfügung. Auf bestimmungsrelevante Einzelheiten wird sehr gut mit zusätzlichen Detailfotos eingegangen; bei jedem Foto ist ein Maßstab eingeblendet.
Als Fazit meiner Beschreibung (siehe oben: "...sind sie für tiefer interessierte, fortgeschrittene Laien gemacht, oder für Biologen, die aber nicht speziell Mykologen sind. Sie sind viel mehr als ein einfacher "Pilzführer", aber natürlich weniger als ein Fachbuch für professionelle Mykologen.") könnte ich die Bücher als "populärwissenschaftliche Fachbücher" bezeichnen.
Hier nochmal zwei Doppelseiten mit Arten und ein "Wheel" als Beispiele:


